Schweißausbrüche

Schweißausbrüche und übermäßiges Schwitzen sind Absonderungen der Schweißdrüsen in der Haut. Zumeist treten diese Schweißausbrüche unter den Achseln, auf der Stirn, auf den Hand- und Fußflächen im Genitalbereich, Brust und Bauch auf. Manche Menschen schwitzen aber auch sehr häufig auf dem Rücken.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Schweißausbrüche?

Unnatürliches Schwitzen bzw. Schweißausbrüche sind dann gegeben, wenn der Organismus mehr Schweiß absondert, als zur Wärmeregulation notwendig wäre.

Schwitzen und gelegentliche Schweißausbrüche sind völlig normal. Sie werden von den Schweißdrüsen der Haut ausgelöst, die überall am Körper vorhanden sind. Sage und schreibe zwei Millionen Schweißdrüsen hat der menschliche Organismus, wobei die höchste Konzentration sich in der Stirn und an den Händen und Füßen befindet. Der Schweiß selbst ist leicht säuerlich und besteht vor allem aus Wasser. Aber auch Ammoniak, Harnstoff und Natriumchlorid (Salz) sind in ihm enthalten.

Schwitzen und Schweißausbrüche sind ein lebensnotwendiger Prozess, der vor allem zuer Wärmeregulierung des menschlichen Körpers dient. Wenn es heiss ist oder man sich stark bewegt, sorgt der Schweiß durch seine Feuchtigkeit für angenehme Abkühlung, sodass der Körper nicht überhitzt. Aber auch bei Aufregung, Angst und Nervosität kann es zu starken Schweißausbrüchen kommen. Weiterhin schützt der Schweiß auch vor Krankheitserregern.

Unnatürliches Schwitzen bzw. Schweißausbrüche sind dann gegeben, wenn der organismus mehr Schweiß absondert, als zur Wärmeregulation notwendig wäre. Dabei sind aber ca. 3 Liter Schweißbildung pro Tag noch normal, die vor allem Nachts abgesondert werden können.

Ursachen

Schweißausbrüche und starkes Schwitzen können vielfältige Ursachen haben. Nicht krankhafte Ursachen sind, wie wohl bekannt, starke körperliche Aktivitäten (Sport, Arbeit), Hitze, Nervosität, Stress, Angst und Aufregung. Weiterin können auch Übergewicht, Sauna und zu dicke Kleidung für starkes Schwitzen sorgen.

In den Wechseljahren treten besonders bei Frauen, durch die hormonelle Umstellung, vermehrt Schweißausbrüche auf, die aber nach einer gewissen Zeit von allein verschwinden.

Die bekanntesten Schweißausbrüche stehen wohl in Verbindung mit Fieber und Schüttelfrost, die zumeist bei Infektionskrankheiten auftreten können. Aber auch Nebenwirkungen diverser Medikamente können Schweißausbrüche hervor rufen. Manchmal ist auch eine persönliche Veranlagung die Ursache für starkes Schwitzen.

Weiter unten finden sie ein Liste mit Krankheiten, bei denen Schweißausbrüche als Symptom aufreten könnnen.

Hier finden Sie Ihre Medikamente:

Krankheiten mit diesem Symptom

Diagnose & Verlauf

Kurzfristige Schweißausbrüche mit bekannter Ursache (wie etwa Außentemperatur oder Nervosität) bedürfen meist keiner medizinischen Diagnostik.

Stellen sich Schweißausbrüche aber langfristig ein, treten sie unabhängig von erkennbaren Auslösern auf und/oder werden sie von Schmerzen begleitet, so kann eine Erkrankung zugrunde liegen. Meist erfragt ein Diagnostiker dann die Krankengeschichte eines Patienten und den Zeitpunkt eines erstmaligen Schweißausbruches.

Weitere Diagnoseschritte orientieren sich an der Verdachtsdiagnose - mithilfe von Jod-Stärke-Test oder Gravimetrie ist beispielsweise das Ausmaß der Schweißproduktion zu erfassen.

Der Verlauf von Schweißausbrüchen ohne bekannten Anlass hängt von der zugrunde liegenden Erkrankung ab - gezielte Therapiemethoden können das Auftreten von Schweißausbrüchen lindern.

