Alkoholunverträglichkeit


Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 26. September 2018
Kategorie: Krankheiten

Einen Kater am Morgen, Wärmegefühle und Gesichtsröte nach Alkoholkonsum kennt wohl jeder. Was aber, wenn diese Symptome schon nach sehr wenig Alkohol, nicht mehr als einem Viertel, auftreten? Dann spricht man von einer pathologischen Alkoholintoleranz und umgangssprachlich von einer Alkoholunverträglichkeit.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Alkoholunverträglichkeit?

Wer an einer Alkoholunverträglichkeit leidet, sollte auf den Genuss von Alkohol lieber verzichten. Bei der Einnahme von Alkohol folgen anfänglich in der Regel Symptome wie Gesichtsrötungen oder eine starke Wärmeabstrahlung.

Eine Unverträglichkeit auf Alkohol, das klingt für Nichtbetroffene zunächst wie eine Ausrede eines trockenen Alkoholikers oder Abstinenzlers. Bis er den Betroffenen unter leichtem Alkoholeinfluss erlebt. Da kommen dann eine Betrunkenheit, wie sie erst bei 2 Promille zu erwarten wäre, ein stark gerötetes und angeschwollenes Gesicht, Herzrasen, Magenschmerzen, Hitzewallungen und ein tagelanger Kater vor, wenn das Essen eine Alkoholmenge enthielt, die andere kaum wahrnehmen würden oder nur ein Schluck getrunken wurde.

Bekannt sind diese starken Reaktionen von Asiaten, deren Alkoholintoleranz auf eine genetische Ursache zurückgeführt wird, und bei Leberschädigungen. Aber auch gesunde Menschen in Westeuropa, die keine Medikamente nehmen müssen, können unter diesen heftigen, allergieähnlichen, Reaktionen auf Alkohol leiden.

Ursachen

Die Ursachen der Alkoholunverträglichkeit liegen zumeist in Genmutationen und einer durch diese reduzierten Leistung der alkohol- und aldehydabbauenden Enzyme Alkoholdehydrogenase (ADH) und Aldehyd-Dehydrogenase 2 (ALDH). Aufgrund der mangelnden Leistungen von ADH und ALDH steigt der Alkoholspiegel schneller an und sinkt er langsamer ab als bei nicht von diesem Gendefekt betroffenen Menschen.

Problematisch ist nicht nur die Alkoholunverträglichkeit, sondern auch die durch diesen erhöhte Konzentration an Alkohol und Acetaldehyd im Körper. Denn ein zu hoher Alkoholspiegel im Blut stellt eine Vergiftung des Körpers dar, was dem Betroffenen weiteren Schaden zufügen kann.

Wissenschaftlich bewiesen ist heute, dass asiatische Bevölkerungsgruppen, also Vietnamesen, Japaner, Koreaner und Chinesen häufiger unter einer Alkoholintoleranz leiden als Europäer und Amerikaner. Nicht ausreichend erforscht sind die Gründe dieser signifikanten Erhöhung. Evolutionsbiologen vermuten den starken Selektionsdruck des Mittelalters als Ursache. Während im europäischen Mittelalter Menschen mit einer ausgeprägten Alkoholbeständigkeit gefragt waren, spielte im damaligen asiatischen Raum Alkohol eine weniger dominante Rolle. Ein weiterer Grund könnte sein, dass seit der Antike in Europa Getränke oftmals mit Alkohol gemischt waren, so z.B. Wein oder Bier. In Asien hingegen wurde meist Tee getrunken. Dies könnte zu einer Genmutation in Europa geführt haben.

Weitere Ursachen der Alkoholunverträglichkeit sind Leber- und Nierenschädigungen, beispielsweise durch einen früher erhöhten Alkoholkonsum, und Autoimmunerkrankungen. Insbesondere Betroffene der Schilddrüsenerkrankung Hashimoto berichten von heftigen Reaktionen auf Alkohol. Eine seltene Ursache der Alkoholintoleranz ist temporär bedingt und tritt unter Medikamenteneinnahme zu Tage.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Eine Alkoholunverträglichkeit äußert sich typischerweise durch Kopfschmerzen und Übelkeit. Werden größere Mengen Alkohol getrunken, kommt es zu Rötungen und Schwellungen im Gesicht. Begleitend dazu steigt die Herzfrequenz an – es kommt zum Herzrasen und selten auch zu Herzrhythmusstörungen. Auch die Durchblutung der Gefäße nimmt zu und es kommt zu einer gesteigerten Wärmeabstrahlung, einer sogenannten Hyperthermie.

Dadurch besteht ein erhöhtes Risiko für eine Unterkühlung, die sich wiederum durch Zittern, Frieren, einen langsamen Puls und eine Blaufärbung von Lippen und Fingern bemerkbar macht. Der Verdauungstrakt kann den Alkohol nicht mehr verarbeiten, wodurch es zu Magenschmerzen, Durchfall und Verstopfung kommen kann. Äußerlich ist eine Alkoholintoleranz daran zu erkennen, dass sich nach dem Alkoholkonsum rasch Rötungen im Gesicht einstellen und ein glasiger Blick auftritt.

Es kann auch zu Gangstörungen und Funktionsausfällen kommen. Eine Alkoholintoleranz ruft außerdem typische Symptome einer allergischen Reaktion hervor. Oft leiden die Betroffenen an Schwindel, Fieber oder Hautirritationen. Zu den typischen Anzeichen zählen außerdem Muskel- und Gliederschmerzen sowie ein lang anhaltender Kater. Die Alkoholintoxikation ist mit einem starken Unwohlsein und Magen-Darm-Beschwerden verbunden. In schweren Fällen kommt es zu Entzugserscheinungen wie dem charakteristischen Fingerzittern und einem erhöhten Blutdruck.

Diagnose & Verlauf

Es gibt keine eindeutige Diagnostik zur Alkoholintoleranz. Denn obwohl einige ganzheitlich denkende Mediziner die Alkoholintoleranz zu den Lebensmittelallergien rechnen, wurde die Anerkennung und Erforschung dieser bisher unterlassen. Während viele Lebensmittelallergien eindeutig durch den Prick-Test und andere Allergietests festgestellt werden können, sind Betroffene einer Alkoholintoleranz auf Eigendiagnostik angewiesen.

Hierzu ist eine gute, realistische Selbstbeobachtung erforderlich: Nur, weil man ein Mal heftig auf Alkohol reagierte, leidet man noch nicht unter einer Alkoholintoleranz. Auch die Umstände können entscheidend sein, so hat man vielleicht an diesem Tag zu wenig gegessen. Reagiert man aber stets heftig und weitaus extremer als Andere auf schon sehr kleine Mengen Alkohol, so sollte man diesen meiden und von einer Unverträglichkeit ausgehen.

Komplikationen

Eine Alkoholunverträglichkeit tritt nur bei wenigen Menschen auf und ist in Europa und dem Westen eher wenig verbreitet. Wer an einer Alkoholunverträglichkeit leidet, sollte auf den Genuss von Alkohol lieber verzichten. Bei der Einnahme von Alkohol folgen in der Regel Symptome wie Gesichtsrötungen oder eine starke Wärmeabstrahlung.

Der Betroffene fühlt sich krank und ihm wird warm. Der Körper kann den Alkohol nicht richtig abbauen, was bei manchen Menschen auch zu Panik führen kann. In wenigen Fällen folgt auf eine Alkoholunverträglichkeit auch eine erhöhte Herzfrequenz, Kopfschmerzen und auch Probleme mit dem Magen. Diese entstehen vor allem dann, wenn die Alkoholunverträglichkeit durch einen Missbrauch an Alkohol entwickelt wurde.

Allerdings kann die Alkoholunverträglichkeit auch genetisch bedingt sein und auch dann auftreten, wenn der Betroffene noch nie Alkohol zu sich genommen hat. Es existiert keine wirklich anerkannte Behandlung, da die Leber nicht trainiert werden kann, Alkohol besser abzubauen. Der Betroffene sollte daher keinen Alkohol zu sich nehmen und bei alkoholischen Getränken immer die alkoholfreie Variante vorziehen.

Damit wird vor allem die Leber geschont. In der Regel ähneln sich die Symptome zu denen, welche auch bei einem gesunden Menschen auftreten. Allerdings ist bei Menschen mit Alkoholunverträglichkeit dafür eine nur sehr gering Menge an Alkohol notwendig.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Treten nach dem Alkoholkonsum immer wieder Anzeichen einer Unverträglichkeit auf, sollte zeitnah ein Arzt konsultiert werden. Ein sofortiger Arztbesuch empfiehlt sich, wenn starke körperliche Beschwerden wie Fieber, Bruststechen oder Magenkrämpfe hinzukommen. Auch bei Symptomen wie Durchfall, Juckreiz oder Hautveränderungen sollte medizinischer Rat eingeholt werden, damit die Ursache rasch abgeklärt und eine geeignete Therapie begonnen werden kann. Bei leichten Beschwerden empfiehlt sich ein Allergietest beim Hausarzt.

