Herzrhythmusstörungen


Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 21. September 2018
Kategorie: Symptome

Eine Herzrhythmusstörung oder Herzstolpern ist eine Störung der normalen Herzschlagfolge, verursacht durch nicht regelrechte Vorgänge bei der Erregungsbildung und -leitung im Herzmuskel. Herzrhythmusstörungen treten recht häufig auf. Das Herz eines Erwachsenen schlägt durchschnittlich einhunderttausend mal pro Tag. Das hierbei das Herz ab und an schneller oder langsamer schlägt ist grundsätzlich normal und nicht zwangsweise krankhaft. Dennoch sollten häufig auftretende Herzrhythmusstörungen, die eventuell auch über einen längeren Zeitraum vorkommen, vom Arzt untersucht werden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Herzrhythmusstörungen?

Herzrhythmusstörungen kommen häufig vor. Gesunde Menschen bemerken manchmal ein Herzstolpern (Palpitationen), zusätzliche Herzschläge (Extrasystolen) oder kurzzeitiges Aussetzen des Herzschlags.

Bei Herzrhythmusstörungen kann die Herzfrequenz entweder erhöht (über 100 Schläge pro Minute), verlangsamt (unter 60 Schläge pro Minute) oder unterbrochen bzw. stolperhaft auftreten. Auch diese Anzeichen müssen nicht krankhaft sein. So haben Ausdauersportler in der Regel einen ausgeprägten ruhigen Puls (Ruhepuls), der mit unter 60 Schlägen pro Minute durchaus normal sein kann.

Herzrhythmusstörungen kommen häufig vor. Gesunde Menschen bemerken manchmal ein Herzstolpern (Palpitationen), zusätzliche Herzschläge (Extrasystolen) oder kurzzeitiges Aussetzen des Herzschlags verursacht durch Extraschläge. Oftmal spürt man die Herzrhythmusstörungen aber auch gar nicht.

Herzrasen wie bei schnellem Vorhofflimmern wird häufig als regelmäßiges oder unregelmäßiges Herzklopfen bis in den Hals beschrieben. Ist ein Herz bereits geschädigt, kann sich, ausgelöst durch die zu hohe Herzfrequenz, eine bestehende Herzschwäche verschlimmern.

Dies kann sich beispielsweise durch Luftnot äußern. In ausgeprägten Fällen kann ein Lungenödem resultieren. Auch Herzschmerzen (Angina pectoris) können vorkommen sowie eine Verschlechterung der Hirndurchblutung (Schwindel, Krampfanfall, Desorientierung, vorübergehende Sprach- und Sehstörungen).

Gefährliche Herzrhythmusstörungen (z.B. ventrikulären Tachykardie) können die Auswurfleistung des Herzens stark eingeschränken, dass ein ausreichender Kreislauf nicht mehr möglich ist. Die Patienten verlieren das Bewusstsein. Mechanische Fehlfunktionen liegen bei Kammerflattern oder -flimmern mit Kreislaufstillstand (Asystolie) vor. Treten diese Herzrhythmusstörungen ohne vorab erkennbaren Grund auf, spricht man vom plötzlichen Herztod.

Ursachen

Wie bereits weiter oben angemerkt, müssen die Ursachen für Herzrhythmusstörungen nicht krankhafter Natur sein.

Krankhafte Herzrhythmusstörungen sind in der Regel Schädigungen des Sinusknoten (der natürliche Schrittmacher der Herzens) oder des Reizleitungssystems. Typische Erkrankungen, die mit Herzrhythmusstörungen einhergehen sind z.B. Koronare Herzkrankheit, Herzklappenerkrankung, Herzmuskelerkrankung oder eine Schilddrüsenüberfunktion.

Wie auch beim Herzrasen kann ein zu schneller (tachykarder) Herzschlag durch Stress, Koffein, Aufregung, Belastungen und Rauchen auftreten.

