Tetanus-Impfung


Aktualisiert am 26. März 2019 von Dr. med. Nonnenmacher

Die Tetanus-Infektion (Wundstarrkrampf) gilt immer noch als eine der lebensbedrohlichsten Infektionskrankheiten. Daher wird die Tetanus-Impfung von den meisten Ärzten als unverzichtbar betrachtet, um bei Verletzungen einer Erkrankung vorzubeugen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Tetanus-Impfung?

Die Tetanus-Impfung wird verabreicht, um Wunden vor der Gefahr einer hochgefährlichen, in einem Drittel der Fälle tödlich endenen Tetanus-Infektion zu schützen.

Die Tetanus-Impfung wird verabreicht, um Wunden vor der Gefahr einer hochgefährlichen, in einem Drittel der Fälle tödlich endenen Tetanus-Infektion zu schützen. Bei dieser Krankheit kommt es zu Krämpfen und Lähmungszuständen, wenn Tetanus-Bakterien über eine Wunde in den Körper eingedrungen sind.

Tetanus-Bakterien (Clostridium tetani) sind als Sporen überall in unserer Umwelt vorhanden, z.B. in Erde, Staub, Holz und auf der Haut, außerdem in tierischen Ausscheidungen. Diese Bakterien können nur unter Sauerstoffausschluss gedeihen, weshalb das Abdecken offener Wunden eine Infektion fördern kann. Ausgelöst wird die Tetanus-Erkrankung durch einen von den Bakterien freigesetzten Giftstoff.

Bei der Tetanus-Impfung wird Tetanol in einen Muskel gespritzt, ein Impfstoff, der gegen die Giftstoffe (Tetanustoxine) schützt, indem er deren schädigende Wirkung neutralisiert. Auch wenn bei einer Verletzung kein ausreichender Impfschutz besteht, kann meist eine rasch erfolgende Tetanus-Impfung eine Infektion verhindern. Eine Tetanus-Impfung als Vorbeugung und Schutz ist vor allem deshalb besonders wichtig, weil bisher kein Gegenmittel gegen Tetanus vorhanden ist.

Funktion, Wirkung & Ziele

Ohne eine Tetanus-Impfung besteht ständig die Gefahr, sich zu infizieren. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Grundimmunisierung sowie regelmäßige Auffrischungen, denn der erlangte Impfschutz hält nur über einen gewissen Zeitraum vor. Bei einer frischen Verletzung wird bei Betroffenen ab 60 Jahren zusätzlich eine Auffrisch-Impfung empfohlen, sollte die letzte Tetanus-Impfung mehr als fünf Jahre zurückliegen. Betroffene ohne Impfschutz, die sich verletzt haben, sollten sofort den Arzt aufsuchen, um sich eine Tetanus-Impfung geben zu lassen.

Die Grundimmunisierung von drei Impfungen erfolgt in Abständen von mindestens vier Wochen und wird meist zusammen mit anderen Impfungen schon im Säuglingsalter vorgenommen. Sollte sie versäumt worden sein, kann sie später nachgeholt werden. Ist eine komplette Grundimmunisierung durchgeführt worden, muss diese lebenslang nicht wieder erfolgen.

Allerdings muss die Tetanus-Impfung wieder aufgefrischt werden, zunächst zwischen dem 5. und 6. Lebensjahr, dann zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr, meistens auch wieder kombiniert mit anderen wichtigen Impfungen wie die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Polio. Wichtig ist, dass auch Erwachsene die Tetanus-Impfung etwa alle zehn Jahre auffrischen lassen sollten.

Eine Tetanus-Impfung wird in den Oberarm-Muskel injiziert. Sie ist eine sogenannte Totimpfung, da sie nur das abgeschwächte, unschädlich gemachte Gift des Tetanus-Bakteriums (Tetanus-Toxin) enthält. Das bedeutet, bei dem Geimpften wird zwar keine Infektion, dafür aber eine gewünschte Abwehrreaktion im Körper ausgelöst. Die Tetanus-Impfung veranlasst das Immunsystem, Antikörper gegen die Tetanus-Infektion zu bilden. Die Schutzrate der Tetanus-Impfung beträgt nahezu 100%.

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Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Die Tetanus-Impfung selbst kann keine Tetanus-Erkrankung auslösen, da der Impfstoff lediglich das unschädlich gemachte Gift des Bakteriums beinhaltet. Auf der anderen Seite entsteht durch die Tetanus-Impfung aber auch kein dauerhafter Schutz, sie muss also regelmäßig aufgefrischt werden, was vielen Menschen nicht bewusst ist.

