Diskografie
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 2. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Eine Diskografie kommt bei chronisch tief sitzenden Rückenschmerzen, die Rückschlüsse auf diskogene (bandscheibenbedingte) Ursachen zulassen, zum Einsatz. Unter Röntgenkontrolle werden degenerative Veränderungen der Bandscheibe mit Hilfe eines Kontrastmittels sichtbar gemacht.
Was ist Diskografie?
Als Diskografie (auch Diskographie) wird ein röntgengestütztes Diagnoseverfahren zur Darstellung von Bandscheiben (Diskus bzw. Discus intervertebralis) unter Einsatz eines intradiskal injizierten Kontrastmittels bezeichnet.
Mit Hilfe des Verfahrens können insbesondere der Ursprungsort bandscheibenbedingter Rückenbeschwerden (diskogenes Schmerzsyndrom, Diskopathie) anhand der röntgenologisch dokumentierten Kontrastmittelverteilung genau lokalisiert sowie degenerative bzw. altersbedingte Veränderungen an der betroffenen Bandscheibe festgestellt werden. Infolge degenerativer Prozesse an der Bandscheibe können schmerzhafte Fissuren (Risse) am äußeren Faserring der Bandscheibe und/oder Diskusprotrusionen (Bandscheibenvorwölbungen) entstehen.
In den meisten Fällen ist die Lendenwirbelsäule von derartigen Verletzungen der inneren Diskusarchitektur betroffen. Über in die Bandscheibenstrukturen einwachsende Nervenfasern strahlen im weiteren Verlauf Schmerzen aus dem Inneren der Bandscheibe aus. Morgendliche Rückenschmerzen, die durch langes Liegen verursacht werden, sowie Schmerzen bei Überlastungen des Rückens können Anzeichen einer Diskusdegeneration sein und eine Diskografie erforderlich machen.
Funktion, Wirkung & Ziele
Zudem können die durch eine Diskografie erhaltenen Informationen die Therapiewahl bei chronisch tief sitzenden Rückenschmerzen (u.a. intradiskale elektrothermale Therapie oder operativer Eingriff), die auf pathologische Bandscheibenveränderungen zurückgeführt werden können, erleichtern und stützen. Die minimalinvasive Untersuchung kann unter stationären oder ambulanten Bedingungen durchgeführt werden, wobei eine Narkose nicht erforderlich bzw. sogar unerwünscht ist.
Dem auf dem Bauch liegenden und sich im Dämmerschlaf befindenden Patienten wird unter lokaler Anästhesie eine Sonde oder dünne Nadel (Kanüle) seitlich in das Bandscheibenfach (Raum zwischen zwei angrenzenden Wirbelkörpern, in welchem sich die Bandscheibe befindet) eingeführt. Anschließend wird ein röntgendichtes Kontrastmittel – bei vorliegender Kontrastmittelallergie Kochsalzlösung – in den gallertartigen Bandscheibenkern (Nucleus pulposus) injiziert. Das Kontrastmittel wird in seinem Verlauf durch ein bewegliches Röntgengerät (Bildwandler) in mehreren Ebenen sichtbar gemacht.
Anhand der Kontrastmittelverteilung im Bandscheibenkern wird zum einen die korrekte Positionierung der Sonde bzw. Kanüle kontrolliert und zum anderen eine Beurteilung der Bandscheibenbeschaffenheit sowie des Ausmaßes und der Art der degenerativen Veränderungen ermöglicht. Liegt beispielsweise ein intakter, die Bandscheibe umschließender Faserring (Anulus fibrosus) vor, verbleibt das Kontrastmittel in der Bandscheibe, während ein Austreten des Mittels aus dem Bandscheibenraum auf einen porösen oder zerrissenen Anulus fibrosus infolge eines Bandscheibenvorfalls schließen lässt.
