Unterkühlung (Erfrierungen)

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 1. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Von einer Unterkühlung (Hypothermie) spricht man, wenn die Körperkerntemperatur unter 35 Grad Celsius absinkt; normal sind ca. 36-37 Grad Celsius. Dies kann z.B. nach langem Baden oder Schwimmen im Meer der Fall sein. Ein typisches Anzeichen sind dann blaue Lippen und Zittern. Von einer Erfrierung spricht man, wenn die Körpertemperatur in bestimmten Körperregionen (z.B. Finger oder Zehen) unter den Gefrierpunkt gefallen ist. Es kommt dann in der Folge zum Absterben der Zellen. Typisches Anzeichen sind zumeist bläulich bis schwarze Finger oder Fußzehen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Unterkühlung?

Unterkuehlung
Die Erste Hilfe bei einer Unterkühlung ist der Wärmeerhalt, d. h. Patienten mit einer Wolldecke zudecken oder einwickeln. Eine Rettungsdecke wird über der Kleidung oder einer Decke angelegt und nicht direkt auf die Haut, da sich darunter sonst Feuchtigkeit sammelt; sie wärmt nicht selbst, sondern hält Wind und Nässe ab und wirft Körperwärme zurück. Klicken, um zu vergrößern.

Die Unterkühlung oder Hypothermie muss von Erfrierungen abgegrenzt werden. Bei einer Unterkühlung ist die körperliche Kerntemperatur herabgesetzt, bei einer Erfrierung kommt es zu einer Schädigung des Körpergewebes infolge von einer örtlichen Einwirkung von Kälte. Von einer Unterkühlung spricht man bei einem Absinken der Körperkerntemperatur auf unter 35 Grad Celsius.

Man unterscheidet zwei Formen der Unterkühlung: Bei der akzidentellen Unterkühlung kommt es zu einer sehr raschen Unterkühlung, etwa bei einem Einbruch in Eiswasser. In einem solchen Fall gerät ein Mensch bei einer Wassertemperatur von 5 Grad Celsius schon nach kurzer Zeit in Lebensgefahr. Eine feste Obergrenze für die Überlebenszeit gibt es allerdings nicht: Tief unterkühlte Menschen sind auch nach deutlich längerer Zeit noch erfolgreich wiederbelebt worden. In der Notfallmedizin gilt deshalb der Grundsatz, dass niemand als tot gilt, bevor er nicht erwärmt und immer noch tot ist. Wiederbelebungsmaßnahmen werden bei scheinbar leblosen, stark unterkühlten Personen daher begonnen und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes fortgeführt. Bei der subakuten akzidentellen Unterkühlung kommt es nur allmählich im Verlauf von Stunden zu einem Abfall der Körpertemperatur, zum Beispiel bei einer Verschüttung durch eine Schneelawine. Betroffene dieser Form der Unterkühlung werden müde, verfallen in Schlaf und werden bewusstlos. Bei einem weiteren Absinken der Körperkerntemperatur tritt der Tod ein.

Ursachen

Eine Unterkühlung oder Hypothermie sowie die häufig damit einhergehenden Erfrierungen resultieren in erster Linie aus einer besonders niedrigen Umgebungstemperatur, deren Wirkung durch Wind und Feuchte noch verstärkt werden kann. Begünstigend auf eine Unterkühlung können unangemessene oder feuchte Kleidung und unzureichende Bewegung wirken, ebenso eine zu lange Aufenthaltszeit in kaltem Wasser, ein untrainierter Kreislauf, ein Mangel an Körperfettgewebe sowie ein schlechter körperlicher Allgemeinzustand.