Besonders ältere Menschen über 60 vergessen oft, wann eine Auffrisch-Impfung fällig ist. Gerade für diese Bevölkerungsgruppe stellt aber eine Tetanus-Infektion eine größere Gefahr dar als für jüngere Menschen. Eine Tetanus-Impfung sollte in einigen Fällen nur nach sorgfältiger Besprechung mit dem Arzt erfolgen, z.B. wenn der Betroffene unter einem schwerem Defekt der Immunabwehr leidet oder während einer Behandlung mit Medikamenten, die die körpereigene Abwehr schwächen.

Das Gleiche gilt für den Fall, dass ein Patient bereits vorher einmal ernsthafte Schwierigkeiten nach einer Impfung hatte. Vorsicht ist auch vor einer Operation geboten oder während der Schwangerschaft. Auch wenn die Tetanus-Impfung mit Totimpfstoff erfolgt und daher normalerweise gut verträglich ist, entsteht oft durch die Anregung der körpereigenen Abwehr eine Rötung, Druckschmerzhaftigkeit, Juckreiz oder Schwellung an der Injektionsstelle. Andere Nebenwirkungen sind seltener.

So können bei Betroffenen nach der Impfung z.B. eine starke Schwellung, Temperaturerhöhung oder Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Doch diese Beschwerden verschwinden meist nach wenigen Tagen. Noch seltener sind allergische Reaktionen, und nur in Einzelfällen ist es nach einer Tetanus-Impfung zu Erkrankungen des Nervensystems gekommen.

Quellen

  • Gesenhues, S., Zisché, R.H., Breetholt, A. (Hrsg.): Praxisleitfaden Allgemeinmedizin. Urban & Fischer, München 2013
  • Mader, F., Weißgerber, H.: Allgemeinmedizin und Praxis. Springer, Heidelberg 2014
  • Renz-Polster, H., Krautzig, S. (Hrsg.): Basislehrbuch Innere Medizin. Urban & Fischer, München 2012


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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

"Mutter Christa" kommentierte am 24.08.2013

Nach der Tetanusimpfung habe ich eine starke Rötung um den Einstich bekommen und Berührungsschmerzen. Diese hat/haben in der Intensität ca. 1 Woche angehalten. Nun habe ich nach 2 Wochen noch immer eine Verhärtung an der Einstichstelle.

schneeflocke kommentierte am 22.02.2014

Am Donnerstagmorgen bekam ich eine Tetanusimpfung. Heute, am Samstag, geht es mir den ganzen Tag schon schlecht. Ich habe Kopfschmerzen, mir ist schwindelig und übel. Ist das normal?

ija kommentierte am 15.04.2014

Vor sechs Tagen wurde ich geimpft und ich kann den Arm immernoch kaum bewegen. Ich habe besonders nachts starke Schmerzen und dementsprechend fünf Tage kaum geschlafen. Schmerzmittel helfen auch nicht. Ist das normal?

Armer Hase kommentierte am 12.12.2014

Ich habe gestern eine Tetanus-Auffrischung erhalten. Hatte gestern Nachmittag dann leichtes Fieber und die Einstichstelle tut so weh, dass ich mich kaum bewegen kann. Heute ist mir schwindlig und ich habe Kopfschmerzen, sodass ich mich kaum auf den Beinen halten kann und fast nur liege. Ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll. So etwas hab ich noch nie gehabt nach einer Impfung. Ist das normal?

Mandolina kommentierte am 08.01.2015

Nach der Tetanus-Impfung hatte ich sehr starke Schmerzen im Arm, sodaß ich nachts nicht liegen und schlafen konnte. Tagsüber im Büro war mein Gesicht stark gerötet und Schweißausbrüche wechselten sich ab mit starkem Frösteln. Ich hatte Kreislaufprobleme und fühlte mich einfach elend. Der Arm war kaum zu bewegen wegen der Schmerzen. Mein Arzt meinte, daß das keine Reaktionen auf die Impfung sein können. Sondern?
Ist es sinnvoll dieses Risiko für eine Impfung einzugehen?
In diesem Zustand fuhr ich dann täglich 100 km auf der Autobahn. Ich werde mich nicht mehr für diese Impfung entscheiden!

