Pseudarthrose

Letzte Aktualisierung am 29. September 2018 | Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher.
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Unter einer Pseudarthrose versteht die Medizin die ausbleibende Heilung eines Knochenbruches, aus der sich ein Falschgelenk entwickelt. Sie verursacht zumeist starke Schmerzen und Einschränkungen der Beweglichkeit. Die Therapie richtet sich nach der genauen Form der Pseudarthrose, stets können gute Prognosen gegeben werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Pseudarthrose?

Der Begriff Pseudarthrose setzt sich zusammen aus den griechischen Worten "pseudes" und "arthros" und bedeutet so viel wie "falsches Gelenk". Synonym zu Pseudarthrose werden die Begriffe Scheingelenk, Pseudogelenk oder Falschgelenk verwendet.

Diagnostiziert wird die Erkrankung, wenn sechs Monate nach einem Knochenbruch oder dem chirurgischen Verfahren der Osteotomie keine Heilung erfolgte. Zuvor, nach vier bis sechs Monaten ohne ausreichende Heilung, spricht man von einer verzögerten Frakturheilung.

Der Mediziner unterscheidet die vitale Pseudarthrose von der avitalen Pseudarthrose. Bei letzterer ist der Bruch instabil, mangelhaft durchblutet und das umgebende Gewebe ist entzündet oder abgestorben. Bei der vitalen Pseudarthrose ist da Gewebe noch gut durchblutet, der Bruch aber ebenfalls instabil.

Ursachen

Die Ursachen der Pseudarthrose liegen in einer unzureichenden Heilung von Knochenbrüchen.

Besonders anfällig für die Pseudarthrose sind Schaftbrüche langer Röhrenknochen, beispielsweise der Unter- und Oberschenkel und des Ober- und Unterarms. Häufig tritt das Falschgelenk auch als Komplikation eines Kahnbeinbruches auf. Konkret müssen mechanische und morbide Ursachen der Pseudarthrose unterschieden werden.

Mechanische Ursachen sind die Verschiebung von Weichteilen in die Bruchregion, die Verschiebung der Bruchenden gegeneinander, eine unzureichende Versorgung des Bruches mit zu geringer Kompression der Wunde und eine zu frühe Mobilisierung der Fraktur.

Zu den morbiden Ursachen gehören eine übermäßige, aber falsche, Knochenheilung, der Kallus, Gewebeverluste durch unzureichende Versorgung der Patienten oder ungenügende Blutversorgung der Wunde, Infekte und systemische Krankheiten. Insbesondere Patienten mit Diabetes mellitus oder arteriellen Erkrankungen sind häufig betroffen. Seltener ist das Erkrankungsrisiko angeboren.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Eine Pseudoarthrose kann sich entwickeln, wenn nach einem Knochenbruch die Bruchstellen nur unzureichend verheilen. In solch einem Fall kommt es zu einer Diskontinuität, einer Störung in dem heilenden Gewebe. Sehr anfällig hierfür sind Schaftknochen wie Oberschenkel, Elle, Speiche und Oberarm.

Unterschiedlichste Merkmale weisen auf eine Pseudoarthrose hin. Heilt ein Knochen nach einem Bruch verhältnismäßig langsam, kann dies ein erstes Anzeichen sein. Setzt die Heilung nicht innerhalb von sechs Monaten ein, kann von einer Pseudoarthrose gesprochen werden. Die Erkrankung entwickelt sich meist schleichend. Die Symptome setzen daher verzögert sein.

Vorrangig zählen zu den ersten Anzeichen einer Pseudoarthrose Schmerzen. Häufig treten diese zu Beginn der Erkrankung nur unter Belastung auf. Später kann sich bei Ruhe ein chronischer Schmerz entwickeln. Ebenfalls sind Bewegungseinschränkungen sowie eine Kraftminderung typisch für dieses Krankheitsbild. Andersherum können Hypermobilität sowie Instabilität ebenfalls Anzeichen für eine Pseudoarthrose sein.