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Komplikationen

Herzrhythmusstörungen können lebensgefährliche Komplikationen verursachen vor allem dann, wenn das Herz aufgrund einer Vorerkrankung wie einer Endokarditis oder Herzklappenerkrankung vorgeschädigt ist. Beim gesunden Herzen können Herzrhythmusstörungen auftreten und werden vom Betroffenen meist gar nicht bemerkt, diese manifestiert sich häufig als Extrasystole im EKG.

Eventuell kann es beim Gesunden zu Schwindel, Atemnot oder kurzzeitigem Ohnmachtsanfall (Synkope) kommen, jedoch keine weiteren schwerwiegenderen Komplikationen. Beim vorgeschädigten Herzen können Herzrhythmusstörungen einige gefährlichen Komplikationen verursachen. So ist zum Beispiel beim Vorhofflimmern eine mögliche Herzrhythmusstörung, einer Störung der Vorhoferregung, so dass es zu einem unregelmäßig, schnellen Puls kommt.

Bei dieser können sich Blutgerinnsel im Vorhof bilden, diese können sich aufgrund des unregelmäßigen Schlags des Vorhofs von der Wand lösen und mit dem Blutstrom weiter transportiert werden. Dabei gelangen sie ganz einfach in wichtige Gefäße zum Gehirn und können so einen Schlaganfall auslösen, der zum Tode führen kann.

Neben einem Schlaganfall ist aufgrund des unregelmäßig, schnellen Herzschlages eine Durchblutung des Herzens gefährdet. Dies kann zur Mangelversorgung des Herzens mit Sauerstoff und anschließend zum Herzinfarkt und wenn keine Behandlung eintritt zum Herztod führt. Eine weitere gefährliche Form der Herzrhythmusstörungen ist das Kammerflimmern, die ohne eine Behandlung durch Defibrillation schnell zum Kreislaufstillstand und damit ebenfalls zum Herztod führen kann.

Diagnose & Verlauf

Bei vorliegenden Herzrhythmusstörungen kann eine gezielte Diagnostik unter anderem bestimmen, ob entsprechende Störungen einer medizinischen Behandlung bedürfen.

Im Diagnostikverlauf erkundigt sich der Arzt in der Regel zunächst nach der individuellen Krankengeschichte sowie nach etwaigen Vor- oder Begleiterkrankungen. Sich anschließende körperliche Untersuchungen umfassen beispielsweise das Pulsmessen und ein Abhören des Herzens. Je nach vermuteter Ursache vorliegender Herzrhythmusstörungen können außerdem etwa das EKG, Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen sowie Blutanalysen diagnostisch sinnvoll sein.

Der Verlauf von Herzrhythmusstörungen ist vornehmlich von deren Schwere und Ursache(n) abhängig - krankhafte Herzrhythmusstörungen können unbehandelt die Lebensqualität einschränken und die Lebenszeit verkürzen. Herzrhythmusstörungen ohne Krankheitswert verlaufen häufig harmlos.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Mit Herzrhythmusstörungen wird eine Störung der üblichen Herzschlagfolge bezeichnet. Parallel sind dafür noch die Begriffe Herzstolpern sowie Arrhythmie gebräuchlich. Zu Herzrhythmusstörungen kommt es auch bei gesunden Menschen, insbesondere nach einer Anstrengung oder bei Aufregung. Herzrhythmusstörungen äußern sich über unregelmäßige Herzschläge, zusätzliche Herzschläge oder ein kurzzeitiges Aussetzen des Herzschlags. Treten Herzrhythmusstörungen jedoch häufiger auf und ist dafür nicht immer ein auslösender Anlass bekannt, sollten sie von einem Arzt abgeklärt werden.