Ein Anzeichen für eine Alkoholunverträglichkeit sind wiederholt auftretende Beschwerden nach dem Genuss von Alkohol. Ein Arztbesuch ist erforderlich, wenn die genannten Symptome ungewöhnlich stark oder immer wieder auftreten. Risikogruppen wie Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sollten mit entsprechenden Symptomen umgehend zum Arzt gehen, um gesundheitliche Komplikationen zu vermeiden. Kommen schwere Symptome wie Erbrechen, Atemnot oder Herz-Kreislauf-Beschwerden hinzu, sollte ein Krankenhaus aufgesucht werden. Bei dem Verdacht auf einen anaphylaktischen Schock muss unverzüglich ein Rettungsdienst eingeschaltet werden. Begleitend dazu müssen Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet werden, da womöglich akute Lebensgefahr besteht.

Behandlung & Therapie

Aus nachvollziehbaren Gründen gibt es keine Maßnahmen gegen Alkoholunverträglichkeit: Würde man ein solches Mittel auf den Markt bringen, so würde man damit gleichzeitig den Nichtbetroffenen ermöglichen, mehr Alkohol zu sich zu nehmen.

Denn die Enzyme ALDH und ADH reagieren zwar auf Medikamente, sie können jedoch nicht selbst regulieren, ob der Alkoholpegel noch im Rahmen liegt oder übersteigert ist. Medikamente, die bei einer Alkoholintoleranz dessen Konsum ermöglichen oder nach versehentlicher Einnahme die schweren Symptome abwenden können, würden daher nicht zugelassen und sind entsprechend nicht Bestandteil der Forschung.

Aussicht & Prognose

In der Regel führt die Alkoholunverträglichkeit nicht zu besonderen Komplikationen oder Beschwerden, wenn der Betroffene auf Alkohol verzichtet. Dieser Verzicht kann für einige Menschen zwar den Alltag und die Lebensqualität einschränken, stellt allerdings keine Einschränkung für die Gesundheit des Betroffenen dar.

Sollte der Patient allerdings trotz einer Alkoholunverträglichkeit Alkohol zu sich nehmen, so kann es zu Rötungen der Haut und zu Schwellungen im Gesicht kommen. Ebenso kommt es zu einem schnelleren Herzschlag und die Patienten leiden oft an starken Magenbeschwerden und Schmerzen im Bauch. Weiterhin kommt es auch zu einem relativ lang anhaltenden Kater. Auch Kopfschmerzen und Gliederschmerzen treten beim Patienten auf.

Die Alkoholunverträglichkeit kann relativ einfach durch einen Allergietest festgestellt werden, sodass es hierbei nicht zu einer verspäteten Diagnose oder Behandlung kommten muss. Die Behandlung selbst findet in der Regel durch den Ausschluss von Alkohol aus dem täglichen Leben statt. Damit können die Beschwerden und Symptome der Alkoholunverträglichkeit vollständig isoliert werden. Auch die Lebenserwartung des Patienten wird durch diese Krankheit nicht verringert. Ob sich die Alkoholunverträglichkeit möglicherweise im weiteren Verlauf des Lebens spontan zurückbildet, kann in der Regel nicht vorausgesagt werden.

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Vorbeugung

Betroffenen ist daher anzuraten, sich präventiv auf ihre Unverträglichkeit einzustellen. Aufgrund des sehr unterschiedlichen Toleranzrahmens, so vertragen einige Betroffene wenige Milliliter und andere keinen Schluck, muss auf die individuell richtige Menge geachtet werden.

Wichtig für viele Betroffene ist der Hinweis, dass Alkohol entgegen der landläufigen Meinung nicht verkocht. Tatsächlich bleibt bei jeder Zubereitungsart ein so großer Rest Alkohol übrig, dass Betroffene bei scheinbarem „Genuss“ Symptome erleiden können.

Vorbeugung

Nach der Diagnose Alkoholunverträglichkeit stehen Patienten in einer hohen Eigenverantwortung. Sie müssen den Konsum von alkoholischen Getränken und Lebensmitteln begrenzen oder gar gänzlich einstellen. Der Entscheid für eine Einnahme stellt eine Willensentscheidung dar. Medikamente gegen Alkoholunverträglichkeit existieren nicht.

Sie würden die Toleranz von Alkohol heben, was angesichts der Gesundheitsrisiken kontraproduktiv ist. Untersuchungen eines Arztes haben keinen Einfluss auf das Entstehen. Sie können nur den Ist-Zustand dokumentieren. Der Nachsorge kommt damit keine erhebliche Bedeutung zu.

Können Erkrankte allerdings nicht die Finger von alkoholischen Produkten lassen und treten immer wieder die bekannten Beschwerden der Alkoholunverträglichkeit auf, kann ein Arzt eine Therapie anordnen. Sie hilft Betroffenen im Alltag eine Willensstärke zu entwickeln, die erst zu gar keiner Einnahme führt. Da Versuchungen während des ganzen Lebens vorliegen, ist dieses äußerst sinnvoll.

Formen der Nachsorge außerhalb des psychisch-sozialen Feldes sind nicht möglich. Letztendlich bedingt auch die Tatsache, dass ein Leben ohne Alkohol einfach glückt, die fehlende Bedeutung der Nachsorge. Getränke oder Gerichte ohne den Zusatz der Flüssigkeit sind massenhaft im Handel vorhanden. Werden sie selber zubereitet, können Betroffene meist ohne Geschmackseinbußen auf den Alkoholanteil verzichten.

Nachsorge

Nach der Diagnose Alkoholunverträglichkeit stehen Patienten in einer hohen Eigenverantwortung. Sie müssen den Konsum von alkoholischen Getränken und Lebensmitteln begrenzen oder gar gänzlich einstellen. Der Entscheid für eine Einnahme stellt eine Willensentscheidung dar. Medikamente gegen Alkoholunverträglichkeit existieren nicht.

Sie würden die Toleranz von Alkohol heben, was angesichts der Gesundheitsrisiken kontraproduktiv ist. Untersuchungen eines Arztes haben keinen Einfluss auf das Entstehen. Sie können nur den Ist-Zustand dokumentieren. Der Nachsorge kommt damit keine erhebliche Bedeutung zu. Können Erkrankte allerdings nicht die Finger von alkoholischen Produkten lassen und treten immer wieder die bekannten Beschwerden der Alkoholunverträglichkeit auf, kann ein Arzt eine Therapie anordnen.

Sie hilft Betroffenen im Alltag eine Willensstärke zu entwickeln, die erst zu gar keiner Einnahme führt. Da Versuchungen während des ganzen Lebens vorliegen, ist dieses äußerst sinnvoll. Formen der Nachsorge außerhalb des psychisch-sozialen Feldes sind nicht möglich.

Letztendlich bedingt auch die Tatsache, dass ein Leben ohne Alkohol einfach glückt, die fehlende Bedeutung der Nachsorge. Getränke oder Gerichte ohne den Zusatz der Flüssigkeit sind massenhaft im Handel vorhanden. Werden sie selber zubereitet, können Betroffene meist ohne Geschmackseinbußen auf den Alkoholanteil verzichten.

Das können Sie selbst tun

Das wirksamste Mittel bei einer Alkoholunverträglichkeit ist der Verzicht auf alkoholhaltige Getränke und Speisen. Je nach Ausprägung der Intoleranz muss der Alkoholkonsum dann entweder stark reduziert oder komplett eingestellt werden. Es empfiehlt sich, Art und Ausprägung der Symptome in einem Beschwerdetagebuch zu notieren. Auf diese Weise lässt sich ermitteln, ob die Beschwerden mit Alkohol in Zusammenhang stehen und welche Inhaltsstoffe für die körperlichen Symptome verantwortlich sind. Im Gespräch mit dem Arzt können anschließend geeignete Maßnahmen gegen die Alkohol-Intoleranz ergriffen werden.

Gegen die eigentlichen Beschwerden helfen die typischen Maßnahmen: viel trinken, Bewegung und Hausmittel wie Ingwer- oder Kamillentee. Außerdem lässt sich eine Alkohol-Intoleranz abmildern, indem nur ungezuckerte, gekühlte Getränke konsumiert werden. Frische Luft und Mineralwasser beugen einem Kater ebenso vor wie eine erfrischende Dusche und eine vollwertige Mahlzeit vor dem Schlafengehen.

Tritt die Alkoholunverträglichkeit im Zusammenhang mit einer Histamin-Unverträglichkeit auf, können Nahrungsergänzungsmittel wie Cromoglicinsäure und Antihistaminika eingenommen werden. Generell sollte mit einer ausgeprägten Alkoholunverträglichkeit jedoch auf übermäßigen Alkoholkonsum verzichtet werden. Kommt es ganz plötzlich zu starken Beschwerden, empfiehlt sich der Gang zum Arzt.

