Vorzeitige Plazentalösung

Letzte Aktualisierung am 26. September 2018 | Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher.
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Bei einer vorzeitigen Plazentaablösung (Abruptio placentae) handelt es sich um eine sehr schwere Komplikation während der Schwangerschaft, durch die das Leben und die Gesundheit des ungeborenen Kindes sowie auch der Mutter akut gefährdet werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine vorzeitige Plazentalösung?

In aller Regel erfolgt beim erkannten Auftreten einer vorzeitigen Plazentaablösung die schnellstmögliche Einleitung eines Kaiserschnitts, sofern das Kind bereits lebensfähig sein sollte. Zu einer vorzeitigen Plazentaablösung kommt es statistisch betrachtet bei unter einem Prozent aller natürlichen Schwangerschaften.

Zu einer vorzeitigen Plazentaablösung kommt es, wenn sich der sogenannte Mutterkuchen - der der Versorgung des ungeborenen Kindes mit Nährstoffen dient - bereits vor der Geburt des Kindes entweder teilweise oder aber vollständig von der Gebärmutter löst.

Durch die Ablösung treten in Folge uterine Blutungen ein, d.h. Blutungen in der Gebärmutter. Diese wiederum führen - wenn sie denn unbehandelt bleiben - zu einem Schock durch Blutverlust (Hämorrhagischer Schock) bei der Mutter sowie zu einer akuten Unterversorgung des ungeborenen Kindes mit Sauerstoff (Hypoxie) bis hin zum Tod des Kindes durch Sauerstoffmangel.

Ursachen

Die Ursache für eine vorzeitige Plazentaablösung kann beispielsweise ein sehr heftiger Stoß oder Schlag in die Bauchgegend sein, der etwa im Rahmen eines Treppensturzes oder eines Autounfalls erlitten wird.

Auch ein vorzeitiger Blasensprung - d.h. ein verfrühtes Platzen der Fruchtblase noch vor Beginn der Geburtswehen - kann eine vorzeitige Plazentaablösung verursachen. Als begünstigender Faktor gilt Bluthochdruck (Hypertonie), weshalb schwangere Frauen, die unter Bluthochdruck leiden, einem erhöhten Risiko (auch anderer Komplikationen) ausgesetzt sind.

Die Wahrscheinlichkeit einer vorzeitigen Plazentaablösung nimmt mit der Zahl der vorangegangenen Schwangerschaften zu, d.h. das personenbezogene Risiko steigt - statistisch betrachtet - mit jedem weiteren Kind.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Die vorzeitige Plazentalösung betrifft Frauen vor der Geburt eines oder mehrerer Kinder. In gut einem Drittel aller Fälle treten gar keine Beschwerden auf. Die Ablösung kann dann nur mit einem Ultraschallgerät nachgewiesen werden. Sie fällt äußerst gering aus. Darüber hinaus lassen sich fortgeschrittene und starke Formen unterscheiden, die typische Symptome aufweisen.

Bei einer fortgeschrittenen Ablösung klagen Frauen über Empfindlichkeiten im Bauchbereich. Gerade der Unterbauch ist betroffen. Schmerzen treten plötzlich auf, ohne dass ein äußerer Grund erkennbar ist. Bei dieser Form der Plazentaablösung treten geringe Blutungen aus der Vagina hervor, die auch als Schmierblutungen bezeichnet werden.

Gerade die Intensität der Blutung verweist auf das Maß der Ablösung. Ein starker Blutaustritt aus der Vagina verweist auf eine ausgeprägte Form. Die Schmerzen im Bauchbereich fallen dann heftig aus. Sie sind konstant und intensivieren sich weiter. Entsteht ein großer Blutverlust, sind ein Schock und Gerinnungsstörungen typisch.

Die meisten Schwangeren sind angsterfüllt. Die Herzfrequenz steigt. Die vorzeitige Plazentalösung hat in ihrer ausgeprägtesten Form auch Auswirkungen auf das ungeborene Kind. Dieses leidet unter Sauerstoffmangel. Der Herzschlag verändert sich krankhaft. In seltenen Fällen verstirbt es gar im Mutterleib.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Eine vorzeitige Plazentaablösung ist fast immer mit plötzlich auftretenden, starken Schmerzen im Unterleib verbunden und geht häufig mit starken Blutungen, erheblichem Herzrasen und schweren Kreislaufproblemen einher.

