Nikotinersatztherapie

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 3. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Wer schon einmal längere Zeit geraucht hat und mindestens einmal versucht hat, sich das Rauchen abzugewöhnen, weiß, wie schwer das Durchhalten ist. Entzugserscheinungen sind unangenehm und können den Entschluss wieder ins Wanken geraten lassen. Eine Nikotinersatztherapie kann vorübergehend bei der Entwöhnung helfen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Nikotinersatztherapie?

Nikotinersatztherapie
In einer Nikotinersatztherapie wird Nikotin in dosierter Form dem Körper zugeführt, durch z.B. Nikotinkaugummis oder -pflaster, um körperliche Entzugserscheinungen zu mildern.

Viele Raucher schaffen es nicht, aus eigenem Antrieb mit dem Rauchen aufzuhören, weil die Nikotinabhängigkeit zu stark ist, besonders, wenn man über einen langen Zeitraum geraucht hat. Deshalb wird in einer Nikotinersatztherapie Nikotin in dosierter Form dem Körper zugeführt, um körperliche Entzugserscheinungen zu mildern.

Die Ersatzprodukte geben zwar auch Nikotin ab, aber in geringerer Menge und langsamer als Zigaretten. Außerdem enthalten Nikotinersatzprodukte weder Teer noch Kohlenmonoxid oder krebserregende Stoffe, die in Zigaretten enthalten sind. Solche Nikotinersatzprodukte werden als Nikotinkaugummis, -pflaster, -lutschtabletten, -inhalatoren oder -nasensprays angeboten. Die E-Zigarette zählt nicht dazu: Sie ist kein zur Raucherentwöhnung zugelassenes Arzneimittel und darf mit dem als Arzneimittel zugelassenen Nikotininhalator nicht verwechselt werden.

Warum der Ausstieg so schwerfällt, lässt sich an der Wirkweise des Nikotins ablesen. Beim Inhalieren gelangt es über die große Oberfläche der Lunge sehr rasch ins Blut und von dort ins Gehirn, wo es an bestimmte Andockstellen der Nervenzellen bindet – dieselben, an die normalerweise ein körpereigener Botenstoff bindet. Eine der Folgen ist eine vermehrte Ausschüttung von Botenstoffen des Belohnungssystems. Entscheidend für die Abhängigkeit ist dabei weniger die Menge als die Geschwindigkeit: Weil zwischen dem Zug an der Zigarette und der Wirkung im Gehirn nur Sekunden liegen, verknüpft das Gehirn beides sehr eng miteinander. Genau an diesem Punkt setzen die Ersatzprodukte an. Sie führen denselben Stoff zu, aber langsamer und gleichmäßiger; der abrupte Anstieg, der die Zigarette so wirksam macht, bleibt aus. Deshalb können sie zwar die körperlichen Entzugsbeschwerden lindern, ersetzen aber nicht das Rauchen selbst – und sind eben deshalb als Übergangshilfe gedacht.

Die Beschwerden, die beim Nikotinentzug entstehen, sind nicht bei allen Menschen gleich stark ausgeprägt, folgen aber einem ähnlichen Muster. Häufig sind ein starkes Verlangen nach einer Zigarette, Reizbarkeit, innere Unruhe, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, gedrückte Stimmung und ein gesteigerter Appetit, der mit einer Gewichtszunahme einhergehen kann. Am ausgeprägtesten sind sie meist in den ersten Tagen nach dem Rauchstopp und lassen danach nach, während das an bestimmte Situationen gebundene Verlangen deutlich länger bestehen bleiben kann. Dieser Unterschied erklärt, warum ein Ersatzpräparat allein selten ausreicht: Es wirkt auf die körperliche Seite, während die erlernten Gewohnheiten davon unberührt bleiben.

