Arterielle Durchblutungsstörungen in Füßen und Beinen
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 15. August 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Seit Jahren häufen sich in den Sprechstunden Klagen von Patienten über Schmerzen in einem Bein oder beiden Beinen, die den Betreffenden nach einer gewissen Wegstrecke zum Stehenbleiben zwingen. Ein Patient, der über solche Schmerzen klagt, erhält mit Sicherheit die Anweisung vom Arzt, beide Beine freizumachen und sich auf das Untersuchungsbett zu legen. Der Arzt tastet die Fußrücken, die Partien unterhalb der inneren Fußknöchel, die Kniekehlen und die Leistenbeugen ab.
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Ursachen
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Anschließend wird er dem Patienten den Auftrag geben, die Beine hochzuheben, mit den Händen die Beine unter den Kniekehlen zu stützen und die Füße zu rollen. Auf diese Weise lässt sich feststellen, ob und wann Schmerzen in den Füßen oder Waden auftreten, wie sie der Patient beim Gehen beobachtet hat.
Der Arzt registriert die Zeitdauer dieses Fußrollens anhand einer Stoppuhr und lässt den Patienten, sobald er vor Schmerzen nicht mehr weiterrollen kann, sofort aufstehen. Die zunächst stark abgeblassten Füße röten sich meist fleckförmig, ehe wieder die Normalfärbung eintritt.
Früher stützte sich die Diagnose vor allem auf solche Lagerungsproben. Nach heutigem Kenntnisstand ist der Knöchel-Arm-Index die entscheidende einfache Untersuchung: Dabei wird der Blutdruck am Knöchel mit dem am Oberarm verglichen; Werte unter 0,9 sprechen für eine periphere arterielle Verschlusskrankheit.
Damit haben wir zugleich das Wesen dieser Erkrankung beschrieben, bei der es sich um Durchblutungsstörungen der Beine und ihrer einzelnen Anteile, Muskeln, Haut, Sehnen, handelt. Die Gefäße sind durch Veränderungen an der Innenschicht verengt und haben demzufolge nicht mehr ihren normalen Durchmesser. Die Folge davon ist, dass nur ungenügend Blut in die Muskulatur und die anderen abhängigen Organe gelangt.
Die Ernährung, besonders die Sauerstoffzufuhr, wird vermindert, und es treten krampfartige Schmerzen auf. Diesen Schmerzvorgang kann man jederzeit nachprüfen, wenn man sich einen Finger abbindet und ihn gleichzeitig bewegt. Ein verengtes Gefäß lässt sich auch ganz grob mit einem alten Wasserleitungsrohr vergleichen, in dem sich Rost, Kalk oder Kesselstein abgesetzt haben; aus solch einem Rohr fließt das Wasser nur noch mit wesentlich vermindertem Druck.
Die arteriellen Durchblutungsstörungen treten besonders bei Männern ab dem fünfundvierzigsten Lebensjahr auf, in einzelnen Fällen bereits früher. Hauptsächlich kommen als Ursache arteriosklerotische Ablagerungen in Frage, deren Entstehung durch entzündliche und allergische Leiden, chronische Eiterherde, zum Beispiel an den Mandeln oder Zähnen, oder durch Stoffwechselerkrankungen begünstigt wird. Lange Zeit maß man dabei chronischen Eiterherden und allergischen Leiden großes Gewicht bei. Nach heutigem Kenntnisstand sind jedoch Rauchen, Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen die entscheidenden Risikofaktoren.
Diese krankhaften Veränderungen beobachten wir gehäuft bei starken Rauchern. Das ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass Nikotin ein ausgesprochenes Gefäßgift ist.
Fördernd wirkt außerdem eine verminderte Anpassungsfähigkeit des Gefäßsystems, die Folge von fehlendem körperlichen Training und chronischem Bewegungsmangel ist. Auch die Störung des venösen Rückflusses, besonders bei Übergewichtigen und Krampfaderbefallenen, kann zu entzündlichen Veränderungen in der Nähe der Arterien führen und sie in Mitleidenschaft ziehen.
Es besteht eine nahe Verwandtschaft zwischen arteriellen Durchblutungsstörungen der Extremitäten und der Mangeldurchblutung der Herzkranzgefäße. Es handelt sich oft um eine Erkrankung des gesamten arteriellen Gefäßsystems und nur in selteneren Fällen um Gefäßverschlüsse, die durch Blutgerinnsel (Embolie und Thrombosen) hervorgerufen werden.
