Bräune aus der Drogerie: Sind Selbstbräuner gefährlich

Unter einer Hautbräunung wird die natürliche Pigmentierung der Haut verstanden. Ein Übermaß an natürlicher oder künstlicher Bräune kann jedoch jedoch schädlich sein.

Ob in der kalten Winterzeit, vor einem wichtigen Event oder als Vorstufe für die natürliche Sommerbräune im Urlaub – künstliche Bräunungsmethoden sind regelmäßige Beauty-Helfer. Neben der Tatsache, dass sie der Haut einen sommerlichen Teint schenken, sorgen sie bei vielen Anwendern für ein besseres Gefühl.

Das hängt vor allem damit zusammen, dass eine gesunde, leicht gebräunte Hautfarbe mit Gesundheit und Schönheit assoziiert wird. Als Alternative zur künstlichen Solarium-Bräune oder dem modernen Spray-Tanning wählen viele Verbraucher inzwischen den Selbstbräuner aus der Drogerie. Hierbei handelt es sich in der Regel um eine Creme oder ein Spray.

Diese Produkte tragen die Anwender selbst auf die Haut auf, sodass beispielsweise die Bräunungsstärke individuell angepasst werden kann. In diesem Zusammenhang stellt sich jedoch die Frage, ob sich Selbstbräuner negativ auf die Gesundheit auswirken, weshalb sich dieser folgende Artikel der Beantwortung dieser Frage widmet.

Anwendungshinweise, Risiken und Tipps: Selbstbräuner aus der Drogerie

Der Vorteil von Selbstbräunern liegt für viele Verbraucher auf der Hand, denn ganz ohne schädliches UV-Licht von Sonne oder Solarium färbt sich die Haut. Im Gegensatz zur klassischen Körperlotion gilt es beim Auftragen von Selbstbräuner-Cremes oder -Sprays ein paar Dinge zu beachten, um tatsächlich eine gleichmäßige und schöne Bräune zu erhalten.

Anwendungshinweise:
  • Besonders wichtig ist gleichmäßiges Eincremen. Wer zu dick und ungleichmäßig aufträgt, der bekommt ein fleckiges Ergebnis.
  • Selbstbräuner sollten nicht regelmäßig verwendet werden. Zwischen den Anwendungen sollten mindestens fünf Tage Ruhezeit liegen.
  • Verbraucher sollten immer darauf achten einen Selbstbräuner zu benutzen, der sich für den jeweiligen Hauttyp eignet. Es gibt sowohl spezielle Varianten für trockene Haut als auch für fettige Hautbilder.
  • Eine schnelle und gründliche Reinigung nach dem Auftragen ist sehr wichtig, um unschöne Stellen an den Händen zu verhindern.

Risiken:

  • Menschen, die unter Hauterkrankungen leiden, informieren sich beim Haus- oder Hautarzt über die Verwendung von Selbstbräunern. Auch für Allergiker besteht ein Risiko.
  • Zu lange Aufbewahrungszeiten führen dazu, dass sich begünstigte Entstehungsbedingungen für Formaldehyd ergeben. Schädlich ist dieser Stoff, weil er angeblich Krebs auslöst.
  • Die Entstehung von Formaldehyd ist einem anderen Stoff im Selbstbräuner geschuldet. Dieser nennt sich Dihydroxyaceton (DHA). Hierbei handelt es sich um eine instabile Substanz, die sich zu Formaldehyd wandeln kann.
  • Künstliche Duftstoffe schaden dem Körper, beispielsweise der Leber.

Tipps:

  • Experten empfehlen ein Körperpeeling vor dem Auftragen von Selbstbräunern. Grund dafür sind verhornte Stellen, die ohne Peeling übermäßig viel Bräunungs-Creme aufnehmen würden.
  • Wenn eine Tube oder Flasche Selbstbräuner angebrochen wurde, ist es ratsam diese zügig aufzubrauchen. Spätestens nach drei Monaten sollte das Produkt weggeschmissen werden.
  • Es ist sehr wichtig, den Selbstbräuner an einem kühlen und trockenen Ort zu lagern. Darüber hinaus empfiehlt es sich, die Bräunungs-Lotion nicht direktem Sonnenlicht auszusetzen.
  • Die Benutzung von Handschuhen, um den Körper mit dem Selbstbräuner einzureiben, ist eine gute Idee, um die Hände bis zum Schluss auszusparen und zuletzt einzureiben.

