COVID-19

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 17. August 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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COVID-19 ist die Krankheit, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird. Das Virus wurde erstmals im Dezember 2019 in der Stadt Wuhan in China entdeckt und hat sich seitdem zu einer Pandemie ausgebreitet, die Menschen weltweit betrifft. COVID-19 verursacht bei den meisten Menschen milde bis mittelschwere Symptome, aber es kann auch schwerwiegende und sogar tödliche Krankheitsverläufe verursachen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Regierungen auf der ganzen Welt arbeiten an Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und die Bevölkerung zu schützen.

Diese Beschreibung gibt den Stand der ersten Pandemiejahre wieder. Nach heutigem Kenntnisstand ist SARS-CoV-2 kein neuartiges Virus mehr: Die WHO beendete im Mai 2023 die gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite. Seither zirkuliert das Virus ganzjährig in der Bevölkerung und verursacht wiederkehrende Wellen, vor allem im Herbst und Winter, ähnlich wie andere Erreger von Atemwegsinfekten. Durch Impfungen und durchgemachte Infektionen ist die Bevölkerung heute weitgehend grundimmunisiert, weshalb die meisten Erkrankungen mild verlaufen; für ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen bleibt COVID-19 aber eine ernst zu nehmende Krankheit.

Inhaltsverzeichnis

Was ist COVID-19?

Coronavirus Infektion
Die Coronavirus-Infektion kann für einen Menschen lebensgefährlich sein und sollte bei schweren Beschwerden oder erhöhtem Risiko ärztlich behandelt werden.
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COVID-19 ist die Krankheit, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht wird. Dieses Virus wurde erstmals im Dezember 2019 in der Stadt Wuhan in China identifiziert und hat sich seitdem zu einer weltweiten Pandemie ausgeweitet.

Die Symptome von COVID-19 können von mild bis schwer reichen und umfassen Fieber, Husten, Atemnot und Muskelschmerzen. Die meisten Menschen, die an COVID-19 erkranken, erholen sich vollständig, aber für einige kann die Krankheit lebensbedrohlich sein. Die Verbreitung von COVID-19 kann durch Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen und das Tragen von Masken eingedämmt werden.

Ursachen

Die Krankheit wird durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht. Dieses Virus gehört zur Familie der Coronaviren, die häufig bei Tieren wie Vögeln und Säugetieren vorkommen. In seltenen Fällen können sich Coronaviren auf den Menschen übertragen und Infektionen bei Menschen verursachen.

Experten vermuten, dass SARS-CoV-2 ursprünglich von Fledermäusen auf eine andere Tierart übertragen wurde, bevor es auf den Menschen überging. Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion, wenn eine infizierte Person hustet oder niest. Die Krankheit kann auch durch Kontakt mit infizierten Oberflächen und Gegenständen übertragen werden.

Zu Beginn der Pandemie galten Tröpfchen und Schmierinfektionen über Oberflächen als die wichtigsten Übertragungswege. Nach heutigem Kenntnisstand steht die Übertragung über feine Aerosole im Vordergrund: winzige Schwebeteilchen, die beim Sprechen, Singen und Atmen entstehen und sich in geschlossenen Räumen längere Zeit in der Luft halten. Oberflächen spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Regelmäßiges Lüften und der Aufenthalt im Freien senken das Ansteckungsrisiko deshalb deutlich stärker als das Desinfizieren von Gegenständen.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Fieber
Als Fieber wird eine Erhöhung der Körpertemperatur bezeichnet. Von Fieber spricht man beim Menschen, wenn er seine Normaltemperatur überschreitet, die zwischen 36°C und 37,9°C liegt.

Die Symptome von COVID-19 können von mild bis schwer reichen und können bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt sein. Die häufigsten Symptome sind Fieber, Husten und Atembeschwerden. Andere Symptome, die bei COVID-19 auftreten können, sind Müdigkeit, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns, Halsschmerzen, Schüttelfrost, Durchfall und Nasenverstopfung.

Diese Aufzählung stammt aus den ersten Pandemiejahren. Seit der Omikron-Variante und ihren Nachfolgern hat sich das Krankheitsbild verschoben: Betroffen sind heute vor allem die oberen Atemwege, im Vordergrund stehen Halsschmerzen, Schnupfen, Heiserkeit und Kopfschmerzen. Der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn, der anfangs als Leitsymptom galt, ist deutlich seltener geworden und eignet sich nicht mehr zur Unterscheidung von einer Grippe oder einer gewöhnlichen Erkältung. Schwere Lungenverläufe treten bei geimpften oder bereits genesenen Menschen wesentlich seltener auf als zu Beginn der Pandemie.

