Schlafparalyse


Aktualisiert am 1. November 2018 von Dr. med. Nonnenmacher

Eine Schlafparalyse ist eine Schlafstörung, während dieser der Betroffene für eine kurze Zeit vollkommen unfähig ist, seinen Körper zu bewegen. Die Störung ist nicht gefährlich und tritt meist isoliert, manchmal jedoch auch in Verbindung mit anderen Schlafstörungen wie Narkolepsie auf.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Schlafparalyse?

Schlafparalyse bezeichnet den Zustand einer vorübergehenden Bewegungsunfähigkeit, die während oder kurz bevor dem Einschlafen einsetzt. Die Schlafparalyse setzt ein, wenn die Person zwischen Phasen des Wachseins und des Schlafes hinüberwechselt.

Für Sekunden oder sogar Minuten sind die Betroffenen unfähig, sich zu bewegen oder zu sprechen. Sie empfinden nicht selten einen Schock- oder Panikzustand währenddessen. Eine Schlafstörung, wie Schlafparalyse, tritt häufig zusammen mit anderen Schlafstörungen auf, wie zum Beispiel der Narkolepsie. Körperliche und psychologische Symptome kombinieren sich während der Schlafparalyse zu einem für die Betroffenen grauenhaften Zustand.

Oft berichten Personen von einer körperlichen Starre im Dämmerzustand, verbunden mit dem unguten Gefühl, dass ein Eindringling ins Zimmer eintritt. Schlafparalyse kann im Zusammenhang mit psychologischen oder körperlichen Störungen wie Angststörungen oder Migräne auftreten.

Ursachen

Es wird davon ausgegangen, dass eine von drei Personen während ihres Lebens Erfahrungen mit Schlafparalyse machen wird. Um die Ursachen von Schlafparalyse zu verstehen, ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, dass zwischen den Bewusstseinszuständen wach und schlafend noch eine Übergangsphase existiert.

In dieser Phase sind Bestandteile des Wachzustandes noch existent, wie Informationen über die Umgebung, doch Informationen aus dem Traumzustand überschneiden sich hier bereits. Normalerweise verläuft dieser Übergang ohne Probleme. Die Schlafparalyse wird in Verbindung gebracht mit der REM-Phase. Auch während dieser Phase werden die Träume nur über die Augen ausgelebt.

Es wird davon ausgegangen, dass einige psychologische Störungen oder Störungen im Schlafverhalten zur Schlafparalyse beitragen können. Dazu zählen Depressionen, Angststörungen, Stress, Narkolepsie, Drogen- oder Alkoholmissbrauch.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Während der Schlafparalyse kann sich der Betroffene nicht bewegen. Von einer klinischen Schlafparalyse im Sinne einer Schlafstörung sprechen Mediziner erst, wenn dieser Zustand auftritt, während der Betroffene wach ist. Eine verlängerte Schlafstarre kann allein oder im Rahmen einer anderen Schlafstörung auftreten. Wenn eine weitere Schlafstörung vorliegt, sind zusätzliche Symptome möglich, zum Beispiel Ein- und Durchschlafprobleme oder Tagesmüdigkeit.

Bei der prädormitalen Schlafparalyse tritt die Schlafstarre vor dem Einschlafen auf, wohingegen die postdormitale Schlafparalyse durch eine Lähmung nach dem Aufwachen gekennzeichnet ist. Der Betroffene nimmt seine Umgebung dabei oft wahr, doch er kann sich nicht bewegen oder sprechen. Einige Betroffene haben das Gefühl, sie würden sich außerhalb ihres eigenen Körpers befinden und von oben oder seitlich auf ihren Körper blicken.

Während der Schlafparalyse können neuropsychologische Symptome wie Halluzinationen auftreten. Bei einer Halluzination nimmt der Patient Sinneseindrücke wahr, für die kein adäquater Reiz vorliegt. Betroffene können bei der Schlafparalyse zum Beispiel Stimmen hören oder Objekte, Personen und Bewegungen sehen, die nicht real sind. Möglicherweise haben Patienten auch den Eindruck, sie würden berührt oder mit einem spitzen Gegenstand gestochen. Solche und ähnliche Wahrnehmungen fallen in den Bereich der taktilen Halluzinationen.

Weitere mögliche Symptome der Schlafparalyse sind Angst, Panik und Beklemmung. Einige Betroffene spüren ihre Atmung ungewöhnlich deutlich oder haben das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen.

Diagnose & Verlauf

Schlafparalyse wird diagnostiziert, indem andere Schlafstörungen durch ihre individuellen Symptome ausgeschlossen werden. Dabei wird ein besonderer Fokus auf Narkolepsie gelegt, da diese Störung in vielen Fällen in Verbindung mit Schlafparalyse steht.

