Phantomschmerz

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 21. August 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

Sie sind hier: Startseite Krankheiten Phantomschmerz

Der Phantomschmerz ist ein Schmerz vor allem bei fehlenden oder amputierten Gliedmaßen. Obwohl die Körperteile nicht mehr vorhanden sind, empfinden die Betroffenen hierbei Schmerzen. Phantomschmerzen gehören neben den Stumpfschmerzen zu den Amputationsschmerzen. Davon zu unterscheiden ist das nicht schmerzhafte Phantomgefühl – auch Phantomglied genannt –, bei dem das fehlende Glied lediglich weiterhin wahrgenommen wird, etwa als Kribbeln, Wärme oder als Empfindung einer bestimmten Lage. Ebenfalls abzugrenzen ist der Stumpfschmerz, der im verbliebenen Gliedrest selbst entsteht.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Phantomschmerz?

Schmerzen Verlauf
Infogramm zu den Schmerzregionen, Verlauf und Entstehung von Schmerzen sowie die Intensitätsgrade beim Schmerzempfinden. Bild anklicken, um zu vergrößern.

Schon in den alten Hochkulturen der Menschheit, etwa im antiken Ägypten oder bei den mittelamerikanischen Mayas, amputierten Ärzte kranke oder verletzte Gliedmaßen. In früheren Zeiten war Wundbrand eine häufige Ursache für die Amputation eines Armes oder Beines und oft die einzige Hoffnung, ein Menschenleben zu retten.

Auch heute noch müssen manchmal Gliedmaßen amputiert werden, beispielsweise aufgrund einer irreparablen Schädigung durch einen Unfall oder eine infektiöse Krankheit.

Schätzungsweise 50 bis 80 Prozent der Patienten, denen ein Gliedmaß oder auch ein Organ entfernt wurde, klagen anschließend über Phantomschmerz oder Phantomempfindungen in den nun fehlenden Körperteilen.

Phantomschmerzen treten in der Regel innerhalb eines Monats nach der Operation auf und können unterschiedlich intensiv empfunden werden. In seltenen Fällen klagen Betroffene aber auch erst Monate oder Jahre erstmalig über Phantomschmerz.

Ursachen

Die Wissenschaft konnte noch keine konkreten Ursachen für das Auftreten des Phänomens Phantomschmerz finden. Früher glaubte man, Grund für die Schmerzen seien entzündete Nervenstümpfe. Heute gehen Ärzte davon aus, dass die Phantomschmerzen aufgrund einer Art Verwirrung des Gehirns entstünden. Fachlich spricht man von einer Umorganisation im Gehirn: Die Hirnrinde ordnet den Bereich, der bisher für das amputierte Glied zuständig war, den benachbarten Körperregionen zu. Phantomschmerz ist deshalb ein tatsächlich empfundener Schmerz und keine Einbildung.

Auch nach der Amputation hat das Gehirn das Glied oder Organ noch nicht als fehlend klassifiziert und geht einfach weiterhin von dem alten, kompletten Körperschema aus. Dieser Ansatz erklärt auch, weshalb Phantomempfindungen auftreten: Manche Patienten beispielsweise meinen, mit einer fehlenden Hand gestikulieren zu können.

Eine weitere Beobachtung stützt die These vom Gehirn, das nicht umdenken kann: Phantomschmerz richtet sich in seiner Intensität nach den real empfundenen Schmerzen vor der Operation. Dabei scheint sich das Gehirn der Patienten an die vor der Operation durchlebten realen Schmerzen zu erinnern.

Manche Menschen behaupten Phantomschmerzen bei einem Wetterwechsel an ehemaligen Wunden oder Brüchen, z.B. von Hochdruck zu einem Tiefdruck, zu fühlen. Diese Ursache konnte jedoch bisher noch nicht wissenschaftlich verifiziert werden und stellt demnach eine subjektive Empfindung dar.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Patienten können in der Regel exakt angeben, wo sie den Phantomschmerz spüren. Eine Person, deren rechter Unterarm amputiert wurde, könnte den Phantomschmerz zum Beispiel im (nun fehlenden) Handballen oder im kleinen Finger und Ringfinger spüren. Obwohl der Schmerz nicht von einem adäquaten Reiz im amputierten Gewebe ausgeht, reagiert das Nervensystem, als ob ein entsprechender neuronaler Reiz vorliegen würde. Der Schmerz ist nicht simuliert und tritt nicht direkt am Stumpf auf.

