Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 2. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie ist ein heute gängiges Verfahren zur Zertrümmerung von Harn-, Gallen-, Nieren- und Speichelsteinen.

Die hochenergetischen Stoßwellen (Schallwellen) zur Zertrümmerung der Steine werden außerhalb des Körpers (extrakorporal) erzeugt und auf den Stein fokussiert. Im Erfolgsfall können die Reste der „zertrümmerten“ Steine auf natürlichem Weg ausgeschieden werden, was dem Patienten einen chirurgischen Eingriff mit stationärem Aufenthalt und den damit verbundenen Risiken erspart.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie?

Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie
Die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie ist ein heute gängiges Verfahren zur Zertrümmerung von Harn-, Gallen-, Nieren- und Speichelsteinen. Die Abbildung zeigt eine Illustration der Gallenblase mit Gallensteinen.

Besonderes Merkmal der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie (ESWL) ist die Erzeugung der Druckwellen außerhalb des Körpers. Im Gegensatz dazu existiert auch die intrakorporale Lithotripsie, bei der die Stoßwellen durch eine endoskopisch eingebrachte Sonde erzeugt werden.

Die weitaus häufigste Anwendung der ESWL betrifft die Zertrümmerung von Harn- und Nierensteinen. Das Verfahren ist aber auch zur Behandlung von Gallen- und Speichelsteinen geeignet, wenn die Konsistenz der Steine gewisse Bedingungen erfüllt. Die ESWL wurde von der Dornier System GmbH, Friedrichshafen, entwickelt und in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Großhadern, München, erstmals 1980 zur klinischen Anwendungsreife gebracht. Die Geräte zur Erzeugung der extrakorporalen Stoßwellen haben sich mittlerweile deutlich verändert in Richtung Effizienz und niedrigerer Betriebskosten.

Insgesamt hat sich die ESWL als Standardverfahren zur nichtinvasiven Entfernung von Harn- und Nierensteinen durchgesetzt. Die hochenergetischen kurzgepulsten Stoßwellen werden so ausgerichtet, dass sie eine relativ große Eintrittsfläche an der Haut nutzen und erst im Körper konzentrisch in dem zu zerstörenden Stein zusammenlaufen und ihre Wirkung entfalten. Die Hauteintrittsstelle und das Gewebe unmittelbar darunter überstehen den Durchtritt der Druckwellen weitestgehend unverletzt.

Funktion, Wirkung & Ziele

Die Hauptanwendungsgebiete liegen in der Zertrümmerung von Nieren- und Harnsteinen. In weitaus weniger Fällen werden auch Gallen- und Speichelsteine behandelt. Moderne Geräte können auch zur Behandlung von Kalkablagerungen an Gelenken verwendet werden wie z. B. zur Behandlung der sogenannten Kalkschulter (Tendinosis calcarea).

Seit einigen Jahren wird die ESWL auch zur Behandlung von Knochenbrüchen und Osteotomien eingesetzt, die nicht ausheilen (Pseudarthrosen). Zur genauen Lokalisierung der Steine sind die Lithotriptoren mit einem speziellen Röntgen- und einem Ultraschallgerät ausgerüstet, die es erlauben, den Patienten oder den Stoßwellengenerator so zu positionieren, dass sich der Stein exakt (millimetergenau) im Fokus der Stoßwelle befindet. Die Stoßwellenerzeugung erfolgt je nach Gerätetyp nach verschiedenen physikalisch-technischen Prinzipien.

Es wird zwischen elektromagnetischer, elektrohydraulischer und piezoelektrischer Erzeugung der Stoßwellen unterschieden. Während der Behandlung ist es wichtig, dass der Übergang der Druckwellen vom Druckwellengenerator in den Körper möglichst störungsfrei erfolgt. Das wird durch einen guten Körperkontakt der in Silikon eingehüllten Wasserblase des Stoßwellengenerators an der Eintrittsstelle der Druckwellen erreicht. Die Behandlung erfolgt in der Regel unter einer leichten Analgesierung bei Verzicht auf Vollnarkose und dauert etwa 20 bis 30 Minuten.

