Nebenhodenentzündung

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 20. August 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Eine Nebenhodenentzündung oder Epididymitis kann aufgrund der Empfindlichkeit des gesamten Bereiches eine sehr schmerzhafte Erkrankung sein. Obwohl sie mit einer richtigen Therapie meist problemlos abheilt, kann es ohne Behandlung zu schwerwiegenden Komplikationen kommen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Nebenhodenentzündung?

Nebenhodenentzuendung
Die akute Nebenhodenentzündung zeigt ganz ähnliche Symptome wie die Hodenentzündung (Orchitis). Erste Beschwerden sind oft Schmerzen beim Wasserlassen und vermehrter Harndrang.
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Die Nebenhodenentzündung, in Fachkreisen auch Epididymitis genannt, ist eine Infektion, die meistens durch Bakterien, seltener durch Viren hervorgerufen wird und den Nebenhoden betrifft.

Aufgrund der anatomischen Gegebenheiten, die Nebenhoden befinden sich gleich oberhalb der Hoden, kann die Nebenhodenentzündung auch leicht auf den Hoden übergreifen, sodass es des Weiteren noch zu einer Hodenentzündung kommen kann.

Die Symptome einer Nebenhodenentzündung entwickeln sich zu Beginn recht schleichend, sodass sie oft spät bemerkt wird und sich die Entzündung weiterbilden und auf nahe Körperteile übergreifen kann.

Genau dieser eher langsame Beginn unterscheidet die Nebenhodenentzündung von der Hodentorsion, bei der sich der Hoden um seinen eigenen Gefäßstiel dreht. Eine Hodentorsion setzt schlagartig mit heftigsten Schmerzen ein, betrifft vor allem Jungen und junge Männer und ist ein Notfall: Ohne Operation innerhalb weniger Stunden geht der Hoden verloren. Weil beide Erkrankungen von außen ähnlich aussehen können, gilt eine Hodentorsion erst nach einer ärztlichen Untersuchung als ausgeschlossen. Plötzliche starke Hodenschmerzen gehören deshalb immer sofort in ärztliche Hände.

Ursachen

Eine Nebenhodenentzündung wird zumeist durch Bakterien oder Viren ausgelöst. In den meisten Fällen gelangen sie über die Harnröhre von außen in den Körper und steigen an den Samenwegen bis zu den Nebenhoden auf. Dies wird auch aufsteigender Infekt genannt.

Häufig stammen die Erreger von einer Blasen-, Prostata- oder Harnröhrenentzündung, die sich im Körper weiter ausbreitet. Bei Männern im jüngeren Alter wird eine Nebenhodenentzündung auch gelegentlich durch Chlamydien ausgelöst, die durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden.

Weitere mögliche Ursachen einer Nebenhodenentzündung können jedoch auch operative Eingriffe oder ein Katheter sein. Eine Nebenhodenentzündung kann jedoch auch durch eine Verletzung der Nebenhoden ausgelöst werden. Dies kann beispielsweise durch einen Unfall oder Tritt passieren.

Sehr selten erfolgt eine Infektion der Nebenhoden auch über die Blutbahn. Von einem Entzündungsherd an einer anderen Stelle des Körpers gelangen die Infektionserreger mit dem Blut zu den Nebenhoden und lösen hier eine weitere Infektion aus.

Bei Rheumapatienten kann eine Nebenhodenentzündung auch eine Begleiterscheinung des Rheumas sein.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Die akute Nebenhodenentzündung zeigt ganz ähnliche Symptome wie die Hodenentzündung (Orchitis). Erste Beschwerden sind oft Schmerzen beim Wasserlassen und vermehrter Harndrang. Zusätzlich schwillt der Hoden an. Die Schwellung kann so stark sein, dass die Falten in der Haut komplett verschwinden.

Weiteres Anzeichen ist die deutliche Erwärmung des betroffenen Hodens. Er beginnt wehzutun und ist besonders druck- und berührungsempfindlich. Dabei können die Schmerzen bis in den Unterleib und in die Leistengegend ausstrahlen. Die Haut am Hodensack beginnt sich rötlich zu verfärben, was ein weiterer typischer Hinweis auf eine Entzündung ist.