Grundsätzlich können sich die Phantomschmerzen in jedem Körperteil entwickeln, das amputiert wurde. Besonders häufig treten die Beschwerden jedoch auf, wenn die Operationsstelle sich nah am Rumpf befindet. Phantomschmerzen treten häufig phasenweise auf. Ein kontinuierlicher Schmerz ist ebenfalls möglich, kommt jedoch seltener vor. Sowohl die Schmerzattacken als auch der dauerhafte Phantomschmerz stellen eine Belastung dar, die häufig psychische Beschwerden nach sich zieht.

Sowohl die Intensität als auch die Qualität des Schmerzes kann variieren. Der Phantomschmerz kann sich stechend, schneidend oder brennend anfühlen. Betroffene können darüber hinaus den Eindruck haben, sie hätten im amputierten Körperteil einen schmerzhaften Krampf.

Manche Patienten leiden unmittelbar nach der Amputation unter den Phantomschmerzen. In anderen Fällen treten die Symptome erst nach längerer Zeit auf. Die meisten Betroffenen entwickeln die Phantomschmerzen innerhalb des ersten Monats nach der Operation. Die Beschwerden können jedoch auch nach mehreren Jahren erstmals auftauchen.

Diagnose & Verlauf

Der Phantomschmerz wird vor allem aufgrund von Patientenbeschreibungen diagnostiziert. Bevor sich der Arzt jedoch auf diese Diagnose festlegt, muss er zunächst organische Ursachen des Schmerzes ausschließen. Sogenannte Stumpfschmerzen kommen nach einer Amputation ebenfalls häufig vor und sind manchmal vom Patienten nur schwer von Phantomschmerzen zu unterscheiden.

Stumpfschmerzen werden oft von durch schlecht sitzende Prothesen hervorgerufenen Druckstellen, von Entzündungen oder Durchblutungsstörungen ausgelöst. Phantomschmerzen treten meist in Form von Schüben oder Attacken auf. Eher selten werden sie als ständig vorhanden beschrieben.

Die Art des Schmerzes kann sehr unterschiedlich ausfallen: Patienten berichteten von scharfen, brennenden, krampfartigen, stechenden oder auch schneidenden Phantomschmerzen. Auch in Intensität und Dauer unterscheiden sich Phantomschmerzen. Manche Menschen leiden so extrem darunter, dass sie sich das Leben nehmen wollen.

Komplikationen

Phantomschmerz nach einer Amputation ist häufig, etwa 70 Prozent aller Betroffenen leiden darunter. Bis zu einem bestimmten Ausmaß ist er normal und kommt häufig im Zusammenhang mit Stumpfbeschwerden vor. Auch wenn Phantomschmerzen selten auf eine gefährliche Ursache im Stumpf hinweisen, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, damit sich die Beschwerden nicht verschlimmern oder chronisch werden.

Es ist wichtig, dass Phantomschmerzen frühzeitig behandelt werden, weil der Körper sonst ein sogenanntes Schmerzgedächtnis entwickelt. In diesem Fall werden vom Gehirn Signale in den amputierten Körperbereich gesendet und es erfolgt keine Reaktion. Wenn das mehrfach passiert, stuft das Gehirn die fehlende Rückmeldung als Verletzung ein und reagiert darauf mit Schmerzen. Deshalb ist es wichtig, so früh wie möglich diesem Schmerzgedächtnis entgegenzuwirken.