Weil die Stabilität des Knochens teils stark reduziert ist, kann sich eine Achsenabweichung des Knochens ausbilden. Diese ist teilweise sichtbar. Neben den genannten Symptomen geben Rötungen und Schwellungen im Bereich des betroffenen Areals weitere Anhaltspunkte für die Krankheitsentstehung. Wassereinlagerungen im Bereich des Knochenbruches sind nicht selten.

Bei einem septischen Verlauf machen sich weiterhin systemische Symptome bemerkbar. Da bei dieser Entwicklung Krankheitserreger an der Entwicklung beteiligt sind, können Fieber und eine Verschlechterung des Allgemeinzustandes auftreten.

Diagnose & Verlauf

Pseudarthrosen werden diagnostiziert, wenn sechs Monate nach der Knochenfraktur keine Heilung erfolgte. Dies kann und muss mit bildgebenden Verfahren festgestellt werden. Röntgendiagnostisch zeigen sich häufig Pseudarthrosespalten und Sklerosen des umgebenden Gewebes.

Indizien für die Erkrankung sind zudem fortbestehende Bewegungs- und Funktionseinschränkungen oder eine übermäßige Beweglichkeit der betroffenen Körperteile und anhaltende Schmerzen. Wichtig ist zudem, dass bei der Diagnose eindeutig festgestellt wird, ob eine vitale oder eine avitale Pseudarthrose vorliegt, denn entsprechend wird die Therapie eingeleitet.

Der Verlauf und die Prognose sind abhängig davon, wie weit die Pseudarthrose fortgeschritten ist. Im Anfangsstadium bestehen gute Erfolgsaussichten. Aber je stärker das umgebende Gewebe betroffen ist und je weiter sich die Verhärtung ausbreiten konnte, desto schwieriger wird die Therapie.

Komplikationen

Bei strikter Beachtung der Anweisungen des Arztes stehen die Chancen, dass die Pseudarthrose ohne Folgeoperation ausheilt, nicht schlecht. Hierfür muss über ganze sechs Wochen hinweg ein Gipsverband getragen werden. Sollte der Betroffene Diabetiker sein, ist es wichtig, dass dieser gut auf seine Medikamente oder Spritzen eingestellt ist, um die Heilung nicht noch weiter zu verzögern. Rauchen ist besonders schädlich, da alles dafür getan werden sollte, um eine gute Durchblutung der betroffenen Stellen zu fördern.

Manchen Patienten hilft es, die betroffene Stelle zu kühlen, um die Schmerzen zu reduzieren. Hierzu können Kühlelemente, die mit einem Haushaltstuch oder einem dünnen Handtuch umwickelt wurden, verwendet werden. Andere, unter Pseudarthrose Leidende, benötigen Wärme wie zum Beispiel Kirschkernsäckchen, die zuvor im Ofen angewärmt werden. Die Wärmeflaschen ebenso wie die Kühlelemente dabei nie direkt auf die nackte Haut legen. Die meisten Betroffenen sind dennoch gezwungen zu Schmerzmitteln zu greifen, um den langen Heilungsverlauf der Pseudarthrose erträglich in den Griff zu bekommen.

Was der Patient, der an einer Pseudarthrose leidet, vor allem braucht, ist Geduld. Die Erkrankung ist meistens heilbar, nur wäre es irreführend sich am regulären Heilungsverlauf des vorausgegangenen Knochenbruchs zu orientieren.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Wenn Symptome wie Knochenschmerzen, Fehlbildungen der Knochen oder Bewegungsstörungen auftreten, liegt unter Umständen eine Pseudoarthrose zugrunde. Ein Arzt sollte konsultiert werden, wenn die Symptome erstmalig auftreten. Sollten sie nicht von selbst abklingen, wird am besten ein Orthopäde aufgesucht. Der Mediziner kann die Pseudoarthrose anhand einer Röntgenuntersuchung feststellen und die Behandlung beginnen. Personen, die aufgrund einer anderen Knochen-, Gelenk- oder Muskelerkrankung starke Schmerzen oder Einschränkungen im Alltag haben, sollten den zuständigen Arzt informieren.

