Cortison

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 11. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Cortison oder Kortison ist ein, in vielen Bereichen, sehr wirksames Medikament, das auf verschiedene Arten angewandt werden kann. Aufgrund der vielfältigen Nebenwirkungen sollte Cortison in höherer Dosierung jedoch nicht über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Cortison?

Cortison
Cortison oder Kortison ist ein, in vielen Bereichen, sehr wirksames Medikament, das auf verschiedene Arten angewandt werden kann.

Unter Cortison werden umgangssprachlich mehrere Hormone zusammengefasst, die in der Nebennierenrinde gebildet werden. Die wichtigsten dieser Hormone, auch Glucocorticoide genannt, sind Corticosteron, Cortisol und Cortison. Sie werden im menschlichen Körper für viele wichtige Funktionen, wie den Kreislauf, die Muskeln, das Immunsystem oder den Stoffwechsel, benötigt. Im engeren Sinn ist Cortison allerdings ein einzelner Stoff, und zwar ein unwirksamer: Erst in der Leber wird es wieder in das wirksame Cortisol umgewandelt. Cortison und Cortisol sind deshalb nicht dasselbe – Cortison ist die unwirksame Form, die der Körper aus Cortisol bildet und bei Bedarf wieder in Cortisol zurückverwandelt.

Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts diente das körpereigene Cortison der Forschung als Vorlage, sodass es heute in künstlicher Form als wirksames Medikament zur Verfügung steht. Des Weiteren war es durch die Veränderung des ursprünglichen Stoffes möglich, die Nebenwirkungen des Medikamentes zu reduzieren.

Cortison gibt es heute nicht nur in Tabletten oder Spritzenform, sondern auch als Nasenspray, Augentropfen, Creme oder Inhalationsmittel. Dadurch haben sich die Anwendungsgebiete für Cortison stark vergrößert.

Die einzelnen Wirkstoffe

Im alltäglichen Sprachgebrauch steht „Cortison“ für eine ganze Reihe von Arzneistoffen, die in den Präparaten tatsächlich stecken. Der Stoff Cortison selbst ist dabei nicht gemeint: Er ist die unwirksame Form, die erst in der Leber in das wirksame Cortisol übergeht.

Die gebräuchlichen Wirkstoffe sind Abwandlungen des körpereigenen Vorbilds. Für die Einnahme als Tablette und für die Gabe in die Vene werden vor allem Prednisolon, Prednison und Methylprednisolon verwendet; Hydrocortison entspricht dem körpereigenen Cortisol. Dexamethason und Betamethason zählen zu den stark und lang wirksamen Vertretern; ein hoch dosiertes Dexamethason-Präparat ist in der Europäischen Union bei Erwachsenen zur Behandlung des symptomatischen multiplen Myeloms in Kombination mit anderen Arzneimitteln zugelassen. Für die Anwendung in den Atemwegen wurden eigene Wirkstoffe entwickelt, darunter Budesonid, Fluticason, Beclometason und Ciclesonid. Auf der Haut kommen je nach Stärkeklasse unter anderem Hydrocortison, Prednicarbat, Mometason und Clobetasol zum Einsatz, und Triamcinolon wird unter anderem in Gelenke eingespritzt.

Diese Wirkstoffe unterscheiden sich in drei Punkten, die für die Behandlung wichtiger sind als die Zugehörigkeit zur gemeinsamen Gruppe: in der Stärke der entzündungshemmenden Wirkung, in der Wirkdauer und in dem Ausmaß, in dem sie zusätzlich den Salz- und Wasserhaushalt beeinflussen. Deshalb lassen sich Mengenangaben nicht von einem Wirkstoff auf einen anderen übertragen, und deshalb fällt auch das Nebenwirkungsprofil unterschiedlich aus. Eine Aussage über „Cortison“ ist deshalb in vielen Fällen ungenau, solange offenbleibt, welcher Wirkstoff in welcher Darreichungsform gemeint ist. Dasselbe gilt für die Frage, ab wann eine Behandlung als hoch dosiert gilt: Maßgeblich ist dabei nicht die Menge allein, sondern die Gabe im ganzen Körper oberhalb einer Schwelle über einen gewissen Zeitraum hinweg.