Durch den genetischen Test für Narkolepsie ist es jedoch einfach diese Störung auszuschließen. Wenn andere mögliche Schlafstörungen auszuschließen sind, werden die individuellen Erfahrungen und Symptome des Betroffenen verglichen mit gut dokumentierten Erfahrungen unzähliger anderer Patienten. Bei einer Übereinstimmung in mehreren Aspekten kann Schlafparalyse diagnostiziert werden.

Des Weiteren wird der Arzt den Patienten eventuell dazu auffordern, über seine Schlafgewohnheiten und Erfahrungen ein Journal zu führen; die eigene und die Krankengeschichte der Familie bezüglich Schlafstörungen zu besprechen; eine Überweisung zu einem Schlafspezialisten empfehlen, der eventuell einige Tests durchführt, die das Übernachten in einem Schlaflabor erfordern.

Komplikationen

Eine Schlafparalyse ruft in der Regel keine größeren Komplikationen hervor. Viele Betroffene verfallen in Panik, wenn sie wach sind, sich jedoch nicht bewegen können. In Verbindung mit den manchmal auftretenden Halluzinationen und Albträumen kann dies unter Umständen einen Schockzustand hervorrufen. Bei wiederkehrenden Schlafparalysen kann es zu Schlafstörungen kommen.

Langfristig kann die Symptomatik Angstgefühle, Stress und unter Umständen auch Depressionen begünstigen. Sehr selten kann eine Schlafparalyse eine akute Panikattacke hervorrufen. Das plötzliche Aufschrecken kann Unfälle herbeiführen und dadurch weitere gesundheitliche Komplikationen hervorrufen. Körperliche geschwächte Personen können in Folge der Schlafstörung Herz-Kreislauf-Probleme erleiden. Bei der Behandlung einer Schlafparalyse gehen die Risiken von einer ungeeigneten Selbstbehandlung aus.

Betroffene gehen beispielsweise mit Hilfe von Schlafmedikamenten oder Alkohol gegen die Schlafstörung vor, was zu Suchtverhalten und schließlich zur Sucht führen kann. Natürliche Beruhigungsmittel wie Baldrian können bei Überdosierung Juckreiz, Hautrötungen und Kopfschmerzen hervorrufen. Zuletzt bleiben Personen mit wiederkehrenden Schlafparalysen oftmals länger wach oder schlafen zu wenig – es kommt zum Schlafmangel und das Stresslevel steigt. Zudem begünstigt fehlender Schlaf psychische Erkrankungen und führt häufig zu Unfällen im Alltag und Beruf.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Erlebt der Betroffene Phasen einer Bewegungsunfähigkeit, sollte er mit einem Arzt sprechen. Eine Diagnosestellung ist notwendig, damit schwere Erkrankungen ausgeschlossen werden können und eine Aufklärung für den Umgang mit den Beschwerden im Alltag erfolgen kann. Bei Angstzuständen, panischen Empfindungen oder einer Schlafstörung benötigt der Betroffene Hilfe. Stellen sich aufgrund der Bewegungsunfähigkeit Belastungssituationen im Alltag ein oder kommt es zu einer Veränderung der Schlafgewohnheiten, wird ein Arzt benötigt. Müdigkeit, Einbußen der Konzentration oder Aufmerksamkeit sind besorgniserregend.

Zeigt sich eine Abnahme der kognitiven oder körperlichen Leistungsfähigkeit, sollte eine Konsultation bei einem Arzt stattfinden. Können die alltäglichen Anforderungen nicht mehr erfüllt werden, hat der Betroffene Kopfschmerzen oder Migräne und leidet er unter einem allgemeinen Krankheitsgefühl, benötigt er Hilfe.

Die Erkrankung zeigt sich im Zusammenhang mit dem natürlichen Schlafprozess. Daher stellen sich die Beschwerden unmittelbar vor dem Einschlafen ein und sollten einem Arzt vorgestellt werden. Können die Gliedmaßen nicht mehr willentlich gesteuert werden, ist dies ein Anzeichen einer gesundheitlichen Unregelmäßigkeit. Empfindungsstörungen, Unregelmäßigkeiten der Sensibilität oder Veränderungen der Atemwahrnehmung sind charakteristisch für die Schlafparalyse und daher mit einem Arzt zu besprechen. Stimmenhören, Halluzinationen oder regionale Lähmungserscheinungen gelten als Hinweise für eine Erkrankung. Treten die Beschwerden wiederholt auf, wird ein Arzt benötigt.

