Madelung-Syndrom

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 20. August 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Das Madelung-Syndrom beschreibt die benigne Störung in der Fettverteilung sinngemäß einer symmetrischen Lipomatose. Sie führt zu einer starken bilateralen Zunahme des Fettgewebes im Nacken- und Kinnbereich sowie im Bereich der proximalen Anteile der oberen Extremitäten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das Madelung-Syndrom?

Madelung Syndrom
Einige Betroffene weisen ein vermehrtes Auftreten innerhalb ihrer Familie auf. Somit kann davon ausgegangen werden, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen.
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Das Krankheitsbild des Madelung-Syndroms äußert sich in einer an unterschiedlichen Stellen des Körpers verteilten nicht natürlichen Vermehrung des Fettgewebes. Die Erkrankung wird auch als Lipomatose bezeichnet. Darunter sind mehrere Krankheitsbilder zu verstehen, welche nicht immer gänzlich zu unterscheiden sind. Gebräuchlich sind für das Madelung-Syndrom außerdem die Bezeichnungen benigne symmetrische Lipomatose, Madelung-Fetthals und Launois-Bensaude-Syndrom. Nicht zu verwechseln ist es mit der Madelung-Deformität, einer Fehlstellung des Handgelenks, die lediglich denselben Namensgeber hat.

Bei allen zeigen sich allerdings die typischen Geschwulste. Das Madelung-Syndrom ist eine Erkrankung des Stoffwechsels, welche noch nicht hinlänglich erforscht wurde. Die Fettgeschwulste können an verschiedenen Stellen des Körpers auftreten wie beispielsweise am Nacken, Kopf, den oberen und unteren Extremitäten sowie am Rücken und am Bauch.

Das Madelung-Syndrom stellt keine bösartige Krankheit dar. Das wuchernde Fettgewebe gilt zwar als pathologisch, es ist jedoch gutartig. Dieser Vorgang wird auch als Fettgewebshyperplasie bezeichnet und stellt hauptsächlich ein kosmetisches Problem dar. Beim Madelung-Syndrom sind meist der Kopf- und Nackenbereich betroffen. Gefährlich wird die Fettgewebsvermehrung dann, wenn sie am Hals so ausgedehnt ist, dass sie Luftröhre und Speiseröhre einengt.

Ursachen

Die Ursachen des Madelung-Syndroms sind bis zum heutigen Tage noch nicht hinreichend erforscht. Einige Betroffene weisen ein vermehrtes Auftreten innerhalb ihrer Familie auf. Somit kann davon ausgegangen werden, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen.

Weiterhin kommt es häufig zu Erkrankungen des Stoffwechsels, von denen angenommen wird, dass sie in Verbindung mit dem Madelung-Syndrom stehen. Weitere Faktoren wie beispielsweise ein Diabetes mellitus, eine Schilddrüsenunterfunktion und weitere Erkrankungen des Fettstoffwechsels treten gehäuft gemeinsam mit dem Madelung-Syndrom auf. Der wichtigste bekannte Risikofaktor ist jedoch ein langjähriger, hoher Alkoholkonsum: Die große Mehrzahl der Betroffenen hat über Jahre reichlich Alkohol getrunken, häufig besteht zugleich eine Alkoholabhängigkeit oder eine dadurch geschädigte Leber. Betroffen sind vor allem Männer im mittleren Lebensalter, Frauen erkranken deutlich seltener.

Auf Zellebene kommt es nicht mehr zu einer Reaktion der vermehrungsfähigen Fettzellen auf die Signale des Körpers. Hormone werden geblockt und verlieren ihre Wirkung. Weiterhin kann eine HIV-Behandlung ursächlich sein, bei der infolge der Medikation als Nebenwirkung eine Lipomatose auftritt.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Das Madelung-Syndrom äußert sich zunächst in einer deutlichen Vermehrung des Fettgewebes an unterschiedlichen Körperstellen. Meist erscheinen diese am Kopf und am Hals, im Schulterbereich und an den oberen und unteren Extremitäten. Die Wucherungen können nur schwer voneinander abgegrenzt werden. Oftmals werden sie zu Krankheitsbeginn als Gewichtszunahme fehlinterpretiert.