Anwendung, Nutzen & Gebrauch

Cortison hat eine stark entzündungshemmende Wirkung und kann allergische Erkrankungen deutlich lindern. Aus diesem Grund wird Cortison besonders bei Rheuma, Asthma oder Hauterkrankungen angewandt.

Bei Rheumaerkrankungen wird das Cortison in akuten Fällen in das betroffene Gelenk gespritzt. Ansonsten erfolgt eine orale Einnahme. Es bewirkt, dass die Entzündungsreaktionen in den erkrankten Gelenken gemindert werden.

Zu den Hauterkrankungen bei dem Cortison einsetzte wird, zählen nicht nur Ekzeme oder Ausschläge, sondern auch Schuppenflechte und Neurodermitis. Die entzündlichen Reaktionen dieser Erkrankungen können mit Hilfe von Cortison in Form von Cremes oder Salben gemildert werden.

Bei Asthmaerkrankungen wird Cortison zumeist als Inhalationsspray angewandt. Dadurch sinkt einerseits die Schleimproduktion in den Bronchien und andererseits werden die Entzündungsreaktionen gemindert oder sogar beseitigt. Auch wird die Anfälligkeit der Bronchien für bestimmte Reize deutlich weniger.

Bei Allergien wird Cortison in Form von Nasenspray oder Augentropfen angewendet. Die allergischen Reaktionen werden dadurch gemildert. Aber auch bei anderen entzündlichen Prozessen im Körper, wie beispielsweise Arthrose, kann Cortison Anwendung finden.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Bei der Anwendung von Cortison kann es zu einer Wechselwirkung mit verschiedenen Medikamenten kommen. Es sollte daher Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden.

Medikamente, die Barbitursäure enthalten (verschiedene Schlafmittel), bestimmte Medikamente, die bei Epilepsie eingesetzt werden und Rifampicin gegen Tuberkulose können die Wirkung von Cortison mindern. Eine Anpassung der Dosierung durch den Arzt kann daher nötig werden.

Wird Cortison zusammen mit Abführmitteln oder Entwässerungstabletten eingenommen, kann es zu einem erhöhten Kaliumverlust kommen. Erfolgt die orale Einnahme von Cortison in Verbindung mit den Rheumamitteln NSAR, kann es zu schweren Magenbeschwerden oder sogar zu einem Magengeschwür kommen.


Verabreichung & Dosierung

Bei der Verabreichung und Dosierung von Cortison sind mehrere wichtige Faktoren zu berücksichtigen. Cortison, ein Steroidhormon, wird häufig zur Behandlung von entzündlichen Erkrankungen, Allergien und Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Die Dosierung hängt von der Art und Schwere der Erkrankung, dem Alter und Gewicht des Patienten sowie individuellen Reaktionen ab.

Es ist wichtig, die Anweisungen des Arztes genau zu befolgen. Cortison sollte immer in der niedrigstmöglichen wirksamen Dosis und über den kürzestmöglichen Zeitraum verabreicht werden, um Nebenwirkungen zu minimieren. Die Einnahme erfolgt häufig morgens, um den natürlichen Rhythmus des Körpers nachzuahmen und die Nebenwirkungen zu reduzieren.

Bei Langzeitanwendung muss die Dosis schrittweise reduziert werden, um das Risiko eines Absetzensyndroms zu vermeiden. Plötzliches Absetzen kann zu einer Nebenniereninsuffizienz führen, da die körpereigene Cortisolproduktion unterdrückt wird.

Nebenwirkungen von Cortison können unter anderem Gewichtszunahme, Bluthochdruck, Osteoporose, Diabetes und ein erhöhtes Infektionsrisiko sein. Daher sind regelmäßige Kontrollen und Monitoring wichtig, um mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Patienten sollten auch über mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten informiert sein und ihren Arzt über alle eingenommenen Arzneimittel informieren. Eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil können helfen, einige Nebenwirkungen zu mildern. Zudem sollten Patienten keine Impfungen mit Lebendimpfstoffen während einer hoch dosierten Cortisontherapie erhalten.

