Keratolysis sulcata

Letzte Aktualisierung am 27. September 2018 | Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher.
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Die Keratolysis sulcata ist eine Erkrankung der Haut. Sie tritt an den Fußsohlen auf. Es ist eine bakterielle Krankheit.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Keratolysis sulcata?

Die Keratolysis sulcata ist gekennzeichnet durch eine Veränderung des Hautbildes. An den Fußsohlen und in seltenen Fällen in den Handflächen erkrankt die Haut des Betroffenen durch den Befall von Bakterien. Es kommt zu einer Veränderung der Hornhaut an den von Bakterien befallen Regionen. Die Keratolysis sulcata hat ein punktförmiges bis fleckiges äußeres Erscheinungsbild.

Häufig leiden die Erkrankten ebenfalls an einer erhöhten Schweißbildung sowie an einem unangenehmen Geruch an den Füßen. Die Veränderungen des Hautbildes zeigen sich an den Fußsohlen, der Ferse sowie den Zehen. Darüber hinaus kann sie sich bis zu den Zehenzwischenräumen oder den Zehenfalten ausweiten.

Da sich die Erkrankung in nur wenigen Stunden stark auf den gesamten Fuß ausbreiten kann, steigt das Risiko von großflächigen Defekten. Wird dem Juckreiz nachgegeben, kommt es in zu großen Schuhen zu einem Scheuern des Fußes, verbreiten sich die Bakterien ebenfalls rasant. Gefährdet sind Menschen, die durch Arbeit oder sportliche Aktivitäten häufig an den Füßen schwitzen und dabei Schuhe tragen, die eine Schweißbildung fördern.

Ursachen

Zu den häufigsten Ursachen der Keratolysis sulcata gehört eine erhöhte Schweißbildung bei gleichzeitig nicht ausreichenden antibakteriellen Maßnahmen. Wird über einen längeren Zeitraum Schuhwerk getragen, was keine gute Belüftung des Fußes ermöglicht, steigt das Risiko der Erkrankung. Gleiches gilt, wenn das Schuhwerk regelmäßig getragen oder von verschiedenen Personen getragen wird.

Sofern sich beim Tragen eine übermäßige Schweißbildung entwickelt hat und keine desinfizierenden Maßnahmen ergriffen wurden, steigt die Gefahr, an Keratolysis sulcata zu erkranken. Darüber hinaus stellt das unregelmäßige und zu seltene Wechseln von Strumpfwaren eine mögliche Ursache dar. Eine unzureichende Reinigung der Füße nach der Schweißbildung fördert das Wachstum der Bakterien ebenfalls.

Alle Vorgänge, die das Wachstum der Bakterien unterstützen, können als Folge eine Keratolysis sulcata auslösen. Mangelnde Hygiene bei gleichzeitig unzureichender Pflege der Füße ist dabei die Hauptursache. Da es sich um eine bakterielle Erkrankung handelt, ist sie ansteckend und kann ursächlich übertragen worden sein.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Zu den Symptomen gehören Veränderungen des Hautbildes an den Füßen. Anfänglich bilden sich punktförmige Veränderungen aus, die in ihrem Wachstum zunehmen. Sie erreichen oft einen Durchmesser von zwei bis drei Millimeter und eine Tiefe von einem bis sieben Millitmeter. In den meisten Fällen beginnen die Veränderungen in den Zehnzwischenräumen.

Sie breiten sich von den Zehen weiter aus, bis sie über die Fußsohle auch die Ferse erreicht haben. Die Haut erleidet ein fleckiges dunkelfarbiges Aussehen. In schweren Fällen können sich die Hautveränderungen auch an den Handflächen ausbilden. Da sich die Keratolysis sulcata in nur wenigen Stunden sehr weit ausbreiten kann, sollten sofort Maßnahmen ergriffen werden.

Alternativ droht ein großflächiger Defekt der Haut, der die Fußgesundheit insgesamt angreift. Die Fortbewegung wird erschwert und ist schmerzhaft von den Betroffenen. In besonders schweren Fällen sind Gehen oder Stehen für den Erkrankten aufgrund der Schmerzen nicht mehr möglich.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose wird bei einem Arzt gestellt. Nach dem Sichtkontakt nimmt er einen Fußabstrich vor. Dieser zeigt in einem Labortest den Befall von Bakterien an. Der Krankheitsverlauf ist als stark progressiv zu bezeichnen. Innerhalb weniger Stunden oder Tage kann die die Hautveränderung über den gesamten Fuß ausbreiten.