Dass ein Problem vorliegt, wird daher in der Regel sofort bemerkt, so dass es in fast allen Fällen vorzeitiger Plazentaablösung zu einer schnellen Erstversorgung im Krankenhaus kommt. Die gesicherte Diagnose wird dort entweder auf Basis einer Ultraschalluntersuchung oder aber einer Gerinnungsuntersuchung (des Blutes der Mutter) erstellt.

Eine vorzeitige Plazentaablösung gefährdet sowohl das Leben des ungeborenen Kindes als auch das Leben der Mutter - während etwa ein Prozent der betroffenen Mütter ihr Leben verliert, liegt die Wahrscheinlichkeit für den Verlust des Kindes in Abhängigkeit von Schwangerschaftswoche und Kindsgewicht zwischen 10% und 50%.

Damit ist die vorzeitige Plazentaablösung zwar eine sehr seltene Schwangerschaftskomplikation, weist dafür jedoch die höchste Mortalitätsrate aller gängigen Komplikationen während der Schwangerschaft auf.

Behandlung & Therapie

Wie eingangs bereits dargestellt, wird im Falle eines bereits lebensfähigen Kinds bei gesicherter Diagnose fast immer ein sofortiger Kaiserschnitt durchgeführt, bei dem das Kind auf operativem Wege aus der Gebärmutter entfernt wird.

Ist das Kind dagegen noch nicht lebensfähig, d.h. tritt die vorzeitige Plazentaablösung noch vor dem Ende der 34. Schwangerschaftswoche oder bei verzögerter Fetalentwicklung ein, so kann versucht werden die Wehentätigkeit medikamentös zu verringern, um damit den erforderlichen Kaiserschnitt so lange hinauszuzögern, bis das ungeborene Kind die Lebensfähigkeit (insbesondere im Hinblick auf die Lungenreife) erreicht hat.

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Vorbeugung

Die Möglichkeiten der Vorbeugung einer vorzeitigen Plazentaablösung sind gering. Als wesentlicher beeinflussbarer Risikofaktor gilt - wie bereits erwähnt - das Vorliegen von Bluthochdruck bei der Mutter. Dieser kann - wenn das Problem bekannt sein sollte - im Vorfeld einer Schwangerschaft entweder medikamentös oder konventionell (Reduktion des Körpergewichts, Umstellung der Ernährung, gezielte körperliche Aktivitäten) behandelt werden.

Darüber hinaus steigt das Risiko einer vorzeitigen Plazentaablösung mit der Anzahl der vorherigen Schwangerschaften, weshalb gefährdeten Müttern gelegentlich auch geraten wird, auf eine weitere Schwangerschaft zu verzichten.

Weiterhin sollte während der Schwangerschaft - allerdings auch aus anderen gesundheitlichen Gründen - auf die Ausübung körperlich belastender oder gefährlicher Tätigkeiten soweit wie möglich verzichtet werden, in deren Rahmen es zu einem Trauma in der Bauchgegend und damit zur Auslösung einer vorzeitigen Plazentaablösung kommen könnte.

Quellen

  • Feige, A., Rempen, A., Würfel, W., Jawny, J., Rohde, A. (Hrsg.): Frauenheilkunde – Fortpflanzungsmedizin, Geburtsmedizin, Onkologie, Psychosomatik. Urban & Fischer, München 2005
  • Stauber, M., Weyerstrahl, T.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2013
  • Stiefel, A., Geist, C., Harder, U.: Hebammenkunde: Lehrbuch für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf. Hippokrates, Stuttgart 2012


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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

laura kommentierte am 09.07.2013

Vier Wochen vor dem Geburtstermin, wurde meine Enkelin tot geboren. Angeblich ist die Plazenta, an der Haupt-
versorgungsstelle, eingerissen. Am Vortag war bei einer ambulanten Untersuchung noch alles gut. Die Mutter war Rhesus-negativ. Hat das einen Einfluss? Die Wiederbelebung des Kindes war erfolglos. Die Mutter raucht nicht, trinkt nicht und ernährt sich überwiegend
gesund. Das erfüllt einen mit Ratlosigkeit und Trauer.