Risiken & Nebenwirkungen

Obwohl durch Veränderung des körpereigenen Cortisons die Nebenwirkungen abgeschwächt werden konnten, können trotzdem noch Nebenwirkungen auftreten. Insbesondere zu Beginn der Therapie wird Cortison häufig in höherer Dosierung verschrieben, was zu dem verstärkten Auftreten der Nebenwirkungen führen kann.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass Cortison nur bei Spritzen oder Tabletten seine Wirkung, und damit auch die Nebenwirkungen, über den gesamten Körper verteilt. Bei den lokalen Anwendungen mit Tropfen, Cremes oder Spray stehen daher örtliche Nebenwirkungen im Vordergrund. Bei hoher Dosierung oder langer Anwendungsdauer gelangt jedoch auch örtlich angewendetes Cortison in den Blutkreislauf und kann dann Nebenwirkungen im gesamten Körper hervorrufen. Cremes und Salben mit Cortison können bei einer längerfristigen Anwendung zu Akne, roten Äderchen und dünner Haut führen.

Auch bei Augentropfen und Sprays mit Cortison ist nur bei einer längerfristigen Anwendung mit Nebenwirkungen zu rechnen. Durch die Schwächung der Immunabwehr kann es zu Bakterien- oder Pilzinfektionen kommen. Auch die Verdünnung der Hornhaut im Auge oder der Nasenschleimhaut ist möglich. In schlimmen Fällen kann sich sogar ein grüner Star entwickeln.

Auch bei der Inhalation von Cortison kann es zu einem erhöhten Infektionsrisiko kommen. Dieses kann jedoch durch das anschließende Ausspülen des Mundes verringert werden.

Bei Kindern kann die Anwendung von Cortison das Wachstum beschränken, daher sollte hier bei einer längerfristigen Anwendung die Entwicklung regelmäßig überprüft werden.

Da sich die körpereigene Cortisolproduktion auf das Medikament einstellt, sollte es immer zur gleichen Zeit angewandt werden. Auch muss das Medikament langsam ausgeschlichen werden und darf nicht abrupt abgesetzt werden. Da die Wirkung von Cortison je nach Anwendungsform erst mit einiger Verzögerung einsetzt, sollte nicht mit einer schnell einsetzenden Wirkung gerechnet werden.

Kontraindikationen

Typische Kontraindikationen bei der Verwendung von Cortison betreffen verschiedene medizinische Zustände und individuelle Patienteneigenschaften, die das Risiko für unerwünschte Wirkungen erhöhen. Patienten mit systemischen Pilzinfektionen sollten kein Cortison einnehmen, da das Immunsystem weiter geschwächt werden kann und die Infektion sich verschlimmern könnte. Ähnliches gilt für Patienten mit unbehandelten bakteriellen oder viralen Infektionen.

Menschen mit aktiven gastrointestinalen Ulzera, wie Magengeschwüren, sollten Cortison meiden, da es das Risiko für gastrointestinale Blutungen und Perforationen erhöht. Ebenso sind Patienten mit schwerer Osteoporose eine Risikogruppe, da Cortison die Knochendichte weiter verringern und Frakturen begünstigen kann.

Bei bestehenden psychischen Erkrankungen, insbesondere schweren Psychosen, ist Vorsicht geboten, da Cortison psychotische Episoden und Stimmungsstörungen verstärken kann. Patienten mit unkontrolliertem Diabetes mellitus sollten ebenfalls vorsichtig sein, da Cortison den Blutzuckerspiegel erhöhen kann, was die Kontrolle der Erkrankung erschwert.

