Speisesalz

Medizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 27. Februar 2024
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Speisesalz ist schon seit dem Altertum ein geschätztes Würzmittel, das in früheren Zeiten zudem sehr wertvoll war. Ganz ohne die Zugabe von Salz wären viele Gerichte nahezu ungenießbar, obwohl fast alle Lebensmittel von Natur aus etwas Salz enthalten.

Zwar genießt Salz aus gesundheitlicher Ansicht nicht den besten Ruf, doch ganz ohne Salz könnte der Mensch auch nicht leben, da das Mineral ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Körpers ist und jeden Tag über die Nahrung zugeführt werden muss.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Speisesalz wissen

Speisesalz ist schon seit dem Altertum ein geschätztes Würzmittel, das in früheren Zeiten zudem sehr wertvoll war.

Chemisch gesehen handelt es sich bei Salzen um Verbindungen, bei denen Ionen in einem Kristallgitter angeordnet sind. Bei Speisesalz oder Kochsalz handelt es sich um die spezielle Art von Salz, die zum Verzehr geeignet ist und daher in der Küche zum Würzen von Gerichten verwendet wird.

Salz ist eines der wichtigsten und am häufigsten verwendeten Gewürze der ganzen Welt. Es besteht überwiegend aus Natriumchlorid (NaCl), das nicht nur ein Bestandteil des Blutes ist, sondern auch für den menschlichen Zellstoffwechsel unbedingt benötigt wird.

Speisesalz tauchte schon sehr früh in der Geschichte der Menschheit auf. Genaue Zahlen lassen sich kaum festlegen, der Ursprung des Salzkonsums liegt aber schon mehrere tausend Jahre zurück. Salz war damals ein sehr wertvolles Produkt, das auch gerne für Tauschgeschäfte verwendet wurde. Wichtige Handelsstraßen entstanden extra für die Geschäfte mit dem Salz, so etwa die italienische "Via Salaria" (Salzstraße), die von dem Hafen in Ostia bis nach Rom verlief.

Das Salz, das wir heute verwenden, kann bereits mehrere hundert Millionen Jahre alt sein. Die älteste Art, an Salz zu gelangen, ist seine Gewinnung aus salzhaltigem Meerwasser. So wundert es nicht, dass das Salz zuerst in küstennahen Regionen entdeckt und verwendet wurde. Früher wurde das Speisesalz neben dem Würzen vor allem zum Konservieren von Lebensmitteln genutzt. Man hatte bereits erkannt, dass Salz Lebensmitteln das Wasser entzieht, was sie länger haltbar macht.

Die moderne Gewinnung von Salz erfolgt durch Verdunstung oder Verdampfung in sogenannten Salinen. Neben Meersalz, das durch Verdunstung gewonnen wird und heute rund ein Fünftel des weltweiten Salzkonsums deckt, wird auch Steinsalz häufig verwendet. Das Rohmaterial, aus dem das Steinsalz gewonnen wird, stammt aus natürlichen Salzlagerstätten unter Tage und wird meist abgegraben oder anders herausgelöst.

Manchmal sind Speisesalz Zusatzstoffe beigesetzt. Häufig enthält es Rieselhilfen wie Kalk oder gesundheitsfördernde Mineralien wie Jod oder Fluorid. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehlen einen Salzkonsum von höchstens sechs Gramm pro Tag. Dies entspricht etwa zwei gestrichenen Teelöffeln voll Speisesalz. Dieser Wert ist jedoch sehr schnell erreicht, da Salz nicht nur in isolierter Form existiert, sondern zu einem kleinen Teil auch in jedem natürlichen Lebensmittel enthalten ist. Die meisten Menschen essen daher deutlich mehr Salz als von Experten empfohlen wird, häufig sogar fast doppelt so viel.

Bedeutung für die Gesundheit

Speisesalz hat aus gesundheitlicher Sicht nicht den besten Ruf. In größeren Mengen erhöht es den Blutdruck, was langfristig für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen sorgen kann.