Die Erkrankung schreitet jedoch schnell voran, und die Gewebewucherungen sind deutlich zu erkennen. Das Madelung-Syndrom zeigt sich an den betroffenen Stellen oftmals in symmetrischer Weise. Werden die Geschwulste abgetastet, so fühlen sie sich sehr hart an. In den meisten Fällen treten auch weitere körperliche Einschränkungen auf.

Der für die Erkrankung typische Fetthals kann sehr stark hervortreten, so dass Luft- und Speiseröhre komprimiert werden. Dadurch treten Schluck- und Atembeschwerden auf. Nimmt die Luftnot rasch zu, tritt ein pfeifendes Atemgeräusch auf oder färben sich Lippen und Fingernägel bläulich, handelt es sich um einen Notfall, bei dem umgehend der Notruf 112 zu wählen ist. Auch kommt es zu psychosozialen Auffälligkeiten. Die Betroffenen leiden sehr unter den kosmetischen Problemen, die durch das Madelung-Syndrom hervorgerufen werden.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Erkrankung ist sehr selten, daher erfolgt die Diagnose meist durch Fachärzte. Als wichtigstes Symptom werden die rasant wachsenden Gewebewucherungen herangezogen, die meist auffällig verteilt sind. Von großer Bedeutung bei der Diagnosestellung durch einen Spezialisten ist die Entnahme von Gewebe, welches dann labortechnisch untersucht wird. Die endgültige Diagnose des Madelung-Syndroms stellt der Histologe. In der heutigen Praxis ergibt sich die Diagnose allerdings meist schon aus dem sehr typischen Erscheinungsbild in Verbindung mit der Vorgeschichte des Alkoholkonsums. Eine Gewebeprobe dient dann vor allem der Abgrenzung gegenüber bösartigen Geschwülsten. Unverzichtbar ist dagegen eine Bildgebung mit Ultraschall, Computertomografie oder Kernspintomografie: Nur sie zeigt, wie weit sich das Fettgewebe in die Tiefe ausdehnt und ob es Luftröhre, Speiseröhre oder die großen Halsgefäße bedrängt.

Das Madelung-Syndrom beschreibt eine chronische und progrediente Erkrankung. In den meisten Fällen kommt es zu einem immer weiter voranschreitenden Wachstum des Fettgewebes, das anfänglich schneller verläuft. Im weiteren Krankheitsverlauf verlangsamt sich der Fortschritt des Madelung-Syndroms. In seltenen Fällen konnte sogar ein Stillstand der Erkrankung nachgewiesen werden.

Dieser trat vor allem dann auf, wenn die begleitenden Risikofaktoren minimiert wurden. Durch eine konstante Behandlung ist es möglich, das Ausmaß des Madelung-Syndroms zu kontrollieren. Hierzu ist es jedoch erforderlich, dass sich die Betroffenen operativen Eingriffen unterziehen, die nicht ohne Risiken durchgeführt werden können.

Zu diesen zählen hauptsächlich Infektionen und Blutungen. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass nach einem operativen Eingriff die Vermehrung des Fettgewebes noch schneller voranschreitet.

Komplikationen

Aufgrund des Madelung-Syndroms leiden Betroffene in erster Linie an ästhetischen Beschwerden. Das Fett verteilt sich dabei im Körper nicht proportional, sodass bestimmte Bereiche und Regionen des Körpers mehr Fett als üblich anlagern, was teilweise zu unansehnlichen Deformierungen führen kann. Dabei kommt es zu einem ungewöhnlichen Aussehen, sodass sich viele Betroffene mit ihrem Körper nicht wohl fühlen und dabei an einem verringerten Selbstwertgefühl oder an Minderwertigkeitskomplexen leiden.

