Trockene Haut im Winter

Medizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 23. August 2020
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Trockene Haut kann vom Hauttyp abhängen und erblich bedingt sein. Alltägliche Situationen können trockene Haut auslösen. Sie muss aber nicht zwangsläufig ein kosmetisches Problem sein, sondern sie kann mit einer Erkrankung einhergehen. Bei trockener Haut kann es viel leichter zu Entzündungen kommen als bei gesunder, normaler Haut. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, die Haut richtig zu pflegen. In manchen Fällen ist es allerdings notwendig, die Ursache für die trockene Haut zu finden und zu behandeln. Bleibt die Ursache unbehandelt, kommt es immer wieder zu Problemen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist trockene Haut – eine Definition

Trockene Haut zeigt sich meist durch stark schuppende Hautstellen (häufig an Händen, Knien, Ellenbogen und der Kopfhaut) sowie Veränderungen an den Nägeln.

Trockene Haut schuppt, wirkt spröde, ist matt bis stumpf und spannt häufig. Die Haut wirkt fahl, zieht sich manchmal pergamentartig zusammen und ist rissig. Ist die Gesichtshaut trocken, kommt es sehr früh zu kleinen Fältchen. Ist die Haut an Armen, Ellenbogen oder Händen trocken, entsteht häufig Juckreiz. Das Gleiche gilt für trockene Haut an Unterschenkeln und Füßen. Wenn die Haut trocken ist, neigt sie zu Entzündungen. Jedoch ist sie kein rein körperliches Problem. Gespannte und gereizte Haut beeinflusst nicht selten die Psyche. Die Menschen sind dann ebenfalls angespannt und gereizt, reagieren empfindlich und nervös.

Damit die Haut keine Beschwerden verursacht, wie Juckreiz oder schmerzhafte Entzündungen, ist eine besondere Pflege angeraten. Manchmal liegt es einfach nur daran, dass die Haut beispielsweise im Winter besonders gestresst ist und mit Trockenheit auf die äußeren Reize, wie trockene Heizungsluft, kalte Außenluft oder ständige Temperaturwechsel, reagiert. Unter gutscheine.bild.de sind viele hilfreiche Tipps zusammengetragen, was bei trockener Haut speziell im Winter hilft.

Krankheiten mit diesem Symptom

Wofür kann trockene Haut ein Symptom sein?

Trockene Haut ist häufig Veranlagung. So wie jemand normale, fettige oder Mischhaut haben kann, gibt es Menschen, die trockene Haut haben. Sie kann allerdings auch Symptom einer Erkrankung sein.

Neurodermitis

Neurodermitis ist eine entzündliche Hauterkrankung, die meist schubweise auftritt. Die Haut ist dabei sehr trocken, der entstehende Juckreiz quält die Betroffenen. Sie entsteht häufig zusammen mit allergischem Bronchialasthma oder allergischem Schnupfen. Am häufigsten sind Gesicht, Hände, Armbeugen, Kniekehlen und Kopfhaut betroffen.

Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt

Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine Erkrankung der Haut, die sich durch eine sehr hohe Schuppenbildung auszeichnet. Die Krankheit ist gutartig und nicht gefährlich.
© designua - Folotia.com

Bei einer Schuppenflechte kommt es zu schuppenden Hautveränderungen und Entzündungen. Es bilden sich stark erhöht liegende Hautzellen. Bei gesunden Menschen erneuert sich die oberste Hautschicht während 28 Tagen. Bei Patienten mit Psoriasis dauert dieser Vorgang nur vier Tage. Neueren Forschungen zufolge ist das Immunsystem verantwortlich für diese Erkrankung.

Schuppende Hautstellen treten vor allen Dingen an Ellenbogen und Knien, der Kopfhaut und in der Analregion auf. Dabei kommt es zu scharf begrenzten Rötungen, die durch einen Einriss gekennzeichnet sind. Schwere Krankheitsverläufe zeichnen sich durch Nagelveränderungen aus, die sogenannte Psoriasis unguium. Weitere Tipps und Hinweise zu Ursachen, Diagnose und Therapie finden Sie hier: Schuppenflechte

Kontaktekzem

Kontaktekzeme entstehen, wenn die Haut allergisch auf den Kontakt mit bestimmten Stoffen reagiert. Die entzündliche Hautveränderung ist hierzulande die häufigste Hauterkrankung. Direkter oder indirekter Kontakt mit dem Allergen führt zu einer Sensibilisierung. Bei erneutem Kontakt kann ein allergisches Kontaktekzem entstehen. Zu den wichtigsten Auslösern für ein Kontaktekzem zählen:

