Speiseröhrenentzündung

Eine Speiseröhrenentzündung oder Ösophagitis entsteht durch falsche Essensgewohnheiten, durch Stress oder durch einen schwachen Schließmuskel am Übergang zum Magen. Die empfindliche Schleimhaut wird geschädigt und kann Schmerzen und Beschwerden beim Schlucken verursachen. Man kann die Speiseröhrenentzündung mit Diät behandeln, mit Medikamenten oder in schweren Fällen mit einem operativen Eingriff.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Speiseröhrenentzündung?

Eine Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis) entsteht, wenn sich die Schleimhaut, welche die Speiseröhre auskleidet, entzündet. Die Speiseröhrenentzündung kann akut auftreten oder chronisch verlaufen. In den meisten Fällen ist das untere Drittel der Speiseröhre betroffen, dort wo sich die Verbindung zum Magen befindet.

Die Speiseröhre ist ein Schlauch aus Muskeln und Gewebe, der den Mund mit dem Magen verbindet. Die Haut der Speiseröhre besteht aus verschiedenen Gewebeschichten. Die äußerste ist eine Muskelschicht, dann folgt eine Bindegewebsschicht, in welcher sich Drüsen für die Produktion von Schleim befinden.

Diese schleimige Substanz wird auf die innerste Schicht abgegeben, damit Speisen beim Schlucken leichter rutschen, aber auch als Schutz für die Schleimhaut. Fließt nun häufig Magensäure aus dem Magen zurück in die Speiseröhre oder dringen Pilze, Viren oder versehentlich geschluckte scharfe Gegenstände ein, so kann es zu einer Speiseröhrenentzündung kommen.

Ursachen

Bei einer Speiseröhrenentzündung können verschiedene Ursachen vorliegen. Der häufigste Auslöser ist ein mangelnder Verschluss des Übergangs zum Magen. Normalerweise verhindert der untere Speiseröhrenschließmuskel (Ösophagussphinkter), dass Magensäure in die Speiseröhre fließt. Aber wenn der Muskel geschädigt oder zu schwach ist, wenn durch falsche Ernährung zu viel Magensäure produziert wird oder wenn eine Tumorerkrankung am Magen vorliegt, dann ist es möglich, dass der Verschluss nicht mehr richtig funktioniert.

Auch Übergewicht oder eine Schwangerschaft können Auslöser für verstärkten Druck auf den Magenverschluss sein. Die Magensäure fließt dann in die Speiseröhre und greift dort die empfindliche Schleimhaut an. Eine Speiseröhrenentzündung ist dann die Folge.

Eine weitere mögliche Ursache ist das versehentliche Verschlucken von scharfen Gegenständen oder ätzenden Substanzen oder die unsachgemäße Einnahme von Medikamenten. Auch eine Pilzinfektion oder das Eindringen von Viren können eine Speiseröhrenentzündung verursachen.

Symptome,, Beschwerden & Anzeichen

Eine Speiseröhrenentzündung kann sich durch eine Reihe von Symptomen äußern. Typischerweise treten Sodbrennen und saures Aufstoßen auf, verbunden mit starken Schmerzen beim Schlucken. Häufig ist eine Ösophagitis außerdem mit einem unangenehmen Geschmack im Mund verbunden. Die Betroffenen haben dementsprechend starken Mundgeruch und einen insgesamt sehr trockenen, leicht gereizten Mundraum.

Die Symptome können Schlafstörungen hervorrufen. Daraus resultieren oftmals weitere gesundheitliche Probleme, etwa Abgeschlagenheit, Verstimmungen und Konzentrationsstörungen. Die Betroffenen beschreiben zudem ein Druckgefühl hinter dem Brustbein, welches wie die genannten Symptome vor allem nach den Mahlzeiten auftritt.

Insbesondere der Verzehr von süßen oder scharfen Speisen führt zu einer akuten Zunahme der Beschwerden, einhergehend mit zusätzlichen Schmerzen in der Speiseröhre. Auch in der Magengegend können starke Schmerzen auftreten, die bei Berührung und nach dem Essen stärker werden. Die Entzündung kann außerdem Reizhusten, Heiserkeit, Übelkeit und Erbrechen sowie Fieber hervorrufen.