Bei einer Unterkühlung produziert der menschliche Körper nicht nur mehr Wärme, sondern unterdrückt auch deren Abgabe. Weil die Körperextremitäten einen Großteil der Körperoberfläche einnehmen, kommt ihnen bei Unterkühlung eine besondere regulierende Funktion zu: durch die Kälte ziehen sich die dort liegenden Blutgefäße zusammen; die Zufuhr des Blutes wird somit gedrosselt, um vornehmlich den Torsobereich mit den inneren Organen zu versorgen und vor den Folgen der Unterkühlung zu schützen. Diese Kreislaufzentrierung ist im Falle einer Unterkühlung ein wirksames Mittel zum Eigenschutz des Organismus mit dem negativen Nebeneffekt einer vermehrten Anfälligkeit der Extremitäten für Erfrierungen.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Die Symptome für eine Unterkühlung (Hypothermie) und Erfrierungen stellen sich je nach Schwere der Beeinträchtigung aufgrund einer Kälteeinwirkung unterschiedlich dar. Dabei können allgemeine oder spezielle Anzeichen auftreten. Ein typisches Symptom ist eine verringerte Körpertemperatur.

Während die Symptome von Erfrierungen bestimmte Stellen oder Körperteile betreffen, zeigen sich die Anzeichen für eine Unterkühlung mehr als Reaktion des gesamten Körpers. Unter Berücksichtigung der Körpertemperatur und sonstiger Veränderungen wird die Schwere einer Unterkühlung in drei Phasen aufgeteilt. Bei einer leichten Unterkühlung zeigt der Betroffene in der aktiven Phase (Abwehrstadium) ein Zittern und Frösteln.

Außerdem kann die Haut blass wirken. Es kann bei einer Körpertemperatur von 34 bis unter 35 Grad Celsius zu einer erhöhten Atemfrequenz sowie zu einem Anstieg von Puls und Blutdruck kommen. In der Erschöpfungsphase aufgrund einer mittelschweren Unterkühlung verringern sich Blutdruck und Puls bei einer Körpertemperatur zwischen 30 und 34 Grad Celsius.

Zusätzlich können Muskelstarre, eine blaugraue Haut sowie Schläfrigkeit oder Verwirrung auftreten. Die Atmung wird flacher und unregelmäßiger. In der dritten Phase, dem Lähmungsstadium, sinkt die Körpertemperatur unter 30 Grad Celsius. Dabei kann es bis zur Bewusstlosigkeit oder zum Atemstillstand sowie Herz-Kreislauf-Stillstand kommen. Die Schwere von Erfrierungen wird drei verschiedenen Graden zugeordnet.

Auf Erfrierungen ersten Grades deuten an den leicht geschwollenen Stellen Anzeichen wie Abkühlung, blasse Haut und Schmerzen hin. Bei Erfrierungen zweiten Grades zeigt das wieder erwärmte Gewebe Rötungen, Schwellungen und Blasenbildungen. Stellt sich beim betroffenen Gewebe nach einiger Zeit heraus, dass es bereits abgestorben ist, liegt eine Erfrierung dritten Grades vor.

Krankheitsverlauf

Bei einer Unterkühlung und damit einhergehenden Erfrierungen hängt der Verlauf von der Schwere der Kälteeinwirkung und der Behandlung ab. Eine günstige Prognose besteht, wenn die Unterkühlung zeitig und sachgemäß behandelt wird.

Bei rechtzeitiger Temperaturerhöhung des Körpers bleibt eine Unterkühlung meist folgenfrei. Leider wird die Unterkühlung oft übersehen, vor allem dann, wenn – beispielsweise bei einem Unfall – andere Komplikationen im Vordergrund stehen. Bei einer verzögerten Behandlung der Unterkühlung kann es zu schlimmen Schädigungen der Organe kommen, die im extremen Fall den Tod zur Folge haben können.

Komplikationen

Unterkühlung beziehungsweise Erfrierungen sollten nicht unterschätzt werden. Bei schweren Unterkühlungen, auch als Hypothermie bezeichnet, können Komplikationen auftreten. Leichtere Unterkühlungen sind hingegen gut zu behandeln. Ähnliches ist bei leichten Erfrierungen zu sagen.