  • Nickelsulfat – enthalten in Schmuck, Gürtelschnallen, Brillengestellen,
  • Hosenknöpfen oder BH-Verschlüssen
  • Chromsalz – enthalten in vielen Baustoffen und Leder
  • Kobaltchlorid – enthalten in Zement und Farben
  • Amalgam – enthalten in Zahnfüllungen
  • Naturstoffe – wie sie in Kosmetika Verwendung finden
  • Gummi

Basaliom

Bei Basaliomen handelt es sich um Tumore, die sich auf der Oberhaut entwickeln können. Umgangssprachlich ist die Rede von weißem oder hellem Hautkrebs. Metastasen entstehen dabei fast nie. Allerdings kann das Basaliom in anderes Gewebe hineinwachsen und beispielsweise Knochen oder Knorpel in Mitleidenschaft ziehen. Mediziner reden dann von semimalignen, also halbbösartigen Geschwulsten.

Hautpartien, die besonders der Sonne ausgesetzt sind, wie Gesicht, Kopf oder Hals, sind dabei besonders gefährdet. Hellhäutige Menschen, die zu Sonnenbrand neigen, haben ein höheres Risiko an einem Basaliom zu erkranken. Wer viel im Freien ist, sollte sich deshalb gut vor UV-Strahlung schützen. Das Basaliom erfordert unbedingt eine ärztliche Behandlung. Welche Therapieoptionen dabei offenstehen, erläutert das aerzteblatt.de sehr ausführlich.

Rosazea

Rosazea oder Rosacea ist eine chronische entzündliche Hauterkrankung, die vorzugsweise im Gesicht auftritt. Besonders betroffen sind dabei Stirn, Wangen, Nase und Kinn. Rund vier Millionen Deutsche sind von dieser Krankheit betroffen. Viele wissen allerdings gar nicht, dass sie eine Rosazea haben. Die Entzündungsanzeichen sind anhaltende Rötungen, kleine Knötchen, Pusteln und Bläschen sowie sichtbare Äderchen und Schwellungen.

Diese Symptome lassen sich leicht mit einer allergischen Reaktion verwechseln, was erklärt, warum viele nicht wissen, dass sie die Erkrankung haben. Rosazea ist leicht mit Akne zu verwechseln, wie sich die beiden Erkrankungen unterscheiden lassen, erläutert das derma-forum.com.

Fischschuppenkrankheit oder Ichthyosis

Die Ichthyose ist eine genetisch bedingte Erkrankung, bei der eine Verhornungsstörung der Haut vorliegt. Es kommt zu vermehrter Hornhautbildung, die mit starker Schuppenbildung einhergeht. Meist ist der gesamte Körper davon betroffen. Umgangssprachlich heißt diese Erkrankung auch Fischschuppenkrankheit.

Dabei gibt es mehrere Krankheitsformen, die eines gemeinsam haben. Durch eine Genveränderung kommt es zu einem Funktionsausfall bei bestimmten Eiweißstoffen, die für eine stabile Hautbarriere notwendig sind. Wissenschaftler sehen die verstärkte Hornhautbildung als Versuch der Haut, die gestörte Hautbarriere zu reparieren.

Periorale Dermatitis, auch Stewardessen-Krankheit genannt

Die periorale Dermatitis ist ungefährlich und nicht ansteckend. Davon sind hauptsächlich Frauen betroffen. Die Erkrankung steht in engem Zusammenhang mit dem übermäßigen Gebrauch von Kosmetika, weshalb die Erkrankung auch Stewardessen- oder Mannequin-Krankheit heißt. Betroffene empfinden die Erkrankung als ästhetisch störend.

Sie stellt eine große psychische Belastung für die Betroffenen dar. Erste Anzeichen sind geröteter Hautausschlag um den Mund und/oder die Augen. Es bilden sich winzige Knötchen, die sich zu größeren Arealen verbinden, dabei entstehen leicht erhabene Hautflecken, sogenannte Plaques. Die Erkrankung ist sehr gut behandelbar, Narben bleiben nie zurück.

Untersuchung der Haut

Trockene Haut kann durch Feuchtigskeitscremes oder Masken und Packungen behandelt werden.

Liegt der Verdacht nahe, dass es sich nicht einfach nur um den Hauttyp trockene Haut handelt, ist es notwendig, einen Arzt zurate zu ziehen.

Er kann besser erkennen, ob es sich um ein rein kosmetisches Problem handelt oder ob eine behandlungsbedürftige Erkrankung dahintersteckt. Ohne zu wissen, was die genaue Ursache der Hautsymptomatik ist, ist es schwierig eine gezielte Behandlung zu beginnen.

Quellen

  • Grüne, S., Schölmerich, J.: Anamnese, Untersuchung, Diagnose. Springer, Heidelberg 2007
  • Moll, I.: Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2010
  • Sterry, W., Paus, R.: Checkliste Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2010

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