Stimmbandlähmung


Aktualisiert am 25. April 2019 von Dr. med. Nonnenmacher

Stimmbandlähmung beeinträchtigt oder unterbindet nicht nur die Stimme, sondern kann auch zu gefährlicher Atemnot führen. Entzündungen, Krebs oder Gefäßschädigungen können die Ursachen sein. Daher ist immer eine ärztliche Behandlung angezeigt beim Auftreten der Symptome einer Stimmbandlähmung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Stimmbandlähmung?

Schematische Darstellung zur Anatomie der Stimmbänder und ihrer verschieden Erkrankungen. Klicken, um zu vergrößern.

Stimmbandlähmung bezeichnet eine Funktionseinschränkung an den diversen Muskeln des Kehlkopfes. Speziell betroffen ist der Musculus vocalis (Stimmmuskel), der als Teil der inneren Kehlkopfmuskulatur die Spannung der Stimmbänder einstellt. Der Arzt spricht von einer Recurrensparese. Recurrens ist die Abkürzung für „Nervus laryngeus recurrens“, im Deutschen „Rückläufiger Kehlkopfnerv“ genannt.

Eine Parese ist eine nicht vollständig ausgeprägte Lähmung. Jedoch kann eine Stimmbandlähmung auch auf einem totalen Ausfall des Recurrens beruhen und ist dann eine sogenannte „Paralyse“.

Die Stimmbandlähmung tritt grundsätzlich in 2 Formen auf:

1. Einseitig, durch die Lähmung nur eines Stimmbandes wird die Stimmritze asymmetrisch

2. Beidseitig, durch die Lähmung beider Stimmbänder bleibt die Stimmritze symmetrisch

Deutliche Unterschiede in der Symptomatik trennen die beiden Varianten der Stimmbandlähmung.

Ursachen

Die Stimmbandlähmung wird ursächlich meist durch Operationen an der Schilddrüse hervorgerufen. Wenn dabei der filigrane Recurrens mechanisch geschädigt wird, resultiert eine Störung der Reizleitung in die Kehlkopfmuskulatur.

Auch Tumore der Schilddrüse sowie im Bereich des oberen Brustraumes können den Recurrens angreifen. Denn der linke Recurrens verläuft vom Gehirn (abzweigend vom Nervus vagus) ausgehend zunächst zwischen Speiseröhre und Luftröhre absteigend, um wieder kopfwärts umbiegend zum Kehlkopf zu ziehen (daher die Bezeichnung „rückläufig“ -bemerkenswert ist, dass der rechte Recurrens von dem geschilderten Verlauf abweicht).

Aufgrund dieses „Umweges“ ist dieser Nerv anfällig für Krankheitsgeschehen nicht nur des Halses, sondern auch des oberen Brustraumes. Daher kann auch ein Aortenaneurysma (Aussackung der Hauptschlagader) den Recurrens schädigen. Schließlich sind es noch Nervenentzündungen, die den Recurrens beinträchtigen. Folge ist auch hier letztlich eine Stimmbandlähmung.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Je nachdem, ob die Störung ein- oder beidseitig auftritt und in welcher Position sich die gelähmten Stimmbänder befinden, können unterschiedliche Symptome auftreten. Typischerweise kommt es bei einer Stimmbandlähmung zu Heiserkeit und Stimmstörungen. Die Stimme kann nicht mehr stark belastet werden, bevor es zu erwähnter Heiserkeit und schließlich zum zeitweiligen Stimmverlust kommt.

Der Atem ist meist sehr geräuschvoll, wobei die Geräusche rasselnd bis keuchend sein können. Begleitend dazu kann es zu Reizhusten und Schluckstörungen kommen. Als Folge der eingeschränkten Sauerstoffzufuhr tritt der sogenannte Lufthunger auf, bei welchem die Betroffenen scheinbar nach Luft schnappen. Zudem kann es infolge der Stimmbandlähmung zu Schlafstörungen kommen, welche mit weiteren Beschwerden einhergehen.