Die Abgrenzung zur E-Zigarette verdient dabei besondere Aufmerksamkeit, weil beide Produkte äußerlich ähnlich wirken können und in der Werbung oft in einem Atemzug genannt werden. Der Nikotininhalator ist ein Arzneimittel: Er hat ein behördliches Zulassungsverfahren durchlaufen, sein Wirkstoff ist festgelegt und geprüft, und er wird über die Apotheke abgegeben. Die E-Zigarette unterliegt dagegen dem Recht der Tabakerzeugnisse und verwandten Erzeugnisse; sie ist kein zur Raucherentwöhnung zugelassenes Arzneimittel, und die verwendeten Liquids unterscheiden sich in Zusammensetzung, Zusatz- und Geschmacksstoffen erheblich voneinander. Wer sich für ein Hilfsmittel entscheidet, sollte diesen Unterschied kennen und die Auswahl in der Apotheke oder in der Arztpraxis besprechen.

Ein Wort zum Zeitpunkt: Die Ersatztherapie ist auf einen vollständigen Rauchstopp hin angelegt und nicht darauf, den Zigarettenkonsum nebenher zu strecken. Wer weiterraucht und zugleich ein Präparat anwendet, nimmt Nikotin aus zwei Quellen auf, ohne dem eigentlichen Ziel näherzukommen. Sinnvoll ist deshalb ein festgelegter Ausstiegstag, auf den man sich vorbereitet: Vorräte und Aschenbecher aus der Wohnung entfernen, das Umfeld einweihen, sich für die typischen Auslösesituationen vorher eine Alternative zurechtlegen. Wer den Rauchstopp mit einer ärztlichen Beratung oder einem Entwöhnungsprogramm verbindet, kann auch die Auswahl des Präparats gleich mitbesprechen.

Funktion, Wirkung & Ziele

Nikotin ist mit verantwortlich für die Abhängigkeit der Raucher von Tabakprodukten, aber für sich allein macht es nicht so stark abhängig, wie Tierversuche und Studien über den Drogenkonsum von Menschen zeigen.

In Verbindung mit anderen Stoffen, die in einer Zigarette enthalten sind, erhöht es jedoch die Suchtgefahr. Schon wenige Tage mit mäßigem Zigarettenkonsum können ausreichen, um eine körperliche Abhängigkeit zu erzeugen. Deshalb enthalten Nikotinersatzpräparate als Wirkstoff ausschließlich Nikotin. Es gibt verschiedene Arten von Nikotinersatzprodukten:

Nikotinpflaster führen dem Körper über eine Membran oder Klebeschicht regelmäßig eine bestimmte Dosis Nikotin zu, damit der Nikotinspiegel konstant bleibt. Es gibt sie in unterschiedlichen Stärken, je nachdem, wie viele Zigaretten ein Raucher vorher an einem Tag geraucht hat. Nikotinpflaster sind besonders geeignet für Entwöhnungswillige mit einer mittleren bis schweren Nikotinabhängigkeit und einem relativ hohen Zigarettenkonsum (mindestens 10 bis zu über 40 Zigaretten), der gleichmäßig über den Tag verteilt ist.

Nikotinkaugummis sollen langsam und behutsam gekaut werden, bis die Wirkung des Nikotins einsetzt. Wenn ausreichend Nikotin aufgenommen wurde, soll das Kaugummi in der Backentasche verbleiben. Nikotinkaugummis sind vor allem für Raucher mit einem niedrigen bis mittleren Zigarettenkonsum (bis zu 15 Zigaretten pro Tag) geeignet. Sie helfen auch, wenn das Rauchen hauptsächlich an bestimmte Situationen geknüpft ist (z. B. in Stresssituationen, in Gesellschaft, im Restaurant, vor dem Fernseher, etc.). In diesen kritischen Momenten ist das Nikotinkaugummi ein sinnvoller Ersatz für die Zigarette.

Nikotinlutschtabletten setzen 10 bis 30 Minuten lang Nikotin frei, das über die Mundschleimhaut wirkt. Die Tabletten sind vor allem für mittleren bis starken Zigarettenkonsum, der nicht gleichmäßig über den Tag verteilt ist, geeignet. Sie werden in verschiedenen Wirkstoffstärken angeboten; welche davon geeignet ist, richtet sich nach der Stärke der Abhängigkeit und sollte ärztlich oder in der Apotheke geklärt werden.