Quellen

  • Faller, A., et al.: Der Körper des Menschen. Thieme, Stuttgart 2012
  • Reichl, F.-X.: Taschenatlas der Toxikologie. Thieme, Stuttgart 2002
  • Tretter, F.: Suchtmedizin kompakt. Schattauer, Stuttgart 2008


Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

mikeD kommentierte am 02.11.2012

Bin jetzt 47 und leide unter dieser Problematik. Ich kann maximal ein kleines Bier zu mir nehmen, beim zweiten Glas bekomme ich bereits Kopfweh. Sonstige Symptome: Herzrasen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen am nächsten Tag. Ich habe als Jugendlicher und junger Erwachsener ganz normal Alkohol konsumieren können, die Symptome haben sich erst ab 30 zunehmends bemerkbar gemacht. Ich bin mittlerweile mehr oder weniger abstinent. Jedenfalls habe ich auch rein subjektiv das Gefühl, dass mir mein Körper rückmeldet, ihn nicht mit Alkohol zu "belästigen". Vielleicht ist in diesem Zusammenhang noch interessant, dass ich früher manchesmal auch grenzwertige Leberwerte hatte, und mir die jeweiligen Ärzte nicht glauben wollten, dass ich kaum was trinke. Ich denke, das hängt wohl irgendwie damit zusammen. Das grundsätzliche Mühsame ist, sich ständig erklären zu müssen, warum bei geselligen Anlässen denn ach so langweilig ist. Ich habe mich irgendwie damit abgefunden, dass ich Alkohol nicht vertrage, bin aber immer wieder verwundert, dass es darüber kaum Literatur oder Erkenntnisse gibt.

Alex B. kommentierte am 06.01.2013

Nach meinen Recherchen liegt die Ursache der Alkoholunverträglichkeit nicht in der mangelnden Aktivität von ADH sondern nur von ALDH. Alkohol bzw. Ethanol wird von ADH abgebaut, wobei Acetaldehyd entsteht. Der Acetaldehyd wird bei normaler Aktivität von ALDH weiter zur unschädlichen Essigsäure abgebaut. Liegt eine heterozygote oder homozygote Genmutation vor (also von einem oder von beiden Elternteilen vererbt), wird der Acetaldehyd langsamer bzw. gar nicht von ALDH verstoffwechselt und reichert sich im Körper an. Es kommt zu den oben beschriebenen Symptomen.
Der gleiche Mechanismus ist auch für einen Alkoholkater bei normaler ALDH-Funktion verantwortlich. Aber auch hier ist die Aktivität von ADH höher als von ALDH. ALDH kommt nicht vollständig hinterher, wobei mit der Zeit und je nach aufgenommener Alkoholmenge immer mehr Acetaldehyd entsteht. Das ist der Grund, warum die Katersymptome nicht sofort wie bei der Alkoholunverträglichkeit entstehen, sondern erst später nach Abbau einer großen Menge Ethanol. Erschwerend kommen Flüssigkeits- und Mineralstoffmangel hinzu, aber der ist bei einer Alkoholunverträglichkeit eher nicht gegeben.
Lindernd könnte ein Mittel gegen den Kater sein wie z.B. TIOS. Dessen natürliche Nährstoffe sollen auch die Entgiftung der Leber unterstützen und so Acetaldehyd besser abbauen. Viele meiner Bekannten und ich haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht, wobei ich sagen muss, dass deswegen nicht mehr Alkohol getrunken wird. Bei mir treten die Symptome sonst nach ca. zwei Bieren am nächsten Tag auf, was auf keine komplette Alkoholunverträglichkeit schließen lässt. Ein Versuch wäre es bestimmt wert, statt nach einer leckeren Rotweinsoße einen roten Kopf mit Schmerzen zu haben. Und das Antikatermittel macht von den Inhaltstoffen her auch einen sehr gesunden Eindruck.
Ein weiterer Punkt, der hier nicht beschrieben ist, ist die Histaminintoleranz. Histamin ist in verschiedenen alkoholischen Getränken und Lebensmitteln enthalten. So können z.B. Rotwein, Weißbier, Camembert, Hartkäse (Parmesan) mit unterschiedlichen Konzentrationen belastet sein. Histamin ist ein Stoff, den die Mastzellen im Blut u.a. bei Allergien, Insektenstichen oder Entzündungen freigeben. Er löst eine vermehrte Durchblutung (roter Kopf, Herzrasen, Kopfschmerzen) mit Weitstellung der Gefäße aus und lässt die Gefäßwände poröser werden (Schwellungen). Normalerweise wird Histamin über die Diaminooxidase (DOA) abgebaut, welche aber bei Histaminintoleranz gestört ist. Die Symptome ähneln der Alkoholunverträglichkeit, wobei aber nicht alle Alkoholika betroffen sind. Meiner Meinung nach würde bei der Histaminintoleranz kein Katermittel helfen.

martS kommentierte am 06.01.2013

Hallo, mikeD! Komme mir vor, als wenn ich in den Spiegel schaue: Bin ebenfalls 47, und bei mir macht sich die Alkoholunverträglichkeit auf die gleiche Weise seit meinem 30. Lebensjahr bemerkbar. Meine Leberwerte waren bisher nicht grenzwertig. Dafür leide ich aber (ebenfalls seit 17 Jahren) an der Refluxkrankheit und nehme dagegen 40mg Pantoprazol/Tag ein. Auch ich bin überwiegend abstinent und finde es besonders schwierig, bei einem guten Essen auf ein, zwei Gläser Rotwein zu verzichten. Hier kommt es auch sehr auf die Sorte an, ob ich ihn vertrage. Wenn sich hier noch mehr Leidensgenossen finden, lassen sich vielleicht Übereinstimmungen in der Anamnese entdecken. Ich bin gespannt!

Rigoret kommentierte am 14.02.2013

Ich wage es nicht, größere Mengen Alkohol zu trinken, weil dies mit sehr starken Schmerzen (Kopfschmerzen, heftige Stuhlprobleme, Afterschmerzen, die sehr heftig sind, etc.) verbunden ist.
Kleinste Mengen Alkohol verursachen erst 3-4 Tage später mind. 2 Tage lang Kopfschmerzen und Stuhlprobleme. Lebensmittel mit Branntweinessig oder andere Alkoholsorten sind auch tabu. Leider sind auch viele Alkohole in Lebensmitteln versteckt.

K-Bass kommentierte am 04.03.2013

Das kann ich auch unterschreiben.... Ich bin 30 Jahre alt und seit Anfang/Mitte zwanzig kenn ich es nur so und es wird nicht besser im Gegenteil. Ich trinke - wenn überhaupt - übers Jahr verteilt noch 5-6 Bier zu Geburtstagen oder großen Festivitäten. Das aber auch nur, wenn ich weiß, dass ich 2-3 Tage nichts Wichtiges machen muss und liegen bleiben kann, denn die Nachwehen sind sehr heftig bei mir. Schon nach einem Bier merke ich am nächsten Tag, dass ich etwas getrunken habe durch Kreislaufprobleme, Herzrasen und Unwohlsein (selbst wenn ich ein paar "Alkoholfreie" getrunken habe, habe ich einen Kater). Nach 2 normalen Bieren habe ich 2 Tage einen heftigen Kater. Das nervt mittlerweile echt. Ich habe zwar eh keinen Hang zum Alkoholkonsum, aber hin und wieder mal ein Bier in geselliger Runde statt immer nur Mineralwasser wäre nicht schlecht.

k.lotta kommentierte am 25.03.2013

Ich bin 39 Jahre alt und weiblich. Seit einigen Jahren habe ich bemerkt, dass ich maximal zwei Biere (0,33) vertrage. Wenn ich mehr getrunken habe, dann habe ich mehrere Tage einen Kater und fühle mich fiebrig. Ich muss dazu schreiben, dass ich sehr unregelmäßig etwas trinke (ca. vier Tage über den Monat verteilt). Ich habe herausgefunden, dass wenn ich bis 24 Uhr ein bis zwei Biere trinke, diese gut vertrage. Danach bekomme ich Kopfschmerzen, da mein Körper den Alkohol sehr langsam abbaut. Meistens fühle ich mich, als ob ich eine Nacht durchgezecht hätte. Leuten denen ich das erzähle, gucken mich dann oft komisch an. Ich habe mich daher entschlossen gar kein Alkohol mehr zu mir zu nehmen. Zumindest nicht mehr in flüssiger Form. Mit Alkohol in Lebensmitteln hatte ich bislang keine Probleme.

heidibon kommentierte am 05.06.2013

Ich hatte einmal starke Alkoholprobleme (auch schon tagsüber etwas getrunken usw....). Heute kommt es nur noch abends vor (der Abend scheint dann viel interessanter), aber schon nach einer halben Flasche Wein habe ich das Gefühl der Trunkenheit und mindestens 1-2 Tage schwerstes Katergefühl, anomale Müdigkeit usw. Vielleicht will mir mein Körper sagen: "hör auf, das tut mir nicht gut...". Leider kommt nach einigen Tagen Abstinenz der "Appetit" wieder. Es ist ein schrecklicher Teufelskreis.