Komplikationen

Bei den Schweißausbrüchen handelt es sich in der Regel um ein sogenanntes psychisches Schwitzen. Dieses wird nicht durch eine körperliche, sondern durch eine psychische Anstrengung ausgelöst. Dazu gehören vor allem Stress und Depressionen. Schweißausbrüche sind für gewöhnlich medizinisch nicht schlimm und treten bei allen Menschen in stressigen Situationen auf.

Sollten die Schweißausbrüche allerdings sehr häufig auftreten und relativ stark sein, so muss ein Arzt aufgesucht werden. Hier kann ein Psychologe helfen und die Ursachen für die Schweißausbrüche behandeln. Eine Behandlung mit eigenen Mitteln ist in der Regel nicht wirksam. Eine Behandlung mit Medikamenten findet nur selten statt.

Schweißausbrüche können zu einem erhöhten Schamgefühl und damit auch zu einer sozialen Ausgrenzung führen. Oft können die betroffenen Menschen ihren Alltag nicht mehr in der gewöhnlichen Art und Weise führen und auch die Arbeitsstelle nicht mehr ohne Schwierigkeiten aufsuchen. Daher können Schweißausbrüche das persönliche Leben sehr stark einschränken und die Lebensqualität dadurch mindern.

Die Schweißausbrüche führen nicht zu einer gesundheitlichen Komplikation und beeinträchtigen nicht die physischen Eigenschaften des Körpers. Sie treten auch meistens nicht bei sportlichen Aktivitäten auf. Die Entfernung der Schweißdrüsen ist am menschlichen Körper nicht an allen Stellen möglich, sodass die Schweißausbrüche nur bedingt eingeschränkt werden können.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Schweißausbrüche haben nicht immer einen Krankheitswert. Ein plötzlicher Schweißausbruch ist meist kein Anlass zur Sorge. Er kann stressbedingt auftreten oder als Nachtschweiß vorkommen. Schweißausbrüche können aber auch auf Darmbeschwerden, latente Leberstörungen oder eine Unterzuckerung bei Diabetikern hinweisen.

Da Schweißausbrüche in vielen Kontexten auftreten können, sind die Begleitsymptome interessant. Falls der Betroffene sich bei Schweißausbrüchen zitterig, schwach oder krank fühlt, ist ein Arztbesuch angeraten. Meistens kann der Betroffene die Schweißausbrüche auf bekannte Ursachen zurückführen. Die Betroffenen sind in den Wechseljahren, haben Diabetes oder fühlen sich nach dem Essen unwohl. Als Selbstbehandlung gegen Schweißausbrüche können Kneipp-Anwendungen, Salbeitee als innerliche Anwendung, Fastentage oder kalte Waschungen ausprobiert werden. Manchmal sind Schweißausbrüche auf ungeeignete Bekleidung mit synthetischen Fasern zurückzuführen.

Bei starken Schweißausbrüchen durch die Wechseljahre kann den Betroffenen durch einen Gynäkologen Linderung verschafft werden. Bei einer vermuteten Leberstörung kann eine Umstellung der Ernährung zu einer Besserung führen. Latente Leberstörungen behandelt der Betroffene selbst. Gravierendere Störungen im Bereich der Leber sollte ein Arzt begutachten.

Schweißausbrüche, die durch eine plötzlich auftretende Panik- oder Angstsituation bedingt sind, müssen nicht notwendigerweise einen Arztbesuch nach sich ziehen. Manche Menschen erleiden eine Panikattacke. Leidet jemand dauerhaft an wiederkehrenden Panikattacken, ist ein Besuch beim Psychologen sinnvoll. Hier sind die Einschränkungen der Lebensqualität zu bedeutend.

Behandlung & Therapie

Zumeist muss Schwitzen oder Schweißausbrüche nicht behandelt werden, da sie zum einen von kurzer Dauer sind oder nicht krankhafte Ursachen haben.

Treten die Schweißausbrüche jedoch sehr stark und immer wiederkehrend auf, so sollte ein Arzt konsultiert werden. Vor allem, wenn die Schweißausbrüche mit Schmerzen in der Brust- und Herzgegend auftreten, ist eine sofortige medizinische Untersuchung notwendig.

