Aufbewahrung von Medikamenten

Medizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 27. September 2023
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Nicht immer werden Medikamente, Salben und ähnliche Mittel in einer Tour verbraucht. Die meisten von ihnen sind bei korrekter Lagerung durchaus eine gewisse Zeit aufbewahrungsfähig, ohne Qualitätseinbuße befürchten zu müssen. So kann es definitiv sinnvoll sein, sie zuhause sorgfältig aufzubewahren – allein schon aufgrund der teils hohen Preise. Doch wie werden solche Mittel im häuslichen Umfeld ähnlich sorgfältig gelagert wie etwa in der Apotheke?

Inhaltsverzeichnis

Wieso Medikamente spezielle Lagerung benötigen

Medikamente sind im Wesentlichen chemische Verbindungen, die dazu entwickelt wurden, bestimmte Wirkungen im menschlichen Körper zu entfalten. Diese fein abgestimmten Formeln müssen ihre Wirksamkeit und Sicherheit über ihre gesamte Lagerzeit beibehalten. Die Integrität dieser Verbindungen und ihrer Wirkungsweise kann durch verschiedene Umweltfaktoren beeinträchtigt werden. Der sorgsame Umgang mit Medikamenten ist daher nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch der Effektivität.

1. Chemische Stabilität

Jedes Medikament besitzt eine einzigartige chemische Struktur. Bei falscher Lagerung, beispielsweise durch zu viel Wärme oder Licht, kann es zu chemischen Reaktionen kommen, die die Struktur und somit die Wirksamkeit des Medikaments verändern. Oxidative Prozesse können beispielsweise dazu führen, dass bestimmte Medikamente ihre Wirkkraft verlieren oder in manchen Fällen sogar toxische Substanzen entstehen.

2. Biologische Gefahren

Auch wenn viele Medikamente auf den ersten Blick „trocken“ erscheinen, können sie minimale Feuchtigkeitsmengen enthalten. In Kombination mit einer unsachgemäßen Lagerung kann dies zur Vermehrung von Bakterien oder Pilzen im Medikament führen. Besonders betroffen sind hier flüssige Präparate oder solche, die organische Bestandteile enthalten.

3. Physikalische Veränderungen

Manchmal sind es nicht chemische Veränderungen, die ein Medikament unbrauchbar machen, sondern physikalische. Wer kennt nicht das Problem einer Salbe, die sich durch Wärme verflüssigt hat? Oder Tabletten, die durch Feuchtigkeitseinwirkung zu einem Klumpen zusammengeschmolzen sind? Diese physischen Veränderungen können die Dosierung und Anwendung erheblich erschweren.

4. Interaktion mit Verpackungsmaterialien

Die Verpackung dient nicht nur dem Schutz des Medikaments, sondern kann bei unsachgemäßer Lagerung selbst zur Gefahr werden. In heißen Umgebungen können etwa Kunststoffverpackungen bestimmte Chemikalien freisetzen, die dann in das Medikament übergehen und dessen Zusammensetzung und Wirksamkeit verändern.

5. Empfindliche Inhaltsstoffe

Biotechnologisch hergestellte Medikamente, Impfstoffe oder Hormonpräparate sind oft besonders empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen. Hier können bereits kurze Phasen außerhalb des empfohlenen Temperaturbereichs dazu führen, dass das Medikament seine Wirkung vollständig verliert.

Es ist also evident, dass die korrekte Lagerung von Medikamenten von zentraler Bedeutung ist. Die spezifischen Lageranforderungen können von Medikament zu Medikament variieren, doch das übergeordnete Prinzip bleibt gleich:

Die Erhaltung der optimalen Bedingungen, um die Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit des Medikaments über seine gesamte Lebensdauer zu gewährleisten. Dabei spielt nicht allein das Wissen um die richtige Lagerung eine Rolle, sondern zudem die disziplinierte Umsetzung dieser Kenntnisse im Alltag.

Das Wichtigste zuerst: Niemals ohne OVP und Beipackzettel

Beipackzettel und Originalverpackung bei Medikamenten dienen dazu, dem Patienten wichtige Informationen über das Medikament zur Verfügung zu stellen, einschließlich Anwendungshinweisen, Dosierungsempfehlungen, möglichen Nebenwirkungen und Gegenanzeigen. Sie gewährleisten eine sichere und sachgemäße Verwendung des Medikaments gemäß den medizinischen Vorgaben.

