Implantologie in der Dentalchirurgie
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 2. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Die Implantologie ist der Zweig der Zahnmedizin, der sich mit dem Einsetzen von Zahnimplantaten beschäftigt. Zahnimplantate sind künstliche Objekte, die in den Kieferknochen eingesetzt werden, um fehlende Zähne zu ersetzen.
Was ist Implantologie?
Zahnimplantate sind künstliche Wurzeln, die in den Kieferknochen eingesetzt werden, um einen Zahnersatz wie eine Krone, eine Brücke oder eine Prothese zu tragen. Die Implantologie ist ein relativ neues Gebiet der Zahnmedizin und hat die Art und Weise, wie wir Zahnverluste behandeln, revolutioniert.
Dank der Zahnimplantate können Patienten jetzt ein natürlich aussehendes und fühlbares Lächeln genießen, das dauerhaft und langlebig ist. Darüber hinaus sind implantatgetragene Prothesen viel komfortabler und stabiler als herkömmliche Zahnprothesen, so dass es einfacher ist, mit Selbstvertrauen zu essen und zu sprechen.
Die Geschichte der Implantologie
Die Geschichte der Implantologie lässt sich bis in die frühen 1900er-Jahre zurückverfolgen, als erste Zahnärzte künstliche Zahnwurzeln in den Kieferknochen einsetzten. Es dauerte jedoch bis in die 1950er-Jahre, bis sich Zahnimplantate durchsetzten.
Im Jahr 1952 führte der schwedische Arzt Per-Ingvar Brånemark eine Reihe von Experimenten an Kaninchen durch, die zur Entwicklung der Osseointegration führten, einem Prozess, bei dem Titanimplantate mit dem Knochen verschmelzen. Brånemarks Arbeit ebnete den Weg für das moderne Zahnimplantat, das heute als eine sichere und wirksame Behandlung für Zahnverlust gilt. Heute ist die zahnärztliche Implantologie eines der am schnellsten wachsenden Gebiete in der Medizin.
Die Vorteile von Zahnimplantaten
Die Implantologie gilt heute als der Goldstandard für Zahnersatz. Implantate bieten nicht nur ein starkes und stabiles Fundament für künstliche Zähne, sondern tragen auch dazu bei, die Kieferknochendichte zu erhalten und gesunde Zähne vor Belastungen zu schützen. Daher bieten Implantate eine Reihe von Vorteilen gegenüber anderen Zahnersatzoptionen wie Prothesen und Brücken.
Einer der wichtigsten Vorteile von Implantaten ist, dass sie dazu beitragen, die natürliche Form des Gesichts zu erhalten. Wenn Zähne fehlen, beginnt der Kieferknochen zu schrumpfen, was dazu führen kann, dass die Wangen einfallen und die Lippen herabhängen. Implantate können diesem Knochenabbau entgegenwirken, weil sie den Kieferknochen beim Kauen wieder belasten, und so dazu beitragen, dass die Gesichtsstruktur erhalten bleibt.
Darüber hinaus sind Implantate sehr langlebig und können bei richtiger Pflege ein Leben lang halten. Im Gegensatz zu Prothesen, die alle paar Jahre ersetzt werden müssen, sind Implantate auf eine dauerhafte Verwendung ausgelegt. Daher bietet die Implantologie den Patienten eine langfristige Lösung für den Zahnersatz.
Die Arten von Implantaten
Zahnimplantate sind eine beliebte und effektive Möglichkeit, fehlende Zähne zu ersetzen. Es gibt viele verschiedene Arten von Implantaten, und welche Option für den Patienten jeweils die beste ist, hängt von der individuellen Situation ab.
Die häufigste Art von Implantaten ist das enossale Implantat, das direkt in den Kieferknochen eingesetzt wird. Es wird sowohl zum Ersatz einzelner Zähne als auch bei größeren Zahnlücken eingesetzt. Eine andere Art von Implantaten, das so genannte subperiostale Implantat, wird unter dem Zahnfleisch, aber auf dem Kieferknochen eingesetzt.
