Glukokortikoide

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 6. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Eine ganze Reihe von künstlich erzeugten und natürlichen Arzneistoffen wird unter dem Begriff Glukokortikoide zusammengefasst. Die Glukokortikoide besitzen auch im Rahmen der schulmedizinischen Leistungen eine sehr hohe Bedeutung für die gezielte Behandlung von Erkrankungen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Glukokortikoide?

Glukokortikoide Frühchen
Glukokortikoide haben ebenfalls einen wichtigen Verwendungsbereich im Zusammenhang mit der gesundheitlichen Betreuung von Frühchen.

Die Glukokortikoide sind keine anorganischen Substanzen, sondern werden den Hormonen zugeordnet. In diesem Zusammenhang bilden die Glukokortikoide eine eigene Gruppe, welche unter dem Überbegriff der Steroidhormone geführt wird. Bei den modernen pharmazeutischen Produkten werden sowohl natürliche als auch künstlich erzeugte Glukokortikoide verarbeitet.

Das Wort Glukokortikoide setzt sich aus zwei Wortteilen zusammen. Diese bedeuten bei den Glukokortikoiden so viel wie „Süßes aus der Rinde“. Genauer gesagt, werden die Glukokortikoide von der Rinde der Nebenniere produziert; in der Leber wird das inaktive Cortison in das wirksame Cortisol umgewandelt. Zusammen mit den ebenfalls in der Nebennierenrinde gebildeten Mineralocorticoiden zählen die Glukokortikoide zu den Corticosteroiden.

Im menschlichen Organismus unterliegt die Konzentration an Glukokortikoiden einem ständigen Auf und Ab, welches an die natürlichen Tages- und Nachtzeiten gebunden ist. Die höchste Menge an Glukokortikoiden liegt morgens vor. Beim Schlafen sinken die Glukokortikoide ab.

„Kortison“ als Sammelname

Im Alltag steht ein einziges Wort für die ganze Gruppe. „Der Begriff Kortison wird umgangssprachlich oft stellvertretend für alle Wirkstoffe aus dieser Medikamentengruppe verwendet“, hält das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) fest. Wer sagt, er bekomme Kortison, meint deshalb in den meisten Fällen irgendein Glukokortikoid – und nur selten den Stoff, der diesen Namen tatsächlich trägt.

Das erklärt, warum dieselbe Bezeichnung auf Erzeugnissen auftaucht, die miteinander wenig gemein haben: auf einem Mittel, das für kurze Zeit gegen einen entzündlichen Schub gegeben wird, und auf einem, das eine ausgefallene Körperfunktion dauerhaft ersetzen muss. Welche Wirkungen und welche Nebenwirkungen zu erwarten sind, hängt daran, welcher Wirkstoff gemeint ist, wie er angewendet wird und zu welchem Zweck.

Medizinische Anwendung, Wirkung & Gebrauch

Die Glukokortikoide erzielen unterschiedliche Wirkungen, zu denen eine Erhöhung des Zuckerspiegels im Blut, die hemmenden Einflüsse auf entzündliche Vorgänge sowie die Einflussnahme auf den Mineralhaushalt gehören.

Die Glukokortikoide kommen als therapeutische Säulen zum Einsatz, wenn verschiedene Erkrankungen diagnostiziert wurden, welche sich mit Glukokortikoiden am besten lindern lassen. Aus diesem Grund werden die Glukokortikoide überwiegend bei Morbus Crohn und Asthma bronchiale, Multiple Sklerose, Hautkrankheiten wie dem Ekzem und der Schuppenflechte, Rheumatoider Arthritis oder einer Leberentzündung durch eine Autoimmunabwehr verabreicht.