Die Originalverpackung (OVP) und der Beipackzettel sind nicht nur reine Informationsquellen für den Anwender, sondern spielen eine essenzielle Rolle bei der korrekten Aufbewahrung und Anwendung von Medikamenten.

Schutz durch die Originalverpackung:

Die Originalverpackung eines Medikaments ist speziell dafür konzipiert, das Medikament vor externen Einflüssen wie Licht, Feuchtigkeit und mechanischen Beschädigungen zu schützen. Hersteller investieren erheblich in die Forschung, um die optimale Verpackung für jedes einzelne Medikament zu entwickeln. Diese Verpackungen sind in der Regel lichtundurchlässig, luftdicht und aus Materialien gefertigt, die keine schädlichen Substanzen an das Medikament abgeben.

Zudem werden viele Medikamente für die Abgabe in Apotheken oder den freien Handel in eine zusätzliche Umverpackung gegeben. Häufig wählt man dafür Faltschachteln aus, die auch für die Pharmabranche diverse vorteilhafte Eigenschaften mitbringen. So gewährleisten etwa diverse Bodentypen selbst bei Medikamenten in Dosen oder Gläsern mit größerem Gewicht Stabilität. Außerdem lassen sich diverse Gebrauchshinweise und andere wichtige Informationen auch in Blindenschrift auf die Packung prägen.

Neben der Umverpackung enthält die OVP immer viele dieser wichtigen Informationen wie das Haltbarkeitsdatum, Chargennummer, Dosierungshinweise und Ähnliches. Das Haltbarkeitsdatum gibt den Zeitraum an, in dem das Medikament bei richtiger Lagerung seine volle Wirksamkeit behält.

Nach Ablauf dieses Datums kann die Sicherheit und Wirksamkeit des Medikaments nicht mehr gewährleistet werden. Die Chargennummer ist insbesondere bei Rückrufen von Bedeutung, da sie es ermöglicht, genau zu identifizieren, welches Produkt betroffen ist.

Der unschätzbare Wert des Beipackzettels

Der Beipackzettel ist mehr als nur ein Stück Papier. Er enthält detaillierte Informationen über das Medikament, seine Anwendung, mögliche Nebenwirkungen und Kontraindikationen. Außerdem gibt der Beipackzettel oft Hinweise zur korrekten Lagerung des Medikaments, die über die allgemeinen Hinweise hinausgehen. Einige Medikamente benötigen beispielsweise nach dem Öffnen eine kühlere Lagerung.

Vorsicht bei Ersatzverpackungen

Man mag in Versuchung geraten, Medikamente in andere Behältnisse umzufüllen, um Platz zu sparen oder für eine bessere Übersichtlichkeit zu sorgen. Doch das kann gefährlich sein. Ohne die Originalverpackung und den Beipackzettel fehlen wichtige Informationen, die für die sichere Anwendung des Medikaments notwendig sind. Außerdem können Ersatzverpackungen das Medikament nicht in dem Maße schützen wie die OVP.

Insgesamt ist es von zentraler Bedeutung, Medikamente stets in ihrer Originalverpackung und zusammen mit dem Beipackzettel aufzubewahren. Dies gewährleistet nicht nur ihre Sicherheit und Wirksamkeit, sondern stellt zudem sicher, dass man als Anwender stets Zugriff auf alle relevanten Informationen hat.

Allgemeingültige Bedingungen für die Lagerung ungeöffneter und angebrochener Medikamente

Medikamente sollten an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahrt werden, um ihre Wirksamkeit und Sicherheit zu gewährleisten. Sie sollten vor direkter Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit und extremen Temperaturen geschützt werden. Zudem ist es wichtig, Medikamente außerhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren, idealerweise in einem verschlossenen Schrank oder einer Box.
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Die korrekte Lagerung von Medikamenten ist sowohl für ungeöffnete als auch für bereits angebrochene Produkte von entscheidender Bedeutung. Einige Grundsätze sind für beide Kategorien gültig, während andere sich je nach Zustand des Medikaments unterscheiden können.