Ein sich nach hinten in den Spinalkanal (Rückenmarkskanal) vorstülpender Faserring, der durch die Kompression von einer oder mehreren Nervenwurzeln zu Schmerzsymptomen in Rücken und Beinen führen kann, kann im Rahmen einer Diskografie ebenfalls sichtbar gemacht werden. Dass durch die Kontrastmittelgabe über die Druckerhöhung im Diskus zudem die sonst üblichen Schmerzen provoziert bzw. verstärkt werden können (diskographischer Distensionstest), ist ein zusätzlicher bedeutender Effekt (sogenannter Memory-Pain-Effekt), der die Lokalisierung des von degenerativen Prozessen betroffenen Wirbelsäulensegments stützt.
Durch eine anschließende Injektion eines diesen Schmerz ausschaltenden Betäubungsmittels kann die Diagnose zusätzlich abgesichert werden. Im Anschluss an die Diskografie kann über die Bandscheibenkanüle ein entzündungshemmendes und schmerzreduzierendes Medikament injiziert werden.
Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren
Die seitliche Punktion der zu untersuchenden Bandscheibe wird trotz des applizierten Lokalanästhetikums von vielen Betroffenen als äußerst unangenehm empfunden. Darüber hinaus besteht bei einer Verletzung von Blutgefäßen das Risiko für Nachblutungen. Ungeachtet der kontinuierlichen Positionskontrolle durch den Bildwandler kann zudem in sehr seltenen Fällen durch die Kanüle eine Nervenwurzel verletzt werden.
Zusätzlich können auch bei minimalinvasiven Eingriffen (bakterielle) Keimverschleppungen in den Bandscheibenraum, die eine Diszitis (schmerzhafte Entzündung der Bandscheibe) bedingen können, nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Bei einer im Vorfeld nicht bekannten Kontrastmittelallergie kann eine Diskografie durch die Injektion von Kontrastmitteln zu unterschiedlich ausgeprägten allergischen Reaktionen bis hin zu einem anaphylaktischen Schock führen.
Da der Distensionstest auf subjektiv wahrgenommenen Schmerzen beruht, die vom Untersuchenden nicht überprüft werden können, kann eine Diskografie zu falsch positiven oder falsch negativen Resultaten führen.
Vorbereitung auf die Untersuchung
Vor einer Diskografie steht ein ausführliches Aufklärungsgespräch. Darin erläutert die untersuchende Ärztin oder der untersuchende Arzt, warum gerade dieses Verfahren vorgeschlagen wird, was währenddessen geschieht und welche Alternativen bestehen. Weil die Diskografie ein Eingriff mit Punktion ist und nicht bloß eine Aufnahme von außen, ist die schriftliche Einwilligung der untersuchten Person erforderlich. Das Gespräch findet in der Regel mit zeitlichem Abstand zum Termin statt, damit genügend Bedenkzeit bleibt.
Erfragt werden dabei unter anderem bekannte Allergien, insbesondere gegen Kontrastmittel und Jod, frühere Reaktionen auf Betäubungsmittel, bestehende Infektionen sowie sämtliche eingenommenen Medikamente. Besondere Aufmerksamkeit gilt gerinnungshemmenden Mitteln: Wer Blutverdünner einnimmt, muss dies unbedingt angeben, da eine gestörte Blutgerinnung das Risiko für Nachblutungen an der Einstichstelle erhöht. Ob und wie lange ein solches Präparat vor dem Eingriff pausiert wird, entscheidet ausschließlich das behandelnde Team; eigenmächtiges Absetzen ist gefährlich, weil die Medikamente meist aus gutem Grund verordnet wurden. Häufig werden vor dem Termin Laborwerte bestimmt, die Auskunft über Gerinnung, Nierenfunktion und Entzündungszeichen geben.
Da die Untersuchung in der Regel unter einer leichten Sedierung im sogenannten Dämmerschlaf abläuft, wird meist verlangt, einige Stunden zuvor nichts mehr zu essen und zu trinken. Wer sediert wurde, darf am Untersuchungstag kein Fahrzeug führen und sollte sich abholen lassen. Frauen im gebärfähigen Alter werden nach einer möglichen Schwangerschaft gefragt, weil die Untersuchung unter Röntgenkontrolle abläuft. Meist liegen zum Termin bereits Aufnahmen aus anderen Verfahren vor, etwa aus der Magnetresonanztomographie; sie helfen dabei, die zu punktierenden Segmente im Voraus festzulegen.
