Krankengymnastik

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 3. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Krankengymnastik ist der ältere Begriff für Physiotherapie und beschäftigt sich mit der Heilung von Beeinträchtigungen sowie Behinderungen der Mobilität und Funktionsfähigkeit des Bewegungsapparates. In vielen Fällen wird Krankengymnastik neben oder in Verbindung mit anderen medizinischen Behandlungen angewendet.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Krankengymnastik

Krankengymnastik
Krankengymnastik ist der ältere Begriff für Physiotherapie und beschäftigt sich mit der Heilung von Beeinträchtigungen sowie Behinderungen der Mobilität und Funktionsfähigkeit des Bewegungsapparates.

Die Krankengymnastik nutzt physikalische Prinzipien zur Förderung, Erhaltung und Wiederherstellung des körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens unter Berücksichtigung von Veränderungen des Gesundheitszustandes.

Als wissenschaftlich begründete Heilmethode ist die Krankengymnastik daran interessiert, diese Methoden der Behandlung zu überprüfen und zu untermauern, um die praktische Anwendung weiter zu verbessern. Die in der Krankengymnastik ausgebildeten Physiotherapeuten arbeiten mit einer Vielzahl körperlicher Probleme, die vor allem das neuromuskuläre System sowie das Muskel-, Herz-, Kreislauf- und Atmungssystem betreffen.

Dazu werden sowohl diagnostische und klinische Erkenntnisse wie auch individuelle Kompetenzen der Therapeuten eingesetzt. Unter Hinzuziehung verschiedener physikalischer Reize soll mittels Krankengymnastik eine koordinierte Muskelaktivität unter bewusster Wahrnehmung der Patienten herbeigeführt werden.

Funktion, Wirkung & Ziele

Die Behandlungsmethoden der Krankengymnastik sind an die individuellen Fähigkeiten der Patienten gekoppelt. Dies betrifft zum einen physiologische und anatomische Voraussetzungen zur Stimulierung der Selbstheilungskräfte des Organismus. Andererseits spielen für eine erfolgreiche Anwendung der Krankengymnastik Motivation und kognitive Fertigkeiten der zu behandelnden Person eine wichtige Rolle, da ein Verständnis für die Funktionsweise des Körpers entwickelt und Eigenverantwortung gefördert werden sollen.

Bei der Krankengymnastik kommen verschiedene Techniken funktionellen Übens zum Tragen, die die Beweglichkeit von Gelenken und Muskeln begünstigen. Dazu gehören Vojtatherapie, Bobath, Manuelle Therapie, Brüggertherapie, Massagen, manuelle Lymphdrainage oder Fußreflexzonenmassagen.

Mobilisierend wirken passive Maßnahmen der Krankengymnastik wie Wärmeanwendungen mit Fango, Kälteanwendungen, Elektrotherapie oder Traktion des Körpers bettlägeriger Patienten. Akute Schmerzzustände werden häufig durch Haltungsschäden verursacht. Hier bewirkt das Haltungsturnen eine gezielte Stärkung geschwächter Muskulatur.

Tatsächlich können mit speziellen Atemübungen auch Lungen- und Asthmakranke betreut werden. Hier wird mittels Krankengymnastik die Entkrampfung der Atemmuskulatur trainiert. Im klinischen Alltag wird Krankengymnastik zur Behandlung von Lähmungen angewandt, indem Bewegungsmuster wiederholt werden, um verloren gegangene Bewegungsabläufe im Gehirn wieder anzubahnen. Anwendungsgebiete der Krankengymnastik sind überwiegend die ambulante Behandlung von Wirbelsäulen- und Gelenkproblemen, Unfällen und Sportverletzungen.