Leider gibt es bis heute noch keine gute Möglichkeiten durch Blutuntersuchungen die Gründe für das starke Schwitzen heraus zu finden, sodass die Befragung durch den Arzt (Anamnese) die bedeutenste Ursachenfindung ist. Der Arzt wird dabei wie lange das starke Schwitzen bereits besteht und unter welchen Umständen es wie oft und wie stark immer wieder auftritt.

Mit einem Stärke-Jod Test kann der Arzt dann den Bereich lokalisieren, bei der die Schweißdrüsen besonders stark arbeiten. Wieviel Schweiß in den Drüsen gebildet wird, kann durch die Gravimetrie bestimmt werden. Anhand dieser Messwerte kann dann festgestellt werden, ob die Schweißmenge überdurchschnittlich, also krankhaft ist, oder im normalen Bereich liegt.

Steht die Ursache dann fest wird die passende Behandlungstherapie eingeleitet. Dazu können auch weitergehende Blutuntersuchungen und Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden. In den meisten Fällen reicht bei Schweißausbrüchen ein gutes Antitranspirant. Diese kann man im Handel und in Apotheken als Sprays, Cremes und Puderprodukte erwerben. Antitranspirants sorgen dafür, dass sich die Schweißdrüsen verengen und somit weniger Schweiß bilden. Allerdings werden mit Deodorants und Antitranspirants nicht die Ursache, sondern nur die Wirkung der Schweißbildung bekämpft.

Soll die Ursache behandelt werden, so sollte immer die dahinter stehende Krankheit zunächst behandelt werden. Weiterhin gibt es auch bei starkem Schwitzen, ohne Krankheitsursache, die Möglichkeit die Schweidrüßen durch Elektroanwendungen (Gleichstrom) zu besänftigen. Weitere medizinische Behandlungsmöglichkeiten sind: Schweißdrüsenabsaugung (Saugkürettage), Blockierung der Nerven (Sympathektomie), Entfernung der Schweißdrüsen (Exzision) und die Injektion von Botulinumtoxin zur blockierung der Nervenbahnen bei den Schweißdrüsen.

Aussicht & Prognose

Schweißausbrüche treten bei vielen Menschen auf und werden in der Regel durch Stress oder durch unangenehme Situationen ausgelöst. Sie sind daher vor allem kurzfristig, können aber den Alltag eines Menschen stark einschränken.

Oft handelt es sich bei den Schweißausbrüchen um ein temporäres Symptom. Falls dieses nur selten auftritt, muss es nicht behandelt werden. In der Regel verschwinden die Schweißausbrüche von alleine, wenn die Stresssituation vorbei ist. Sollten die Schweißausbrüche allerdings öfter auftreten und die Lebensqualität verringern, so muss ein Arzt aufgesucht werden.

Die Behandlung findet vor allem bei einem Psychologen statt. Dort können die Ursachen und Gründe für die Schweißausbrüche analysiert werden. Durch eine Therapie werden die Ausbrüche unter Kontrolle gebracht und ihre Häufigkeit verringert. In den meisten Fällen führt eine Therapie zum Erfolg und es treten keine weiteren Komplikationen auf.

Falls die Schweißausbrüche nicht behandelt werden, führen sie manchmal zu psychischen Problemen und Depressionen. Der Alltag des Patienten ist erschwert und der Mensch selbst innerlich angespannt.

Hier finden Sie Ihre Medikamente:

Hausmittel & Kräuter gegen Schwitzen & Schweißausbrüche

  • Sitzbäder mit Eichenrinde haben sich bei Hämorrhoiden bewährt. Für ein Vollbad 1 Kilogramm Eichenrinde etwa 15 Minuten in einigen Litern Wasser aufkochen und dann den Absud dem Badewasser beifügen. Ein Eichenrindenbad hilft auch bei Hauterkrankungen, schlecht heilenden Wunden, empfindlicher Haut und Neigung zu starkem Schwitzen.
  • Salbei und Salbeitee wirkt vermeindert die Produktion von Schweiß in den Schweißdrüsen.