Phantomschmerzen können sehr stark sein und Schmerzmittel erforderlich machen. Eine langfristige Einnahme von Schmerzmitteln birgt aber wiederum die Gefahr, von Schmerzmitteln abhängig zu werden. Darüber hinaus können Phantomschmerzen für eine erhöhte Reizbarkeit und Schlafstörungen sorgen und sowohl die Gesundheit als auch das soziale Leben einschränken. Ohne Behandlung können auch Depressionen oder sogar psychische Erkrankungen auftreten, die behandlungsbedürftig sind.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Den Phantomschmerz erleiden Menschen, die Körperteile verloren haben. Andere Menschen gehören nicht zur Risikogruppe dieses unangenehmen Schmerzerlebens. Nimmt der Betroffene Beschwerden in Bereichen der Gliedmaßen wahr, die durch einen Unfall oder eine Amputation abgetrennt wurden, sollte er einen Arzt aufsuchen. Benötigt wird in diesen Fällen eine therapeutische Arbeit mit verschiedenen Übungen und Trainings, damit eine notwendige Umprogrammierung im Gehirn stattfinden kann. Andernfalls halten die Beschwerden an oder nehmen an Intensität zu. Damit ein Therapieplan erstellt werden kann, sollte ein Arztbesuch erfolgen.

Bei Schlafstörungen, einem fortdauernden Stresserleben, innerer Unruhe sowie einer Beeinträchtigung der Lebensfreude ist ein Arzt zu konsultieren. Kommt es zu vegetativen Funktionsstörungen, Wandlungen der Persönlichkeit, einer allgemeinen Unzufriedenheit oder einer Einschränkung der Lebensführung, wird ein Arzt benötigt. Depressive Verstimmungen, Teilnahmslosigkeit oder Verhaltensauffälligkeiten sind ebenfalls mit einem Arzt zu besprechen. Störungen der Konzentration, Aufmerksamkeitsdefizite und eine abnehmende Belastbarkeit sind Anzeichen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung.

Ein Arzt ist aufzusuchen, damit eine Linderung der Beschwerden eingeleitet werden kann. Oft variiert die Intensität der Beschwerden. Es kann auch zu einer Phase der Beschwerdefreiheit kommen. In diesen Zeiten ist im Normalfall keine zusätzliche Behandlung nötig. Die vereinbarten Kontrolltermine sollten dennoch wahrgenommen werden, denn eine früh begonnene und durchgehende Schmerzbehandlung verbessert die Aussichten deutlich. Setzen die Schmerzen nach einer gewissen Zeit erneut ein, ist die Konsultation eines Arztes anzuraten.

Behandlung & Therapie

Es gibt keine einheitliche Behandlungsmöglichkeit gegen Phantomschmerzen. Mögliche Therapien müssen individuell auf jeden Patienten abgestimmt werden und sollen dem Gehirn helfen, sich umzuorganisieren. In der Regel wird der Phantomschmerz mit Medikamenten, einer physikalischen oder psychosomatischen Therapie bzw. einer Kombination aus einigen oder mehreren der genannten Möglichkeiten behandelt.

Schwere Fälle von Phantomschmerz werden mitunter mit betäubenden Opiaten, beispielsweise Morphin, behandelt, um den Leidensdruck des Patienten zu mildern. Lange Zeit galten solche Opioide als Mittel der ersten Wahl. Heute werden dagegen zuerst Wirkstoffgruppen eingesetzt, die gezielt auf Nervenschmerzen wirken, vor allem bestimmte Antiepileptika sowie trizyklische Antidepressiva; Opioide bleiben schweren Verläufen vorbehalten. Häufig ist auch eine Behandlung mit Elektrostimulation. Dabei reizt eine unter die Haut gesetzte Elektrode das Rückenmark mit elektrischen Impulsen, die das Gehirn von den Phantomschmerzen ablenken sollen.

Neuere Methoden wie die Spiegeltherapie sowie die Therapie mittels Virtueller Realität scheinen sehr gute Erfolge zu erzielen. Beide Therapien simulieren das amputierte Glied und fordern den Patienten auf, es zu bewegen und so aus seiner schmerzhaften Stellung zu befreien. Auch eine gezielte Ablenkung und anderweitige Beschäftigung des Patienten lässt den Phantomschmerz manchmal verschwinden.