Die einseitige Stimmbandlähmung äußert sich hauptsächlich durch Heiserkeit und eine kraftlose Stimme. Hohe Töne können nur unter großer Anstrengung gehalten werden. Eine beidseitige Stimmbandlähmung macht sich durch eine zunehmende Atemnot bemerkbar. Dadurch sind die Betroffenen schnell erschöpft und können anstrengenden körperlichen Tätigkeiten sowie Sport meist nicht mehr nachgehen.

Dies führt langfristig auch zu einer Abnahme der Lebensqualität und des Wohlbefindens. Die Symptome der Stimmbandlähmung entwickelt sich meist akut, nachdem die Stimmbänder im Rahmen einer Operation oder durch einen Unfall geschädigt wurden.

Diagnose & Verlauf

Eine Stimmbandlähmung äußert sich durch Heiserkeit, die in unterschiedlichen Schweregraden auftritt. Dabei sind die Probleme der Stimmbildung bei einseitiger Stimmbandlähmung meistens weniger gravieren als bei der einseitigen Ausprägung des Krankheitsbildes. Luftnot und Atemgeräusche sind typisch für die doppelseitige Recurrensparese.

Bei diesen Symptomen führt der Hals-Nasen-Ohren-Arzt eine Laryngoskopie (Kehlkopfspiegelung) durch. An der Stellung der Stimmbänder erkennt der Mediziner die Stimmbandlähmung und ob ein oder beide Stimmbänder betroffen sind. Eine Elektromyographie (EMG, ähnlich dem EKG) zeigt Störungen in der Aktivität der Kehlkopfmuskulatur an.

Die Heilungschancen der Stimmbandlähmung hängen davon ab, ob der Recurrens irreversibel geschädigt oder nur akut beeinträchtigt ist. In der Regel führen konservative oder operative Methoden zur Heilung einer Stimmbandlähmung.

Komplikationen

In erster Linie kommt es aufgrund einer Stimmbandlähmung zu einem vollständigen Stimmverlust. Der Betroffene kann dabei nicht mehr sprechen, was die Kommunikation mit anderen Menschen erheblich beeinträchtigen. Die Lebensqualität des Patienten wird dadurch erheblich eingeschränkt und verringert. Auch der Alltag wird durch die Stimmbandlähmung deutlich erschwert.

Vor allem bei Kindern kann diese Lähmung zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Entwicklung führen und diese verzögern. Weiterhin leiden viele Betroffene an einer Heiserkeit und eventuell auch an einer Atemnot. Ebenso kommt es häufig zu krankhaften Atemgeräuschen. In schwerwiegenden Fällen kann die Stimmbandlähmung auch zu einem Bewusstseinsverlust und damit zur Schädigung der inneren Organe durch die Atembeschwerden führen.

Die Betroffenen leiden ebenso an Husten und an Schluckbeschwerden. Durch die Schluckbeschwerden kann es auch zu Schwierigkeiten bei der Einnahme von Nahrung und Flüssigkeiten kommen, sodass die Betroffenen an einer Dehydrierung leiden oder an Gewicht verlieren. Die Behandlung der Stimmbandlähmung richtet sich nach der Ursache.

In den meisten Fällen können die Beschwerden gelindert werden, sodass der Betroffene wieder sprechen kann. Im Falle von Tumoren hängt der weitere Verlauf sehr stark von der Art und Ausprägung des Tumors ab, sodass keine allgemeine Voraussage über den Verlauf der Erkrankung gegeben werden kann. In den meisten Fällen wird die Lebenserwartung allerdings nicht negativ beeinflusst.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Bei einer Stimmbandlähmung ist eine Behandlung durch einen Arzt sinnvoll. Da es bei dieser Krankheit meist nicht zu einer Selbstheilung kommen kann und sich die Beschwerden unbehandelt weiterhin verschlimmern, sollte immer schon bei den ersten Anzeichen und Symptomen der Stimmbandlähmung ein Arzt aufgesucht werden.

In jedem Falle wirkt sich eine frühzeitige Diagnose positiv auf den Verlauf der Erkrankung aus. Ein Arzt ist bei der Stimmbandlähmung dann aufzusuchen, wenn der Betroffene an einer starken Heiserkeit leidet. In der Regel verschwindet diese auch nicht wieder von alleine und kann auch nicht durch Maßnahmen der Selbsthilfe behandelt werden. Weiterhin deuten auch Schluckbeschwerden oder ein starker Husten auf diese Krankheit hin. In einigen Fällen leiden die Betroffenen durch die Stimmbandlähmung auch an starken Schlafbeschwerden, welche sich negativ auf den allgemeinen Zustand des Betroffenen auswirken können.

