Akutes Coronares No-Flow-Phänomen

Beim Akuten Coronaren No-Flow-Phänomen handelt es sich um eine Komplikation, die sich in manchen Fällen bei Operationen am Herzen einstellt. Grundsätzlich tritt das Phänomen mit einer sehr geringen Häufigkeit auf. Das Akute Coronare No-Flow-Phänomen stellt einen Zustand dar, der mit einer ernsthaften Bedrohung für das Leben der betroffenen Patienten einhergeht. Typisch für das Akute Coronare No-Flow-Phänomen ist, dass das Blut in einem oder mehreren Kranzgefäßen des Herzens nicht mehr fließt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das Akuten Coronaren No-Flow-Phänomen?

Beim Akuten Coronaren No-Flow-Phänomen handelt es sich um eine Komplikation, die sich in manchen Fällen bei Operationen am Herzen einstellt.

Prinzipiell stellt das Akute Coronare No-Flow-Phänomen eine enorm seltene Komplikation dar, die sich in erster Linie bei chirurgischen Interventionen im Bereich des Herzens ergibt. In der englischen Sprache wird die Erkrankung unter Medizinern in vielen Fällen als sogenanntes ‚abrupt coronary no-flow‘ bezeichnet. Die am meisten verwendete Abkürzung für das Phänomen lautet ACNF.

Gekennzeichnet ist das Akute Coronare No-Flow-Phänomen vor allem dadurch, dass der Blutfluss in den Kranzgefäßen des Herzens stagniert. Der unterbrochene Fluss des Blutet steht dabei in der Regel mit einer sogenannten Transkoronaren Ablation der Hypertrophie des Septums in Zusammenhang. In jedem Fall handelt es sich beim Akuten Coronaren No-Flow-Phänomen um einen akuten Notfall, der das Leben der jeweiligen Person bedroht und einer umgehenden Intervention bedarf.

Das Akute Coronare No-Flow-Phänomen wird oftmals durch Spasmen in den Muskeln der Blutgefäße ausgelöst. Ein enorm hohes Stresslevel seitens des Patienten im Vorfeld der Herzoperation scheint das Risiko für das Akute Coronare No-Flow-Phänomen zu erhöhen.

Ursachen

Das Akute Coronare No-Flow-Phänomen tritt grundsätzlich nur bei sehr wenigen Patienten im Rahmen von operativen Eingriffen am Herzen auf. Dabei zeigt sich das Phänomen in der Regel im Rahmen der sogenannten Transkoronaren Ablation der Septumhypertrophie. Dieses medizinische Verfahren wird häufig mit der Abkürzung TASH bezeichnet. Jedoch entwickelt sich die Komplikation bei weniger als einem Prozent der Operationen.

Die konkreten Ursachen für die Entwicklung des Akuten Coronaren No-Flow-Phänomens sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend erforscht. Fest steht allerdings, dass sich ein Spasmus in der Gegend der Herzkranzgefäße bildet. Dabei weisen zahlreiche Beobachtungen von Patienten darauf hin, dass das Akute Coronare No-Flow-Phänomen vermutlich oftmals mit einem enormen seelischen Stress der betroffenen Personen vor dem chirurgischen Eingriff zusammenhängt.

Im Hinblick auf das hohe Stressniveau vor der Operation am Herzen gehen einige Mediziner davon aus, dass die während der Stressphase ausgeschütteten Botenstoffe Noradrenalin und Adrenalin eventuell an der Entstehung des Akuten Coronaren No-Flow-Phänomens beteiligt sind. Allerdings wurde dieser Verdacht aktuell noch nicht durch entsprechende wissenschaftliche Studien bestätigt.

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Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Das Akute Coronare No-Flow-Phänomen äußert sich in bestimmten typischen Anzeichen und Symptomen bei dem betroffenen Patienten. In der Regel ereignet sich die Komplikation im Rahmen einer chirurgischen Intervention in der Gegend des Herzens. Allerdings tritt das Phänomen nur mit einer sehr geringen Wahrscheinlichkeit auf.

Das charakteristische Leitsymptom des Akuten Coronaren No-Flow-Phänomens besteht in der Regel in einem ausbleibenden Blutfluss in einem oder sogar mehreren Kranzgefäßen des Herzens. Im schlimmsten Fall ist der Fluss des Blutes in sämtlichen koronaren Gefäßen unterbrochen. Prinzipiell stellt das Phänomen eine riskante Komplikation dar, sodass so schnell wie möglich eine notärztliche Intervention notwendig ist. Denn durch den Zustand des ausbleibenden Blutflusses ist das Leben der betroffenen Person in akuter Gefahr.

