Hausmittel gegen Schnarchen

Medizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 9. April 2024
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Schnarchen hält nicht nur den Partner mehrere Stunden in der Nacht wach, sondern ist häufig auch eine Gefahr für die schnarchende Person. Viele Menschen wünschen sich, dass dieses Schnarchen einfach behoben wird. Hierzu greifen diese auf altbekannte Hausmittel zurück. Aber welche Hausmittel gibt es, um ein Schnarchen zu reduzieren? Häufig wünschen sich betroffene Personen eine schnelle Hilfe und greifen auch gerne auf alternative Heilmitteln zurück, die meistens kleine Wunder vollbringen können.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Schnarchen?

Schnarchen kann zu einer richtigen Geduldsprobe werden, verschiedene Hausmittel können dagegen helfen.

Es gibt viele simple Hausmittel, die ein Schnarchen eindämmen können. Bei übergewichtigen Personen kann ein einfaches abnehmen schon Wunder bewirken. Meist stellen die betroffenen Personen sogar fest, dass das Schnarchen komplett verschwindet und auch nicht wieder auftritt.

Zudem gibt es einen bestimmten Personenkreis, der lediglich bei einer Erkältung zum Schnarchen neigt. Hier gilt es die Erkältung zu beheben und das Schnarchen hört automatisch wieder auf. Hierzu eigenen sich besonders Erkältungsbäder, Dampfbäder oder ein simples Nasenspray.

Des Weiteren kann auch Alkoholkonsum kurz vor dem Schlafen gehen zum Schnarchen führen. Auch Raucher sind sehr häufig betroffen. Daher sollte man auf den Genuss von alkoholischen Getränken einige Stunden vor dem Schlafen gehen verzichten und gegebenenfalls das Rauchen einschränken. Den meisten Personen hilft es auch zu einer geregelten Uhrzeit in das Bett zu gehen, um dem Schnarchen entgegenzuwirken.

Ein besonders beliebtes Hausmittel ist der Tipp, immer in der Seitenlage einzuschlafen. Denn die meisten betroffenen Personen schnarchen nur in der Rückenlage. Da man allerdings im Schlaf seine Haltung kaum beeinflussen kann, empfiehlt es sich einen Tennisball am Rücken zu befestigen. So kann gewährleistet werden, dass ein Schlafen in der Rückenlage nicht stattfindet.

Einige betroffene Personen berichten zudem über große Erfolge mit sogenannten Schnarchpflastern. Diese gibt es in jeder Apotheke und werden über die Nase geklebt und sorgen für ein leichteres Atmen.

Schematische Darstellung der Atmung beim Schnarchen. Klicken, um zu vergrößern.

Auch eine feste Nackenrolle kann den Effekt unterstützen und sollte anstelle eines normalen Kopfkissens eingesetzt werden.

Des Weiteren hilft auch bei einigen Personen eine Wasserschale, die neben dem Bett aufgestellt wird. In dieser sollten circa 20 Tropfen Eukalyptusöl gegeben werden. Zudem können auch spezielle Tees das Schnarchverhalten eindämmen. Dies ist zum Beispiel möglich mit einem Tee aus Arnicablättern, Lindenblüten oder auch aus Salbei. Dieser sollte circa eine Stunde vor dem Schlafen gehen getrunken werden, damit der Tee seine Wirkung entfalten kann.

Schnelle Hilfe

Grundsätzlich können die altbekannten Hausmittel das Schnarchen lediglich lindern und somit nur eindämmen. Nur, wenn das Schnarchen auf einer Erkältung, Nikotinkonsum oder Übergewicht beruht, kann eine dauerhafte Heilung stattfinden.

Sofern man auf operative Maßnahmen verzichten möchte, können die Hausmittel durch eine regelmäßige Anwendung von bestimmten Verhaltensweisen ein Leben mit dem Schnarchen angenehmer gestalten und entfalten alle eine schnelle Besserung, sofern das richtige Hausmittel gefunden wurde.

Häufig schlafen die betroffenen Personen bei Anwendung der Verhaltensweisen auf Anhieb einige Nächte ohne zu Schnarchen. Auch wenn das Schnarchen ab und zu in der Nacht wiederkehrt, sind die Hausmittel dennoch eine sinnvolle Alternative, die schnell zum Erfolg führen können.


Alternative Heilmittel

Immer größerer Beliebtheit bei der Bekämpfung des Schnarchens erfahren die alternativen Heilmittel. Gerne wird in diesem Zusammenhang eine Akupunktur durchgeführt.

Hier werden entweder eine oder mehrere Nadeln in den sogenannten Meisterpunkt 17 geführt. Dieser Punkt sitzt in der Nähe des Schlüsselbeines und ist zudem mit den Atmungsorganen verknüpft. Die Nadeln bleiben dabei grundsätzlich eine halbe Stunde in der Haut stecken, bevor diese wieder entfernt werden. Diese Behandlung muss allerdings mindestens zehn mal wiederholt werden, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Durch diese Form der Behandlung kann das Schnarchen eingedämmt und in einigen Fällen auch ganz behoben werden.

Zudem gibt noch einige homöopathische Anti Schnarchprodukte. Hierunter fallen zum Beispiel Rachensprays und Nasencremes. Diese sorgen für Feuchtigkeit in der entsprechenden Region und dämmen das Schnarchverhalten ein.