Bei Patienten mit Glaukom oder Katarakten sollte die Anwendung von Cortison sorgfältig abgewogen werden, da das Risiko für die Verschlechterung dieser Augenerkrankungen besteht. Schwere Hypertonie (Bluthochdruck) und Herzinsuffizienz sind weitere Kontraindikationen, da Cortison zu Flüssigkeitsretention und einer Verschlimmerung dieser Zustände führen kann.

Schließlich sollten Patienten, die überempfindlich auf Cortison reagieren oder eine Allergie gegen das Medikament haben, es nicht einnehmen. Eine sorgfältige Abwägung der Risiken und Nutzen ist in jedem Fall notwendig, und alternative Behandlungsmöglichkeiten sollten in Erwägung gezogen werden.

Zwischen diesen Umständen bestehen allerdings erhebliche Unterschiede im Gewicht, und die Produktinformationen der einzelnen Wirkstoffe fassen den Kreis der echten Verbote enger. Die europäische Produktinformation eines hoch dosierten Dexamethason-Präparats etwa führt unter den Gegenanzeigen genau drei Punkte auf: die Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile, eine aktive Viruserkrankung, namentlich eine Virushepatitis, Herpes, Windpocken oder Gürtelrose, sowie eine nicht beherrschte Psychose. Was für einen einzelnen Wirkstoff in einer bestimmten Stärke gilt, lässt sich allerdings nicht auf die gesamte Gruppe übertragen; welches der genannten Krankheitsbilder ein Verbot und welches eine Vorsichtsmaßnahme darstellt, ist deshalb für jeden Wirkstoff gesondert zu bestimmen.

Dieselbe Produktinformation macht an einem Punkt deutlich, worauf die Zurückhaltung bei Infektionen beruht. Eine hoch dosierte Behandlung erhöht das Risiko schwerer Infektionen durch Bakterien, Hefen und Parasiten, auch durch Erreger, die sonst kaum Krankheiten auslösen, und sie kann zugleich die Anzeichen einer entstehenden Infektion verschleiern. Vor Beginn werden deshalb vorhandene Infektionsherde beseitigt, insbesondere eine Tuberkulose, und während der Behandlung wird auf neu auftretende Infektionen geachtet. Bestimmte Viruserkrankungen, namentlich Windpocken und Masern, können unter einer Behandlung mit Glukokortikoiden und noch eine Zeit lang danach schwerer verlaufen; Behandelte meiden deshalb den Kontakt zu Erkrankten. Besonders gefährdet sind Abwehrgeschwächte, die Windpocken oder Masern noch nicht durchgemacht haben.

Wie streng diese Grenze im Einzelfall zu ziehen ist, hängt von drei Größen ab: vom Wirkstoff, von der Menge und vor allem davon, ob das Mittel im ganzen Körper oder nur örtlich wirkt. Eine Creme, ein Nasenspray oder ein Augentropfen belastet den Organismus in anderem Maß als eine Tablette oder eine Spritze. Aussagen über Gegenanzeigen, die für die Behandlung des ganzen Körpers gelten, lassen sich deshalb nicht ohne Weiteres auf die örtliche Anwendung übertragen.

Interaktionen mit anderen Medikamenten

Cortison kann mit verschiedenen Medikamenten interagieren, was die Wirksamkeit und Sicherheit sowohl von Cortison als auch der anderen Arzneimittel beeinflussen kann. Eine häufige Interaktion besteht mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Aspirin, da die gleichzeitige Einnahme das Risiko für Magen-Darm-Blutungen und Ulzera erhöht.

Antikoagulanzien wie Warfarin können ebenfalls betroffen sein. Cortison kann die Blutgerinnungshemmung verändern, was zu einer erhöhten Blutungsgefahr oder einer verminderten Wirksamkeit der Antikoagulation führen kann. Patienten, die diese Kombination benötigen, sollten engmaschig überwacht werden.

Diabetesmedikamente wie Insulin oder orale Antidiabetika können durch Cortison beeinflusst werden, da es den Blutzuckerspiegel erhöhen kann. Dies erfordert häufig eine Anpassung der Diabetesmedikation und eine engere Blutzuckerkontrolle.