Zur Diagnose einer möglichen Ursache von Herzrhythmusstörungen ist der Hausarzt erster Ansprechpartner. Anhand einer ausführlichen Anamnese kann er gut abschätzen, ob ein Verdacht auf eine Herzerkrankung gegeben ist. Zur weiteren Diagnostik wird er einen Facharzt wie den Kardiologen hinzuziehen. Eventuell kommt noch ein Pulmologe oder Neurologe infrage. Bei beschleunigtem Herzschlag kann es sich um Vorhofflimmern handeln. Auch ein geschwächtes Herz kann zu schnell schlagen und sich allein dadurch verschlimmern.

Neben weiteren verschiedenen Herzerkrankungen können Herzrhythmusstörungen auf einem Lungenödem sowie einem schlecht durchbluteten Gehirn beruhen. Da Herzrhythmusstörungen potenziell lebensgefährlich sind, sollte ein Arztbesuch also nicht zu lange hinausgezögert werden. Gegebenenfalls kann auch ein Krankenhausaufenthalt zur stationären intensiven Abklärung der Herzrhythmusstörungen sinnvoll sein.

Behandlung & Therapie

Die Defibrillation ist eine Behandlungsmethode gegen Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern oder Herzrasen, Vorhofflimmern und Vorhofflattern bei der durch starke Stromstöße eine gesunde Herzaktivität wiederhergestellt werden soll.

Herzrhythmusstörungen sollten immer vom Arzt untersucht werden. Dieser stellt mit Hilfe verschiedener Untersuchungen fest, ob es sich bei den Herzrhythmusstörungen um ungefährliche oder ernste Rhythmusstörungen handelt.

Dazu ist als erstes das Gespräch mit dem Patienten nötig, um Beschwerden und mögliche Vorerkrankungen festzustellen. Danach misst der Arzt in der Regel Puls und Herzfrequenz und erstellt ein Elektrokardiogramm (EKG), dass auch in Form von Langzeit EKG oder Belastungs EKG eingesetzt werden kann. Weiterhin gibt auch die Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie), Blutuntersuchungen und Röntgenaufnahme weiteren Aufschluss über den Stand der Herzrhythmusstörungen.

Die nun folgende Behandlung der Herzrhythmusstörungen richtet sich nach ihrer Ursache. Dabei ist die oberste Priorität, dass die Beschwerden bei Herzrhythmusstörungen behandelt und Gefahren oder Komplikationen durch das Herz ausgeräumt werden. Medikamente wie Antiarrhythmika verändern durch ihre Wirkung die Erregungsleitung des Herzens.

Bei Herzrhythmusstörungen richtet sich die Therapie nach ihrer Art und Ursache. Ziel der Behandlung ist zum einen, die Beschwerden zu lindern und zum anderen, die Gefahr von Komplikationen (z.B. plötzlicher Herztod) zu vermeiden. Herzrhythmusstörungen lassen sich unter anderem mit Antiarrhythmika behandeln. Antiarrhythmika verändern auf verschiedene Weise die Erregungsleitung am Herzen.

In seltenen Fällen muss auch der Einsatz eines Herzschrittmachers in Erwägung gezogen werden. In manchen Fällen ist bei krankheitsbedingten Herzrhythmusstörungen die Einpflanzung eines Herzschrittmachers anzuraten.

Sind psychische Belastungen wie Stress die Ursache empfiehlt sich Entspannungsmaßnahmen und Stressvermeidung. Besonders das Autogene Training ist hierbei erfolgversprechend.

Aussicht & Prognose

Die Vielzahl verschiedener Herzrhythmusstörungen, die entweder die Vorhöfe oder die Herzkammern betreffen, verbindet der Umstand, dass entweder die elektrische Erregung, die zunächst zur Kontraktion der Vorhöfe und anschließend der Kammern führen soll, ausbleibt oder die Weiterleitung fehlerhaft ist.

Aussicht und Prognosen der einzelnen Rhythmusstörungen hängen weitestgehend vom behandelten oder unbehandelten Verlauf der zugrundeliegenden Erkrankung ab. Eher harmlose Rhythmusstörungen, die sich in einzelnen Schlägen „außer der Reihe“ oder in gelegentlichem Herzstolpern (Palpitationen) zeigen, benötigen keine Behandlung, und der normale Rhythmus stellt sich von selbst wieder ein.