joenes kommentierte am 01.04.2015

Also ich habe am Montag auch eine Tetanusauffrischung bekommen. In der Nacht zeigten sich die ersten Impfreaktionen: Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen und schließlich am Morgen dann auch Fieber und eine riesige Beule die ungemein schmerzt am Oberarm. Meine Gedanken waren: "Mist, entweder haste dich jetzt beim Arzt ordentlich mit ner Influenza angesteckt oder du hast eine noch nie gekannte Impfreaktion."
Glücklicherweise halfen Iboprofen und beim Arztbesuch wurde ich beruhigt, dass es wohl eher eine Impfreaktion sei, keine Grippe. Dafür fehle der Husten und Schnupfen. Die Beschwerden sollten innerhalb der nächsten drei Tage abklingen. Und siehe da: Heute ist mir noch etwas schummrig, aber kein Fieber, keine Schmerzen, etc. Nur noch beim Einstich. Aber mal ehrlich: Lieber so eine Impfreaktion, als sich wirklich infizieren und zu dem Drittel gehören, das nicht mehr gerettet werden kann. Deswegen sich nicht mehr impfen zu lassen? Nein! Und zur Not kann man sich auch krank melden.

Peggy kommentierte am 09.04.2015

Ich hatte die Tetanusimpfung (als 4-fach) vor zwei Tagen. Ich habe starke Schmerzen im Arm. Frieren und Schwitzen wechseln sich ab. Mein Kreislauf leidet sehr und ich habe massive Gliederschmerzen. Kurz: Ich fühle mich sehr krank und ich fühle mich nicht gut aufgeklärt über diese Impfung. Jetzt, wo ich mich belese, wegen den Nebenwirkungen, trifft mich fast der Schlag. Nach 4 Fehlgeburten und inzwischen diagnostizierten APS-Syndrom, frage ich mich, ob genau diese Impfung dafür verantwortlich ist. Nie wieder!

Elke kommentierte am 18.05.2015

Meine Tetanusimpfung war am letzten Mittwoch. Nach drei Tagen Kopf- und Gliederschmerzen dachte ich, es wird besser. Seit gestern plagen mich aber Schwindel und Übelkeit. So ein Mist. Übrigens, mein Arm tut immer noch weh.

Fred Brück kommentierte am 10.06.2015

Über die hier so stark beklagten Schmerzen, klärt normalerweise der Arzt vor der Impfung auf. Auch darüber, dass die nächsten Tage nach der Impfung auf Sport und starke Anstrengung verzichtet werden soll.

Lucke kommentierte am 04.07.2015

Nach einer Kopfplatzwunde bekam mein Mann eine Tetanus-Diphtherie-Spritze. Am nächsten Tag bekam er starke, krampfartige Kreuzschmerzen. Zusätzlich war der Darm blockiert. Erst durch homöopathische Behandlung kam nach einer Woche wieder der Stuhlgang. Ebenso ließen die krampfartigen Schmerzen nach. Er konnte nicht mehr alleine aus dem Bett, nur mit ganz starken Schmerzen. Er wird jetzt laufend homöopatisch behandelt und langsam wird es besser.

katzi kommentierte am 06.08.2015

Ich habe nach ca. zwei Tagen nach der Tetanusimpfung eine sogenannte fliegende Mücke im linken Auge bekommen. Im linken Arm bekam ich die Impfung. Mir tat der Arm auch so vier Tage lang weh an der Einstichstelle. Ist das Zufall mit der fliegende Mücke im Auge?

Tiger kommentierte am 11.10.2015

Ich bekam die Impfung am 09.10.2015. Bis jetzt ist alles gut, außer dass ich am rechten Arm, am Trizeps bei der Einstichstelle, einen Muskelkater fühle. Es fühlt sich schon unangenehm an, aber nicht besonders schlimm, immer noch besser als nicht geimpft zu werden und das es schlimm enden könnte. Aufgeklärt hat mich mein Hausartzt und ich habe auch vorher gegoogelt. Ich habe mich impfen lassen, weil wir zwei Katzen haben und wir öfter ein paar Kratzer bekommen, deswegen war es mir wichtig.

karlkoks kommentierte am 21.11.2015

Ich wurde vor kurzem gegen Tetanus geimpft und wenige Stunden nach der Impfung bekam ich einen geschwollenen Oberarm. Dazu fühlte sich die Stelle sehr heiß an und nässte später auch noch. Nach einer Nacht Schlaf war der Arm zwar noch geschwollen, aber das Hitzegefühl ist fort. Ist das Schlimmste überstanden?