Es entsteht ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Bei manchen Patienten tritt zusätzlich Fieber bis zu 40 Grad auf, begleitet von Schüttelfrost, Übelkeit und Erbrechen. Zu Beginn der Erkrankung ist die Entzündung deutlich abgegrenzt und betrifft nur den Nebenhoden.

Setzt nicht sofort eine Behandlung ein, kommt es sehr häufig dazu, dass bereits nach einem Tag schon die Entzündung auch auf den Hoden übergeht, da die beiden Strukturen sehr nah beieinander liegen. In der Regel beschränken sich die Beschwerden auf eine Seite, in Ausnahmefällen können sie sich auch auf den zweiten Nebenhoden und Hoden ausbreiten. Eine chronische Nebenhodenentzündung verursacht ebenfalls die Schwellung des Hodens, allerdings treten fast keine Schmerzen dabei auf. Insgesamt zeigt sie nur wenige Symptome.

Diagnose & Verlauf

Die Diagnose einer Nebenhodenentzündung ist nach dem Auftreten der ersten stärkeren Symptome recht unproblematisch, sofern eine Hodentorsion sicher ausgeschlossen werden konnte. Daher erfolgt die Diagnose nach gründlicher Untersuchung und Anamnese. Es kommt zu starken Schmerzen an den Nebenhoden. Diese werden begleitet von einer Schwellung und Erwärmung. Auch ist es möglich, dass es zu einer Rötung des Hodensackes kommt.

In schlimmeren Fällen können auch allgemeine Entzündungsreaktionen wie Schüttelfrost, Fieber und Erschöpfungszustände auftreten. Die Diagnose kann durch verschiedene Verfahren erhärtet werden. Hierzu gehören: Blut- und Urinuntersuchungen, Ultraschalldiagnostik und das Abtasten der Hoden.

Mit Hilfe der Ultraschalldiagnostik kann festgestellt werden, ob der Nebenhoden bereits vergrößert ist und ob es bereits zu einer Abszessbildung gekommen ist.

Die wichtigste Aufgabe der Untersuchung ist heute jedoch, eine Hodentorsion auszuschließen. Dazu dient der Farbdoppler-Ultraschall, der die Durchblutung sichtbar macht: Bei der Nebenhodenentzündung ist sie gesteigert, bei der Hodentorsion vermindert oder aufgehoben. Bleibt der Verdacht auch danach bestehen, wird der Hoden operativ freigelegt, weil eine übersehene Torsion den Hoden kostet.

Normalerweise heilt eine Nebenhodenentzündung bei einer richtigen Behandlung vollständig wieder ab. In seltenen Fällen kann es jedoch auch zu einer Ausweitung auf den zweiten Nebenhoden oder zu einem chronischen Verlauf kommen. Dies kann die Zeugungsunfähigkeit des betroffenen Mannes zur Folge haben. Mögliche Komplikationen einer Nebenhodenentzündung können Abszessbildungen oder sogar eine Blutvergiftung sein.

Komplikationen

In der Regel ist eine Nebenhodenentzündung mit sehr unangenehmen Schmerzen verbunden. Die Schmerzen aus den Hoden können sich dabei in den Bauch, in den Rücken und weiterhin auch in die Beine ausbreiten, sodass es zu einer deutlichen Verringerung der Lebensqualität des Patienten kommt. In den meisten Fällen sind die Hoden geschwollen und deutlich gerötet.

Auch die Haut kann dabei jucken, wobei der Juckreiz in der Regel durch Kratzen nur noch weiter verstärkt wird. Ohne Behandlung leiden die Patienten an Fieber und an Schmerzen in den Extremitäten. Auch Schüttelfrost oder ein allgemeines Schwächegefühl kann durch die Nebenhodenentzündung auftreten und den Alltag des Patienten dabei erschweren. In den meisten Fällen führt die Nebenhodenentzündung auch zu Schmerzen, die beim Wasserlassen auftreten.

