Mirabelle

Medizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 9. März 2024
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

Sie sind hier: Startseite Lebensmittel Mirabelle

Die Mirabelle ist aus Frankreich bekannt, wo sie bereits seit etwa 600 Jahren beliebt ist. In Deutschland hingegen ist sie erst seit 300 Jahren heimisch. Sie gehören zu den Pflaumen und zur Familie der Rosengewächse. Dabei ist die Mirabelle die kleinste und feinste Sorte.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über die Mirabelle wissen

Die Mirabelle gehört nicht nur zu den süßesten und beliebtesten Gartenfrüchten, sondern sie ist auch sehr gesund. Die Mirabelle zeichnet sich in erster Linie durch den hohen Kaliumanteil aus.

Bei der Mirabelle handelt es sich um die kleinen Schwestern der Zwetschgen und botanisch ist es eine Unterart der Pflaumen. Die Mirabelle hat ihren Ursprung in Asien. Die gelbe Pflaumenart entstand aus Kreuzungen der Kulturpflaume.

Sie gelangte im 16. Jahrhundert nach Europa, wo der Mirabellenbaum sehr schnell heimisch wurde. Lothringen ist die größte Anbauregion. Es gibt verschiedene Mirabellensorten. Manche sind auf einen Pollenspender angewiesen, während andere selbstfruchtende Sorten keine Fremdbestäubung benötigen. Zu den bekanntesten Sorten gehören Nancy, Bellamira und die Metz-Mirabelle. Die beliebten süßen Früchte werden nahezu ausschließlich für die Herstellung von Obstbränden und Likören genutzt. Eine Mirabelle wiegt nur etwa zehn Gramm. Typisch für sie sind die kugelrunde Form sowie die goldgelbe Farbe.

Die Seite des Steinobstes, das viel Sonne abbekam, ist zudem rot gepunktet. Das feste Fruchtfleisch der Mirabelle orangegelb bis grüngelb. Es löst sich leicht vom Kern und schmeckt sehr aromatisch süß bis süß-säuerlich. Die Erntezeit der Mirabellen ist in den Monaten Juli bis September, wobei die Pflanze viel Sonne benötigt, damit die Früchte das volle Aroma entfalten können. Der Baum kann Wuchshöhen von bis zu fünf Meter erreichen und bevorzugt warme Sandböden, die nicht austrocknen.

Es gibt aber auch Bäume, die nur 1,50 Meter groß werden. Mirabellen können aufgrund der ziemlich geringen Größe auch in kleineren Gärten angebaut werden. Die Bäume sind dafür bekannt, dass sie häufig üppig Früchte tragen. Geerntet wird die Mirabelle durch das Schütteln des Baums, an dem die Früchte hängen.

Bedeutung für die Gesundheit

Die Mirabelle gehört nicht nur zu den süßesten und beliebtesten Gartenfrüchten, sondern sie ist auch sehr gesund. Die Mirabelle zeichnet sich in erster Linie durch den hohen Kaliumanteil aus, der entwässernd wirkt und die Verdauung fördert.

Dies ist der wichtigste Grund, warum die Frucht vor allem bei Prominenten und Kraftsportlern so beliebt ist. Sie essen sie kurz vor einem Termin in der Öffentlichkeit oder vor Wettkämpfen, da dem Körper Wasser entzogen wird, wodurch die Silhouette schmaler erscheint und die Muskeln klarere Konturen aufweisen und definierter aussehen. Kalium ist zudem wichtig für ein gut funktionierendes Herz und gute Nerven. Des Weiteren enthält die Mirabelle viel Vitamin C.

Dadurch wird das Immunsystem gestärkt und insbesondere im Winter können Erkältungen vorgebeugt oder gelindert werden. Auch für den Stoffwechsel leistet die Mirabelle somit gute Dienste. Das Vitamin C ist außerdem am Aufbau des Bindegewebes mit beteiligt.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen der Mirabelle gehören viel Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink, Pektin sowie Vitamine. Für den süßen Geschmack ist der enthaltene Fruchtzucker verantwortlich. Des Weiteren begeistert die Mirabelle mit reichlich Betacarotin, das die Vorstufe für das Vitamin A darstellt, mit Vitamin C sowie verschiedenen B-Vitaminen. Da die Mirabelle wenig Säure enthält, ist sie auch für Menschen mit einem empfindlichen Magen gut verträglich. Außerdem sind in der Mirabelle Eiweiße, Ballaststoffe und Kohlenhydrate enthalten.

