Immunfluoreszenz-Direktnachweis

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 2. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Nachweise von Gewebestrukturen, Antikörpern und Krankheitserregern durch Immunmarkierungen gehören zu den gebräuchlichen Verfahren der Labordiagnostik. Immunfluoreszenz bezeichnet die Immunmarkierung mit präparierten, fluoreszierenden Antikörpern, die unter UV-Licht zum Leuchten gebracht werden.

Beim Immunfluoreszenz-Direktnachweis wird das Untersuchungssubstrat direkt mit leuchtenden Antikörpern untersucht, ohne vorgeschaltete primäre Antikörper oder künstliche Antigene.

Inhaltsverzeichnis

Was ist der Immunfluoreszenz-Direktnachweis?

Immunfluoreszenz Direktnachweis
Tumorspezifische Antigene im Tumorgewebe lassen sich mit Immunfluoreszenz direkt nachweisen. Somit lässt sich häufig herausfinden, woher im Körper die vorhandenen Metastasen gekommen sind.

Immunfluoreszenz-Direktnachweise sind diagnostische Methoden, die auf Erkenntnissen der Immunologie, Immunfärbung und Immunhistochemie beruhen. Im Mittelpunkt steht hier die Eigenschaft von Antikörpern, sich an bestimmte Stellen im Gewebe oder auf Antigenen in einem Serum zu binden. Diese Stellen sind Epitope.

In der biochemischen Diagnostik gibt es künstliche Antikörper oder Mimetika (Singular: Mimetikum), die eine Markierung dieser Antikörper-Antigen-Bindungen durch Fluoreszenz oder Radioaktivität ermöglichen. Künstliche Antikörperkonjugate binden sich nämlich einerseits an die Epitope und verfügen andererseits über einen Fluoreszenzmarker im Falle der Immunfluoreszenz. Das ist eine Alternative zur Verwendung von radioaktiven Markern. Das Besondere an Immunfluoreszenz-Direktnachweisen gegenüber indirekten Nachweisen ist, dass der Antikörper, der sich an das Epitop des Antigens im untersuchten Material bindet, zugleich auch schon das Antikörperkonjugat mit dem Fluoreszenzmarker darstellt. Weitere Antikörper zur Zwischenschaltung sind bei Direktnachweisen nicht notwendig.

Als Farbstoffe zur Herstellung der künstlichen Antikörperkonjugate kommen bei der Immunfluoreszenz das unter UV-Licht leuchtende Fluorescein und auch Fluoresceinisothiocyanat (FITC) zum Einsatz. Soweit liest sich das ein bisschen kompliziert, aber Immunfluoreszenz-Direktnachweise sind Standardmethoden der medizinischen Labordiagnostik für zahlreiche unterschiedliche medizinische Fragen. Die Antikörper mit dem Fluoreszenzfarbstoff sind fertig zum Verkauf erhältlich.

Funktion, Wirkung & Ziele

Immunfluoreszenz-Direktnachweise gibt es für Gewebeuntersuchungen zur Anfärbung bestimmter Strukturen im Gewebe. Es gibt sie aber auch für Einzelzellen. Da spielt die Durchflusszytometrie eine große Rolle. Und schließlich sind da noch die aus fester und flüssiger Phase bestehenden Immunassays. Immunfluoreszenz-Untersuchungen von Geweben sind vor allen Dingen in der Onkologie, also dem Fachgebiet für die Erkennung und Behandlung von Krebskrankheiten, wichtig.

Tumorspezifische Antigene im Tumorgewebe lassen sich mit Immunfluoreszenz direkt nachweisen. Oft sind diese Untersuchungen an Gewebeproben von Geschwülsten wichtig, um herauszufinden, woher im Körper die vorhandenen Metastasen gekommen sind, oder auch, um ein Urteil zu bilden, ob ein Tumor gut- oder bösartig ist. Die Untersuchung von einzelnen Zellen mit Immunfluoreszenz-Direktnachweisen dient dem Auffinden von Virus-Antigenen, Bakterien-Antigenen und anderen Epitopen.

