Läusebefall (Pedikulose)

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 20. August 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Ein Läusebefall bzw. Pedikulose tritt recht häufig in Deutschland auf. Vor allem Kinder im Kindergarten haben gehäuft Läuse auf dem Kopf und in den Haaren.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Läusebefall (Pedikulose)?

Laeusebefall
Der Läusebefall äußert sich zumeist erst einige Tage, nachdem die Läuse den Menschen befallen haben, mit Symptomen. Es kommt zu Juckreiz, der vor allem in der Nacht besonders stark wird.
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Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten, von Läusen befallen zu werden. So plagen den Menschen die Schamlaus bzw. die Filzlaus, die bereits erwähnte Kopflaus und die Körperlaus bzw. Kleiderlaus.

Diese drei Arten unterscheiden sich in Lebensraum und Übertragungsweg. Die Kopflaus lebt im Kopfhaar und wird fast ausschließlich bei direktem Kopf-zu-Kopf-Kontakt weitergegeben. Die Filzlaus hält sich in den Schamhaaren, seltener in Achsel-, Bart- oder Wimpernhaaren auf und wird meist beim Geschlechtsverkehr übertragen. Die Kleiderlaus lebt dagegen in den Nähten der Kleidung und tritt vor allem dort auf, wo Wäsche über lange Zeit nicht gewechselt werden kann, etwa bei Obdachlosigkeit, in Notunterkünften oder in Kriegs- und Katastrophengebieten. Krankheitserreger überträgt von den drei Arten allein die Kleiderlaus.

Bei dem Läusebefall handelt es sich um keine direkte Erkrankung, sondern um durch Insekten ausgelösten Juckreiz, Rötungen oder sogar kleine Wunden.

In aller Regel ist das nicht gesundheitsbedrohlich, kann aber je nach Vorerkrankungen oder Besonderheiten dennoch einige Risiken nach sich ziehen. Trotz immer besserer Schutzvorkehrungen ist der Läusebefall nach wie vor zu beobachten.

Ursachen

Während des Läusebefalls wird der menschliche Körper von Kopf- oder Filzläusen heimgesucht. In einer anderen Form setzen sich Kleiderläuse in der Kleidung fest und treten von dort auf die menschliche Haut über.

Der Läusebefall ist somit zwar ungefährlich, aber auch unangenehm. Erst wenn der Läusebefall über aufgekratzte Wunden zu Eiterstellen oder Blutungen führt, kann er ernsthafte gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. Dies wird umso schlimmer, da Kleiderläuse als Krankheitsüberträger gelten und bestehende Leiden durch den Läusebefall somit noch verstärkt werden können.

Dennoch handelt es sich hierbei grundsätzlich um Symptome auf der Haut, die meist im Kindesalter auftreten. Durch gute Vorkehrungen lässt sich der Läusebefall oft vermeiden.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Der Läusebefall äußert sich zumeist erst einige Tage, nachdem die Läuse den Menschen befallen haben, mit Symptomen. Es kommt zu Juckreiz, der vor allem in der Nacht besonders stark wird. Der Juckreiz kommt durch die Saug- und Ausscheidungsaktivitäten der Läuse zustande.

Zudem lassen sich häufig Rötungen, Quaddeln und Ausschläge ausmachen. Diese können auf dem Kopf auftreten und ziehen sich mitunter bis in den Nacken oder bis hinter die Ohren. Sie sind vor allem dort auftretend, wo die Haut gut durchblutet und dünn ist. Dies schließt auch die Schläfen mit ein. Insgesamt kommen die Quaddeln und Rötungen bei befallenen Kindern häufiger vor als bei Erwachsenen.

Das Kratzen führt mitunter zu Ekzemen. Diese Hautschädigungen können langanhaltend sein. Gelegentlich kommt es zu Blutungen aufgrund des Kratzens. Auf der Kopfhaut kommt es meist zu vermehrter Schuppenbildung infolge der Abwehrreaktionen gegen die Läuse.

Die Läuse selbst zeigen sich zumeist durch die Ablage von Eiern zwischen den Haaren. Diese sind als Nissen häufig schon mit dem bloßen Auge erkennbar. Auch die Kopfläuse selbst lassen sich gut erkennen.