Die Pseudoarthrose tritt zudem nach Knochenbrüchen oder komplizierten Operationen auf. Die Risikopatienten sollten den Arzt über Schmerzen informieren, insbesondere wenn sie im Zusammenhang mit einem Unfall oder einem chirurgischen Eingriff auftreten. Das Knochenleiden wird von einem Orthopäden oder einem Facharzt für Knochenerkrankungen behandelt. Weitere Anlaufstellen sind der Physiotherapeut und ein Sportmediziner. Zudem muss bei der Erkrankung meist ein weiterer chirurgischer Eingriff erfolgen. Nach der Behandlung sind weitere Verlaufskontrollen vonnöten. Zudem sollte bei ungewöhnlichen Beschwerden der Arzt eingeschaltet werden.

Behandlung & Therapie

Die Therapie der Pseudarthrose richtet sich nach ihrer genauen Form und dem Schweregrad der Erkrankung.

Die vitale Pseudarthrose, bei der eine ausreichende Blutversorgung festgestellt wurde und die ausreichende Faserbildung und Ossifikation für eine gute Heilung aufweist, erfordert leichte Therapieformen. Im Vordergrund steht die Verbesserung der mechanischen Rahmenbedingungen des Bruches. Diese wird durch osteosynthetische Maßnahmen erreicht, beispielsweise mit einem Ringfixateur.

Die avitale Pseudarthrose erfordert weitreichendere und komplexere Therapiemaßnahmen. Da diese Erkrankungsform keine ausreichenden Heilungskräfte mehr aufweist, erfordert sie weitaus stärkere medizinische Maßnahmen als die vitale Pseudarthrose. Eine Osteosynthese ist nicht ausreichend, wird aber zur weiteren Stabilisierung genutzt.

Zusätzlich müssen infizierte Knochenareale operativ entfernt und gleichzeitig der Wiederaufbau des Knochens eingeleitet werden. Die operative Einbringung von Knochengewebe in den Bruchspalt kann helfen. Einige Ärzte verordnen ihren Patienten zusätzlich die Einnahme von knochenmorphogenetischen Proteinen, um die Regeneration anzuregen. Vor allem die Medikation mit BMP2 und BMP7 konnte gute Erfolge erzielen.

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Vorbeugung

Die Therapie der Pseudarthrose setzt jedoch schon bei der Nachkontrolle von Knochenbrüchen ein, denn durch diese kann der Heilungsverlauf beobachtet werden. Bei ersten Anzeichen der Pseudarthrose kann so schnell eingegriffen werden, gefährliche Komplikationen können verhindert werden. Insbesondere Risikopatienten sollten nach einem Knochenbruch regelmäßigen Kontakt zu ihrem betreuenden Mediziner halten.

Weiter sollten Patienten mit einem Knochenbruch die ihnen verordneten Maßnahmen einhalten und den Bruch nicht zu früh bewegen oder den Gips abnehmen.

Das können Sie selbst tun

Eine Pseudoarthrose muss ärztlich diagnostiziert und behandelt werden. Je nach Schwere der Erkrankung kann der Patient selbst einige Maßnahmen ergreifen, um die Genesung zu fördern und Komplikationen zu vermeiden.

Grundsätzlich sollten die ärztlichen Empfehlungen bezüglich körperlicher Bewegung und Schonung befolgt werden. Insbesondere bei Knochenbrüchen ist ausreichend Ruhe wichtig, um die Entstehung einer Pseudoarthrose zu vermeiden bzw. deren Heilungsverlauf zu unterstützen. Im Alltag können Hilfsmittel wie Krücken oder ein Rollstuhl die Fortbewegung erleichtern. Betroffene können sich außerdem selbst helfen, indem sie verschiedene Veränderungen im Haushalt vornehmen lassen, zum Beispiel den Einbau behindertengerechter Treppen.