Jääzzzzzz kommentierte am 23.06.2013

Ich bin w. und 23 Jahre alt! Ich kenne diese heftigen Köperreaktionen auf kleinste Mengen Alkohol bereits seit 2 Jahren! Es ist wirklich nervig und sehr sehr schlimm. Einige meiner Symptome sind: starkes Hitzegefühl, Schweißausbrüche, Herzrasen, Atembeschwerden, ausgeprägtes Schwächegefühl, extreme Verdauungsbeschwerden mit Stuhlveränderung, fiebriges Gefühl, Kopfschmerzen. Ich trinke ganz selten Alkohol, da ich mir das Leiden danach ersparen möchte! Ich bin noch jung, habe immer gerne gefeiert, bin aber immer verantwortungsbewusst mit dem Alkoholkonsum umgegangen! Mittlerweile gehe ich nicht mehr oft aus, weil man immer als Langweiler und Spaßbremse betitelt wird und eben nicht so ausgelassen mit feiert und wenn man sagt, dass man den Alk nicht verträgt, wird man auch nur komisch angeschaut! Ich kann zumindest sagen, dass es bei mir angefangen hat, seitdem ich eine ausgeprägte Halswirbelsäuleninstabilität, mit Verletzung der Kopfgelenke habe, was natürlich auch seine eigene Symptomatik hat! Fakt ist, dass es Tage gibt, an denen ich mich insgesamt im Genick stabiler fühle (natürlich mache ich viele Übungen, Training und CraniSacralTherapie) und an denen vertrage ich den Alkohol viel besser und der Kater und die Symptome sind nicht so ausgeprägt! Alle anderen Blutwerte, Leber, Niere etc. wurden schon öfter gecheckt und waren bzw. sind in bester Ordnung! Von der Halswirbelsäule werden viele Funktionen im Körper gesteuert, viele Nerven verlaufen dort sowie auch die Blutversorung zum Hirn, liegt dort eine Störung vor, kann sich das in vielerlei Hinsicht auf den Körper auswirken, auch wenn man es gar nicht damit in Verbindung bringen würde! Vllt hat jemand auch Probleme mit der Hws und leidet auch zugleich an Alkoholunverträglichkeit?!

Apfelmann81 kommentierte am 15.08.2013

Hi Jääzzzzzz, bin m. und 31. Leide seit Jahren an "steifen Nacken". Seit dem ich ein Wasserbett habe, ist es mit meinen "Knochen" schon besser geworden und mein Nacken freut sich darüber. Ebenfalls "leide" ich seit zwei 2 Jahren an dieser Unverträglichkeit (mal mehr, mal weniger). Manchmal trinke ich 1/2 Bier und ich merke schon, wie ich Kopf- und Nackenschmerzen bekomme. Am nächsten Morgen war mir einmal richtig schlecht, sodass ich spucken musste(Hallo, von einem Bier!!?!??!). Selbst bei einigen Weinen. Komischer Weise, wenn ich Alster, Weizen Banane, gemischte Biere trinke, ist alles normal.. Habe noch nicht wirklich den "Dreh" raus, was wann wie trinken, ohne dass ich Probleme bekomme. Jedenfalls ist das echt ätzend! Hoffe, es ist wie eine "Allergie", die kommt und auch wieder geht. LG

Pseudonym kommentierte am 22.11.2013

Ich nehme wegen einer schweren Depression das Medikament Elontril. Ich habe schon bei einer Dosis von 150 mg bemerkt das ich sehr viel stärker auf Alkohol reagiere als vorher. Vorher konnte ich 2x 0,33er Bier in einer Stunde trinken ohne spürbare Wirkung. Mit 150 mg Elontril war schon eine Wirkung zu spüren bei einem 0,2er Radler. Die Menge reicht schon aus, um am nächsten Tag einen Kater zu bekommen. Mit 300mg habe ich dann meinen Konsum ganz eingestellt. Mittlerweile nehme ich 600mg, was mir sehr gut hilft, ohne Organschädigungen oder andere Nebenwirkungen. Allerdings ist die Alkoholunverträglichkeit bei der Dosis so hoch, dass ich von einer Sauce, die mit Weißwein zubereitet wurde, einen heftigen Kater bekommen habe. Daher finde ich den letzten Hinweis hier sehr hilfreich und kann diesen aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Das bedeutet für mich leider auch, dass ich jetzt nicht nur auf Getränke verzichten muss, sondern bei allen Lebensmitteln sehr genau darauf achten muss, ob diese Alkohol enthalten.

Maria kommentierte am 28.11.2013

Ich trinke seit Jahren keinen Alkohol und auch davor habe ich nur selten mal etwas getrunken. Heute habe ich schon bei kleinen Mengen die Symptome einer Alkoholunverträglichkeit. Mittlerweile vertrage ich auch kein Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis mehr. Da ich meine Hände bei der Arbeit häufig desinfizieren muss, ist das sehr lästig.

Katja kommentierte am 02.03.2014

Hallo, ich bin 57 Jahre alt und reagiere seit drei Monaten sehr heftig auf jede Form von Alkohol. Bereits nach einem kleinen Schluck bekomme ich Juckreiz in der Speiseröhre, den Augen und Handinnenflächen. Dabei fühlt sich die Speiseröhre an, als würde sie zuschwellen. Der Zustand dauert ca. eine halbe Stunde an. Bis jetzt habe ich noch nicht heraus finden können, woran es liegt. Ich nehme keine Medikamente oder habe sonst etwas an meiner Ernährung geändert. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp, woher das so plötzlich kommt.

B. G. kommentierte am 09.03.2014

Bei mir wurde nach jahrelanger Ärzte-Odyssee eine Unverträglichkeit von Actaldehyd festgestellt. Dies findet man in Kaffee, Essig, Terpenen, Weichmachern und Ahorn. Vor unserem Haus ist eine Ahorn-Allee. Was kann ich dagegen machen? Wie kann ich mich schützen?

Horus kommentierte am 09.04.2014

In meiner Jugend habe ich extrem viel Sport getrieben und sehr viel Alkohol getrunken. Jetzt bin ich 43 Jahre alt und habe seit gut acht Jahren eine Alkoholunverträglichkeit. Trinke ich ein Glas Bier, dann steigt eine halbe Stunde später mein Blutdruck. Mein Herz fängt an zu rasen, ich bekomme Schweißausbrüche, die von einer Todesangst begleitet sind, ein Druckgefühl auf der Brust, Kopfschmerzen und Magenprobleme. Ich nehme täglich einen Magensäureblocker gegen chronische Gastritis ein. Das Einzige, das mir dann hilft, ist die Einnahme eines Beruhigungsmittels (Temesta). Zusätzlich nehme ich dann einen Betablocker, damit die Symptome verschwinden. Beruhigungsmittel sollte man aber mit Vorsicht genießen, da diese bei übermäßigem Verzehr abhängig machen. Eine Alkoholunverträglichkeit ist äußerst unangenehm.

Tom kommentierte am 28.04.2014

Wenn ich nur geringe Mengen Alkohol zu mir nehme, bekomme ich schon Kopfschmerzen. Die Kopfschmerzen treten mal nur einseitig, dann wieder beidseitig auf. Das kann bis zum Erbrechen führen. Es fühlt sich an, als würde mir jemand eine Wäscheklammer in das Gehirn zwicken. Heute schmerzte mein Kopf schon nach zwei kleinen Bier und einem Ouzo. Als ich einmal nach fünf Bier in die Polizeikontrolle kam, hatte ich 0,000 Promille. Einige Stunden später schmerzte mein Kopf aber heftig, für den Rest des Tages. Kleinste Mengen führen schon zu großen Schmerzen. Weiß jemand Rat?

chrissy kommentierte am 25.07.2014

Ich bin 19 Jahre alt und vermute, ebenfalls an einer Alkoholintoleranz zu leiden. Etwa mit 16 habe ich angefangen Alkohol zu trinken und seit dem ist es immer das Gleiche: am nächsten Morgen muss ich mich übergeben. Es ist egal wie viel oder was ich trinke, es endet immer gleich. Die ersten ein bis zwei Jahre hielt es sich noch in Grenzen, aber seitdem ich ca. 18 bin ist es so schlimm, dass ich noch Tage danach Durchfall habe und mich so viel übergebe, dass ich beinahe umkippe. Am Abend selber habe ich manchmal das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen und fühle mich extrem schwach auf den Beinen.
Ich hatte immer die Hoffnung, dass sich das irgendwann gibt, aber da dem nicht so ist, habe ich heute beschlossen, keinen Alkohol mehr zu konsumieren. Es ist gar nicht so leicht, darauf zu verzichten, denn man muss sich immer blöde Sprüche anhören, wenn man nicht trinken will. Als junger Mensch wird einem schnell unterstellt, langweilig zu sein.

paulo kommentierte am 27.07.2014

Ich bin 16 und darf, laut meiner Mutter, kein Bier trinken, weil ich eine Leberkrankheit habe. Ich könnte wohl sterben, wenn ich etwas trinke. Manchmal trinke ich aber dennoch etwas, auch stärkere alkoholische Getränke und ich habe nie etwas. Ich bin dann weder betrunken noch habe ich am nächsten Tag einen Kater.