Im Gegensatz zur weit verbreiteten Sorge können Kopfläuse keine Krankheiten übertragen und daher auch keine anderen Symptome auslösen. Einzig die Kleiderlaus kann zu den Symptomen des Fleckfiebers führen.

Diagnose & Verlauf

In der Regel wird der Läusebefall dort registriert, wo viele Menschen über längere Zeit eng zusammen sind, also in Kindergärten, Schulen, Horten oder Gemeinschaftsunterkünften. Denn die Insekten leben ausschließlich auf dem Menschen und krabbeln fast immer bei direktem Kopf-zu-Kopf-Kontakt von einem Kopf auf den anderen. Gerade spielende Kinder, die beim Toben und Kuscheln die Köpfe zusammenstecken, sind daher in der Vielzahl vom Läusebefall betroffen. Springen oder fliegen können Läuse nicht.

Doch auch Erwachsenen macht der Läusebefall mitunter zu schaffen. Gerade deshalb, weil sich die kleinen Tiere von Mensch zu Mensch übertragen lassen. Haustiere spielen dabei keine Rolle: Hunde und Katzen können zwar eigene Läusearten tragen, diese sind aber an ihren jeweiligen Wirt gebunden und gehen nicht auf den Menschen über.

Festgestellt wird ein Kopflausbefall am zuverlässigsten durch nasses Auskämmen: Das Haar wird mit reichlich Pflegespülung durchtränkt und dann Strähne für Strähne mit einem engzinkigen Nissenkamm ausgekämmt, der nach jedem Zug an einem hellen Tuch abgestreift wird. Der bloße Blick auf die Kopfhaut übersieht einen leichten Befall dagegen häufig. Beweisend sind lebende Läuse; leere, weißliche Eihüllen weiter als einen Zentimeter von der Kopfhaut entfernt stammen oft von einem längst behandelten Befall.

Der Läusebefall äußert sich meist durch ein unangenehmes Jucken auf der Kopfhaut. Ebenso können andere Regionen des Körpers vom Läusebefall betroffen sein. Auch hier wären Rötungen, mitunter kleine Schwellungen und der starke Drang des Kratzens zu verzeichnen. Die Symptome lassen sich in der Regel erst einige Tage bis Wochen nach dem Läusebefall registrieren, weil der Körper sich zunächst gegen den Speichel der Läuse sensibilisieren muss; ein Befall bleibt daher anfangs oft unbemerkt.

Sofern die Insekten nicht über aufgekratzte Wunden Bakterien in die Haut eintragen, ist der Läusebefall mit keinen gesundheitlichen Risiken verbunden. Werden jedoch tatsächlich Krankheitserreger durch Kleiderläuse in den Körper des Menschen übertragen, kann der Läusebefall sogar tödlich enden. Ein solcher Verlauf wird beim Läusebefall mittlerweile aber in verschwindend geringen Zahlen registriert.

Komplikationen

Ein Läusebefall kann, vor allem wenn er unerkannt bleibt, verschiedene Komplikationen hervorrufen. Ganz unmittelbar verursacht ein Läusebefall Schlafstörungen und Schamgefühle, die oft mit einer sozialen Stigmatisierung verbunden sind. Die psychische Belastung durch einen chronischen Läusebefall kann gerade bei Kindern und Jugendlichen zur Entstehung von Ängsten und depressiven Gedanken führen.

Darüber hinaus können Kleiderläuse diverse Krankheitserreger übertragen und verschiedene bakterielle Infektionskrankheiten hervorrufen. Dazu gehören zum Beispiel Fleckfieber, Fünftagefieber und das Läuse-Rückfallfieber. In Mitteleuropa sind diese Erkrankungen heute allerdings ausgesprochen selten geworden. Ein chronischer Läusebefall kann außerdem Hautschädigungen, Allergien und akute Ekzeme wie das Läuseekzem hervorrufen. Es kann zu bakteriellen Superinfektionen und in der Folge zur Lymphknotenschwellung oder Impetiginisation mit schmerzhaftem Juckreiz und der Bildung von Abszessen kommen.