Verschiedene Einsatzgebiete von Selbstbräunern

Es gibt verschiedene Gründe, warum auf die Bräune aus der Tube zurückgegriffen wird. Das können kosmetische, aber auch medizinische Anliegen sein. Zu den häufigsten Einsatzgebieten von Selbstbräunern zählen:

  • Pigmentstörungen: Bei dieser Hauterkrankungen verfärbt sich das Hautbild unregelmäßig, sodass kein einheitlicher Teint möglich ist. Mit Selbstbräunern und weiteren Kosmetika haben Menschen, die unter einer Pigmentstörung leiden, die Möglichkeit, die Hautfarbe zu vereinheitlichen.
  • Sommerteint: Ein weiterer Grund, warum Verbraucher gerne auf die schnelle Sommerbräune setzen, ist die Tatsache schon vor dem Sommeranfang mit leichter, natürlicher Bräune zu überzeugen. Wer beispielsweise eine Last-Minute-Sommerhaut für ein Event benötigt, kommt mit Selbstbräunern diesem gewünschten Ergebnis am Nächsten.
  • Ganzjährig gesund aussehen: Im Winter ist die Haut der meisten Menschen sehr hell, zuweilen auch mit einem leichten Grauschleier belegt. Das ist den wenigen Sonnenstunden in der kalten Jahreszeit geschuldet. Mit einem Selbstbräuner genießen Anwender eine Ganzjahresbräune.
  • Farbauswahl: Außerdem sehen viele Verbraucher einen kosmetischen Vorteil gegenüber dem klassischen UV-Licht oder der Solarienbräune, denn mit einer Bräunungs-Lotion kann die Hautfarbe jederzeit selbst individuell bestimmt werden. Die Produkte sind in vielseitigen Farbfacetten in der Drogerie zu erwerben.
Tipp: Bevor das falsche Produkt ins Beauty-Sortiment einzieht, ist es empfehlenswert auf warenvergleich.de die Kritiken zu den einzelnen Selbstbräunern zu vergleichen und, wenn nötig, etwas mehr Geld für ein qualitativ hochwertigeres Produkt auszugeben.

Vor- und Nachteile von gängigen Bräunungsmethoden im Überblick

Eine gesunde Bräune wirkt attraktiv und gesund. Vor allem zum Sommer wollen viele Menschen in Deutschland ihre Haut in einer frischen Hautfarbe präsentieren.

Die Haut des Menschen ist nicht nur das vielfältigste Organ des Körpers, sondern auch das Größte. Sie besitzt zahlreiche Funktionen, die sowohl den Schutz als auch die Regulierung des Körpers betreffen, weshalb die Haut stets gepflegt werden sollte.

Daher soll der folgende Überblick Aufschluss über die Vor- und Nachteile von Bräunungsmethoden geben, um zu zeigen, welchen Gefahren die Haut ausgesetzt wird.

1. UV-Licht ist die kostenlose Sommerbräune direkt aus der natürlichsten Quelle

Ob Sommerurlaub in der Südsee oder in Deutschland, die Kraft der Sonne sollte nirgendwo unterschätzt werden. Zwar ist das UV-Licht wichtig für die Bildung von Vitamin-D, allerdings kann die Strahlung bei starker Intensität auch schädlich für Haut und Augen sein.

Vorteile:

+ Natürlich sonnengebräunter Teint

+ Kostenlos

Nachteile:

- Sonnenbrand-Gefahr ohne Sonnencreme

- Begünstigung von Hautkrebs und Hautalterung

2. Die Solarium-Bräune behandelt den Körper mit künstlicher UV-Bestrahlung.

Ähnlich wie beim natürlichen UV-Licht sorgen auch bei der künstlichen UV-Bestrahlung schädigende Lichteinflüsse für die Strapazierung der Haut. In der Regel handelt es sich um Geräte, die für den ganzen Körper geeignet sind. Die Lichtröhren sind im Deckel und in der Liegefläche verbaut, sodass jede Körperregion gleichmäßige und streifenfreie Bräune erhält.

Vorteile:

+ Ganzjährige Benutzung

+ Schnelle und unkomplizierte Anwendung

Nachteile:

- Extrem hautschädigend

- Zu häufige Benutzung führt zu unnatürlicher Bräune

Warum die Bräune aus der Solarium-Röhre so gefährlich ist, ist für Verbraucher auf dak.de noch einmal ausführlich nachzulesen.

3. Selbstbräuner als vermeintlich hautschonende Alternative zur natürlichen und künstlichen UV-Strahlung.

Die Beliebtheit der Sommerbräune aus der Tube nimmt aufgrund der Tatsache der vermeintlichen hautschonenden Alternative zu. Wie bereits erwähnt funktionieren die Bräunungs-Cremes zwar ohne UV-Licht, besitzen dafür jedoch andere nicht zu verachtende Nachteile:

Vorteile:

+ Einfache Anwendung und kostengünstigere Produkte

+ Schnelle, individuelle Bräune

Nachteile:

- Fleckiges und teils gelbstichiges Ergebnis

- Mit hautschädigenden Inhaltsstoffen

Auf verbraucherzentrale.de sind verschiedene Inhaltsstoffe von Kosmetika nachzulesen, die beispielsweise aus Gesundheitsschutzgründen definitiv kritisch zu betrachten sind.

Von Ärzten geprüft und nach hohen wissenschaftlichen Standards verfasst
Dieser Artikel wurde anhand medizinischer Fachliteratur, aktuellen Forschungsergebnissen und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Autor

Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 26. November 2018

Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

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