Das können Sie selbst tun

Schweißausbrüche lassen sich durch verschiedene Maßnahmen und Hausmittel reduzieren. Akut hilft es, die Hände und Füße in lauwarmes Wasser zu tauchen oder mit Franzbranntwein einzureiben. Regelmäßige Saunagänge stärken die Schweißdrüsen und reduzieren so langfristig auch die Schweißproduktion im Alltag. Lauwarme Duschen und Wechselduschen haben einen ähnlichen Effekt auf die Haut.

Bei Fußschweiß hilft Fußpuder, welches direkt zwischen Fuß und Socken aufgetragen wird. Schweißausbrüche in Folge von Angst und Nervosität lassen sich durch Entspannung und die Behandlung der Ursachen reduzieren. Bei starken Beschwerden helfen Antitranspirantien und Hausmittel wie ein Sud aus Zinnkraut und Eichenblättern, der direkt auf die stark schwitzenden Stellen aufgetragen wird. Anwendungen mit Tomatensaft oder Bockshornklee beruhigen die überaktiven Drüsen und reduzieren dadurch die Schweißbildung.

Daneben gilt: Kleidung tragen, bei der die Luft zwischen Haut und Stoff gut zirkulieren kann. Bewährt haben sich etwa Leinen und atmungsaktive Funktionstextilien. Langfristig lassen sich Schweißausbrüche auch durch Gewichtsabnahme, regelmäßigen Sport und eine Ernährungsumstellung lindern. Alkohol- und Zigarettenkonsum fördern die Schweißbildung und sollten ebenso reduziert werden wie der Konsum von scharf gewürztem oder salzigem Essen.

↳ Weitere Informationen: 10 Tipps gegen Schwitzen

Quellen

  • Gesenhues, S., Ziesché, R.H., Breetholt, A. (Hrsg.): Praxisleitfaden Allgemeinmedizin. Urban & Fischer, München 2013
  • Grehl, H., Reinhardt, F.: Checkliste Neurologie. Thieme, Stuttgart 2016
  • Sterry, W., Burgdorf, W., Paus, R.: Checkliste Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2010

Von Ärzten geprüft und nach hohen wissenschaftlichen Standards verfasst
Dieser Artikel wurde anhand medizinischer Fachliteratur, aktuellen Forschungsergebnissen und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Autor

Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 27. September 2018

Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Schweißausbrüche?

Name oder Pseudonym:

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?

Mit dem Abschicken Ihres Kommentars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten (Datenschutzerklärung) durch diese Website einverstanden.

Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Sander kommentierte am 30.10.2011

Der Artikel über Schweißausbrüche ist sehr interessant, aber hat mir nicht viel geholfen. Ich war schon bei einem Arzt diesbezüglich. Aber er findet die Ursache nicht, obwohl ich wie verrückt schwitze. Ich muss mir nur im Kopf vorstellen, dass ich zur Arbeit gehe, schon bin ich pitsch-nass. Es fängt am Kopf an und verläuft dann abwärts. Über Sex brauche ich erst gar nicht reden, denn nach einer Minute schwitze ich so sehr, als wenn ich gerade unter der Dusche gewesen wäre. Am schlimmsten ist es außerdem noch, dass ich ein Problem mit meiner Potenz habe. Ob es auch damit zusammen hängt? In der Nacht ist es am stärksten, auch unter einer dünnen Decke. Ich schwitze wie eine Gießkanne. Weiterhin bin ich müde von dem ganzen Schweißausbrüchen und ich leide an Schlafstörungen. Meine Ehe steht deshalb schon kurz vor dem Aus. Was soll ich da nur machen? Ab und zu taucht gar der Gedanke auf, sich zu aufzuhängen und Schluss zu machen. Ich kann so nicht weiter leben! Wer kann mir da helfen? Für jede Hilfe wäre ich sehr dankbar.