Einige Menschen, insbesondere ältere Menschen und Menschen mit bestehenden Gesundheitsproblemen, können auch schwere Symptome entwickeln, wie Atemnot, Lungenentzündung, Herz- und Nierenversagen und sogar den Tod. Wenn Sie schwere Symptome haben, die auf COVID-19 hindeuten, suchen Sie umgehend medizinische Hilfe auf und befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes.

Diagnose & Verlauf

Atembeschwerden
Atembeschwerden sind Gefühle erschwerten Atmens. Oft werden sie auch als Atemnot und als Luftnot (Dyspnoe) bezeichnet. Die Hauptursachen sind in der Regel Lungen-, Atemwegs- und Herzkrankheiten

Die Diagnose von COVID-19 erfolgt in der Regel aufgrund der Symptome und der Krankengeschichte des Patienten sowie durch Labortests. Der PCR-Test (Polymerase-Kettenreaktion) ist ein medizinischer Test, der verwendet wird, um das Vorhandensein des COVID-19-Virus im Körper einer Person nachzuweisen.

Der PCR-Test wird durchgeführt, indem eine Probe aus dem Nasenrachenraum oder aus dem Rachen genommen wird und die RNA (Ribonukleinsäure) des Virus untersucht wird. Wenn RNA des Virus vorhanden ist, wird dies als positives Testergebnis gewertet und bedeutet, dass die Person sich mit dem Virus angesteckt hat. Nachweisbare Virus-RNA kann allerdings noch Wochen nach dem Abklingen der Beschwerden vorhanden sein, ohne dass die Betroffenen dann noch ansteckend sind.

Der PCR-Test ist eine der genauesten Methoden zur Diagnose von COVID-19 und wird von medizinischen Fachkräften in Krankenhäusern und Laboren durchgeführt. Er ist ein wichtiger Bestandteil der COVID-19-Teststrategie und hilft, Infektionen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln und die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Für den Alltag stehen daneben Antigen-Schnelltests zur Verfügung, die es auch als Selbsttests für zu Hause gibt. Sie liefern das Ergebnis innerhalb weniger Minuten, sind aber weniger empfindlich als der PCR-Test: Ein negativer Schnelltest schließt eine Infektion nicht sicher aus, besonders nicht in den ersten Krankheitstagen. Weil verpflichtende Tests entfallen sind, wird der PCR-Test heute vor allem im Krankenhaus, in Pflegeeinrichtungen und bei Risikopatienten eingesetzt, bei denen eine antivirale Behandlung infrage kommt.

Der Arzt wird dann den Patienten untersuchen und Fragen zu seinen Symptomen und möglichen Expositionsquellen stellen. Labortests können dann durchgeführt werden, um das Vorhandensein des SARS-CoV-2-Virus im Körper des Patienten zu bestätigen. Diese Tests umfassen spezielle Abstriche von der Nase und dem Rachen, um das Virus im Labor zu identifizieren.

Es ist wichtig, dass Patienten, die an COVID-19 erkrankt sind, schnell diagnostiziert und behandelt werden, um das Risiko schwerer Symptome und Komplikationen zu verringern. Wenn Sie Symptome haben, die auf COVID-19 hindeuten, wenden Sie sich an Ihren Arzt und befolgen Sie dessen Anweisungen. Auf diese Weise können Sie sich selbst und andere vor einer Ansteckung schützen.

Zwischen der Ansteckung und den ersten Beschwerden liegt die Inkubationszeit. Sie betrug bei den ursprünglichen Virusvarianten im Mittel fünf bis sechs Tage. Bei den heute vorherrschenden Omikron-Varianten ist sie kürzer geworden und beträgt meist nur noch zwei bis vier Tage.

Der Verlauf von COVID-19 kann bei jedem Menschen unterschiedlich sein. Die meisten Menschen, die an COVID-19 erkranken, erholen sich innerhalb weniger Tage oder Wochen vollständig. Einige Menschen, insbesondere ältere Menschen und Menschen mit bestehenden Gesundheitsproblemen, können jedoch schwere Symptome entwickeln und stationär im Krankenhaus behandelt werden müssen. In schweren Fällen kann COVID-19 zu schweren Lungenentzündungen, Herz- und Nierenversagen und sogar dem Tod führen.