Eine Stimmbandlähmung kann meistens relativ gut durch einen HNO-Arzt oder durch einen Allgemeinarzt behandelt werden. Ob es allerdings zu einer vollständigen Heilung kommen kann, kann nicht im Allgemeinen vorausgesagt werden.

Behandlung & Therapie

Die Stimmbandlähmung erfordert je nach ein- oder beidseitiger Ausprägung unterschiedliche Therapien. Bei einseitiger Recurrensparese hilft ein logopädisches Stimm-Training. Ziel ist es, das erschlaffte Stimmband so zu richten, dass eine Stimmbildung wieder möglich wird. Elektrotherapeutische Maßnahmen stimulieren die Fasern des rückläufigen Kehlkopfnervens. Sind diese Bemühungen nicht erfolgreich, führt der Chirurg eine operative Straffung des Stimmbandes durch.

Eine doppelseitige Recurrensparese erfordert zunächst eine Beseitigung der Atemnot. Die Stimmritze ist oft soweit verschmälert, dass dringend und unverzüglich eine Tracheotomie durchgeführt werden muss. Dabei wird die Luftröhre direkt unterhalb des Kehlkopfes geöffnet, so dass ein künstliches Atemloch entsteht. Dieses „Tracheostoma“ soll später durch eine operative Korrektur der Stimmbänder ersetzt werden. Die Weitung der Stimmritze ist auch durch die Verkleinerung der Stimmbänder mit dem Laser möglich. Oft bleibt jedoch eine gestörte Stimmtonbildung zurück. Dann verspricht das Einsetzen von Implantaten an den Stimmbändern eine Besserung der Situation.

Neben diesen symptomatischen Therapieansätzen muss die Ursache der Nervenschädigung gefunden und möglichst beseitigt werden. Priorität hat dies besonders im Falle von Tumoren und Aortenaneurysmen, aber auch Nervenentzündungen müssen bekämpft werden. Die ernstzunehmenden Ursachen erfordern immer eine ärztliche Behandlung der Stimmbandlähmung.

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Vorbeugung

Um der Stimmbandlähmung vorzubeugen sollte vorallem die Schonung der Atemwege ermöglicht werden. Rauchen oder übergreifende Bronchialinfekte können letztlich auch die rückläufigen Kehlkopfnerven beeinträchtigen. Freilich sind andere Ursachen wie das angeborene Aortenaneurysma nur nachträglich korrigierbar und entziehen sich der Vorbeugung einer darauffolgenden Stimmbandlähmung.

Nachsorge

Eine Nachsorge ist erforderlich, wenn die Stimmbandlähmung operativ behandelt wird. Betrifft der Eingriff eine einseitige Stimmbandlähmung, ist eine Belastung der Stimme schon wenige Tage später möglich. Im Normalfall ist eine verbesserte Tragfähigkeit der Stimme zu verzeichnen. Je nachdem, welches OP-Material zur Anwendung kam, reduziert sich der Therapieerfolg einige Wochen oder Monate nach dem Eingriff wieder.

Dies ist besonders dann der Fall, wenn sich das Material von selbst wieder auflöst. Kommt dagegen permanentes Implantationsmaterial zur Anwendung, zeigt sich der Behandlungserfolg an der Stimme bleibend. Findet die Operation bei einer beidseitigen Stimmbandlähmung statt, verspürt der Patient schon kurz nach dem Eingriff eine deutliche Besserung beim Einatmen.

Durch Wundbeläge drohen in den ersten Tagen nach der chirurgischen Behandlung wiederum Verengungen der Atemwege, was eine weitere Operation nötig machen kann. In der Regel ist der Behandlungserfolg nach dem Abheilen der Wunde aber von Dauer. Eine wichtige Rolle nach einer Operation der Stimmbandlähmung spielen die anschließenden Kontrolluntersuchungen. Hat der Patient das Krankenhaus verlassen, vereinbart er kurzfristig Termine mit dem behandelnden Chirurgen. Dabei überprüft der Arzt das Resultat der Behandlung und ob sich die Stimme verbessert hat. Bei einer beidseitigen Stimmbandlähmung sollte auch die Atemkapazität kontrolliert werden.