Eine häufig anzutreffende Herzrhythmusstörung ist das sogenannte Vorhofflimmern, von dem ältere männliche Personen häufiger betroffen sind als Frauen. Vorhofflimmern mit einer typischen Schlagfrequenz von 140 pro Minute ist nicht unmittelbar lebensbedrohlich, führt aber unbehandelt zu irreversiblen Schäden am überlasteten Herzmuskel. Kammerflimmern hingegen, mit einem nicht mehr von Hand fühlbaren Puls, ist unmittelbar lebensbedrohlich.

Die Prognose für Herzrhythmusstörungen, die durch externe Faktoren wie Elektrolytstörungen, Medikamente, psychovegetative Faktoren, Hypoxie und andere ausgelöst wurden, tendiert in Richtung Selbstheilung, sobald die externen Auslösefaktoren behoben wurden.

Falls die verursachenden Faktoren nicht bekannt sind oder nicht behoben werden können, ist die Prognose ungünstig. Aussichten und Prognose sind gut, wenn es gelingt, den normalen Sinusrhythmus des Herzens beispielsweise durch eine elektrische Intervention wie Elektrokardioversion oder Defibrillation wieder herzustellen.

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Vorbeugung

Herzrhythmusstörungen, die nicht krankhaft bedingt sind, kann man durch ein gesundes, stressfreies Leben mit viel Bewegung, frischer Luft, gesunder Ernährung und den Verzicht auf Rauchen und Alkohol gut vorbeugen. Vorbeugend ist ebenso das Autogene Training, welches nicht nur zur Beruhigung dient sondern auch insgesamt mehr Entspannung im Alltag bringen kann.

Das können Sie selbst tun

Bei starken Herzrhythmusstörungen sollte auf eine Selbsthilfe lieber verzichtet werden. Herzrhythmusstörungen stellen eine sehr hohe gesundheitliche Gefährdung für den menschlichen Körper dar und sollten daher immer von einem Arzt behandelt werden. Vor allem bei starken Schmerzen im Herzen oder in der Brust oder bei krampfartigen Anfällen muss dringend ein Arzt aufgesucht werden. Hier ist sehr wahrscheinlich ein operativer Eingriff notwendig, um die Herzrhythmusstörungen zu beheben. Eine Behandlung zu Hause ist in diesem Falle nicht möglich.

In vielen Fällen können Herzrhythmusstörungen durch eine ärztliche Behandlung behoben werden, oft geschieht dies mit einem Herzschrittmacher. Um das Herz zu entlasten und Probleme mit dem Herzen vorzubeugen, sollte der Patient allgemein auf eine gesunde Ernährung achten und sich sportlich betätigen. Damit können viele Herzprobleme vermieden werden. Ebenso sollte das Herz vor allem im höheren Alter in regelmäßigen Abständen bei einem Kardiologen untersucht werden. Damit können ebenso Folgeschäden vermieden werden.

Sollten die Herzrhythmusstörungen plötzlich und unerwartet auftreten, sollte ein Notarzt gerufen werden. Im schlimmsten Falle können die Herzrhythmusstörungen ohne Behandlung zum Tode führen. Eine häusliche Behandlung ist daher nicht vorgesehen.

Quellen

  • Braun, J., Dormann, A.J.: Klinikleitfaden Innere Medizin. Urban & Fischer, München 2009
  • Erdmann, E.: Klinische Kardiologie. Springer, Heidelberg 2011
  • Piper, W.: Innere Medizin. Springer, Heidelberg 2007


Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

HeartdocLutz kommentierte am 01.06.2012

Ich habe die Symptome mit Stress erfahren. Extrasystolen klar erkenntlich im Ruhe EKG. Belastungs EKG bis 200 Watt, obwohl 57 Jahre alt. Puls maximal 162, Blutdruck 200 / 73. Sollte man nur machen, wenn sportliche Betätigung der Regelfall sind. Es gab keine Annomalien. Stress im Dienst und familiär-privat werden jetzt reduziert, dass sollte helfen. Die Untersuchung allein ist psychologisch bereits sehr hilfreich. Man geht mit der Störung viel ruhiger um.