Es ist wichtig, dass Patienten, die an COVID-19 erkrankt sind, engmaschig von einem Arzt überwacht werden und sich an die Anweisungen ihres Arztes halten, um ihre Genesung zu fördern. Dies kann die Einnahme von Medikamenten zur Linderung von Symptomen, das Befolgen von Ruhe- und Erholungsempfehlungen und die Einhaltung von Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen und das Tragen von Masken beinhalten. Auf diese Weise können Patienten ihre Genesung unterstützen und das Risiko von Komplikationen verringern.

Komplikationen

Komplikationen bei COVID-19 können bei einigen Patienten auftreten, insbesondere bei älteren Menschen und Menschen mit bestehenden Gesundheitsproblemen. Einige der möglichen Komplikationen bei COVID-19 sind:

Lungenentzündung: COVID-19 kann zu einer Lungenentzündung führen, bei der die Lungenbläschen entzündet und geschädigt werden. Dies kann zu Atemnot, Husten und Brustschmerzen führen und kann in schweren Fällen lebensbedrohlich sein.

Herz- und Nierenprobleme: COVID-19 kann das Herz und die Nieren schädigen und zu Herz- und Nierenversagen führen. Diese Komplikationen können schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben und können sogar tödlich sein.

Sepsis: COVID-19 kann auch zu einer Blutvergiftung (Sepsis) führen, bei der sich das Immunsystem des Körpers gegen die eigenen Zellen und Gewebe richtet. Sepsis kann zu Schock, Organschäden und sogar zum Tod führen, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.

Langfristige gesundheitliche Folgen: Einige Patienten, die an COVID-19 erkrankt sind, können auch langfristige gesundheitliche Folgen (Long COVID) entwickeln, wie Lungenschäden, psychische Gesundheitsprobleme und chronische Müdigkeit. Diese Folgen können die Lebensqualität beeinträchtigen und erfordern möglicherweise langfristige medizinische Betreuung.

Von Long COVID spricht man, wenn Beschwerden länger als vier Wochen nach der Infektion andauern oder neu auftreten; halten sie über zwölf Wochen an und lassen sich nicht anders erklären, wird von einem Post-COVID-Syndrom gesprochen. Typisch sind eine ausgeprägte Erschöpfung, eine deutliche Verschlechterung nach körperlicher oder geistiger Anstrengung, Konzentrationsstörungen und Gedächtnisprobleme, die viele Betroffene als "Gehirnnebel" beschreiben, außerdem Kurzatmigkeit, Schlafstörungen und Herzrasen beim Aufstehen.

Bei einem großen Teil der Betroffenen bessern sich diese Beschwerden im Lauf von Monaten von selbst. Eine Behandlung der Ursache gibt es bisher nicht; behandelt werden die einzelnen Beschwerden, ergänzt durch eine an die tatsächliche Belastbarkeit angepasste Aktivität. Ein forciertes Trainingsprogramm kann den Zustand bei Belastungsintoleranz sogar verschlechtern. Anlaufstellen sind zunächst der Hausarzt und spezialisierte Post-COVID-Ambulanzen. Seit der Omikron-Welle und mit zunehmender Immunität in der Bevölkerung treten anhaltende Folgen seltener auf als in den ersten Pandemiejahren.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Wenn Sie schwerwiegende Symptome haben, die auf COVID-19 hindeuten, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen, um eine Diagnose zu erhalten und entsprechend behandelt zu werden. Die Symptome von COVID-19 können von mild bis schwer reichen und können bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt sein. Die häufigsten Symptome sind Fieber, Husten und Atembeschwerden. Andere Symptome, die bei COVID-19 auftreten können, sind Müdigkeit, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns, Halsschmerzen, Schüttelfrost, Durchfall und Nasenverstopfung.

Wenn Sie Symptome haben, die auf COVID-19 hindeuten, kontaktieren Sie Ihren Hausarzt und befolgen Sie, wenn möglich, dessen Anweisungen. Es ist wichtig, dass Sie sich an die Anweisungen Ihres Arztes halten und sich vollumfänglich von einem Arzt untersuchen lassen, um das Risiko von Komplikationen zu verringern. Auf diese Weise können Sie Ihre Genesung unterstützen und sich vor schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen schützen.