Während der Behandlung werden ca. 2.000 bis 3.000 Stoßwellen erzeugt, wobei die Frequenz der individuellen Herzfrequenz angepasst werden kann, um mögliche Herzrhythmusstörungen zu vermeiden. Die Stoßwellen werden daher in der Regel in einer Frequenz von 60 bis 80 Impulsen pro Minute abgegeben. Erfahrungen haben gezeigt, dass eine niedrige Frequenz in obiger Größenordnung effektiver ist als eine höhere Frequenz mit 120 Stoßwellen pro Minute, weil sich nach jeder Stoßwelle mikroskopisch kleine Kavitationsbläschen bilden, die vor der nächsten Stoßwelle erst wieder zerfallen sollten, da ansonsten ein großer Teil der Energie der Stoßwelle durch die Bläschen aufgefangen wird und unwirksam verpufft.

Die fokussierten Stoßwellen erzeugen in den Steinen kleinräumige Druck-, Zug- und Scherwirkungen, die zur Desintegration der Steine in kleine Bruchstücke führt. Etwa 90 % der diagnostizierten Nieren- und Harnsteine sind mittels Lithotripsie behandelbar, von denen ca. 80 % erfolgreich desintegriert werden. Falls eine Behandlung nicht den gewünschten Erfolg bringt, kann nach mehreren Tagen Wartezeit ein erneuter Versuch erfolgen. Während der Behandlung wird die Lage des zu behandelnden Steins automatisch per Röntgen und Ultraschall überprüft, um die exakte Fokussierung der Stoßwellen auf den Stein ständig zu gewährleisten. Häufig wird die ESWL ambulant durchgeführt, unter anderem in darauf spezialisierten Praxen. Je nach Befund und Begleiterkrankungen kann auch ein kurzer Klinikaufenthalt notwendig sein.


Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Kontraindikationen für die Anwendung einer extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie sind bei Patienten gegeben, die unter einer Störung der Blutgerinnung leiden oder die zur Vorbeugung vor Thrombosen und Schlaganfällen gerinnungshemmende Medikamente einnehmen, da es während der Behandlung zu inneren Gewebeverletzungen kommen kann, die dann zu Komplikationen führen könnten.

Besonders große Steine mit einer Länge von über 2,5 cm und nicht genau lokalisierbare Steine sind für eine Behandlung mittels ESWL nicht geeignet. Als weitere Gegenanzeigen gelten eine Schwangerschaft, eine unbehandelte Harnwegsinfektion sowie ein Abflusshindernis unterhalb des Steins. Da es sich bei der ESWL um ein nicht-invasives Verfahren handelt, entfallen die Risiken, die mit einem operativen Zugang verbunden sind; das gilt auch gegenüber minimalinvasiven Verfahren. Insgesamt gilt die ESWL als vergleichsweise risikoarmes Verfahren zur Behandlung von Harn-, Nieren-, Gallen- und Speichelsteinen. Ob es zu chronischen Langzeitschäden kommt, ist nicht abschließend geklärt.

Die Risiken einer ESWL liegen hauptsächlich darin, dass z. B. bei einer Nierensteinzertrümmerung meist auch ein wenig Nierengewebe geschädigt wird, so dass der Urin vorübergehend Blut enthalten kann. Das geschädigte Nierengewebe bildet sich in der Regel innerhalb einiger Wochen zurück. Weitere Risiken liegen darin, dass der Abgang der Steinfragmente vorübergehend schmerzhafte Koliken auslöst oder dass ein Harnstau verursacht wird, der einer Drainage-Behandlung bedarf. Nierenkoliken treten bei ca. 30 % der erfolgreich behandelten Patienten auf.