Günter kommentierte am 08.08.2012

Sehr geehrter Herr Dr. Nonnenmacher, kann eine über längere aber unbestimmte Zeit nicht entdeckte, dann durch ein EKG vom Hausarzt schließlich erkannte Herzrhythmusstörung (mit Aussetzern von mehreren Sekunden, bis zu 7 Sekunden), die dann sofort klinisch (durch OP/ Herzschrittmacher) behandelt worden ist, hirnorganische Schädigungen auslösen, die als dementielle Symptome wahrgenomen werden? Wenn ja, was könnte und sollte getan werden?

ingrid kommentierte am 07.10.2012

Mein Mann hat mehr oder weniger jeden 2. Tag Probleme mit dem Herzen (Herzrhythmusstörungen). Das äußert sich in einer Art Luftschnappen. Er sieht dann auch sehr mitgenommen und blass aus. Meistens gehen diese Beschwerden nach wenigen Minuten zurück, aber es dauerte auch schon mehrmals eine Stunde u. mehr. Zwei Mal musste ein Notarzt kommen, der auch konkret behandelte. Es ist auch vor Jahren schon einmal eine Herzkatheter-Untersuchung vorgenommen worden. Dabei wurde aber
nichts weiter festgestellt. Da mein Mann in den letzten 6 Jahren 3x eine Thrombose hatte, muss er jetzt bis ans Lebensende Marcumar einnehmen. Das hat aber gar nichts weiter mit dem o.a. Problem zu tun. Evtl. könnte mir ein Leser/In einen Rat geben? Das wäre nett.

Miezi kommentierte am 31.12.2012

Ich habe vor einen halben Jahr auf einmal Bluthochdruck gehabt. Der Arzt hat mir Bisoprolol 5mg verschrieben, die ich seitdem auch nehme. Seit drei Wochen habe ich ständig Extrasystolen. Ich habe ein Herz-EKG machen lassen und ein Langzeit-EKG. Der Arzt konnte die Extraschläge auch sehen und meinte, sie seien normal. Kann ich irgendetwas dagegen tun, dass diese endlich aufhören? Ich bin 44 Jahre alt und in unserer Familie gibt es keine Herzkrankheiten.

Fener kommentierte am 23.01.2013

Ich habe seit 2 Wochen Herzrhythmusstörungen und war deswegen notfallmäßig im Krankenhaus. Nachdem sie mir Ruhe-EKG und Blutabgenommen haben, haben sie mich wieder nach Hause geschickt, mit der Begründung, es sei nichts Gefährliches. Habe fast in einer Min. 10-15mal Extrasystole. Meine Blutwerte seien aber alle im Normbereich. Aber dieses Gefühl ist für mich jedesmal katastrophal. Wenn diese Extrasystolen kommen, habe ich das Gefühl, als würde mein Herz für 1-2sek stehen bleiben und das ununterbrochen seit ca. 2 wochen. Danach wurde ich kardiologisch ambulant von 2 Ärzten untersucht. Beide Resultate waren gleich: Gutartige Herzrhythmustörungen, da könne man nichts machen und ich müsse damit leben. Das macht mir höllische Angst. Ich kann mich auf meinen Alltag nicht mehr konzentrieren. Können Sie mir bitte weiterhelfen? Wäre sehr dankbar, wenn Sie mir zurückschreiben würden. MFG.

manuela kommentierte am 01.03.2013

Seit einer Überdosis an L-Tyroxin-Hormonen, die mein Arzt mit 100mg zu hoch eingestellt hat, sind bei mir extreme Herzrythmusstörungen aufgetreten und bis heute konnte mir nicht wirklich geholfen werden. Bei der Einnahme von Kalium geht es mir plötzlich sehr gut. Zu welcher Untersuchung oder welchem Arzt sollte ich deswegen gehen?