Diese Option wird in der Regel bei Patienten eingesetzt, die aufgrund einer Parodontalerkrankung oder einer anderen Erkrankung eine erhebliche Menge an Knochen verloren haben.
Wie Sie den richtigen Zahnarzt für Zahnimplantate auswählen
Zahnimplantate sind eine bedeutende Investition, sowohl in Bezug auf Geld als auch in Bezug auf Zeit und Engagement. Der Erfolg von Zahnimplantaten hängt von zahlreichen Faktoren ab, unter anderem von der Erfahrung und dem Können des Zahnarztes. Daher ist es wichtig, dass Sie einen Zahnarzt wählen, der Erfahrung mit diesem Verfahren hat.
Bei der Auswahl eines Zahnarztes für Zahnimplantate sollten Sie auf einige wichtige Dinge achten. Prüfen Sie zunächst, welche implantologische Fortbildung der Zahnarzt nachweisen kann. In Deutschland ist die Implantologie keine eigene Gebietsbezeichnung der Zahnmedizin; Fortbildungsnachweise vergeben zahnärztliche Fachgesellschaften, und die Zahnärztekammern regeln, unter welchen Voraussetzungen ein Tätigkeitsschwerpunkt angekündigt werden darf. Auch kontinuierliche Fortbildungen und langjährige Erfahrung sind Gründe für die Auswahl einer Praxis.
Ebenfalls eine große Rolle spielt die zertifizierte Qualität der Implantate, wie eine Zahnarztpraxis in Hamburg empfiehlt: Hochwertige Produkte sollen zu einem langfristigen Erfolg beitragen und gelten als besonders belastbar. Fragen Sie im Beratungsgespräch nach der Erfahrung der Praxis mit dem für Sie geplanten Eingriff. Vorher-Nachher-Bilder zu operativen Eingriffen dürfen in Deutschland nicht öffentlich beworben werden. So können Sie sich ein Bild von den ästhetischen Fähigkeiten des Chirurgen machen.
Und schließlich sollten Sie sich nach der voraussichtlichen Genesungszeit und möglichen Komplikationen erkundigen, die durch den Eingriff entstehen können. Lassen Sie sich ausführlich informieren – nur wenn Sie das Gefühl haben, in der Praxis gut aufgehoben zu sein, sind Sie richtig.
Voraussetzungen und Vorbereitung
Vor einer Implantation steht eine ausführliche Untersuchung. Der Behandler erhebt den Zahnstatus, beurteilt den Zustand des Zahnfleischs und des Zahnhalteapparats und prüft, wie viel Platz die Nachbarzähne und der Gegenkiefer lassen. Für die Beurteilung des Knochenangebots werden bildgebende Verfahren eingesetzt: neben der üblichen Übersichtsaufnahme des Kiefers bei komplexeren Fällen auch eine dreidimensionale Aufnahme, mit der sich die Höhe und Breite des Knochens sowie die Lage wichtiger Strukturen wie des Unterkiefernervs und der Kieferhöhle einschätzen lassen.
Ein zweiter Teil der Vorbereitung ist die Sanierung des übrigen Gebisses. Unbehandelte Karies und vor allem eine aktive Parodontitis gelten als ungünstige Ausgangslage, weil die Bakterien, die den Zahnhalteapparat schädigen, auch das Gewebe um ein Implantat besiedeln können. Üblich ist deshalb, eine bestehende Parodontitis vor dem Eingriff zu behandeln und die Mundhygiene zu verbessern. Zur Vorbereitung gehört außerdem die Erhebung der Allgemeinerkrankungen und der eingenommenen Medikamente, weil beides das Vorgehen beeinflusst.
Geplant wird der Eingriff heute häufig am Bildschirm: Aus den dreidimensionalen Aufnahmen und einem Abdruck oder digitalen Scan des Kiefers wird die spätere Position des Zahnersatzes festgelegt und daraus abgeleitet, wo das Implantat stehen muss. In manchen Fällen wird dafür eine Bohrschablone angefertigt, die die Richtung während des Eingriffs vorgibt.