bg1906 kommentierte am 18.11.2013

Bei meinem ersten Kind hatte ich in der 32 Woche eine vorzeitige Plazentalösung. Ich war zufällig an diesem Tag im Krankenhaus und hatte dort einen CTG von der Hebamme machen lassen, weil ihr das schon etwas spanisch vorkam, da ich schon immer so einen harten Bauch hatte. Mein nächster FA-Termin wäre erst eine Woche später gewesen und es war gerade Weihnachten und Neujahr vorbei, deshalb wollte ich dort auch niemanden stören. Nach dem CTG hatte sich herausgestellt, dass ich schon Wehen im 5-Min.-Takt hatte. Die wollten mich nicht mehr nach Hause lassen und mich an den Wehenhemmer hängen. Dadurch das es mir nicht schlecht ging und ich diesen Bauch schon ein paar Tage hatte, wollte ich dennoch kurz nach Hause fahren, um meine fast gepackte KH-Tasche noch zu holen. Somit haben die mir einen Tablette gegeben, die ich später in gleicher Form eben als Tropf bekommen hätte. Auf dem Weg zum Parkplatz wurden auf einmal meine Beine weich und mir wurde total schwindelig. Am Parkplatz angekommen im Auto ging es mir immer schlechter, dann sind wir sofort wieder zurückgefahren (waren höchsten 1 Minute weit weg) und als ich am Parkplatz wieder ausstieg, bin ich dann in Ohnmacht gefallen. Aufgewacht bin ich dann erst wieder im Krankenwagen, der mich vom KH-Parkplatz zur Notaufnahme fuhr. Im Zimmer angekommen, wurden die Herztöne beim Kind gemessen - alles da. Dann wurde bei mir EKG gemacht. Dann hatte die Schwester nochmal gesagt, sie würden nochmal schnell die Herztöne beim Kind messen und dann waren diese weg. Auf einmal hab ich einen schmerzhafte Wehe bekommen, die nicht mehr aufgehört hat und und auch nicht zu beatmen war. Dann hörte ich nur noch Not-Kaiserschnitt und dann war es auch schon alles passiert innerhalb von 5 Minuten. Mein Kind wurde wiederbelebt und ich wäre fast verblutet, weil es bei mir schon so stark in die Gebärmutter eingeblutet hatte. Meine Mutter war zufällig an dem Tag dabei, sonst wäre alles schief gelaufen. Ich wollt nämlich erst alleine ins KH fahren. Ausserdem wäre ich und mein Kind wahrscheinlich, wenn wir nicht da gewesen wären, beide gestorben, weil so schnell kein Hubschrauber zur Stelle gewesen wäre. Der OP-Raum soll wie ein Schlachtfeld ausgesehen haben, sagte meine Mutter. Der Kleine ist sofort in die Kinderklinik gekommen. Er war 4ten Grades Lungenkrank, d.h. die Lunge war noch nicht ausgereift. Im Bauch war er zudem noch unterversorgt, weil die Versorgung ja abgebrochen wurde und zudem wurde er vom KH in die Kinderklinik nicht richtig angeschlossen und war auf dem Weg dorthin auch noch unterversorgt. Wir können vom Glück sprechen, daß er heute total gesund ist und keinen Gehirnschaden davon getragen hat. In der Kinderklinik wurde er dann sofort ins Koma gelegt und als sie nach 1 Woche wussten, daß er es schaffen würde, haben sie ihn langsam zurückgeholt. Leider hat er alle Kindsreflexe verlernt und musste somit mühselig alles wieder neu erlernen (trinken-schnaufen-trinken-schnaufen). Die Ärzte meinten, wenn er für 7 Wochen zu früh nicht schon das Gewicht von 2150g gehabt hätte, dann hätte er es wahrscheinlich nicht geschafft, weil er zu schwach gewesen wäre. Wissen kann man das nie, aber ich kann nur das erzählen, was man uns gesagt hat. Ich hoffe, daß ich hiermit niemanden verschrecke, aber was oben steht, macht für mich alles zu 100% Sinn. Ich muss dazu noch erwähnen: Ich habe keinen Schlag in den Bauch bekommen oder bin nicht gestürzt, aber da es ja immer heißt, schwanger sein ist keine Krankheit, habe ich einige Wochen vor diesem Vorfall fleißig Möbel mit aufgebaut, da wir eine neue Wohnzimmereinrichtung bekommen haben und ich denke, daß diese Arbeit dazu mit beigetragen haben kann, daß es so gekommen ist, wie es kam. Es ging mir auch immer super gut, daher habe ich an sowas nicht gedacht. Bluthochdruck etc. war bei mir nicht der Fall. Es war nie irgendetwas auffällig und ich hatte so auch keine Beschwerden. Liebe Grüße, bg1906

