ESBL-Infektion


Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 26. September 2018
Kategorie: Krankheiten

Die ESBL-Infektion ist eine Erkrankung, die aufgrund der vielfach resistenten Erreger schwer zu behandeln ist und sich in einigen Bereichen stark ausgebreitet hat.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine ESBL-Infektion?

Im Rahmen einer Definition der unter der Abkürzung ESBL-Infektion bekannten Erkrankung ist es wichtig, diese Abkürzung auszuschreiben. Eine ESBL-Infektion bedeutet eine Beeinträchtigung des Organismus durch Bakterien, die auf Extended Spectrum Beta Laktamase spezialisiert sind. Diese lassen sich auf den ersten Augenschein recht schlecht mir einer infektiösen Erkrankung in Verbindung bringen.

Die ESBL-Infektion vollzieht sich vorrangig im Darmsystem und basiert auf einer Beeinträchtigung durch die Inaktivierung von antibiotischen Medikamenten durch Enterobakterien. Dies basiert bei der ESBL-Infektion auf der durch krankheitserregende Bakterien erzielten Veränderung des Enzyms Beta Laktamase, wodurch die Wirkung von Antibiotika unterbrochen wird.

Diese Fähigkeit besitzen verschiedene Bakterienstämme der Enterokokken. In der Folge dieser Prozesse kommt es durch eine ESBL-Infektion zu einer Widerstandsfähigkeit gegenüber Antibiotika. Diese führt bei einer ESBL-Infektion dazu, dass auch andere Erkrankungen mit Antibiotika kaum oder gar nicht zu behandeln sind.

Ursachen

Zu den Ursachen der ESBL-Infektion gehören insbesondere die Erreger, die als grampositive Enterobakterien bezeichnet werden. Diese Bakterien sind bei einem gesunden Menschen im Darm, werden auch aus der Umwelt aufgenommen und tragen zur Funktionsfähigkeit der Darmflora bei.

Durch die Beeinträchtigung der gesunden genetischen Erbinformation der Enterobakterien kann es zu einer ESBL-Infektion kommen. Die Ursachen für die ESBL-Infektion sind also genetisch veränderte Keime des Darmes.

Die ESBL-Infektion kommt überwiegend bei Menschen vor, die eine geschwächte Immunabwehr besitzen. Dies sind bei der ESBL-Infektion überwiegend erkrankte, ältere Menschen und Kleinstkinder. Die ESBL-Infektion kommt aus diesem Grund überwiegend im Rahmen des Hospitalismus in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen vor und kann auch durch Ausscheidungen wie Fäkalien übertragen werden.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

In der Regel treten bei der ESBL-Infektion keine Beschwerden und Symptome auf, die besonders charakteristisch für die Erkrankung sind. Die Beschwerden hängen dabei sehr stark vom genauen Ort der Infektion ab, wobei auch jeder Mensch anders auf die ESBL-Infektion reagiert. In der Regel kommt es bei dieser Infektion zu einer Infektion der Harnwege, welche mit starken Schmerzen beim Wasserlassen verbunden ist.

Diese Schmerzen werden als brennend oder stechend empfunden. Ebenso wird die Wundheilung des Patienten im Allgemeinen deutlich verlangsamt, sodass Verletzungen oder Schnitte nur sehr langsam abheilen können. Die Infektionen können dabei auch auf die inneren Organe übergehen und diese irreversibel schädigen. Dabei kann es im schlimmsten Falle zum Tod des Betroffenen durch die ESBL-Infektion kommen.

Ebenso führt die ESBL-Infektion häufig zu Entzündungen in der Lunge, welche mit starken Atembeschwerden und Einschränkungen im Alltag verbunden sind. Sollte die Lungenentzündung dabei nicht behandelt werden, so kann sich daraus auch eine chronische Krankheit ausbilden. Im Allgemeinen wirken die meisten Betroffenen durch die ESBL-Infektion auch müde und abgeschlagen und nehmen dabei nicht mehr aktiv am Alltag teil. An Wunden bildet sich durch die ESBL-Infektion häufig Eiter, wobei die Wunde auch unangenehm riechen kann.