Das können Sie selbst tun

Bei einer Stimmbandlähmung ist das Bewahren von Ruhe und Souveränität besonders wichtig. Hektik, Stress oder aggressive Energien sind grundsätzlich zu vermeiden. Bei einem ungünstigen Verlauf kann es neben der Störung der Stimmumgebung auch zu einer Atemnot kommen. Daher ist jedwede Aufregung zu unterlassen.

Die Kommunikation sollte auf anderen Wegen mit alternativen Methoden stattfinden. Mit Handzeichen, dem Aufschreiben von Worten oder die Nutzung von modernen digitalen Hilfsmitteln kann im Alltag gut gearbeitet werden. Der Austausch mit anderen Menschen ist dadurch ermöglicht und kann bei Klärungsbedarf jederzeit verwendet werden.

Sofern der Betroffene merkt, dass eine innere Unruhe oder Nervosität entsteht, sollte er ganz bewusst aus der Situation hinausgehen. Langsames Atmen, Hinsetzen oder Hinlegen können dabei helfen, um eine innere Aufgeregtheit zu reduzieren. Alle Bewegungsabläufe sollten verlangsamt stattfinden. Dies trägt erheblich dazu bei, um eine Aufregung oder Hektik entgegenzuwirken.

Auch die körperlichen Bewegungen sollten an die Bedürfnisse des Betroffenen angepasst werden. Bei sportlichen Aktivitäten sind die Grenzen des Organismus zu beachten. Es kann zu einer Zunahme der Beschwerden oder einem lebensbedrohlichen Zustand kommen, wenn der Betroffene sich selbst zu viel abverlangt. Zur Vorbeugung von Husten oder einem Kratzen im Hals können Pastillen oder reizlindernde Produkte wie Bonbons genutzt werden.

Quellen

  • Arnold, W.: Checkliste Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Thieme, Stuttgart 2011
  • Boenninghaus, H. G., Lenarz, T.: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Springer, Heidelberg 2012
  • Reia, M.: Facharztwissen HNO-Heilkunde. Springer, Heidelberg 2009


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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Ulli kommentierte am 10.07.2013

Ich habe seit ungefähr 15 Jahren eine einseitige Stimmbandlähmung. Anfangs war ich sehr heiser und konnte nur schwer reden. Ich ging zu einer Logopädin, die mir schon sehr geholfen hat. Das hat aber nicht ausgereicht, um wieder normal an einem Gespräch in der Gruppe teilzunehmen. Im Krankenhaus hat man mir Kollagen in das gelähmte Stimmband gespritzt, doch leider war die Besserung nicht von langer Dauer. Es baute sich wieder ab und meine Heiserkeit kam zurück. Dann spritzte man mir kleine Silikonkügelchen in mein Stimmband und seit diesem Tag bin ich einfach wieder glücklich. Ich kann singen, schreien und in einer Gruppe mitreden. Danke!

Sophie kommentierte am 04.09.2013

Ich habe seit 13 Jahren eine "Spasmodische Dysphonie"? Schleichend habe ich meine Stimme verloren. Jede körperliche Anstrengung bildet Schleim im Hals und in der Nase und bereitet extreme Atemnot. Ich falle überall unangenehm auf, weil ich Atemgeräusche nicht verhindern kann. Nichts hilft mir. Ich hatte eine Botoxinjektion vor 12 Jahren, die keine Besserung brachte. Ständig brauche ich Nastücher, um den zähen Schleim loszuwerden. Wenn ich kleine Strecken gehen will, nehme ich einen Plastikbeutel mit, damit ich die vielen Nastücher verstauen kann. Muss Wege gehen die kaum jemand benutzt, weil es wie ein Spiessrutenlauf ist mit diesen Beschwerden. Geräusche, Schleim, Atemnot. Wer kann mir noch helfen?!

Rudolf kommentierte am 04.09.2013

Meine Nichte (2 Monate alt) hat eine Stimmbandlähmung (links). Die Beschwerden sind wie Sie sie beschrieben haben.
Kann sich der Zustamd bei Neugeborenen von selbst bessern? Ist es möglich eine OP zu vermeiden (außer im Notfall)?