Grundlegende Lagerbedingungen

  • Trockenheit: Die meisten Medikamente sollten trocken gelagert werden, da Feuchtigkeit ihre chemische Zusammensetzung beeinflussen und somit die Wirksamkeit reduzieren kann. Das gilt insbesondere für Tabletten und Pulver.
  • Dunkelheit: Viele Medikamente sind lichtempfindlich und können bei zu starker Lichtexposition ihre Wirksamkeit verlieren. Daher sind Medikamente vorzugsweise an einem dunklen Ort aufzubewahren.
  • Konsistente Temperaturen: Starke Temperaturschwankungen können die Qualität von Medikamenten beeinträchtigen. Es ist wichtig, Medikamente an einem Ort zu lagern, an dem die Temperatur konstant bleibt.

Besonderheiten bei ungeöffneten Medikamenten

Ungeöffnete Medikamente befinden sich noch in ihrem ursprünglichen, vom Hersteller vorgesehenen Zustand. Daher gelten die auf der Verpackung angegebenen Lagerbedingungen in vollem Umfang. Das bedeutet, dass solange die Medikamente nicht geöffnet werden, sie in der Regel stabil bleiben, solange sie unter den angegebenen Bedingungen gelagert werden.

Besonderheiten bei angebrochenen Medikamenten

Sobald ein Medikament geöffnet wurde, können sich die optimalen Lagerbedingungen ändern. Das Eindringen von Luft und anderen Umweltfaktoren beeinflusst den Zustand vieler Medikamente.

  • Luftdichter Verschluss: Nach dem Öffnen sind Behältnisse stets luftdicht zu verschließen, um Kontaminationen zu vermeiden und die Qualität des Medikaments zu erhalten.
  • Kürzere Haltbarkeit: Angebrochene Medikamente haben oft eine kürzere Haltbarkeit als ungeöffnete. Es ist ratsam, den Verbrauch innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach dem Öffnen zu planen.
  • Beobachtung des Zustands: Es ist wichtig, die Konsistenz, Farbe und den Geruch eines angebrochenen Medikaments regelmäßig zu überprüfen. Jede Veränderung kann ein Hinweis auf eine Beeinträchtigung der Qualität sein.

Die allgemeingültigen Lagerbedingungen bilden die Grundlage für die sichere und effektive Aufbewahrung von Medikamenten. Durch die Beachtung dieser Regeln lässt sich sicherstellen, dass Medikamente ihre Wirksamkeit behalten und sicher angewendet werden können.

Der Temperaturbereich: Was möglich ist und unbedingt vermieden werden sollte

Temperatur ist ein entscheidender Faktor für die Qualität und Wirksamkeit von Medikamenten. Jedes Medikament hat einen spezifischen Temperaturbereich, in dem es sicher und effektiv bleibt. Es ist daher unerlässlich, die Anweisungen des Herstellers bezüglich der Lagertemperatur genau zu befolgen.

Das Bundesministerium für Gesundheit rät außerdem, Arzneimittel in einem der folgenden drei Temperaturbereiche zu lagern:

1. Raumtemperatur: 15 bis 25 Grad Ceslsius (°C) (oder, falls so vermerkt, 15 bis 30°C)

2. im Kühlschrank: 2 bis 8°C

3. tiefgekühlt: bei -15°C oder kälter

Die meisten verschreibungspflichtigen und frei verkäuflichen Medikamente sollten bei Raumtemperatur gelagert werden. In diesem Bereich behalten die meisten Medikamente ihre optimale Wirksamkeit und Stabilität.

Es gibt jedoch auch Medikamente, insbesondere biologische Produkte, Impfstoffe oder einige flüssige Präparate, die im Kühlschrank gelagert werden müssen. Wichtig hierbei ist, sie nicht im Kühlschranktürfach aufzubewahren, da es hier zu Temperaturschwankungen kommen kann. Nur wenige Arzneimittel müssen tiefgekühlt werden – darunter beispielsweise einige Blutprodukte.