Karl kommentierte am 15.08.2014

Nach einem Glas Bier oder Wein spüre ich bereits eine Wirkung, nämlich eine leichte Benommenheit. Bei übermäßigem Alkoholgenuss büße ich mit 24 Stunden Erbrechen und stärksten Kopfschmerzen, also ist mir das seit 20 Jahren nicht mehr passiert.
Interessant ist, dass ich nach 4 cl Whisky keine Wirkung verspüre, aber mehr zu trinken getraue ich mich nicht, da ich auch mit zu viel Schnaps einen fürchterlichen Kater kurieren musste.

hanni128 kommentierte am 28.09.2014

Ich bin 18 Jahre alt und habe die Beschwerden seit ungefähr einem Jahr. Ich wollte nie wirklich einsehen, dass ich Alkohol einfach nicht vertrage. Anfangs war es nicht so schlimm, ich hatte Herzrasen bzw. Herzstolperer und Kurzatmigkeit. Es wurde jedoch immer schlimmer und mit der Zeit kamen Paranoia hinzu. Ich habe das aber immer auf meinen Alkoholpegel geschoben. Hatte hier jemand mal eine veränderte Wahrnehmung vom Alkohol? Vor ein paar Wochen hatte ich jedoch so starke Atembeschwerden, Herzrasen, Übelkeit und Verdauungsprobleme, dass ich dachte, ich muss sterben. Seit dem hab ich mich nicht wieder getraut Alkohol auch nur anzufassen. Ich hatte an dem Abend gerade mal ein Bier und ein Ouzo getrunken und am Tag danach den schlimmsten Kater meines Lebens. Mein Gesicht sah aus, als hätte ich fünf Kilo zugenommen, da es total angeschwollen war.

anja20 kommentierte am 25.11.2014

Ich habe festgestellt, dass ich ein rotes Gesicht bekomme, wenn ich Alkohol trinke. Ich bekomme rote Flecken, die wie ein Ausschlag aussehen. Diese roten Stellen sind dann auch ganz warm. Nach etwa einer Stunde sind die Flecken weg. Muss ich mir Sorgen machen? Ist es schädlich, wenn ich dann trotzdem trinke?

Marcel kommentierte am 13.12.2014

Ich habe immer regelmäßig an den Wochenenden Alkohol getrunken. Ich konnte schon immer viel vertragen. Seit ich 25 bin, merke ich plötzlich, dass ich immer weniger vertrage. Erst waren es 6 Bier, dann nur noch 3 und dann war mir schon von einem Bier schlecht. Jetzt bin ich 31 und trinke überhaupt keinen Alkohol mehr. Nach einer Flasche Mixbier habe ich zwei Tage lang ein benommenes Gefühl, direkt nach dem Verzehr Herzklopfen, Unruhe, ein extremes Schwächegefühl und empfinde Müdigkeit ohne wirklich schlafen zu können. Ich habe mich zwar damit abgefunden, aber woher kommt diese Unverträglichkeit? Kein Arzt konnte mir eine Erklärung liefern.

Nieda kommentierte am 08.01.2015

Ich bin 57 J. und seit jungen Jahren habe ich das Phänomen, dass ich nach dem Genuss von Likören, speziell Eierlikör (den ich sehr mag) einen heftigen Niesanfall bekomme, was oftmals zur Erheiterung der Anwesenden führt. Wenn ich Wein trinke, passiert allerdings nichts. Ich weiss, dass ich nur wenig Alkohol vertrage und eine empfindliche Leber habe. Deshalb trinke ich auch nur selten und wenig Alkohol. Dieser Tage las ich zufällig auf einem Arznei-Beipackzettel meines Mannes sinngemaß: "Vorsicht bei Alkoholunverträglichkeit, Symptome wie Niesen, etc." Aha - nun weiss ich, was Sache ist.

siona kommentierte am 19.01.2015

Ich bin 35, weiblich und leide seit ca. 6 Jahren an einer Alkoholunverträglichkeit. Nach geringen Mengen (2 Bier oder 2 Glas Wein) stellt sich Übelkeit, Magenkrämpfe und Kopfschmerzen ein, inkl. tagelangem heftigen Kater. Ich habe lange gebraucht, um auf meinen Körper zu hören. Bin letztes Jahr an Brustkrebs erkrankt. Bin am überlegen, ob es da einen Zusammenhang gibt. Wer hat ähnliche Erfahrungen?

meli25 kommentierte am 25.01.2015

Hallo Anja, hast du schon ein Ergebnis zu deinen Rötungen?
Mir gehts genauso, nur ein Shot. Egal, ob selbstgemachter Weichselschnaps, Wodka, Pflaumenwein oder gestern der Begrüßungssekt.

Mina kommentierte am 01.02.2015

Ich bin 22 Jahre alt und habe es gemerkt: Auch bei kleinster Menge, nur ein Glas, habe ich am nächsten Morgen Magenschmerzen bekommen und Herzklopfen. Es hielt meist nicht länger als 10-15 min. an. Bei größerer Menge habe ich Bauchschmerzen und Durchfall, danach geht es mir wieder sehr gut. Deshalb trinke ich eigendlich nur sehr selten.

Susanne kommentierte am 27.03.2015

Ich bin froh, das hier zu lesen. Mir geht es, wie einigen hier und ich konnte es mir nicht erklären. Kurz zu meiner Geschichte: Ich bin weiblich, 33 Jahre alt und war seit meiner Jugend gerne und viel unterwegs. Bier und Whiskey waren meist dabei. Der Kater am nächsten Morgen war immer schlimm und lang anhaltend, was ich auf die Menge des Alkohols schob. Nun bin ich glücklichweise älter, schlauer und Mutter von zwei Kindern und somit hat sich der Konsum vor 5 Jahren drastisch reduziert. Ich trinke wenn dann ausschließlich Bier. Alle 2-3 wochen ein Mädelsabend oder auch nur abends kurz raus auf ein Bier und wieder heim. Das ist in Ordnung, doch seit einigen Monaten werde ich nach ca. 3 Stunden wach mit regelrechten Panikattacken (Herzrasen, Herzstolpern, Übelkeit, Schwindel) bzw. wenn es nur ein Bier war, schlaf ich gar nicht ein, sondern habe diese Symptome. Das kann bis zu 4 Stunden dauern. Ich weiss, ich habe in meinem Leben schon mehr getrunken, als andere Frauen in 5 Leben nicht schaffen und mein Körper will mir wahrscheinlich genau das sagen, trotzdem wüsste ich gern ob eine Allergie vorliegt und wieso sie so plötzlich kommen kann?!

papaya kommentierte am 30.03.2015

Ich bin 22 und habe folgende Symptome bereits nach geringen Mengen Alkohol (4 Bier):

*Schüttelfrost
*Übelkeit und Erbrechen
*Ich verliere manchmal das Bewusstsein

Das Ganze tritt aber erst so 4 Std. nach dem Konsum ein. Vorher geht es mir gut. Ich habe das seit 3 Jahren und vorher konnte ich das normal vertragen. Es nervt einen wirklich, zumal ich ganz gerne trinke. Hat jemand dieselben Symptome? Meine Ärztin riet mir mal österreichischen Wein zu versuchen, den sollen angeblich viele mit Alkoholunverträglichkeit gut vertragen. Hat das jemand mal ausprobiert?

denip83 kommentierte am 04.04.2015

Ich bin 31 und leide seit einiger Zeit an einem extremen Alkoholkater, den ich nicht beschreiben kann. Ich trinke mal zu speziellen Anlässen, also so einmal im Monat. Ich habe aber grossen Respekt vor Alkohol bekommen und überlege mir am Abend zuvor noch, ob ich das eine oder andere Bier noch trinken soll, aus Angst vor dem Tag danach.

Es fing ganz plötzlich an mit dem schlimmen Alkoholkater. Früher hatte ich einen normalen Kater, der auszuhalten war. Das Übliche halt: Übelkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Heißhunger, usw.