Mopsi kommentierte am 11.03.2013

Seit meinem 15. Lebensjahr leide ich unter Herzrhythmusstörungen, zumindest habe ich sie dann zum ersten Mal wahrgenommen. Ich bin ein sehr ängstlicher Mensch und war auch gleich im Krankenhaus deswegen. Es wurde ein EKG gemacht und nichts festgestellt. Es zog sich über Jahre hin, hatte sogar Panikattacken, Angstzustände usw. Mit 18 Jahren habe ich noch ein EKG machen lassen und erhielt eine Überweisung zum Psychologen. Die Behandlung habe ich jedoch abgebrochen. Man muss dazu sagen, dass ich keine so schöne Kindheit hatte und ein paar Jahre im Heim aufgewachsen bin. Dann ging es ein paar Jahre gut. Ich hatte nur ab und an ein paar Extraschläge des Herzens, aber es ging. In meiner Lehre wurde es wieder schlimmer, bis ich wieder heulend beim Arzt saß, der wieder ein EKG machte und nichts fand. Doch welcher mir auf Grund meiner Schilderung sagen konnte, was ich hätte und mich beruhigte. Danach hatte ich wieder ein paar Jahre Ruhe und nun geht es wieder los. Ich habe das Gefühl, dass es schlimmer geworden ist, aber das kann ich mir auch einbilden. Ich habe so eine Angst, dass es jetzt doch etwas Schlimmes ist, aber ich habe auch zur Zeit sehr viel Stress. Ich stecke mitten in der Scheidung, auf der Arbeit werde ich deswegen gemieden und eine Fehlgeburt habe ich auch hinter mir. Im Großen und Ganzen bin ich wohl ein seelisches Wrack und werde mich in psychologische Behandlung begeben. Dann hoffe ich, dass meine Beschwerden wieder zurückgehen.

siglinde kommentierte am 11.04.2013

Habe fast 1 Jahr unter seelisch bedingtem Stress mit Herzrhythmusstörungen gelitten. War auch beim Internisten und Kardiologen. Psychomatisch gedingt... bekam vom Hausarzt Bisoprolol 2,5 mg. Irgendwann haben sie geholfen. Leider kamen Ängste dazu, Schlafstörungen, Schwindel und und... Bekam darufhin vom Neurologen Citalopram 10 mg. Nach ca. 4 Wochen mit heftigen Nebenwirkungen habe ich sie nun wieder abgesetzt. Nach etlichen schlaflosen Nächten und nervigem Augenzucken und Unruhe sind die Herzrhythmusstörungen seit gestern wieder da. Ich habe aber auch wieder viel Stress. Bin jetzt sehr verunsichert und es geht mir einfach schlecht... Wer kann mich beraten? Ich habe ja alle Untersuchungen durch? Den Stress kann ich zur Zeit nicht einfach so beheben. Psychotherapie hat mir bisher nicht viel gebracht.... hoffe auf Antwort.

Phlox kommentierte am 27.05.2013

Ich bin 49 Jahre alt und leide seit ca. 9 Monaten an HRS. Bin mit der Symtomatik sofort zum Hausarzt. Hier wurde festgestellt, dass ich zu hohen Blutdruck habe. Mein Hausarzt verschrieb mir Betablocker. In der ersten Zeit habe ich diese überhaupt nicht vertragen, so dass das Präperat mehrmals gewechselt wurde. Anschließend bekam ich eine Überweisung zum Kardiologen. Langzeit RR und EKG waren beide ohne Befund. Der Kardiologe in der Herzklinik war überrascht, dass ich Betablocker nehme, dies verunsicherte mich noch mehr. Er riet mir die Betablocker weg zu lassen. Mein Hausarzt war anderer Meinung. HRS quälen mich immer noch und lösen Angstzustände und Panik aus. Dies erhöht wiederum den Blutdruck, ein Teufelskreis. Ich fühle mich total allein gelassen und unverstanden von den Ärzten. Wie soll ich mich verhalten oder gibt es Tipps, wie ich besser mit den HRS umgehen kann. Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Frau 123 kommentierte am 09.06.2013