Von Extremtemperaturen und Lagerorten

Extreme Temperaturen können problematisch sein. Medikamente sollten nie extremen Hitzequellen ausgesetzt werden, da hohe Temperaturen ihre chemische Zusammensetzung verändern und ihre Wirksamkeit verringern. Ebenso kann das Einfrieren von Medikamenten schädlich sein, selbst wenn sie Kühlung benötigen. Denn bestimmte Bestandteile könnten ihre Wirksamkeit verlieren, wenn sie eingefroren und dann wieder aufgetaut werden.

Zusätzlich sind Medikamente nicht an Orten wie Autos, Fensterbrettern oder anderen Orten in direktem Sonnenlicht zu lagern, da hier extrem hohe oder niedrige Temperaturen auftreten können. Zu den Lagerorten an späterer Stelle mehr.

Für Personen, die temperaturempfindliche Medikamente lagern müssen, sind Temperaturüberwachungsinstrumente oder -indikatoren hilfreich. Diese zeigen an, ob das Medikament jemals extremen Temperaturen ausgesetzt war.

Durch die Beachtung der richtigen Lagertemperatur behalten Medikamente ihre Wirksamkeit bei und lassen sich sicher verwenden.

Sinnvolles notieren: So gelingt ein Kurzüberblick über die Hausapotheke

Der Inhalt der Arzneimittelbox ist individuell unterschiedlich. So leiden die Menschen unter den verschiedensten Erkrankungen. In der Regel werden in der Hausapotheke auch Arzneimittel aufbewahrt, die der Arzt verordnet hat.

Die Hausapotheke ist ein wesentlicher Bestandteil vieler Haushalte. Ob für den gelegentlichen Kopfschmerz, chronische Beschwerden oder Notfälle – es ist beruhigend zu wissen, dass man die notwendigen Medikamente zur Hand hat. Doch mit der Zeit fällt oft eine beachtliche Sammlung an. Dann wird es immer wichtiger, einen klaren Überblick zu behalten.

Das Medikamentenjournal

Ein Medikamentenjournal zu führen, erhöht die Übersichtlichkeit in der Regel bereits enorm. Hierin sollten nicht nur Grundinformationen wie Name, Haltbarkeitsdatum und Öffnungsdatum festgehalten werden. Auch die Dosierung, der Grund für die Verschreibung oder den Kauf, und mögliche Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten lassen sich vermerken.

Mit der Zeit kann dieses Journal zu einer unschätzbaren Informationsquelle werden. Das gilt insbesondere wenn man verschiedene Medikamente einnimmt oder wenn verschiedene Mitglieder des Haushalts ihre Medikamente im selben Schrank aufbewahren.

Organisation durch Farbkodierung

Die Farbkodierung kann weit über die einfache Unterscheidung von verschreibungspflichtigen und nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten hinausgehen. Vielleicht möchte man Medikamente nach ihrer Anwendung kategorisieren:

Allergiemedikamente könnten mit blauen Etiketten, Schmerzmittel mit roten und Verdauungsmedikamente mit grünen markiert werden. Diese Methode ist besonders nützlich, wenn man in einer stressigen Situation schnell ein Medikament benötigt und nicht lange suchen möchte.

Die Bedeutung von Erinnerungen

Digitale Erinnerungen sind äußerst praktisch, doch man sollte sich nicht ausschließlich auf sie verlassen. Ein physischer Kalender oder eine Tafel im Medizinschrank, die regelmäßig aktualisiert wird, dienen als doppelte Sicherheit. Hier lassen sich zudem Notizen oder Erinnerungen für andere Haushaltsmitglieder hinterlassen.

Regelmäßige Überprüfung und Entsorgung Mindestens einmal im Jahr sollte man sich die Zeit nehmen, die gesamte Hausapotheke durchzugehen. Dabei können abgelaufene Medikamente aussortiert, fehlende Bestände erneuert und nicht mehr benötigte Medikamente sicher entsorgt werden. Bei dieser Gelegenheit lässt sich zusätzlich prüfen, ob die Medikamente noch korrekt gelagert werden und ob sich die Lagerbedingungen geändert haben könnten, etwa durch einen Umzug.

Die Organisation der Hausapotheke mag auf den ersten Blick als eine mühsame Aufgabe erscheinen. Die Sicherheit und der Komfort allerdings, die sie bietet, sind den Aufwand wert. Ein gut organisierter Medikamentenschrank spart im Notfall wertvolle Minuten und trägt dazu bei, dass man seine Medikamente sicher und effektiv einsetzt.