Als nur wenig hilfreich haben sich hingegen Therapien wie Akupunktur, Hypnose oder Biofeedback erwiesen. Eine begleitende Physiotherapie mit frühzeitigem Prothesentraining gilt dagegen heute als sinnvoller Bestandteil der Behandlung. Behandlungsmethoden wie eine Verkürzung des Stumpfes, eine Durchtrennung der sensorischen Nerven im Rückenmark sowie die gezielte Ausschaltung einzelner Thalamuskerne sind mittlerweile nicht mehr gängig. Sie zeigten in der Regel nur wenige oder gar keine Erfolge.


Aussicht & Prognose

Wie die Prognose für Phantomschmerzen ausfällt, richtet sich nach bestimmten Faktoren. Besonders wichtig ist es, mit der medizinischen Behandlung der Schmerzen so früh wie möglich zu beginnen. Verläuft die Schmerzbehandlung positiv, tritt bei ca. 70 bis 90 Prozent aller betroffenen Personen ein günstiger Verlauf der Beschwerden ein. Wird die Schmerztherapie allerdings zu einem späteren Zeitpunkt begonnen, sind die Aussichten weniger günstig. So zeigt sich lediglich bei einem Drittel der Patienten ein positiver Verlauf der Heilung.

Wie lange der Phantomschmerz vorhält, lässt sich grundsätzlich nicht sagen. So besteht die Möglichkeit, dass die Schmerzen spontan verschwinden. Ebenso ist aber auch eine plötzliche Rückkehr der schmerzhaften Beschwerden möglich. Besonders ungünstig fällt die Prognose aus, wenn der Patient länger als ein halbes Jahr unter den Amputationsschmerzen leidet.

Eine wichtige Rolle für den weiteren Verlauf der Beschwerden spielt die Art der Amputationsschmerzen. So setzen direkt nach dem operativen Eingriff abrupte Stumpfschmerzen ein, die in manchen Fällen ein chronisches Ausmaß annehmen können. Oft sind sie jedoch akut und fallen heftig aus. Bei Phantomschmerzen ist grundsätzlich mit einem längeren Anhalten der Beschwerden zu rechnen. Darüber hinaus können sich die Schmerzen jederzeit erneut zeigen.

Mitunter entstehen Stumpfschmerzen als Folge einer Entzündung oder Infektion im Stumpf. Durch die Gabe von Antibiotika lässt sich die Prognose in diesen Fällen meist verbessern.

Vorbeugung

Phantomschmerz kann man nur schwer vorbeugen. In vielen Fällen hat sich jedoch die Gabe von Schmerzmitteln vor einer geplanten Operation als hilfreich erwiesen. Phantomschmerzen traten anschließend nicht so stark beziehungsweise in manchen Fällen auch überhaupt nicht auf. Als wichtig gilt heute, dass die Schmerzen sowohl vor als auch unmittelbar nach der Amputation konsequent behandelt werden, etwa durch eine Betäubung der zuführenden Nerven. Je weniger starke Schmerzen das Nervensystem in dieser Zeit verarbeiten muss, desto geringer ist das Risiko, dass sich ein Schmerzgedächtnis ausbildet.

Nachsorge

Ein Phantomschmerz klingt bei einer geeigneten Therapie mitunter schon in den ersten Wochen nach einer Amputation ab. Diese Patienten benötigen dann keine weitere Nachsorge, weil Beschwerdefreiheit vorliegt. Anschließendes akutes Missempfinden ist nicht unüblich, lässt sich aber meist ohne Konsultation eines Arztes abstellen. Liegen jedoch wiederkehrende Schmerzattacken oder ein fortwährendes Schmerzempfinden vor, wird eine Nachsorge unabdingbar.

