Nickelallergie
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 20. August 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Eine Nickelallergie entsteht durch den Kontakt der menschlichen Haut oder Schleimhaut mit Nickel. Besonders Frauen leiden sehr häufig an dieser Kontaktallergie, die meist harmlos verläuft und innerhalb weniger Tage komplikationslos abheilt. Betroffene Patienten sollten jedoch den Kontakt zu nickelhaltigen Produkten dauerhaft meiden, um das für die Nickelallergie typische Kontaktekzem nicht hervorzurufen.
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Was ist eine Nickelallergie?
Bei der sehr häufig vorkommenden Nickelallergie handelt es sich um eine Allergie, die durch den Kontakt der Haut oder Schleimhaut mit Nickel oder nickelhaltigen Produkten entsteht. Fachlich zählt sie zu den Kontaktallergien vom Spättyp (Typ IV). Anders als etwa beim Heuschnupfen setzt die Reaktion also nicht binnen Minuten ein, sondern erst nach Stunden bis Tagen. Einmal entstanden, bleibt die Allergie ein Leben lang bestehen; eine Behandlung, die sie beseitigt, gibt es nicht - hilfreich ist allein das konsequente Meiden von Nickel.
Nickel kann beispielsweise in Schmuck, Brillen, Besteck, Waschmittel, Münzen oder Reißverschlüssen enthalten sein. Doch auch Nahrungs- und Genussmittel wie etwa Erdbeeren, Zigaretten oder Nüsse können Nickel enthalten und eine Nickelallergie hervorrufen.
Seit 2001 begrenzt eine EU-Regelung, wie viel Nickel Gegenstände mit längerem Hautkontakt abgeben dürfen; sie steht heute in Eintrag 27 des Anhangs XVII der europäischen Chemikalienverordnung REACH. Für Schmuck, der in durchstochene Ohren oder andere durchstochene Körperstellen eingeführt wird, gilt der strengste Grenzwert von 0,2 Mikrogramm je Quadratzentimeter und Woche, für sonstige hautnahe Gegenstände wie Uhren, Brillengestelle, Gürtelschnallen oder Hosenknöpfe 0,5 Mikrogramm. Seither ist die Zahl der Neusensibilisierungen in Europa deutlich zurückgegangen. Für Nahrungsmittel und für Gegenstände aus Nicht-EU-Ländern, die etwa über den Versandhandel bezogen werden, gelten diese Grenzwerte allerdings nicht.
Diese äußert sich durch eine Entzündung der Haut, ein sogenanntes Ekzem, das häufig starken Juckreiz sowie einen geröteten Hautausschlag hervorruft. Das Ekzem tritt nur an der Körperstelle auf, die mit Nickel in Kontakt gekommen ist, was typisch für eine Nickelallergie ist.
Ursachen
Entscheidend für die Entstehung ist jedoch der Kontakt selbst. Erst wenn Nickel wiederholt oder über längere Zeit auf die Haut einwirkt, prägt sich das Immunsystem auf das Metall; dieser Vorgang heißt Sensibilisierung und verläuft noch ohne Beschwerden. Häufigster Sensibilisierungsweg ist das Ohrlochstechen, besonders im Kindesalter und mit nickelhaltigem Erstschmuck: Durch die frische Wunde gelangt das Metall unmittelbar in den Körper. Fachgesellschaften raten deshalb davon ab, kleinen Kindern Ohrlöcher stechen zu lassen, und empfehlen als Erststecker ausschließlich nachweislich nickelfreies Material wie Titan.
Der für die Nickelallergie typische Hautausschlag entsteht durch eine Reaktion des Immunsystems, wenn die Haut in Kontakt mit Nickel kommt. Beteiligt sind dabei keine Antikörper vom Typ Immunglobulin E, wie sie etwa beim Heuschnupfen die Beschwerden auslösen, sondern spezialisierte weiße Blutkörperchen, die T-Zellen. Weil diese erst einwandern und die Entzündung in Gang setzen müssen, tritt die Reaktion zeitlich verzögert auf. Sehr empfindliche Menschen reagieren bereits auf geringste Mengen Nickel, die beispielsweise auch im Essen enthalten sein können.