Behandlung & Therapie

Eine Schlafparalyse ist nicht gefährlich. Für die meisten Menschen, die diese ungewohnte Erfahrung machen, reicht es bereits aus, grundlegend über die Störung aufgeklärt zu werden und dadurch zu wissen, dass nichts Gefährliches mit ihnen geschieht.

In den meisten Fällen tritt eine Schlafparalyse isoliert auf und ohne Symptome anderer Störungen. Wenn sie jedoch zusammen mit Narkolepsie auftritt, eine Störung die starke Müdigkeit und Schlafphasen während des Tages bewirkt, manchmal verbunden mit Halluzinationen, muss eine besondere Behandlung vorgesehen werden. Ein großes Problem bei der Schlafparalyse ist sicherlich die Unverständnis über das, was mit dem Betroffenen geschieht. Viele erleben Panik, Schock und die Angst davor wieder einzuschlafen.

Es ist ratsam, zusammen mit einem Spezialisten herauszufinden, welches die individuellen Ursachen sind, die eine Schlafparalyse auslösen können. Schlafparalyse setzt vermehrt bei Menschen ein, wenn sie auf dem Rücken liegen, auch eine gut geregelte Schlafhygiene sollte beachtet werden. Dazu gehören verschiedene Faktoren, bspw.: im Bett sollte ausschließlich geschlafen werden, keine späten Mahlzeiten, etc.

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Vorbeugung

Neben einer individuellen Behandlung von Schlafparalyse, gelten viele Bestandteile einer gesunden Schlafhygiene auch als solide Vorbeugung der Störung. Dazu gehören das Einplanen von ausreichend Schlaf während der Nacht. Die meisten Menschen benötigen 7 bis 9 Stunden. Schwere Mahlzeiten, Alkohol oder Koffein vor dem Schlafen wirken sich ebenso negativ aus, genauso wie das Fernsehen im Bett.

Das können Sie selbst tun

Eine Schlafparalyse ist meist harmlos und klingt nach einigen Minuten von selbst wieder ab. Betroffene können gegen die Lähmung angehen, indem sie bewusst ein Körperteil bewegen. Die Augen sollten geöffnet und bewegt werden, damit der Körper sich auf die ungewohnte Situation einstellen kann. Ebenso helfen Mantras, die nach dem Aufwachen aufgesagt werden.

In 60 Prozent der Fälle tritt die Schlafparalyse in Rückenlage auf. Betroffene schlafen am besten auf dem Bauch oder auf der Seite, um die Wahrscheinlichkeit für eine Schlaflähmung zu reduzieren. Ein Schlafphasenwecker hilft dabei, in den Schlafphasen aufzuwachen, in denen die Schlaflähmung auftritt. Ein aktiver Alltag mit ausreichend Bewegung und Abwechslung kann die nächtlichen Lähmungserscheinungen ebenfalls reduzieren. Ebenso helfen Beruhigungstees und Entspannungsübungen vor dem Schlafengehen. Die progressive Muskelentspannung löst Verspannungen auf und verhindert, dass sich der Körper im Schlaf verkrampft.

Sollte die Schlafparalyse wiederholt auftreten, empfiehlt sich ein Arztbesuch. Manchmal liegt der unangenehmen Lähmung eine Krankheit oder die Einnahme von Medikamenten zugrunde. Der Mediziner kann die Ursachen abklären und behandeln. Bei anhaltenden Beschwerden werden in einem Schlaflabor die Hirnströme gemessen, wodurch psychische Auslöser der Schlafstörungen ermittelt werden können. In Einzelfällen liegen der Schlafparalyse psychische Beschwerden zugrunde, die es abzuklären gilt.

Quellen

  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2016
  • Lieb, K., Frauenknecht, S., Brunnhuber, S.: Intensivkurs Psychiatrie und Psychotherapie. Urban & Fischer, München 2015
  • Piper, W.: Innere Medizin. Springer, Berlin 2013


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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

dodo kommentierte am 15.11.2014

Ich bin selbst von der Schlafparalyse betroffen. In letzter Zeit ist es zwar nicht mehr passiert. Aber ich hatte es eine Zeit lang fast jede Nacht. Ich wurde in der Nacht durch etwas geweckt. Dann lag ich wach im Bett und konnte mich nicht bewegen. Es war meist so das ich Kratzen und Schritte gehört habe. Aber das Schlimmste war diese Stimme und das Gefühl, dass etwas unmenschliches auf dir liegt. Ich hatte Angst, wollte nach Hilfe rufen aber nichts ging. Ich konnte nicht einmal die Finger bewegen, egal wie sehr ich es versuchte. Ich hatte es erst einmal nachdem ich wusste was es ist. Nur hatte ich dadurch nicht weniger Angst. Ich hatte Angst nachts schlafen zu gehen und habe oft bis spät In die Nacht gelesen. Geholfen hat es nicht.