Tatterlise kommentierte am 07.12.2011

Hallo Sander,
das kommt wieder in Ordnung! Sieh Dir mal meinen Kommentar zu "Zittern" an. Es klingt vertraut was Du sagst. Kopf hoch, das schaffst Du (ich war soweit wie Du) - wenns schwer geht, gehts bergauf! LG Tatterlise

evento kommentierte am 28.12.2011

Ich fange eigentlich immer an zu schwitzen, sobald ich in eine U-Bahn oder in einen Bus steige. Schlimm ist es auch, wenn ich mich mit jemandem, den ich nicht kenne, unterhalten soll. Dann fange ich auch sofort an zu schwitzen. Wenn ich schlafen gehe, dürfen sich meine bzw. die Körperteile von meiner Frau nicht mit meinen berühren, weil die Stelle an denen sie aufeinander treffen einfach nur brennen. Manchmal bekomme ich es in der Bahn ganz gut in den Griff nicht zu schwitzen, indem ich mich ablenke, Musik höre oder einfach eine kalte Flasche bei mir führe. Obwohl ich denke, dass es nicht eine Krankheit ist, sondern einfach nur die Nervosität vor anderen Menschen, werde ich trotzdem einen Arzt aufsuchen, da es immer schlimmer wird und ich es langsam nicht mehr im Griff habe. Kennt vielleicht jemand einen Spezialisten in Hamburg?

manu kommentierte am 17.01.2012

Ich leide seit Jahren unter schweren Schweißausbrüchen, obwohl ich schon sagen kann, dass ich immer schwitze. Ich habe schon alles ausprobiert, aber nichts hilft wirklich. Gibt es nicht irgend jemanden in dieser grossen Welt der mir helfen kann? Ich will nach Möglichkeit keine Medikamente nehmen. Für jede Info bin ich dankbar.

msk kommentierte am 13.03.2012

Probiert mal Vagantin. 3 x tgl 1 Tablette. Das Mittel ist ohne Rezept in der Apotheke erhältlich.

Mario kommentierte am 08.05.2012

Ich habe ebenfalls Erfahrungen gemacht mit wiederkehrenden Schweißausbrüchen. Dabei ist es meist die Mischung aus verschiedenen Faktoren, wie starkes Schwitzen zusammenkommt. Um nur ein paar Beispiele zu nennen, was wichtig ist: 1. Psyche : Stress 2. Kleidung 3. Ernährung 4. Gewohnheiten
Es gibt verschiedene Mittel gegen Schwitzen. Unter anderem empfehle ich gerne Antitranspiranten, da es einfach die schnellste Lösung ist.

grete kommentierte am 19.05.2012

Hallo Sander, ich hoffe du liest meinen Kommentar. Ich leide seit über 20 Jahren an Angststörungen und Depressionen. Glaub mir, Selbstmordgedanken gehörten zu meinem Alltag. Deine Beschreibung der Schweißausbrüche hört sich sehr nach psychischen Problemen an. Aber zuerst musst du die körperlichen Möglichkeiten abchecken. Also da wären die einfachsten Sachen, wie der Hormonspiegel und ein Schilddrüsentest. Sollte der Erfolg ausbleiben, rate ich dir den Gang zu einem Therapeuten. Ich weiß, es ist verdammt schwer, aber in meinem Fall hat es sich letzten Endes gelohnt.
Ich leide seit etwa drei Monaten unter schweren Schweißausbrüchen, sowohl Tags als auch Nachts. Tagsüber stehe ich ca. einmal pro Stunde im Wasser. Beine, Arme, Rücken, Hals und Brustbereich stehen förmlich unter Wasser.
Wenn ich nicht genug trinke, wird mir schwindlig und ich bin der Ohnmacht nahe. Grüße Grete

amalie kommentierte am 13.05.2013

In diese peinliche Situation komme ich auch immer wieder. Ich bin schon älter und doch möchte man diese Situationen vermeiden. Es ist nicht ständig da, aber wenn, dann stundenlang. Es fängt am Kopf an, so dass meine Haare, wie gerade gewaschen, nass sind. Es tropft direkt von den Ohren und läuft den Rücken herunter bis zum Allerwertesten. Am Rücken ist es so schlimm, dass es durch Hemd und Bluse bis in den Mantel dringt, peinlich! Was kann ich tun? Ärzte habe ich schon einige konsultiert, aber kein Ergebnis. Ansonsten leide ich nur an starkem RLS. W E R kann mir sagen, ob es eine Möglichkeit gibt, diesen Zustand zu beseitigen?