Weiterhin umfasst die Krankengymnastik bei der Betreuung älterer Menschen Übungen zur Erhaltung der Mobilität, der Rehabilitation nach Stürzen sowie der Behandlung von Arthritis oder Morbus Parkinson. Krankengymnastik wird zunehmend in das Arbeitsfeld der Häuslichen Krankenpflege integriert. Auch die Orthopädie und Unfallchirurgie profitieren von Maßnahmen der Krankengymnastik. Dies betrifft beispielsweise die Wiederherstellung der Beweglichkeit nach Hüft-, Kniegelenks- oder Wirbelsäulenoperationen.

Die Krankengymnastik vermittelt über verschiedene Kurse Wissen über Entspannungsmethoden oder Körperwahrnehmung und trägt dazu bei, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu heben. Seminare für die Rückenschule, Ergonomie oder Bauch-Beine-Po sind nur ein winziger Auszug aus dem breiten Angebot der Krankengymnastik. Da die moderne Arbeitswelt zunehmend das Wohl der Arbeitnehmer berücksichtigt, nimmt der Einsatz von Krankengymnastik in Unternehmen zu.

Mobile Massagen oder die Einweisung in einfache Übungen helfen, den Büroalltag oder körperlich schwere Arbeiten zu meistern. Ein klassisches Einsatzgebiet der Krankengymnastik ist die Behandlung von Verletzungen aktiver Sportler sowie die Beratung zur Ausübung korrekter Fitnessübungen zur Vermeidung sich wiederholender Verletzungen.


Begriff & rechtlicher Hintergrund

Der Begriff Krankengymnastik ist in Deutschland zugleich eine Berufsgeschichte und eine Leistungsbezeichnung. Bis in die 1990er Jahre hinein war „Krankengymnastin“ beziehungsweise „Krankengymnast“ die amtliche Berufsbezeichnung. Mit dem Masseur- und Physiotherapeutengesetz, das am 26. Mai 1994 ausgefertigt wurde und am 1. Juni 1994 in Kraft trat, wurde sie für neue Erlaubnisse durch „Physiotherapeutin“ und „Physiotherapeut“ abgelöst. Wer die alte Erlaubnis zuvor erworben hatte, darf die Bezeichnung weiterführen und gilt zugleich als Physiotherapeut; neu verliehen wird sie nicht mehr. Geregelt wird im selben Gesetz auch der Beruf der Masseurin und medizinischen Bademeisterin beziehungsweise des Masseurs und medizinischen Bademeisters, der davon zu unterscheiden ist. Vorläufer war ein Gesetz aus dem Jahr 1958.

Als Bezeichnung für die Behandlung selbst ist das Wort dagegen nie verschwunden. In der Heilmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses, die festlegt, was Ärztinnen und Ärzte zulasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnen dürfen, führt die „Allgemeine Krankengymnastik“ bis heute als eigene Position, abgekürzt KG. Wenn im Alltag von einem Rezept für Krankengymnastik die Rede ist, ist genau diese Position gemeint. Umgangssprachlich werden Krankengymnastik und Physiotherapie weitgehend gleichbedeutend verwendet, wobei Physiotherapie der weitere Begriff ist: Er umfasst auch Massage, manuelle Lymphdrainage, Elektrotherapie, Wärme- und Kälteanwendungen.

Verordnung & Ablauf einer Behandlungsserie

Krankengymnastik ist ein Heilmittel und wird ärztlich oder zahnärztlich verordnet. Auf der Verordnung stehen die Diagnose, eine Diagnosegruppe und die maßgebliche Leitsymptomatik, das verordnete Heilmittel, die Zahl der Behandlungseinheiten und gegebenenfalls Hinweise zur Frequenz. Der Heilmittelkatalog gibt dabei vor, welche Heilmittel bei welcher Diagnosegruppe infrage kommen, welche Menge in der Regel ausreicht, um das Behandlungsziel zu erreichen, und wie viele Einheiten auf einem einzelnen Rezept höchstens stehen dürfen. Reicht das nicht aus, kann weiter verordnet werden.