So erfährt man beispielsweise, ob die Zellen durch ein Virus infiziert sind und in welchem Stadium des Infektionszyklus sich die Zellen befinden. Unter der Bezeichnung FACS (=Fluorescence-Activated Cell Sorting) verbirgt sich ein hocheffizientes Durchflusszytometrie-Verfahren, bei dem die mit Fluoreszenz markierten Zellen auf je nach Färbungstyp unterschiedliche Reagenzgläser verteilt werden. Dieses Verfahren ist wichtig in der Immunologie, Hämatologie und Infektiologie.

Immunfluoreszenz-Immunassays erlauben den direkten Nachweis von Umweltgiften, genetisch veränderten Organismen und bestimmten Zusatzstoffen in Nahrungsmitteln. Bei dieser Versuchsanordnung gibt es stets eine feste und eine flüssige Phase. Zahlreiche Krankheitserreger, einschließlich des AIDS verursachenden HI-Virus, lassen sich ebenso direkt nachweisen. Beim Nachweis von Infektions- und Autoimmunkrankheiten geht es jedoch oft darum, nicht Antigene, sondern Antikörper nachzuweisen. Das sind die vom Immunsystem des Körpers selbst gebildeten Abwehrmoleküle. Solche Nachweise sind dann nach der hier vorgestellten Definition keine direkten Nachweise, da die fluoreszierenden Antikörper nicht an ein Antigen des Patienten, sondern an dessen eigene Antikörper ankoppeln.

Die körpereigenen Antikörper wiederum haben sich zuvor an die Antigene der Versuchsanordnung gebunden. Nur in speziellen Nachweis- und Bestätigungstests werden Immunfluoreszenz-Direktnachweise für gängige Infektionen, zum Beispiel durch HI-Viren und Chlamydien, eingesetzt. Es gibt Tests für viele weitere Krankheiten. In den meisten Situationen sind für Infektionskrankheiten indirekte Nachweise der Antikörper besser geeignet, da das körpereigene Immunsystem eben über eine geniale Erinnerungsfähigkeit an frühere Infektionen verfügt. In anderen Situationen wiederum ergänzen sich direkte Nachweise von Antigenen und indirekte Nachweise von Antikörpern. Letztere zeigen, dass eine Infektion schon einmal vorgekommen ist, während Erstere genauere Informationen über den aktuellen Status der Aktivität der Krankheitserreger liefern.


Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Mit Immunfluoreszenz-Direktnachweisen sind wie bei allen medizinischen Nachweisen zwei Risiken verbunden: das Risiko eines falsch positiven Resultats und das Risiko eines falsch negativen Resultats. Falsch positive Resultate können beim Patienten Verunsicherung und eine erhebliche Belastung verursachen.

Deshalb kommen zu positiven Resultaten, besonders wenn die Diagnose zu einschneidenden Lebensveränderungen führt, zusätzliche Testverfahren hinzu. Die Gefahr eines falsch negativen Resultats liegt darin, dass der Patient die Bedrohung für seine eigene Gesundheit und vielleicht sogar auch für die öffentliche Gesundheit nicht rechtzeitig erfährt. Deshalb ist es gut, viel zu forschen und eine große Anzahl unterschiedlicher Immunfluoreszenz-Direktnachweise verkaufsreif zu machen und anzubieten. Zusammen mit anderen direkten und indirekten Nachweisverfahren von Krankheiten und Pathologien erhöht sich so die Genauigkeit der Diagnose.

Direktnachweise basieren auf dem Antikörperkonjugat, das sich einerseits an die Epitope der Antigene bindet und andererseits auch zugleich die Fluoreszenz verursacht. So ein Produkt kommt daher nur in einer Art Testverfahren zur Anwendung und wird nicht für andere Testverfahrenstypen verwendet. Das ist ein wichtiger, verfahrenstechnischer Unterschied zu den indirekten Nachweisen, bei denen den fluoreszierenden Antikörpern primäre Antikörper zur Epitop-Bindung vorgeschaltet sind. Dort eignet sich dasselbe Antikörperkonjugat für unterschiedliche Tests. Dieser verfahrenstechnische Unterschied ist verschieden vom medizinischen Unterschied zwischen dem indirekten Nachweis von Antikörpern und dem direkten Nachweis von Antigenen.