Diagnose & Verlauf

Die Diagnose des Akuten Coronaren No-Flow-Phänomens erfolgt im Hinblick auf die charakteristische Symptomatik der lebensbedrohlichen Komplikation. Da sich das Phänomen im überwiegenden Teil der Fälle während eines chirurgischen Eingriffs in der Herzgegend ereignet, ist normalerweise eine sofortige Diagnose erforderlich. Diese wird in der Regel von den operierenden beziehungsweise anwesenden Ärzten durchgeführt.

Der ausbleibende Blutfluss in den koronaren Blutgefäßen des Herzens weist im Regelfall relativ deutlich auf das Vorliegen des Akuten Coronaren No-Flow-Phänomens hin. Dabei ist es die Aufgabe der operierenden Ärzte, die Komplikation differentialdiagnostisch von einer Unterbrechung des Blutfluss am Ramus interventricularis anterior abzugrenzen. Diese Problematik ergibt sich in einem Teil der Fälle dann, wenn Alkohol falsch injiziert wurde. Dabei wird der Blutfluss isoliert unterbunden oder bewegt sich in Richtung eines Seitenastes.

Komplikationen

Das No-Flow-Phänomen stellt selbst eine Komplikation dar. In den meisten Fällen ist es lebensgefährlich und kann unbehandelt zum Tode des Patienten führen. Durch das Phänomen bleibt der Blutfluss in den Kranzgefäßen des Herzens komplett aus. Dabei können nur ein Gefäß oder auch mehrere Gefäße betroffen sein. Die Behandlung des No-Flow-Phänomens erfolgt dabei akut und in der Regel noch während des operativen Eingriffes.

Falls der Blutfluss über einen längeren Zeitraum ausbleibt, kommt es für gewöhnlich zum Tode des Patienten. Das Phänomen tritt vor allem dann auf, wenn dem Patienten Alkohol falsch injiziert worden ist. Die Behandlung des No-Flow-Phänomens erfolgt meistens durch die Injektion von Urapidil. Das Medikament wird dabei direkt in die Kranzgefäße des Patienten gespritzt, in den meisten Fällen kommen auch noch andere Arzneimittel zum Einsatz.

Auch der Blutdruck muss abgeglichen werden. Es ist in der Regel nicht möglich, dem No-Flow-Phänomen vorzubeugen oder schon vor der Operation zu erkennen. Daher ist die Behandlung auch direkt während des Eingriffes notwendig. Falls das Phänomen direkt und richtig behandelt wird, treten für den Patienten keine weiteren Komplikationen oder Folgeschäden auf und die Lebenserwartung wird nicht beeinflusst.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

In der Regel tritt das akute Coronare No-Flow-Phänomen direkt nach einer Operation am Herzen auf. Aus diesem Grund wird die Behandlung dieser Beschwerde in der Regel auch sofort durchgeführt, sodass ein Aufsuchen des Arztes nicht notwendig ist. Falls keine umgehende Behandlung des coronaren No-Flow-Phänomens durchgeführt wird, kommt es zum Tode des Betroffenen. Dabei kommt es zu einem ausbleibenden Blutfluss im Herzen des Patienten. Falls dieser Blutfluss nicht umgehend wiederhergestellt wird, tritt in der Regel der Tod des Betroffenen ein.

Der Patient schwebt durch das akute coronare No-Flow-Phänomen in Lebensgefahr und muss aus diesem Grund auch umgehend behandelt werden. In den meisten Fällen macht sich das coronare No-Flow-Phänomen direkt durch den fehlenden Blutfluss bemerkbar, sodass die behandelnden Ärzte direkt mit der Behandlung beginnen können.

Dabei kann der Blutfluss wieder mit Hilfe von Medikamenten gestartet werden, sodass der Patient schließlich überlebt. Falls die Behandlung schnell und erfolgreich verläuft, treten weiter keine besonderen Beschwerden durch das coronare No-Flow-Phänomen auf. Auch die Lebenserwartung wird durch diese Krankheit dann nicht verringert.

Behandlung & Therapie

Bei Vorliegen des Akuten Coronaren No-Flow-Phänomens ist es dringend notwendig, umgehende notärztliche Maßnahmen einzuleiten. Nur auf diese Weise wird das Leben des erkrankten Patienten womöglich gerettet. Im überwiegenden Teil der Fälle wird das Akute Coronare No-Flow-Phänomen behandelt, indem die Ärzte den betroffenen Patienten den Wirkstoff Urapidil injizieren.