Enrico kommentierte am 28.07.2013

Habe das Problem "Schwitzen" schon seit etlichen Jahren. Ich fange am Kopf an zu schwitzen und der Schweiß läuft am Gesicht, dann am Hals und weiter den Brustbereich herrunter. Dies ist durchaus sehr unangenehm. Vor kurzem habe ich mich jetzt entschieden eine Endokrinologische Praxis aufzusuchen. Die haben festgestellt, dass es sich bei mir um einen Tumor handelt und eine zu kleine Schilddrüse. Schilddrüsenunterfunktion! Ich kann nur sagen, dass ich mich jetzt gut aufgehoben fühle und rate jedem, der das gleiche Problem hat, einen Facharzt zu konsultieren. Momentan nehme ich 3 x täglich Vagantin und ausserdem für die Schilddrüse 1 x täglich L-Thyroxin. Aber so wie es aussieht, komme ich um eine OP nicht herum. Ich hoffe sehr, dass danach das Problem "Schwitzen" endlich der Vergangenheit angehört.

Kathi kommentierte am 09.08.2013

Das hört sich alles so vertraut an, was ich hier lese. Ich bin 27 und bei mir fing es vor 3-4 Jahren an, ich habe ständig geschwitzt. Und vor lauter Angst, nicht zu schwitzen, habe ich noch mehr geschwitzt! Nach langer Leidensgeschichte mit Depressionen und anderem wurde letztes Jahr auch noch kreisrunder Haarausfall bei mir festgestellt, und nach einem halben Jahr fiel endlich die Diagnose Hashimoto (autoimmune Schilddrüsenerkrankung). Seitdem ich jeden Tag meine Schilddrüsenhormone nehme, ist das Schwitzen weg und ich fühle mich wieder wie ein Mensch.
Kann nur jedem empfehlen, dass man bei Schwitzen, Unwohlsein und schleichender Wesensveränderung unbedingt zum Arzt gehen sollte! Nur Mut! Man erspart sich eine Menge Leid. Liebe Grüße, Kathi

Elke kommentierte am 19.11.2014

Ich leide seit Wochen unter schweren Schweißausbrüchen. Ca. 10 mal in der Stunde, auch in der Nacht in Kombination mit kalten Füßen. Gesundheitliche Einschränkung sind auch dabei. Ich bin total wacklig auf den Beinen, meine Arme fühlen sich schwer an. Ich habe auch manchmal das Gefühl, dass ich gleich umkippe. Eine Schilddrüsenoperation hatte ich bereits. Meine Werte sind okay. Jetzt kam die Nebenerkrankung unter der ich ganz schön leide. Neben den körperlichen Beeinträchtigungen durch die Symptome der Endokrinen Orbitopathie müssen sich die Betroffenen oft auch mit einer Veränderung ihres Aussehens und der Reaktion daraufhin von Mitmenschen auseinandersetzten. Die Endokrine Orbitopathie tritt in nahezu allen Fällen in Verbindung mit einer autoimmunen Schilddrüsenerkrankung auf.

Chris kommentierte am 17.04.2015

Nachts schwitze ich (m./52) sehr stark im Genitalbereich und an den Oberschenkeln. Wenn ich dann aufwache, ist meine Schlafanzughose ausgezogen. Ich leide an einer Schlafapnoe und trage seit sechs Jahren die Schlafmaske. Seit fünf Jahren nehme ich Citalopram. Immer wieder denke ich vor dem Einschlafen an ein schreckliches Ereignis bei der Bundeswehr: Damals wurde ich nachts von vier Kameraden aus dem Bett geholt und auf den Tisch gelegt. Ca. 20 Leute drängten sich in die Stube; ich wurde nackt ausgezogen; mit Rasierschaum besprüht und blank rasiert. Dann wurde ich an Händen und Füßen in den Duschraum getragen. In den folgenden Wochen wurde ich immer wieder ausgezogen und musste nackt schlafen. - Gibt es Zusammenhänge, die die Ursache des Schwitzens erklären können? Ich schäme mich zum Arzt zu gehen bzw. darüber zu sprechen und hoffe auf eine hilfreiche Antwort. Danke!