Wenn der Knochen nicht ausreicht
Nach dem Verlust eines Zahnes bildet sich der Kieferknochen an dieser Stelle zurück. Ist zu wenig Knochen vorhanden, um ein Implantat sicher zu verankern, kommen knochenaufbauende Maßnahmen in Betracht. Verwendet werden dabei körpereigener Knochen, der an anderer Stelle des Kiefers gewonnen wird, sowie Knochenersatzmaterialien tierischen, pflanzlichen oder synthetischen Ursprungs; häufig werden beide kombiniert und mit einer Membran abgedeckt.
Im seitlichen Oberkiefer liegt die Kieferhöhle dem Kieferkamm oft so nahe, dass die verbleibende Knochenhöhe für ein Implantat nicht genügt. Dort wird der Boden der Kieferhöhle angehoben und der entstandene Raum mit Aufbaumaterial gefüllt – ein Vorgehen, das als Sinusbodenelevation bezeichnet wird. Solche Aufbauten verlängern die Gesamtbehandlung, weil das Material erst einheilen muss, bevor implantiert werden kann; je nach Ausgangslage geschieht der Aufbau auch gleichzeitig mit dem Setzen des Implantats.
Betäubung und Schmerzempfinden
Das Setzen eines Implantats erfolgt in der Regel unter Lokalanästhesie. Der Eingriff selbst ist dabei schmerzfrei; spürbar sind Druck und Vibration sowie das Geräusch des Bohrers. Bei ausgeprägter Behandlungsangst, bei sehr umfangreichen Eingriffen oder bei Patienten, die längere Sitzungen nicht tolerieren, kommen eine Sedierung oder eine Vollnarkose infrage. Beides bringt eigene Risiken mit sich und erfordert eine gesonderte Aufklärung sowie eine Überwachung während und nach dem Eingriff.
Nach dem Abklingen der Betäubung sind Wundschmerz, eine Schwellung der Wange und mitunter ein Bluterguss zu erwarten. Diese Beschwerden erreichen erfahrungsgemäß in den ersten Tagen ihren Höhepunkt und klingen anschließend ab. Zur Nachbehandlung werden vom Behandler Schmerzmittel verordnet oder empfohlen; auch Kühlung von außen ist üblich. Nach umfangreicheren Eingriffen, etwa mit Knochenaufbau, fallen die Beschwerden meist deutlicher aus als nach dem Setzen eines einzelnen Implantats.
Wie die Implantate in den Mund eingesetzt werden
Zahnimplantate sind eine beliebte und effektive Methode, um fehlende Zähne zu ersetzen. Die Implantate werden in den Kieferknochen eingesetzt, wo sie im Laufe der Zeit mit dem Knochen verwachsen. Dieser Prozess, der Osseointegration genannt wird, bietet eine starke und stabile Grundlage für die künstlichen Zähne.
Zunächst macht der Chirurg einen Einschnitt im Zahnfleisch und bereitet den Kieferknochen vor. Anschließend wird das Implantat in das vorbereitete Bohrloch eingesetzt; die meisten Implantate werden dabei als Schraube in den Knochen eingedreht. Zum Schluss wird das Zahnfleisch zugenäht. Im Laufe der nächsten Monate verwächst das Implantat mit dem Knochen und wird stark genug, um eine Zahnprothese zu tragen. In den meisten Fällen sind Zahnimplantate eine erfolgreiche und dauerhafte Lösung für fehlende Zähne.
Die Risiken und Komplikationen, die mit einer Implantatoperation verbunden sind
Zahnimplantate sind eine beliebte und effektive Methode, um fehlende Zähne zu ersetzen. Wie bei jedem chirurgischen Eingriff gibt es jedoch einige Risiken und mögliche Komplikationen im Zusammenhang mit dem Verfahren. Die häufigste Komplikation ist eine Infektion an der Implantatstelle. Diese kann in der Regel mit Antibiotika behandelt werden, in seltenen Fällen kann es jedoch erforderlich sein, das Implantat zu entfernen.