Das Medikament kommt dabei in der Regel in hohen Dosierungen zum Einsatz und wird in die Kranzgefäße des Herzens gespritzt. Darüber hinaus wird der Arzneistoff Norepinephrin in die Venen des Patienten injiziert. Auf diese Weise wird der akute Abfall des Blutdrucks ausgeglichen. Bei beiden Maßnahmen handelt es sich um notärztliche Methoden, die nur im dringenden Bedarfsfall anzuwenden sind. Andernfalls gefährden sie selbst das Leben des Patienten.

Aussicht & Prognose

Das No-Flow-Phänomen stellt einen sehr gesundheitsgefährdenden Zustand für den Patienten dar und muss in jedem Fall behandelt werden. Ohne Behandlung kommt es durch das No-Flow-Phänomen in der Regel zum Tode. Durch die Beschwerde fließt kein Blut mehr in den Kranzgefäßen des Herzens. Dadurch kann der Patient den Herztod erleiden, falls keine umgehende Behandlung durchgeführt wird. Da es sich hierbei nur um ein sehr seltenes Phänomen handelt, welches vor allem nach operativen Eingriffen am Herzen auftritt, ist die Wahrscheinlichkeit des No-Flow-Phänomens relativ gering.

Die Behandlung des Phänomens erfolgt in der Regel mit Hilfe von Medikamenten. Ein erneuter operativer Eingriff ist dabei nicht notwendig. Durch die Medikamente können die Beschwerden gelindert werden und der Blutfluss wird wieder ermöglicht. Dadurch stabilisiert sich die Lage des Patienten sofort und es treten keine weiteren Einschränkungen oder Beschwerden auf. In den meisten Fällen kommt es schon direkt nach der Operation zum No-Flow-Phänomen, sodass die Behandlung auch direkt im Anschluss durchgeführt werden kann. Bei einer schnellen und erfolgreichen Behandlung kommt es nicht zu weiteren Komplikationen.

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Vorbeugung

Dem Akuten Coronaren No-Flow-Phänomen lässt sich nicht immer vorbeugen. Grundsätzlich ist die Prävention bisher schwierig, da die Ursachen des Phänomens noch nicht vollständig bekannt sind. Derzeitige Beobachtungen lassen vermuten, dass jeglicher Stress des Patienten vor der Operation zu vermeiden ist.

Das können Sie selbst tun

Die Möglichkeiten für eine Selbsthilfe sind bei dem akuten Coronaren No-Flow-Phänomen sehr begrenzt. Der Betroffene ist im Normalfall in dieser Lebensphase nicht ausreichend in der Situation, um Veränderungen oder Optimierungen seines gesundheitlichen Zustands durchzuführen. Eine Genesung ist ohne eine umfangreiche medizinische Versorgung zudem nicht möglich. Vielmehr droht bei Komplikationen oder bei einer unzureichenden ärztlichen Betreuung das vorzeitige Ableben des Betroffenen.

Um sich selbst zu helfen, sollte nach Möglichkeit die Wahl auf einen behandelnden Arzt fallen, der das Vertrauen des Betroffenen oder dessen Angehöriger genießt. Ein engmaschiger Kontakt und Austausch mit den zuständigen Medizinern oder Krankenschwestern ist notwendig, damit offene Fragen geklärt werden können.

Eine umfangreiche Aufklärung der Erkrankung ist wichtig, damit Überraschungen oder Fehlverhalten vermieden werden können. Den Anweisungen und Hilfestellungen des Arztes oder des Pflegepersonals sollte entsprochen werden, damit keine zusätzlichen Probleme oder eine weitere Verschlechterung der Gesundheit entstehen.

Hilfreich ist es, wenn sich Angehörige zusätzlich über die Situation informieren und beruhigend auf den Patienten einwirken. Stress, Konflikte, Vorwürfe oder eigenverantwortliche Handlungen sollten nach Möglichkeit unterlassen werden. Die angebotene Hilfestellung von Ärzten oder Pflegern ist anzunehmen, damit der lebensbedrohliche Zustand schnellstmöglich überwunden wird. Aggressives Verhalten oder Zeitverzögerungen sind zu vermeiden, da eine schnelle und bestmögliche Stabilisierung der Gesundheit vonnöten ist.

Quellen

  • Braun, J., Dormann, A.J.: Klinikleitfaden Innere Medizin. Urban & Fischer, München 2009
  • Erdmann, E.: Klinische Kardiologie. Springer, Heidelberg 2011
  • Piper, W.: Innere Medizin. Springer, Heidelberg 2007

Von Ärzten geprüft und nach hohen wissenschaftlichen Standards verfasst
Dieser Artikel wurde anhand medizinischer Fachliteratur, aktuellen Forschungsergebnissen und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Autor

Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 28. November 2018

Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

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