Den meisten dieser Krankheiten liegt ein typischer Entzündungsprozess zugrunde, auf den mit Glukokortikoiden hinreichend Einfluss genommen werden kann. Unentbehrlich sind die Glukokortikoide zudem in der Palliativmedizin und bei einigen Erkrankungen des roten, weißen und thrombozytären Blutsystems sowie der Lymphe. Um Wasseransammlungen im Gehirn, Entzündungen des Herzbeutels und andere spezifische Herzerkrankungen zu therapieren, werden ebenfalls Glukokortikoide verordnet. Bei einigen infektiösen Krankheiten werden Glukokortikoide ergänzend zu Antibiotika eingesetzt.

Die Wirkmechanismen im Falle einer Erkrankung basieren auf Effekten, welche in Bezug auf spezielle Eiweiße erzielt werden können. Kommt es durch die ärztlich kontrollierte Aufnahme von Glukokortikoiden zu einer erhöhten Konzentration im Organismus, entsteht eine Hemmung der Produktion entzündungsfördernder Eiweiße. Dies trägt zu einer Reduzierung stattfindender entzündlicher Prozesse bei. Darüber hinaus werden Glukokortikoide zur Notfallbehandlung von Kreislaufschocks eingesetzt.

Glukokortikoide haben zudem einen wichtigen Verwendungsbereich im Zusammenhang mit der gesundheitlichen Betreuung von Frühchen. Bei drohender Frühgeburt erhält die Schwangere Glukokortikoide, um den Reifungsprozess der Atmungsorgane des Kindes zu unterstützen.

Ersatz oder Behandlung: zwei verschiedene Zwecke

Glukokortikoide werden aus zwei grundverschiedenen Gründen gegeben, und der Unterschied wird im Sprachgebrauch selten gemacht. Im einen Fall treten sie an die Stelle eines Hormons, das der Körper nicht mehr selbst herstellt. Im anderen sollen sie eine Wirkung entfalten, die der Körper von sich aus nicht hervorbringen würde.

Der erste Fall betrifft Menschen, deren Nebennierenrinde ausgefallen ist. Die Gebrauchsinformation der Hydrocortison-Tabletten der mibe GmbH nennt als Anwendungsgebiet den „Ersatz des körpereigenen Hydrocortisons (Substitutionstherapie) bei Ausfall der Nebennierenrindenfunktion: Morbus Addison“, daneben die Lage nach einer Entfernung der Nebennieren. Hier richtet sich die Behandlung nicht gegen eine Entzündung; sie gleicht eine Nebennierenrindeninsuffizienz aus und bleibt in aller Regel dauerhaft nötig.

Der zweite Fall ist der, den dieser Artikel überwiegend beschreibt: die gezielte Nutzung der entzündungshemmenden und der die Abwehr dämpfenden Wirkung bei Menschen, deren Nebennierenrinde arbeitet. Wer von „Kortison“ spricht, kann also zweierlei meinen – ein Medikament, das eine fehlende Körperfunktion ersetzt, oder eines, das absichtlich in ein arbeitendes System eingreift. Dass beides denselben Namen trägt, ist eine der häufigsten Quellen für Missverständnisse zwischen Behandelten und ihrem Umfeld.

Pflanzliche, natürliche & pharmazeutische Glukokortikoide

Bei der Therapie von Erkrankungen werden unterschiedliche Sorten der Glukokortikoide verabreicht. Diese werden in Form natürlicher Erzeugnisse wie Cortison und Cortisol oder als synthetische Arzneistoffe verordnet. Zur letzten Klasse gehören beispielsweise das Prednisolon, Rimexolon, Fluocortolon und Amcinonid als einige der bekanntesten Wirkstoffe.

Die zu den Corticosteroiden zählenden und als Abkömmlinge des Cortisons bezeichneten Glukokortikoide werden zudem in Kombination mit anderen Wirksubstanzen verwendet. In diesem Bezug werden in Apotheken neben dem Betamethason Clotrimazol und dem Betamethason Gentamicin gleichermaßen das Clotrimazol Hydrocortison und das Fluocinonid Lidocain angeboten. Dies ist nur eine begrenzte Auswahl aus einer Vielzahl an kortisonhaltigen Pharmazeutika.