Diagnose & Verlauf

Eine eindeutige Diagnose der ESBL-Infektion kann erst nach einer umfassenden labortechnischen Untersuchung und Testung der Patienten erfolgen. In diesem Zusammenhang werden sowohl Proben von Ausscheidungen als auch Abstriche der Schleimhäute sowie von Wunden genommen, um diese auf vorhandene Keime der ESBL-Infektion zu untersuchen. Mikrobiologisch zeigt sich in der Auswertung der Ergebnisse das Vorhandensein der Enterobakterien für eine ESBL-Infektion ebenfalls.

Die Betroffenen tragen die ESBL-Infektion dahin gehend aus, dass die Keime in der Schleimhaut des Dickdarms, den Harn- und Atemwegen vermehrt vorhanden sind und dort zu krankhaften Symptomen führen. Bei der ESBL-Infektion halten sich viele Enterobakterien am Eingang der Harnröhre auf. Als problematisch stellt sich in diesem Zusammenhang der Verlauf der ESBL-Infektion bei beatmeten Patienten und Pflegebedürftigen dar, bei denen die Erreger der ESBL-Infektion zu Erkrankungen auch andere Organe beitragen können.

Typische Verlaufsformen der ESBL-Infektion sind nicht therapierbare Infektionen der Harnwege, nur schlecht heilende Wunden und Lungenentzündungen. In Hinsicht auf die Wundheilungsstörungen zeichnet sich eine ESBL-Infektion durch bräunlich belegte Wundränder mit Eiter und einen starken Verwesungsgeruch der Wunden aus.

Komplikationen

Durch eine ESBL-Infektion kann es zu unterschiedlichen Symptomen und Komplikationen kommen. Diese hängen stark von der Ausbreitung des Erregers und von der befallenen Körperregion ab. Aus diesem Grund ist eine allgemeine Voraussage in der Regel nicht möglich. Oft kommt es allerdings zu Problemen mit dem Magen und dem Darm.

Der Betroffene leidet dabei an Durchfall und an Erbrechen. Es stellt sich ein allgemeines Krankheitsgefühl und ein allgemeines Schwächegefühl ein. Der Patient ist dabei nicht mehr in der Lage, körperliche Tätigkeiten oder sportliche Aktivitäten durchzuführen. In vielen Fällen sind auch Nieren und die Harnröhre betroffen, sodass das Wasserlassen mit Schmerz verbunden ist.

Die Lebensqualität nimmt durch die ESBL-Infektion stark ab. In einigen Fällen werden auch die Atemwege infiziert, sodass es zu Atembeschwerden kommen kann. Hierdurch kann auch eine Lungenentzündung entstehen. Eine Behandlung erweist sich als kompliziert, da die Keime gegen die gewöhnlichen Antibiotika resistent sind.

In der Regel ist bei einer ESBL-Infektion ein Aufenthalt im Krankenhaus notwendig. Falls die Infektion erfolgreich behandelt wird, kommt es zu keinen weiteren Komplikationen und die Lebenserwartung wird dadurch nicht verringert.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Wenn ungewöhnliche Infektionen auf der Haut, in der Lunge oder in den Harnwegen bemerkt werden, sollte ein Arzt konsultiert werden. Die ESBL-Infektion kann unterschiedlichste Symptome hervorrufen und sollte deshalb bereits bei einem ersten Verdacht ärztlich diagnostiziert oder ausgeschlossen werden. Wer nach dem Kontakt mit fremden Körperflüssigkeiten oder Tieren genannte Beschwerden verspürt, sollte umgehend zum Arzt gehen.

Besonders gefährdet sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, Niereninsuffizienz oder Dekubitus. Ebenso bettlägerige Menschen und ältere Patienten, die auf ein Dauerkatheter oder eine Dialyse angewiesen sind. Wer zu diesen Risikogruppen zählt, klärt die typischen Anzeichen am besten umgehend mit dem zuständigen Arzt ab. Eltern, die bei ihrem Kind eine ESBL-Infektion vermuten, sollten einen Termin beim Kinderarzt vereinbaren. Spätestens, wenn Komplikationen wie Durchfall und Erbrechen sowie ein allgemeines Schwächegefühl bemerkt werden, ist ärztlicher Rat gefragt. Im weiteren Verlauf deuten zunehmende Atembeschwerden auf eine ernste Grunderkrankung hin, die im Krankenhaus abgeklärt und gegebenenfalls behandelt werden muss.