Anzumerken ist außerdem, dass die Untersuchung selbst im Labor stattfindet und für den Patienten keine unmittelbare Belastung darstellt. Was an Risiko besteht, entsteht bei der Gewinnung des Materials: Ein Abstrich oder eine Blutentnahme sind kaum belastend, eine Gewebeentnahme aus der Haut hinterlässt eine kleine Wunde, die sich entzünden und eine Narbe zurücklassen kann, und eine Gewebeentnahme aus der Niere ist ein Eingriff mit dem Risiko einer Nachblutung, der eine Überwachung erfordert. Bei der Abwägung, ob eine solche Untersuchung angezeigt ist, wiegt daher nicht die Färbetechnik, sondern der Weg zur Probe.

Anwendung in der Hautdiagnostik

Eines der wichtigsten Einsatzgebiete des Direktnachweises liegt in der Dermatologie, und zwar bei jenen Erkrankungen, bei denen sich Blasen bilden, weil sich das körpereigene Abwehrsystem gegen Bestandteile der Haut richtet. Für das bloße Auge und selbst unter dem gewöhnlich gefärbten Mikroskopschnitt ähneln sich diese Krankheitsbilder oft so weit, dass eine sichere Zuordnung nicht möglich ist — und doch unterscheiden sie sich in Verlauf und Behandlung erheblich.

Hier zeigt der Direktnachweis, wo genau im Gewebe sich Antikörper und Bestandteile des Komplementsystems abgelagert haben, und das Ablagerungsmuster ist für die verschiedenen Erkrankungen kennzeichnend. Beim Pemphigus vulgaris leuchten die Zwischenräume zwischen den Zellen der Oberhaut netzförmig auf, weil sich die Antikörper gegen die Haftstrukturen zwischen den Hautzellen richten. Beim bullösen Pemphigoid dagegen zeigt sich ein durchgehender, bandförmiger Streifen an der Grenzschicht zwischen Oberhaut und Lederhaut. Und bei der Hauterkrankung, die mit einer Glutenunverträglichkeit einhergeht, finden sich körnige Ablagerungen in den Spitzen der Bindegewebszapfen. Diese Muster sind unter dem Mikroskop unmittelbar zu erkennen und lassen sich fotografisch festhalten.

Von praktischer Bedeutung ist dabei die Wahl der Entnahmestelle. Für den Direktnachweis wird nicht die Blase selbst entnommen, sondern unauffällig erscheinende Haut in deren unmittelbarer Nachbarschaft. Im Blasendach ist das Gewebe bereits zerstört, und die abgelagerten Antikörper sind vom Entzündungsgeschehen abgebaut worden — eine Probe von dort kann trotz vorliegender Erkrankung leer bleiben. Für ergänzende Untersuchungen an derselben Person wird zusätzlich Blut abgenommen.

Anwendung an der Niere

Ein zweites großes Einsatzgebiet ist die Nephrologie. Wird bei einer Nierenerkrankung Gewebe entnommen, wird der Befund regelmäßig auf drei Wegen beurteilt: durch die gewöhnliche mikroskopische Untersuchung gefärbter Schnitte, durch die Elektronenmikroskopie und eben durch den Immunfluoreszenz-Direktnachweis. Untersucht wird dabei ein festgelegter Satz von Zielstrukturen — verschiedene Antikörperklassen sowie Bestandteile des Komplementsystems.

Auch hier trägt das Muster die Aussage. Körnige, fleckige Ablagerungen sprechen dafür, dass sich im Blut gebildete Verbindungen aus Antigen und Antikörper in den Nierenkörperchen abgesetzt haben. Ein durchgehend gleichmäßiger, linienförmiger Saum entlang der Grundmembran weist dagegen darauf hin, dass sich die Antikörper unmittelbar gegen diese Membran selbst richten — eine seltene, aber rasch fortschreitende Erkrankung, bei der eine schnelle Diagnose über den Verlauf entscheidet. Das vorherrschende Auftreten einer bestimmten Antikörperklasse im Stützgewebe der Nierenkörperchen kennzeichnet wiederum die häufigste Form der Nierenkörperchenentzündung weltweit. Bleiben alle Ablagerungen aus, ist auch das ein verwertbares Ergebnis und lenkt die Überlegungen in eine andere Richtung.