Ein leichter Verlauf mit Halsschmerzen, Schnupfen, Husten und mäßigem Fieber lässt sich bei ansonsten gesunden Menschen in aller Regel zu Hause auskurieren und ist kein Notfall. Umgehend ärztliche Hilfe, im Zweifel über den Rettungsdienst, braucht dagegen, wer Luftnot schon in Ruhe oder beim Sprechen verspürt, blaue Lippen oder Fingerspitzen bekommt, Schmerzen oder ein Druckgefühl im Brustkorb hat, verwirrt wirkt oder schwer zu wecken ist. Auch anhaltend hohes Fieber über mehrere Tage, eine plötzliche Verschlechterung nach anfänglicher Besserung oder Anzeichen von Austrocknung gehören ärztlich abgeklärt.

Menschen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf – etwa ab 60 Jahren, mit relevanten Vorerkrankungen von Herz, Lunge, Nieren oder Stoffwechsel, mit geschwächtem Immunsystem sowie Schwangere – sollten sich schon in den ersten Krankheitstagen an ihren Hausarzt wenden. Der Grund ist, dass antivirale Medikamente nur dann wirken, wenn sie früh begonnen werden.

Behandlung & Therapie

Die Behandlung und Therapie von COVID-19 hängt von der Schwere der Symptome des Patienten ab. Für die meisten Menschen, die an COVID-19 erkranken, kann die Behandlung zu Hause stattfinden und umfasst Maßnahmen wie ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Ruhe und Erholung und Schmerzlinderung.

Patienten, die schwere Symptome haben, können ins Krankenhaus eingewiesen werden, wo sie intensiver überwacht und behandelt werden können. Die Behandlung im Krankenhaus kann Medikamente zur Linderung von Symptomen, Sauerstofftherapie und gegebenenfalls auch künstliche Beatmung umfassen.

Für Menschen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf stehen inzwischen antivirale Medikamente zur Verfügung, die es zu Beginn der Pandemie noch nicht gab. Die Wirkstoffkombination Nirmatrelvir und Ritonavir (Handelsname Paxlovid) wird als Tablette eingenommen und muss innerhalb der ersten fünf Tage nach Beginn der Beschwerden begonnen werden. Sie hat zahlreiche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und gehört deshalb in ärztliche Hand. Im Krankenhaus kommt zusätzlich Remdesivir als Infusion infrage.

Das Kortisonpräparat Dexamethason senkt die Sterblichkeit nur bei Patienten, die bereits zusätzlichen Sauerstoff benötigen. Im frühen oder leichten Krankheitsverlauf ist es nicht sinnvoll und kann sogar schaden. Antibiotika wirken gegen das Virus selbst nicht und sind nur bei einer zusätzlichen bakteriellen Infektion angezeigt.

Für einige Mittel, die zu Beginn der Pandemie große Hoffnungen weckten, gilt der Nutzen inzwischen als widerlegt: Hydroxychloroquin und Ivermectin haben sich in großen Studien als wirkungslos gegen COVID-19 erwiesen und werden ausdrücklich nicht empfohlen. Auch die früher eingesetzten Antikörperpräparate haben gegen die heute zirkulierenden Varianten weitgehend ihre Wirkung verloren.

Aussicht & Prognose

Die Aussichten und die Prognose bei COVID-19 können bei jedem Menschen unterschiedlich sein. Die meisten Menschen, die an COVID-19 erkranken, erholen sich innerhalb weniger Tage oder Wochen vollständig.

Einige Menschen, insbesondere ältere Menschen und Menschen mit bestehenden Gesundheitsproblemen, können jedoch schwere Symptome entwickeln und stationär im Krankenhaus behandelt werden müssen. In schweren Fällen kann COVID-19 zu schweren Lungenentzündungen, Herz- und Nierenversagen und sogar dem Tod führen.

Insgesamt hat sich die Prognose seit den ersten Pandemiejahren deutlich verbessert. Durch die weit verbreitete Immunität nach Impfungen und durchgemachten Infektionen, die veränderten Virusvarianten und die inzwischen verfügbaren antiviralen Medikamente verlaufen schwere Erkrankungen heute wesentlich seltener tödlich als 2020. Das höchste Risiko tragen weiterhin sehr alte Menschen, Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Menschen ohne jeden Immunschutz.