Die Lebensqualität des Patienten wird durch das Madelung-Syndrom deutlich eingeschränkt. Die Wucherungen und Geschwülste können sich allerdings auch sehr negativ auf die Gesundheit des Patienten auswirken, sodass es zum Beispiel zu Beschwerden bei der Atmung oder beim Schlucken kommt. Dabei kann es weiterhin zu einer Atemnot oder zu einem Bewusstseinsverlust kommen.

Schluckbeschwerden können zu Einschränkungen oder Beschwerden bei der Einnahme von Nahrung und Flüssigkeit führen, sodass es zu Mangelerscheinungen kommen kann. In der Regel ist beim Madelung-Syndrom ein operativer Eingriff oder eine Fettabsaugung notwendig, damit die Beschwerden eingeschränkt werden. In den meisten Fällen haben sportliche Betätigungen keine besondere Wirkung auf diese Beschwerden.

In einigen Fällen müssen allerdings auch Therapien gegen Asthma eingesetzt werden, damit die Betroffenen vollständig beschwerdefrei bleiben. Die Lebenserwartung des Patienten wird durch das Madelung-Syndrom in der Regel nicht verringert, solange die Fettgewebswucherungen die Atemwege nicht einengen und keine schweren Begleiterkrankungen durch den Alkoholkonsum bestehen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Bemerkt der Betroffene an seinem Körper Deformierungen oder die ungewöhnliche Bildung von Fettpölsterchen, sollte er einen Arzt aufsuchen. Bei optischen Auffälligkeiten oder einer unnatürlichen Verteilung des Fettgewebes ist ein Arztbesuch zur Abklärung der Ursache erforderlich. Passen die Kleidungsstücke nicht mehr, kommt es zu einem Druck- sowie Engegefühl in Schuhen oder alltäglichen Bekleidungen und stellt sich ein allgemeines Unwohlsein ein, wird ein Arzt benötigt.

Fettgeschwulste oder Schwellungen im Gesicht sind einem Arzt vorzustellen. Insbesondere Beschwerden im Bereich des Nackens, des Kopfes oder des Kinns sind Hinweise auf eine vorhandene Erkrankung, die behandelt werden sollte. Bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung ist die Bildung von Fettgewebe an den Extremitäten, am Rücken und am Bauch ein Warnhinweis für eine vorhandene Störung. Leidet der Betroffene nicht unter einem Übergewicht, liegt häufig eine Erkrankung des Stoffwechselsystems vor, die von einem Arzt untersucht werden muss.

Kommt es zu psychischen Problemen aufgrund der optischen Veränderungen, ist ebenfalls ein Arztbesuch anzuraten. Bei Auffälligkeiten des Verhaltens, einem Rückzug aus dem sozialen Umfeld oder einem aggressiven Auftreten ist die Inanspruchnahme eines Arztes oder Therapeuten zu empfehlen. Ein vermindertes Selbstbewusstsein, depressive Verhaltenszüge, ein diffuses Angsterleben und Zwangshandlungen sollten in Zusammenarbeit mit einem Therapeuten behandelt werden.

Behandlung & Therapie

Gegen die Krankheitsursache des Madelung-Syndroms sind bisher keine erfolgreichen Behandlungsmethoden bekannt. Somit zielt eine Therapie auf die Kontrolle der Symptome ab. Aufgrund der besonderen Beschaffenheit der Fettgewebswucherungen zeigen sich sportliche Aktivitäten und Diätprogramme eher wirkungslos. Die wichtigste nicht operative Maßnahme ist der vollständige Verzicht auf Alkohol. Er kann das Fortschreiten der Fettgewebsvermehrung aufhalten, in Einzelfällen bilden sich die Fettpolster dadurch sogar teilweise zurück; außerdem sinkt das Risiko, dass die Wucherungen nach einer Operation erneut wachsen.