Badzimmerschrank, Nachttischkommode oder…? Taugliche und untaugliche Lagerungsorte

Wenn es um die Aufbewahrung von Medikamenten geht, sind Ort und Umgebung von entscheidender Bedeutung. Die richtige Lagerung trägt nicht nur zur Sicherheit bei, indem sie sicherstellt, dass Medikamente außer Reichweite von Kindern oder Haustieren bleiben. Vielmehr dient sie zudem dazu, die Wirksamkeit der Medikamente zu erhalten. Durch die Auswahl des idealen Ortes lässt sich nicht allein die Haltbarkeit der Medikamente verlängern. Potenzielle gesundheitliche Risiken sind dadurch ebenfalls vermeidbar.

Das Bad: Ein weit verbreiteter, aber problematischer Ort

Das Badezimmer mag auf den ersten Blick wie ein geeigneter Ort erscheinen, da es oft als zentraler Punkt im Haushalt fungiert und leicht zugänglich ist. Allerdings gibt es hier Probleme mit Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen, die durch Duschen oder Baden entstehen. Diese Bedingungen beeinträchtigen oft die Stabilität und Wirksamkeit von Medikamenten. Besonders häufig ist das der Fall bei Tabletten und Kapseln, die dazu neigen, Feuchtigkeit aufzunehmen. Deshalb sollte man Medikamente lieber nicht im Badezimmer aufbewahren.

Die Nachttischkommode: Praktisch, aber mit Einschränkungen

Eine Nachttischkommode bietet einen bequemen Ort, um Medikamente griffbereit zu haben, gerade wenn sie regelmäßig vor dem Schlafengehen eingenommen werden müssen. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass die Kommode nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt ist oder neben einer Wärmequelle steht. Zudem ist es wichtig sicherzustellen, dass Kinder oder Haustiere keinen Zugang dazu haben.

Küche und Speisekammer: Möglich, aber mit Bedacht

Viele Menschen bewahren ihre Medikamente in der Küche auf, da sie oft zusammen mit Mahlzeiten eingenommen werden. Das kann funktionieren, solange man sicherstellt, dass die Medikamente nicht in der Nähe von Hitzequellen wie dem Herd oder dem Ofen gelagert werden. Die Speisekammer kann ebenfalls eine gute Wahl sein, vorausgesetzt sie bleibt kühl und trocken. Medikamente sollten jedoch immer von Lebensmitteln getrennt und außer Reichweite von Kindern gelagert werden.

Ein spezieller Medizinschrank: Die ideale Wahl

Ein Medizinschrank, der speziell für die Aufbewahrung von Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln vorgesehen ist, ist oft die beste Wahl. Solch ein Schrank sollte an einem kühlen, trockenen Ort platziert werden, vorzugsweise außerhalb des Badezimmers. Ein Medizinschrank ermöglicht eine organisierte Lagerung, in der Medikamente leicht zu finden und sicher vor unerwünschten Bedingungen geschützt sind.

Untaugliche Lagerungsorte

Es gibt einige Orte, die für die Lagerung von Medikamenten absolut ungeeignet sind. Hierzu gehören Autos, Garagen oder Schuppen, da sie extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt sein können. Ebenso sind Medikamente nicht in der Nähe von Chemikalien oder Reinigungsmitteln zu lagern, um Kreuzkontaminationen oder Verwechslungen zu vermeiden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der richtige Lagerort für Medikamente von zentraler Bedeutung ist, um ihre Wirksamkeit zu erhalten und die Sicherheit zu gewährleisten. Nur durch eine sorgfältige Auswahl und regelmäßige Überprüfung der Lagerbedingungen lässt sich sicherstellen, dass Medikamente ihre heilenden Eigenschaften behalten und sicher angewendet werden können.

Nach Namen oder Haltbarkeitsdatum? So lässt sich Ordnung in die „Sammlung“ bringen

Medikamente sollten übersichtlich und ordentlich sortiert werden, um eine schnelle Identifikation und sichere Anwendung zu ermöglichen. Eine Möglichkeit ist die Aufbewahrung in einem Medikamentenschrank oder einer Box mit verschiedenen Fächern, wobei ähnliche Medikamente zusammengelegt werden und verschreibungspflichtige von frei verkäuflichen unterschieden werden sollten.
Zudem ist es ratsam, abgelaufene Medikamente regelmäßig zu überprüfen und zu entsorgen, um Verwechslungen und unsachgemäße Anwendung zu vermeiden.