Wenn ich heute auch nur ein paar alkoholische Getränke trinke, fühle Ich mich am nächsten Tag so elend, dass ich kurz vor dem Durchdrehen bin. Ich habe starke Kreislaufprobleme, Herzstolpern, Atemnot, starke Angstgefühle und innere Unruhe. Zudem starken Druck im Kopf. Es ist schwer in Worte zu fassen. Im Verlauf des Tages wird es dann immer schlimmer. Ich habe fast das Gefühl, sterben zu müssen.
Kann mir jemand sagen woher das kommt und was ich am Tag danach machen kann, um die Symptome zu lindern? Sind das Entzugserscheinungen oder wie kann ich mir das erklären? Alkoholintoleranz? Ich verstehe einfach nicht, wieso ich früher normal Alkohol trinken konnte und heute keine 3 Bier mehr vertrage. Im Moment des Trinkens, habe ich keine Beschwerden. Ich würde mich um hilfreiche Beratung freuen.

Petra kommentierte am 28.05.2015

Ich bin weiblich und 60 Jahre alt. Seit ich einen Unfall hatte, wo meine Halswirbelsäule stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, kann ich keinen Schluck Alkohol mehr trinken.
Bereits nach einem kleinen Schluck bekomme ich starke Kopfschmerzen, Bauch- und Darmschmerzen und der ganze Körper tut weh. Speziell bei Wein, Sekt und Bier. Auch bei Äpfeln (neue Sorten) geht es mir genauso.

Celca kommentierte am 13.06.2015

Danke, für eure aufschlußreichen Kommentare. Ich habe eine Alkohlunverträglichkeit und war mir dessen nicht bewusst. Mein Freund meinte, es sei psychosomatisch, wenn ich nach einem Radler auch noch einen Tag später im Bett mit Herzrasen und Atemnot lag. Ich dachte teilweise, ich hab eine Macke. Ich habe es mehrfach getestet, und vermutet, dass es wohl vom Alkohol kommt. Jetzt bin ich mir sicher. Ich hab zwar die letzten Jahre nie viel getrunken, aber ich lasse es jetzt ganz, da die Nebenwirkungen erheblich schlimmer sind. Bei mir treten sie nicht unmittelbar nach einem Bier auf, sondern einen Tag später. Was ging es mir schon schlecht. Ich habe teilweise Panik bekommen, dass ich ersticke, und das gepaart mit Herzrasen. Ich bin ein zufriedener glücklicher Mensch, und mir war sowieso nie klar, wieso das psychosomatisch sein könnte. Panik gibt es bei mir sonst nicht. Ist schon schlimm, was die Leute da rein interpretieren. Ich hatte echt an mir gezweifelt.

Marc67 kommentierte am 21.06.2015

Bei mir hatte dieses Problem mit der Unverträglichkeit vor 9 Jahren angefangen, und zwar äußerte sich anfangs das Problem im Schlaf, bei dem ich schweißgebadet und total benommen und sogar eingenässt aufwachte bzw. zu mir kam. Dass ging so drei mal. Danach passierte es im Wachzustand, beim Fernsehen, auf dem Sofa, bei dem es mit Herzrasen anfing, dann kalter Schweiß, blasse Haut, Kurzatmigkeit, dann ein komisches kippeliges Gefühl von den Beinen hoch, bis ich auf dem Boden wieder zu mir kam, schweißgebadet, eingenässt, blass, benommen und mit schwachem Puls. Danach ging ich ins Bad. Dabei kam es zum zweiten Kreislaufkollaps innerhalb kurzer Zeit und als ich zu mir kam, hatte ich durch dieses ein Vorhofflimmern und musste mit dem Notarzt ins Krankenhaus. (Ich dachte, ich überlebe diese Nacht nicht.) Ich wusste erst danach, dass ich im Schlaf auch ein Kreislaufkollaps erlitt durch das einnässen, sagte es anfangs aus Scharmgefühl keinem. Das war ein Fehler. Anfangs konnte ich es nicht glauben, dass der Alkohol der Auslöser war. Ich hatte mir bis dahin öfter zwei bis drei Feierabend-Bier genehmigt und am Wochenende noch zwei oder mehr. Jetzt kann ich nicht einmal mehr ein alkoholfreies Bier trinken. Ich bekomme so ca. 4-5 Stunden später einen starken Schweißausbruch mit Unwohlsein und Herzrasen. Ich hatte alle möglichen Untersuchungen hinter mir, ca. zwei Jahre. Als ich den Alkohol als mögliche Ursache erwähnte, wiegeln die meisten Ärzte ab oder sie sagen, ich soll doch einfach keinen mehr trinken. Mit dem will ich mich nicht zufrieden geben, vielleicht weiss jemand mehr.
Wie ich in anderen Berichten erfahren konnte, leiden verschiedene Personen unter einem Bandscheibenschaden im Genick. Ich leide auch seit 15 Jahren daran. Ich hatte dies noch nie in Verbindung gebracht. Ich dachte mehr an Magen-Darm oder an die Bauchspeicheldrüse oder an einen Blutdruckabfall, da es mit Herzrassen (Blutdruckabfall) bei mir anfängt. Ich hatte auch Ängste und Bedenken, dass dies auch während des Einkaufs oder Unterwegs passieren könnte. Dann muss ich sofort viel trinken und die Beine hoch lagern.
Ich hatte auch verschiedene Biersorten ausprobiert und auch andere alkoholische Getränke. Alles ohne Erfolg. Jetzt trinke ich gar keinen Alkohol mehr.

Knülli kommentierte am 30.06.2015

Ich vertrage von mal zu mal weniger Alkohol.

Zwar war ich noch nie besonders Alkohol-stabil, aber seit ich mit Borreliose infiziert bin, gleicht es einer Vergiftung.

Nach dem letzten Alkoholkonsum war es besonders schlimm.

- Blackouts
- eine Art Bewusstlosigkeit
- Erbrechen oft und qualvoll
- Todesangst
- Kopfschmerzen
- Bewusstseinsstörungen

Das alles nach einer Menge Alkohol, die andere locker wegstecken. Ich gebe es endgültig auf. Schon beim Gedanken an Alkohol wird mir leicht schlecht. Zumal seit der Vergiftung die Symptome nie vollständig verschwanden. Ich leide noch immer unter leichter Übelkeit und Schwindel, obwohl es nun auch schon länger her ist.

Wieviele Wochen hält das denn noch an?

Sue kommentierte am 20.08.2015

Ich bin 16 und bin vor einigen Monaten abends öfter mit meinen Freunden aus gegangen. Mir ist aufgefallen, dass bei mir der Alkohol nicht wirkt. Ich spüre nichts davon. Weder ändert sich meine Laune, noch werde ich offener. Jedoch wird mir immer sofort schlecht, was manchmal zum Erbrechen führt. Manchmal schon nach dem ersten Getränkt, manchmal erst nach dem zweiten. Die Tage danach kann ich nur sehr wenig essen, da mir nach wenigen Bissen schon schlecht wird. Ich habe die letzten Male, als ich aus war, nichts getrunken, was mir immer komische Blicke brachte und Personen die sich über mich lustig machten. Ich gehe deswegen jetzt gar nicht mehr fort, da einem dabei wirklich die Lust vergeht.
Ich habe mich in letzter Zeit deswegen sehr alleine gefühlt, bis ich mit einer Freundin darüber geredet habe und diese meinte, dass ich wohl eine Alkoholunverträglichkeit hätte. Jetzt, wo ich die ganzen Einträge gelesen habe, von anderen denen es genauso geht, fühle ich mich schon besser. Trotzdem ist es noch ein blödes Gefühl, wenn du nur ein Getränk getrunken hast und dir so schlecht wird, dass du dich übergeben könntest. Vor allem aber die Blicke und Worte der anderen nerven und verletzen mich.

Kawaii-metal kommentierte am 04.09.2015

Ich bin 17 und habe den Verdacht, dass ich eine Alkoholunverträglichkeit aufweise. Denn der Konsum von zwei Gläsern eines beliebigen alkoholischen Getränks macht mir schwer zu schaffen.
Damit meine ich keinen Vollrausch. Diesen Zustand habe ich, obwohl ich ziemlich dünn bin, nie. Zu schaffen machen mir Kopfschmerzen, Übelkeit/ Erbrechen über mehrere Stunden, Bauchschmerzen, Kribbeln in den Armen, und seit gestern anscheinend auch heftiges Zittern, sowie ein auftretendes Kältegefühl.
Es nervt mich beim Ausgehen mit Freunden sehr, wenn die oben genannten Dinge passieren.
Was kann ich machen?

Jana kommentierte am 04.09.2015

Ich habe sehr heftige Reaktionen auf kleinste Mengen Alkohol. Ich bekomme Hitzeschübe, Kreislaufprobleme und dann setzt mich ein von den Füßen aufsteigendes Kribbeln/Taubheitsgefühl in den Beinen komplett lahm.
Leider spielen viele das Problem runter und verstehen nicht, dass ich auch vor geringsten Mengen förmlich Angst habe.
Wie reagiert man in solchen Situationen?