Die jeweiligen Produktgruppen beinhalten verschiedenartige Applikations- oder Anwendungsformen. Diese begünstigen sowohl einen inner- als auch äußerlichen Einsatz der Glukokortikoide. Klassisch für die innerliche Anwendung sind Glukokortikoide als Tabletten in variierenden Konzentrationen und als Injektionen. Im Gegensatz dazu werden die Glukokortikoide als Salben oder Cremes für das Auftragen auf die Haut zur Verfügung gestellt. In der Augenheilkunde werden Glukokortikoide als Flüssigkeiten oder Gele angewendet. Auch in Sprayform sind Arzneimittel mit Glukokortikoiden erhältlich.


Rechtliche Einordnung & Verschreibungspflicht

Glukokortikoide sind Arzneimittel und in aller Regel verschreibungspflichtig. Geregelt ist das nicht für jedes Präparat einzeln, sondern über eine Stoffliste. § 48 des Arzneimittelgesetzes bestimmt, dass die betreffenden Arzneimittel „nur bei Vorliegen einer ärztlichen oder zahnärztlichen Verschreibung … an Verbraucher abgegeben werden“ dürfen; welche Stoffe dazugehören, steht in der Anlage 1 der Arzneimittelverschreibungsverordnung. Aufgeführt sind dort unter anderem Hydrocortison, Prednisolon, Dexamethason und Betamethason, jeweils mit dem Zusatz „und seine Ester“ – damit die Regel nicht durch eine geringfügige chemische Abwandlung umgangen werden kann.

Aufschlussreicher als die Regel sind ihre Ausnahmen, denn sie erklären eine Alltagsbeobachtung: Manche Kortisoncreme liegt frei im Regal, während dasselbe Hormon als Tablette ein Rezept verlangt. Die Verordnung nimmt Hydrocortison-Zubereitungen „für den äußeren Gebrauch“ in niedriger Konzentration und in kleinen Packungsgrößen von der Verschreibungspflicht aus. Bei Prednisolon ist die Ausnahme deutlich enger und gilt nur für eine bestimmte Zubereitung zur Anwendung auf der Kopfhaut, bei Dexamethason nur für eine Notfallanwendung. Alle übrigen Zubereitungen dieser Stoffe bleiben rezeptpflichtig. Freigestellt ist also nie der Wirkstoff als solcher, sondern immer nur eine eng umgrenzte Zubereitung.

Warum die Anwendungsform über das Risiko entscheidet

Dass Glukokortikoide als Tablette, Spritze, Salbe, Spray oder Augenmittel angeboten werden, ist keine Frage der Bequemlichkeit. Die Form entscheidet darüber, wie viel Wirkstoff dorthin gelangt, wo er wirken soll – und wie viel in den übrigen Körper. Das IQWiG beschreibt den Gegensatz so: Bei örtlicher Anwendung wirken die Mittel an Ort und Stelle, während Tabletten „über den Magen in den Blutkreislauf gelangen und dann im ganzen Körper wirken“. Deshalb haben Tabletten bei längerer Anwendung deutlich stärkere Nebenwirkungen als etwa Cremes.

Jede Form bringt dafür ihre eigenen örtlichen Nebenwirkungen mit. Beim Inhalieren gegen Asthma bleibt der Wirkstoff überwiegend in den Atemwegen; dort nennt das IQWiG Husten und Heiserkeit sowie ein erhöhtes Risiko für Pilzinfektionen im Mund (Soor). Beim Auftragen auf die Haut führt dieselbe Quelle Haarwurzelentzündungen, Pigmentstörungen, eine Verdünnung der Haut und sichtbare Äderchen auf. Bei Spritzen können Schmerzen und Schwellungen auftreten, selten auch Gelenkinfektionen oder Nervenschäden.

Die Dauer wirkt in dieselbe Richtung. Über wenige Tage bis wenige Wochen sind ernsthafte Nebenwirkungen nach Einschätzung des IQWiG eher selten; bei längerer oder wiederholter Einnahme steigt das Risiko. Zugleich sind inhalative Kortikoide bei Asthma nach derselben Darstellung „die wichtigsten Dauermedikamente“, weil sie „die chronische Entzündung abschwächen und so der Verengung der Atemwege und Luftnot vorbeugen“ können. Die Frage nach dem Risiko lässt sich bei Glukokortikoiden also nicht beantworten, ohne Form und Dauer der Anwendung zu kennen.