Symptome, Beschwerden & Anzeichen
Eine gestörte Durchblutung in Füßen und Beinen zeichnet sich durch eine schlechte Wundheilung, Kribbeln, Schmerzen und Gefühlsstörungen aus. Die genannten Symptome können eine Vielzahl an Ursachen haben und Anzeichen für eine behandlungsbedürftige Erkrankung der Füße und Beine darstellen. Aber nicht jedes Symptom, das sich an den unteren Extremitäten bemerkbar macht, hat zwangsläufig eine arterielle Durchblutungsstörung als Ursache. Stress, Temperaturschwankungen oder psychische Faktoren nehmen bei der Gefäßsystemkontraktion auch eine Rolle ein.
Zu Beginn sind die Veränderungen des Gefäßapparates an den Beinen bereits erkennbar, bereiten im Alltag jedoch keine Beschwerden und bleiben daher vom Patienten oftmals unentdeckt. Die Durchblutungsstörungen treten meist in den Oberschenkelarterien auf, können aber auch die Arterien des Beckens oder der Unterschenkel betreffen.
Bei Auftreten von Erstsymptomen wie Taubheit, Kältegefühl der Extremitäten, Kribbeln oder Schmerzen beim Gehen oder Treppensteigen ist jedenfalls eine Abklärung durch den Arzt vorzunehmen, um verschiedene Krankheiten des Gefäßsystems ausschließen zu können.
Auf dieser Basis kann eine passende Therapie gegen die Arterienverkalkung eingeleitet werden, da die Symptome, sofern sie unbehandelt bleiben, im Krankheitsverlauf immer schwerwiegender werden. In diesem Fall würde es letztlich zu ständigen Schmerzen bei Bewegung oder Belastung wie zum Beispiel der "Schaufensterkrankheit" in den unteren Gliedmaßen führen.
Komplikationen
Arterielle Durchblutungsstörungen in Füßen und Beinen schreiten normalerweise langsam fort, weil sich parallel dazu die krankhaften Veränderungen in den versorgenden Arterien ebenfalls langsam entwickeln. In der Regel handelt es sich allerdings um eine Verschlechterung, wenn die Störungen unbehandelt bleiben und die Ursachen weder erkannt noch beseitigt werden. Als eine der ersten Komplikationen stellen sich häufig sensorische Ausfälle ein.
Der Schweregrad wird nach Fontaine in vier Stadien eingeteilt: Stadium I ohne Beschwerden, Stadium II mit Schmerzen beim Gehen (IIa mit einer schmerzfreien Gehstrecke über 200 Metern, IIb unter 200 Metern), Stadium III mit Schmerzen bereits in Ruhe und Stadium IV mit einem Gewebedefekt wie einem offenen Geschwür oder abgestorbenem Gewebe.
An Beinen und Füßen entsteht eine Art Taubheitsgefühl, und taktile Schmerzempfindungen sind stark reduziert oder fallen gänzlich aus. In weiter fortgeschrittenen Stadien treten Komplikationen in Form von Schmerzen auf, die bei Belastungen besonders stark sind wie bei der bekannten peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, die auch als Schaufensterkrankheit bezeichnet wird. Wegen der mangelnden Versorgung des Gewebes in Beinen und Füßen ist die Wundheilung nach einer Verletzung gestört.
Irreversibles Absterben von Gewebe kann sich als eine ernsthafte Komplikation einstellen. In besonders gravierenden Fällen, in denen abgestorbenes Gewebe in Verbindung mit der Nichtwiederherstellbarkeit einer ausreichenden Blutzirkulation korrespondiert, kann es sogar notwendig werden, die betroffenen Gliedmaßen zu amputieren. Einer drohenden Vergiftung des gesamten Körpers, die unmittelbar lebensbedrohlich wäre, wird damit vorgebeugt.
Unabhängig von einer Behandlung der Durchblutungsstörung entsprechen die auftretenden Komplikationen dem jeweiligen Schweregrad des arteriellen Versorgungsengpasses. Allerdings bilden sich nicht alle aufgetretenen Komplikationen zurück, sofern die Schwelle zur Irreversibilität bereits überschritten ist.
Wann sollte man zum Arzt gehen?
Wenn wiederholt Taubheitsgefühle oder Sensibilitätsstörungen in den Gliedern bemerkt werden, ist ein Arztbesuch zu empfehlen. Eine arterielle Durchblutungsstörung in Füßen und Beinen äußert sich außerdem durch Blässe, Muskelschwäche und Schmerzen. Sollten diese Symptome bemerkt werden – egal, ob sie schleichend oder ganz plötzlich auftreten – muss ein Arzt die Ursache abklären. Zwar liegt nicht immer eine gestörte Durchblutung vor, die Beschwerden deuten aber zumindest auf eine Erkrankung hin, die diagnostiziert und gegebenenfalls behandelt werden muss.