Behandlung

Die Behandlung der ESBL-Infektion ist eingeschränkt möglich, zumal die Betroffenen überwiegend in Kliniken, Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen erkranken. Die multiresistenten Keime, die bei der ESBL-Infektion gegen viele antibiotische Arzneimittel unempfindlich sind, können mit nur recht wenigen Antibiotika behandelt werden.

Darüber hinaus geht es bei der Therapie der ESBL-Infektion vorrangig auch um die Behandlung der Folgeerkrankungen, die sich im aktuellen Stand zeigen. Zur Behandlung der ESBL-Infektion müssen die ESBL-bildenden Bakterien aus dem Organismus eliminiert werden. Dies ist bei der ESBL-Infektion kaum realisierbar, da kaum wirkungsvolle Antibiotika vorhanden sind.

In einigen Fällen werden die Patienten mit einem sogenannten hochpotenten Antibiotika behandelt, das als Oxazolidinon unter der Bezeichnung Linezolid bekannt sind. In der Anwendung gegen die Keime, die als Auslöser der ESBL-Infektion in Frage kommen, stehen ebenfalls arzneispezifische Antibiotika wie Quinupristin, Daptomycin, Tigecyclin zur Auswahl und werden bereits seit einiger Zeit eingesetzt.

Hier finden Sie Ihre Medikamente:

Aussicht & Prognose

Die ESBL-Infektion ist eine schwer behandelbare Erkrankung mit einer meist ungünstigen Prognose. Die Krankheitsauslöser sind multiresistente Keime, bei denen viele Arzneien wirkungslos bleiben. Kann ein Medikament gefunden werden, auf das der Organismus anspricht, verbessert sich die Prognose. Die Entwicklung ist mit den derzeitigen medizinischen Möglichkeiten bei nur wenigen Patienten zu dokumentieren. In diesen Fällen kann die Ausbreitung der Beschwerden eingedämmt werden und zusätzlich kommt es zu einer Rückbildung der Symptome.

In den meisten Fällen befinden sich die Patienten bei Ausbruch der Erkrankung bereits in einem stationären oder klinischen Aufenthalt. Sie sind erkrankt und haben aufgrund der Umstände ein geschwächtes Immunsystem. Die Voraussetzungen erschweren die Therapie und haben einen negativen Einfluss auf den gesamten Behandlungserfolg.

Die ESBL-Infektion wird häufig als nicht therapierbar beschrieben. Es zeigt sich bei sehr vielen Patienten ein chronischer Krankheitsverlauf, bei dem letztlich der Ausbruch weiterer Erkrankungen verhindert werden soll. Treten Komplikationen auf, verschlechtert sich die Prognose um ein weiteres. Es droht dem Patienten bei Störungen der Wundheilung eine Sepsis. Damit besteht eine potentielle Gefährdung des Lebens. Darüber hinaus ist das Risiko einer Lungenentzündung erhöht. Auch diese Erkrankung kann in schweren Fällen zu einem vorzeitigen Verlust des Lebens führen.

Vorbeugung

Die Vorbeugung gegen eine ESBL-Infektion basiert vorwiegend auf umfassenden hygienischen und desinfektions- sowie sterilisationsbezogenen Maßnahmen. Diese verhindern eine Übertragung der Bakterien auf andere geschwächte Personen und müssen insbesondere von Klinik- und Pflegepersonal bei bekannten Fällen mit einer ESBL-Infektion eingehalten werden. Um einer Ansteckung einer ESBL-Infektion vorzubeugen, spielt hauptsächlich die sogenannte Händehygiene eine wichtige Rolle.

Nachsorge

Bei einer ESBL-Infektion stehen dem Betroffenen in den meisten Fällen keine besonderen Maßnahmen oder Möglichkeiten einer Nachsorge zur Verfügung. Dabei ist der Patient in erster Linie auf eine frühe Diagnose und Behandlung angewiesen, damit es nicht zu einer Verschlechterung der Beschwerden oder zu weiteren Komplikationen kommt. Die Krankheit kann jedoch relativ gut behandelt werden, wenn sie schon früh erkannt wird.