Diese sind vor allem brennend und können zu psychischen Beschwerden oder zu einer Gereiztheit des Patienten führen. Die Behandlung der Nebenhodenentzündung erfolgt in der Regel mit Hilfe von Antibiotika. Die Beschwerden bessern sich darunter meist innerhalb weniger Tage.

Wird die Entzündung dagegen nicht oder zu spät behandelt, sind ernste Komplikationen möglich: ein Abszess im Nebenhoden, ein chronischer Verlauf, Vernarbungen mit nachfolgender Unfruchtbarkeit sowie eine Blutvergiftung. Sehr selten entsteht ein Fournier-Gangrän, eine rasch fortschreitende Infektion des Hodensacks, die lebensbedrohlich verlaufen kann. Bei rechtzeitiger Behandlung wird die Lebenserwartung des Patienten durch die Nebenhodenentzündung dagegen nicht negativ beeinflusst.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Erleidet der Mann Schwellungen des Hodens, Schmerzen beim Wasserlassen oder einen ungewöhnlich stark ausgefüllten Hodensack, ist ein Arztbesuch anzuraten. Kommt es zu einer allgemeinen Unruhe, einer erhöhten Körpertemperatur sowie zu optischen genitalen Veränderungen, sollte ein Arzt konsultiert werden. Entsteht ein diffuses Schmerzempfinden oder breiten sich vorhandene Schmerzen weiter aus, ist ein Arzt aufzusuchen. Bei einem allgemeinen Krankheitsgefühl, Übelkeit sowie Erbrechen ist eine ärztliche Untersuchung erforderlich.

Setzen die Hodenschmerzen dagegen ganz plötzlich und sehr heftig ein, darf nicht abgewartet werden: Dann steht der Verdacht auf eine Hodentorsion im Raum, die innerhalb weniger Stunden operiert werden muss. Betroffene fahren in diesem Fall sofort in die nächste Notaufnahme, bei starken Schmerzen mit Übelkeit und Kreislaufschwäche über den Notruf 112. Das gilt besonders für Jungen und junge Männer, bei denen eine Torsion deutlich häufiger vorkommt als eine Nebenhodenentzündung. Auch hohes Fieber mit Schüttelfrost, eine sich rasch ausbreitende Rötung des Hodensacks oder ein zunehmend schlechter Allgemeinzustand sind Alarmzeichen, die eine sofortige Klinikvorstellung erfordern.

Die selbstbestimmte Einnahme von Medikamenten oder die Nutzung von Salben ist ausschließlich nur in Rücksprache mit einem Arzt vorzunehmen. Es besteht die Möglichkeit von Nebenwirkungen und Gegenanzeigen, die bei einer optimalen Therapie vermieden oder reduziert werden können. Beschwerden bei der Ausführung sexueller Aktivitäten, eine verringerte Libido, Schamgefühle oder ein Rückzug aus der Partnerschaft können auf eine Erkrankung hinweisen. Damit die Ursache ermittelt und eine Behandlung eingeleitet werden kann, wird ein Arzt benötigt.

Verfärbungen des Hodens oder andere Auffälligkeiten des Hautbildes im Genitalbereich sollten einem Arzt vorgestellt werden. Probleme bei der Fortbewegung, Berührungs- und Empfindungsstörungen sowie eine Abgeschlagenheit sollten von einem Arzt begutachtet werden. Kommt es schnell zu Erschöpfungszuständen und treten emotionale oder seelische Unregelmäßigkeiten ein, wird ein Arzt benötigt.

Behandlung & Therapie

Die Therapie der Nebenhodenentzündung sollte möglichst frühzeitig erfolgen, dies ermöglicht eine vollständige Abheilung.