Die Beschwerden nehmen im Liegen sowie beim Pressen oder bei körperlicher Anstrengung zu. Wird die Speiseröhrenentzündung frühzeitig behandelt, klingen die Beschwerden innerhalb einer Woche ab. Bei fehlender Behandlung verstärken sich die Krankheitszeichen und es besteht das Risiko, dass die Entzündung auf Lunge und Atemwege übergreift.

Diagnose & Verlauf

Die ersten Beschwerden bei einer Speiseröhrenentzündung sind Brennen in der Speiseröhre und Schmerzen beim Schlucken. Die Schluckbewegungen fallen schwer, man hat das Gefühl, der Speisebrei kratzt an der Speiseröhre, hängt fest und kann sich nicht zügig zum Magen hinunter bewegen.

Manchmal brennt es zusätzlich hinter dem Brustbein. Man hat einen schlechten Geschmack im Mund und muss öfters sauer aufstoßen. Letzteres ist das Anzeichen für einen ungenügenden Verschluss zum Magen, die häufigste Ursache für eine Speiseröhrenentzündung. Die Symptome treten meist nach dem Essen auf oder nachdem man kohlesäurehaltige Getränke zu sich genommen hat. Auch beim Bücken oder bei anstrengenden Tätigkeiten spürt man Schmerzen und einen Druck im oberen Bauchraum.

Um zu überprüfen, ob eine Speiseröhrenentzündung vorliegt, wird der Arzt zunächst die Krankheitsgeschichte erfragen. In der Regel wird dann eine Magenspiegelung durchgeführt, bei welcher die Beschaffenheit der Schleimhaut untersucht wird. Zusätzlich wird mittels einer Sonde, die über die Nase eingeführt wird, der Säuregehalt in der Speiseröhre gemessen.

Komplikationen

Eine unbehandelte Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis) kann einen chronischen Verlauf nehmen. Die ständig bestehende oder in kurzen Abständen auftretende Entzündung führt in vielen Fällen zur Bildung von Geschwüren. Diese verengen die Speiseröhre und machen sich anhand von Schluckbeschwerden, einem Druckgefühl hinter dem Brustbein und krampfartigen Schmerzen bemerkbar.

Eine gefürchtete Komplikation stellt insbesondere der sogenannte Barett-Ösophagus dar: Diese mit einer Verengung im unteren Bereich des Ösophagus verbundene Schleimhautveränderung stellt eine Vorstufe von Speiseröhrenkrebs dar. Ein Karzinom der Speiseröhre neigt zum Einwachsen in umliegendes Gewebe und zur Bildung von Tochtergeschwülsten in Lymphknoten und anderen Organen.

Wird die Schleimhaut der Speiseröhre aufgrund einer chronischen Entzündung oder Gewebewucherungen stark gereizt, kann sie anfangen zu bluten. Wenn große Areale betroffen sind, nimmt die Blutung unter Umständen lebensbedrohliche Ausmaße an. Das Trinken von Säuren oder Laugen kann eine akute Speiseröhrenentzündung verursachen, die umgehend intensivmedizinische Behandlung erfordert. Im schlimmsten Fall reißt die Speiseröhrenwand und Flüssigkeit gelangt in den Brustkorb – eine daraus entstehende Mittelfellentzündung kann tödlich enden.

Auch wenn eine Verätzung erfolgreich behandelt wird, bleibt eine Narbenbildung oft nicht aus, je nach Schwere kann diese die Nahrungsaufnahme erheblich beeinträchtigen. Bei der Behandlung einer Speiseröhrenentzündung steigt unter Umständen als Nebenwirkung bestimmter Medikamente das Risiko an, eine Osteoporose oder ein Nierenleiden zu entwickeln.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die Speiseröhrenentzündung ist für den Laien vom normalen Sodbrennen oft nicht zu unterscheiden. Daher empfiehlt sich der Gang zum Arzt aus mehreren Gründen, wenn ein Brennen oder Schmerzen in der Speiseröhre verspürt wird. Zum einen dann, wenn ein Brennen nicht mit einem bestimmten Ereignis wie dem Genuss scharfer Speisen oder Alkohol sowie Stresserlebnissen in Verbindung gebracht werden kann. Zum anderen auch dann, wenn Schmerzen oder Brennen über einen längeren Zeitraum anhalten und mit Hausmitteln oder Medikamenten aus dem freiverkäuflichen Bereich nicht zur Gänze beseitigt werden können. Auch eine Veränderung im Schmerzcharakter oder eine plötzliche deutliche Änderung der Beschwerden ist Grund für einen Besuch beim Arzt. Wer bereits einmal eine Speiseröhrenentzündung hatte, ist beim Arzt ebenfalls gut aufgehoben, um ein mögliches Rezidiv auszuschließen oder frühzeitig zu erkennen.

