Dermatika

Medizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 14. März 2024
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Dermatika sind Arzneimittel, die bei verschiedenen Erkrankungen der Haut und dessen Anhangsorgane Anwendung finden. Diese Erkrankungen rufen meist eine Veränderungen der Haut hervor. Diese können unter Anderem in Form eines Ausschlags, Ekzems, Erythems, Furunkels, Herpes, oder einer Warze auftreten.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Dermatika?

Dermatika heilen viele verschiedene Hauterkrankungen und werden vor allem von Hautärzten verschrieben.

Dermatika heilen viele verschiedene Hauterkrankungen und werden vor allem von Hautärzten, also Dermatologen verschrieben. Die Präparate für die äußerliche Anwendung können in Form von Cremes, Salben, Gels, oder Puder verabreicht werden. In diesem Fall diffundiert der Wirkstoff durch die Haut in den Körper.

Für bestimmte Hautveränderungen können auch Tropfen und Tabletten verschrieben werden, die vom Inneren des Körpers aus wirken. Hauterkrankungen können die Folge, oder eine Begleiterscheinung einer bereits bestehenden anderen Krankheit sein. Diese Möglichkeit muss vor der Wahl des Hautmedikamentes in Betracht gezogen werden. Infektionen, die durch Viren, Bakterien, oder Pilzen ausgelöst wurden, werden jeweils unterschiedlich behandelt.

In diesem Fall ist eine äußerliche Anwendung nicht immer ausreichend. Einige Präparate fördern den Wundheilungsprozess, desinfizieren die Wunde, oder lindern den Juckreiz. Hautpflegeprodukte aus den Drogeriemärkten werden ebenfalls als Dermatika bezeichnet. Diese heilen die Haut nicht, sondern pflegen, regenerieren, schützen, oder befeuchten diese. Das therapeutische Ziel ist die Regenerierung von Aufbau und Funktion der Haut, sowie die Sicherung einer funktionieren Barriere.

Medizinische Anwendung, Wirkung & Gebrauch

Dermatika sind Medikamente, die zur Anwendung auf die Haut genutzt werden und verschiedene Hautveränderungen heilen. Lokalsteroide haben eine entzündungshemmende Wirkung und werden in Form einer Salbe verabreicht. Diese werden bei Neurodermitis, Psoriasis, Schuppenflechte, oder bei allergischen Ekzemen aufgetragen.

Die Ursache der Entzündung wird nicht bekämpft, aber dessen Symptome wie Rötung, Schwellung und Juckreiz gelindert. Die Steroide werden von den Hautzellen aufgenommen und halten diese davon ab, bestimmte entzündliche Stoffe zu produzieren. Bei diesen Stoffen handelt es sich unter anderem um Prostaglandine, die diese Symptome hervorrufen. Wundbehandlungsmittel sind Dermatika, die zur Reinigung von Wunden eingesetzt werden und dessen Heilung fördern.

Bei einer bakteriellen Infektionen kann ein spezielles Enzympräparat die Fibrinbeläge und nekrotischen Schichten ablösen. Desinfektionsmittel und Lokalantibiotika können sowohl bei infektionsgefährdeten, als auch bei bereits kontaminierten Wunden zur Säuberung genutzt werden. Diese Antiseptika haben einen breiten Wirkungsspektrum und töten Bakterien, Pilze, oder auch Viren. Diese greifen auf den Zellaufbau, oder Stoffwechsel der Erreger ein und töten, oder hemmen diesen.

Wund- und Heilsalben sind weitere Mittel, dir zur Anwendung auf die Haut verwendet werden. Diese haben entzündungshemmende, juckreizmildernde, oder wundheilende Wirkungen. Oft fungieren diese auch als eine Art schützender Film, der vor weiteren Keiminfektionen schützen soll. Die Bepanthen® Salbe enthält z.B. den Wirkstoff Dexpanthenol. Dieser beschleunigt den Heilungsprozess bei Haut- und Schleimhautverletzungen. Besonders bei Augenschleimhautverletzungen wird diese Salbe verwendet.

Zink deckt die verletzte Haut ab und verhindert den Kontakt mit weiteren Erregern. Es hemmt Schmerzen, Entzündungen und den Wachstum von Keimen auf der Bindehaut. Zink bildet einen Netz aus Fibrin und fördert dadurch den Verschluss der Wunde. Hautpflegeprodukte spenden Feuchtigkeit.