Zunächst kann der betroffene Nebenhoden gekühlt und hochgelagert werden. Auch sollte der gesamte Hoden ruhig gestellt werden. Um die allgemeinen Entzündungsreaktionen zu bekämpfen, können entsprechende schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente eingenommen werden. Die verursachenden Bakterien einer Nebenhodenentzündung werden durch den Einsatz eines Antibiotikums bekämpft. Bei jungen Männern, bei denen Chlamydien die häufigsten Erreger sind, sollte der Sexualpartner mitbehandelt werden, weil sonst eine erneute Ansteckung droht.

In den seltenen Fällen einer virusbedingten Nebenhodenentzündung wird auf die Verabreichung spezieller Medikamente gegen die Viruserkrankung verzichtet. Es erfolgt lediglich die genannte Therapie zur Linderung der Symptome. Um einen chronischen Verlauf zu verhindern, sollte auf eine konsequente Durchführung der Therapie geachtet werden. Dies ermöglicht ein Abheilen der Nebenhodenentzündung in ungefähr zwei bis drei Wochen. Das Abschwellen des betroffenen Hodensackes kann jedoch länger dauern.

Kam es durch die Nebenhodenentzündung bereits zu einer Abszessbildung oder ähnlichen Komplikationen, kann ein chirurgischer Eingriff notwendig werden. Zur Unterstützung der Therapie sollte auf körperliche Anstrengungen verzichtet werden.


Aussicht & Prognose

Eine Nebenhodenentzündung erfordert vor allem viel Geduld. Der Heilungsprozess kann sich selbst bei korrekter Behandlung bis zu sechs Wochen hinauszögern. Erst danach fühlt sich bei vielen Betroffenen der Hodensack wieder wie gewohnt an. In der Regel aber heilt eine Nebenhodenentzündung gut aus. Allerdings sind einige Komplikationen möglich. Das können beispielsweise Fisteln sein, die lokale Zerstörung des Gewebes sowie eine Ausweitung der Entzündung zu den Samen- und Harnwegen. Gelegentlich kann auch ein Abszess bei der ausgeprägteren Nebenhodenentzündung entstehen. Dieser muss operativ beseitigt werden.

Häufiges Vorkommen oder Verschleppen können zu Engstellen und Vernarbungen im Samenleiter oder Nebenhoden führen. Dadurch wird ein Transport von Spermien behindert, was besonders bei dem beidseitigen Verschluss in Unfruchtbarkeit enden kann. Zusätzlich könnte sich die Entzündung auch auf den anderen Hoden ausbreiten. Bei immer wiederkehrenden Entzündungen kann eine operative Durchtrennung des Samenleiters oder die Entfernung des erkrankten Nebenhodens erwogen werden.

In weiter fortgeschrittenen Stadien muss zudem manchmal auch der Hoden an sich entfernt werden. Neben der Blutvergiftung ist vor allem das Fournier-Gangrän eine sehr gefürchtete Komplikation, die besonders bei einem geschwächten Immunsystem schwer verläuft. Das führt zu einem Gewebeabsterben der Bindegewebshüllen im Bereich des Hodensacks und des Damms, was wiederum zu einer schweren Entzündungsreaktion des Körpers mit sehr hoher Sterblichkeitsrate führen kann.

Vorbeugung

Es kann einer Nebenhodenentzündung nur schwer vorgebeugt werden. Personen mit wechselnden Geschlechtspartnern sollten auf jeden Fall Kondome benutzen, da dies das Risiko einer Ansteckung mit Chlamydien deutlich senkt. Andere Infektionen, wie Blasen- oder Prostataentzündungen, sollten frühzeitig behandelt werden, um ein Übergreifen der Infektion zu verhindern.

Nachsorge

Die Therapie einer Nebenhodenentzündung führt meist zu einer vollständigen Heilung. Der Patient wird dann nicht weiter beeinträchtigt. Eine Abschlusskontrolle beim Arzt gehört jedoch in jedem Fall dazu: Erst wenn Schwellung und Entzündungswerte zurückgegangen sind, ist die Behandlung abgeschlossen. Bleibt der Nebenhoden verhärtet oder geschwollen, muss weiter untersucht werden, weil sich dahinter auch ein Hodentumor verbergen kann. Besteht danach Beschwerdefreiheit, sind keine weiteren Nachsorgeuntersuchungen nötig. Eine Ansteckung ist allerdings jederzeit erneut möglich.