Nach einer erfolgreichen Behandlung sind weiterhin keine besonderen Maßnahmen einer Nachsorge mehr notwendig. Um die ESBL-Infektion zu verhindern, sollte sich der Betroffene in den jeweiligen Gebieten besonders desinfizieren und auf einen hohen Standard der Hygiene achten. In den meisten Fällen wird die ESBL-Infektion mit Hilfe von Antibiotika oder anderen Medikamenten behandelt. Dabei sollte beachtet werden, dass die Antibiotika nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden dürfen, da ihre Wirkung sonst verringert wird.

Dabei sollten diese Medikamente meist auch noch nach dem Abklingen der Beschwerden eingenommen werden, um die Krankheit vollständig zu besiegen. Während der Behandlung sollte auf Bettruhe geachtet werden, wobei von anstrengenden oder stressigen Betätigungen abzusehen ist. Weitere Maßnahmen sind zu einer Behandlung nicht notwendig. Bei einer vollständigen Behandlung kommt es nicht zu einer verringerten Lebenserwartung des Betroffenen.

Das können Sie selbst tun

Die ESBL-Infektion setzt sich aus vorwiegend antibiotikaresistenten Bakterien zusammen, die durch nichthygienische Verhältnisse erworben wurden. Die Selbsthilfemaßnahmen sind eingeschränkt.

Im Fall einer Ansteckung ist der medizinische Notfalldienst zu involvieren. Das Symptom schlägt sich massiv auf das Harn- und Darmsystem nieder sowie auf Haut und Atemwege. Betroffene werden klinisch behandelt und müssen nach erfolgreicher Genesung verschiedene Vorkehrungen einhalten. Die meisten Patienten, Senioren, Kinder und chronisch Kranke, welche einer ESBL-Infektion anheimfallen, besitzen ein geschwächtes Immunsystem. Daher sollte dieser Personenkreis generell im Alltag dafür sorgen, in einem hygienisch sauberen Umfeld zu leben. Dies enthält das korrekte Waschen der Kleidung, insbesondere Berufskleidung und der täglichen Körperhygiene. Im Berufsbereich sind die vorgeschriebenen Desinfektionsstandards einzuhalten, da sie dem Eigen- und Personenschutz Dritter dienen. Zur Nutzung öffentlicher Toiletten empfiehlt sich, ein Desinfektionsspray mitzuführen, da die Ansteckung des Symptoms auch über Türklinken und Klobrillen erfolgen kann.

Als oberste Selbsthilfe muss das Immunsystem auf Dauer gestärkt werden. Dazu gehören das Rauchen sowie der Alkohol-, Medikamenten- und Drogenmissbrauch aufgegeben. Ausreichend Bewegung, Saunabesuche und die Ernährungsweise spielen ebenfalls eine große Rolle, das Immunsystem dauerhaft zu stärken. Die Kost sollte gesunde Ballaststoffe enthalten, fettarm, vitamin- und mineralstoffreich sein sowie mit positiven Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6 versehen werden.

Quellen

  • Groß, U.: Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie. Thieme, Stuttgart 2009
  • Hahn, H., et al.: Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie. Springer, Berlin 2012
  • Wolff, H.-P., Weihrauch, T.R. (Hrsg.): Internistische Therapie. Urban & Fischer, München 2012


Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema ESBL-Infektion?

Name oder Pseudonym:

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?

Mit dem Abschicken Ihres Kommentars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten (Datenschutzerklärung) durch diese Website einverstanden.

Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

moni kommentierte am 22.05.2012

Bei meinem Vater wurde während eines dritten Krankenhausaufenthalts eine ESBL-Infektion der Harnröhre diagnostiziert.
Die Hygienezustände tragen nicht gerade zur Verhinderung der Infektion bei. Es sind 4 Patienten im Zimmer. Aus Mangel an Aufhängungen für Handtücher und Waschlappen werden diese zusammen an 3 Haken gehängt. Auf Nachfrage bei den Schwestern bekam ich zur Antwort: Was sollen wir machen? Zur Zeit wird viel über Hygienestandarts geredet, aber wo bleibt da die Kontrolle?

hasso kommentierte am 09.12.2012

Ich habe seit Mitte Mai eine schmerzhafte Harnwegsentzündung. Mein Urin wurde getestet 1000 000 kbe/ml ESBL. Ich habe dann 5 Monate 3xtägl. Antibiotika geschluckt (cotrimoxazol, doxycyclin, nitrofurantoin, nitroxolin), jedoch ohne Erfolg. Dann war ich im Sept. 8 Tage stationär und habe 3xtägl. Imipenem bekommen jedoch auch ohne Erfolg. Dann war ich im Nov. wieder stationär und habe 10 Tage 4x tägl. Zienam bekommen, aber auch dies war erfolglos! Frage: gibt es andere Mittel als Antibiotika, um meine ESBL-Keime zu bekämpfen?