Symptome, Beschwerden & Anzeichen
Die Reaktion bei einer Nickelallergie zeigt sich nicht sofort beim Kontakt mit dem Material, sondern zeitlich verzögert. Erst etwa zwölf Stunden bis drei Tage nach der Berührung des nickelhaltigen Gegenstands setzen erste Symptome ein. Das Metall wird durch Körperschweiß aus Schmuck, Knöpfen oder Gürteln herausgelöst und an den berührten Stellen bildet sich ein sogenanntes Kontaktekzem. Es ist in der Regel genau auf die Berührungspunkte begrenzt.
Die Haut rötet sich und schwillt an, es können sich Quaddeln, Pusteln und flüssigkeitsgefüllte Bläschen bilden, begleitet von starkem Juckreiz. Durch Kratzen verschlimmert sich die Hautreaktion, die Heilung verzögert sich und Infektionen sind möglich. Auch mit der Nahrung kann Nickel aufgenommen werden. Die allergische Reaktion zeigt sich dann in den Achselhöhlen, weil Nickel dort über den Schweiß wieder ausgeschieden wird. Fachleute sprechen von einem systemischen Kontaktekzem; betroffen sind neben den Achselhöhlen häufig auch Leisten, Gesäß und Ellenbeugen.
Außerdem können durch die orale Aufnahme alte, bereits verheilte Ekzeme erneut aufflammen. Sind Bestandteile von Zahnprothesen nickelhaltig, zeigen sich Veränderungen auf der Mundschleimhaut. Ein chronisches Kontaktekzem entsteht bei dauerhaftem oder häufigem Berühren von Nickel. Die Haut entzündet sich, wird dick und verhornt. Es können sich Schuppen und schmerzende Risse bilden. In sehr seltenen Fällen breiten sich die Hauterscheinungen über den ganzen Körper aus. Man spricht dann von einem generalisierten Kontaktekzem, das oft mit Übelkeit, Erbrechen und Fieber einhergeht. Ein solcher Zustand gehört umgehend in ärztliche Behandlung.
Diagnose & Verlauf
Zeigt sich bei einem Patienten eine Nickelallergie, so wird der behandelnde Hautarzt zunächst die Vorgeschichte erfragen. Meist kann der Arzt anhand der Erzählungen des Patienten und des charakteristischen Ekzems eine Verdachtsdiagnose auf eine Nickelallergie stellen.
Um diese Diagnose abzusichern, besteht die Möglichkeit, einen Allergietest, den so genannten Epikutantest, durchzuführen. Dieser erkennt, ob eine Nickelallergie bei dem betroffenen Patienten vorliegt. Dabei wird eine nickelhaltige Substanz unter einem Pflaster auf die Haut aufgetragen und die Reaktion der Haut beobachtet. Das Pflaster bleibt dazu in der Regel zwei Tage auf dem Rücken; abgelesen wird nach 48 und nach 72 Stunden, bei manchen Stoffen auch noch später. Gerade diese späte Ablesung ist für Allergien vom Spättyp kennzeichnend. Zeigt die Haut die typischen Symptome einer Kontaktallergie, also ein Kontaktekzem, so ist die Diagnose einer Nickelallergie bestätigt.
In den meisten Fällen stellt eine Nickelallergie kein großes gesundheitliches Risiko dar, vorausgesetzt, der Kontakt mit Nickel wird dauerhaft und konsequent vermieden. Nur in sehr seltenen Fällen kann aus der Nickelallergie ein chronisches Ekzem werden, das mit speziellen Medikamenten oder Therapieformen behandelt werden muss.
Mit Komplikationen ist nur zu rechnen, wenn der Kontakt mit Nickel nicht dauerhaft vermieden wird, beispielsweise, wenn die Zahnimplantate des Patienten Nickel enthalten. In diesen sehr seltenen Fällen müssen die nickelhaltigen Produkte unbedingt schnellstmöglich entfernt werden, um schwere Komplikationen der Nickelallergie auszuschließen.