Schwere Unterkühlung oder schwere Erfrierungen können zu gravierenden Folgen führen. Gefährdet sind vor allem die Extremitäten. Bei starker Unterkühlung kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen; sie werden durch eine verspätete Behandlung und durch ruckartige Bewegungen begünstigt. Bei zusätzlichen Verletzungen, die die Unterkühlung begleiten, kann es im schlimmsten Fall zum Tod kommen. Dies ist vor allem gegeben, wenn die Unterkühlung angesichts der Schwere der Verletzungen nicht rechtzeitig bemerkt wird.

Unfallpatienten, die in den kalten Monaten des Jahres verunglücken, müssen daher warm gehalten werden. Bei eingeklemmten Patienten ist das kaum möglich. Hier drohen Herz-Kreislauf-Versagen und Tod. Bei kältebedingten Schäden können die Komplikationen je nach Grad des Kälteschadens variieren.

Bei blutgefüllten Blasen und Erfrierungen zweiten Grades besteht eine erhöhte Infektionsgefahr, sofern sich die Blasen öffnen. Erfrierungen dritten Grades erfordern häufig eine Amputation der betroffenen Gliedmaßen. Diese sterben oftmals ab. Mit der Amputation wird dabei in der Regel gewartet, bis sich das abgestorbene Gewebe im Verlauf von Wochen klar vom gesunden abgegrenzt hat, denn erst dann lässt sich das Ausmaß des Schadens sicher beurteilen. Nur wenn sich das Gewebe infiziert und eine Blutvergiftung droht, wird früher operiert.

Klassische Komplikationen bei Unterkühlung oder Erfrierung sind schwärzliche Hautverfärbungen, Ödeme, Frostbeulen, Wundinfektionen, Thrombosen durch eingedicktes Blut, Hyper- und Parakeratosen sowie Gewebeschwund. Zusätzliche Komplikationen liegen in unsachgemäßen oder unterbleibenden Erste-Hilfe-Maßnahmen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Hat sich der Betroffene eine lange Zeit ohne einen ausreichenden Wärmeschutz in einer kühlen Umgebung aufgehalten, genügen häufig wärmende Bäder – solange der Betroffene wach und ansprechbar ist und noch zittert – und eine Veränderung der Kleidung. Leidet er an Schüttelfrost, friert er oder klagt er über ein allgemeines Unwohlsein, sollte dies weiter beobachtet werden. Verbessert sich das gesundheitliche Wohlbefinden aufgrund der Maßnahmen aus dem Bereich der Selbsthilfe, wird kein Arzt benötigt. Eine ausreichende Wärmezufuhr kann in diesen Fällen innerhalb einiger Minuten oder weniger Stunden zu einer vollständigen Beschwerdefreiheit führen.

Eine ärztliche Unterstützung und gesundheitliche Hilfe ist notwendig, sofern die Unregelmäßigkeiten länger anhalten oder an Intensität zunehmen. Sind Funktionsstörungen vorhanden, ist die Körpertemperatur sehr niedrig oder zeigen sich Veränderungen des Hautbildes, sollte eine ärztliche Untersuchung durchgeführt werden. Versteifung der Gelenke, eine Bewegungsunfähigkeit oder Einschränkungen der Mobilität sind einem Arzt vorzustellen. Ein besonders blasses Hautbild, Unregelmäßigkeiten der Reaktionsfähigkeit und ein allgemeines Krankheitsgefühl sind Hinweise auf eine gesundheitliche Störung.

Ein Zittern der Gliedmaßen oder des gesamten Körpers, Sensibilitätsstörungen und ein Verlust der inneren Kräfte sind weitere Anzeichen, die untersucht und behandelt werden sollten. Störungen der Sprachfähigkeit, Schmerzen sowie neurologische Ausfälle müssen schnellstmöglich einem Arzt vorgestellt werden. Da es in schweren Fällen zu dauerhaften Schäden kommen kann, sollte in akuten Fällen über den Notruf 112 der Rettungsdienst alarmiert werden.

