HIV Infektion

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 19. August 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Eine HIV-Infektion ist nicht das Gleiche wie AIDS. Eine Infektion durch das HI-Virus (HIV) ist zunächst nur die Infektion durch das auslösende Virus, welches unbehandelt in der Folge zu AIDS führen kann.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine HIV-Infektion?

AIDS
Das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) ist ein Retrovirus. Eine unbehandelte HIV-Infektion führt nach einer meist mehrjährigen beschwerdefreien Phase zu AIDS. Klicken, um zu vergrößern.

Das menschliche Immunschwächevirus ist im Englischen unter der Bezeichnung human immunodeficiency virus, kurz HIV, bekannt. Bei der Ansteckung mit solchen Viren spricht man nicht sofort von einer AIDS-Erkrankung, denn AIDS beschreibt erst das Auftreten bestimmter schwerer Folgeerkrankungen und nicht die Infektion mit diesem Krankheitserreger an sich.

Erst diese schweren Folgeerkrankungen kennzeichnen das Endstadium der HIV-Infektion, man spricht nun von einer Erkrankung, dem erworbenen Immunschwächesyndrom - AIDS. Die HIV-Infektion wurde in den achtziger Jahren erstmals in den USA beschrieben und ist bis heute eine behandelbare, jedoch nicht heilbare Krankheit.

Bis zur Einführung der antiretroviralen Kombinationstherapie Mitte der 1990er Jahre verlief eine HIV-Infektion fast immer tödlich. Nach heutigem Kenntnisstand gilt sie dagegen als chronische, gut behandelbare Infektion: Wer die Medikamente rechtzeitig und zuverlässig einnimmt, hat eine nahezu normale Lebenserwartung und erkrankt in aller Regel nie an AIDS.

Ursachen

Der häufigste Übertragungsweg bei einer HIV-Infektion ist der ungeschützte Sexualverkehr. Über kleinste Schleimhautverletzungen infizieren sich die Partner hierbei unbemerkt. Das Risiko für eine HIV-Infektion ist ebenso bei der Übertragung von HIV-infiziertem Blut sehr hoch, oftmals geschieht dies im Drogenmilieu, wenn abhängige Menschen Spritzen und Nadeln anderer Abhängiger benutzen. Ein sehr geringer Anteil der Infizierten wurde bei der Schwangerschaft oder durch das Stillen einer kranken Mutter angesteckt. Wird eine HIV-Infektion in der Schwangerschaft erkannt und behandelt, lässt sich die Übertragung auf das Kind heute auf unter ein Prozent senken.

Generell ist eine bestimmte Menge an Virusmaterial für eine Übertragung nötig und diese erfolgt über Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma, Scheidensekret und Muttermilch. Eine Tröpfcheninfektion ist allerdings nicht möglich. Im Alltag besteht überhaupt keine Ansteckungsgefahr: Weder Händedruck, Umarmungen, Küsse, Husten oder Niesen noch gemeinsam benutztes Geschirr, Besteck, Handtücher, Toiletten oder Schwimmbäder übertragen das Virus, und auch Insektenstiche tun es nicht. Eine unzureichende Aufklärung der Bevölkerung über diese Krankheit und ein geringes Wissen über die Ansteckungsrisiken verhindern ein Eindämmen dieser Infektionskrankheit, vor allem in Südafrika ist die Prävalenz besonders hoch.


Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Eine HIV-Infektion zeigt in der akuten Phase nach der Ansteckung oftmals Symptome. Diese treten dann binnen einiger Tage oder Wochen auf. Sie umfassen Ausschlag am Oberkörper, starken Nachtschweiß, wunde Stellen im Mund, Fieber, Abgeschlagenheit und Kopf- und Nackenschmerzen. Darüber hinaus kommen auch Gelenkschmerzen, geschwollene Lymphknoten und geschwollene Mandeln vor. Insgesamt kann das Symptombild dem einer Grippe sehr ähnlich sein.

Gelegentlich kommt es vor, dass Infizierte überhaupt keine Symptome zeigen. Auch kommen fast nie alle Symptome gleichzeitig vor, sondern nur einige oder nur eines davon. Dadurch, dass die meisten Symptome eher unspezifisch sind, lässt sich hieraus noch keine HIV-Infektion ableiten.