Komplikationen
Das Kratzen der Haut infolge des auftretenden Juckreizes wirkt sich negativ auf die lokale Entzündung aus und führt zu weiteren Infektionen. Die allergische Reaktion kann sich so auf andere Areale des Körpers ausweiten. Tiefer aufgekratzte Haut neigt zur Bildung von Narbengewebe. Die Anfälligkeit der betroffenen Haut für einen Befall mit Pilzen und Bakterien steigt. Zudem ist stark auftretender Juckreiz für die Betroffenen eine psychische Belastung.
Komplikationen sind möglich, wenn die Allergie durch eine nickelhaltige, im Körper befindliche Prothese verursacht wird. So kann eine Zahnprothese als Auslöser zu einer Schleimhautveränderung im Mund führen. Während der Behandlung mit Creme, Lotion oder Salbe kann es zu einer kurzzeitigen Verschlechterung des Hautbildes kommen.
Bei zu langer Verwendung verschriebener Cortisonsalben können Nebenwirkungen in Form einer Verdünnung der Haut und einer Aufhellung der behandelten Stellen auftreten. Bei sachgerechter, zeitlich begrenzter Anwendung nach ärztlicher Anweisung ist damit jedoch nicht zu rechnen; aus Sorge vor diesen Nebenwirkungen auf die verordnete Salbe zu verzichten, verlängert das Ekzem eher. Störungen beim Heilungsprozess der Haut können durch die Benutzung zur Körperpflege ungeeigneter Produkte auftreten, die ein Brennen und Spannen der Haut auslösen.
Wann sollte man zum Arzt gehen?
Eine Nickelallergie ist nicht selten, wird allerdings vom Laien gerne mit einer Unverträglichkeit des Materials gleichgesetzt. Diese kommt sogar noch häufiger vor, viele Menschen reagieren empfindlich auf Nickel. Bei einer solchen Reaktion sollte bereits beim ersten Auftreten der Arzt konsultiert werden, denn es muss abgeklärt werden, ob die Haut lediglich empfindlich reagiert oder ob es sich tatsächlich um eine Nickelallergie handelt.
Im Falle einer Allergie ist es einerseits möglich, dass noch weitere Allergien vorliegen. Auf diese kann gleich getestet werden, damit der Betroffene den Kontakt mit möglichen weiteren Allergenen meiden kann, um gar nicht erst mit Symptomen zu kämpfen zu haben. Andererseits muss der Betroffene von der Allergie wissen, damit er sich künftig vor dem Kontakt mit Nickel schützen kann. Vor allem auf günstigen Schmuck muss bei bekannter Nickelallergie genau geachtet werden.
Sollte bei bekannter Nickelallergie ein Haut- oder anderweitiger Kontakt mit Nickel entstanden sein, ist ein Arztbesuch dann sinnvoll, wenn die Reaktion darauf entweder besonders heftig ausfällt oder es zu einer ungewohnten Reaktion des Körpers kommt, die der Betroffene so bisher nicht erlebt hat. Oft tritt der Fall auf, dass der Betroffene erst nach einigen Stunden Tragezeit merkt, dass in einem Schmuckstück Nickel enthalten sein muss.
Behandlung & Therapie
Bei einer Nickelallergie besteht der erste Behandlungsschritt darin, den Kontakt zur allergieauslösenden Substanz zu meiden. Patienten sollten auf nickelhaltige Produkte mit Hautkontakt komplett verzichten. Nur bei dem kleinen Teil der Betroffenen, der zusätzlich auf Nickel in der Nahrung reagiert, kommt darüber hinaus eine nickelarme Ernährung in Betracht; für alle anderen genügt es, den Hautkontakt zu meiden.
Allerdings ist die Wirksamkeit einer nickelfreien Diät nicht einwandfrei nachzuweisen. Sollte sich innerhalb eines Vierteljahres keine deutliche Besserung des Befindens einstellen, kann die Nickeldiät abgebrochen werden.
Entsteht durch eine Nickelallergie ein Kontaktekzem, so verschreibt der Hautarzt seinen Patienten meist eine entzündungshemmende Salbe oder Creme, die gleichzeitig auch den Juckreiz abmildern und eine beruhigende Wirkung auf die Haut hat. Zur Auswahl stehen auch Präparate, die antiallergisch wirken und die Haut bei der Heilung des Ekzems unterstützen. Meist dauert es nur wenige Tage bis sich die Haut von einem Kontaktekzem, das auf eine Nickelallergie zurückzuführen ist, erholt.