Lalelu kommentierte am 10.01.2013

Ist denn aus Ihrer Sicht eine ESBL-Infektion therapierbar? Oder ist ein ESBL-Träger, immer ESBL-Träger?

ich kommentierte am 18.04.2013

Mein Vater wurde mit einer ESBL-Infektion aus dem Krankahaus entlassen, die er sich dort nach der 2. OP eingefangen hat. Es sind schon vor ihm und nach ihm Patienten damit infiziert worden. Nun ist er den 1. Tag zu Hause und hat wohl eine infizierte Wunde, dort wo die Drainagen gesessen haben. Diese heilt nicht und stinkt wie die Pest. Der Hausarzt ist über die Machenschaften des Krankenhauses entsetzt. Was können wir jetzt tun???

Sonnenschein kommentierte am 05.07.2013

Bei mir im Urin wurde auch dieser Keim entdeckt und daraufhin wurde sofort ein Antibiogramm erstellt. Ich war gegen 13 Antibiotika resistent und nur noch 3 sollten helfen, wobei 2 von ihnen nicht gewebezugängig waren. Ich kam mit einer Harnwegsinfektion ins Krankenhaus und habe 6 Tage 3 x täglich Imipenem durch die Vene bekommen. Natürlich muss man auch selbst etwas für seine Gesundheit tun: viel Vitamin C enthaltendes Obst essen. Vorallem viel Cranberry und Kirschen essen. Cranberry kann man auch als Saft oder Tee zu sich nehmen. Und das beste pflanzliche Antibiotikum ist Meerrettich, der tötet alle Bakterien ab. Täglich frischen Meerrettich in einen beliebigen Tee reiben, 5 Minuten ziehen lassen und trinken. Das sollte man 3-4 mal am Tag machen. 2-4l Wasser am Tag trinken, ganz wichtig!!! Und viel Sport machen, damit man schwitzt.

ingemaus kommentierte am 31.07.2014

Ich liege seit Juni im Krankenhaus und man fand zum zweiten mal den ESBL-Keim in meinem Urin. Nach zehn Tagen Reha konnte ich mit dem Gehwagen schon wieder etwas laufen, doch nun liege ich wieder auf der Isolierstation und bin verzweifelt.

Lärche kommentierte am 14.10.2014

Ich bin mit dem EBSL-Keim infiziert und habe seit Kurzem Schmerzen in den Fußgelenken. Gibt es da einen Zusammenhang?

wasser kommentierte am 08.12.2014

Ja, das gibt es. Wenigstens versuchen. Aber wird eben
nicht empfohlen im Internet.

susi kommentierte am 10.02.2015

Mein Vater hatte vor einen Jahr einen Schlaganfall und leidet seither unter zahlreichen Harnwegsinfekten durch den hatneckigen ESBL-Keim. Hat jemand eine Idee, wie man da dagegen wirken kann? Antibiotisch würde schon alles probiert. Cranbarrykonzentrat bekommt er täglich verabreicht, was ihm schon sehr gut tut, aber trotzdem ergibt die Harnkultur immer noch den Keim von 7 zu 10. Bitte um Hilfe.

Ude 123 kommentierte am 20.04.2015

Habe seit zwei Jahren den ESBL Keim. Ich war zwischendurch negativ. Zweimal hatte ich zudem eine schwere Sepsis. Es drohte sogar ein Berufsverbot, da ich Krankenschwester bin. Von keiner Seite bekommt man eine Unterstützung. Es kommt noch so weit, dass ich Hartz IV - Empfänger werde. Die Ärzte stehen auch hilflos davor. Ich komme mir wie ein Simulant vor, da ich zunehmend Beschwerden entwickel, die nicht für voll genommen werden. Ich habe furchtbare Gelenkschmerzen. Ich kann an manchen Tagen nicht laufen. Ich muss dann schwere Schmerzmittel in Kombination mit Betäubungsmittel einnehmen. Ich war in der Schmerzklinik zur Einstellung. Ich glaube, dass der Keim sich in den Gelenken festgesetzt hat. Was kann man tun und wie geht es in der Zukunft weiter? Irgendwo steht man ganz alleine da. Wenn einer ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder Hilfe weiss, schreibt bitte einen Kommentar. Für jeden Tipp bin ich unendlich dankbar. Eine verzweifelte Betroffene.