Wird das Grundleiden nicht behandelt, nehmen die Beschwerden weiter zu und führen schließlich zu Gewebeschäden wie dem sogenannten Raucherbein. Spätestens, wenn Lähmungserscheinungen mit starken Schmerzen einhergehen, die auch in Ruhe nie ganz verschwinden, ist eine medizinische Untersuchung erforderlich.
Patienten mit einem Diabetes oder einer bestehenden Arterienerkrankung sollten bei ungewöhnlichen Symptomen unverzüglich mit dem behandelnden Arzt sprechen. Sollten Schwindel, Brustenge und stechende Schmerzen im linken Arm auftreten, besteht akute Lebensgefahr und der Rettungsdienst muss kontaktiert werden. Ergänzend dazu müssen Erste-Hilfe-Maßnahmen geleistet werden.
Behandlung & Therapie
Selbstverständlich empfiehlt es sich, schon bei den ersten Anzeichen wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um ein Fortschreiten des Leidens zu verhindern. Nach einer Spezialuntersuchung wird der Behandlungsplan festgelegt. Ist die Krankheit schon fortgeschritten, kann man heute mit Hilfe von Medikamenten oder eines chirurgischen Eingriffs die periphere Durchblutung wiederherstellen.
Zur Ergänzung und Fortführung der klinischen Behandlung sind auch Kuren geeignet, mit deren Hilfe der bei allen Menschen vorhandene Umgehungskreislauf trainiert und belastungsfähig gemacht werden kann, so dass kleine Gefäße befähigt werden, die Funktion der verengten großen Adern zu übernehmen. Der künstliche Gefäßersatz erweist sich aber oftmals all diesen Maßnahmen gegenüber als überlegen.
Lange Zeit galt der operative Gefäßersatz tatsächlich als die überlegene Lösung. Nach heutigem Kenntnisstand ist dagegen im Stadium der eingeschränkten Gehstrecke ein strukturiertes Gehtraining die wirksamste Maßnahme; Aufdehnung und Operation bleiben in erster Linie den fortgeschrittenen Stadien mit Ruheschmerz oder Gewebedefekt vorbehalten. Zur Basisbehandlung gehören außerdem ein vollständiger Rauchstopp, ein Statin zur Senkung des Cholesterins und ein Thrombozytenhemmer.
Ein Dauererfolg lässt sich auch ohne Operation bei solchen Patienten erreichen, die frühzeitig zur Behandlung kommen und bereit sind, sich einer Langzeitbehandlung mit allen ihren Konsequenzen auch für die Lebensgewohnheiten des Einzelnen zu unterziehen.
Hierbei kommt es vor allem darauf an, dass der Patient unter Anleitung des Arztes daheim mitarbeitet und sein Gefäßsystem täglich nach einem festen Plan trainiert. Das beste Training ist die Bewegung. Die günstigsten Belastungen sind: mindestens zweimal täglich Fußrollübungen, die dreimal hintereinander bis unterhalb der Schmerzgrenze durchgeführt werden.
Hierzu legen wir uns entspannt auf den Rücken und heben die Beine leicht gebeugt an. Mit den Händen umfassen wir die Kniekehlen und bewegen die Füße kreisförmig, eventuell auch die gesamten Unterschenkel. Es empfiehlt sich, diese Übung nicht mit vollem Magen vorzunehmen.
Sollte sie besonders von älteren Menschen als zu anstrengend empfunden werden, ist es ratsam, sich in einen bequemen Sessel zu setzen, mit beiden Händen jeweils nur ein Bein zu umfassen und so nacheinander die Rollübungen durchzuführen. Wichtig ist auf alle Fälle, dass man nach Auftreten der Schmerzen aufsteht und abwartet, bis sie abgeklungen sind und die eventuell auftretenden Verfärbungen sich wieder normalisiert haben.
Diese Übungen sind nur für die leichteren Stadien gedacht. Bestehen die Schmerzen bereits in Ruhe oder liegen offene Stellen vor, dürfen die Beine nicht hochgelagert werden, weil dadurch noch weniger Blut in den Fuß gelangt; in diesem Fall ist die Tieflagerung richtig. Wärmflaschen und Heizkissen sind in jedem Fall zu vermeiden: Bei gestörter Sensibilität werden Verbrennungen zu spät bemerkt, und die Wärme steigert den Sauerstoffbedarf des ohnehin unterversorgten Gewebes.