Pflanzliche, natürliche, homöopathische & pharmazeutische Dermatika

Dermatika sind in verschiednen Formen und Typen erhältlich. Diese können sowohl homöopathischer Natur, als auch chemisch hergestellt sein. Die Grundstoffe können fest, flüssig und fettig sein. Zu den festen zählen Puder und zu den halbfesten Lotionen und Pasten. Diese haben einen kühlenden und deckenden Effekt. Wasser und Alkohole sind flüssig, kühlen, weichen auf und entfetten.

Salben und Öle sind fettig, decken ab und spenden Feuchtigkeit. Cremes sind ein Gemisch aus Wasser und Öl. Wasser in Öl Emulsionen sind fettiger als Öl in Wasser Emulsionen. Fettige Cremes eigenen sich für trockene Hauttypen und Wunden. Wasserhaltige Emulsionen eignen sich für fettige Hauttypen und Wunden. Natürliche Dermatika können in Form von Kräutern, Salben, Cremes, Gels, Tinkturen und Ölen verabreicht werden. Die Medikamente bestehen aus rein natürlichen Substanzen.

Diese werden aus der Welt der Pflanzen, Mineralien oder Tiere gewonnen. Zu den pflanzlichen zählen Kamille, Arnika, Eichenrinde, Mahonie, Ringelblume, Sonnenhut, Melisse, Aloe vera und Grüntee. Die Homöopathie ist meist besonders gut verträglich für den Körper. Einige Pflanzen besitzen allergene Stoffe. Die chemischen Dermatika, die Lipidkomponente enthalten sind als Silikonöle, Paraffine, Fettalkohole, Wachse, Fette und Partialglyceride erhältlich. Diese Mischungen sind wasserfrei, oder besitzen einen sehr geringen Wassergehalt.

Je weniger Wasser in der Mischung enthalten ist, umso fettiger und klebriger ist diese. Hydrophile Dermatika besitzen wasserliebende Bestandteile. Diese können eine feste und flüssige Beschaffenheit haben. Das Medikament ist meist aus mehreren Bestandteilen zusammengesetzt und vermischt sich gleichmäßig im Wasser. Die wichtigsten Elemente wären kurzkettige Alkohole, nichtalkoholische Lösungsmittel, Glycole, Macrogole und Polyole. Welche Mischung die richtige Wahl für die verschiednen Hauterkrankungen ist hängt davon ab, ob die Wunde trocken oder feucht, chronisch oder akut ist.


Risiken & Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen für homöopathische Dermatika sind geringer als die für chemische. Einige Pflanzen enthalten allergene, die einige Personen nicht vertragen. Natürliche Stoffe verursachen nur dann Hautausschläge und Juckreiz, wenn eine Allergie für diese Substanz besteht. Cortisonsalben können die Haut verdünnen, sofern sie über einen längeren Zeitraum verwendet werden. Auch eine Steroidakne ist möglich. Im Gesicht ist daher eine Salbe mit geringer Cortisonmenge empfehlenswert. Kortisonhaltige Augen- und Nasentropfen können die Schleimhäute austrocknen.

Salben, welche die Immunabwehr der Haut unterdrücken, können lokale Entzündungsreaktionen hervorrufen. Diese Medikamente werden Immunsuppressiva genannt und werden vor allem bei Neurodermitis Patienten eingesetzt. Der Einsatz von Desinfektionsmitteln sollte bedacht verwendet werden. Eine unprofessionelle Verwendung kann zu einer Resistenz der Bakterien führen. Eine sehr häufige Händedesinfektion schädigt die Haut und trocknet diese aus. Die natürliche Hautflora wird geschädigt und kann die Haut nicht mehr von außen schützen.

Salben, die zur Anwendung gegen Entzündungen, Schmerzen, oder Schwellungen angewendet werden, können Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen. Diese zeigen sich in Form von Magen-Darm-Beschwerden und allergischen Hautreaktionen. Allergische Hautreaktionen wären Juckreiz und Rötung der Haut. Allergische Reaktionen können auch Schwindel, Atemnot und Krämpfe auslösen. Lokale Hautveränderungen, wie die Kontaktdermatitis treten seltener auf.

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