S.S kommentierte am 26.04.2015

Ich bin verzweifelt. Ich bin an Endometriose erkrankt und wurde 2011 das erste Mal operiert. 2013 nochmals und 2014 drei mal, weil es Komplikationen gab. Mir wurde mit 34 Jahren die Gebärmutter entfernt. Anscheinend war meine Blase so schwer betroffen, dass die Nerven sich verletzten und ich seit Mai 2014 nicht mehr wasserlösen kann. Seit dieser Zeit muss ich mich selbstkatheterisieren und habe am letzten Montag erfahren, dass ich den ESBL-Keim in der Blase und vermutlich auch Darm habe. Eigentlich bin ich zum Arzt gegangen, weil mein Darm seit Monaten rumpelt wie verrückt, vorallem nach dem Essen. Im moment muss ich 4 Wochen lang UVAMIN Antibiotika nehmen, aber ich glaube nicht, dass es was nützt. Ich arbeite als Erzieherin mit Kleinkindern, ist das nicht vielleicht ansteckend? Ich bin zwar eine Woche krank geschrieben, diese ist aber schon fast vorbei. Ich bin verzweifelt, Endometriose im schwersten Stadium und jetzt das noch.😥

Ulrich Hagmann kommentierte am 11.05.2015

Wir suchen für ein ARD Magazin Patienten, die mit einem multziresistenten Erreger infiziert wurden. Wer bereit ist darüber vor der Kamera zu sprechen, möge sich bitte bei mir melden.

ulrich.hagmann@br.de

Sienna kommentierte am 22.06.2015

Ich habe seit über einem Jahr ESBL und werde dauernd mit dem gleichen Antibiotika behandelt, obwohl es nichts bringt. Die Ärzte therapieren mich noch zu Tode. Ich liege derzeit im Göttinger Klinikum. Ich bekomme Imipenem als Arzneimittel. Ich bitte darum, es mit einem anderen Antibiotika zu versuchen, doch es interessiert niemanden. Vielleicht wissen Sie Rat?

erika kommentierte am 13.07.2015

Ich bin so verzweifelt. Ich habe eine Blasenenzündung und ESBL. Es wurde schon vier mal eine Urinkultur gemacht.Ich war zwei mal im Krankenhaus. Zudem habe ich Cotrim Tabletten bekommen, außerdem Gentamicin in den Arm und Cefuroxim 500 für eine Woche. Ich bekomme aber langsam wieder Schmerzen. Morgen muss ich wieder zur Urologin. Welches Antibiotikum könnte mir noch helfen?

Andruscha kommentierte am 26.09.2015

Ich werde seit drei Monaten gegen ESBL mit einem Antibiotikum behandelt. Der Keim sitzt im Hüftgelenk, so dass man das Gelenk ausbauen mußte. Bei der OP brach mein Oberschenkel. Die Schmerzen sind unerträglich und ein Gehen ist nicht möglich. Die Ärzte, das Personal, und ich sind komplett
überfordert. Letzte Woche Freitag hatte ich meine siebente OP. Der OP-Herd wird ausgewaschen und
direkt mit Antibiotikumketten versehen. Zusätzlich bekomme ich Tag und Nacht Antibiotikainfusionen. Ich weiß nicht mehr weiter, zumal nach dem ersten Keim jetzt noch drei zusätzliche Darmkeime gefunden wurden. Ich würde mich freuen noch weitere Erfahrungsberichte zu hören. Kennt jemand
Spezialkliniken?