Weitere wirkungsvolle Maßnahmen gegen Durchblutungsstörungen sind spezielle Fußgymnastik, regelmäßiges Gehtraining, Wandern, Radfahren, Joggen und Schwimmen, wobei aber die durch den Schmerz angezeigte Leistungsgrenze nicht überschritten werden darf. Alle Übungen müssen so durchgeführt werden, dass wir durch den Wechsel von Anspannung und Entspannung die bestmögliche Durchblutung erreichen.
Die genannten Übungen können durch Trockenbürsten ergänzt werden. Die Strichführung beginnt unten an den Beinen, jeweils an den Innenseiten. Die Fußsohlen nicht vergessen! Gebürstet wird immer in Richtung zum Herzen, also Arme und Beine aufwärts, bis leichte Rötung und Wärmegefühl eintritt.
Bewährt hat sich folgendes Schema: rechtes Bein bis zum Gesäß, linkes Bein bis zum Gesäß, rechter Arm und rechte Schulter, linker Arm und linke Schulter, Rücken und Hüften vom Gesäß an aufwärts, Bauch in Uhrzeigerrichtung kreisend, Oberkörper von der Schulter bis zum Brustbein und den Rippen entlang.
Aussicht & Prognose
Die arteriellen Durchblutungsstörungen in Füßen und Beinen haben eine gute Prognoseaussicht. Die medizinische Behandlung sieht verschiedene Möglichkeiten vor, die zu einer Behebung der Störung führen. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass es ohne eine ärztliche Versorgung zu einem tödlichen Krankheitsverlauf kommen kann.
Verstopft ein Thrombus die Blutgefäße, besteht das Risiko, dass dieser sich löst und über die Blutbahn an einen anderen Ort transportiert werden kann. Dort kann er verschiedene Versorgungslinien behindern und einen Blutstau auslösen. Eine Stauung des Blutes bewirkt eine Beschädigung der Gefäßwände.
In schweren Fällen droht ein Schlaganfall, der zu lebenslangen Beeinträchtigungen führen kann oder ein Ableben zur Folge hat. Wird die Durchblutungsstörung in Füßen und Beinen frühzeitig diagnostiziert, bestehen hingegen gute Aussichten auf eine Heilung.
Die Gefäßverengung kann durch die Gabe von Medikamenten oder durch einen operativen Eingriff beseitigt werden. Innerhalb weniger Tage oder Wochen ist der Patient beschwerdefrei. Es findet eine normale Blutversorgung statt und die Beschwerden sind beseitigt.
Damit es zu keiner erneuten Gefäßverengung kommt, ist die Mitarbeit des Betroffenen wichtig. Ausreichende Bewegung, ein gesunder Lebenswandel sowie durchblutungsfördernde Maßnahmen sollten eigenverantwortlich vorgenommen werden. Werden die Beine über einen längeren Zeitraum kaum bewegt oder wird eine starre Körperhaltung eingenommen, erhöht sich das Risiko für gesundheitliche Probleme.
Wechselbäder nach Kneipp
Weitere durchblutungsfördernde Maßnahmen sind die temperierten Kneippschen Wechselgüsse, die am gesunden Bein oder an den Armen vorgenommen werden. Wir beginnen mit einem Guss von etwa 36 bis 38 Grad, schließen einen kalten Guss von ungefähr 20 bis 24 Grad an und beenden den Guss warm. Danach gehen wir ins Bett.
Erst mit fortschreitendem Training und nach Besserung der Beschwerden - man spürt das an der schnelleren Wiedererwärmung — wird noch ein weiterer kalter Guss angeschlossen und im Anschluss daran gelaufen. Auch ansteigende Teilbäder, ebenfalls am gesunden Bein, oder falls beide Beine befallen sind, am Arm sowie ansteigende Sitzbäder sind zu empfehlen.
Dabei sind die Beine mit Decken einzuhüllen. Diese Bäder beginnt man im allgemeinen mit 36 Grad und steigert die Temperatur im Laufe von 20 Minuten bis maximal 41 Grad. Im Anschluss daran ist eine Nachruhe von mindestens 30 Minuten zu empfehlen.