Ich bin weiblich, 27 Jahre alt und leide seit nun schon 6 Jahren unter meinen Extrasystolen. Diese mindern meine Lebensqualität enorm und schränken mich massiv ein. Oft bekomme ich nicht genug Luft. Mein behandelnder Kardiologe vertröstet mich immer mit der Aussage: diese seien ungefährlich. Er hat mir lediglich Magnesium gegeben, welches jedoch so gar nichts nützt. Ich spüre meine Extraschläge täglich und würde behaupten, dass ich mittlerweile schon unter einer Herzneurose leide. Was kann mir dabei helfen?

svopa kommentierte am 10.06.2013

Ich habe im Januar plötzlich Vorhofflimmern bekommen. Bin ambulant vom Kardiologen zur Klinik überwiesen worden und habe dort kurze Elektroschocks bekommen. Danach hatte ich bis jetzt einen ruhigen Puls. Bin aber nochmal freiwillig zum Kardiologen gegangen und er verschrieb mir Markurma u. Bisoprolol. Ich hatte dort ein Blutdruck von 160/75. Wenn ich mich aufrege, geht der Blutdruk sofort bei mir hoch. Bin z.Z. sehr nervös und gestreßt und habe wieder Herzrasen und einen Blutdruck von 140-150. Habe das Markurma u. das Blutdruckmittel bis jetzt nicht genommen. Ich weiß nicht, was ich machen soll! Ich nehme Baldrian zur Beruhigung. Es wirkt auch, aber wenn ich wieder anfange zu denken, rast mein Herz wieder. Könnte es bei mir ein psychologisches Problem sein? Ich weiß keinen Rat mehr. Ich möchte kein Markurma einnehmen. Unteranderem habe ich noch eine Aortenstenlose leichten Grades. Diese wird regelmäßig untersucht. Es ist immer das gleiche Resultat, dass sich nichts verändert hat. Was würden sie mir raten? Ich bin 79 Jahre alt und bisher immer Vital gewesen bis auf den Streß seit einem halben Jahr!

manuten kommentierte am 28.08.2013

Habe schon immer Herzrythmusstörungen (hin und wieder) und Herzrasen. Im Feb. 2013 wurde dann eine Herzkatheter-Ablation durchgeführt und mein Herzrasen ist seit dem weg. Aber die Rhythmusstörungen habe ich noch. Mir wurde noch im April 2013 beide Eierstöcke entfernt, so dass ich nun in den Wechseljahren bin. Jetzt habe ich tägl. mehrmals Herzrythmusstörungen. Egal ob ich abgehetzt bin oder im Ruhezustand, es ist für mich sehr lästig. Ich nehme auch tgl. Schilddrüsentabletten L-Thyrox 112 mg ein.
Würde mich freuen, wenn Sie mir einen Rat geben könnten, wie ich die Probleme wieder los werde.

Beere kommentierte am 16.10.2014

Seit ca. 15 Jahren leide ich an vermehrt hypertensiven Entgleisungen, besonders nachts aus dem Schlaf. Seit ca. 3 Monaten habe ich unregelmäßig Herzstolpern und Bigeminus. Mitte Juni 2014 habe ich noch einen Zeckenbiss gehabt. Im August eine Erkältung mit Schüttelfrost und Magen-Darm Virus. Drei Tage habe ich nichts gegessen und hatte Durchfall. Ständige Untersuchungen und ein Notarzt konnten dann die Beschwerden beheben.