Es besteht auch ein geringes Risiko einer Nervenschädigung, die Taubheit oder Kribbeln in den Lippen, dem Zahnfleisch oder dem Kinn verursachen kann. Außerdem kann es bei einigen Patienten zu Unwohlsein und Schwellungen für einige Tage nach dem Eingriff kommen. Insgesamt gelten Zahnimplantate als sicheres und wirksames Verfahren, um fehlende Zähne zu ersetzen.
Der Genesungsprozess nach einer Implantatoperation
Der Heilungsprozess nach einer Zahnimplantation ist relativ unkompliziert. In den meisten Fällen ist die Wundheilung im Mund nach etwa sechs bis acht Wochen abgeschlossen; bis das Implantat fest mit dem Knochen verwachsen ist, vergehen jedoch mehrere Monate. Während dieser Zeit ist es wichtig, weiche Nahrung zu sich zu nehmen und keine Strohhalme zu verwenden, da beim Saugen ein Sog auf den Heilungsbereich einwirkt, der die Wundheilung stören kann.
Außerdem ist es wichtig, regelmäßig Zahnbürste und Zahnseide zu benutzen, um Infektionen zu vermeiden. Insgesamt verläuft der Genesungsprozess nach einer Zahnimplantation relativ reibungslos und erfordert im Allgemeinen keine lange Eingewöhnungszeit.
Wann Implantate nicht infrage kommen
Nicht für jeden Patienten ist eine Implantation geeignet. Bei Jugendlichen wird in der Regel abgewartet, bis das Kieferwachstum abgeschlossen ist, weil ein Implantat im Gegensatz zu natürlichen Zähnen nicht mitwandert und später zurückbleiben würde. Eine unbehandelte Parodontitis und eine dauerhaft unzureichende Mundhygiene gelten als ungünstige Voraussetzungen, ebenso ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus, weil die Wundheilung dann beeinträchtigt sein kann.
Besondere Vorsicht gilt bei Patienten, die antiresorptive Medikamente erhalten – dazu zählen Bisphosphonate und bestimmte Antikörperpräparate, die bei Osteoporose und bei Knochenmetastasen eingesetzt werden. Bei ihnen besteht ein Risiko für eine Kiefernekrose, also für absterbenden Knochen im Bereich des Eingriffs. Auch nach einer Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich ist die Heilungsfähigkeit des Kieferknochens herabgesetzt. In beiden Fällen wird der Nutzen sorgfältig gegen das Risiko abgewogen, und die Behandlung erfolgt in Abstimmung mit den behandelnden Ärzten.
Weitere Umstände, die gegen einen Eingriff sprechen oder ihn erschweren können, sind schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Blutgerinnungsstörungen oder eine Therapie mit gerinnungshemmenden Mitteln, eine ausgeprägte Immunschwäche sowie starkes Rauchen. Rauchen gilt als der am besten belegte beeinflussbare Risikofaktor für Implantatverluste und für Entzündungen des Gewebes um das Implantat. Manche dieser Punkte schließen eine Behandlung nicht grundsätzlich aus, sondern erfordern zusätzliche Vorkehrungen.
Periimplantitis und die langfristige Nachsorge
Die wichtigste Spätkomplikation ist die Entzündung des Gewebes um das Implantat. Beschränkt sie sich auf die Schleimhaut, spricht man von einer periimplantären Mukositis; greift sie auf den Knochen über und führt zu dessen Abbau, liegt eine Periimplantitis vor. Die Beschwerden sind zu Beginn oft gering: Blutung beim Reinigen, gerötete oder geschwollene Schleimhaut, gelegentlich Sekret. Schmerzen treten häufig erst spät auf, weshalb die Entzündung ohne Kontrolle lange unbemerkt bleiben kann.
Anders als ein natürlicher Zahn ist ein Implantat nicht über eine Wurzelhaut im Knochen aufgehängt, sondern unmittelbar mit ihm verbunden. Es fehlen daher sowohl die federnde Beweglichkeit als auch ein Teil der Abwehrmechanismen, die den natürlichen Zahn umgeben. Verlorener Knochen baut sich zudem nicht von selbst wieder auf. Aus diesen Gründen wird ein Implantat nach dem Einsetzen dauerhaft in eine regelmäßige Kontrolle eingebunden. Dazu gehören die Erhebung des Befundes rund um das Implantat, gegebenenfalls Röntgenkontrollen sowie eine Professionelle Zahnreinigung, bei der auch die schwer zugänglichen Bereiche gereinigt werden.