Diese Maßnahmen - so einfach sie scheinen mögen und so leicht sie durchzuführen sind - haben sich als günstig und wirkungsvoll erwiesen. Der Patient muss jedoch in regelmäßigen Abständen seinen Arzt aufsuchen, der mit ihm gemeinsam einen festen Tagesplan ausarbeitet und ihn immer wieder zur regelmäßigen Durchführung anhält.
Nur durch eine über Monate, vielleicht sogar Jahre konsequent eingehaltene Behandlung und ein strenges Vermeiden aller schädigenden Faktoren ist bei dieser Krankheit ein Erfolg zu erwarten. Das Nachlassen der Beschwerden ist der Lohn einer konsequenten Behandlung und eines regelmäßigen Gefäßtrainings. Der Betreffende wird merken, dass er immer längere Wegstrecken schmerzfrei zurücklegen kann. Das Endziel ist jedoch, die Leistungsfähigkeit und Funktionstüchtigkeit der Gefäße zu erhalten.
Nachsorge
Besteht eine Arterielle Durchblutungsstörung in Füßen und Beinen, sollte eine bestimmte Nachsorge eingehalten werden. Es ist wichtig, dass nach der Diagnose und der Therapie, gezielt auf die Anweisungen des Arztes geachtet wird. Dieser nennt der betroffenen Person bestimmte Verhaltensweisen, welche die Symptome so gut wie möglich lindern. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die sogenannten Stützstrümpfe nur nach ausdrücklicher ärztlicher Anordnung getragen werden.
Sie gehören zur Behandlung von Venenleiden und können eine arterielle Durchblutungsstörung sogar verschlechtern, weil sie das Gewebe zusätzlich zusammendrücken. Zudem sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr Wert gelegt werden. Viel trinken ist wichtig, um das Blut gut im Körper zu verteilen. Auch regelmäßige Spaziergänge an der Luft und leichte sportliche Aktivitäten bringen die Durchblutung wieder in Schwung. Bekommen betroffene Personen Medikamente verordnet, sind diese unbedingt einzunehmen.
Und das genau nach den Vorschriften des Arztes. Werden diese Dinge bei der Nachsorge der Durchblutungsstörung beachtet, steht einer Linderung der Symptome nichts mehr im Wege. Werden diese jedoch nicht eingehalten, kann dies zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes führen.
Das können Sie selbst tun
Bei einem völligen Verschluss von Gefäßen reichen Maßnahmen, die weder Operationen noch Medikamente beinhalten, in der Regel nicht aus. Dies gilt auch im Falle dessen, dass die Durchblutungsstörung durch eine Embolie oder eine Entzündung bedingt ist.
Allerdings können Betroffene einer Durchblutungsstörung der unteren Extremitäten vieles dafür tun, um das Voranschreiten einer Arterienverengung zu verlangsamen und die Neubildung von Kapillargefäßen zu fördern. Ist das Leiden durch eine Arteriosklerose bedingt, können Betroffene durch einen gesünderen Alltag oftmals Besserung erzielen.
So sollten Faktoren, die eine Arteriosklerose fördern, nach Möglichkeit ausgeschaltet werden. Zigaretten und übermäßiger Alkoholkonsum sind zu meiden. Gleiches gilt für das Verspeisen großer Mengen Fett. Stattdessen sollte eine gesunde Ernährungsweise erreicht werden, die reich an Vitaminen, Mineralstoffen und arm an Fetten ist. Genügend Flüssigkeit ist ebenfalls wichtig, denn die Fließfähigkeit des Blutes wird so verbessert.
Um die Durchblutung der betroffenen Extremitäten aufrecht zu erhalten, ist Bewegung unabdingbar. Täglich mindestens dreißig Minuten spazieren zu gehen, beugt einer weiteren Verengung der Arterien vor, ist gut für den Kreislauf und sorgt für ein besseres Wohlbefinden. Andere Sportarten eignen sich ebenfalls. Einhergehend mit der gesünderen Ernährung und mehr Bewegung, sollte ein Reduzieren von eventuell vorhandenem Übergewicht erfolgen.
Quellen
- Hoffmann, U., Weiss, N., Czihal, M., et al. (Hrsg.): Klinische Angiologie.
ISBN: 9783662608807
- Meletiadis, K., Pfeifer, J.: Gefäßmedizin. Diagnostik, Therapie, Nachsorge.
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- Luther, B.: Kompaktwissen Gefäßmedizin.
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- Herold, G.: Innere Medizin 2026.
ISBN: 9783982116655
- Debus, E. S., Gross-Fengels, W. (Hrsg.): Operative und interventionelle Gefäßmedizin.
ISBN: 9783662674550