Cortison kann auch die Wirkung von Impfstoffen beeinträchtigen. Lebendimpfstoffe sollten während einer Hochdosis-Cortisontherapie vermieden werden, da die Immunantwort abgeschwächt sein kann und ein erhöhtes Risiko für Infektionen besteht.

Enzyminduktoren wie Rifampicin, Phenobarbital oder Phenytoin können den Abbau von Cortison beschleunigen, was eine Erhöhung der Cortisondosis erforderlich machen kann. Umgekehrt können Enzyminhibitoren wie Ketoconazol oder Erythromycin den Abbau von Cortison verlangsamen und somit das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen.

Schließlich kann Cortison die Wirkung von Kalium-depletierenden Diuretika verstärken, was zu einem erhöhten Risiko für Hypokaliämie führen kann. Auch die gleichzeitige Anwendung mit Herzglykosiden wie Digoxin kann problematisch sein, da die erhöhte Hypokaliämiegefahr das Risiko von Herzrhythmusstörungen verstärkt. Patienten sollten daher sorgfältig überwacht werden, und eine regelmäßige Kontrolle der Elektrolyte ist ratsam.

Alternative Behandlungsmethoden

Wenn Cortison nicht vertragen wird oder Kontraindikationen bestehen, gibt es verschiedene alternative Behandlungsmethoden und Wirkstoffe, die in Betracht gezogen werden können. Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Naproxen können bei entzündlichen Erkrankungen eingesetzt werden, obwohl sie weniger wirksam als Cortison sein können und ebenfalls Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden verursachen können.

Für autoimmune und entzündliche Erkrankungen stehen auch sogenannte Disease-Modifying Antirheumatic Drugs (DMARDs) zur Verfügung. Methotrexat, Sulfasalazin und Hydroxychloroquin sind gängige DMARDs, die das Immunsystem modulieren und Entzündungen reduzieren. Biologika, wie Infliximab, Adalimumab oder Etanercept, sind eine weitere Klasse von Medikamenten, die gezielt bestimmte Teile des Immunsystems blockieren und bei schweren entzündlichen Erkrankungen sehr wirksam sein können.

Bei Allergien und Asthma können Antihistaminika und Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten wie Montelukast eingesetzt werden. Diese Wirkstoffe reduzieren die allergische Reaktion und Entzündung in den Atemwegen.

Topische Therapien, wie Calcineurin-Inhibitoren (Tacrolimus, Pimecrolimus), sind eine Alternative für Hauterkrankungen wie Ekzeme, bei denen Cortison-haltige Cremes nicht vertragen werden. Diese Medikamente wirken entzündungshemmend, ohne die Nebenwirkungen von Cortison zu haben.

Für Patienten mit chronischen Schmerzen oder Entzündungen können physikalische Therapien, Akupunktur und pflanzliche Präparate wie Kurkumin oder Boswellia in Erwägung gezogen werden. Diese Alternativen bieten entzündungshemmende und schmerzlindernde Effekte mit einem anderen Nebenwirkungsprofil als Cortison.

Ein integrativer Ansatz, der Ernährungsumstellungen, Stressmanagement und Bewegung umfasst, kann ebenfalls hilfreich sein, um die Symptome zu lindern und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.

Quellen

  • Aktories, K., Flockerzi, V., Förstermann, U., Hofmann, F. (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.
    ISBN: 9783437426223
  • Geisslinger, G., Gudermann, T., Hinz, B., et al.: Mutschler Arzneimittelwirkungen.
    ISBN: 9783804746541
  • Diederich, S., Feldkamp, J., Grußendorf, M., Reincke, M. (Hrsg.): Referenz Endokrinologie und Diabetologie.
    ISBN: 9783132408586
  • Weber, M. M., Parhofer, K. G. (Hrsg.): Therapie-Handbuch - Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechsel.
    ISBN: 9783437238574
  • Herold, G.: Innere Medizin 2026.
    ISBN: 9783982116655

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