Charlie kommentierte am 12.01.2015

Bei mir treten 3 unterschiedliche Formen auf. Mal habe ich das Gefühl hoch gehoben zu werden, dabei bin ich dann so lange bewegungsunfähig, bis ich mich aus dem "gefangen sein" befreien kann. Dann habe ich manchmal das Gefühl, dass mich jemand ins Kissen, in die Matratze hinein drückt. Auch hier bin ich so lange bewegungsunfähig, bis ich mich "befreien" kann. Ich versuche dabei mich dagegen zu wehren. Bei der letzten Form habe ich das Gefühl zu fallen, wobei ich dann kurz einmal schnell zucke und dann ist es auch schon vorbei. Die beiden ersten Formen sind für mich sehr unangenehm, so dass ich danach nur schwer wieder einschlafen kann. Bei allen Formen liege ich auf der Seite, nie auf sem Rücken. Wer hat noch solche Erfahrungen gemacht?

susi kommentierte am 15.02.2015

Eine Schlafparalyse kenne ich auch. Hatte sie in meinem Leben bis jetzt fünf mal erleben müssen. Ich bin jetzt fünfzig und habe erst letztes Jahr durch das Buch: "Der Nachtwandler" von Sebastian Fitzek von Schlafparalyse gelesen. Das hat mir ein bisschen die Angst genommen. Ich habe bei meiner Neurologin mal nachfragt, wie ich damit umgehen soll, aber sie hat es nicht erklärt, sondern mir nur ausweichende Erklärungen abgegeben. Ich kam mir ausgelacht vor.

Maria kommentierte am 05.04.2015

Das mit dem Fallen habe ich durchaus öfter, aber jetzt kam es schon zum zweiten Mal vor, dass ich das Gefühl hatte, dass ich berührt werde. Es ist bedrohlich und ich habe das Gefühl nicht allein zu sein. Diesmal kamen auch das Geräusch und das Gefühl von starkem Wind dazu. Ich bin mir noch nicht ganz klar darüber, wie ich damit umgehen soll. Auf jeden Fall ist es furchtbar beängstigend und an Schlaf ist anschließend nicht mehr zu denken. Hat jemand eine Idee?

Adrian kommentierte am 17.04.2015

Ich kenne das. Bei mir ist es so, dass ich nachts wach werde und ich mich nicht bewegen kann. Ich habe dieses Gefühl nicht, dass jemand in mein Zimmer kommt. Ich versuche mich dann immer zu bewegen und irgendwann klappt es. Mir fällt es schwer einzuschlafen. Und manchmal ist es so, dass ich mich vor dem Einschlafen nicht bewegen kann, meist passiert es mit halb offenen Augen und später schlaf ich ein.

Mills kommentierte am 04.07.2015

Das ist einfach unheimlich. Ich habe immer das Gefühl, als ob mich jemand mit den Händen drückt und mich nicht atmen lässt. Ich habe mal gelesen, dass wenn so was vorkommt, man versuchen soll das Licht an zu machen, es wird nicht funktionieren. So weiß ma,n dass es Schlafparalyse ist. Zudem soll man zwei Mal auf die Uhr schauen. Es werden zwei verschiedene Urzeiten sein. Weiterhin soll man schreien oder reden. Das geht dann auch nicht. Gestern Abend hat jemand meine Hand gehalten und ich konnte mich nicht bewegen. Es war eine kleine Hand, einfach unheimlich. Bis ich dann wach bin, dauert es. Danach weiß ich nicht mehr, ob ich immernoch schlafe oder schon wach bin. Keine Ahnung, was ich machen soll.

Dennis kommentierte am 05.08.2015

Ich hatte solche Ereignisse bis heute 3 Mal. Ich bin Anfang 20. Die ersten beiden Male habe ich es eher unbewusst wahrgenommen, eher als eine Art Albtraum, da ich nach wenigen Augenblicken der Lähmung in eine Art Traum gekommen bin, wodurch sich die eigentliche Schlafparalyse in einen Albtraum "verwandelt" hatt. Doch gestern Abend war die bisher realste Paralyse. Ich lag gegen 8 Uhr im Bett und dachte auch, dass ich einschlafe. Im nächsten Moment lag ich wieder wach in meinem Bett. Im Bruchteil einer Sekunde wurde ich von einer nicht definierbaren Kraft tief in mein Bett gedrückt und auch extrem am Atmen gehindert. Das Krasse dabei war, dass es jeweils drei Schübe dieser Art im Abstand von ca. 15 Sek. gab. So real und scheinbar wach, wie noch nie zuvor. Wirklich sehr beängstigend. Daraufhin hab ich mich auch erst mit diesem Thema auseinandergesetzt und ein Freund meinte dann, das könnte eine Schlafparalyse sein.