Vorbeugung

Zwangsstoerung
Hände regelmäßig und gründlich waschen ist das Grundgebot zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten und einer gesunden Hygiene.
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Um COVID-19 zu vermeiden, sollten Menschen einige grundlegende Schritte zur Vorbeugung und zum Schutz vor Infektionen beachten. Dazu gehören:

Hände regelmäßig und gründlich waschen: Verwenden Sie warmes Wasser und Seife und waschen Sie Ihre Hände mindestens 20 Sekunden lang gründlich.

Abstand halten: Versuchen Sie, so weit wie möglich von anderen Menschen fernzubleiben und halten Sie einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen.

Maske tragen: Tragen Sie eine Gesichtsmaske, wenn Sie sich in öffentlichen Bereichen aufhalten und in der Nähe anderer Menschen sind.

Vermeiden Sie das Berühren von Augen, Nase und Mund: Berühren Sie Ihre Augen, Nase und Mund nicht mit ungewaschenen Händen, um das Risiko einer Infektion zu verringern.

Treiben Sie Sport, um Ihr Immunsystem zu stärken: Sport an der frischen Luft stärkt Ihr Immunsystem und kann daher nachhaltig zu einer Vorbeugung von vielen Krankheiten führen.

Halten Sie sich auf dem Laufenden: Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen zu COVID-19 und halten Sie sich über die neuesten Empfehlungen und Anweisungen der Gesundheitsbehörden auf dem Laufenden.

Durch die Einhaltung dieser einfachen Schritte und durch das Beachten von Schutzmaßnahmen können Menschen das Risiko einer Infektion mit COVID-19 verringern und sich selbst und andere schützen.

Diese Empfehlungen stammen aus der Zeit, in der Abstands-, Masken- und Testpflichten gesetzlich vorgeschrieben waren. Solche Pflichten bestehen in Deutschland heute nicht mehr, einzelne Kliniken und Pflegeeinrichtungen können aber weiterhin eigene Regeln aufstellen. Sinnvoll bleiben die Maßnahmen im Einzelfall: eine gut sitzende FFP2-Maske bei starken Infektionswellen in Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeheimen oder wenn man selbst erkältet ist und Kontakt zu gefährdeten Menschen hat.

Als wirksamste Maßnahme für Menschen mit erhöhtem Risiko gilt heute die regelmäßig aufgefrischte Impfung. Ergänzend hat sich das Lüften geschlossener Räume als wichtiger erwiesen als das Desinfizieren von Oberflächen.

Impfung

Impfung
Eine Impfung, bzw. Schutzimpfung, ist eine Behandlung zur Stärkung und Aktivierung des Immunsystems gegen diverse Infektionskrankheiten.

Eine COVID-19-Impfung ist ein Mittel, um sich gegen COVID-19 zu schützen und das Risiko einer Infektion zu verringern. Die COVID-19-Impfung wird als Injektion in den Arm verabreicht und enthält keine vermehrungsfähigen Coronaviren. Die in Europa verwendeten Impfstoffe liefern dem Körper lediglich den Bauplan für ein einzelnes Eiweiß der Virushülle oder dieses Eiweiß selbst; das genügt, um eine Immunantwort auszulösen. Diese Immunantwort hilft dem Körper, sich gegen das Virus zu wehren, wenn er später mit dem echten Virus in Kontakt kommt.

Die COVID-19-Impfung ist sicher und wirksam und hat sich als effektiv erwiesen, um das Risiko von Infektionen und schweren Krankheitsverläufen zu verringern. Die Impfung kann bei gesunden Erwachsenen und älteren Menschen eingesetzt werden und ist eine wichtige Maßnahme, um die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.

Zu Beginn der Impfkampagne stand die Hoffnung im Vordergrund, die Ausbreitung des Virus durch eine möglichst hohe Impfquote zu stoppen. Nach heutigem Kenntnisstand schützt die Impfung vor allem die geimpfte Person selbst vor einem schweren Verlauf, während sie die Weitergabe des Virus nur vorübergehend und unvollständig verringert.

Entsprechend hat sich auch die Empfehlung geändert. Die Ständige Impfkommission rät heute nicht mehr der gesamten Bevölkerung zu regelmäßigen Auffrischungen, sondern Menschen mit erhöhtem Risiko: ab 60 Jahren, bei relevanten Vorerkrankungen, bei geschwächtem Immunsystem, Schwangeren sowie Personal in medizinischen und pflegerischen Berufen. Die Auffrischung erfolgt in der Regel einmal jährlich im Herbst und kann zusammen mit der Grippe-Impfung gegeben werden. Die Impfstoffe werden dafür regelmäßig an die aktuell zirkulierenden Virusvarianten angepasst.