Ist die akute Phase der HIV-Infektion vorüber und hat der Körper Antikörper gebildet, klingen die Symptome ab. Es kommt zu einer langen und symptomlosen Latenzphase. In dieser Phase wird die Infektion heute üblicherweise entdeckt und behandelt, sodass es zu den nachfolgend beschriebenen Stadien gar nicht mehr kommt. Schließlich, wenn das Immunsystem durch HIV ausreichend geschädigt ist, können opportunistische Infektionen auftreten, deren Art und Menge auch darüber entscheiden, ob schließlich AIDS diagnostiziert wird. Der Übergang von einer HIV-Infektion mit ernsthaften Symptomen zu AIDS ist in diesem Falle fließend. Die opportunistischen Infektionen umfassen Pilzinfektionen, bakterielle und virale Infektionen sowie diverse andere Leiden, die bei immunsupprimierten Menschen auftreten können.

Verlauf

HIV gehört zu den Retroviren und es braucht zur Vermehrung den Zellkern einer Wirtszelle. Befallen werden dabei vor allem die CD4-Helferzellen, also ausgerechnet jene Zellen, die die Abwehr des Körpers steuern. Innerhalb des Krankheitsverlaufs einer HIV-Infektion lassen sich verschiedene Erkrankungsstadien unterscheiden. Nach der Infektion treten oft einige Wochen später Symptome auf, die einer Grippe sehr ähnlich sind und dadurch unbeachtet bleiben können: Fieber, Durchfall, Kopfschmerzen, Lymphknotenschwellung, Gliederschmerzen.

In den nachfolgenden Jahren sind HIV-Antikörper beim Patienten nachweisbar, doch können die Infizierten ohne auftretende Symptome leben. Beim sogenannten Lymphadenopathiesyndrom können über mehrere Monate an verschiedensten Körperstellen Lymphknotenschwellungen auftreten und beim sogenannten AIDS-related Complex ist eine Gewichtsabnahme, Nachtschweiß und Fieber erkennbar. Vor der Einführung der Kombinationstherapie lag die durchschnittliche Lebenserwartung beim Ausbruch des Vollbildes AIDS nur noch bei etwa zwei Jahren; es kommt zu opportunistischen Infektionen und bösartige Tumore können entstehen.

Dieser stufenweise Verlauf beschreibt allerdings die unbehandelte Infektion. Nach heutigem Kenntnisstand gilt: Unter einer wirksamen Therapie wird er bereits in der beschwerdefreien Phase gestoppt, und selbst eine schon ausgebrochene AIDS-Erkrankung lässt sich behandeln — das Immunsystem erholt sich dann in aller Regel wieder, und die Betroffenen erreichen ein nahezu normales Lebensalter.

Komplikationen

Eine HIV-Infektion hängt mit vielen Komplikationen zusammen. Zum einen ist der Gedanke daran, an einer HIV-Infektion zu leiden, eine schwere Belastung für den Betroffenen, da diese nach dem momentanen medizinischen Stand nicht heilbar ist. Dieser kann so eine Depression entwickeln. Dies kann wiederum ein geschwächtes Selbstwertgefühl hervorrufen und mit Schlafstörungen, Müdigkeit und Leistungsabfall einhergehen.

In einigen Fällen wird das Suchtverhalten in Hinsicht auf Alkohol und Drogen verstärkt, was schwerwiegende Folgen haben kann. Bei den schlimmsten Fällen können die Betroffenen einen Gedanken an Suizid haben, welchen sie dann anschließend ausführen. Des Weiteren kann eine HIV-Infektion unbehandelt sich ausbreiten und das Endstadium AIDS kann sich entwickeln.

Betroffene sind sehr stark anfällig gegenüber Infektionen und anderen Erkrankungen, so dass diese schneller krank werden. Auch eher ungewöhnliche Erkrankungen wie eine Pilzerkrankung (zum Beispiel Candidasoor) oder atypische Pneumonien treten nun gehäuft auf. Harmlose Infektionen, die bei Gesunden normalerweise spontan verheilen, sind für den AIDS-Patienten lebensgefährlich.