Die früher gebräuchliche Unterscheidung zwischen einem „Regelfall“ und einer „Verordnung außerhalb des Regelfalls“ ist mit einer Neufassung der Vorgaben im Jahr 2021 entfallen; an ihre Stelle ist der Verordnungsfall getreten, der alle Behandlungen wegen derselben Erkrankung zusammenfasst. Für Menschen mit schweren dauerhaften Schädigungen gibt es einen langfristigen Heilmittelbedarf, bei dem größere Mengen je Verordnung möglich sind. Seit 2024 besteht daneben die Möglichkeit der Blankoverordnung: Die Ärztin stellt Diagnose und Indikation, über Auswahl, Dauer und Häufigkeit der Behandlung entscheidet die Praxis, die behandelt.

Eine Verordnung muss innerhalb einer auf dem Formular genannten Frist eingelöst werden, sonst verfällt sie. Erwachsene Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen leisten eine Zuzahlung, die sich aus einem Anteil der Behandlungskosten und einem festen Betrag je Verordnung zusammensetzt; Kinder und Jugendliche sind davon befreit, und wer die persönliche Belastungsgrenze erreicht hat, kann sich befreien lassen.

Der erste Termin dient überwiegend der Befunderhebung. Erfragt werden Beschwerden, Vorgeschichte, Operationen, Begleiterkrankungen und die Anforderungen des Alltags; untersucht werden Beweglichkeit, Kraft, Gelenkfunktion, Haltung und Bewegungsablauf. Daraus werden gemeinsam Behandlungsziele abgeleitet, die überprüfbar sein sollten — etwa eine bestimmte Bewegung wieder ausführen zu können. Die folgenden Termine bestehen meist aus einem aktiven Teil, in dem der Patient selbst arbeitet, und einem passiven Teil, in dem der Therapeut bewegt, dehnt oder mit den Händen arbeitet. Fast immer gehört ein Übungsprogramm für zu Hause dazu; ohne dieses eigene Üben zwischen den Terminen bleibt der Nutzen einer Serie erfahrungsgemäß begrenzt. Am Ende steht eine erneute Überprüfung, und die behandelnde Praxis berichtet der verordnenden Ärztin, wenn dies angefordert wurde.

Bringt eine abgeschlossene Serie nicht den erhofften Erfolg, ist das ein Anlass, sich erneut ärztlich vorzustellen, statt einfach weiterzuverordnen. Möglicherweise passt das Behandlungsziel nicht zur Ursache der Beschwerden, oder es sind weitere Untersuchungen nötig. Sinnvoll ist es, die eigenen Beobachtungen mitzunehmen: Was ist leichter geworden, was unverändert, was schlechter? Praxen setzen zudem in der Regel voraus, dass Termine rechtzeitig abgesagt werden; kurzfristig abgesagte oder versäumte Termine können in Rechnung gestellt werden, weil die Zeit dann nicht anderweitig vergeben werden kann.

Behandlungskonzepte im Überblick

Hinter der Sammelbezeichnung stehen unterschiedlich ausgerichtete Konzepte, von denen einige eine gesonderte Zusatzqualifikation voraussetzen und deshalb auch gesondert verordnet werden.

Die allgemeine Krankengymnastik umfasst die Arbeit an Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer, Koordination und Haltung. Zu ihr gehört auch die Atemtherapie, die etwa nach Operationen, bei Asthma oder bei COPD eingesetzt wird und Atemtechniken sowie Techniken zum Abhusten von Sekret vermittelt; für Menschen mit Mukoviszidose gibt es dafür eine eigene Position.

Für Schädigungen des Nervensystems sind neurophysiologisch begründete Konzepte entwickelt worden. Sie werden als Krankengymnastik ZNS verordnet und kommen unter anderem nach einem Schlaganfall, bei Multipler Sklerose, bei Parkinson und bei Kindern mit Bewegungsstörungen zum Einsatz. Zu ihnen zählen das Bobath-Konzept, das an alltäglichen Bewegungsabläufen ansetzt, die Vojta-Therapie, die über festgelegte Druckpunkte Bewegungsmuster auslöst, sowie die propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation, die mit geführtem Widerstand in diagonalen Bewegungsbahnen arbeitet.