Behandlung & Therapie

Eine zeitige und angemessene Therapie begünstigen den Verlauf einer Unterkühlung stark. Eine Unterkühlung erfordert daher schnelles Handeln und konsequente Maßnahmen.

Bei einer Unterkühlung sollte der Körper am besten langsam in einem warmen Raum erwärmt werden. Ein Erwärmungsbad kommt allenfalls bei einer leichten Unterkühlung infrage, solange der Betroffene wach und ansprechbar ist und noch zittert; es sollte lauwarm begonnen und im Verlauf bis maximal 38 Grad durch langsamen Heißwasserzulauf erwärmt werden. Bei einer mittelschweren oder schweren Unterkühlung ist ein Vollbad dagegen gefährlich und keine Laienmaßnahme: Die Wärme erweitert die Blutgefäße der Haut, kaltes Blut strömt aus den Gliedmaßen in den Körperkern zurück, die Kerntemperatur sinkt dadurch noch weiter ab, und es kann zu einem Kreislaufversagen kommen. Stark unterkühlte Personen werden deshalb nur vor weiterem Wärmeverlust geschützt, flach gelagert und im Krankenhaus erwärmt. Bei schweren Erfrierungen sollte der Betroffene sich nicht selbstständig bewegen, sondern transportiert werden; wenn sich Blasen bilden, ist eine klinische Behandlung unumgänglich. Bestehende Blasen sollten keinesfalls geöffnet, sondern mit sterilem Material bedeckt werden.

Betroffene Extremitäten sollten hochgelagert, jedoch nicht zu stark bewegt werden; zu starke Druckausübung ist zu vermeiden. Betroffene sollten die kalten Körperteile wenn möglich am eigenen Körper, z. B. in der Achselhöhle, wärmen oder sie von jemand anderem an dessen Körper wärmen lassen. Es sollten bei Unterkühlungen und Erfrierungen keine Salben verwendet und keine Medikamente verabreicht werden. Ob ein Schmerzmittel sinnvoll ist, entscheidet der Arzt; früher wurde dafür häufig Acetylsalicylsäure (z.B. "Aspirin") empfohlen. Von einer eigenmächtigen Gabe durch Ersthelfer ist abzuraten, da der Wirkstoff die Blutgerinnung hemmt und bei Begleitverletzungen Blutungen verstärken kann.

Nachsorge

Leichte Unterkühlungen können bereits nach kurzem Aufenthalt im Freien mit unpassender Kleidung auftreten. In der Regel genügt es aber, sich danach in einem ausreichend temperierten Raum aufzuhalten. Schon nach kurzer Zeit reguliert sich die Körpertemperatur wieder auf Normalwert. Bei mittelschweren Unterkühlungen sollte der Betroffene in einen warmen Raum gebracht und mit einer wärmenden Decke versorgt werden.

Warme, gesüßte Getränke und eine Wärmflasche helfen ebenfalls, die Körpertemperatur wieder in den normalen Bereich zu bringen. Getränke dürfen allerdings nur ansprechbaren Betroffenen gegeben werden; bei getrübtem Bewusstsein besteht Erstickungsgefahr. Beim Auftreten selbst leichter Erfrierungen sollte auf keinen Fall Alkohol verabreicht werden. Alkohol erweitert die Blutgefäße, was zu einer erhöhten Wärmeabgabe des Körpers führt und die Unterkühlung damit noch befördert.

Wird ein Unterkühlter im Freien aufgefunden, sollte er möglichst ruhig und flach gelagert und so wenig wie möglich bewegt werden. Ansprechbare Betroffene spricht man ruhig an; sie sollten aber weder gerüttelt noch zum Aufstehen oder Umhergehen aufgefordert werden, denn ruckartige Bewegungen können bei tiefer Unterkühlung lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen. Über den Notruf 112 müssen Notarzt und Rettungswagen verständigt werden. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte sollte man den Betroffenen möglichst warm halten. Das geschieht durch Einwickeln in eine Decke oder eine Jacke.