Seltene Tumorerkrankungen wie das Kaposi-Sarkom können vor allem bei AIDS-Erkrankten auftreten. Die Lebenserwartung ist zudem geringer, wenn die Infektion erst spät entdeckt wird. Ältere Angaben, nach denen AIDS-Erkrankte mit Therapie noch etwa zehn Jahre und ohne Therapie nur ein Jahr zu leben hätten, geben den Stand vor den heutigen Kombinationspräparaten wieder. Nach heutigem Kenntnisstand ist die Lebenserwartung bei rechtzeitig begonnener und dauerhaft eingenommener Therapie nahezu normal.

Daneben besteht auch die Gefahr, dass HIV-Infizierte weitere Menschen infizieren können, wenn diese ungeschützten Geschlechtsverkehr ausüben. Das gilt allerdings nur für unbehandelte oder unzureichend behandelte Infektionen. Wer die Medikamente zuverlässig einnimmt und dadurch eine dauerhaft nicht nachweisbare Viruslast im Blut hat, gibt HIV auch beim ungeschützten Geschlechtsverkehr nicht weiter. Dieser gut belegte Zusammenhang wird kurz als „nicht nachweisbar = nicht übertragbar“ bezeichnet und nimmt Betroffenen wie Angehörigen eine der größten Sorgen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Da eine HIV-Infektion im schlimmsten Fall zum Tod des Betroffenen führen kann, muss diese Erkrankung immer von einem Arzt untersucht werden. Auch wenn eine Heilung bislang nicht möglich ist, lässt sich die Infektion sehr wirksam behandeln; Besuche und regelmäßige Untersuchungen bei einem Arzt sind daher unerlässlich. In der Regel kann eine dauerhafte Müdigkeit und Abgeschlagenheit auf eine HIV-Infektion hindeuten. Auch starke Kopfschmerzen oder Gliederschmerzen treten auf und werden von Durchfall oder Erbrechen begleitet.

Viele Patienten leiden durch die HIV-Infektion auch an Fieber oder an Appetitlosigkeit. Sollten diese Beschwerden daher über einen längeren Zeitraum auftreten, ist ein Besuch bei einem Arzt notwendig. Weiterhin leiden viele Betroffene auch an starkem Juckreiz oder an einem Ausschlag auf der Haut. Auch die Infektanfälligkeit steigt durch die HIV-Infektion deutlich an, sodass die Betroffenen häufiger an Entzündungen und an Infektionen leiden.

Auch Einschränkungen und Beschwerden an den Nerven können auf die HIV-Infektion verweisen. Sollte ein Verdacht bestehen, so kann die HIV-Infektion von einem Allgemeinarzt untersucht werden. Die weitere Behandlung der Krankheit richtet sich nach den Symptomen.

Besonders eilig ist der Arztbesuch nach einem konkreten Ansteckungsrisiko, etwa einem geplatzten Kondom, einer gemeinsam benutzten Spritze oder einer Nadelstichverletzung. In diesem Fall kann eine Postexpositionsprophylaxe die Ansteckung noch verhindern: die vorbeugende Einnahme von HIV-Medikamenten über vier Wochen. Sie muss so früh wie möglich beginnen, spätestens aber innerhalb von 24 bis längstens 72 Stunden nach dem Kontakt — je früher, desto wirksamer. Anlaufstellen sind rund um die Uhr die Notaufnahmen der Krankenhäuser sowie HIV-Schwerpunktpraxen. Das Wochenende abzuwarten, ist dabei der häufigste und folgenschwerste Fehler.

Behandlung & Therapie

Grundsätzlich ist die Erkrankung noch nicht heilbar; die Vermehrung des Virus lässt sich heute aber so vollständig unterdrücken, dass die Infektion nicht mehr fortschreitet. Eine wirksame Therapiemethode ist die hochaktive antiretrovirale Therapie, kurz HAART. Hierbei werden mindestens drei verschiedene antiretrovirale Medikamente miteinander kombiniert, die die HI-Virusreplikation hemmen sollen, wodurch das Immunsystem gestärkt und auftretende Symptome rückgebildet werden können. Der Begriff HAART ist inzwischen weitgehend durch die schlichte Bezeichnung antiretrovirale Therapie (ART) ersetzt worden.