Unverträglichkeiten & Allergien

Wer die Mirabelle gern isst, darf die Hauptsaison von Juli bis August nicht verpassen, denn es ist wichtig, gut gereifte Früchte zu kaufen. Bei unreifen Früchten kann es sonst möglich sein, dass sie nicht vertragen werden und es zu Bauchkrämpfen und Durchfall kommt. Zudem kann es sein, dass Menschen, die unter einer Fruchtzuckerunverträglichkeit leiden, nach dem Verzehr unter einem Völlegefühl und Blähungen leiden. Mitunter kann es sogar zu krampfartigen Bauchschmerzen und Durchfall kommen.


Einkaufs- & Küchentipps

Beim Einkauf der Mirabelle sollte darauf geachtet werden, gut gereifte Früchte in einer hochwertigen Qualität auszuwählen. Dies ist in der Regel auf dem Markt der Fall. Die Haut der Frucht darf nicht beschädigt sein und das Fruchtfleisch ist möglichst elastisch-weich.

Sehr hart geerntete Mirabellen werden entweder gar nicht weich oder sie haben kein gutes Aroma. Da sie kaum nachreifen, ist ein optimaler Reifegrad sehr wichtig. Da die sehr empfindlichen Früchte schnell verderben, sollten jedoch auch keine überreifen Mirabellen gekauft werden. Bis zum Verbrauch ist es ratsam, sie maximal zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufzubewahren. Es ist jedoch auch möglich, sie einzufrieren. Hierfür werden sie nach dem Waschen in einen Beutel gefüllt, der gut verschlossen wird. Diese Früchte gilt es, innerhalb eines Jahres zu verbrauchen.

In Bezug auf die Vorbereitung ist nicht viel zu tun: Sie werden gewaschen und nach dem Abtropfen oder dem sanften Trockentupfen können sie verzehrt oder weiterverarbeitet werden. Wenn die Mirabelle gekocht bzw. gebacken werden soll, muss sie zunächst halbiert und entsteint werden, was bei der Frucht sehr einfach möglich ist. Sie sollte erst gesäubert werden, wenn sie verzehrt wird, da sonst die wachsartige Schutzschicht der Mirabelle zerstört wird.

Zubereitungstipps

Die reife Mirabelle eignet sich natürlich zum rohen Sofortverzehr. Zusammen mit Vanille, Honig und Mandeln entsteht ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Doch die Mirabelle bietet auch viele weitere Möglichkeiten der Verwendung. Sie wird gern dafür genutzt, um Likör oder Obstbrände daraus herzustellen, denn das süßliche Aroma der Mirabelle entfaltet sich hierbei besonders gut. Aufgrund der Süße sowie der guten Löslichkeit der Steine in den Früchten werden sie auch sehr gern als letzte Frucht sowie als oberste Schicht in einem Rumtopf genutzt oder mit Alkohol sowie aromatischen Gewürzen in Flaschen abgefüllt.

Des Weiteren werden die Früchte gern zum Einkochen verwendet, zum Beispiel zu Marmelade. Köstlich schmecken sie auch als Kompott, Obstsalat und Saft. Der hohe Gehalt an Fruchtzucker genügt, um den Speisen oder Getränken die nötige Süße zu geben. Klassiker sind zudem Kuchen und Torten mit Mirabellen, denn auch hier kommt das besondere Aroma sehr gut zur Geltung. Sie sind zudem sehr beliebte Beigaben für ein Picknick und Pausenfrühstück. Die Mirabelle kann selbst in der pikanten Küche gut genutzt werden.

Hier sind insbesondere orientalische Gerichte bekannt, zum Beispiel Früchte, die in Essig eingelegt sind. Optimal harmonieren auch Möhren und Zucchini zu den Früchten. Für pikante Speisen ist es empfehlenswert, früh geerntete Mirabellen zu verwenden. Ganz gleich, welches Gericht gezaubert wird, mit der saftigen Mirabelle entstehen auf jeden Fall süße und herzhafte Köstlichkeiten.

Das könnte Sie auch interessieren