Um diese zu verhindern, sollten Vorbeugemaßnahmen eingehalten werden. Diese verantwortet der Patient im Rahmen der Nachsorge selbst. Er wird von seinem Arzt über geeignete Verhaltensweisen informiert. Der Geschlechtsverkehr sollte nur geschützt stattfinden. Beschwerden an der Prostata und an den Harnwegen sollten einem Arzt unverzüglich angezeigt werden. Erfahrungsgemäß führt eine Behandlungsaufnahme im Frühstadium zu den besten Heilungsaussichten.

Eine Nebenhodenentzündung nimmt bei manchen Patienten einen chronischen Verlauf. Dann wird eine dauerhafte Nachsorge notwendig. Es gilt, Komplikationen wie einen Abszess oder eine Blutvergiftung zu verhindern. Auch Unfruchtbarkeit kann entstehen. Arzt und Betroffener sprechen einen Vorstellungsrhythmus individuell ab.

Eine medikamentöse Behandlung zur Schmerzminderung findet begleitend statt. Im Rahmen eines Nachsorgetermins tastet der Arzt den Hoden und den Hodensack ab. Dann folgen eine Blut- oder Urinanalyse. Daraus ergeben sich die Entzündungswerte. In bestimmten Fällen kann auch eine erneute Ultraschalluntersuchung angezeigt sein. Eine ausführliche Nachsorge dient meist dazu, die Frage einer Operation zu erörtern.

Das können Sie selbst tun

Eine Nebenhodenentzündung ist für Betroffene sehr unangenehm, unter einer rechtzeitigen Behandlung heilt sie jedoch in der Regel folgenlos aus. Die folgenden Maßnahmen ersetzen die ärztliche Behandlung nicht, sondern begleiten sie. Um Linderung zu erreichen, sollte der geschwollene Hoden hoch gelagert werden. Dies wird z. B. durch ein so genanntes Suspensorium erreicht. Dieses Suspensorium ist ein besonderer Tragebeutel, der den betroffenen Hodensack "auffängt". Es wird dadurch verhindert, dass der erkrankte Hoden durch sein Eigengewicht ein nach unten Ziehen und damit Schmerzen verursacht. Stattdessen wird er entlastet.

Weiterhin sollte enganliegende Unterwäsche getragen werden. Damit wird dem geschwollenen Hodensack ebenfalls "Stabilität" gegeben und Schmerzen werden reduziert. Auf Boxershorts o. ä. sollte in der akuten Schmerzphase verzichtet werden. Die meisten Betroffenen werden es als äußerst angenehm empfinden, wenn der geschwollene Hoden gekühlt wird. Es bieten sich ein kalter Waschlappen oder Umschläge an. Jedoch darf nie eiskaltes Wasser oder gar Eis benutzt werden. Dieses würde das umliegende Gewebe nur noch mehr schädigen bzw. zerstören.

Schmerzlindernd wirkt ebenfalls Ruhe und eine liegende Position, in der die Beine hochgelagert werden. Es sollte auf Sport oder größere Anstrengung in dieser Zeit verzichtet werden. Sollten die Entzündung und die damit verbundenen Schmerzen so stark sein, dass Schmerzmittel nötig werden, kann durch die Einnahme von Ibuprofen Linderung erreicht werden.

Quellen

  • Hautmann, R., Gschwend, J. E.: Urologie.
    ISBN: 9783642343186
  • Michel, M. S., Thüroff, J. W., Janetschek, G., Wirth, M. (Hrsg.): Die Urologie.
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  • Schmelz, H.-U., Sparwasser, C., Ruf, C., Nestler, T.: Facharztwissen Urologie.
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  • Gasser, T., Eberli, D., Thomas, C.: Basiswissen Urologie.
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  • Michel, M. S., Thüroff, J. W. (Hrsg.): Urologische Differenzialdiagnose.
    ISBN: 9783131010636

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