bianca kommentierte am 05.08.2014

Aufgrund eines Autounfalls hatte ich eine Plazentaablösung. Eine Woche später ging ich ins Krankenhaus, wo sie mein Baby per Notkaiserschnitt holten. Wäre ich eine Stunde später gekommen, wäre es zu spät gewesen. Mein Baby hat aber überlebt.

Jonimami kommentierte am 04.12.2014

Im Mai 2013 hatte auch ich eine vorzeitige Plazentalösung. Es war mein 3. Kind und ich war bereits in der 41. SSW - 2 Tage nach Termin. Die Schwangerschaft verlief komplikationslos und am Tag der Plazentalösung war vormittags der CTG noch völlig unauffällig. Nachmittags hatte ich einen Kreislaufzusammenbruch - aber ohne die für eine Plazentalösung üblichen starken Schmerzen und ohne Blutungen nach außen. Leichte Unterleibsschmerzen habe ich für beginnende Wehen gehalten. Den hart werdenden Bauch habe ich zwar bemerkt, ihm aber keine übermäßige Beachtung geschenkt. Leider konnte mein Sohn am Abend nur tot geboren werden - per Notkaiserschnitt! Wäre ich zwei Stunden später im Krankenhaus gewesen, würde ich vermutlich heute nicht mehr leben. So habe ich die OP mit Bluttransfusion recht gut überstanden. Lange gab es keine Anhaltspunkte für die Ursache. Nach einer sehr ausführlichen Gerinnungsdiagnostik vermutet man nun bei mir ein leichtes von-Willebrand-Syndrom, das die Plazentalösung vermutlich begünstigt hat. Bis heute für mich schwer zu verstehen ist, warum selbst die Ärzte bei meiner Aufnahme in der Klinik die Plazentalösung nicht erkannt haben. Erst nach über einer Stunde wurde die Not-OP eingeleitet. Mein einziger Trost ist, dass mein Sohn bei Ankunft im Krankenhaus schon so lange tot gewesen sein muss (vermutlich mehr als eine Stunde), dass auch eine schnellere Erkenntnis der Todesursache nichts geändert hätte.

Madlen kommentierte am 06.07.2015

Ich hatte bei 33+6 einen Blasensprung. Dann kamen starke Schmerzen, die ich für Wehen hielt. Im Krankenhaus angekommen, wurde der Blasensprung bestätigt. Außerdem wurde eine Plazentaablösung diagnostiziert. Das erklärte auch, warum ich starke Blutungen hatte. Da ich noch 6 Wochen vor dem Termin war, wurde mir noch zwei mal Lungenreife gespritzt und Wehenhemmer verabreicht. 34 Stunden nach dem Blasensprung, wurde die Kleine dann bei 34+0 per Kaiserschnitt geholt. Nach drei Wochen auf der Säuglingsintensiv durften wir sie dann mit heim nehmen. Mittlerweile ist sie 4 Monate alt und kerngesund.

Time kommentierte am 21.01.2016

In 37+0 hatte ich bei meinem zweiten Kind in der Nacht immer stärker werdende Schmerzen im vorderen Unterbauch und mir war übel. Da ich ja vom ersten Kind wusste, wie Wehen sich anfühlen, hab ich meinen Mann immer beruhigt und gesagt, dass wir nicht ins Krankenhaus fahren müssen. Dann wurde der Kreislauf schlechter und die Schmerzen gingen nicht weg, mein Mann drängte mich jetzt und wir sind um sechs Uhr morgens doch gefahren. Im Untersuchungszimmer wurde ich fast ohnmächtig und die Schmerzen wurden immer stärker und das CTG auffällig. Dann ging alles wahnsinnig schnell. Vorzeitige Plazentaablösung. Notkaiserschnitt, eine Hektik brach aus und um 8.08 Uhr war unsere Tochter dann geboren. Sie brauchte noch ein paar Stunden Sauerstoff und kam dann am Nachmittag endlich zu mir. Jetzt ist sie fast sechs Monate und ein kleiner Sonnenschein. Trotzdem war und ist es für mich ein traumatisches Erlebnis und benötigt noch Aufarbeitung.