Ansprechpartner für die Speiseröhrenentzündung ist der Hausarzt, in Folge auch der Internist und Gastroenterologe. Auch ein Heilpraktiker kann aufgesucht werden, wenn die Entzündung chronisch immer wiederkehrt und mit naturheilkundlichen Mitteln unterstützend behandelt werden soll. Grundlage jeder Therapie ist jedoch die solide Diagnostik. Daher ist der Gang zum Arzt frühzeitig bei Beginn der Beschwerden wichtig, um eine Speiseröhrenentzündung oder auch nur Sodbrennen festzustellen. In beiden Fällen ist frühes Handeln optimal für eine erfolgreiche Therapie der Beschwerden.

Behandlung & Therapie

Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Speiseröhrenentzündung zu behandeln. Zunächst sollte man auf die richtige Ernährung achten und gegebenenfalls eine Nahrungsumstellung durchführen. Dabei ist besonders darauf zu achten, welche Lebensmittel die Beschwerden verursachen und diese dann durch verträglichere ersetzen. Kohlensäurehaltige Getränke, saure Fruchtsäfte, schwarzen Kaffee und Alkoholika sollte man möglichst wenig konsumieren.

Das letzte Essen sollte nicht direkt vor dem Schlafengehen zu sich genommen werden. Auch sind mehrere kleine Mahlzeiten verträglicher als wenige große. Weiterhin kann man die Speiseröhrenentzündung mit Medikamenten therapieren. Es werden Wirkstoffe eingesetzt, welche die Magensäure binden und ihr damit die ätzende Eigenschaft nehmen. Auch gibt es Säurebildungshemmer, welche die Produktion von Magensäure verringern.

Liegt eine sehr schwere Speiseröhrenentzündung vor, so stehen zur Behandlung operative Eingriffe zur Verfügung. Hierbei wird in einem endoskopischen Verfahren der untere Schließmuskel verengt. Dazu werden über kleine Einschnitte im Oberbauch Instrumente bis zur Magenpforte eingeführt, mit welchen dann eine Art Manschette um die Pforte des Magens und den Schließmuskel gelegt wird. Dadurch wird der Schließmuskel zusammengerafft und kann wieder vollständig den Magen verschließen. Es gibt noch andere Operationstechniken, aber die zuvor genannte ist die erfolgreichste Maßnahme bei einer Speiseröhrenentzündung.

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Vorbeugung

Um einer Speiseröhrenentzündung vorzubeugen empfiehlt es sich, auf gesunde Ernährung zu achten. Sowohl verträgliches Essen, als auch die richtige Menge an Nahrungsmitteln sollten auf dem Speiseplan stehen. Übermäßiger Alkoholgenuss und zu starkes Würzen sollten vermieden werden. Ein ausgeglichenes stressarmes Leben, eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Zeit zum Essen sind die besten Maßnahmen um einer Speiseröhrenentzündung vorzubeugen.

Quellen

  • Braun, J., Dormann, A .J.: Klinikleitfaden Innere Medizin. Urban & Fischer, München 2013
  • Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013
  • Piper, W.: Innere Medizin. Springer, Berlin 2013

Von Ärzten geprüft und nach hohen wissenschaftlichen Standards verfasst
Dieser Artikel wurde anhand medizinischer Fachliteratur, aktuellen Forschungsergebnissen und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Autor

Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 4. Oktober 2018

Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Emilie kommentierte am 25.01.2013

Ich habe eine Speiseröhrenentzündung und Angst, dass daraus Krebs wird. Kann Angst die Schmerzen verschlimmern? Und wie lange braucht Antibiotika bis es wirkt?

Florian kommentierte am 06.05.2013

Ich bin taub. Ich habe Sodbrennen und eine Speisenröhrenentzündung. Es ist sehr unangenehm. Wie lange dauert die Heilung des Sodbrennens und der Speisenröhrenentzündung? Hilft Naturheilkunde bei einer Speisenröhrenentzündung? Ich bitte um eine Antwort?