Medikamente effizient zu organisieren ist mehr als nur eine Frage der Ästhetik oder des persönlichen Komforts. Eine gut sortierte Hausapotheke kann dazu beitragen, das Risiko von Medikationsfehlern zu reduzieren und die richtige Anwendung zu gewährleisten. Doch wie lassen Medikamente sich am besten sortieren, um sowohl den schnellen Zugriff als auch die Sicherheit zu gewährleisten?

Sortieren nach Namen

Für manche Menschen ist es am einfachsten, ihre Medikamente alphabetisch nach Namen zu sortieren. Das kann besonders nützlich sein, wenn man eine Vielzahl von Medikamenten zuhause hat. Eine solche Organisation erleichtert die schnelle Identifizierung und ermöglicht es, das gewünschte Medikament ohne langes Suchen zu finden.

Haltbarkeitsdatum als Schlüssel

Die Sortierung nach Haltbarkeitsdatum ist eine weitere Möglichkeit, Ordnung in die Medikamentensammlung zu bringen. Hierdurch lässt sich leicht erkennen, welche Medikamente bald ablaufen und zuerst verbraucht werden sollten. Das vermindert die Wahrscheinlichkeit, dass Medikamente nach Ablauf ihres Haltbarkeitsdatums verwendet werden und hilft, Abfall zu reduzieren.

Kategorisierung nach Verwendung

Eine Kategorisierung nach dem Verwendungszweck ist besonders sinnvoll, wenn verschiedene Familienmitglieder unterschiedliche Medikamente einnehmen. So könnten zum Beispiel alle Schmerzmittel, Herzmedikamente oder Allergiepräparate gemeinsam gelagert werden. Das hilft zudem dabei, Medikamente schneller zu finden – besonders in Notfallsituationen.

Farbkodierung und Etikettierung

Ergänzend zur Sortierung kann die Verwendung von Farbkodierungen und Etiketten den Überblick erheblich erleichtern. Farbige Etiketten weisen dabei beispielsweise darauf hin, für welches Familienmitglied ein bestimmtes Medikament bestimmt ist. Oder sie zeigen an, ob ein Medikament verschreibungspflichtig ist oder nicht.

Digitale Unterstützung

In unserer modernen, digitalen Zeit gibt es zahlreiche Apps und Softwarelösungen, die dabei helfen, den Überblick über Medikamente zu behalten. Solche Anwendungen können Erinnerungen für die Einnahme senden, Informationen zum Ablaufdatum bereitstellen oder sogar Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Medikamenten anzeigen.

Regelmäßige Überprüfungen

Unabhängig davon, welche Methode man zur Organisation der Medikamente wählt, ist es essenziell, die Hausapotheke regelmäßig zu überprüfen. Mindestens einmal im Jahr sollte man alle Medikamente durchgehen, abgelaufene entsorgen und notwendige neue besorgen.

Insgesamt gesehen gibt es viele verschiedene Methoden, um Medikamente zu organisieren und zu lagern. Es ist wichtig, eine Methode zu wählen, die den individuellen Bedürfnissen und dem Lebensstil entspricht. Das Hauptziel sollte jedoch immer sein, die Sicherheit und Effektivität der Medikamenteneinnahme zu gewährleisten.

Man muss nicht zwingend chronisch krank

Man muss nicht zwingend chronisch krank sein, um mit der Zeit zuhause eine wahre kleine Medikamentenkollektion anzuhäufen. Zwar sollte im Zweifelfall niemals eine Eigenmedikation ohne Rücksprache mit dem Arzt erfolgen. Dennoch ist es unbedingt sinnvoll, diese Mittel sowohl zu behalten als auch auf eine Weise zu lagern, durch die sie ihre wirksamen Eigenschaften möglichst lange behalten. Das geht tatsächlich vollkommen problemlos, ohne die Infrastruktur einer vollwertigen Apotheke zuhause zu besitzen.

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