Anwendung im Erregernachweis

Beim direkten Nachweis von Krankheitserregern liegt der Vorteil des Verfahrens in seiner Geschwindigkeit. Aus Sekret der Atemwege, aus Abstrichen oder aus Spülflüssigkeit lassen sich Bestandteile bestimmter Viren, von Legionellen oder von bestimmten Pilzen innerhalb weniger Stunden sichtbar machen — deutlich schneller, als eine Anzucht in der Kultur Ergebnisse liefern könnte. In der Diagnostik der Tollwut war die direkte Immunfluoreszenz am Nervengewebe über lange Zeit das maßgebliche Verfahren.

Die Aussagekraft hängt allerdings stark davon ab, wie gut das Material gewonnen wurde. Enthält der Abstrich zu wenig Zellmaterial, kann der Nachweis negativ ausfallen, obwohl der Erreger vorhanden ist. Aus diesem Grund ist die direkte Immunfluoreszenz im Erregernachweis vielerorts durch die Polymerase-Kettenreaktion abgelöst worden, die auch geringste Mengen an Erbmaterial erfasst.

Anforderungen an das Untersuchungsmaterial

Ein Punkt, der über Gelingen oder Scheitern entscheidet und außerhalb der Labore wenig bekannt ist, betrifft die Behandlung der Probe. In der Pathologie wird Gewebe üblicherweise in Formalin eingelegt und anschließend in Paraffin eingebettet — so bleibt es dauerhaft haltbar und lässt sich jederzeit erneut schneiden. Für den Immunfluoreszenz-Direktnachweis ist dieser Weg jedoch in der Regel ungeeignet: Die Fixierung verändert genau jene Oberflächenstrukturen, an die der markierte Antikörper binden soll, sodass die Bindung ausbleibt.

Deshalb muss das Gewebe unfixiert bleiben. Es wird entweder unmittelbar nach der Entnahme schockgefroren und als Gefrierschnitt bearbeitet oder in einem besonderen Transportmedium in das Labor gebracht, das die Zielstrukturen für die Dauer des Versands erhält. Wird eine Probe versehentlich in Formalin gegeben, ist der Direktnachweis daran meist nicht mehr durchführbar, und es muss erneut Gewebe entnommen werden. Aus diesem Grund wird bei entsprechenden Fragestellungen von vornherein ein zusätzliches Stück Gewebe für diesen Zweck entnommen und getrennt versandt.

Grenzen und Fehlerquellen

Jede Färbung braucht Vergleichsmaßstäbe. Deshalb laufen bei jedem Untersuchungsgang Kontrollpräparate mit — eines, bei dem ein Leuchten zu erwarten ist, und eines, bei dem keines auftreten darf. Bleibt die erwartete Reaktion in der Kontrolle aus, ist der gesamte Durchgang nicht verwertbar, unabhängig davon, wie die Patientenprobe aussieht.

Eine typische Fehlerquelle ist die Eigenfluoreszenz. Bestimmte Fasern des Bindegewebes, Ablagerungen von Alterspigment und rote Blutkörperchen leuchten unter dem Anregungslicht von sich aus, ohne dass ein markierter Antikörper gebunden hätte. Wer das Bild beurteilt, muss ein solches Eigenleuchten von einem echten Nachweis unterscheiden können — eine Fähigkeit, die Erfahrung voraussetzt und sich nicht automatisieren lässt. Hinzu kommt, dass der Farbstoff unter dem Anregungslicht mit der Zeit ausbleicht. Die Präparate werden deshalb dunkel und kühl aufbewahrt, zügig beurteilt und die Befunde fotografisch dokumentiert, weil sich das Bild später nicht unverändert reproduzieren lässt.