Ein Implantat kann nicht kariös werden, ist aber auf die tägliche Reinigung ebenso angewiesen wie ein natürlicher Zahn. Für die Zwischenräume und den Übergang zur Schleimhaut kommen dabei besondere Hilfsmittel wie Interdentalbürsten oder Spezialzahnseide in Betracht; welche geeignet sind, hängt von der Form des Zahnersatzes ab und wird in der Praxis gezeigt.
Abgrenzung zu Brücke und herausnehmbarem Zahnersatz
Für eine Zahnlücke stehen mehrere Wege offen. Bei einer klassischen Brücke werden die Nachbarzähne beschliffen und tragen den Ersatz; bei einem Implantat bleiben sie unangetastet, dafür ist ein chirurgischer Eingriff nötig. Ein herausnehmbarer Ersatz stützt sich auf verbliebene Zähne und auf die Schleimhaut, erfordert weder eine Operation noch das Beschleifen gesunder Zähne, wird aber von vielen Trägern als weniger fest empfunden. Implantate können auch mit herausnehmbarem Ersatz kombiniert werden, indem sie einer Prothese als Verankerung dienen – im zahnlosen Unterkiefer eine verbreitete Lösung.
Welcher Weg der geeignete ist, hängt vom Knochenangebot, vom Zustand der Nachbarzähne, von Allgemeinerkrankungen, von der Mundhygiene und nicht zuletzt von den Kosten ab. Für die Entscheidung ist ein Vergleich der Behandlungsalternativen üblich, den die Praxis im Rahmen der Aufklärung darstellt.
Kosten und Kostenübernahme
Zahnimplantate gehören in Deutschland grundsätzlich nicht zur Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Kassen leisten für Zahnersatz einen befundbezogenen Festzuschuss, der sich an der jeweiligen Regelversorgung orientiert; entscheidet sich ein Patient stattdessen für eine implantatgetragene Lösung, bleibt der Zuschuss in seiner Höhe bestehen, und die darüber hinausgehenden Kosten trägt der Patient selbst. Der Festzuschuss kann sich erhöhen, wenn regelmäßige zahnärztliche Vorsorge nachgewiesen wird.
Für wenige, eng umschriebene Ausnahmeindikationen sieht das Regelwerk eine weitergehende Übernahme vor, etwa bei bestimmten angeborenen Fehlbildungen des Kiefers oder nach größeren Kieferteilverlusten infolge einer Tumorbehandlung oder eines Unfalls. Ob ein solcher Fall vorliegt, entscheidet die Krankenkasse.
Vor Behandlungsbeginn wird ein Heil- und Kostenplan erstellt und der Krankenkasse vorgelegt. Er weist die geplanten Leistungen, den Zuschuss und den Eigenanteil aus. Vorbereitende Maßnahmen wie ein Knochenaufbau, die Nachsorge und spätere Reparaturen sind darin nicht immer vollständig enthalten; sie gesondert zu erfragen, kann vor unerwarteten Rechnungen schützen. Private Zusatzversicherungen für Zahnersatz beteiligen sich je nach Vertrag unterschiedlich, oft gestaffelt nach der Dauer des bestehenden Vertrags.
Quellen
- Gutwald, R., Gellrich, N.-C., Schmelzeisen, R.: Zahnärztliche Chirurgie und Implantologie.
ISBN: 9783769136579
- Schwenzer, N., Ehrenfeld, M. (Hrsg.): Zahnärztliche Chirurgie.
ISBN: 9783132430327
- Schwenzer, N., Ehrenfeld, M. (Hrsg.): Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie.
ISBN: 9783135935041
- Weber, T.: Memorix Zahnmedizin.
ISBN: 9783132417779
- Hahnel, S., Kolbeck, C., Rauch, A.: Zahnärztliche Prothetik.
ISBN: 9783437431142