BX7 kommentierte am 24.09.2015

Ich hatte eine Alkoholunverträglichkeit auch mit den hier genannten, extrem unangenehmen Symptomen/Folgen. Es gibt zwei Dinge, die mir mittlerweile bestens helfen, ganz normal Alkohol zu trinken. Erstens zwei Kapseln Daosin unmittelbar vor dem Essen und Alkohol-Trinken einnehmen. Und zweitens mache ich Kuren in regelmäßigen Abständen mit Omeprazol bzw. Pantoprazol, da ich unter Reflux leide. Also, Daosin aus der Apotheke einfach mal testen, aber bei Reflux darauf achten, dass dies per Magenspiegelung beim Facharzt untersucht werden muss.
Das ist absolut keine Garantie, dass es auch bei anderen so klappt.

Asiagen kommentierte am 20.10.2015

Vielleicht kann ich Anja20 und Meli25 etwas weiterhelfen. Vorweg muss ich sagen, dass ich (m/43) halb deutsch (Mutter), halb asiatisch bin. Vielen Asiaten fehlt bekannterweise ein Enzym um Alkohol abzubauen. Mein Vater trinkt gar keinen Alkohol mehr, da er bereits nach wenigen Schlucken rote Flecken, bis hin zur Quaddelbildung bekommt. Ich entwickle bei Alkoholkonsum zwar keine Quaddeln, werde aber vom Scheitel bis zu den Knien rot. Es ist als würde ich bleich und dann setzt sich darüber eine Rötung. Es beginnt um die Augen und dehnt sich von dort, je nach Alkohol/Menge und Allgemeinzustand, weiter aus. Getoppt wird das Ganze durch ein blasses Dreieck über dem Brustbein. Die Augen unterlaufen rot (ich werde dann oft gefragt, ob ich andere Drogen nehme), der Puls geht hoch auf über 120 Schläge/min und mir wird sehr warm. Interessanterweise riecht mein Atem weniger nach dem was ich konsumiert habe als nach Azeton. Von Rotwein bekomme ich eine "schwarze" Zunge, das geht dann weg beim Zähneputzen, dafür sieht dann der Speichel entsprechend aus. Insgesamt verläuft mein Rausch vermutlich anders. Ich spüre schon eine Veränderung in der Wahrnehmung, kann aber immer noch klar denken. Ich habe nie einen Filmriss und werde auch nicht so dumpf oder überschwänglich wie andere die betrunken sind und ich habe selten am nächsten Tag einen Kater. Die beschriebenen Symptome beziehen sich auf etwa elf Bier oder drei bis vier Gläser Wein.

babsS kommentierte am 27.10.2015

Bei mir (w/29Jahre) werden die Folgen des Alkoholkonsums auch immer merkwürdiger. In den meisten Nächten gibt es überhaupt keine Probleme und ich kann trinken was und soviel ich will. Da sind auch die folgenden Tage kein Problem - das einzige, dass mir auffällt, ist, dass ich auf der Haut sehr druckempflindlich werde. Und dann gibt es Tage/Nächte, da trinke ich ein Glas Sekt ober ein paar Gläser Wein und bekomme im Gesicht und am Oberkörper rote Flecken, die dann auch sehr heiß werden. Die verschwinden dann aber wieder mit der Zeit und ein weiterer Alkoholkonsum ist auch kein Problem. Zuerst hab ich auf Histaminintoleranz getippt, aber ich habe absolut keine Probleme mit histaminhaltigen Lebensmitteln. Mittlerweile gab es aber zwei Zwischenfälle, wo der Alkoholkonsum sehr bedenklich war. Beide Male habe ich rote Flecken, bzw. ein extremes inneres Hitzegefühl bekommen und ich hatte plötzlich ein komplettes Blackout und musste mich übergeben. Aus meinen eigenen Beobachtungen vermute ich, dass es sehr auf die Weinqualität bzw. auf die Tagesverfassung ankommt. Wenn ich z.B. nervös oder innerlich aufgeregt bin, kommen die roten Flecken und das Hitzegefühl eher, als wenn man in einer gelassenen Runde sitzt.

elisabet17 kommentierte am 03.01.2016

Ich habe sehr früh, mit 13 Jahren angefangen zu trinken und habe sofort Gefallen daran gefunden. Mit 15 Jahren habe ich mich sehr oft betrunken. Generell war mein Rausch immer sehr normal und ich hatte selten sehr leichte Filmrisse. Mit 17 Jahren hatte ich ein Alkoholerlebnis, bei dem ich mich an nichts mehr erinnere. Ich hatte einen Kater der zwei Tage dauerte, mit Übelkeit, Kopfweh und Schwindel. Seitdem tritt solch ein Szenario öfter bei nur drei Bier auf. Kennt dies jemand und weiß jemand Rat?

Noriam kommentierte am 06.01.2016

Den Beitrag von Alex B fand ich hilfreich.
Ich bin 50 Jahre alt und weiblich. Früher hatte ich keine Probleme mit normalem Alkoholkonsum, doch seit einigen Jahren zunehmend Beschwerden (am nächsten Tag Kopfschmerz, starke Übelkeit und Erbrechen den ganzen Tag lang). Diese Auswirkungen treten schon beim Genuss von zwei bis drei Gläsern Champagner oder Wein auf. Wobei am Abend selbst keinerlei Symptome bemerkbar sind, fühle mich nicht angetrunken oder Ähnliches. Mittlerweile habe ich Bedenken, überhaupt noch Alkohol zu trinken, weil ich es mir nicht leisten kann am nächsten Tag nicht zu funktionieren. Meine Leberwerte sind unauffällig. Hat jemand einen Rat?

Andre A kommentierte am 03.04.2016

Ich bin 41 Jahre alt und männlich. Ich habe alle Beiträge intensiv gelesen. Leider haben wir hier alle dasselbe Problem: eine intensive Reaktion vom Körper auf kleine Mengen Alkohol. Jeder versucht Zusammenhänge mit anderen Dingen zu finden. Leider ist aus der aktuellen Auflistung noch kein Lösungsansatz zu entnehmen. Hiermit bitte ich alle Leser, auch Ihre Erfahrungen mit "Alkohol-Unverträglichkeit" zu ergänzen. Ich denke, dass die positiven Erfahrungen von großer Bedeutung sind. Ich habe viele Jahre gelegentlich Alkohol bei Feiern getrunken und normal vertragen. Seit ca. fünf Jahren hatte ich immer am nächsten Tag einen Kater. Die Auswirkungen haben immer mehr zugenommen. Auswirkungen: beim Trinken = Niesen, Erbrechen am Abend oder am nächsten Morgen, einen Tag Kater mit Nackenschmerzen, Magenprobleme, meistens bleibe ich im Bett und möchte nicht aufstehen. Ich habe nun bei 1/4 Glas Wein schon einen Tag Kater. Es gab aber auch schon Weine, bei denen kleine Mengen (z.B. Weinschorle) keine negativen Wirkungen verursachten. Ich reagiere auf Sekt, Wein, Bier (auch 2-3 Flaschen alkoholfrei machen leichte Beschwerden) und Schnaps. Ich vertrage alle Sorten Rum (ich denke, alles aus Zuckerrohr), da bekomme ich keine negativen Symptome. Ich habe dafür aber noch keine Erklärung gefunden. Ich prüfe, ob es Zusammenhänge zu Hausstaub- oder Frühblüherallergie oder Laktoseunverträglichkeit gibt. Gibt es ähnliche Erfahrungen?

genofefa kommentierte am 08.07.2016

Ich bin weiblich, 42 Jahre alt. Ich habe vor drei Jahren gemerkt, dass ich Rotwein nicht mehr trinken konnte ohne eine schlaflose Nacht zu erleben. Herzrasen und Angstzustände waren die Folge. Ich habe keine Nackenprobleme, aber eine Schilddrüsenunterfunktion und zahlreiche Allergien, unter anderem gegen Hausstaubmilben. Eine Histaminintolleranz ist es nicht, das wurde getestet.
Nun vertrage ich gar keinen Alkohol mehr. Selbst nach einem Bier bekomme ich Herzrasen und außerdem leide ich unter schneller Auskühlung am Abend und friere selbst im Sommer ohne eine Wärmflasche. Ich finde, dass es ein Verlust an Lebensqualität ist und ärgere mich, dass ich nichts mehr trinken kann.