wildet kommentierte am 17.09.2015

Ich bin derzeit 17 Jahre alt und habe bis jetzt 3 Schlafparalysen erlebt. An die erste Schlafparalyse kann ich mich kaum erinnern. Die Zweite ereignete sich vor ca. drei Monaten, als ich durch einen Albtraum beim Mittagsschläfchen geweckt wurde, nach kurzem Schrecken fielen meine Augen auch schon fast wieder zu, wie gesagt fast. Ich lag lange bewegungslos und völlig entspannt in einer Art Ruhemodus. Plötzlich huschte etwas an meiner Zimmertür vorbei, aus dem Schreck heraus versuchte ich mich zu bewegen doch nichts geschah. Ich konnte nicht einmal meine Augen weit öffnen. Dieser Zustand war grauenhaft und äußerst unangenehm. Die letzte Paralyse war jedoch der reinste Horror, wieder war es ein Mittagsschläfchen. Diesmal lag ich seitlich und vor mir hatte ich meine Freundin im Arm. Anfangs war es wieder ähnlich, Augen halb offen, doch diesmal hörte ich Stimmen von draußen. Nun begann der Horror. Ich wurde mir bewusst, dass ich mich nicht bewegen konnte und es kam mir vor als würde ich ersticken. Ich wollte meine Freundin um Hilfe rufen doch nicht einmal den Mund konnte ich öffnen. Dieser Zustand der Atemlosigkeit hielt eine gefühlte Ewigkeit an und wurde immer schlimmer. Als wäre der Geist noch da doch der Körper völlig funktionslos. Die Angst, die ich dabei empfand, hatte ich noch nie zuvor. An Folgendes erinnere ich mich nicht mehr, meine Freundin sagte mir, dass ich plötzlich begann mich zu schütteln als hätte ich einen epileptischen Anfall und zudem noch extremst schnell und tief atmete. Als ich wieder "bei Bewusstsein" war, pochte mein Herz so enorm, dass es sogar schmerzte. Ich hoffe, meine Schilderung war hilfreich.

Kseni kommentierte am 18.09.2015

Ich bin 22 Jahre alt und habe schon seit meiner Kindheit mit Schlafparalysen zu kämpfen. Tatsache ist, wenn ich auf dem Rücken liege, treten die Schlafparalysen häufiger bei mir auf. Bei mir ist es sehr ausgeprägt. Manchmal habe ich sie einmal im Monat (was wenig ist) und manchmal zweimal in einer Nacht. Bei mir ist die Schlafparalyse begleitend mit einer Halluzination. Ich sehe Menschen, die in mein Zimmer kommen und anfangen mit mir zu reden. Es fühlt sich sehr real an. Manchmal sitzt jemand neben mir und ich kann mich nicht umdrehen. Es macht mir große Angst. Aber das ist noch harmlos, es gibt auch Träume indem eine Gestalt ins Zimmer kommt und mich beobachtet. Die Gestalt ist schwarz und ihr Gesicht kann ich nicht erkennen. Ich versuche mich zu wehren, aber jeder der mal eine SP hatte, weiß natürlich wie viel Kraft es kostet sich dagegen zu wehren. Da ich es schon so lange habe, hab ich mich damit soweit abgefunden. Es macht mir natürlich noch große Angst, aber im Hinterkopf weiß ich, dass es nicht real ist.

Maria kommentierte am 20.11.2015

Meistens habe ich diese Schlafparalyse wenn ich mich nachmittags nach meinem Arbeitstag ins Bett lege. Ich liege dabei meistens auf der Seite. Ich kann mich daran erinnern dass es einmal in der Nacht vorgekommen ist, ansonsten eigentlich nicht. Es ist dennoch sehr beunruhigend und beängstigend, da ich mich immer bedroht oder unsicher fühle, wenn dies geschieht. Was könnte mir helfen?

meeelll kommentierte am 07.12.2015

Ich hatte diese Schlafparalyse bis jetzt nur sechsmal. Ich habe zwar Geräusche gehört, aber mich nie getraut die Augen aufzumachen. Bei mir dauert die Schlafparalyse nur ein paar Minuten und ich habe mir angewöhnt, die Augen nach einem Albtraum zuzulassen und zu prüfen, ob ich mich in einer Schlafparalyse befinde. Falls dies der Fall ist, stelle ich mir Rechenaufgaben oder überlege mir, was ich den Tag davor gemacht habe und was ich noch machen werde. Wenn ich das gemacht habe, ist auch mein Gehirn wach und die Geräusche gehen weg. Das macht die Schlafparalyse dann wesentlich erträglicher.