Daher sind operative Eingriffe meist unumgänglich. Das Absaugen von Fett hilft nur vorübergehend, verspricht allerdings sofort sichtbare Verbesserungen an den betroffenen Körperstellen. Ist das Fettgewebe allerdings zu hart, wird ein chirurgischer Eingriff vorgenommen, bei dem das Gewebe dann mit dem Skalpell entfernt wird.

Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass diese Eingriffe meist nur für kurze Zeit Linderung verschaffen. Das Rezidivrisiko ist außerdem erhöht. In fast 100 Prozent der Fälle kommt es zu einem erneuten Wachstum der Gewebewucherungen. Eine Operation ist allerdings immer dann angezeigt, wenn die Wucherungen auch die Organe in Mitleidenschaft ziehen.

Einzelne kleine Studien deuten darauf hin, dass die Therapie mit dem Medikament Salbutamol, welches gegen Asthma eingesetzt wird, der Neubildung von wucherndem Fettgewebe entgegenwirken kann. Ein sicherer Wirksamkeitsnachweis steht bislang aus, sodass dieses Vorgehen die Operation nicht ersetzt.


Aussicht & Prognose

Die Prognose des Madelung-Syndroms ist ungünstig. Bislang konnte die Ursache der Erkrankung nicht vollständig geklärt werden. Dies erschwert für Mediziner und Wissenschaftler die Erarbeitung von geeigneten Behandlungsmethoden. Anzunehmen ist, dass es eine genetische Disposition gibt, die zu den gesundheitlichen Auffälligkeiten führt. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, werden auch die weiteren Prognoseaussichten ungünstig bleiben, da sich eine solche Veranlagung nicht beheben lässt. Vererbt ist die benigne symmetrische Lipomatose allerdings nur in seltenen Ausnahmefällen. Weitaus häufiger steht sie mit langjährigem Alkoholkonsum in Verbindung, und genau darin liegt die Chance: Wer den Alkohol vollständig weglässt, kann das Fortschreiten der Erkrankung in vielen Fällen zum Stillstand bringen.

Zur Verbesserung der gesundheitlichen Störungen gibt es bislang keine dauerhaft wirkende Therapiemethode. Ebenso sind die Maßnahmen der Selbsthilfe deutlich eingeschränkt und bringen nicht den gewünschten Effekt. Dies führt dazu, dass häufig Zustände der emotionalen Belastung ausgelöst werden. Letztlich wird dadurch das Risiko für die Entwicklung einer psychischen Störung erheblich erhöht. Darüber hinaus kann sich über die Lebenszeit eine körperliche Folgeerkrankung ausbilden. Oftmals wird eine chronische Erkrankung wie Asthma diagnostiziert. Ein chirurgischer Eingriff sieht die Entfernung von gebildetem Fett vor. Berücksichtigt werden muss dabei die Möglichkeit von Komplikationen, die durch eine derartige Operation auftreten können. Auch bei einem erfolgreichen operativen Eingriff sind bei Erkrankten des Madelung-Syndroms nur kurzfristige Verbesserungen der Gesundheit erkennbar. Bei nahezu allen bisherigen Patienten sind im weiteren Verlauf erneut Neubildungen und dadurch ein wiederholtes Wachstum der Gewebeveränderungen dokumentiert worden.

Vorbeugung

Die Ursachen für das Madelung-Syndrom sind noch nicht hinlänglich erforscht. Aus diesem Grund kann der Erkrankung nur schwer vorgebeugt werden. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, Erkrankungen des Stoffwechsels, die mit dem Madelung-Syndrom assoziiert sind, ausreichend unter Kontrolle zu halten.

Jeglicher Alkoholgenuss sollte auf ein Minimum eingeschränkt werden, da auch dieser mit der Erkrankung in Verbindung gebracht wird. Bei bereits bestehendem Madelung-Syndrom reicht eine Einschränkung nicht aus; hier ist der vollständige Verzicht die einzige Maßnahme, die den Verlauf nachweislich günstig beeinflusst. Darauf sollte besonders dann geachtet werden, wenn es in der Familie bereits Fälle des Madelung-Syndroms gegeben hat.