Arno kommentierte am 28.07.2013

Ich habe seit über zwölf Jahren eine Speiseröhrenentzündung. Der Großteil von dem, was man nach dem Artikel hier essen darf oder nicht, trifft auf mich nicht zu. Ich muss täglich eine 10mg Pariettablette nehmen, manchmal auch zwei, und zwischendurch auch noch Talcid. Nur so komme ich über die Runden. Das schlechteste, was ich tun kann, ist Fasten, denn dann fangen die Probleme erst richtig an. Stilles Wasser bereitet zeitweise mehr Probleme, als kohlensäurehaltige Getränke. Kaffee macht mir gar keine Probleme, auch nicht in größeren Mengen. Rotwein ist manchmal sehr hilfreich. Basisches Obst vertrage ich gar nicht. Mein Internist ist zwar nicht begeistert, dass ich die Medikamente noch immer nehmen muss, aber alle seine gut gemeinten Ratschläge sind für mich fast umsonst. Fazit: Jeder muss selber schauen, was er verträgt und was nicht. Wer noch nie eine Speiseröhrenentzündung hatte, weiß nicht wirklich wovon er redet. Viele Ratschläge sollte man besser überhören, ohne sie ernst zu nehmen. Ich kann mit meiner Krankheit recht gut umgehen und werde sie wohl bis an mein Lebensende behalten. Wer damit nicht umgehen kann, der sollte sich auf jeden Fall nicht psychisch fertig machen. Wenn du die Krankheit nicht besiegen kannst, dann lebst du eben mit ihr :).

scorpion-69 kommentierte am 03.11.2013

Eine Speiseröhrenentzündung kann sich auch über sehr starke Schmerzen hinter dem Sternum bemerkbar machen, nicht nur über das "Brennen".

mary1937 kommentierte am 18.07.2014

Ich habe nach den Mahlzeiten ständig ein starkes Brennen zwischen Kehlkopf und Brustwirbel. Aufstoßen muss ich aber nicht. Ich hatte bereits zwei Magenspiegelungen und man konnte eine Entzündung am Eingang sehen. Wenn ich Pantoprazol nehme, wird mir sehr schlecht. Was kann ich noch machen?

ich kommentierte am 16.01.2015

Ich habe seit zwei Tagen richtige Schmerzen beim Schlucken. Mein Arzt hat das ignoriert. Jetzt bin ich schon so weit, dass ich den ganzen Tag nur einen Apfel esse. Einmal sind die Schmerzen rechts und einmal links. Nach dem Schlucken verspüre ich ein Ziehen im Rücken. Könnt ihr mit helfen?

Jelly9 kommentierte am 01.02.2015

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Reflux immer wieder mit Sodbrennen in Verbindung gebracht wird. Ich leide schon seit 13 Jahren unter einem Reflux, der mit sehr zähem Schleim einhergeht. Ich leide sehr unter großer Atemnot, besonders nachts, wenn der zähe Schleim in die Speiseröhre gelangt. Ich bekomme keine Luft zum Atmen und muss ständig den Schleim ausspucken, damit ich wenigstens ein bisschen Luft bekomme, auch am Tag, aber nicht so schlimm wie nachts.
An Schlaf ist nicht mehr zu denken, obwohl ich ständig Medikamente vom Gastrologen täglich schlucke, hilft es nur wenig. Wer hat Ähnliches? Sodbrennen habe ich keines. Wer kann mir einen Rat geben?
Vielen Dank.

johnny kommentierte am 02.03.2015

Ich habe auch ständig Schmerzen im Bereich der Speiseröhre. Auch das richtige Atmen fällt mir sehr oft schwer, besonders in der Nacht. Bei mir wurde ein Reflux 2. Grades festgestellt.