Hannah kommentierte am 08.06.2016

Ich war in der 32. Schwangerschaftswoche und hatte sehr viel Stress auf der Arbeit und hatte endlich meinen ersten Urlaubstag vor dem beginnenden Mutterschutz. Die Bauchschmerzen, welche ich schon einige Tage ziemlich massiv hatte, waren merkwürdig. Sie fühlten sich komisch an und nicht wie Vorwehen oder Ähnliches, was ich bereits von meiner ersten Schwangerschaft kannte. Meine Ärztin schickte mich in die Klinik. Dort behielt man mich jedoch nur über Nacht. Abends war auf einmal alles voller Blut nach dem Toilettengang. Der diensthabende Oberarzt wurde geholt und nachdem er den Ultraschall sah, dauerte es neun Minuten bis mein Sohn (knapp 2200 Gramm) auf der Welt war. Vier Wochen später konnte er gesund und munter die Kinderintensivstation verlassen. Hätte meine Ärztin mir nicht die Einweisung geschrieben, wären wir jetzt beide nicht mehr hier. Mein Mann und ich verzichten auf das gewünschte dritte Kind, da die Gefahr einfach zu groß ist, dass es bei der nächsten Schwangerschaft wieder geschieht und dann vielleicht auch noch früher als in der 32. SSW. Ich habe keinen Bluthochdruck, kein Sturz oder Ähnliches ging voraus, nur sehr viel Stress und Anspannung. Ich persönlich glaube, dass es daran lag und empfehle daher jeder schwangeren Frau den Stress zu minimieren.

Sonnenschein mit Schleierwolke kommentierte am 21.09.2016

Mein Junge starb in der 36. Schwangerschaftswoche, durch Plazenta-Totalablösung. Bei uns schien alles in Ordnung. In der 18. Woche gab es eine kleine Blutung, die aber keine Bedeutung hatte und auch in der Nachuntersuchung als "alles ok" bestätigt wurde. In der 20. Woche hatte ich zwischenzeitlich Ischias-Leiden, wie viele andere auch. Und ab der 24. kam gelegentliches Sodbrennen dazu. Ernährung: Ich hatte für die Mineralversorgung gesorgt und sehr viel im Wok gekocht. In der 30.Woche bestand man auf einen Zuckertest. Dabei schlug einer von drei Tests aus und man wies mich an dreimal am Tag zu messen und meine Ernährung umzustellen. In der 36. Woche bekam ich plötzlich heftige Krämpfe, die ich erst für Wehen hielt. Ich setzte mich in eine Wanne mit warmem Wasser und so den Wannentest zu machen, ob es wirklich schon Wehen wären, oder Vorwehen. Blöderweise ist warmes Wasser für offene Blutungen nicht gut. Das wusste ich nicht. Meine Lippen wurden blau und ich zitterte. Mein Mann fuhr mich zu meinem Gynäkologen. Dieser dieser stellte fest, dass die Plazenta vollkommen abgelöst war und unser Sohn tot sei. Er überwies uns in ein Krankenhaus. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon Bewusstseinslücken, wegen Blutmangel, hervorgerufen durch innere Blutungen in der Bauchdecke. Man legte mich drei Tage ins künstliche Koma. Kaum zwei Tage nach dem Aufwachen habe ich mich schon wieder auf meine Beine gestellt und versucht wieder Herr/Frau meines Körpers zu werden. Nach ca. anderthalb Wochen wurde ich entlassen. Die nächsten Jahre waren wir in Trauer. Kinderlachen brachte mich zum Weinen, genauso wie Tragetücher, Kinderschuhe, einfach alles, was mit Babys verbunden wird. Heute kann ich Babys auf den Arm nehmen und mich wieder mit ihnen freuen. Wir werden wieder versuchen ein Kind zu bekommen. Jedoch ist es schwer den Mut dafür aufzubringen. Ich will nie wieder diesen Schmerz erleben und mein Mann möchte mich nicht verlieren. Diese Ängste sind ein riesengroßes Hindernis, bei aller Liebe die uns immernoch und umsomehr zusammenschweißt.