Aussicht & Prognose
Sobald eine Nickelallergie diagnostiziert wurde, bleibt dieser Umstand auch auf Dauer bestehen. Eine Heilung ist nicht möglich, doch die Prognosen für einen unkomplizierten Verlauf stehen gut. Ab dem Zeitpunkt der Sensibilisierung ist ein beschwerdefreies Leben möglich, wenn Betroffene auf den Kontakt mit Nickel verzichten. Beschwerden und aufgetretene Symptome verschwinden dann im Normalfall binnen zwei bis drei Wochen. Bei den wenigen Betroffenen, die auch auf Nickel in der Nahrung reagieren, kann zusätzlich eine nickelarme Diät versucht werden; sie sollte über einen Zeitraum von mindestens zwei bis drei Monaten konsequent eingehalten und danach auf ihren Nutzen überprüft werden.
Bestanden die Symptome aufgrund der Allergie jedoch über einen längeren Zeitraum, können die betroffenen Bereiche der Haut besonders anfällig für Bakterien- oder Pilzbefall sein. Es kommt zu einem auffälligen Wärmegefühl, starker Rötung, sowie Schwellungen oder Schmerzen. Eine ärztlich verordnete, medikamentöse Behandlung der Infektion ist je nach Erreger dringend indiziert. Daher ist es notwendig, den behandelnden Arzt stets über das Vorhandensein der Nickelallergie zu unterrichten. Zudem ist für Nickelallergiker zu beachten, dass eine Unverträglichkeitsreaktion auftreten kann, wenn ein Knochenbruch mittels operativer Metallversorgung behandelt wurde. Solche Reaktionen auf Implantate sind allerdings ausgesprochen selten, und moderne Implantate bestehen überwiegend aus Titan. Eine bekannte Nickelallergie ist deshalb kein Grund, eine notwendige Operation aufzuschieben - sie sollte dem Operateur lediglich vorher mitgeteilt werden.
Im beruflichen Bereich kann sich eine Nickelallergie ebenfalls auswirken, vor allem bei häufigem Wasserkontakt oder vergleichbarer Beanspruchung der Hautoberflächen. Es können eine Ausbreitung der Nickelallergie und weitere Kontaktallergien die Folge sein. Schwere oder wiederholt auftretende Hauterkrankungen durch beruflichen Nickelkontakt können als Berufskrankheit anerkannt werden; der übliche Weg dorthin führt über einen Hautarztbericht.
Vorbeugung
Menschen, bei denen ein Familienmitglied an einer Nickelallergie leidet, sollten unbedingt auf nickelhaltige Produkte verzichten. So können sie den Ausbruch einer Nickelallergie vermeiden. Bei einer bereits bekannten Nickelallergie sollten betroffene Patienten den Kontakt mit nickelhaltigen Stoffen vermeiden, damit kein Kontaktekzem, das typisch für eine Nickelallergie ist, entsteht.
Der wichtigste vorbeugende Schritt betrifft das Ohrlochstechen: Weil die frische Wunde die Sensibilisierung begünstigt, sollte der Erstschmuck nachweislich nickelfrei sein, etwa aus Titan. Fachgesellschaften raten zudem davon ab, Kindern früh Ohrlöcher stechen zu lassen. Wer bereits einmal auf Modeschmuck reagiert hat, lässt seine Piercings und Ohrstecker am besten aus Titan fertigen.
Nachsorge
Die Nachsorge bezweckt unter anderem das erneute Auftreten einer Erkrankung zu verhindern. Dieses ist bei einer Nickelallergie möglich, fällt aber nicht primär in den Verantwortungsbereich eines Arztes. Vielmehr müssen Patienten selbstständig nickelhaltige Gegenstände meiden. Dadurch bleiben die typischen Symptome aus.