Vorbereitung und Ablauf einer Sitzung

Vor der Behandlung steht die genaue Bestandsaufnahme. Der Urologe klärt, wo der Stein liegt, wie groß er ist und ob der Harnabfluss bereits behindert wird. Dazu dienen Ultraschall und Röntgen, bei unklarer Lage auch eine Computertomographie ohne Kontrastmittel, mit der sich Steine besonders zuverlässig darstellen lassen. Die Bildgebung liefert zugleich einen Hinweis auf die Dichte des Steins, was für die Einschätzung wichtig ist, ob er sich durch Stoßwellen überhaupt zertrümmern lässt: Sehr dichte Steine, etwa aus Zystin oder aus bestimmten Kalziumverbindungen, gelten als schwer zu zerkleinern.

Untersucht werden außerdem Urin und Blut. Eine Harnwegsinfektion muss vor dem Eingriff erkannt und behandelt werden, weil beim Zertrümmern Keime aus dem Stein in die Blutbahn gelangen können. Die Gerinnungswerte werden bestimmt, und gerinnungshemmende Medikamente werden vorher besprochen; ob sie pausiert werden können, entscheidet der Arzt in Abwägung mit dem Grund, aus dem sie eingenommen werden. Trägt der Patient einen Herzschrittmacher oder einen implantierten Defibrillator, wird die Behandlung mit den betreuenden Kardiologen abgestimmt.

Für die Behandlung selbst liegt der Patient auf einem beweglichen Tisch. Der Stoßwellengenerator wird über ein wassergefülltes Kissen an die Haut angekoppelt; ein Gel sorgt dafür, dass keine Luftbläschen zwischen Kissen und Haut bleiben, denn schon kleine Lufteinschlüsse schwächen die Stoßwelle deutlich ab. Anschließend wird der Stein in den Fokus gebracht und die Position während der Behandlung wiederholt kontrolliert, weil sich Niere und Stein mit der Atmung bewegen.

Die einzelnen Stoßwellen werden meist als Klopfen oder Stechen an der Haut empfunden; die Belastung nimmt mit der eingestellten Energie zu, die zu Beginn niedrig gewählt und dann gesteigert wird. Üblich sind daher eine Schmerztherapie mit Medikamenten und je nach Empfinden eine leichte Sedierung; bei Kindern und in besonderen Situationen wird auch in Vollnarkose behandelt. Der Kreislauf wird überwacht.

Nach der Behandlung

Die Zertrümmerung ist mit dem Ende der Sitzung nicht abgeschlossen: Der eigentliche Steinabgang findet in den folgenden Tagen bis Wochen statt. In dieser Zeit kann der Urin vorübergehend rötlich verfärbt sein, und der Durchtritt der Bruchstücke durch den Harnleiter kann sich als krampfartiger Schmerz in Flanke, Rücken oder Unterbauch bemerkbar machen. Für diesen Fall wird in der Regel eine Schmerzbehandlung mitgegeben; dazu gehören Wirkstoffe, die neben der Schmerzlinderung auch die Muskulatur des Harnleiters entspannen.

Häufig wird der Urin durch ein Sieb gegeben, um Fragmente aufzufangen. Diese werden im Labor untersucht, denn die Zusammensetzung des Steins bestimmt, welche vorbeugenden Maßnahmen sinnvoll sind. Eine Nachkontrolle mit Ultraschall oder Röntgen zeigt, ob die Bruchstücke abgegangen sind oder ob Restfragmente verblieben sind, die später erneut wachsen können.

Bestimmte Beschwerden nach einer ESWL erfordern eine rasche ärztliche Abklärung: Fieber und Schüttelfrost, anhaltende starke Schmerzen, die auf die mitgegebenen Medikamente nicht ansprechen, eine deutlich verringerte oder ausbleibende Urinmenge sowie Übelkeit mit Erbrechen. Fieber in Verbindung mit einem gestauten Harnabfluss ist besonders ernst zu nehmen, weil sich daraus eine Urosepsis entwickeln kann; in einem solchen Fall wird der Harnabfluss unverzüglich wiederhergestellt, etwa durch eine innere Harnleiterschiene oder eine von außen durch die Haut eingelegte Nierenfistel.

