Buchsbaum

Medizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 10. April 2024
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Der Gewöhnliche Buchsbaum wird meist einfach als Buchsbaum bezeichnet und gehört der gleichnamigen Gattung an. Dieses immergrüne Bäumchen kommt vor allem als Ziergehölz zum Einsatz, ist aber auch vereinzelt noch in der freien Natur anzufinden.

Vorkommen & Anbau des Buchsbaums

Der Buchsbaum zeichnet sich durch ein dichtes und weit verzweigtes Blattwerk aus, weswegen er nicht nur als Strauch, sondern auch als ganze Hecke zum Einsatz kommen kann.

Der Buchsbaum kann grundsätzlich eine Höhe von bis zu acht Metern erreichen, jedoch meist in den Trope. Hierzulande gedeiht er meist strauchartig bis zu einer Höhe von vier bis fünf Metern und dies vergleichsweise langsam. Beheimatet ist er vor allem in Südwest- und Mitteleuropa sowie in Westasien und Nordafrika. Der Buchsbaum ist immergrün.

Der Buchsbaum zeichnet sich durch ein dichtes und weit verzweigtes Blattwerk aus, weswegen er nicht nur als Strauch, sondern auch als ganze Hecke zum Einsatz kommen kann. Weil er so dicht wächst, dient er hervorragend als Sichtschutz und ist noch dazu robust sowie sehr pflegeleicht. Die Blätter des Buchsbaums sind länglich bis oval und dunkelgrün mit einer hellgrünen Unterseite.

Zwischen März und Juni entwickelt er duftende Blütenbündel, welche viele Pollen und Nektar produzieren, was den Buchsbaum sehr attraktiv für Bienen macht. Ab Ende August beginnen die Fruchtkapseln des Strauchs mit ihrer Spaltung und streuen anschließend kleine schwarze Samen, die von Ameisen aufgesammelt und verbreitet werden. Somit ist der Buchsbaum einer von den wenigen heimischen Sträuchern, deren Samenverbreitung über Ameisen erfolgt (Myrmechorie).

Wirkung & Anwendung

Der Buchsbaum ist eine beliebte Zierpflanze und kann vielseitig verwendet werden, sei es als einzelner Zierbaum, als Hecke, als Sichtschutz oder auch als kunstvoll geschnittene Figur. Durch sein dichtes Blattwerk wirken die Figuren sehr symmetrisch und lückenlos wie bei kaum einer anderen Pflanze.

Gerade in prachtvoll angelegten Gärten im Renaissance- und Barockstil zeigt der Buchsbaum sein ganzes Können als Zierpflanze. So sieht man ihn auch heute noch in großer Zahl in bekannten Schlossgärten. Ungeschnitten kann er eine Höhe von bis zu zehn Metern erreichen und ist somit sehr schmückend für jeden Park oder großen Garden. Mit dem richtigen Schnitt lässt er sich kunstvoll zu Tierformen, Skulpturen, Säulen oder auch zu Kugeln schneiden.

Sehr dekorativ ist der Buchsbaum, wenn er in Töpfen aus Terracotta gepflanzt, zu einer Kugel geschnitten und vor Einfahrten oder Haustüren mit einer zweiten, identisch geschnittenen Pflanze platziert wird. So trägt er zu einem gepflegten und mediterran anmutenden Erscheinungsbild bei. Weil er eine außerordentliche Symmetrie aufweist und daher hervorragend formbar ist, bildet er eine wunderbare Möglichkeit, modernen Baustil mit klassischen Elementen der Gartengestaltung zu verbinden.

Wird er in einer Reihe gepflanzt, so kann er sich als dichte Hecke mit einer Höhe von einem bis eineinhalb Metern entwickeln. Dennoch ist etwas Geduld notwendig, denn Buchsbaum wächst deutlich langsamer als andere Heckenpflanzen - das Warten zahlt sich jedoch aus, denn belohnt werden Hobbygärtner mit einer immergrünen, stets dicht wachsenden Hecke. Ist der Standort des Buchsbaums nicht zu trocken, lässt er sich sogar als Untergehölz an schattigeren Plätzen kultivieren.

Sollen Hecken mit einer niedrigeren Höhe oder auch flache Einfassungen für Beete und Wege angelegt werden, dann eignet sich die Sorte Buxus sempervirens suffruticosa am besten. Diese Art erreicht maximal eine Höhe von 50 Zentimeter und wird bis zu 30 Zentimeter breit.

Doch der Buchsbaum kann auch dekorative Zwecke außerhalb des Gartens erfüllen: Seine schönen, immergrünen Blätter lassen sich wunderbar als Tischschmuck in Form von Girlanden oder für weihnachtliche Türkränze bzw. Adventskränze verwenden. Einst fertigte man auch zur Ehre der Wintersonnenwende Kränze daraus an und setzte sie sich auf den Kopf, da sie so Glück bringen sollen.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Der Buchsbaum enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe, wie ätherische Öle, Alkaloide oder auch Vitamin C. Er gilt in gewissermaßen auch als Heilpflanze und kann unter anderem bei Fieber oder Lebererkrankungen sowohl innerlich als auch äußerlich angewandt werden. Wichtig: Im Buchsbaum, genau genommen in der Wurzel und in den Blättern, sind Alkaloide wie Buxin enthalten, die in höherer Dosierung für Tiere und Menschen sehr giftig sind.

Aufgrund dessen kann man den Buchsbaum nicht so leicht einnehmen wie andere Pflanzen, dennoch lässt er sich beispielsweise für Kompressen, Hand- oder Fußbäder sowie für Hauterkrankungen nutzen. Bei Rheuma ist er in Form von Umschlägen schmerzlindernd.

Vor einigen Jahrzehnten, als die Naturmedizin noch ausgeprägter war, weil das Angebot an chemisch hergestellten Medikamenten noch relativ begrenzt war, kam der Buchsbaum häufig als Teeaufguss bei Fieber zum Einsatz. Dafür nahm man zwei Teelöffel der Blätter und übergoss sie mit einem Liter heißen Wasser. Mit einer Tasse pro Tag soll dadurch das Fieber effektiv gesenkt werden.

Obgleich der Buchsbaum als Heilpflanze in der Naturmedizin eine große Rolle spielt und sich häufig sehr positiv auf verschiedene Beschwerden auswirken kann, sollte man in keinem Fall Bestandteile der Pflanze verwenden, ohne sich vorher bei einem Arzt zu informieren. Er kann genau darüber Auskunft geben, welche Bestandteile des Baums innerlich oder äußerlich verwendet werden dürfen.

Die Symptome einer Vergiftung durch den Buchsbaum sind Erbrechen, Durchfall, eine Übererregbarkeit und Krämpfe. Bei einer starken Vergiftung kann es zudem zu Lähmungen oder sogar zum Tod durch eine Atemlähmung kommen, was jedoch in der Regel nur bei einer falschen Anwendung der Pflanze geschieht.


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