Nasensprays führen dem Körper das Nikotin schnell über die Nasenschleimhaut zu und sind relativ hoch dosiert. Deshalb eignen sie sich in erster Linie für Raucher mit einem starken Verlangen und einem Zigarettenkonsum von mindestens 30 Zigaretten pro Tag.

Bei einem Nikotininhalator inhaliert man wie bei einer Zigarette über ein Mundstück Nikotin. Der Inhalator enthält neben dem Nikotin zusätzlich Geschmacksstoffe wie Menthol.

Die Formen unterscheiden sich vor allem darin, wie schnell das Nikotin im Blut ankommt und wie lange es dort bleibt. Das Pflaster gibt den Wirkstoff über die Haut gleichmäßig ab und hält den Spiegel dadurch über längere Zeit auf ähnlicher Höhe; es wirkt jedoch nicht sofort und eignet sich deshalb nicht, um ein plötzlich aufflammendes Verlangen zu überbrücken. Kaugummi, Lutschtablette und Inhalator wirken über die Schleimhäute des Mundes und stehen entsprechend rascher zur Verfügung, ihre Wirkung klingt aber auch schneller wieder ab. Das Nasenspray liegt in der Geschwindigkeit noch davor, weil die Nasenschleimhaut gut durchblutet ist – was zugleich erklärt, warum es unter den Ersatzprodukten das am strengsten reglementierte ist.

Welche Form gewählt wird, richtet sich dabei weniger allein an der Zahl der Zigaretten aus, als es zunächst scheint. Als Anhaltspunkt für die Stärke der Abhängigkeit dient in der Beratung vor allem, wie bald nach dem Aufwachen die erste Zigarette geraucht wird, ob es schwerfällt, an rauchfreien Orten zu verzichten, und ob auch nachts geraucht wird. Aus diesen Angaben und dem persönlichen Rauchmuster ergibt sich, ob eher eine gleichmäßig wirkende oder eine bei Bedarf anzuwendende Form im Vordergrund stehen sollte.

Bis auf das Nikotinnasenspray sind alle Nikotinersatzpräparate ohne Rezept in Apotheken erhältlich.

So unterschiedlich die Darreichungsformen sind, so ähnlich ist der Grundgedanke, nach dem sie miteinander verbunden werden: eine Form, die den Nikotinspiegel gleichmäßig hält, und dazu eine zweite, die bei plötzlich auftretendem Verlangen rasch verfügbar ist. Welche Verbindung im Einzelfall sinnvoll ist und wie sie im Verlauf wieder zurückgenommen wird, gehört in die ärztliche oder apothekerliche Beratung. Pauschale Angaben helfen hier nicht weiter, weil die Stärke der Abhängigkeit, der bisherige Konsum, Begleiterkrankungen und die persönliche Lebenssituation mitentscheiden.

Ein häufig unterschätzter Punkt ist die richtige Anwendung. Nikotinkaugummis werden nicht wie ein gewöhnliches Kaugummi durchgekaut: Wird zu schnell und zu kräftig gekaut, entsteht viel Speichel, das Nikotin wird verschluckt statt über die Mundschleimhaut aufgenommen, und die Folge sind eine schwächere Wirkung sowie Magenbeschwerden, Schluckauf oder Sodbrennen. Auch saure Getränke wie Kaffee, Fruchtsaft oder Limonade verringern kurz vor der Anwendung die Aufnahme über die Mundschleimhaut. Nikotinpflaster wiederum gehören auf eine saubere, trockene und möglichst unbehaarte Hautstelle; die Klebestelle wird gewechselt, damit sich die Haut erholen kann, und auf gereizte oder verletzte Haut gehört das Pflaster nicht. Manche Menschen berichten bei nachts getragenen Pflastern über lebhafte Träume oder Einschlafprobleme – ob das Pflaster über Nacht auf der Haut bleibt, sollte deshalb ebenfalls besprochen werden.