Wer die Untersuchung durchführt und wie sie sich anfühlt
Die Diskografie wird von Fachleuten der Radiologie, der Neurochirurgie, der Orthopädie oder der Schmerztherapie vorgenommen, die in der Punktion unter Bildkontrolle geübt sind. Der Eingriff findet in einem Durchleuchtungsraum oder in einem Operationssaal unter sterilen Bedingungen statt. Das Team umfasst neben der punktierenden Person üblicherweise eine Assistenz für die Gerätebedienung sowie Pflegekräfte für die Überwachung.
Die untersuchte Person liegt auf dem Bauch. Nach Desinfektion und sterilem Abdecken wird die Haut örtlich betäubt; dieser erste Einstich wird meist als kurzes Brennen empfunden. Das anschließende Vorschieben der Kanüle in Richtung Bandscheibe kann trotz Betäubung als Druck oder als ziehender Schmerz wahrgenommen werden, weil die tieferen Schichten nicht vollständig betäubt werden können und dürfen. Genau darin liegt eine Besonderheit dieses Verfahrens: Die untersuchte Person muss ansprechbar bleiben und Rückmeldung geben können, ob der bei der Einspritzung ausgelöste Schmerz dem gewohnten Beschwerdebild entspricht. Eine tiefe Narkose würde diese Rückmeldung unmöglich machen und den diagnostischen Kern der Untersuchung entwerten.
Die Einspritzung des Kontrastmittels selbst wird sehr unterschiedlich erlebt. Manche Betroffene spüren kaum etwas, andere berichten von einem deutlichen Druckgefühl bis hin zu heftigem Schmerz. Dass eine Diskografie unangenehm sein kann, gehört zum Verfahren und ist kein Zeichen dafür, dass etwas falsch läuft. Wie lange die Untersuchung dauert, hängt vor allem davon ab, wie viele Segmente untersucht werden.
Was der Befund aussagt
Ausgewertet werden bei einer Diskografie zwei voneinander unabhängige Beobachtungen. Die erste ist die Bildinformation: Wie verteilt sich das Kontrastmittel im Inneren der Bandscheibe, bleibt es im Kern eingeschlossen, dringt es in Risse des Faserrings vor oder tritt es aus der Bandscheibe aus? Aus diesem Muster lässt sich ablesen, wie weit der Abbau der inneren Bandscheibenstruktur fortgeschritten ist.
Die zweite Beobachtung ist die Schmerzantwort. Als aussagekräftig gilt in der Fachliteratur nicht irgendein Schmerz, sondern der sogenannte konkordante Schmerz: Nur wenn die Einspritzung genau jene Beschwerden auslöst, die die betroffene Person aus dem Alltag kennt, wird das untersuchte Segment als mögliche Schmerzquelle gewertet. Um diese Angabe zu prüfen, wird üblicherweise mindestens eine benachbarte, bildmorphologisch unauffällige Bandscheibe mituntersucht. Sie dient als Vergleichs- oder Kontrollsegment: Löst auch dort die Einspritzung starke Schmerzen aus, spricht das gegen die Zuordnung der Beschwerden zu einer einzelnen Bandscheibe.
Ein auffälliger Befund an einer Bandscheibe bedeutet für sich genommen noch keine Operationsempfehlung. Bandscheiben verändern sich mit dem Lebensalter, und solche Veränderungen finden sich auch bei Menschen ohne jede Beschwerden. Die Diskografie liefert daher einen Baustein, der zusammen mit der Krankengeschichte, der körperlichen Untersuchung und den Bildern aus anderen Verfahren zu einem Gesamtbild zusammengefügt wird. Bleibt der Befund unklar oder widersprüchlich, ist das ein Grund, von einem Eingriff zunächst abzusehen.
Wann eine Diskografie nicht infrage kommt
Gegen eine Diskografie sprechen vor allem Infektionen. Eine Entzündung im Bereich der Einstichstelle oder eine allgemeine Infektion mit Fieber verbietet die Punktion, weil Keime in den Bandscheibenraum verschleppt werden könnten; eine dort entstehende Entzündung der Bandscheibe ist schwer zu behandeln und heilt langsam. Ebenso stellt eine nicht ausreichend behandelte Störung der Blutgerinnung ein erhebliches Hindernis dar.