Lange Zeit bedeutete das für die Betroffenen eine Vielzahl von Tabletten zu verschiedenen Tageszeiten. Heute stecken die Wirkstoffe meist in einer einzigen Tablette, die einmal täglich eingenommen wird; teilweise genügen inzwischen auch Zweifachkombinationen, und für manche Betroffene stehen Depotspritzen zur Verfügung, die nur alle ein bis zwei Monate verabreicht werden. Eine Behandlung mit nur einem einzelnen Wirkstoff ist dagegen überholt, weil das Virus dagegen rasch unempfindlich wird.

Diese Therapie erfordert eine gute Mitarbeit des Patienten. Die Einnahme dieser hemmenden Medikamente führte früher zu enormen Nebenwirkungen. Bei einer lebenslangen Behandlung waren schwerwiegende Schädigungen des Darms, der Leber, der Nerven oder des Herz-Kreislauf-Systems möglich. Die heute gebräuchlichen Wirkstoffe sind deutlich verträglicher, sodass die meisten Betroffenen die Therapie dauerhaft ohne nennenswerte Beschwerden vertragen.

Diese Kombinationstherapie muss manchmal abgeändert oder gar abgebrochen werden, aufgrund der auftretenden unerwünschten Wirkungen. Wichtig ist, dass das Virus keine Resistenz gegen die Medikamente der Kombinationstherapie entwickelt und diese dadurch ihre hemmende Wirkung verlieren. Entscheidend dafür ist, dass die Tabletten regelmäßig und ohne eigenmächtige Unterbrechung eingenommen werden.

AIDS ist eine Multisystemerkrankung, was bedeutet, dass neben der medizinischen Behandlung und Beratung auch eine psychosoziale Betreuung sehr wichtig ist. Das soziale System eines Patienten wird beeinflusst, es können sich notwendige Änderungen in beruflicher Hinsicht ergeben und ein sozialer Rückzug ist häufig die Folge von anhaltenden Depressionen, Ängsten oder Schuldgefühlen eines infizierten Menschen.

Aussicht & Prognose

Die Prognose bei einer HIV-Infektion hängt von dem Zeitpunkt des Beginns einer medikamentösen Behandlung nach der Infektion ab. Weiterhin spielt das Auftreten von weiteren chronischen Krankheiten bei der Prognose eine Rolle.

Unbehandelt ist nach einer HIV-Infektion zu erwarten, dass binnen 8 bis 15 Jahren das Immunsystem der Betroffenen so weit zerstört ist, dass es zum Ausbruch von AIDS kommt und der Tod aufgrund der auftretenden Krankheiten eintritt. Diese Prognose kann von Einzelfall zu Einzelfall sehr unterschiedlich sein. In wenigen Fällen bleibt das Virus auch lebenslang inaktiv und die Betroffenen haben ein kaum unterdrücktes Immunsystem.

Die Prognose bei einer konsequenten antiretroviralen Behandlung ist hingegen deutlich besser. So kann der Ausbruch von AIDS in den allermeisten Fällen dank der medikamentösen Kombinationstherapie verhindert werden. Die Lebenserwartung von Menschen, die zum Zeitpunkt des Therapiebeginns 25 Jahre alt oder jünger sind und an keinen weiteren Krankheiten leiden, gilt als nicht verringert.

Anders sieht dies in den Fällen aus, in denen noch weitere Krankheiten, wie etwa Hepatitis C oder eine Suchterkrankung, das Leben der Betroffenen einschränken. Die Lebenserwartungen kann hier um mehrere Jahre verkürzt sein.

Zudem können die Medikamente zu Langzeitschäden an beispielsweise den Nieren oder bezüglich der Fettverteilung führen. Diese Folgen lassen sich allerdings durch eine rechtzeitige Umstellung der Medikamente gut kontrollieren. Insgesamt ist die Prognose bei einer HIV-Infektion allerdings gut und es ist aufgrund neuer Medikamente auch zu erwarten, dass die Nebenwirkungen weniger stark ausfallen werden.