Betroffene führen dadurch ein beschwerdefreies Leben. Gerade bei leichten Verlaufsformen genügt eine solche Vorsichtsmaßnahme. Darüber hinaus kann eine Nachsorge auch eine Dauerbehandlung erfordern, etwa bei einem chronischen Handekzem. Zum Einsatz kommen dann äußerlich angewendete Kortisonpräparate oder Calcineurin-Inhibitoren; Kortison in Tablettenform wird allenfalls kurzzeitig und bei sehr ausgedehnten Ekzemen verordnet. Arzt und Patient vereinbaren eine regelmäßige Verlaufskontrolle. Neben einem ausführlichen Gespräch über die Beschwerden wird die Körperhaut auf Schäden untersucht.
Denn an ihr bilden sich meist Entzündungen. Die natürliche Hautbarriere wird durch Schädigungen anfälliger für eine Reaktion. Bei einer schweren Erkrankung empfiehlt sich mitunter eine nickelarme Ernährung. Eine solche sollte allerdings nur nach Absprache mit dem Arzt durchgeführt werden. Unter Umständen lassen sich durch eine Diät Komplikationen eindämmen.
Die Eigenverantwortung bei einer Allergie ist meist sehr hoch. Viele ungewollte Reaktionen entstehen im Alltag. Daher sollte der Patient im Rahmen der Nachsorge seine Umgebung auf nickelhaltige Substanzen untersuchen. Zudem sollten Schutzvorkehrungen wie Handschuhe vorliegen. Der behandelnde Hautarzt vermittelt dazu auf Nachfrage Verhaltenshinweise.
Das können Sie selbst tun
Für Personen, die von einer Nickelallergie betroffen sind, gibt es im Alltag einige Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern - die Sensibilisierung für das Metall wird allerdings ein Leben lang bestehen bleiben.
Zunächst sollte natürlich jeglicher Kontakt mit Nickel vermieden werden. Dabei ist wichtig zu beachten, in welchen Bereichen Nickel zum Einsatz kommen kann. Der Stoff ist möglicherweise in Modeschmuck oder Brillenbügeln enthalten. Aber auch in der Kleidung, zum Beispiel in BH-Trägern oder Jeans-Knöpfen, kann Nickel enthalten sein. Was Betroffenen oft nicht bewusst ist: Auch Goldschmuck kann Nickel enthalten. Reines Gold ist zu weich für Schmuck und wird deshalb legiert; vor allem in Weißgold dient Nickel häufig als Legierungsbestandteil. Gelbgold enthält dagegen meist kein Nickel. Wer auf Modeschmuck reagiert, sollte deshalb bei Weißgold vorsichtig sein und im Zweifel nach nickelfreien Legierungen oder Titan fragen.
Ob ein Gegenstand Nickel abgibt, lässt sich mit einem Nickeltest aus der Apotheke selbst prüfen: Färbt sich das aufgetupfte Dimethylglyoxim rosarot, ist Nickel im Spiel. Metallknöpfe an Hosen lassen sich außerdem mit einem aufgenähten Stoffstück oder einem aufgeklebten Pflaster von der Haut fernhalten.
Auf das Rauchen sollte grundsätzlich verzichtet werden – schon deshalb, weil Tabakrauch die Hautbarriere schwächt und die Abheilung von Ekzemen verzögert. Tabak enthält zwar geringe Mengen Nickel; dass Rauchen oder Passivrauchen ein Kontaktekzem auslöst, ist jedoch nicht belegt. Hilfreich ist auch, die Haut gut zu pflegen. Feuchtigkeitsspendende Cremes oder Öle sind hier empfehlenswert.
Quellen
- Plewig, G., Ruzicka, T., Kaufmann, R., Hertl, M. (Hrsg.): Braun-Falco's Dermatologie, Venerologie und Allergologie.
ISBN: 9783662495445
- Biedermann, T., Heppt, W., Renz, H., Röcken, M. (Hrsg.): Allergologie.
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- Saloga, J., Klimek, L., Buhl, R., et al. (Hrsg.): Allergologie-Handbuch.
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- Skudlik, C., Schön, M. P., Brandenburg, S. (Hrsg.): Berufsdermatologie.
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- Moll, I. (Hrsg.): Duale Reihe Dermatologie.
ISBN: 9783132446069