Poul kommentierte am 25.12.2015

Ich bin 32 Jahre alt und erlebe seit ca. zweieinhalb Jahren die Schlafparalyse in wirklich zahlreichen verschiedenen Facetten. Da ich selbst schon sehr viel erlebt habe, kann ich versthen wie beängstigend dies sein kann. Man ist plötzlich einer neuen Situation ausgesetzt, in der man sich (körperlich) nicht bewegen kann. Im Laufe der Zeit habe ich jedoch gemerkt, mir passiert nichts und mich für die neue Welt geöffnet, nicht mehr mit Angst, sondern mit Neugier reagiert. Und tatsächlch, der Körper ist gelähmt, jedoch der Geist ist frei und es ist tatsächlich möglich seinen Körper zu verlassen. Versucht nicht körperlich dagegen anzukämpfen, sondern bewegt euch im Geist. Hebt geistig eure Hand und versucht sie anzusehen. Ich finde es traurig, dass die "moderne" Medizin versucht dieses Phänomen als Störung zu bezeichnen. Psychische Störungen, Stress und Alkohol sind wieder mal der Auslöser, wie für alle Krankheiten von denen man keine Ahnung hat. Ich möchte hier an all die Nahttoderlebnisse verweisen, die ähnlich wie außerkörperliche Erfahrungen durch die Schlafparalyse beschrieben werden. Diese Nahtoderlebnisse sind mittlerweile so zahlreich und gut dokumentiert, dass selbst die Schulmedizin zum Teil ihre Echtheit anerkennt. Desweiteren wird dieser Zustand in vielen Religionen durch Mediation angestrebt. Mit diesem Text wollte ich den Menschen, die immer noch Angst vor diesem Zustand haben, sagen, dass dies natürlich ist und seit Tausenden von Jahren vor allem von spirituellen Menschen beschrieben wird. Es kann euch nichts passieren.

Martin kommentierte am 17.03.2016

Es ist jetzt 0:30 Uhr und ich hatte gerade zwei Paralysen hintereinander, welche bis jetzt auch die schlimmsten waren, die ich je hatte. Alles war dabei. Halluzinationen, das Gefühl, dass etwas auf mir liegt, bzw. sich auf mich legt, "Personen" im Raum, ich "war" sogar an völlig anderen Orten, wie in einer Kirche, draußen vor dem Betrieb, wo ich arbeite und sogar in einem mir völlig unbekannten Raum. Ich kann mir gerade keinen Reim aus all dem machen. Zudem kommt noch, dass ich immer noch kaum Gefühl in meinen Fingern habe und das Tippen dieses Kommentars sehr, sehr schwer fiel. Hat jemand einen Rat?

Suraya kommentierte am 12.10.2016

Hatte gerade letzte Nacht eine Schlafparalyse erlebt. Ich habe das zum ersten Mal in meinem Leben erlebt. Zurzeit bin ich in einer psychiatrischen Klinik und es ist erst meine dritte Nacht. Ich weiß jetzt nicht genau, ob mir das wegen meiner psychischen Krankheiten passiert ist oder einfach weil ich halt an einem fremden Ort schlafe. Komischerweise habe ich aber keine fremde Energie oder Ähnliches gespürt. Ich konnte mich bloß nicht bewegen, war wie eingefroren und konnte auch nicht sprechen. Jedoch hatte ich Mühe mit dem Atmen, aber ich hatte nicht das Gefühl gewürgt oder erdrückt zu werden. Zum Glück ging das nur einige Minuten und ich bin schnell wieder eingeschlafen.

Jana kommentierte am 14.10.2016

Leider gehöre ich zu den Menschen, die diese Schlaflähmung durchmachen müssen. Bevor ich erwache und merke, dass ich bewegungsunfähig bin und in Panik ausbreche, passieren angsteinflößende Dinge. Erst vorgestern zog mir etwas ganz langsam die Decke vom Körper. Ich wachte auf und konnte mich nicht bewegen. Ich wollte schreien und konnte es nicht. Dann bemerkte ich, dass ich immer noch so zugedeckt war, wie vor dem Einschlafen. Warum träume ich nur so gruselige Sachen, bevor die Schlaflähmung eintritt?