jessy kommentierte am 11.11.2014

Ich hatte heute wieder heftige Herzaussetzer und Herzrasen. Kann das bedingt sein durch die Psyche?

gipsy058 kommentierte am 27.12.2014

Ich bin 56 Jahre alt und leide schon seit Jahren unter Herzrasen/Stolpern und Aussetzern. Hin und wieder äußert sich das durch "Attacken", das Herz scheint im Brustkorb herumzutoben. Der Puls und der Blutdruck gehen schlagartig hoch, ich bekomme Angst und mir wird schwindelig. Ende November war es so schlimm, dass ich dachte, ich sehe durch eine viel zu starke Brille. Ich rief den Notarzt, der mich dann sofort mit ins Krankenhaus nahm. Es wurden sämtliche Tests gemacht und man bescheinigte mir ein gesundes Herz. Aber woher diese Attacken? Man verwies mich an einen Psychologen, bei dem ich leider erst in einem halben Jahr einen Termin bekam. Ursachen für Stress habe und hatte ich genug. Erst im Frühjahr wurde ich von meinem Lebensgefährten nach elf Jahren mit Lues angesteckt. Das war heftig. Außerdem entdeckte man auch, dass ich seit 20 Jahren unter Borreliose litt. Die Behandlungen waren so heftig, ich war fast taub, habe viele Haare verloren, mir ging es abgrundtief schlecht. Nun geht es wieder, zumindest körperlich. Nun wohne ich aber in dem Haus meines mittlerweile Ex-Lebensgefährten in einer eigenen Wohnung auf Miete und das schon immer. Leider war ich so dumm meine ganze Arbeitskraft und Geld mit in das Haus zu stecken. Er hat meine handwerklichen Fähigkeiten nur ausgenutzt. Ich könnte ja ausziehen, aber dann wäre alles für die Katz. Das ist mein ganzer Stress! Was kann ich nun tun?

Fabian kommentierte am 22.09.2015

Ich bin 19 Jahre alt und ich leide unter
Herzrhythmusstörungen. Es fühlt sich an als ob ein kleiner Stoß stets mein Herz anhalten lässt. Ich war dieses Jahr schon sechsmal im Krankenhaus. Und es wurden schon die verschiedensten Untersuchungen vorgenommen, EKG, Langzeit-EKG, Ultraschall vom Herzen und Blutabnahmen. Leider hat sich nichts finden lassen. Dann passieren aber Dinge wie, dass ich abgeholt werden muss, weil ich innerhalb kürzester Zeit so oft Herzstolpern hab, dass mir schwindelig wird und ich keine Kraft mehr habe mich zu bewegen. Seitdem ich Herzstolpern habe, sitze ich die meiste Zeit nur zu Hause herum oder liege in meinem Zimmer. Ich bin sehr verzweifelt, da ich nichts mehr machen kann. Meine Konzentration in der Schule ist schlechter geworden und ich kann kaum noch Sport machen ohne Angst zu haben, dass ich jeden Moment wieder Herzattacken bekommen könnte.
Kann mir jemand einen Rat geben was ich tun kann?

Dr. Julius kommentierte am 05.10.2015

Es fehlt der Hinweis, dass auch häufig Apnoe Ursache von Herzrhythmusstörungen sein kann (Atemstillstand im Schlaf zumeist durch Übergewicht ausgelöst)

Dennis kommentierte am 24.03.2017

Ich weiß keinen Rat mehr und wollte deshalb um Hilfe bitten.
Ich habe seit über zehn Jahren immer schlimmer werdende Herzrhythmusstörungen und einen Ruhepuls von 110 Schläge pro Minute (ohne Betablocker). Ich war schon bei drei verschiedenen Internisten, jedesmal ist nichts festgestellt worden. Seit ca. drei Wochen sind diese Störungen sehr schlimm geworden, weshalb ich wieder zum Arzt gegangen bin und wieder ist nichts festgestellt, bzw. unternommen worden. Was kann ich machen?