Nachsorge

HIV ist nach derzeitigem Stand der Wissenschaft nicht heilbar. Betroffene müssen daher ein Leben lang mit den Folgen klarkommen. Die Nachsorge zielt darauf, den Übergang zur AIDS-Erkrankung zu verhindern und etwaige Beschwerden zu lindern. Neben einer Eigenverantwortung, die unter anderem durch geschützten Sexualverkehr gewahrt wird, ist eine medikamentöse Begleitung notwendig. Nicht infizierte Partner mit einem hohen Ansteckungsrisiko können sich zusätzlich durch die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) schützen, also durch die vorbeugende Einnahme von HIV-Medikamenten; deren Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen seit 2019. Sie schützt allerdings nur vor HIV und nicht vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen.

Da eine Kombination von Mitteln vorliegt, sind regelmäßige Nachuntersuchungen angezeigt. Dabei wird der gegenwärtige Stand vor allem über Blutuntersuchungen festgestellt. Veränderungen der Medikation sind nicht unüblich. Nicht selten berichten Patienten von Nebenwirkungen. Die Wirkstoffe hemmen das Andocken der Viren an die Immunzellen, blockieren bestimmte Virusenzyme oder wirken störend auf ein anderes Enzym.

Geeignet sind etwa Entry-Inhibitoren, Integrase-Hemmer, Protease-Hemmer und Reverse-Transkriptase-Hemmer. Problematisch erscheint, dass nach einiger Zeit das HI-Virus mutiert. Dieses bedingt eine engmaschige Kontrolle. Patienten sollten den vorgeschlagenen Rhythmus des behandelnden Arztes unbedingt einhalten.

Treten akute Beschwerden auf, sollte angesichts der dauerhaften Schwächung des Körpers sofort ein Allgemeinmediziner konsultiert werden. Im sozialen Bereich sollte das engste Umfeld über die Erkrankung informiert werden. Absprachen für den Ausbruch von AIDS sind wichtig. Manchmal führt eine HIV-Infektion auch zu existentiellen Ängsten. Gegebenenfalls wird eine psychologische oder seelsorgerische Begleitung notwendig.

Das können Sie selbst tun

Die Infektion mit HIV stellt für die Betroffenen in der Regel eine psychische Belastung dar, was insbesondere unmittelbar nach einer Diagnose zu spüren ist. Die Möglichkeiten für Betroffene, im Alltag besser mit ihrer Krankheit - also der eigentlichen Infektion - zu leben, erübrigen sich dennoch durch die medikamentöse Therapie. HIV-Positive müssen bei guter medikamentöser Einstellung keinen einschneidenden Lebenswandel vollziehen.

Die Maßnahmen zur Selbsthilfe beschäftigen sich vielmehr damit, über die Krankheit alles Wissenswerte zu erfahren, die Therapie und die Effekte derselben zu verstehen und so auch das Gefühl der Kontrolle zurück zu erlangen. Schließlich stellt eine Infektion mit HIV kein Todesurteil mehr dar. Zwecks Informationsbeschaffung und Austausch stehen in vielen Städten Selbsthilfegruppen, AIDS-Hilfen und ähnliche Organisationen zur Verfügung.

Betroffene müssen sich ihr gutes Lebensgefühl häufig wieder aufbauen. Dabei ist auch das Umfeld mit einzubeziehen, wobei HIV-Positive selbst entscheiden müssen, wer von der Infektion erfährt und wer nicht. Es ist nicht auszuschließen, dass im Alltag dadurch unangenehme Situationen ausgelöst werden können, die durch Nichtkenntnis oder Vorurteile anderer entstehen. Aufklärung zu betreiben und selbstbewusst mit der Situation umzugehen, kann helfen.

Zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems sollte dennoch eine gesunde und ausgewogene Kost erfolgen - vor allem dann, wenn kleinere Krankheiten häufig auftreten. Auch Sport stärkt und kann gleichzeitig positiv für die Psyche sein.

Quellen

  • Suerbaum, S., Burchard, G.-D., Kaufmann, S. H. E., Schulz, T. F. (Hrsg.): Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie.
    ISBN: 9783662613849
  • Herold, G.: Innere Medizin 2026.
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  • Arastéh, K., Baenkler, H.-W., Bieber, C., et al.: Innere Medizin.
    ISBN: 9783132443471
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  • Löscher, T., Burchard, G. D., Hoerauf, A., et al. (Hrsg.): Tropenmedizin.
    ISBN: 9783437216428

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