Akute Lebensgefahr droht Personen, die im Winter auf zugefrorenen Gewässern einbrechen. Eine schnelle Bergung ist hierbei besonders wichtig. Der Retter sollte dabei aber unbedingt darauf achten, sich nicht selbst in Gefahr zu bringen. Bis zum Eintreffen des Notarztes gilt auch hier in erster Linie, den Geborgenen möglichst warm zu halten und ihn dabei so wenig wie möglich zu bewegen.

Das können Sie selbst tun

Im Falle einer leichten Unterkühlung, die sich bereits nach einem kurzen Aufenthalt in unpassender Kleidung im Freien einstellen kann, reicht es meist, einfach wieder einen ausreichend temperierten Raum aufzusuchen. Die Körpertemperatur reguliert sich dann von selbst. Empfindliche Personen können im Winter das Auskühlen von Händen und Füßen durch die Verwendung von chemischen Wärmepads verhindern.

In mittelschweren Fällen sollte der Betroffene in einen warmen Raum gebracht und in eine Decke gewickelt werden. Warme, gesüßte Getränke sowie eine Wärmflasche helfen zusätzlich dabei, die Körpertemperatur wieder auf ein normales Maß zu heben. Getränke darf man allerdings nur wachen und ansprechbaren Personen reichen; wer benommen oder verwirrt ist, kann sich daran verschlucken.

Keinesfalls darf bei ersten Erfrierungserscheinungen Alkohol gereicht werden, solange sich der Betroffene noch im Freien aufhält. Alkohol erweitert die Blutgefäße, wodurch die restliche Körperwärme noch schneller abgegeben wird. Unterkühlte, die im Freien aufgefunden werden, werden ruhig angesprochen und so wenig wie möglich bewegt, bis der über den Notruf 112 alarmierte Rettungsdienst eintrifft; heftiges Rütteln und Umherführen sind zu unterlassen, weil sie bei tiefer Unterkühlung den Herzrhythmus stören können. Das Einwickeln in eine warme Decke oder eine Jacke ist auch hier dringend geboten.

Personen, die im Winter auf dem Eis einbrechen, schweben in akuter Lebensgefahr und müssen sofort geborgen werden. Dabei muss der Retter aber unbedingt darauf achten, sich nicht selbst in Gefahr zu begeben. Sobald die Person aus dem Wasser geholt wurde, gilt auch hier, dass sie bis zum Eintreffen des Notarztes so warm wie möglich gehalten und dabei möglichst wenig bewegt werden sollte.

Ist eine unterkühlte Person nicht ansprechbar, wählt man sofort den Notruf 112 oder lässt ihn wählen. Anschließend werden die Atemwege frei gemacht, der Kopf wird überstreckt und höchstens zehn Sekunden lang auf normale Atmung geprüft; bei tiefer Unterkühlung kann die Atmung sehr langsam und flach sein, weshalb man dabei besonders genau hinschaut. Atmet die Person normal, wird sie in die stabile Seitenlage gebracht, zugedeckt und beobachtet. Atmet sie nicht oder nicht normal, wird sofort mit der Herzdruckmassage in der Mitte des Brustkorbs begonnen, im Wechsel 30 Kompressionen und 2 Beatmungen, ununterbrochen, bis der Rettungsdienst übernimmt. Ein AED sollte geholt und eingeschaltet werden, sobald einer verfügbar ist.

Quellen

  • Ziegenfuß, T.: Notfallmedizin.
    ISBN: 9783662703977
  • Scholz, J., Gräsner, J.-T., Bohn, A. (Hrsg.): Referenz Notfallmedizin.
    ISBN: 9783132412903
  • Gries, A., Seekamp, A., Christ, M., Dodt, C. (Hrsg.): Klinische Akut- und Notfallmedizin.
    ISBN: 9783954669981
  • Marx, G., Muhl, E., Zacharowski, K., Zeuzem, S. (Hrsg.): Die Intensivmedizin.
    ISBN: 9783662686997
  • Madea, B. (Hrsg.): Rechtsmedizin.
    ISBN: 9783662634349

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