Ganz ohne Salz kann der Körper jedoch nicht überleben. Zudem würde den meisten Gerichten ohne die Zugabe von Speisesalz geschmacklich einiges fehlen. Etwa ein Teelöffel voll Salz befindet sich allein im Blut eines erwachsenen Menschen. Jeden Tag verliert der Körper einen Teil seines Salzes, beispielsweise durch das Schwitzen. Dieses fehlende Salz muss über die Nahrung wieder zugeführt werden. Ohne ausreichend Salz können lebenswichtige Stoffwechselvorgänge nicht reibungslos ablaufen.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 0 Fettgehalt 0 g
Cholesterin 0 mg Natrium 38.758 mg
Kalium 8 mg Kohlenhydrate 0 g
Eiweiß 0 g Vitamin C 0 mg

Einige Mineralien sind jedoch von Natur aus in Salz enthalten. Einigen Speisesalzen sind zudem künstlich weitere Mineralien zugesetzt. 100 Gramm naturbelassenes Speisesalz enthalten durchschnittlich:

Unverträglichkeiten & Allergien

Eine direkte Allergie gegen Salz existiert nicht. Das wäre auch fatal, schließlich ist Salz ein wichtiger Bestandteil unseres Körpers. Der Salzhaushalt des Körpers muss jeden Tag durch die Aufnahme von Salz ausgeglichen werden. Ein Zuviel an Salz ist jedoch auch nicht gesund.

Allerdings können große Salzmengen zu einer Transformation von Immunzellen führen, was wiederum Allergien und Neurodermitis begünstigen kann.

Wird zu viel Salz gegessen, versucht der Körper seinen Haushalt mit der vermehrten Einlagerung von Wasser wieder auszugleichen. Insbesondere Menschen mit einem erhöhten Blutdruck sollten ihren Salzkonsum jedoch gut im Auge behalten. Langfristig kann ein zu hoher Salzkonsum die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle begünstigen.


Einkaufs- & Küchentipps

Grundsätzlich ist Salz bei trockener Lagerung sehr lange haltbar. Salz kann insbesondere bei längerer Lagerung in der Küche aufgrund der hier herrschenden, hohen Luftfeuchtigkeit jedoch klumpig werden, da es die Feuchtigkeit aus der Luft aufsaugt.

Abhilfe schaffen hier Reiskörner, die zusammen mit dem Salz in den Salzstreuer gegeben werden. Die Reiskörner passen selbst nicht durch die Löcher im Streuer und bleiben so im Behälter, wo sie die Feuchtigkeit aus dem Salz ziehen. So bleibt das Speisesalz auch ohne beigesetzte Rieselhilfen feinkörnig und trocken.

Gourmets finden neben dem herkömmlichen Speisesalz auch ausgefallenere Sorten wie das naturbelassene Fleur de Sel, das rosafarbene Himalaya-Salz, das schwarze Hawaii-Salz mit Aktivkohle und einer nussigen Geschmacksnote, Salz aus Persien mit einigen blauen Salzkristallen oder geräuchertes Salz. Solche Salze sind entweder für die Augen oder auch für empfindliche Gaumen ein besonderer Genuss.

Neben ausgefallenen Salzsorten sind auch Gewürzsalze sehr beliebt. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Salz und einem oder mehrere Gewürze oder Kräuter. Den Möglichkeiten für verschiedene Gewürzsalze sind keine Grenzen gesetzt. Klassiker sind beispielsweise das Knoblauchsalz oder das Kräutersalz, das meist verschiedene Sorten von Kräutern enthält.

Zubereitungstipps

Fast jedes gekochte Gericht wird erst durch die Zugabe von Salz genießbar. Gemüse, Kartoffeln, Nudeln und ähnliche Lebensmittel schmecken am besten, wenn dem Kochwasser bereits etwa ein gestrichener Teelöffel Salz hinzugefügt wurde.

Um den Salzgehalt im Essen dennoch möglichst gering zu halten, empfiehlt es sich, beim Kochen nur wenig Salz zu verwenden und den Geschmack mit anderen Gewürzen zu unterstreichen. Mit einem Salzstreuer am Tisch kann jeder nach eigenem Belieben nachsalzen.

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