Komplikationen

Durch die Keratolysis sulcata kommt es vor allem zu Beschwerden an der Haut des Betroffenen. Diese Beschwerden sind in der Regel auf der Fußsohle ausgebreitet, sodass es zu Schmerzen beim Laufen und Gehen und in der Regel auch zu Einschränkungen in der Bewegung kommt. Die Lebensqualität wird durch die Keratolysis sulcata deutlich verringert.

Die Veränderungen auf der Haut können auch zu ästhetischen Beschwerden führen, sodass sich die Betroffenen mit der Keratolysis sulcata nicht wohl fühlen und an einem verringerten Selbstwertgefühl leiden. Ebenso breitet sich diese Krankheit in den meisten Fällen auch auf andere Regionen des Körpers aus, sodass es schon nach einigen Stunden zu den selben Beschwerden an den Händen und Fingern kommen kann.

Aus diesem Grund ist in der Regel eine sofortige Behandlung der Keratolysis sulcata notwendig. Die Fortbewegung des Patienten ist schmerzhaft, wobei es in schwerwiegenden Fällen für den Betroffenen nicht mehr möglich ist, zu stehen oder zu gehen. Die Behandlung erfolgt mit Hilfe von verschiedenen Cremes und Salben. Der Betroffene muss allerdings bestimmte Materialien möglicherweise vermeiden, damit es nicht wieder zu den Beschwerden kommt. Die Lebenserwartung ist durch die Keratolysis sulcata in der Regel nicht eingeschränkt.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Veränderungen des gewohnten Hautbildes an den Fußsohlen oder den Handinnenflächen, sind ärztlich untersuchen zu lassen. Kommt es zu Auffälligkeiten der oberen Hautschicht, sind einem Arzt die Beobachtungen vorzustellen. Bei einem fleckigen Erscheinungsbild oder Verfärbungen der Haut besteht Anlass zur Sorge. Breiten sich die Verfärbungen am Fuß oder in der Hand weiter aus, ist ein Arztbesuch erforderlich. Sind Zehen, die Zwischenräume der Zehen oder die gesamte Fußsohle von den Auffälligkeiten betroffen, wird schnellstmöglich ein Arzt benötigt.

Die Abklärung der Ursache kann nur durch eine medizinische Untersuchung erfolgen. Da die Keratolysis sulcata eine bakterielle Erkrankung ist, kann es im Hautkontakt mit anderen Menschen zu einer Übertragung der Krankheit kommen. Bei einer unangenehmen Geruchsbildung unter den Füßen oder einer vermehrten Schweißproduktion, ist eine ärztliche Untersuchung anzuraten. Der Betroffene sollte auf das Tragen von gesundem Schuhwerk achten und die Strumpfwaren unverzüglich wechseln.

In den meisten Fällen breiten sich die Beschwerden innerhalb weniger Stunden rasant aus. Daher ist ein Arzt bereits bei den ersten Unregelmäßigkeiten aufzusuchen. Bei Juckreiz, Beschwerden bei der Fortbewegung oder Einschränkungen der Mobilität muss ein Arzt konsultiert werden. Stellen sich Schmerzen, eine innere Unruhe oder ein allgemeines Unwohlsein ein, ist ein Arztbesuch notwendig.

Behandlung & Therapie

Die Behandlung der Keratolysis sulcata ist langwierig. Meist dauert sie über mehrere Monate an. Erkrankte werden aufgefordert, mehrmals täglich ihre Strumpfwaren gegen frisch gewaschene und desinfizierte auszuwechseln. Dabei ist darauf zu achten, dass keine synthetischen Materialien verwendet werden. Die Füße müssen trocken gehalten werden. Sofern sie in Kontakt mit Wasser geraten, sollten sie abgetrocknet werden.

Nach einer Schweißbildung sollten die Füße unverzüglich gewaschen und desinfiziert werden. Das Tragen von Zehensocken wird empfohlen. Das Schuhwerk wird auf seine Qualität überprüft und meist gegen atmungsaktive Schuhe ausgetauscht. Sofern möglich, sollte offenes Schuhwerk bei gleichzeitigem Tragen von Strumpfwaren verwendet werden. Die Nutzung von speziellen Schuheinlagen wird empfohlen.

Diese sollten regelmäßig ausgetauscht sowie desinfiziert werden. Die Desinfektion der Füße ist mehrmals täglich vorzunehmen. Dazu sollten antibakterielle Cremes aufgetragen werden. Säurehaltige oder fettige Cremes, Salben oder Seifen sind zu vermeiden. Da sich die Defekte der Hornhaut nur langsam regenerieren, müssen die Maßnahmen täglich über mehrere Monate vorgenommen werden.