Eine bekannte schwere Unverträglichkeit gegenüber Röntgenkontrastmitteln schließt die übliche Durchführung aus; in solchen Fällen kann auf eine Kochsalzlösung ausgewichen werden, wodurch allerdings die Bildinformation verlorengeht. Bei einer Schwangerschaft wird die Untersuchung wegen der Röntgenstrahlung nicht durchgeführt, sofern sie nicht zwingend erforderlich ist. Auch eine ausgeprägte Einengung des Wirbelkanals kann den Zugangsweg erschweren.
Wenig sinnvoll ist das Verfahren schließlich dann, wenn aus dem Ergebnis ohnehin keine Konsequenz folgen würde: Wer einen operativen Eingriff für sich ausschließt oder aus gesundheitlichen Gründen nicht operiert werden kann, gewinnt durch die Untersuchung wenig und nimmt ihre Belastungen ohne Nutzen auf sich. Eine besondere Rolle spielt die seelische Verfassung: Bei chronischen Schmerzen wirken körperliche und psychische Faktoren häufig zusammen, und die Bewertung einer allein auf Schmerzangaben beruhenden Untersuchung wird dadurch zusätzlich erschwert.
Nach der Untersuchung
Im Anschluss an die Diskografie bleibt die untersuchte Person für einige Zeit unter Beobachtung, bis die Sedierung abgeklungen ist und die Kreislaufwerte stabil sind. Ein Nachschmerz an der Einstichstelle und im untersuchten Segment ist häufig und kann einige Tage anhalten; er wird bei Bedarf mit Schmerzmitteln behandelt, die das ärztliche Team verordnet. Kühlung der Einstichstelle und körperliche Schonung an den ersten Tagen sind übliche Empfehlungen.
Wichtig ist, auf Warnzeichen zu achten. Zunehmende statt abnehmende Schmerzen, Fieber, Schüttelfrost, eine gerötete oder überwärmte Einstichstelle sowie neu auftretende Lähmungen, Gefühlsstörungen oder Störungen von Blasen- und Darmfunktion müssen unverzüglich ärztlich abgeklärt werden. Solche Beschwerden können auf eine Entzündung der Bandscheibe oder eine Nervenschädigung hinweisen. Da eine Bandscheibenentzündung sich mitunter erst nach mehreren Wochen bemerkbar macht, gilt diese Aufmerksamkeit auch noch nach längerer Zeit.
Das Ergebnis wird in einem gesonderten Termin besprochen, häufig gemeinsam mit den Aufnahmen aus anderen Verfahren. Aus dem Befund kann sich ein operatives Vorgehen ergeben, ebenso aber auch die Entscheidung, zunächst konservativ weiterzubehandeln, etwa mit Physiotherapie, Bewegungstherapie und einer schmerztherapeutischen Betreuung.
Abgrenzung zu anderen Untersuchungen der Wirbelsäule
Die Diskografie steht nicht am Anfang der Abklärung von Rückenschmerzen, sondern an deren Ende. Am Beginn stehen Anamnese und körperliche Untersuchung, ergänzt durch einfache Röntgenaufnahmen, die vor allem knöcherne Veränderungen, Fehlstellungen wie eine Skoliose oder Zeichen einer Osteochondrose zeigen.
Die Magnetresonanztomographie ist heute das wichtigste Verfahren zur Beurteilung von Bandscheiben und Nervenstrukturen. Sie kommt ohne Röntgenstrahlung aus, stellt den Wassergehalt der Bandscheibe und damit ihren Zustand gut dar und zeigt einen Bandscheibenvorfall oder eine Spinalkanalstenose zuverlässig. Ihre Grenze liegt darin, dass sie nur die Form abbildet und nicht beantwortet, ob eine sichtbare Veränderung tatsächlich die Ursache der Beschwerden ist. Die Computertomographie zeigt knöcherne Strukturen besonders genau, arbeitet aber mit Röntgenstrahlen. Die Myelographie stellt mit Kontrastmittel den Wirbelkanal dar und wird vor allem dann eingesetzt, wenn eine Magnetresonanztomographie nicht möglich ist.