Kopfläuse können zu einer Verfilzung der Haare (Weichselzopf) führen, ein chronischer Kleiderlausbefall auf Dauer zur Entstehung einer Vagantenhaut. Bei einem chronischen Befall kann es dadurch zu Haarausfall und zu Entzündungen der Kopfhaut kommen, die meist mit weiteren Komplikationen einhergehen. Bei der medizinischen Behandlung von Läusen können Nebenwirkungen und Allergien auftreten. So führen die verordneten Arzneimittel gelegentlich zu Hautreizungen, Kopfschmerzen oder Atembeschwerden. Selten kann es auch zu Benommenheit und Entzündungen der Atemwege kommen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Bei Anzeichen eines Läusebefalls sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Eltern, die bei ihrem Kind einen Juckreiz, Kratzer auf der Kopfhaut oder andere Hinweise auf Läuse bemerken, sprechen am besten direkt mit einem Mediziner. Wenn die Schule oder der Kindergarten des Kindes eine „Läusewarnung“ herausgibt, sollte das Kind ebenfalls gleich untersucht werden. Bei Anzeichen eines Befalls wird am besten der Kinderarzt konsultiert.

Kinder unter drei Jahren sollten bei Verdacht auf Läuse in jedem Fall zu einem Arzt gebracht werden. Sollten sich auf der Kopfhaut viele Läuse zeigen oder Entzündungen auftreten, wird bestenfalls sofort der Arzt eingeschaltet. Ein leichter Befall kann oftmals selbst festgestellt und behandelt werden – ein Arztbesuch ist dann nicht zwingend notwendig. Wenn die eigenständige Behandlung des Läusebefalls erfolglos ist, sollte das Kind jedoch zum Kinderarzt gebracht werden. Einige Tage nach Beginn der Behandlung muss der Erkrankte noch einmal untersucht werden, um sicherzustellen, dass der Läusebefall vollständig zurückgegangen ist. Auch in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei einem Befall der Wimpern gehört die Behandlung in ärztliche Hand, weil dann nicht jedes Mittel angewendet werden darf.

Unabhängig vom Arztbesuch besteht nach dem Infektionsschutzgesetz eine Mitteilungspflicht: Wer selbst oder dessen Kind von Kopfläusen befallen ist, muss die betroffene Gemeinschaftseinrichtung – also Kindergarten, Schule oder Hort – unverzüglich informieren. Die Einrichtung meldet den Befall ihrerseits dem Gesundheitsamt. Kinder dürfen die Einrichtung in der Regel wieder besuchen, sobald die erste Behandlung mit einem wirksamen Mittel sachgerecht durchgeführt wurde; ein ärztliches Attest ist dafür üblicherweise nicht erforderlich.

Behandlung & Therapie

In den vorangegangenen Generationen wusste man sich gegen den Läusebefall meist nicht anders zu helfen, als das Kopfhaar des Betroffenen rigoros abzuscheren. Damit sollte die warme Heimat der Insekten genommen werden.

Gegenwärtig ist aber bekannt, dass sich der Läusebefall ebenso auf die Haut erstrecken kann, das reine Kürzen der Behaarung also nicht immer sinnvoll ist. Durch verbesserte Methoden gelingt es aktuell zudem, über Haarshampoos, Salben, Lotionen oder Sprays den Läusebefall zu senken. Das tötet einerseits die Tiere, lindert andererseits aber die Leiden.

Als Mittel der ersten Wahl gelten heute Präparate mit Dimeticon. Dieses Silikonöl wirkt rein physikalisch: Es kriecht in die Atemöffnungen der Läuse und erstickt sie. Weil kein Nervengift beteiligt ist, können die Tiere gegen diesen Wirkmechanismus keine Widerstandsfähigkeit entwickeln. Daneben stehen insektizide Wirkstoffe wie Permethrin, Allethrin oder Pyrethrumextrakt zur Verfügung; gegen diese sind allerdings zunehmend unempfindliche Läusestämme beschrieben, sodass eine Behandlung gelegentlich versagt.