Antje kommentierte am 27.04.2015

Ich leide seit über 15 Jahren an starken Schweißausbrüchen. Es sollen Wechseljahrsbeschwerden sein. Ich habe mit 38 Jahren die Gebärmutter entfernt bekommen. Die Eierstöcke sind beide noch vorhanden. Ich bin 55 Jahre alt. Mehrmals täglich in verschiedenen Situationen, z.B. bei der Arbeit als Kassiererin, zu Hause im Ruhezustand, auf Partys, ohne Stress, mit Stress, ohne Ankündigung geht es los. Mein ganzer Körper wird nass. Vom Kopf bis zu den Waden. Meine Kleidung klebt am ganzen Körper. Nach ca. 2-3 Minuten ist es vorbei und es trocknet relativ schnell und riecht nicht. Bei einer Hitzeattacke ist es unangenehm, sich anzulehnen, da ich dann das Gefühl habe, als wenn ich mich am Backofen anlehne.

molly kommentierte am 24.07.2015

Ich bin 52 und schwitze ganz doll am ganzen Körper. Mir läuft der Schweiß runter und ich kann nichts tun. Selbst im Ruhezustand ist es nicht besser. Ich nehme zwar Medikamente für die Schilddrüse, aber meine Ärztin sagt, die sind ok. Seit 2000 habe ich keine Gebärmutter und seit 2002 keine Eierstöcke mehr. Meine Ärztin hatte mir mal ein Pflaster aufgeschrieben, davon ist bei mir der Hals angeschwollen und ich musste es sofort absetzten. Ich muss noch dazu sagen, dass ich eine Medikamentenallergie habe. Ich halte das nicht mehr aus. Vielleicht können Sie mir helfen.

Christoph kommentierte am 23.06.2016

Ich habe das Problem ebenfalls, aber erst seit zwei Tagen.
Angefangen hat es mit Stirnschweißbildung in der Tram. Seitdem hört es einfach nicht auf. In unregelmäßigen Abständen kehrt es immer wieder zurück, hört auf, kehrt zurück. Ich habe einen Arzt verständigt, der hat Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Fieber gemessen und das Herz und Lunge abgehört, ohne Befund. Wenn ich in Stresssituationen gerate, tritt es ebenfalls extrem auf, aber eben auch zwischendurch. Was kann ich machen?

Gerhard kommentierte am 26.06.2016

Bei mir treten die Schweißausbrüche so gegen sechs Uhr morgens auf. An weiter schlafen ist dann nicht zu denken. Was kann ich dagegen machen?

Heimax kommentierte am 21.07.2016

Ich habe laufend sehr starke Schweißausbrüche. Die Haare sind dann klitschnass. Ich habe keine Schilddrüse, Eierstöcke oder Gebärmutter mehr. Ist das eine reine Hormonsache? Was kann ich tun?

Sunshine kommentierte am 30.11.2016

Ich leide seit Jahren unter starken Rückenschmerzen. In den letzten zwei Jahren geht es mir immer schlechter, hinzu kommen noch die Wechseljahre. Ich war bei so vielen Ärzten, Blutwerte immer okay. Mir geht es aber trotzdem nicht gut. Hinzu kommen die Schweißausbrüche und Herzrasen. Die Schweißausbrüche treten nachts und morgens auf. Was kann man machen?

Elvi kommentierte am 04.01.2017

Ich habe sehr oft am Tage oder auch in der Nacht lange und starke Schweißausbrüche. Ich bleibe ganz ruhig und ich spüre wie es mir aus den Haaren, im Gesicht und den Rücken hinunter rinnt. Ich werde in der Nacht wach und bin total verschwitzt. Ich habe schon eine Magenspiegelung und eine Leber-Untersuchung gemacht, Befund ist eine Gastritis und die Leber ist etwas vergrößert. Ich habe eine Zehn-Tage-Kur mit starken Medikamenten gemacht, aber es ist nicht besser geworden. Ich bin weiblich und 70 Jahre alt, was könnte ich noch machen, damit mein Schwitzen aufhört?