Der Umfang der Verlaufskontrolle richtet sich nach der Intensität der Beschwerden. Eine Dauerbehandlung mit Medikamenten ist nicht unüblich. Erfolgversprechend sind mitunter ergänzende Verfahren wie die Spiegeltherapie oder Entspannungsverfahren; von Akupunktur, Hypnose und Biofeedback ist dagegen wenig zu erwarten. Je nach dem Schweregrad der Beschwerden kann eine Psychotherapie angezeigt sein. Die Vermittlung von Entspannungsübungen hilft nicht selten ebenso weiter.

Einige Betroffene leiden so stark unter ihrem Zustand, dass sie Suizidversuche unternehmen. Wer solche Gedanken bei sich bemerkt, sollte umgehend ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen; in einer akuten Krise sind der Notruf 112 und die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar. Die Kontrollen und Behandlungen dienen dazu, lebensmissachtende Tendenzen im Frühstadium zu erkennen und zu thematisieren. Im Rahmen der Nachsorge werden vor allem die Empfindungen des Patienten reflektiert.

Körperliche Untersuchungen dienen dem Ausschluss anderer Erkrankungen. Der behandelnde Arzt dokumentiert die Wirkung durchgeführter Therapien. Was Erfolg verspricht, wird weitergeführt, was zu keiner Besserung beiträgt, wird verworfen. Ob ein Phantomschmerz auftritt, lässt sich im Einzelfall nicht vorhersagen; sicher verhindern können Ärzte ihn daher nicht. Der Nachsorge kann somit, wie bei Tumorerkrankungen üblich, kein präventiver Charakter zukommen.

Das können Sie selbst tun

Menschen, die unter einem Phantomschmerz leiden, können durch kognitive Ansätze eine Verbesserung ihrer Beschwerden erreichen. Da der Schmerz im Gehirn aufgrund von Erlebnissen sowie Erfahrungen gespeichert ist und nicht auf einer aktuellen Reizung des Gewebes basiert, können Trainings eine Linderung der Schmerzen bewirken. Hilfreich ist dabei die Inanspruchnahme und Unterstützung eines Therapeuten. Gemeinsam mit ihm können Übungen erarbeitet werden, die der Betroffene im Alltag eigenverantwortlich ganz nach Bedarf selbst durchführen kann.

Hilfreich und sehr erfolgversprechend sind die Ansätze der Spiegeltherapie. Sie stellen eine enorme Entlastung für den Patienten dar und verbessern das Wohlbefinden erheblich. In Absprache mit dem Therapeuten können die durchgeführten Trainingseinheiten zwischen oder nach den Behandlungen selbständig durchgeführt werden. Mit Geschicklichkeitsübungen vor einem Spiegel werden Sinneseindrücke hervorgerufen, die bei der Schmerzbewältigung helfen.

Darüber hinaus sind Bewusstwerdungsprozesse im Umgang mit der veränderten Situation hilfreich. Da der Schmerz auf gespeicherten Schmerzerinnerungen beruht, schaffen es einige Patienten in der Auseinandersetzung mit diesen Erinnerungen, sie gezielt zu verändern. Kognitive Techniken bieten Möglichkeiten und Methoden, die ebenfalls vom Patienten autark im Alltag angewendet werden können. Der Phantomschmerz sollte nicht ignoriert werden, da das zu einer Verstärkung der Beschwerden und erheblichen Beeinträchtigungen im Alltag führen kann.

Quellen

  • Diener, H.-C., Baron, R., Maier, C. (Hrsg.): Die Schmerztherapie.
    ISBN: 9783437215421
  • Geber, C., Gierthmühlen, J., Klinger, R., Rittner, H. (Hrsg.): Praktische Schmerzmedizin.
    ISBN: 9783662736074
  • Kröner-Herwig, B., Frettlöh, J., Klinger, R., Nilges, P. (Hrsg.): Schmerzpsychotherapie.
    ISBN: 9783662505113
  • Berlit, P. (Hrsg.): Klinische Neurologie.
    ISBN: 9783662606759
  • Niethard, F. U., Pfeil, J., Biberthaler, P.: Duale Reihe Orthopädie und Unfallchirurgie.
    ISBN: 9783132443150

Das könnte Sie auch interessieren