7 wirksame Heilpflanzen gegen Schnarchen

Schnarchen kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, darunter Verengungen der Atemwege, Entspannung der Muskulatur im Schlaf oder chronische Nasenverstopfungen. Einige Heilpflanzen können helfen, die Symptome zu lindern, indem sie entzündungshemmend wirken, die Atemwege öffnen oder die Atmung erleichtern. Hier sind sieben Heilpflanzen, die gegen Schnarchen eingesetzt werden können:

  • Pfefferminze (Mentha piperita): Pfefferminzöl kann bei der Reduzierung von Schwellungen in den Schleimhäuten der Nase und des Rachens helfen, was besonders nützlich ist, wenn das Schnarchen durch eine vorübergehende Verstopfung verursacht wird.
  • Eukalyptus (Eucalyptus globulus): Eukalyptus ist bekannt für seine starken entzündungshemmenden und schleimlösenden Eigenschaften. Das Inhalieren von Eukalyptusdampf vor dem Schlafengehen kann helfen, die Atemwege zu öffnen.
  • Thymian (Thymus vulgaris): Thymian hat eine traditionelle Anwendung bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen und kann die Atmung erleichtern, indem er dazu beiträgt, die Atemwege zu reinigen.
  • Salbei (Salvia officinalis): Salbei wirkt entzündungshemmend und kann bei der Linderung von Schwellungen im Rachenraum hilfreich sein, was das Schnarchen reduzieren kann.
  • Lavendel (Lavandula angustifolia): Lavendel ist bekannt für seine beruhigenden Eigenschaften. Es kann helfen, einen tieferen und entspannteren Schlaf zu fördern, wodurch die Muskeln im Rachen weniger zum Schnarchen neigen.
  • Goldrute (Solidago virgaurea): Goldrute kann helfen, Entzündungen in den Atemwegen zu reduzieren und die Nasenatmung zu verbessern.
  • Kamille (Matricaria chamomilla): Kamille kann beruhigend wirken und zur Entspannung beitragen, was zu einer Reduzierung des Schnarchens durch Entspannung der Atemwege führen kann.

Diese Heilpflanzen können in verschiedenen Formen, wie Tee, Inhalation oder ätherische Öle, angewendet werden. Es ist jedoch wichtig, bei der Verwendung von Heilpflanzen Vorsicht walten zu lassen, besonders wenn man schwanger ist, stillt oder Medikamente einnimmt, da Wechselwirkungen auftreten können.

Zudem sollten diese natürlichen Mittel nicht als Ersatz für eine medizinische Behandlung gesehen werden, insbesondere wenn das Schnarchen ein Symptom einer schwerwiegenderen Erkrankung wie Schlafapnoe sein könnte.

7 wirksame Tipps bei Schnarchen

Schnarchen kann nicht nur die Schlafqualität der betroffenen Person, sondern auch die ihres Partners beeinträchtigen. Hier sind sieben wirksame Tipps und Hausmittel, die helfen können, Schnarchen zu reduzieren oder zu verhindern, ohne auf Heilpflanzen zurückzugreifen:

  • Schlafposition ändern: Schlafen auf dem Rücken kann dazu führen, dass die Zunge und das weiche Gewebe im Rachen den Atemweg blockieren und Schnarchen verursachen. Das Schlafen auf der Seite kann helfen, dies zu vermeiden.
  • Gewichtsreduktion: Übergewicht, besonders im Halsbereich, kann den Druck auf die Atemwege erhöhen und Schnarchen begünstigen. Eine Gewichtsabnahme kann daher bei manchen Personen das Schnarchen reduzieren.
  • Vermeidung von Alkohol: Alkohol entspannt die Muskeln im Rachen, was Schnarchen verstärken kann. Es ist ratsam, Alkohol mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen zu meiden.
  • Regelmäßige Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität kann den allgemeinen Muskeltonus verbessern, einschließlich der Muskeln im Rachen, und so das Schnarchen verringern.
  • Nasale Luftbefeuchter: Trockene Luft kann die Nasenschleimhäute reizen und zu Schnarchen führen. Ein Luftbefeuchter im Schlafzimmer kann helfen, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen und die Atemwege feucht zu halten.
  • Nasenstrips oder Nasendilatatoren: Diese können helfen, die Nasengänge zu erweitern und die Atmung zu erleichtern, was besonders nützlich ist, wenn das Schnarchen durch Probleme mit der Nasenatmung verursacht wird.
  • Schlafhygiene verbessern: Ein regelmäßiger Schlafplan, das Vermeiden von schwerem Essen und Stimulanzien wie Koffein vor dem Schlafengehen können zu einem tieferen und ruhigeren Schlaf führen, der das Schnarchen reduzieren kann.

Diese Tipps können einzeln oder in Kombination angewendet werden, um das Schnarchen zu reduzieren. Es ist wichtig, bei anhaltendem Schnarchen, das den Schlaf stört oder andere Symptome wie lange Atempausen während des Schlafes aufweist, einen Arzt aufzusuchen, da dies Anzeichen einer ernsteren Erkrankung wie Schlafapnoe sein können.

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