Die Manuelle Therapie befasst sich mit Funktionsstörungen einzelner Gelenke und der Wirbelsäule und arbeitet mit gezielten Mobilisationstechniken. Bei der Krankengymnastik am Gerät wird an Zug- und Trainingsgeräten unter Anleitung ein dosierter Trainingsreiz gesetzt, was vor allem nach Operationen und bei Muskelabbau genutzt wird. Im Bewegungsbad wiederum nimmt der Auftrieb des Wassers dem Körper einen Teil seines Gewichts ab, sodass Gelenke belastungsarm bewegt werden können; der Wasserwiderstand wirkt zugleich als Training. Ergänzend kommen die weiter oben genannten passiven Maßnahmen hinzu.

Risiken & Gefahren

Die Wirksamkeit von Krankengymnastik wird vor allem durch die Fachkompetenz der Therapeuten bestimmt. Die Beachtung von Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen vermag die Risiken und Nebenwirkungen in der Krankengymnastik auf ein geringes Niveau zu senken.

Zu den Risiken zählt in erster Linie eine Überlastung des Bewegungsapparats durch zu hoch gewählte Übungsreize. Übergewichtige Personen sind bei der Ausübung ungeeigneter Sportarten gefährdet, ihre Gelenke zu überlasten. Die Heilung akuter entzündlicher Prozesse im Körper sollte ebenfalls nicht durch Krankengymnastik zusätzlich belastet werden.

Dies trifft auch für Erkrankungen, die die Herz- oder Atemleistung einschränken, schweren Bluthochdruck oder schwere Schilddrüsenüberfunktion zu. Findet die Bewegungstherapie im Freien statt, ist bei extremen Außentemperaturen und hohen Ozonwerten Zurückhaltung geboten. Bei der Behandlung mit Krankengymnastik kann es zu Muskelkater sowie zu kleineren blauen oder gelblichen Flecken kommen. Dabei handelt es sich um kleine Blutergüsse, wie sie bei kräftigen Grifftechniken entstehen können; sie klingen von selbst wieder ab.

Ein eigenes Feld ist die Arbeit am Beckenboden. Sie wird nach Geburten, nach Operationen im Bauchraum und bei Inkontinenz eingesetzt und verbindet Wahrnehmungsschulung mit gezieltem Training einer Muskelgruppe, die sich der bewussten Ansteuerung zunächst oft entzieht. Auch die Anleitung zu einem rückenschonenden Verhalten im Alltag gehört dazu, wie sie in der Rückenschule vermittelt wird.

Historisch geht die systematische Heilgymnastik unter anderem auf den Schweden Pehr Henrik Ling (1776–1839) zurück, der ein nach medizinischen, pädagogischen, militärischen und ästhetischen Gesichtspunkten gegliedertes Übungssystem entwarf und 1813 in Stockholm ein gymnastisches Zentralinstitut gründete. Von dort verbreitete sich die sogenannte schwedische Gymnastik, aus der sich sowohl Teile der klassischen Massage als auch Vorformen der heutigen Krankengymnastik entwickelten. Der Weg von diesen Anfängen zur heutigen Praxis führte über die Versorgung von Kriegsversehrten und Kinderlähmungskranken im 20. Jahrhundert, für die Bewegungsbehandlung in großem Maßstab organisiert werden musste.

Wer behandelt und wo

Krankengymnastik wird von Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten durchgeführt. Die Ausbildung dauert in Vollzeit drei Jahre, findet an staatlich anerkannten Schulen mit angeschlossener praktischer Ausbildung statt und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab; erst danach darf die Berufsbezeichnung geführt werden. Daneben gibt es Studiengänge, die zu einem Bachelorabschluss führen. Konzepte wie die Manuelle Therapie, die Krankengymnastik am Gerät oder die neurophysiologischen Verfahren setzen anerkannte Fortbildungen voraus, die als Zusatzqualifikation nachgewiesen werden müssen — nur dann dürfen sie gegenüber den Krankenkassen abgerechnet werden.