Nach Möglichkeit sind Bäder oder Saunen zu meiden. Findet in der Nacht eine erhöhte Schweißbildung statt, so ist die Bettwäsche regelmäßig zu wechseln. Es können nachts Strumpfwaren getragen werden, die den Schweiß auffangen können. Dabei ist darauf zu achten, dass die Temperatur während des Schlafes nicht zunimmt. Nach sportlichen Aktivitäten sind die Strumpfwaren sofort zu wechseln.

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Aussicht & Prognose

Das rasche Ausbreiten der Erkrankung von den Füßen auf andere Körperregionen sorgt für einen hohen Leidensdruck und die Behandlung ist in der Regel sehr langwierig. Um die Lebensqualität in dieser Zeit zu verbessern, kann der Betroffene einige Maßnahmen ergreifen.

Da es sich bei Keratolysis Sulcata um eine bakterielle Infektion handelt, muss insbesondere im Zusammenleben mit anderen Menschen auf besondere Hygiene geachtet werden. Hierzu gehört die Füße stets trocken zu halten und sie nach dem Kontakt mit Wasser fein säuberlich abzutrocknen. Schweißbildung an den Füßen muss ebenfalls unverzüglich versorgt werden, indem der Patient die Füße wäscht und desinfiziert. Antibakterielle Cremes und frisch gewaschene Socken helfen dabei nach erfolgter Desinfektion die Keimbelastung niedrig zu halten. Für die Nacht ist auf einen regelmäßigen Wechsel der Bettwäsche zu sorgen und für eine eher niedrige Raumtemperatur sowie leichte Bettwäsche um ein Schwitzen zu vermeiden.

Um schon im Vorfeld die Gefahr von Schweißbildung zu verringern ist zudem auf synthetische Materialien zu verzichten, sowie möglichst offenes oder atmungsaktives Schuhwerk zu wählen. Auch spezielle Schuheinlagen oder Zehensocken schaffen Abhilfe. Nimmt der vorhandene Juckreiz Überhand, kann mit dem Arzt über mögliche Medikation gesprochen werden, da Kratzen die Verbreitung der Bakterien begünstigt und zu einer deutlichen Verschlechterung der Situation führt.

Vorbeugung

Zu den vorbeugenden Maßnahmen gehören eine ausreichende Fußhygiene und atmungsaktives Schuhwerk. Regelmäßiges Waschen der Füße, insbesondere nach einer Schweißbildung aufgrund intensiver Tätigkeiten ist notwendig. Ein tägliches Wechseln der Strumpfwaren sollte vorgenommen werden. Schuhe, in denen sich Schweiß ausbildet, sollten desinfiziert oder ausgetauscht werden. Das Tragen der Schuhe von mehreren Personen sollte vermieden werden. Der Fuß sollte möglichst trocken gehalten werden, damit sich keine Bakterien ausbilden können. Die tägliche Pflege des Fußes mit geeigneten Produkten für eine Regeneration ist empfehlenswert.

Das können Sie selbst tun

Die Erkrankung der Hornhaut an den Fußsohlen schränkt die von der Keratolysis sulcata betroffenen Patienten üblicherweise über mehrere Wochen bis Monate hinweg stark ein, sodass sich das Wohlbefinden häufig verringert. Dennoch ist es unerlässlich für die Heilung der Keratolysis sulcata, mehrmals am Tag die Strümpfe zu erneuern. Dabei hilft es, sich feste Zeiten und eine gewisse Routine anzugewöhnen, um das als lästig empfundene Wechseln der Socken in den Alltag zu integrieren. Die Patienten mit Keratolysis sulcata nutzen nach Möglichkeit Strumpfwaren aus natürlichen Fasern. Ein hohes Maß an Sicherheit bieten auch Strümpfe, deren Material für Allergiker geeignet ist. Dadurch beugen die Patienten weiteren Irritationen der Hornhaut vor.

Durch eine angepasste und mit den Arzt abgestimmte Hygiene der Füße verbessern sich die Beschwerden rascher wieder. Die Patienten reinigen die Füße mehrmals täglich und nutzen zur Pflege der erkrankten Hautstellen an der Fußsohle speziell für die Therapie der Keratolysis sulcata entwickelte Cremes mit antibakterieller Wirkung. Patienten sollten trotz des großen Angebots an Kosmetikprodukten nicht in Versuchung geraten, häufig das Produkt zu wechseln, da möglicherweise Hautirritationen die Folge sind. Stattdessen empfiehlt es sich, die Behandlung konsequent mit dem vom Arzt verordneten Produkt durchzuführen.

Quellen

  • Dirschka, T., Hartwig, R.: Klinikleitfaden Dermatologie. Urban & Fischer, München 2011
  • Moll, I.: Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2010
  • Sterry, W., Worm, M., Burgdorf, W.: Checkliste Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2014


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