Entscheidend ist bei jedem Mittel die Wiederholung der Behandlung nach acht bis zehn Tagen. Kein zugelassenes Präparat tötet sämtliche Eier sicher ab, und die nachgeschlüpften Larven würden sonst einen neuen Befall in Gang setzen. Eine einmalige Anwendung ist die häufigste Ursache dafür, dass Läuse trotz Behandlung wiederkehren. Ergänzend sollte das Haar über zwei Wochen hinweg alle drei bis vier Tage nass und mit reichlich Pflegespülung mit einem Nissenkamm ausgekämmt werden.

Von Hausmitteln wie einer Essig-Wasser-Lösung ist dagegen abzuraten: Die Läuse lassen sich damit nicht zuverlässig abtöten, die Säure schädigt allenfalls die ohnehin gereizte Kopfhaut. Erst bei Symptomen, die mehrere Tage anhalten, sollte der Läusebefall einem Arzt vorgestellt werden.

Schneller ist zu verfahren, wenn Fieber, Gliederschmerzen, Magen- und Darmerkrankungen sowie Schwächephasen direkt mit dem Läusebefall einhergehen. Da das aber in der Regel nicht vorkommt, ist eine Therapie über wenige Tage mit den genannten Arzneimitteln nützlich, um den Läusebefall zu bekämpfen.


Aussicht & Prognose

Der Befall von Läusen ist heutzutage gut zu behandeln. Daher ist die Prognose bei dieser Erkrankung günstig. Häufig genügen bereits Maßnahmen der Selbsthilfe, um eine Beschwerdefreiheit zu erreichen. Neben dem Waschen der genutzten Textilien können spezielle Shampoos verwendet werden, die bei der Bewältigung des Läusebefalls helfen.

Für eine möglichst schnelle Beseitigung der Läuse sollte unverzüglich bei Bekanntwerden des Befalls gehandelt werden. Es ist darauf zu achten, dass keine weitere Ausbreitung und Vermehrung der Läuse erfolgen kann. Alle Menschen, mit denen der Betroffene in einem körperlichen Kontakt stand, sollten ebenfalls auf dem Befall von Läusen überprüft werden. Häufig müssen daher die Angehörigen des gemeinsamen Haushalts die gleichen Maßnahmen für die Beseitigung des Läusebefalls ergreifen, damit kein Wiederbefall entsteht.

Besonders wichtig ist es, die getragene Kleidung, die Schlafutensilien, Kopfkissen oder Plüschtiere zu waschen, damit sich die Läuse nicht weiter vermehren können. Der körperliche Kontakt zu anderen Personen sollte in der Zeit der Behandlung auf ein Mindestmaß reduziert werden. Ebenso ist der Aufbau von körperlicher Nähe zu anderen Menschen, die von Läusen befallen wurden, zu unterlassen. Die aufgetretenen Veränderungen des Hautbildes verschwinden meist ohne weitere Komplikationen, nachdem der Läusebefall beendet ist.

Vorbeugung

Gegen den Läusebefall lässt sich vorbeugen, indem enger Kopf-zu-Kopf-Kontakt mit Befallenen gemieden wird, solange diese noch nicht behandelt sind. Kämme, Bürsten, Haarbänder, Mützen und Schals sollten in dieser Zeit nicht getauscht und lange Haare zusammengebunden getragen werden. Gegen Kleiderläuse hilft ein regelmäßiger Wechsel und heißes Waschen der Kleidung, gegen Filzläuse der Verzicht auf engen Körperkontakt, bis alle Beteiligten behandelt sind.

Mit mangelnder Hygiene hat ein Kopflausbefall dagegen nichts zu tun. Die Tiere ernähren sich von Blut und nicht von Schmutz; sie besiedeln frisch gewaschenes Haar sogar etwas leichter als ungepflegtes. Häufiges Haarewaschen schützt daher nicht vor Läusen, und wer Läuse bekommt, hat sich nichts vorzuwerfen. Ein Befall ist kein Grund, sich zu schämen oder ihn zu verschweigen – im Gegenteil: Nur wenn er offen angesprochen wird, lässt sich verhindern, dass die Läuse in der Gruppe immer wieder die Runde machen.