Begleitend dazu empfiehlt sich der Kontakt mit anderen Betroffenen. Da Menschen mit Pseudoarthrose in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sind, bieten sich Krankengymnastik oder spezielle Yoga- und Aerobic-Programme an. Zudem sollte immer auch auf eine gesunde Ernährung geachtet werden. Der Arzt wird eine fett- und salzarme Diät empfehlen, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist. Sollte es trotz dieser Maßnahmen zu einer Zunahme der Beschwerden oder zu anderen Problemen kommen, muss der Arzt informiert werden, damit die Behandlung angepasst werden kann.

Quellen

  • Breusch, S., Clarius, M., Mau, H., Sabo, D. (Hrsg.): Klinikleitfaden Orthopädie, Unfallchirurgie. Urban & Fischer, München 2013
  • Niethard, F., Pfeil, J., Biberthaler, P.: Orthopädie und Unfallchirurgie. Thieme, Stuttgart 2014
  • Wülker, N., Kluba, T., Roetman, B., Rudert, M.: Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie. Thieme, Stuttgart 2015


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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Atze kommentierte am 04.12.2012

Ich habe vor 15 Monaten einen Oberschenkeltrümmerbruch erlitten. Dieser Bruch wurde mit einer Platte versorgt. Bis heute ist dieser Bruch nicht verheilt und ein Frakturspalt weiterhin sichtbar. Schmerzen und Schwellungen stehen auf dem Tagesprogramm. Eine erneute OP ist, bedingt durch die starke Knochenentkalkung, nicht möglich. Ich soll jetzt Rente einreichen und abwarten, ob eventuell der Knochen dennoch verheilt (Spontanheilung).
Außer Krankengymnastik und Lymphdrinage wird nicht mehr unternommen. Mittlerweile habe ich 30 Ärzte und einige Gutachter hinter mir. Es sieht so aus, als ob wirklich nichts gemacht werden kann. Sehr sehr schade, dass ich mit 49 Jahren Rente einreichen muss.

biggi2107 kommentierte am 06.11.2014

Ich hatte 2006 eine OA Schaftfraktur, die mit einem Targonagel versorgt wurde. 2008 dann eine Spontanfraktur durch Schraubenlockerung. Es erfolgte eine Plattenostheosynthese. 2011 wurde dann eine arthrope avitale Pseudarthrose festgestellt. Erneute Plattenostheosynthese mit Spongiosaplastik. 2013 gleicher Befund, erneute Operation mit Spongiosaplastik und Einlagerung von BMP 7. Heute nun erneute Feststellung, Platten und Schraubenlockerung. Es ist alles austherapiert mit einer Oberarmorthese. Ich keine Belastung haben und nicht stürzen. Wenn Die Krankenkasse es genehmigt, evtl eine Exagen-Behandlung. Frage: Soll das alles sein? Was kann man gegen die Durchblutungsstörungen machen? Bringt die Einnahme von knochenmorphogenetischen Proteinen eine Besserung? Die Bewegungseinschränkung und Schmerzen werden unerträglich.

Fetti kommentierte am 26.01.2015

Seit August 2013, damals habe ich mir den Oberarm gebrochen, lebe ich nun mit täglichen Scchmerzen und bin krankgeschrieben. Ich habe nunmehr 2 OPs hinter mir und eine Besserung ist nicht in Sicht. Die von mir bis jetzt konsultierten Ärzte, welche alles Erdenkliche getan haben, sind so langsam auch schon ratlos. Es gibt noch eine Ultraschalltherapie, welche aber nicht von den Krankenkassen übernommen wird. Das kann ich mir auch nicht leisten, da ich schon so lange nur Krankengeld bekomme. Nach einem missglückten Arbeitsversuch werde ich jetzt Rente beantragen, einen Termin habe ich schon. Das ist aber aauch keine Lösung, denn die täglichen Schmerzen bleiben. Wenn jemand einen Rat für mich hat bitte meldet euch. Ich bin für jeden Hinweis dankbar.