Jens kommentierte am 03.12.2015

Am 01.12.2015 wurde ich gegen Tetanus geimpft. Die erforderlichen Nachfolgeimpfungen nehme ich auch. Ich bin 52 Jahre alt und Diabetiker. Beschwerden nach der Impfung hatte ich keine.

mini kommentierte am 05.01.2016

Ich habe nach einer Schnittwunde eine Tetanusimpfung bekommen. Nach zwei Tagen bekam ich dann starke Schmerzen am Oberarm und Herzrasen. Wegen des Herzrasens bin ich dann zu meinem Hausarzt, der wiederum meint, dass es nicht an der Impfung liegt. Dies kann ich mir aber nicht vorstellen, weil ich davor keine Probleme hatte. Was kann ich machen?

Tosiba kommentierte am 10.01.2016

Ich habe vor kurzem eine Tetanusspritze bekommen. Ich bin 60 Jahre alt und es war die erste in meinem Leben. ich habe immer noch so starke Schmerzen im Oberarm. Ich kann fast nichts heben und drauf liegen geht nicht. Ist das normal?

manu kommentierte am 24.05.2016

Ich habe mich regelmäßig alle zehn Jahre gegen Tetanus impfen lassen und nie größere Probleme gehabt. Nun habe ich zum ersten Mal die vierfach Impfung erhalten und nach zwei Tagen geht es mir ziemlich schlecht. Abwechselnd heiß und kalt, starker Husten, Muskel-und Gelenkschmerzen. Über eventuelle Nebenwirkungen wurde ich nicht aufgeklärt. Was kann ich machen?

Bardens kommentierte am 14.10.2016

Mir wurde am letzte Woche eine vierfach Tetanusimpfung gespritzt. Nun ist die Einstichstelle seit kurzem rot und etwas heiß und es schmerzt. Kas kann man, außer kühlen, noch dagegen tun? Ist das gefährlich?

Pinky74 kommentierte am 10.11.2016

Ich habe meine Kombi-Auffrischimpfung vor genau einer Woche bekommen, mein Arm tut immer noch weh. Bei Berührung und beim Heben des Armes. Ich hatte nicht wirklich Erkältungssymptome, fühlte mich aber danach schon sehr schwach und angeschlagen. Das Schlimmste war mein Arm, ich konnte nicht darauf liegen, den Arm so gut wie gar nicht heben und um die Einstichstelle entstand eine große Schwellung des Muskels. Nach einer Woche wurden die Schmerzen im Arm etwas weniger, ich kann mir zumindest vorsichtig schmerzfrei über den Arm streichen, was vorher nicht möglich war. Ich hatte schon gedacht, dass es an der Ausführung des Spritzens lag warum es so schmerzt, aber jetzt lese ich, dass so viele Probleme hatten, das hätte ich nicht gedacht.

Angiewangui kommentierte am 26.12.2016

Seit der Kombiimpfung Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten habe ich sehr starke Schmerzen am kompletten Arm. Diese strahlen aus bis zur Brust und das schon seit über sieben Tagen. Was kann ich machen?

Angiewangui kommentierte am 31.12.2016

Bei mir ist die Impfreaktion auf die Kombiimpfung Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten ein sehr starker Schmerz am kompletten Arm, ausstrahlend bis zur Brust und das schon seit über sieben Tagen. Ich kann den Arm ohne Schmerzmittel nicht selbst heben, selbst die Bettdecke kann ich nicht heben oder senken, ich habe mich schon seit Jahren gegen Tetanus etc. impfen lassen, da ich immer sehr viel mit Tieren zu tun habe, aber ich hatte nie solche Probleme. Mir ging es wie den meisten der Kommentargeber, ich wurde nicht ausreichend auf diese Komplikationen und Schmerzen hingewiesen.

Lutmilla kommentierte am 16.06.2017

Ich wurde vor ca. drei Wochen vom Zwergkaninchen gebissen. Nach einer Woche mit Repevax (vierfach Impfung) geimpft, da die Tetanusimpfung 15 Jahre zurück lag. Seitdem Spannungskopfschmerzen, zwei Tage minimale Schmerzen im Arm, diese sind auch weg, nur die Kopfschmerzen nicht. Ist das normal? Was kann ich machen?