Nachsorge

Inwiefern eine Nachsorge notwendig ist, hängt stark davon ab, wann der Befall entdeckt wurde. Je nach Umfang ergeben sich entsprechende Maßnahmen, die den Betroffenen ein hohes Maß an Disziplin abverlangen. Die Bettwäsche ist zu wechseln, es empfiehlt sich auch, die Bettdecken ebenso wie die Nachtbekleidung bei heißen Temperaturen zu waschen, um sicher zu gehen, dass die Läuse dabei abgetötet werden.

Haustiere müssen dagegen weder behandelt noch vom Schlafbereich ferngehalten werden, da Menschenläuse auf ihnen nicht überleben. Darüber hinaus existiert eine Reihe an Medikamenten, die allerdings nur kurzzeitig wirken. Zur Vermeidung von Beschwerden sollten Betroffene diese akut anwenden. In der Regel bedarf der Läusebefall keiner aufwendigen Nachsorge, sofern die ursprüngliche Quelle gemieden wird und auf einen Austausch von Haarkämmen oder Bürsten verzichtet wird.

Ein Großputz der Wohnung ist nicht erforderlich. Das Auskochen von Textilien, das Desinfizieren von Räumen oder Insektensprays für Möbel, Teppiche und Polster bringen gegen Kopfläuse nichts, weil die Tiere fern vom Kopf schon nach wenigen Stunden bis Tagen verhungern. Es genügt, Bettwäsche, Handtücher und die zuletzt getragene Kleidung bei mindestens 60 Grad zu waschen sowie Kämme und Bürsten in heißer Seifenlauge zu reinigen; Kuscheltiere und Ähnliches können stattdessen für drei Tage in einen verschlossenen Plastiksack gepackt werden.

Das können Sie selbst tun

Im Falle eines Läusebefalls gibt es ein paar wenige Maßnahmen, die Betroffene selbst treffen können. Sie sind allerdings ergänzend zu einer Therapie, die das mechanische und chemische Bekämpfen der Läuse forciert, zu verstehen.

Für Filzläuse und Kopfläuse gilt dabei, dass Erwachsene das Auskämmen mit einem Läusekamm öfter durchführen können als ärztlich empfohlen. Es ist denkbar, im Gegenzug auf chemische Mittel zu verzichten. Dabei muss allerdings mindestens zweimal wöchentlich sehr gründlich durchgekämmt werden und das über vier Wochen. Dann, wenn über zwei Wochen keine Läuse mehr gefunden werden, gilt diese Maßnahme als erfolgreich. Im Falle von Filzläusen erleichtert zudem eine Rasur der betroffenen Gebiete die Bekämpfung ungemein. Da Kinder die Prozedur der Läusebekämpfung oftmals nicht leicht nehmen, ist es ratsam, wenn Eltern sie während der langwierigen Prozedur ablenken. Möglichkeiten bieten hier Geschichten, CDs usw. Das Kind sollte zudem über den Läusebefall und die Bekämpfung aufgeklärt werden.

Verschiedenen Ölen (z.B. Kokosöl und Lavendelöl) wird eine bekämpfende Wirkung nachgesagt. Diese ist aber nicht bewiesen, weshalb hier Vorsicht angebracht ist. Essigwasser wirkt hingegen nicht, sondern schädigt allenfalls die bereits angegriffene Kopfhaut. Kleiderläuse lassen sich am besten bekämpfen, indem die betroffene Kleidung und Handtücher ausgekocht, eingefroren oder für mehrere Wochen luftdicht verpackt werden. Auf Medikamente und chemische Mittel kann verzichtet werden.

↳ Weitere Informationen: 5 Methoden, um Kopfläuse richtig zu behandeln

Quellen

  • Plewig, G., Ruzicka, T., Kaufmann, R., Hertl, M. (Hrsg.): Braun-Falco's Dermatologie, Venerologie und Allergologie.
    ISBN: 9783662495445
  • Moll, I. (Hrsg.): Duale Reihe Dermatologie.
    ISBN: 9783132446069
  • Sterry, W., Burgdorf, W., Worm, M. (Hrsg.): Checkliste Dermatologie.
    ISBN: 9783131755476
  • Abeck, D.: Häufige Hautkrankheiten in der Allgemeinmedizin.
    ISBN: 9783662725535
  • Lucius, R., Loos-Frank, B., Lane, R.P.: Biologie von Parasiten.
    ISBN: 9783662548615

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