Wenn Sie sich für eine COVID-19-Impfung interessieren, sollten Sie sich an Ihren Arzt oder eine andere medizinische Fachkraft wenden, um mehr zu erfahren und zu besprechen, ob eine Impfung für Sie geeignet ist.

Es gibt derzeit mehrere COVID-19-Impfstoffe, die weltweit zugelassen und verfügbar sind. Dazu gehören:

BNT162b2 (Comirnaty): Dieser Impfstoff wurde von BioNTech und Pfizer entwickelt und ist ein sogenannter mRNA-Impfstoff, der aus synthetisch hergestellter mRNA besteht, die dem Körper beibringt, wie man Antikörper gegen das Coronavirus produziert.

ChAdOx1 nCoV-19 (AstraZeneca-Oxford): Dieser Impfstoff wurde von AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelt und ist ein sogenannter Vektorimpfstoff, der aus einem abgeschwächten Adenovirus besteht, das das Erbgut des Coronavirus trägt.

mRNA-1273 (Moderna): Dieser Impfstoff wurde von Moderna entwickelt und ist ein mRNA-Impfstoff, der aus synthetisch hergestellter mRNA besteht, die dem Körper beibringt, wie man Antikörper gegen das Coronavirus produziert.

Diese Aufstellung gibt den Stand der ersten Impfkampagne wieder. Der Vektorimpfstoff von AstraZeneca ist in der Europäischen Union inzwischen nicht mehr zugelassen und wird nicht mehr verwendet. Eingesetzt werden heute vor allem an die aktuellen Varianten angepasste mRNA-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna; für Menschen, die keinen mRNA-Impfstoff erhalten möchten oder vertragen, steht mit Nuvaxovid ein Proteinimpfstoff zur Verfügung. Welcher Impfstoff im laufenden Jahr empfohlen wird, erfahren Sie in Ihrer Arztpraxis.

Das können Sie selbst tun

Wenn Sie an COVID-19 erkrankt sind, gibt es einige Dinge, die Sie selbst tun können, um sich besser zu fühlen und das Risiko von Komplikationen zu verringern. Dazu gehören:

Ruhe und Erholung: Geben Sie Ihrem Körper Zeit zu genesen und versuchen Sie, so viel Ruhe und Erholung wie möglich zu bekommen.

Ausreichend Flüssigkeit: Trinken Sie viel Wasser und andere hydratisierende Flüssigkeiten, um Ihren Körper hydriert zu halten und um die Symptome zu lindern.

Schmerzlinderung: Nehmen Sie, nach Absprache mit Ihrem Arzt, Schmerzmittel wie Paracetamol, um Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und andere Schmerzen zu lindern.

Atemübungen: Machen Sie gezielte Atemübungen, um Ihre Lungen zu stärken und die Symptome von Atembeschwerden zu lindern.

Isolation: Halten Sie sich von anderen Menschen fern und vermeiden Sie soziale Kontakte, um das Risiko einer Ansteckung anderer zu verringern. Eine gesetzliche Isolationspflicht besteht in Deutschland nicht mehr. Dringend zu empfehlen bleibt es aber, zu Hause zu bleiben, solange Sie Beschwerden haben, und für einige Tage danach Kontakte zu älteren oder vorerkrankten Menschen zu meiden oder dabei eine Maske zu tragen.

Wenn Sie schwere Symptome haben oder sich nicht besser fühlen, suchen Sie sofort medizinische Hilfe auf und befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes.

Quellen

  • Jung, N., Rieg, S., Salzberger, B. (Hrsg.): Klinikleitfaden Infektiologie.
    ISBN: 9783437223228
  • Fuchs, A. (Hrsg.): Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin - Infektiologie.
    ISBN: 9783437057243
  • Kayser, F. H., Böttger, E. C., Deplazes, P., et al.: Taschenlehrbuch Medizinische Mikrobiologie.
    ISBN: 9783132447936
  • Schüller, P. O., Gogoll, C. (Hrsg.): Long COVID - fachübergreifend richtig diagnostizieren und therapieren.
    ISBN: 9783775300483
  • Herold, G.: Innere Medizin 2026.
    ISBN: 9783982116655

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