Wir kommentierte am 25.02.2016

Nach der Geburt vor einem halben Jahr, wurde zu erst bei meinem Sohn Esbl in der Darmflora festgestellt, ein paar Tage später dann auch bei mir. Allerdings muss ich sagen, dass ich vor einigen Jahren eine Blinddarm Notop hatte und seitdem leide ich an Verstopfung. Gibt es dort möglicherweise einen Zusammenhang? Seit einiger Zeit leide ich an Wassereinlagerungen im gesamten Körper. Nach der Geburt meines Sohnes wurde es noch weitgehend schlimmer als davor. Nun habe ich den Eindruck, dass diese Wassereinlagerungen sich regelrecht verbreiten. Oberschenkel sind stark betroffen, Waden, Gesicht, Arme, sogar im Rücken ist es schon aufgetreten. Seit kurzem leide ich an Schmerzen in der Fußwurzel links, die mich so einschränken, dass ich kaum noch gehen/auftreten kann. Außerdem leide ich an Krampfanfällen, diese halten meistens ein paar Minuten (bis 30 Minuten) an. Bei meinem nun sechs Monate alten Baby wurde dieser Esbl Keim in der Intensivstation entdeckt. Ich habe während der Schwangerschaft weder geraucht, noch Alkohol getrunken, mich gesund ernährt und mich bewegt. Mein Sohn kam mit starken Wassereinlagerungen zur Welt. Ich selbst habe in der Schwangerschaft knapp 35 kg zugelegt. Seit ein paar Tagen leide ich immer wieder, besonders gegen Abend, an wiederkehrenden Magenkrämpfen, wobei ich dann plötzlich starken wässrigen Durchfall bekomme. Nachdem das dann vorbei ist, friere ich plötzlich ununterbrochen, mit Schüttelfrost. Nun frage ich mich natürlich, ob dies alles im Zusammenhang mit dem Esbl Keim steht? Nachdem ich erfahren habe, dass ich diesen Esbl Keim habe, wurden bei mir keinerlei Behandlungen durchgeführt. Mein Sohn wurde auf diesen Keim behandelt, er bekam Antibiotika. Allerdings wurden die Keime nicht besiegt. Beim Kinderarzt wurde in der U3 ein Halsabstrich gemacht und in diesem waren auch Esbl Keime zu finden. In seiner Darmflora wurden diese auch weiterhin gefunden. Was kann ich machen?

Judith kommentierte am 05.04.2017

So wie ich das verstanden habe, hängt diese Infektion vorwiegend mit Darmbakterien zusammen. Daher meine Frage: Gäbe es da die Möglichkeit mit Produkten wie Omnibiotic oder Antibiophilus, bzw. Biological, welche ja alle im Darm wirksam sein sollten, z.B. eine verbessernde Wirkung, bzw. eine Korrektur der Bakterienvorkommen im Darm zu erreichen? Oder ich habe auch schon mal von einer Darmbakterienverpflanzung gehört, sprich bei einem kranken Darm wurden Stuhlentnahmen aus einem gesunden Darm eingeführt. Seit wann kennt man diese Infektion?

Jorkus kommentierte am 23.05.2017

Nach einer Patellafraktur im November 2015 wurde ich insgesamt sechsmal operiert. Im Dezember 2016 wurde ich informiert, dass ich mir einen Keim eingefangen habe und lag 14 Tage isoliert und erhielt flüssige Antibiotika. Die vorhandene Wunde am Knie wurde dreimal geöffnet und gespült. Im Dezember 2016 wurde ich entlassen, aber am Knie ergab sich eine Restwunde, welche nicht abheilte. Ein Abstrich erbrachte die Diagnose, dass ich mit dem ESBL-Keim infiziert war. Seitdem habe ich starken Harndrang, aber was noch schlimmer ist, einen extremen Juckreiz, welcher vor allem am Rücken auftritt. Meine Hausärztin erklärte mir, dass ich bis ans Lebensende damit belastet sein werde.

Lungplaa kommentierte am 25.09.2017

Dieser Artikel ist sehr hilfreich für Menschen die ESBL Keimträger sind. Ich habe von meiner "Krankheit" erst zwei Jahre nach einem Krankenhausaufenthalt durch Zufall erfahren. Es ist sehr wichtig, dass man die Ärzte aufmerksam macht, dass man ESBL Träger ist, damit sie die Behandlung darauf ausrichten können, besonders wenn man Antibiotika benötigt. Wir ESBL - Träger brauchen uns nicht vor der "Allgemeinheit" ausgrenzen, nur die Ärzte und das Krankenhauspersonal muss sich schützen, damit sie die Keime nicht auf andere Patienten übertragen, weil bei vielen Patienten die sich im Krankenhaus befinden, das Immunsystem geschwächt ist.