Reana kommentierte am 06.11.2016

Ich hatte selbst Erfahrung damit. Es ist schrecklich, aber ich habe eine eigene Lösung gefunden, wie man sie bekämpfen kann, während man eine hat. Einfach ist es nicht. Wenn ich in einer Schlafparalyse bin, dann werde ich mir dieser Situation bewusst und senke somit meinen Angstzustand, weil ich weiß, dass ich nur in einer Phase bin, die nach paar Minuten aufhört. Meistens merke ich es direkt am Anfang der Schlafparalyse. Dann wird mir alles bewusst und ich kämpfe mich daraus, indem ich zwanghaft meine Finger bewege. Wenn ich dies dann geschafft habe, löst sich auch die Lähmung auf. Es klappt nicht bei jedem und vielleicht klappt es auch gar nicht, aber bei mit funktioniert es.

Gast kommentierte am 09.03.2017

Ich bin fast 18 Jahre alt und weiblich und hatte schon extrem viele Schlafparalysen. Die erste hatte ich ungefähr in einem Alter von 14 Jahren. Das hat mich beim ersten Mal natürlich sehr geschockt. Auffällig war zu der Zeit, dass ich unter enormen Stress und Leistungsdruck stand und zusätzlich unter Depressionen und Panikattacken litt. Depression und Panikattacken sind leider immernoch aktuell. Seit der sechsten Klasse leide ich unter starker Schlaflosigkeit/ allgemeinen Schlafstörungen. Manchmal hatte ich auch schon in einer Nacht drei bis vier Schlafparalysen, was jedesmal vor dem Einschlafen geschieht. Plötzlich wird alles schwarz, egal wie mein Traum begonnen hatte, es ertönt ein furchtbar lautes Geräusch (gerade war es ein dunkles, böses Lachen), ansonsten Schreie, Flugzeugabsturzgeräusche, Stimmen die etwas schrecklich Bedrohliches sagen oder ein lautes hohes Piepsen. Dazu kommen immer entstellte Gesichter, leuchtende Augen, Blut, schwarze Umrandungen von Menschen, dämonisch aussehende Kinder. Die Gesichter sind immer ganz nah und starren mich an oder "fressen" mich auf. Ich sehe dann helle Lichter vor meinen Augen, auch wenn diese geöffnet sind und ich eigentlich in die dunkle Leere starre. Ich weiß, ich muss keine Angst haben, ich weiß, was es ist, während es passiert und versuche ruhig zu bleiben und mich abzulenken. Aber irgendwie gelingt es nicht und es passiert einfach, egal wie sehr ich mich auf etwas anderes konzentriere. Bin dann immer froh, wenn ich mich wieder bewegen kann, denn während des Geschehens werde ich bis zu dreimal angeschrien und mit Bildern "gequält". Danach, wenn ich wach bin, fühle ich mich ganz benommen und schwer, als würde ich gleich zurück in diesen Zustand fallen und sehe noch immer flackernde Lichter.

Melanie kommentierte am 27.04.2017

Ich habe eine Schlafparalyse schon seit der Kindheit. Ich habe oft in der Kindheit, auch wie heute, geträumt und wusste, dass es ein Traum ist und habe versucht mich selbst aufzuwecken, zwecklos. Meist sind es Alpträume. Oftmals wache ich auf und kann mich nicht bewegen, nur mit den Augen kann ich schauen. Dabei strenge ich mich so sehr an meinen kleinen Finger zu bewegen, dass es meist auch klappt, wenn nicht schließe ich die Augen und hoffe einfach wieder einzuschlafen was dann auch passiert. In einer stressigen Zeit habe ich es fast alltäglich gehabt. Dabei kann ich mich erinnern, dass ich nachts aufgewacht bin und mein Mann neben mir lag und hinter seiner Schulter eine Dämonenfratze mich angelacht hat und ich konnte mich nicht bewegen. Nun habe ich ein Problem, ich habe darüber nie gesprochen und nun kommt mein kleiner fünfjähriger Sohn zu mir und erzählt mir, er wacht nachts auf und kann sich nicht bewegen. Dann strengt er sich ganz doll an bis er sich wieder bewegen kann. Dann steht die ganze Nacht ein großer schwarzer Mann vor seinem Bett und starrt ihn an. Er weiß, dass er träumt und versucht verzweifelt aufzuwachen. Was soll ich nur machen? Einen Arzt aufsuchen?