TOMHH kommentierte am 21.04.2015

Mir geht es genauso wie Jelly9
Ich habe kein Sodbrennen, aber sehr sarken zähen Schleim, der aus der Speiseröhre bzw. Magen vor allem nachts in Richtung Hals/Rachen gelangt. Bei mir sind sogar die Speisereste mit diesem völlig zähen Schleim bedeckt, ohne dabei Sodbrennen zu haben. Ich denke, dass der Schutzfilm der Magenschleimhaut diesen zähen Schleim produziert und dieser ohne Sodbrennen aber mit Reflux die Speiseröhre hoch wandert und sich dann im Rachen sammelt. Das verursacht Probleme wie Räuspern und Husten. Wer hat gleiche Probleme und welcher Arzt kann hierbei helfen?

gabriele schmid kommentierte am 13.05.2015

Mir geht es, wie den anderen: Schluckbeschwerden und ein Schleim kommt immer mit hoch. Auch räuspern und husten muss ich ständig. Wer kann mir helfen? Ich habe Angst, dass es Speiseröhrenkrebs ist. Ich habe aber ab 3. Juni eine Magenspiegelung. Ich nehme auch Magentabletten einmal am Tag, aber helfen tun die nicht wirklich.

rita kommentierte am 23.05.2015

Bin auch schon seit ein paar Jahren davon betroffen. Reflux und somit immer wieder Speiseröhrenentzündung. Ich ernähre mich ganz ganz vernünftig, was die Qualität anbelangt und nehme mir auch immer brav Zeit beim Essen. Trotzdem bekomme ich dieses Problem nicht in den Griff. Von Zeit zu Zeit mache ich auch eine Kur mit diesen Säureblockern unter ärztlicher Anweisung und in hoher Dosierung, um mal eine Ausheilung zu erzielen. Was nie der Fall ist. An eine Operation denke ich nicht. Die Erfolgschancen sind mir laut Statistik zu gering! So muss ich Arno beipflichten und feststellen, dass manchmal gerade fettes Essen und ein kohlesäurehaltiges Getränk mir besser bekommt als manches basische. Unverständlich aber wahr und was auch stimmt, dass Hunger das Schlimmste ist, was man dem Magen bzgl. Säureproduktion antun kann, die steigt dann hochkonzentriert die Speiseröhre rauf.

Hannelore kommentierte am 28.07.2016

Ich leide unter einem ganz anderen Symptom: Essen "schießt" aus dem Mund. Ich kenne keines der oben genannten vier Symptome/Anzeichen. Coloskopie-Befund: alles soweit in Ordnung, leichte Entzündungen. Anfangs nur an bestimmten Tagen, und immer nur beim Mittagessen, nie morgens
(abends esse ich nichts mehr, nur zweimal pro Tag), die letzten fünf Tage bei jedem Mittagesse. Auch stilles Wasser konnte nicht runtergeschluckt werden, kam wieder "herausgeschossen". Aufgrund von Herzflimmern war Xarelto verschrieben worden. Daraufhin starke rektale Blutung, Xarelto abgesetzt. Erste Coloskopie am 07.06., Magen in Ordnug; in den Darm konnte nur ca. 30cm eigedrungen werden. Pantoprazol verschrieben, am 16.06. zweite Coloskopie: alles in Ordnung. Xarelto wieder einnehmen. Danach fing das "Übergeben" wieder an. Arzt aufgesucht, der hat die Befunde gelesen, alles in Ordnung, aber Entzündung der Speiseröhre. Therapie okay, zusätzlich Primperan 60 verschrieben.
Das Übergeben verstärkte sich mehrmals wöchentlich. Dann wurde mir vom Arzt geraten, zu probieren, was einem bekommt und sehr diszipliniert essen und trinken. Hilft jedoch nichts. Seit fünf Tagen jeden Tag beim Mittagessen übergeben. Behandelnden Arzt kontaktiert, Xarelto sofort absetzen und Pantoprazol 40 zweimal täglich einnehmen und Laborkontrolle über Leber- und Entzündungswerte durchführen;
Heute morgen ist diesbezüglich Blutabnahme. Über Ursache gibt es keinerlei Erkenntnisse bzw. Erklärungen. Was kann ich machen?

Hans kommentierte am 11.06.2017

Seit drei Jahren habe ich ein Schrägbett, dadurch ist nachts kein Reflux mehr möglich und ich habe keine Beschwerden mehr mit meiner Speiseröhre. Die Matratze kann mit der Automatik nicht nur das Oberteil für die obere Körperhälfte oder das Unterteil für die untere Hälfte, sondern die gesamte Matratze mit der Auflage schräg gestellt werden.