Wenn die Fragmente nicht abgehen

Nicht jede Behandlung führt dazu, dass sich der Stein vollständig auflöst und die Bruchstücke den Körper verlassen. Bleiben Fragmente im Harnleiter liegen und reihen sie sich dort auf, spricht der Urologe von einer Steinstraße. Sie kann den Abfluss behindern und muss dann behandelt werden – je nach Lage abwartend unter Schmerzbehandlung, durch das Einlegen einer Harnleiterschiene oder durch einen endoskopischen Eingriff über die Harnwege.

Um solchen Verläufen vorzubeugen, wird bei größeren Steinen mitunter schon vor der Zertrümmerung eine Harnleiterschiene eingelegt. Sie hält den Harnleiter offen, verhindert aber nicht, dass Fragmente stecken bleiben, und verursacht ihrerseits häufig Missempfindungen wie Harndrang oder Flankenschmerz beim Wasserlassen. Bleiben nach einer Sitzung größere Restanteile zurück, kann nach einem Abstand von einigen Tagen erneut behandelt werden; bringt auch das nicht den gewünschten Erfolg, wird auf ein anderes Verfahren gewechselt.

Was den Erfolg beeinflusst

Ob eine Zertrümmerung gelingt, hängt nicht allein vom Gerät ab. Eine Rolle spielt zunächst die Härte des Steins, die sich aus seiner Zusammensetzung ergibt und sich in der Computertomographie abschätzen lässt. Ebenso wichtig ist die Lage: Bruchstücke aus einer nach unten gerichteten Nierenkelchgruppe finden schwerer den Weg in das Nierenbecken und bleiben häufiger liegen als Fragmente aus günstiger gelegenen Abschnitten. Auch die Entfernung zwischen Haut und Stein zählt, denn die Stoßwelle verliert auf dem Weg durch das Gewebe an Energie; bei ausgeprägtem Übergewicht kann der Stein außerhalb des wirksamen Bereichs liegen. Schließlich erschweren Veränderungen der Anatomie sowie Verengungen unterhalb des Steins den Abgang der Bruchstücke. Aus diesen Gründen wird vor der Behandlung geprüft, ob im Einzelfall ein anderes Verfahren die bessere Aussicht bietet.

Abgrenzung zu anderen Verfahren der Steinbehandlung

Die ESWL ist eine von mehreren Möglichkeiten, und die Wahl richtet sich nach Größe, Lage, Zusammensetzung und Beschwerdebild. Kleine Steine im Harnleiter gehen häufig von selbst ab; hier wird zunächst abgewartet, mit Schmerzbehandlung begleitet und der Verlauf kontrolliert. Medikamente, die den Harnleiter erweitern, werden dabei eingesetzt, ihr Nutzen wird in der Fachliteratur unterschiedlich beurteilt.

Als endoskopisches Verfahren steht die Harnleiterspiegelung zur Verfügung. Dabei wird ein dünnes Instrument über die Harnröhre und die Harnblase bis zum Stein vorgeschoben; der Stein wird unter Sicht mit einem Laser oder einer Sonde zerkleinert und die Bruchstücke werden geborgen. Der Vorteil liegt darin, dass das Ergebnis unmittelbar sichtbar ist; dafür handelt es sich um einen Eingriff über die Harnwege mit den entsprechenden Risiken. Bei sehr großen Nierensteinen und bei Ausgusssteinen, die das Nierenbecken ausfüllen, kommt die perkutane Steinentfernung infrage: Über einen Zugang durch die Haut wird ein Arbeitskanal in das Nierenbecken gelegt und der Stein von dort zerkleinert und abgesaugt.