Regelmäßig stellt sich auch die Kostenfrage. In Deutschland sind Arzneimittel, die überwiegend der Raucherentwöhnung dienen, nach § 34 des Fünften Sozialgesetzbuchs grundsätzlich von der Versorgung zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen; die Kosten trägt in aller Regel die entwöhnungswillige Person selbst. Von diesem Grundsatz gibt es allerdings eine Ausnahme: Versicherte, bei denen eine schwere Tabakabhängigkeit festgestellt wurde, haben nach derselben Vorschrift Anspruch auf eine einmalige Versorgung mit Arzneimitteln zur Tabakentwöhnung im Rahmen evidenzbasierter Entwöhnungsprogramme. Eine erneute Versorgung ist erst nach Ablauf einer im Gesetz festgelegten Frist möglich. Ob die Voraussetzungen dafür vorliegen, klärt die behandelnde Praxis.


Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Entwöhnungswillige Raucher sollten sich bewusst machen, dass Nikotinersatzpräparate zwar die Entwöhnung auf körperlicher Ebene unterstützen können, aber keinen Ersatz für das Zigarettenrauchen darstellen sollen. Die Nikotinersatztherapie ist lediglich geeignet, die erste Zeit mit den schlimmen körperlichen Entzugserscheinungen zu überbrücken. In erster Linie geht es bei der Raucherentwöhnung darum, ein schädliches Verhalten zu ändern.

Studien belegen eine gute Wirksamkeit der Ersatztherapie als Zwischenschritt zur endgültigen Entwöhnung von der Zigarette. Wenn sie richtig angewandt werden, haben Nikotinkaugummis etc. nur geringe Nebenwirkungen wie Schwindel, Kopfschmerzen, leichte Magen-/Darmprobleme, seltener auch Herzklopfen oder Schmerzen in der Brust. Bei Menschen mit empfindlicher Haut kann es durch Nikotinpflaster zu Hautrötungen und Juckreiz kommen, Kaugummis und Tabletten können die Schleimhäute reizen. Da aber Rauchen dem Körper dauerhaft mehr Schaden zufügt, besonders bei einem hohen Zigarettenkonsum, ist eine vorübergehende Nikotinersatztherapie das kleinere Übel, zumal sie - wie Studien belegen - die Zigarettenentwöhnung wirksam fördern kann.

Die Entscheidung, welche Art von Ersatz in Frage kommt, hängt davon ab, welcher Typ Raucher jemand ist. Für starke Raucher sind am besten Nikotinpflaster geeignet, die in kritischen Situationen bei Bedarf durch Kaugummis oder Tabletten ergänzt werden können. Eine Nikotinersatztherapie ist als zeitlich begrenzte Übergangshilfe gedacht und sollte sich nicht unbegrenzt hinziehen, um nicht die Zigarettenabhängigkeit gegen die Abhängigkeit von Nikotinersatzprodukten einzutauschen. Um das Durchhaltevermögen zu verbessern, sind ergänzend Raucherentwöhnungskurse oder -programme sinnvoll, um schon während der Ersatztherapie Verhaltensmaßnahmen für ein rauchfreies Leben einzuüben.

Wer Medikamente nimmt, sollte den Rauchstopp ärztlich begleiten lassen: Nicht das Nikotin, sondern andere Bestandteile des Tabakrauchs beschleunigen den Abbau bestimmter Medikamente. Fällt der Tabakrauch weg, können diese Medikamente deshalb stärker wirken, sodass die Dosis ärztlich überprüft werden muss. Schwangeren kann eine Nikotinersatztherapie nicht empfohlen werden, weil mögliche gesundheitliche Risiken für das Kind noch nicht erforscht sind. Sie sind mit der herkömmlichen Raucherentwöhnung besser bedient. Rauchen in der Schwangerschaft gilt allerdings als deutlich schädlicher; gelingt der Rauchstopp ohne Hilfsmittel nicht, kann eine Nikotinersatztherapie nach ärztlicher Abwägung dennoch infrage kommen.