Der eigentliche Grund, warum die Diskografie trotz ihrer Belastungen überhaupt noch erwogen wird, liegt genau in dieser Lücke: Sie ist das einzige Verfahren, das den Versuch unternimmt, eine bildliche Veränderung mit dem tatsächlich empfundenen Schmerz zu verknüpfen. Ob ihr das verlässlich gelingt, ist eben jener Punkt, der sie umstritten macht.
Geschichte und wissenschaftliche Einordnung
Eingeführt wurde die Punktion von Bandscheiben mit Kontrastmittel Ende der 1940er Jahre; als Wegbereiter gilt der schwedische Radiologe Knut Lindblom. In den Jahrzehnten vor der Verbreitung der Schnittbildverfahren war sie eine der wenigen Möglichkeiten, das Innere einer Bandscheibe überhaupt darzustellen, und wurde entsprechend breit eingesetzt. Mit dem Aufkommen der Computertomographie und später der Magnetresonanztomographie verlor sie diese Rolle als bildgebendes Verfahren weitgehend, weil beide Methoden dieselbe Information ohne Punktion liefern.
Was blieb, war der Schmerzprovokationstest — und gerade er steht seit langem in der Kritik. Bemängelt wird vor allem, dass das Ergebnis auf einer subjektiven Angabe beruht, die von der Erwartungshaltung der untersuchten Person, von der Art der Fragestellung und von der seelischen Verfassung beeinflusst werden kann. Fachbeiträge haben zudem die Frage aufgeworfen, ob die Punktion selbst dem Faserring schadet und den Abbau der betroffenen Bandscheibe langfristig beschleunigen kann. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft den Nutzen: Es ist umstritten, ob Operationen, die auf einem Diskografie-Befund beruhen, tatsächlich bessere Ergebnisse bringen als ein Vorgehen ohne diese Untersuchung.
Aus diesen Gründen wird die Diskografie heute nicht mehr zur allgemeinen Abklärung von Rückenschmerzen empfohlen, sondern allenfalls in eng begrenzten Situationen erwogen — meist dann, wenn ein operativer Eingriff an einem bestimmten Segment ernsthaft im Raum steht und die übrigen Verfahren keine eindeutige Zuordnung erlaubt haben. Die Entscheidung dafür sollte in einem Team getroffen werden, in dem operative, konservative und schmerztherapeutische Sichtweisen vertreten sind.
Kosten und Kostenübernahme
Die Diskografie ist eine Leistung, die üblicherweise im Rahmen einer stationären oder ambulanten Behandlung erbracht und über die zuständige Krankenkasse abgerechnet wird, sofern eine medizinische Begründung vorliegt. Weil das Verfahren in seiner Aussagekraft umstritten ist, wird die Begründung in der Praxis genauer geprüft als bei etablierten Untersuchungen; eine sorgfältige Dokumentation der zuvor erfolglos gebliebenen Abklärungsschritte gehört daher zur Vorbereitung.
Wer gesetzlich versichert ist, sollte im Zweifelsfall vor dem Termin bei der eigenen Krankenkasse nachfragen, ob die Kosten übernommen werden. Bei privat Versicherten richtet sich die Erstattung nach dem jeweiligen Vertrag. Wird die Untersuchung im Vorfeld einer geplanten Operation durchgeführt, ist sie in der Regel Teil der Behandlungsplanung und damit gemeinsam mit dieser abgedeckt.
Quellen
- Reiser, M., Kuhn, F.-P., Debus, J. (Hrsg.): Duale Reihe Radiologie.
ISBN: 9783132444621
- Niethard, F. U., Biberthaler, P., Pfeil, J.: Duale Reihe Orthopädie und Unfallchirurgie.
ISBN: 9783132443150
- Lawall, J., Thiele, S.: Leitfaden Manuelle Medizin.
ISBN: 9783437450631
- Aust, G., Engele, J., Kirsch, J., et al.: Anatomie.
ISBN: 9783132452572
- Hofer, M.: CT-Kursbuch.
ISBN: 9783938103258