Mike kommentierte am 29.05.2017

Ich hatte ebenfalls meine erste Schlafparalyse mit 14. Habe sie mittlerweile mindestens einmal im Monat. Ich gehe davon aus, dass es bei mir die Verarbeitung von Problemen ist. Ich habe keinerlei Depressionen, im Gegenteil, bin ein ziemlich glücklicher Mensch, aber genau deswegen denke ich, dass mein Körper bestimmte Dinge so verarbeitet. Auf jeden Fall habe ich mittlerweile kein Problem mehr damit. Wenn ich merke, ich habe eine Schlafparalyse dann wach ich meistens extra auf und lache die Fratze vor mir gedanklich aus und das ist auch der Tipp, den ich allen hier geben kann. Ruhe bewahren, das Ding, was vor euch ist auslachen und so tun als würde man es boxen und wenn ihr trotzdem nicht damit umgehen könnt, dann einfach die Augen schließen und extrem ruckartige Bewegungen machen. Das funktioniert immer.
Danach einfach mal kurz aufstehen, eventuell etwas trinken und wieder ins Bett gehen. So kommt man damit gut klar.

sabine kommentierte am 05.07.2017

Erst seit kurzem habe ich wiedereinmal über meine "Schlafstörungen" mit einem Freund geredet und zum ersten Mal seit zehn Jahren hat sich jemand intressiert und sogar recherchiert. Dank ihm weiß ich jetzt endlich, dass ich nicht die Einzige bin und es eine Erklährung gibt. Ich hatte das erste Mal eine Schlafparalyse vor zehn Jahren. Bis heute sind sie immer wiedergekommen in verschieden Abständen. Manchmal ein, zwei Nächte nacheinander oder dann wieder Monate Pause. Schlimm sind die Alpträume von denen ich erwachen will, schreie und rufe meinen Freund, aber er erwacht nicht. Nach langem Kämpfen schaffe ich es in das Bewusstsein und bin erleichtert, dass ich es geschafft habe aufzuwachen. Aber wenn ich die Augen schließe, fängt das Ganze wieder von vorne an und das fast die ganze Nacht. Nach mehreren Anläufen aufzuwachen, schaffe ich es wieder in der Realität zu sein. Mittlerweile probiere ich möglichst die Ruhe zu bewahren und tief und langsam zu atmen. Aber wieso kommt es in einer Nacht immer und immer wieder sobald ich die Augen schließe?

Diana kommentierte am 14.07.2017

Ich habe seit einem Jahr regelmäßig Schlafparalysen. Zum Glück hatte ich sie meistens in der Früh. Gestern aber hatte ich zum ersten Mal eine mitten in der Nacht, so gegen drei Uhr und es war gruselig. Ich habe die ganze Zeit Stimmen gehört, die sich echt beängstigend anhörten. Mein Tipp an alle, versucht die Luft anzuhalten. So wache ich meistens auf.

Stella kommentierte am 17.11.2018

Ich habe sehr oft Schlafparalyse. Zur Zeit jede Nacht. Heute Nacht war es schrecklich, ich bin dreimal aufgewacht und konnte mich nicht bewegen, nicht schreien, so sehr ich es gern wollte. Ich habe Angst, schlafen zu gehn. Ich bin tagsüber depressiv und verzweifelt. Ich glaube, ich verliere meinen Verstand.

Nono kommentierte am 28.02.2019

Ich leide seit 2015 an regelmäßigen Schlafparalysen mit Halluzination. Jedes Symptom trifft darauf zu, schweres Atmen und Panik sind leider an der Tagesordnung. Am häufigsten geschieht dies beim Einschlafen, wenn ich nicht auf meiner rechten Seite einschlafe. Alle anderen Seiten begünstigen die Schlafparalysen. Ich habe einen regelmäßigen Tagesablauf mit sportlicher Betätigung. Ich habe keinerlei Probleme mit dem Einschlafen, aber danach tritt es immer auf. In meiner Familie gibt es keine Schlafstörungen und auch sonst keine solcher Vorkommen. Meine Halluzination ist immer, dass ich liege und die Schlafparalyse quasi abläuft und ich in der Zeit einen lauten, extrem schrillen Schrei teilweise über Minuten ertragen muss. Eine Schlafparalyse habe ich sehr häufig zwei bis drei Mal hintereinander in einem Einschlaf oder Aufwachprozess. Ich weiß mittlerweile nicht mehr, was ich machen soll. Mein Partner bleibt extra für mich noch eine halbe Stunde länger wach um mich danach, wenn ich wieder wach bin zu beruhigen. Ich weiß nicht, an wen ich mich wenden kann, und ob sich das überhaupt lohnt. oder ob ich für immer damit in dem Maß leben muss. Ansonsten bin ich soweit, bluttechnisch, kerngesund.