Nicht für jeden Menschen ist eine Ersatztherapie ohne Weiteres geeignet. Wer kurz zuvor einen Herzinfarkt erlitten hat, an einer instabilen Angina pectoris oder an schweren Herzrhythmusstörungen leidet, sollte die Anwendung ärztlich abklären lassen, bevor er zu einem Präparat greift. Dasselbe gilt bei ausgeprägten Erkrankungen der Mund- und Rachenschleimhaut, weil Kaugummis, Lutschtabletten und Inhalatoren gerade dort wirken, sowie bei Jugendlichen, für die die Präparate nicht ohne ärztliche Begleitung gedacht sind. Wer eine Zahnprothese trägt oder unter Kiefergelenkbeschwerden leidet, kommt mit Kaugummis häufig nicht zurecht und ist mit einer anderen Darreichungsform besser beraten.

Die Nikotinersatztherapie bleibt zudem ein Baustein unter mehreren. Sie wirkt auf die körperliche Seite der Abhängigkeit; die eingeübten Gewohnheiten – die Zigarette zum Kaffee, in der Pause, nach dem Essen – werden davon nicht berührt. Deshalb wird sie üblicherweise mit einer verhaltensbezogenen Begleitung verbunden, etwa einem Gruppenkurs, einer verhaltenstherapeutisch ausgerichteten Beratung oder einer telefonischen Beratung, wie sie von Krankenkassen und öffentlichen Stellen angeboten wird. Daneben gibt es verschreibungspflichtige Arzneimittel zur Raucherentwöhnung, die kein Nikotin enthalten; über ihren Einsatz entscheidet die Ärztin oder der Arzt. Weitere Verfahren wie Hypnose oder Akupunktur werden zur Entwöhnung ebenfalls angeboten; ihnen wird von ihren Anbietern eine unterstützende Wirkung zugeschrieben.

Rückfälle gehören zum Bild und sind kein Beweis dafür, dass der Ausstieg nicht gelingen kann. Viele Menschen brauchen mehrere Anläufe, bis der Rauchstopp dauerhaft trägt, und jeder Versuch liefert Hinweise darauf, in welchen Situationen das Verlangen besonders stark wird und womit es sich überbrücken lässt. Wer nach einem Rückfall erneut ansetzt, sollte das gemeinsam mit der ärztlichen oder apothekerlichen Beratung tun, statt eigenmächtig zu einem stärkeren Präparat zu greifen oder mehrere Produkte nebeneinander zu verwenden.

Der Aufwand lohnt sich. Schon in den ersten Wochen nach dem Rauchstopp bessern sich häufig Geruchs- und Geschmackssinn, der morgendliche Husten lässt nach, und die körperliche Belastbarkeit nimmt zu. Langfristig sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, für Lungenkrebs und weitere Krebserkrankungen sowie für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Auch Gefäßveränderungen schreiten langsamer voran, Wunden heilen besser, und Zahnfleisch und Mundschleimhaut erholen sich. An diesen Aussichten muss sich die vorübergehende Anwendung eines Nikotinersatzpräparats messen lassen – sie ist Mittel zum Zweck, nicht das Ziel.

Quellen

  • Batra, A., Bleich, S., Borgwardt, S. (Hrsg.): Psychische Störungen und Suchterkrankungen.
    ISBN: 9783170441156
  • Falkai, P., Laux, G., Deister, A. (Hrsg.): Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie.
    ISBN: 9783132432659
  • Falkai, P., Wittchen, H.-U. (Hrsg.): Diagnostisches und statistisches Manual psychischer Störungen.
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  • Arastéh, K., Baenkler, H.-W., Bieber, C., et al.: Innere Medizin.
    ISBN: 9783132443471
  • Herold, G.: Innere Medizin 2026.
    ISBN: 9783982116655

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