Risiken & Nebenwirkungen

Da es bei der Anwendung der Glukokortikoide zu massiven Eingriffen in den menschlichen Organismus kommt, sind Risiken und Nebenwirkungen nicht auszuschließen. Gerade die Nebenwirkungen werden bei Glukokortikoiden äußerst unangenehm. Außerdem drosselt eine längere Zufuhr von Glukokortikoiden regelmäßig die körpereigene Steuerung der Nebennierenrinde über die Hirnanhangsdrüse. Eine Behandlung wird deshalb nach längerer Anwendung ärztlich ausgeschlichen und nie eigenmächtig abgebrochen.

Obwohl die Glukokortikoide auf natürliche Weise abgebaut und ausgeschieden werden, können die Behandelten bei längerer innerlicher Anwendung unter einem Rückgang der Muskulatur, einer zunehmenden Entkalkung der Knochen oder Osteoporose sowie einer Überzuckerung leiden. Weitere Nebenwirkungen, welche bei der Aufnahme der Glukokortikoide befürchtet werden müssen, sind die Entstehung eines Glaukoms oder eines Katarakts, ein aufgedunsenes Gesicht sowie ein Rückgang von Hautgewebe.

Recht häufig tauchen während der Einnahme psychische Auffälligkeiten wie Angst und aggressives Verhalten sowie Schlafstörungen und ein vermehrter Appetit mit einhergehender Zunahme des Körpergewichts auf. Kinder, welche im Zusammenhang einer Krebstherapie mit Glukokortikoiden behandelt wurden, um die quälenden Nebenwirkungen der Zytostatika zu lindern, leiden meist unter Beeinträchtigungen des Wachstums. Bei Leukämien und Lymphomen sind Glukokortikoide zugleich fester Bestandteil der Chemotherapie selbst.

Schwangerschaft, Stillzeit & das ungeborene Kind

Dass Glukokortikoide vor einer zu frühen Geburt der Lunge des Kindes zugutekommen können, hat einen schlichten Grund: Der Wirkstoff erreicht das Kind. „Dexamethason passiert die Plazenta“, hält die Gebrauchsinformation der Dexamethason-Injektionslösung der mibe GmbH fest. Dieselbe Eigenschaft, die eine gewollte Wirkung beim Ungeborenen überhaupt erst möglich macht, ist außerhalb dieser besonderen Lage der Grund für Zurückhaltung.

Die Unterlage formuliert es so: „Während der Schwangerschaft, besonders in den ersten drei Monaten, soll eine Behandlung nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung erfolgen.“ Bei einer Langzeitbehandlung mit Glukokortikoiden während der Schwangerschaft seien Wachstumsstörungen des ungeborenen Kindes „nicht auszuschließen“. Für eine Anwendung gegen Ende der Schwangerschaft nennt dieselbe Quelle zwei Folgen für das Neugeborene: einen niedrigen Blutzuckerspiegel und eine Unterfunktion der Nebennierenrinde, „die eine ausschleichende Ersatzbehandlung des Neugeborenen erforderlich machen kann“. Es ist derselbe Mechanismus, der auch bei Erwachsenen nach längerer Zufuhr das Ausschleichen nötig macht – nur an einem Menschen, der eben erst geboren wurde.

Für die Stillzeit fällt die Auskunft zurückhaltender aus. Glukokortikoide gehen in die Muttermilch über; eine Schädigung des Säuglings ist nach denselben Angaben bisher nicht bekannt geworden, die Notwendigkeit der Gabe soll aber genau geprüft werden.