Behandelt wird in Praxen, in Krankenhäusern, in Rehabilitationseinrichtungen, in Pflegeheimen und, wenn eine Ärztin dies verordnet, als Hausbesuch bei Menschen, die die Praxis nicht aufsuchen können. Im Krankenhaus beginnt die Behandlung häufig unmittelbar nach einer Operation, teils schon am Tag des Eingriffs, um Bewegungseinschränkungen, Kreislaufproblemen und Komplikationen der Atmung vorzubeugen. In der Rehabilitation ist sie fester Bestandteil des Behandlungsplans und wird mit weiteren Angeboten kombiniert.

Was Patientinnen und Patienten mitbringen sollten, ist wenig: bequeme Kleidung, in der man sich bewegen kann, Handtuch und Hallenschuhe je nach Praxis, die Verordnung sowie Befunde, Röntgen- oder Operationsberichte, wenn sie vorliegen. Wichtig ist, Vorerkrankungen, eingenommene Medikamente, Implantate wie Herzschrittmacher oder künstliche Gelenke sowie eine Schwangerschaft anzugeben, weil sich daraus Einschränkungen für einzelne Techniken ergeben können. Schmerzen während einer Behandlung sollten unmittelbar angesprochen werden; ein leichtes Ziehen beim Dehnen ist üblich, scharfer oder anhaltender Schmerz ist es nicht.

Abgrenzung zu ähnlichen Verfahren

Von der klassischen Massage unterscheidet sich die Krankengymnastik durch die aktive Beteiligung: Massage wird am ruhenden Körper ausgeführt und wirkt vor allem auf Muskelspannung und Durchblutung, während Krankengymnastik überwiegend über eigene Bewegung arbeitet. Beides kann auf derselben Verordnung stehen.

Die Ergotherapie setzt nicht an der Bewegung selbst an, sondern an der Handlung: Sie übt Tätigkeiten des Alltags und des Berufs ein, passt Hilfsmittel an und berät zur Gestaltung des Wohnumfelds. Bei neurologischen Erkrankungen arbeiten beide Berufsgruppen häufig nebeneinander, oft ergänzt durch die Logopädie, wenn zusätzlich Sprechen, Sprache oder Schlucken betroffen sind.

Rehabilitationssport und Funktionstraining sind Gruppenangebote, die ärztlich verordnet werden können und in der Regel im Verein stattfinden. Sie treten meist im Anschluss an eine Behandlungsserie hinzu und sollen das Erreichte dauerhaft sichern; das Funktionstraining richtet sich dabei besonders an Menschen mit dauerhaften Erkrankungen des Bewegungssystems. Von einem Training im Fitnessstudio unterscheidet sich die Krankengymnastik durch die ärztliche Verordnung, die vorausgehende Befunderhebung und die Anpassung an eine bestimmte Erkrankung; ein Gerätetraining ohne Befund ersetzt sie nicht. Nicht zu verwechseln ist sie schließlich mit manualmedizinischen Verfahren wie der Osteopathie, die auf einem eigenen Konzept beruhen und in Deutschland kein eigenständig geregelter Heilberuf sind.

Quellen

  • Crevenna, R. (Hrsg.): Kompendium Physikalische Medizin und Rehabilitation.
    ISBN: 9783662490341
  • Bossert, F.-P., Müller, P., Vogedes, K.: Leitfaden Physikalische Therapie.
    ISBN: 9783437481017
  • Diemer, F., Lowak, H., Sutor, V., Baierle, T.: Leitfaden Physiotherapie in der Orthopädie und Traumatologie.
    ISBN: 9783437452130
  • Herbold, D.: BASICS Medizinische Rehabilitation - physikalische Therapie.
    ISBN: 9783437421631
  • Seidel, E. J., Best, N. (Hrsg.): Physikalische und rehabilitative Medizin.
    ISBN: 9783948442606

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