Schließlich hat der Verzicht auf einen zwischengeschalteten Antikörper seinen Preis. Bei der indirekten Variante können sich mehrere markierte Antikörper an einen einzigen zuvor gebundenen anlagern; das verstärkt das Signal. Diese Verstärkung fehlt beim Direktnachweis, weshalb er bei sehr geringen Mengen der gesuchten Struktur an seine Grenze stößt. Dafür ist er schneller, weil ein Arbeitsschritt entfällt, und weniger anfällig für unerwünschte Kreuzreaktionen.

Abgrenzung zu verwandten Verfahren

Für die Untersuchung von in Paraffin eingebettetem Gewebe wird überwiegend eine verwandte Technik eingesetzt, bei der der Antikörper nicht mit einem Leuchtfarbstoff, sondern mit einem Enzym verbunden ist. Dieses Enzym setzt einen zugegebenen Stoff zu einem farbigen, im gewöhnlichen Durchlicht sichtbaren Niederschlag um. Der Vorteil liegt darin, dass sich das Ergebnis zugleich mit dem Gewebeaufbau betrachten lässt und das Präparat dauerhaft aufbewahrt werden kann. Fluoreszenzverfahren behalten ihren Platz überall dort, wo an unfixiertem Material gearbeitet wird oder wo mehrere Zielstrukturen mit unterschiedlich leuchtenden Farbstoffen gleichzeitig dargestellt werden sollen.

Daneben stehen Verfahren, die nicht am Gewebeschnitt, sondern an Flüssigkeiten arbeiten. Bei antikörperbasierten Testverfahren im Reaktionsgefäß wird das Ergebnis als Messwert ausgegeben und lässt sich in großer Zahl automatisiert bearbeiten; dafür geht die Information verloren, an welcher Stelle im Gewebe sich etwas abgespielt hat. Die Polymerase-Kettenreaktion weist wiederum kein Eiweiß nach, sondern Erbmaterial, und erreicht damit eine andere Ebene der Empfindlichkeit. In der Praxis ergänzen sich diese Wege; welcher gewählt wird, richtet sich nach der Frage, nach dem verfügbaren Material und danach, wie schnell eine Antwort gebraucht wird.

Was ein Befund für den Patienten bedeutet

Der Befund eines Immunfluoreszenz-Direktnachweises ist selten für sich allein aussagekräftig. Er beschreibt, welche Strukturen wo und in welcher Verteilung angefärbt wurden — und wird anschließend mit dem Beschwerdebild, mit der gewöhnlichen mikroskopischen Beurteilung und mit den Blutuntersuchungen zusammengeführt. Erst aus dieser Zusammenschau entsteht die Diagnose.

Daraus folgt auch, wie ein unauffälliges Ergebnis zu lesen ist. Es macht die vermutete Erkrankung weniger wahrscheinlich, schließt sie jedoch nicht aus. Eine Probe von der falschen Stelle, ein zu langer Transportweg, eine bereits begonnene Behandlung mit Medikamenten, die das Immunsystem dämpfen, oder schlicht ein sehr frühes Krankheitsstadium können dazu führen, dass sich nichts anfärben lässt, obwohl die Erkrankung besteht. Bleibt der klinische Verdacht bestehen, wird die Untersuchung deshalb wiederholt oder durch andere Verfahren ergänzt.

Quellen

  • Suerbaum, S., Burchard, G.-D., Kaufmann, S. H. E., Schulz, T. F. (Hrsg.): Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie.
    ISBN: 9783662613849
  • Thomas, L.: Labor und Diagnose.
    ISBN: 9783981620801
  • Peter, H.-H., Pichler, W. J., Müller-Ladner, U. (Hrsg.): Klinische Immunologie.
    ISBN: 9783437232565
  • Renz, H. (Hrsg.): Praktische Labordiagnostik.
    ISBN: 9783111328195
  • Plewig, G., Ruzicka, T., Kaufmann, R., Hertl, M. (Hrsg.): Braun-Falco's Dermatologie, Venerologie und Allergologie.
    ISBN: 9783662495445

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