Nachsorge

Da eine Heilung des Madelung-Syndroms in der Regel nicht möglich ist, konzentriert sich die Nachsorge darauf, das Leiden der Betroffenen annehmbar zu gestalten. In den meisten Fällen wirken sich die Beschwerden sehr negativ auf die Lebensqualität aus, darum ist es wichtig, einen selbstbewussten Umgang mit der Erkrankung zu fördern.

Die verstärkte und kaum kontrollierbare Vermehrung von Fettgewebe an verschiedenen Stellen des Körpers bewirkt eine verminderte Ästhetik der Betroffenen, sodass viele Patienten auch an einem verringerten Selbstwertgefühl und weiterhin auch an Minderwertigkeitskomplexen leiden. Bei Kindern oder bei Jugendlichen kann es durch das Aussehen auch zu Mobbing oder zu Hänseleien kommen, sodass vor allem diese Altersgruppen an Depressionen oder an anderen psychischen Verstimmungen leiden.

Daher empfiehlt es sich, professionelle psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um das Leiden zu mindern. Mitunter kann durch das Madelung-Syndrom in einigen Fällen auch die Lebenserwartung des Betroffenen verringert sein. Auch der Kontakt zu anderen Betroffenen kann den Wissensaustausch über das Krankheitsbild fördern und zum Wohlbefinden erheblich beitragen.

Das können Sie selbst tun

Die Behandlung des Madelung-Syndroms erfolgt in der Regel rein symptomatisch. Meist sind operative Eingriffe vonnöten, nach denen vor allem Schonung und Bettruhe gelten. Nach einer Fettabsaugung muss der Verband täglich gewechselt werden. Zudem darf in den ersten beiden Tagen kein Wasser an die Wunde kommen. Körperliche Anstrengungen sollten in den ersten drei bis vier Wochen nach dem Eingriff vermieden werden.

Da es nach einer Fettabsaugung zu einem großen Flüssigkeitsverlust kommt, sollte nach dem Eingriff ausreichend Flüssigkeit aufgenommen werden. Blaue Flecken und Schwellungen lassen sich, begleitend zur medizinischen Therapie, durch eine Reihe von Hausmitteln und Präparaten aus der Naturheilkunde lindern. Ähnliche Maßnahmen gelten für chirurgische Eingriffe, bei denen das verhärtete Fettgewebe entfernt wird. Eine gute Wundpflege ist angezeigt, um Wundheilstörungen, Entzündungen und die Entstehung von Narben zu vermeiden.

Da es nach einem Eingriff immer wieder zu Gewebewucherungen kommen kann, ist eine engmaschige Kontrolle durch den Arzt erforderlich. Begleitend dazu müssen etwaige Begleitsymptome behandelt werden. Schluck- und Atembeschwerden beruhen dagegen auf dem Druck des wuchernden Fettgewebes und gehören immer in ärztliche Hand, da sie sich mit Hausmitteln nicht beheben lassen; etwaige psychosoziale Auswirkungen sind im Rahmen einer Therapie zu behandeln. Die wirksamste Selbsthilfemaßnahme bleibt der konsequente Verzicht auf Alkohol, für den bei einer Abhängigkeit professionelle Unterstützung in Anspruch genommen werden sollte.

Quellen

  • Plewig, G., Ruzicka, T., Kaufmann, R., Hertl, M. (Hrsg.): Braun-Falco's Dermatologie, Venerologie und Allergologie.
    ISBN: 9783662495445
  • Moll, I. (Hrsg.): Duale Reihe Dermatologie.
    ISBN: 9783132446069
  • Berger, A., Hierner, R., Pallua, N. (Hrsg.): Plastische Chirurgie.
    ISBN: 9783662488492
  • Herold, G.: Innere Medizin 2026.
    ISBN: 9783982116655
  • Soyka, M., Batra, A., Moggi, F., Walter, M. (Hrsg.): Suchtmedizin.
    ISBN: 9783437210747

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