Otchi kommentierte am 25.02.2015

Habe seit ungefähr zwei Jahren Heiserkeit und hatte pulsartige Geräusche im Kopf. Nach mehreren Untersuchungen hat man festgestellt, dass ich eine Fistel im Kopf habe, die vor einem Jahr mit zwei OPs behandelt wurden und das linksseitig eine Rekurenzparese besteht. Sonstige Störungen (Kehlkopf, Schilddrüse, Knötchen auf den Stimmlippen etc.) sollen nicht vorliegen. Die Geräusche sind verschwunden, die Heiserkeit der Stimme ist geblieben. Meine Logopädin hatte mir auch von der Möglichkeit einer Unterspritzung der Stimmlippen berichtet. Jetzt lese ich unten, dass einer Patientin Silikonkügelchen geholfen haben. Wo wird so etwas gemacht? An wen kann ich mich wenden? Gibt es dazu eine Arztliste?

Spesser Gertrud kommentierte am 13.04.2015

Ich habe nach einer ziehmlich schlimmen Erkältung eine Stimmbandlähmung rechts, und keiner kann mir helfen. Ich habe richtige Erstickungsanfälle und Luftnot. Was kann ich da machen?

monika kommentierte am 14.06.2015

Ich habe seit ein paar Jahren auch eine einseitige Stimmbandlähmung auf Grund einer primären Lateralsklerose, die unheilbar ist. Ich bin in logopädischer Behandlung, die aber nur bedingt hilft. Jetzt lese ich unten, von einem Patienten Ulli, dem kleine Silikonkügelchen eingespritzt worden sind, und dem es seit diesem Tag wieder gut geht. Wo ist das gemacht worden? Wie heißt der Arzt? Ich wünsche mir so sehr eine Antwort.

Margarete kommentierte am 01.07.2015

Bei meinem Freund hat sich eine Metastase, ausgehend von einem Lungenkarzinom, um ein Stimmband gewickelt. Das Karzinom wurde wegoperiert und die Metastase abgeschabt. Übrig geblieben ist jedoch fast keine Stimme, mehr ein flüstern. Kann hier und wenn ja wie geholfen werden? Über eine Antwort würden wir uns sehr freuen.

K. Brunnett kommentierte am 29.11.2015

Ich habe seit zehn Jahren nach einer Schilddrüsentumor-OP eine linksseitige Stimmbandlähmung. Hinzu kamen Asthma nach einer Radio-Jod-Therapie. Die Logopädie half nur kurzfristig. Seit ca. vier Jahren habe ich in ca. dreiwöchigen Abständen immer wieder Juckreiz im Hals, vom Ohr ausgehend. Dies hält ca. acht bis zehn Tage an, verschwindet dann wieder für ca. drei bis vier Wochen. Kein HNO-Arzt konnte bisher feststellen, was den Reiz auslöst. Mir kommt es vor wie eine Nervenreizung. Begleitsymptome sind auch Hustenanfälle. Hat jemand gleiche Symptome oder Erfahrungen?

oska4481 kommentierte am 08.12.2015

Vor drei Jahren bekam ich Halsschmerzen, die sich nach einer Woche als Stimmbandlähmung
(Doppelseitige Stimmbandlähmung) entpuppten. Nach fünftägigem Aufenthalt im Krankenhaus wurde ich entlassen. Kommentar der Ärzte: Die Stimmbänder sind noch einen halben mm von irgendetwas entfernt, da können wir nichts machen. Damals konnte ich noch etwas verständlich sprechen, heute, drei Jahre nach dem Vorfall, ist nur noch leises Flüstern möglich. Ärzte besuche ich seit über zwei Jahren nicht mehr.