Eine Nebenbemerkung derselben Unterlage betrifft nicht die Behandlung, sondern die Diagnostik: „Glucocorticoide können die Hautreaktionen auf Allergietests unterdrücken.“ Ein Allergietest, der unter einer laufenden Behandlung durchgeführt wird, kann deshalb ein irreführendes Ergebnis liefern.

Glukokortikoide am Auge

Am Auge angewendete Glukokortikoide haben eine Nebenwirkung, die den Betroffenen zunächst nicht auffällt, weil sie keine Beschwerden macht: Sie können den Augeninnendruck erhöhen. Die Gebrauchsinformation der Hydrocortison-POS N Augensalbe von Ursapharm führt „gelegentlich Erhöhung des Augeninnendruckes auch mit Schädigung des Sehnervs, Einschränkung der Sehschärfe oder des Gesichtsfeldes bei bestimmten entsprechend veranlagten Patienten“ auf und hält fest, der Augenarzt werde den Augeninnendruck während der Anwendung „in kurzen Abständen“ kontrollieren. Für ein vergleichbares Präparat mit Dexamethason heißt es, eine solche Druckerhöhung bilde sich nach dem Absetzen zurück; ein bereits bestehendes Glaukom ist dort als Gegenanzeige aufgeführt, ebenso die Gefahr bleibender Linsentrübungen bei länger dauernder Anwendung, besonders bei Kindern.

Die zweite Besonderheit betrifft Infektionen. Weil Glukokortikoide die Abwehr auch örtlich dämpfen, dürfen solche Augenpräparate nicht angewendet werden „bei Infektionen am Auge, die durch Bakterien, Viren oder Pilze verursacht worden sind, da die Infektionen verschleiert oder verstärkt werden können“ – so wörtlich die Gebrauchsinformation von Hydrocortison-POS N. Wo Entzündung und Erreger zugleich behandelt werden sollen, gibt es Kombinationen aus beidem: Das Präparat Dexa-Gentamicin etwa verbindet ein Glukokortikoid mit einem Antibiotikum.

Das Cushing-Syndrom als Bild der Überdosierung

Die äußeren Veränderungen, die bei längerer Zufuhr auftreten können, tragen zusammengenommen einen Namen. Die Gebrauchsinformation der Dexamethason-Tabletten der TAD Pharma GmbH führt unter den Nebenwirkungen „Schwellung und Zunahme des Körpergewichts, Vollmondgesicht (Cushing-Syndrom)“ auf. Das Cushing-Syndrom ist damit nicht nur eine eigenständige Erkrankung, sondern zugleich ein mögliches Bild einer längeren Behandlung mit Glukokortikoiden.

Am anderen Ende derselben Achse steht das Gegenteil – und beide Zustände können bei derselben Person nacheinander auftreten. Dieselbe Unterlage hält fest: „Die Behandlung mit Dexamethason TAD kann eine Erkrankung hervorrufen, die Nebennierenrindeninsuffizienz genannt wird.“ Gemeint ist die Folge der zurückgefahrenen eigenen Produktion; sie zeigt sich, wenn die Zufuhr von außen endet, bevor die Nebennierenrinde ihre Arbeit wieder aufgenommen hat. Aus demselben Grund sieht die Gebrauchsinformation vor, dass die Menge zum Ende der Behandlung „stufenweise“ verringert wird, statt das Mittel auf einmal wegzulassen.


Quellen

  • Geisslinger, G., Gudermann, T., Hinz, B., et al.: Mutschler Arzneimittelwirkungen.
    ISBN: 9783804746541
  • Aktories, K., Flockerzi, V., Förstermann, U., et al. (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.
    ISBN: 9783437061257
  • Allolio, B., Schulte, H. M. (Hrsg.): Praktische Endokrinologie.
    ISBN: 9783437246807
  • Diederich, S., Feldkamp, J., Grußendorf, M., Reincke, M. (Hrsg.): Referenz Endokrinologie und Diabetologie.
    ISBN: 9783132408586
  • Distler, J. H. W. (Hrsg.): Therapie-Handbuch Rheumatologie und Immunologie.
    ISBN: 9783437238840

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