Coco1970 kommentierte am 17.09.2016

Ich, weiblich, 46 Jahre alt, leide seit meiner Schwangerschaft vor sechs Jahren an ähnlichen Symptomen. Ich habe mit 16 Jahren angefangen Alkohol zu trinken. Ich habe auch oft über die Stränge geschlagen. Ein Kater war nach zuviel Alkohol auch immer heftig, was aber als normal anzusehen war. Ich habe allerdings jedesmal eine regelrechte 24-Stunden Depression gehabt und mich selbst gehasst, weil ich zuviel getrunken hatte. Herzrasen, Schweissausbrüche (kalter Schweiss auf der Stirn) sind, soweit ich weiss, normale Symptome eines harten Katers. Am übernächsten Tag war bei mir seinerzeit alles wieder o.k. Heutzutage dauert es länger und zwar bei kleinen Mengen, da ich nicht mehr viel trinke. Meine Leberwerte waren meistens immer in Ordnung. Ich experimentiere jetzt seit fünf Jahren herum. Am Anfang war es der Rotwein, der gar nicht mehr vertragen wurde. Symptome waren Kopfschmerzen, die bereits während des Trinkens auftraten. Früher vertrug ich Weisswein nicht - wohl aufgrund des Schwefelgehalts, der in Weisswein mehr oder weniger hoch ist. Plötzlich vertrug ich Weisswein ganz gut. Seit Kurzem aber auch den nicht mehr. Nackenschmerzen treten nach ein bis zwei Gläsern auf und verschwinden auch über Nacht nicht. Es fühlt sich wie ein mittlerer Kater an. Meist hilft eine heisse Badewanne. Vor kurzem hatte ich mich nach einigen geglückten Versuchen nochmal an Rotwein gewagt - bis ich die schlimmste Migräne meines Lebens bekam. Selbst Migränemedikamente haben erst nach Stunden gewirkt - normal wären 30 Minuten. Könnte an der Darmparese liegen, die bei Migräne eintreten kann, was die Aufnahme der Medikamente erschwert. Ich habe früher große Mengen an Bier vertragen. Auch das ist vorbei. Selbst ein Bier kann die Symptomatik der Nackenschmerzen bis zu Kopfschmerzen auslösen. Es ist immer die Frage, ob die Nackenschmerzen weiter wandern und einen Kopfschmerz auslösen oder ob es bei den Nackenschmerzen bleibt. Komisch ist, dass diese Reaktionen nicht immer auftreten. Es ist ein ständiges Auf und Ab. Darmprobleme, Durchfall über mehrere Tage, kenne ich ebenfalls bei geringen Mengen. Klar sollte in diesem Zusammenhang sein, dass Menschen, welche Anti-Depressiva nehmen, auf Alkohol, aufgrund der Wechselwirkungen sowie der Leberbelastung, gänzlich verzichten sollten. Steht auch im Beipackzettel. Grundsätzlich kann ich jedem, der regelmässig Medikamente einnimmt, empfehlen, das Thema Alkohol und Medikamente mit dem Arzt zu klären. Ich habe mich entschieden, grundsätzlich auf Alkohol zu verzichten. Interessanterweise vertrage ich Champagner (ca. zwei Gläser) noch gut. Ich bin über diese Beiträge sehr dankbar. Aufgrund eurer Erfahrungen und dem Input zu diesem Thema werde ich noch einmal explizit an meinen Hausarzt herantreten um erstens die aktuellen Leberwerte abzurufen und zweitens werde ich ihn mit den Informationen konfrontieren, die ich aus euren Beiträgen gezogen habe. Abstinenz ist schlussendlich etwas Feines, weil die Leber das Organ ist, welches neben dem Herzen am härtesten für uns arbeitet. Daran denke ich und fühle mich besser, wenn ich verzichte. Die Angst vor den Symptomen, die wirklich äusserst unangenehm sind, ist grösser als die Lust auf einen Drink.

Zorcimann kommentierte am 28.12.2016

Sehr beruhigend für mich zu lesen, dass auch andere Menschen dieses Problem haben. Ich habe noch nie viel Alkohol vertragen, aber in jungen Jahren war es nur ein dicker Kopf und extrem schnelle Müdigkeit. Ich bin jetzt ca. 50 und seit ungefähr 15 Jahren vertrage ich fast nichts mehr. Ich habe eigentlich nur Kopfschmerzen (nicht die anderen genannten Symptome), aber die beginnen teils schon während ich ein kleines Bier oder ein Glas Rotwein trinke, gelegentlich sogar bei einem Alster. Im Gegensatz zu früher gehen diese Kopfschmerzen auch nicht durch Schlafen oder Medikamente weg, teils dauern sie drei Tage an. Selbst verschreibungspflichtige Migränetabletten helfen oft nur bedingt. Dazu kommt, dass ich sofort und schnell betrunken werde. Nach einem Bier (0,3ml) bin ich zumeist schon gut angesäuselt, sodass ich keinesfalls Auto fahren würde.
Nun das Merkwürdige: ich habe festgestellt, dass ich einige Schnapssorten gut vertragen kann. Dazu gehört Ouzo, Akvavit und Caipirinha (trotz des Zuckers). Whisky, Cognac, Korn geht garnicht. Keine großen Mengen, aber zwei Gläser gehen wohl. Zwar bin ich betrunken, aber ohne Kopfschmerz. Als ich vor einigen Jahren einen neuen Job antrat (und nie etwas getrunken habe), entstand das Gerücht, ich wäre trockener Alkoholiker.

Stephan kommentierte am 01.02.2017

Ich bin 57 Jahre alt, männlich, 1,74 cm groß, ca. 70 kg und treibe ein Leben lang Sport. Die beschriebene Symptomatik in Form von Schmerzen im Magen- und Darmbereich, seit ca. zwanzig Jahren nach dem Genuss von Alkohol, ist bei mir vorhanden. Zu Beginn der Beschwerden konnte ich noch keinen Zusammenhang mit Alkohol feststellen. Die Abstände waren größer, oftmals vertrug ich den Alkohol auch ohne Anzeichen von Beschwerden. Seit ca. vier Jahren ist der Zusammenhang immer deutlicher geworden. Ich trank immer nur am Wochenende freitags und samstags pro Abend drei bis vier Flaschen Bier, je 0,5 Liter. An den darauf folgenden Tagen plagten mich heftige krampfartige Schmerzen im Unterbauch, je nach dem noch mit Durchfall begleitet. Ein heißes Bad oder eine Wärmflasche verschafften Linderung. Trank ich hingegen Wein, blieben die Schmerzen aus. Seit einigen Monaten, kann ich auch keinen Wein mehr trinken. Es folgen sonst bei mir noch in der folgenden Nacht heftige Schmerzen. Bei der Einnahme eines Antidepressiva Mirtazapin (15 mg) vor dem Schlafengehen, konnte ich ohne weiteres an den Tagen danach Alkohol trinken, ohne dass es zu den geschilderten Symptomen von krampfartigen Schmerzen kommt. Ich habe Mirtazapin jedoch wegen negativen Begleiterscheinungen wie Appetitlosigkeit, Verlust der Libido und Gewichtszunahme wieder abgesetzt. Es ist mir mittlerweile unmöglich Alkohol zu trinken ohne kolikartige Schmerzen zu bekommen. Was mir noch kein Arzt beantworten konnte: Ist es genetisch bedingt? Ist es eine Veränderung oder Erkrankung von Organen, wie Leber und/oder Nieren? Bluttests und Untersuchungen wie Sonographie, Computertomographie, Magnetresonanzcomputertomographie wurden durchgeführt, haben jedoch keine Auffälligkeiten ergeben.

Julia kommentierte am 19.03.2017

Ich bin jetzt 17 Jahre alt und leide seit zwei Jahren an einer Alkoholunverträglichkeit. Ich werde um einiges schneller betrunken als andere, verbunden mit einem extrem starken Schwindelgefühl und sofort einsetzender Übelkeit. Wenn ich dann doch ein wenig mehr getrunken habe äußert sich das in einer ganzen Woche mit katerähnlichen Symptomen. Ich habe zwar keine starken Kopfschmerzen, dennoch fällt mir das Sehen in dieser Zeit sehr schwer und ich habe das Gefühl nicht richtig zu begreifen, was ich da vor mir habe. Leider hat mir bisher absolut gar nichts gegen diese Symptomatik geholfen. Ich empfinde mein "Problem" persönlich als sehr lästig, da ich noch sehr jung bin und ich auf Alkohol nicht verzichten möchte.

Renate kommentierte am 12.08.2017

Seit einigen Tagen tritt bei mir ein seltenes Phänomen auf, das ich mir zuerst nicht erklären konnte. Plötzlich bekam ich (74 Jahre alt) einen hochroten Kopf. Die Röte legte sich wie eine Maske auf mein Gesicht, brannte und war sehr unangenehm. Ich habe nachgedacht, verschiedene Lebensmittel überlegt, bis mir die Erkenntnis kam, ich hatte ein paar Schlucke Weißwein getrunken. Dann habe ich bewusst nur zwei Schlucke getrunken und siehe da, da passierte es wieder. Ebenso mit Rotwein und Bier. Ich habe 60 Jahre meines Lebens Alkohol getrunken und immer in Maßen. Und jetzt das. Alkohol ist für mich nicht lebenswichtig, aber da ich in einer Weingegend groß geworden bin, bin ich doch traurig nun darauf verzichten zu müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich ein Problem mit meiner Umwelt habe. Ich bin kein trockener Alkoholiker. Aber vielleicht gibt es doch einen Rat, denn all die anderen Probleme mit Übelkeit, Magenschmerzen usw. habe ich nicht.