Cobragirl1000 kommentierte am 05.06.2016

Auch eine einseitige Stimmbandlähmung kann Atemnot mit Erstickungsanfällen verursachen. Mein Stimmband ist vor zwei Jahren nach Lichtenberger operiert worden, leider durch starken Husten, während Bronchitis, ist die Verankerung wieder gerissen. Die Symptome sind komplett wieder da, am schlimmsten ist die Atemnot, inklusive der wieder auftretenden Erstickungsanfällen. Ich bin natürlich wieder in Behandlung, mein behandelnder Prof. überlegt jetzt welche OP Sinn macht, um auch die Stimme erhalten zu können und schickt mich dazu zum Phonologen.

otti kommentierte am 05.11.2016

Ich bin vor ca. fünf Jahren an der Schilddrüse operiert worden und habe bemerkt, dass die Stimme schwächelt. Es hieß aber, die Stimmbänder inkl. Nerven usw. wären o.k. Nun habe ich eine akut Entzündung des Kehlkopfes und der HNO hat gerade festgestellt, dass ich auch eine halbseitige Stimmbandlähmung habe. Bei mir treten folgende Symptome vermehrt auf: starke Schleimbildung mit ständigem Schluckbedürfnis, rasche Neigung zu Halsschmerzen und Heiserkeit, pulsierende Geräusche im Kopf, z.B. beim Aussteigen aus einem Fahrzeug und bei rascher Überwindung von Höhenunterschieden. Ich habe mit Interesse die anderen Beiträge gelesen und hoffe, auch mit meinen Erfahrungen jemandem weiterzuhelfen.

rotehexe kommentierte am 30.12.2016

Ich hatte im August einen Luftröhrenschnitt und seitdem ist das linke Stimmband gelähmt. Ich gehe zur Logopädin, meine Stimme ist etwas lauter geworden, aber immer noch heiser.

karl kommentierte am 23.05.2017

Ich habe seit fünf Monaten eine Stimmbandlähmung links. Grund ist Lungenkrebs (drückt auf den Stimmnerv). Was kann ich tun, um wieder eine passable Stimme zu bekommen?

Löwe kommentierte am 16.07.2017

Meine beidseitige Stimmbandlähmung wurde mit einem Abstand der Stimmbänder von 3,2mm vom HNO beziffert. Keine Atemnot, aber unterschiedliche Tonwiedergabe. Morgens immer etwas besser als teilweise über den Tag. Äußerst zäher Schleim, aber nur in den in den Morgenstunden. Die Behandlung der Kügelchenmethode interessiert mich sehr. An wen kann man sich wenden?

Monika kommentierte am 31.08.2017

Habe eine linksseitige Stimmbandlähmung seit meiner SD OP am März 2017. Mein Unterkiefer, von einem Ohr zum anderen bis runter zum Schlüsselbein, ist alles taub. Mein OP Dr. zieht sich davon nichts an, sagt die OP ist ohne Komplikation gut verlaufen. Habe aber von 12 Uhr bis spät abends auf der Wachstation gelegen wegen Atemnot. Habe sämtliche Ärzte konsultiert, es kann bis zu einem Jahr dauern bis sich die Nerven erholen. Ich gehe durch die Hölle, jeden Tag muss ich mich nach dem Essen übergeben, weil mir das Essen im Hals stecken bleibt. Atemnot begleitet mich den ganzen Tag. Mein Leben ist total eingeschränkt. In der Öffentlichkeit kann ich mich gar nicht unterhalten, kommen noch alltägliche Geräusche dazu ist es ganz vorbei. Mein Leben ist nicht mehr das was es mal war. Von den Ärzten werde ich vertröstet.

Elfi kommentierte am 20.03.2019

Mir wurde im Oktober 2008 die Schilddrüse entfernt. Dabei wurde mein rechtes Stimmband verletzt und ist seither gelähmt. Durch zweijährige Logopädie und Reha, wurde meine Sprache wieder hergestellt, nur singen, laut nach jemandem rufen oder an einer angeregten Diskussion teilnehmen, kann ich nicht mehr. Ich leide auch an Atemnot und Reizhusten in der Nacht. Auch habe ich seit der Schilddrüsen-OP eine starke Form von Sodbrennen, auch verstärkt in der Nacht. Diese Symptome habe ich bei einseitiger Stimmbandlähmung noch nie gelesen. Eine klare Stimme bekomme ich, wenn ich das gesunde (linke) Stimmband nach rechts ziehe. Also Gesprächspartner immer an die rechte Seite setzen. Andersherum geht meine Stimme nach und nach ganz weg.