Tumor

Letzte Aktualisierung am 12. September 2018 | Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher.
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Im umgangssprachlichen Gebrauch wird die Bezeichnung Tumor häufig mit Krebs verwechselt. Ein Tumor kann zu Krebs führen, muss aber nicht. Krebs ist ein bösartiges Wachstum, das zunächst vom Tumor ausgeht.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Tumor?

Einen Tumor kennzeichnet eine Schwellung, ein tastbare Zunahme von Gewebe. Ein Tumor wird ebenfalls als Zellneubildung, Zellgewächs oder Neoplasie bezeichnet. Tumore können in allen Geweben auftreten und aus allen körpereigenen Zellen entstehen.

Mit dem Begriff Tumor können Entzündungszeichen, Wasseransammlungen oder Zysten benannt werden. Im engeren Sinne bedeutet ein Tumor jedoch eine entweder bösartige oder gutartige Neubildung von Körpergeweben auf der Grundlage einer Fehlsteuerung und Fehlregulierung der Prozesse, welche für das gesunde Wachstum von Zellen verantwortlich sind.

Tumore führen bei unbehandeltem Verlauf zu einer mehr oder minder starken Beeinträchtigung des Organismus und können durch Krebs und der damit verbundenen Bildung von Tochterzellen zur Geschwulst eine Todesursache darstellen.

Ursachen

Grafische Illustration und Infogramm einer typischen Krebszelle.

Da sich Tumore zunächst organspezifisch ausbilden, können sowohl für den Körper allgemein als auch speziell diese Organe ungesunde Auslöser und Faktoren zur Bildung des Tumors beitragen. Die ungesunde Lebensweise eines Menschen, die aus überwiegend fettiger, stark gebratener Nahrung, zu wenig pflanzlicher Kost sowie einem übermäßigen Genuss von Alkohol und Nikotin besteht, kann beispielsweise in einigen Organen wie dem Magen, dem Nasen-Rachenraum und in den Atmungsorganen zur Bildung von Tumoren führen.

Darüber hinaus begünstigen ein erhöhtes Körpergewicht und eine Einschränkung der Herz-Kreislauftätigkeit die Entstehung von Tumoren, da das Immunsystem des Köpers geschwächt werden kann. Weiterhin gibt es eine Vielzahl äußerer Einflüsse. Dies können verschiedene chemische und für das Tumorwachstum auslösend wirkende Substanzen sein, die sich in der Nahrung, dem Wasser oder in der Umgebungsluft befinden.

Tumore im Magen basieren hauptsächlich auf einer nitrosaminreichen Nahrung und der Aufnahme von Nikotin. Darüber hinaus tragen radioaktive Strahlen sowie einige Arzneistoffe und Hormone zur Begünstigung von Tumoren bei.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Das unkontrollierte Wachstum von Zellen kann im Körper verschiedene Beschwerden auslösen. Vermehren sich die bösartigen Zellen nach und nach immer mehr, entsteht eine Raumforderung von zunehmender Größe. Diese kann, wenn sie beispielsweise im Bauchraum wächst, andere Organe verdrängen. Dies führt zu Druckschmerzen, die in ihrer Intensität immer mehr zunehmen.

In Organen, in denen aufgrund knöcherner Strukturen ein Wachstum nicht unbegrenzt möglich ist, kommt es sehr frühzeitig zu entsprechenden Druckzeichen. Symptome für Hirndruck aufgrund eines Tumors im Gehirn können zum Beispiel starke Kopfschmerzen, Schwindel und Sehstörungen sein. Ein Tumor in der Lunge kann relativ lange unbemerkt wachsen und verursacht wie viele Tumorarten erst dann Beschwerden, wenn das Organ aufgrund der Raumforderung seine Aufgaben nicht mehr erfüllen kann.

Langanhaltender Husten kann ebenso wie Schleimauswurf oder Luftnot und Engegefühl auf der Brust ein Anzeichen für einen Tumor sein. Manche Tumoren zeigen ihre typischen Symptome aber auch eher unbemerkt. So kann ein Tumor der Haut je nach Lage lange unbemerkt bleiben und erste Anzeichen wie Blutungen aus dem Tumor werden irrtümlich einem versehentlichen Kratzen zugeschrieben. Gerade weil Beschwerden, die ein Tumor verursachen kann, oftmals wenig eindeutig sind, kommt der Krebsvorsorge eine besondere Bedeutung zu.