Tia kommentierte am 08.11.2015

Ich habe seit fünf Jahren eine Pseudarthrose am vierten Sakralwirbel. Noch immer habe ich keinen anständigen Schmerztherapeuten gefunden. Ohne jegliche medikamentöse Hilfe ist es fast nicht möglich ein unbeschwertes Leben zu führen, wobei die Nebenwirkungen sehr unangenehm sind. Hinzu kommt, dass es traurig ist, dass man an einen Psychologen verwiesen wird, um sich beibringen zu lassen wie man mit den Schmerzen umgehen soll. Gibt es Ratschläge zum Umgang mit der Problematik?

Christa kommentierte am 12.12.2015

Bei mir wurde eine Pseudoarthrose der Fibula festgestellt, nachdem eine Metallschiene entfernt worden war, welche den Trümmerbruch stabilisiert hat. Nach 20 Monaten ist immer noch ein ca. 1cm grosser Spalt nicht zugewachsen. Nun ist die Schiene weg, die alles bisher stabilisiert hat. Mit den Ärzten wurde vereinbart, dass ich selbst fünf bis sechs Monate lang nun intensiv versuchen werde, durch verschiedene Mittel und Methoden die Knochen zum Wachsen anzuregen (Heilerde, Beinwell, Massage usw.). Das war bisher wegen der Schiene nicht möglich, außerdem war die Haut über der Schiene extrem berührungsempfindlich, fühlte sich an wie ein Stromschlag und breitete sich sofort auf den ganzen Fuss auf. Der Arzt meinte, weil der Nerv genau über der Platte verlaufe. Nun ist die Platte also weg, die Haut ist wieder völlig normal empfindlich und ich kann also diesen Bereich des lädierten Wadenbeins endlich
"bearbeiten", zur Durchblutung anregen usw., wie ich das mit den anderen Bruchstellen des Fusses auch getan habe (trimalleoläre OSG-Luxationsfraktur), und die optimal verheilt sind. Es ist spekulativ, aber anders kann man nicht herausfinden, ob diese konservative Naturheilmethode etwas bringt. Nach einem halben Jahr wird geröntgt, dann weiss man mehr. Falls sich immer noch gar nichts verbessert hat, kann man dann andere Therapien
angehen. Die Stoßwellentherapie scheint ja auch eine Art Druck auf die Zellen auszuüben, weshalb sollten also, z.B. Massagen, kalter Wasserstrahl usw. nichts Ähnliches bewirken können. Leider findet man dazu im Internet gar nichts, eventuell auf englischsprachigen Seiten, diese muss ich jedoch erst durchforsten. Ich melde mich wieder und werde berichten.

Sawe kommentierte am 31.01.2016

Ich zog mir vor vor Jahren bei einem schweren Skiunfall eine Beckenringfraktur (vollständiger Bruch des oberen und unteren Schambeines sowie des Kreuzbeines) zu. Die Ärzte entschieden sich für eine konservative Behandlung. Bis zum heutigen Tag ist die Schambeinfraktur nicht verwachsen, bzw. es fand keine knöcherne Durchbauung statt. Mein Leben privat als auch beruflich ist seither eine Qual für mich. Schmerzmittel gehören zum täglichen Speiseplan. Operieren möchte mich irgendwie keiner, ich war bereits in drei Kliniken. Die Risiken einer Re-Opertaion seien zu schwerwiegend. Ich habe auch das Gefühl, dass sich mit Pseudoarthrosen im Becken kein Mensch, bzw. Arzt auskennt. Mit 38 Jahren ist das schwer zu verstehen.

Bärbel kommentierte am 29.09.2016

Bei mir liegt angeblich, nach einem Oberschenkelbruch im Dezember 2015, eine Osteoarthrose vor. Ich habe einen Femurnagel und zwei Schrauben, die ich schmerzhaft spüre. Mein Orthopäde rät mir zu einer Hüftprothese. Ich verstehe nicht wie eine Hüftprothese bei einer Oberschenkelfraktur helfen kann?