Reine Harnsäuresteine nehmen eine Sonderstellung ein: Sie lassen sich durch eine gezielte Anhebung des Harn-pH-Werts auflösen, sodass eine Zertrümmerung entbehrlich werden kann. Für Steine anderer Zusammensetzung gilt das nicht. Bei Gallensteinen wird die ESWL heute nur noch in Ausnahmefällen eingesetzt; Standard ist die operative Entfernung der Gallenblase, weil bei erhaltener Gallenblase mit einer erneuten Steinbildung zu rechnen ist. Bei Speichelsteinen steht neben der Stoßwellenbehandlung die Speicheldrüsenendoskopie zur Verfügung, mit der Steine unter Sicht geborgen werden können.

Vorbeugung erneuter Steine

Wer einmal einen Harnstein hatte, hat ein erhöhtes Risiko, erneut einen zu bilden. Die Zertrümmerung beseitigt den Stein, nicht seine Ursache – deshalb schließt sich an die Behandlung in der Regel eine Beratung zur Vorbeugung an, die Fachleute als Metaphylaxe bezeichnen.

Grundlage ist die Steinanalyse. Bei Kalziumoxalatsteinen, der häufigsten Form, stehen eine ausreichende Trinkmenge über den Tag verteilt und Ernährungsfragen im Vordergrund, unter anderem der Umgang mit stark oxalathaltigen Lebensmitteln und mit Kochsalz; eine pauschale Einschränkung von Kalzium in der Nahrung gilt dagegen als nicht sinnvoll. Bei Harnsäuresteinen spielen Harnsäurespiegel, Übergewicht und die Zusammensetzung der Ernährung eine Rolle, bei Infektsteinen die Behandlung wiederkehrender Harnwegsinfektionen. Bei wiederholter Steinbildung, bei Kindern und bei seltenen Steinarten schließt sich eine weitergehende Abklärung von Stoffwechsel und Urinzusammensetzung an, aus der sich gegebenenfalls eine medikamentöse Vorbeugung ergibt. Welche Maßnahmen im Einzelfall infrage kommen, legt der behandelnde Arzt fest.

Stoßwellen außerhalb der Steinbehandlung

Die im Artikel genannte Anwendung an Sehnen und Knochen hat sich zu einem eigenen Feld entwickelt, das als extrakorporale Stoßwellentherapie bezeichnet wird. Die dabei verwendeten Geräte unterscheiden sich von den Lithotriptoren; neben fokussierten kommen radiale Druckwellen zum Einsatz, die ihre Energie oberflächennah abgeben und physikalisch keine echten Stoßwellen sind.

Angewendet wird das Verfahren unter anderem bei der Kalkschulter, beim Fersenschmerz durch eine Reizung der Fußsohlensehnenplatte, bei Reizzuständen am Ellenbogen und bei ausbleibender Knochenheilung nach einem Bruch. Der Erklärungsansatz lautet, dass die eingebrachte Energie Reparaturvorgänge im Gewebe anstoßen soll. Wie belastbar der Nutzen ist, wird je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich beurteilt: Für einige Indikationen liegen positive Untersuchungen vor, für andere ist die Datenlage begrenzt. Das schlägt sich in der Kostenübernahme nieder – die Stoßwellentherapie am Bewegungsapparat ist nicht durchgängig Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung und wird häufig als Selbstzahlerleistung angeboten, während die Zertrümmerung von Harnsteinen als etabliertes Verfahren der Regelversorgung zugerechnet wird.

Quellen

  • Michel, M. S., Thüroff, J. W., Janetschek, G., Wirth, M. (Hrsg.): Die Urologie.
    ISBN: 9783662633991
  • Hautmann, R., Gschwend, J. E. (Hrsg.): Urologie.
    ISBN: 9783642343193
  • Henne-Bruns, D. (Hrsg.): Chirurgie.
    ISBN: 9783132431874
  • Herold, G.: Innere Medizin 2026.
    ISBN: 9783982116655
  • Siewert, J. R., Stein, H. J. (Hrsg.): Chirurgie.
    ISBN: 9783642113314

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