Komplikationen

Bei einem Tumor kann es zu verschiedenen Komplikationen kommen. Zunächst muss unterschieden werden, ob der Tumor gutartig oder malign ist. Festzustellen ist, dass auch gutartige Tumoren wie Muttermale, Lipome, Hämangiome oder Myome zu Komplikationen führen können. Myome können platzen. Hämangiome können die Gefäße schädigen. Gutartige Tumoren können Druck auf Rückenmark oder Hirnareale ausüben. Das kann schwere zusätzliche Krankheitssymptome zeitigen. Ein gutartiger Hirntumor ist daher ebenso gefährlich wie ein bösartiger.

Bei einem bösartigen Tumor ist eine der häufigsten Komplikationen in einer Metastasenbildung begründet. Die Metastasen befallen oft lebenswichtige Organe wie Leber, Lunge oder Gehirn. Sie können außerdem an den Skelettknochen zu finden sein. Zusätzlich können, je nach Lokalisation und Wachstumsgrad eines Tumors, eine Anämie oder ein lebendbedrohlicher Darmverschluss entstehen. Durch Kompression von Blutgefäßen oder Nervensträngen können starke Schmerzen oder Lähmungen entstehen. Der Tumor kann Organe durchwuchern oder sie funktionsuntüchtig machen.

Tumorfieber kann den Patienten zusätzlich schwächen. Die Blutzufuhr kann abgeschnürt werden. Offene Wunden können entstehen. Fistelbildungen sind keine Seltenheit. Auch die Behandlung eines Tumors kann Komplikationen nach sich ziehen. Neben Übelkeit und Erbrechen als Begleiterscheinungen einer Chemotherapie sind starke Gewichtsverluste bis hin zur lebensbedrohlichen Anorexie möglich. Bestrahlungen können Verbrennungen auslösen, Operationen bergen das Risiko in sich, dass Tumorzellen streuen können. Die Operationsnarben können zusätzliche Schmerzen verursachen.

Behandlung & Therapie

Tumoren sind Gewebeveränderungen, die beim Menschen nicht ansteckend sind. Jedoch können sie erblich sein. Man unterscheidet gutartige und bösartige Tumoren. Klicken, um zu vergrößern.

Tumore werden unmittelbar am Ort ihrer Entstehung und in Abhängigkeit von ihrer Art, ob sie gutartig oder bösartig sind, sowie nach dem Umfang der Ausprägung behandelt. In Frage kommen unterschiedliche Therapieformen, die nicht immer unabhängig voneinander durchgeführt werden. Grundsätzlich wird sofort bei der Erkennung des Tumors meist eine operative Entfernung vorgenommen.

Im Anschluss daran sind in Abhängigkeit verschiedener Faktoren eine Bestrahlung mit Ionenstrahlen hilfreich oder eine sogenannte Poly- oder Chemotherapie. Häufig werden zur Sicherheit die Maßnahmen aufeinander abgestimmt und kombiniert. Einige Tumore besitzen ganz spezifische Eigenheiten, sodass sich in diesem Zusammenhang eine Immuntherapie als erfolgreich erwiesen hat.

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Vorbeugung

Im Rahmen der Vorbeugung gegen die Entstehung eines Tumor werden zahlreiche pflanzliche Arzneimittel als äußerst wirksam empfohlen. Darüber hinaus ist eine gesunde Lebensweise in den überwiegenden Fällen förderlich, um eine Tumorbildung zu unterbinden. Um ein Wachstum von Tumoren möglichst zu verhindern oder so frühzeitig wie möglich schon kleinste Veränderungen zu erkennen, sind sowohl die eigenen Beobachtung des Körpers als auch die Tumorvoruntersuchungen recht hilfreich.

In diesem Rahmen fallen das Abtasten der weiblichen Brust, Früherkennungsuntersuchungen ab dem entsprechenden Risikoalter sowie Arztbesuche bei untypischen Beeinträchtigungen und Schmerzen. Vorsorgeuntersuchungen sind in umfangreicherem Maße anzuraten, wenn sich familiäre Häufungen in Bezug auf Tumore gezeigt haben.

Sportlicher Bewegung in regelmäßiger Ausführung wird ebenfalls als prophylaktsich wirksam gegen einen Tumor bechrieben. Außerdem stärkt die Beegung und der Aufenthalt an frischer Luft das Immunsystem, was gleichsam durch eine gesunde Ernährung erzielt werden kann.

Quellen

  • Pfeifer, B., Preiß, J., Unger, C. (Hrsg.): Onkologie integrativ. Urban & Fischer, München 2006
  • Preiß, J. et al.(Hrsg.): Taschenbuch Onkologie. Zuckschwerdt, München 2014
  • Sauer, R.: Strahlentherapie und Onkologie. Urban & Fischer, München 2009


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