Bartholinitis

Die Bartholinitis ist eine relativ schmerzlose Vergrößerung einer Drüse im Vaginalbereich. Bei Infektionen kommt es zu entzündlichen Abszessen, die in den meisten Fällen einfach zu entfernen sind.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Bartholinitis?

Von einer Bartholinitis sind die beiderseits des Eingangs der Vagina befindlichen Bartholin-Drüsen betroffen. Sie produzieren Flüssigkeit auf die Schleimhaut der (inneren) Oberfläche der großen Schamlippen, um die Vagina zu sekretieren (d.h. befeuchten).

Dabei verstopfen mitunter die Öffnungen dieser Drüsen, wodurch Flüssigkeit zurück in die Drüse gelangt. Die dadurch hervorgerufene Bartholinitis ist eine bis zu hühnereigroße Schwellung (Zyste) im unteren Bereich der Schamlippen.

Im Falle einer Infektion bildet sich ein entzündlicher Abszess, der behandelt werden muss. Die Bartholinitis ist weit verbreitet, vor allem bei jüngeren Frauen unter 30.

Ursachen

Experten gehen davon aus, dass die Ursache für Bartholinitis ein Flüssigkeitsstau in den Drüsen ist. Sekret kann sich vor allem ansammeln, wenn die Öffnung der Drüse (Kanal) durch Hautfalten oder aufgrund von Infektionen behindert wird. Diese werden durch verschiedene Bakterien hervorgerufen.

Bartholinitis wird beispielsweise durch Darmbakterien wie Escherichia coli verursacht, die durch falsche Hygiene in den Vaginalbereich gelangen können. Auch eine Infektion mit Neisseria gonorrhoeae, Tripper auslösenden Bakterien oder mit Chlamydia trachomatis kann zu Bartholinitis führen. Gerade Chlamydieninfektionen bleiben bei Frauen oft unentdeckt, da kaum Symptome vorhanden sind.

Die Bakterien nisten sich jedoch intrazellulär ein, wo sie als Energieparasiten chronische Entzündungen wie Bartholinitis hervorrufen können. Durch günstige klimatische Bedingungen oder ein geschwächtes Immunsystem kann sich ebenfalls das, bei bis zu 30 % der Menschen im Körper vorhandene, Bakterium Staphylococcus aureus ausbreiten und Bartholinitis auslösen.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Bei einer Bartholinitis treten in erster Linie schmerzhafte Entzündungen im unteren Drittel der kleinen oder großen Schamlippen auf. Diese Schwellungen treten meist nur auf einer Seite auf und sind sehr (druck-)schmerzhaft. Die Betroffenen verspüren vor allem beim Sitzen oder Gehen Schmerzen, die im Verlauf der Erkrankung an Intensität zunehmen können.

Manchmal kommt es im betroffenen Bereich zu Rötungen und Juckreiz. Eine mögliche Begleiterscheinung ist Fieber, das sich durch Schweißausbrüche, Müdigkeit und andere charakteristische Symptome äußert. Eine Bartholinitis kann anhand ihrer auffälligen Erscheinung erkannt werden. Die Drüsenvergrößerung erreicht die Größe eines Hühnereis und ist meist stark gerötet, wobei dies vom Verlauf und etwaigen Begleiterkrankungen abhängt.

Wird die Bartholinitis umgehend behandelt, bleibt die Wucherung fast hautfarben und schwillt weniger stark an. Wenn im Bereich der vergrößerten Drüse eine Infektion entsteht, treten meist weitere Beschwerden auf. Es kann dann zu einer schmerzhaften Entzündung kommen.

Oft nässt die Bartholinitis oder es kommt sogar zu Blutungen. Begleitend dazu treten pochende Schmerzen auf, die auf den gesamten Intimbereich und in schweren Fällen bis in den Unterleib ausstrahlen können. Anhand dieser Symptome kann die Erkrankung eindeutig diagnostiziert werden.

Diagnose & Verlauf

Bleibt die Zyste bei einer Bartholinitis klein und tritt keine Infektion auf, wird die Erkrankung oft nicht bemerkt. Bei einem weiteren Anwachsen wird zunächst eine kleine Schwellung auf einer Seite des Scheideneingangs wahrgenommen, die schmerzfrei ist.

Innerhalb weniger Tage kann sich eine Bartholinitis jedoch zu einer ausgewachsenen Infektion mit einem schmerzhaften Knoten entwickeln, was Beschwerden beim Gehen oder Sitzen bereitet. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können ebenfalls auf eine Bartholinitis hinweisen.

Löst sich der Knoten nach zwei oder drei Tagen Selbstbehandlung (z.B. Sitzbädern) nicht oder treten starke Schmerzen auf, sollte unverzüglich ein Arzt zur Behandlung der Bartholinitis aufgesucht werden. Bei älteren Frauen über 40 sollten in diesem Zusammenhang andere mögliche Diagnosen (z.B. Krebs) überprüft werden. Zur Diagnose einer Bartholinitis wird neben einer Becken-Prüfung auch ein Abstrich aus der Scheide oder dem Gebärmutterhals entnommen, um die Bartholinitis-Erreger zu testen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

In der Regel führt die Bartholinitis zu relativ starken und unangenehmen Beschwerden im Bereich der Vagina und vor allem an den Schamlippen. Aus diesem Grund sollte dann ein Arzt aufgesucht werden, wenn es in dieser Region unerwartet zu Schmerzen oder zu Schwellungen kommt. Die Schamlippen können dabei auch gerötet oder sogar von einem Juckreiz betroffen sein. Nicht selten schämen sich die Patientinnen für die Bartholinitis. Eine Behandlung durch den Arzt ist unerlässlich.

Auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können ein Symptom der Bartholinitis darstellen und sollten auf jeden Fall von einem Arzt untersucht werden. In den meisten Fällen kann die Bartholinitis allerdings reaktiv gut behandelt werden. Sie verursacht auch im Sitzen oder im Gehen Beschwerden oder führt zu Schmerzen. Auch dabei muss dann ein Arzt aufgesucht werden. In der Regel kann die Bartholinitis direkt vom Frauenarzt behandelt werden. Besondere Komplikationen oder andere Beschwerden treten dabei nicht ein und es kommt in den meisten Fällen zu einem vollständig positiven Krankheitsverlauf.

Behandlung & Therapie

Die Behandlung einer Bartholinitis ist abhängig von der Größe der Zyste, den Schmerzen und dem Infektionsgrad der Zyste. Manchmal kann die Behandlung zu Hause vorgenommen werden. Dazu sollte drei oder vier Tage lang mehrmals am Tag ein Bad in einer Wanne mit etwas warmem Wasser (Sitzbad) genommen werden, um eine kleinere infizierte Zyste zum Platzen zu bringen.

In schwerwiegenderen Fällen einer Bartholinitis ist eine chirurgische Drainage mittels lokaler Anästhesie oder Sedierung notwendig. Für die Behandlung legt der Arzt zum Abtropfen einen kleinen Schnitt an der Zyste und legt dann einen kleinen Gummi-Schlauch (Katheter) in den Einschnitt. Dieser bleibt bis zu sechs Wochen an seinem Platz, um bis zur vollständigen Abheilung der Bartholinitis die Drüsen offen zu halten und eine komplette Entwässerung zu ermöglichen.

Diese Behandlung der Bartholinitis wird oft durch eine Medikation mit Antibiotika begleitet, vor allem wenn die Bartholinitis aufgrund einer sexuell übertragbaren Infektion verursacht wurde.

Im Falle häufigerer Zystenbildung wird eine sogenannte Marsupialisation durchgeführt. Dafür werden auf jeder Seite des Scheideneinganges kleine Drainage-Einschnitte vorgenommen, um eine permanente Öffnung von jeweils etwa 6 mm zu schaffen. Helfen diese Verfahren nicht, kann eine chirurgische Entfernung der Bartholin-Drüse angeraten sein.

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Aussicht & Prognose

Eine Bartholinitis hat eine sehr günstige Prognose, wenn die Zyste klein ist und ohne einen entzündlichen Prozess auftritt. In diesen Fällen wird meist keine medizinische Behandlung benötigt. Oftmals wird die schmerzfreie Zyste von der Patientin gar nicht bemerkt. Je größer die Zyste ist, desto wahrscheinlicher ist ein notwendiger medizinischer Eingriff.

Die Zyste wird im Normalfall in einer routiniert ablaufenden Operation innerhalb weniger Minuten vollständig entfernt. Die Patientin ist im Anschluss an die Wundheilung beschwerdefrei und gilt als geheilt. Der Prozess nimmt wenige Tage oder Wochen Zeit in Anspruch. Trotz der Genesung kann sich im Laufe eines Lebens erneut eine Bartholinitis ausbilden. Besonders betroffen sind jüngere Frauen in einem Alter unter 30 Jahre. Bei einem wiederholten Auftreten ändert sich die Prognose nicht. Sie ist erneut von den individuellen Gegebenheiten abhängig. Die Patientin ist jedoch aufgrund ihrer Vorerfahrungen häufig für die ersten Symptome sensibilisiert und nimmt schneller eine Behandlung in Anspruch. Dies hat einen positiven Einfluss auf die Heilungsaussicht.

Besonders ungünstig ist die Prognose, wenn die Patientin zusätzlich eine Infektion erleidet. Diese muss ebenfalls medikamentös behandelt werden. Die Entfernung der Zyste reicht dann nicht aus. Der Heilungsweg ist verzögert und bei einem geschwächten Immunsystem können Komplikationen auftreten.

Vorbeugung

Zur Vorbeugung einer Bartholinitis empfiehlt sich die Praktizierung von Safer Sex unter Verwendung eines Kondoms sowie eine gründliche Hygiene des weiblichen Intimbereiches, um das Eindringen Bartholinitis auslösender Darmbakterien zu verhindern.

Nachsorge

Nach einer Bartholinitis muss der Intimbereich zunächst vor weiteren Reizungen geschützt werden. Durch die Vermeidung von parfümierten und aggressiven Pflegeprodukten kann die wunde Stelle gut verheilen, ohne dass es zu einer erneuten Rötung mit Juckreiz und anderen Beschwerden kommt. Nach einer schweren Bartholinitis empfiehlt sich die Anwendung von Sitzbädern oder Umschlägen mit antiseptischen oder lindernden Lösungen.

Bewährt haben sich auch wundreinigende Spülungen für die Anwendung im Intimbereich. Betroffene Frauen sollten zunächst alle ein bis zwei Wochen den Gynäkologen aufsuchen und die notwendigen Kontrolluntersuchungen vornehmen lassen. Nach einem Monat kann wieder zu dem üblichen Turnus zurückgekehrt werden, insofern der Mediziner keine weiteren Abszesse oder Rötungen feststellt.

Die weitere Nachsorge konzentriert sich darauf, die Auslöser der Bartholinitis zu ermitteln. Betroffene Frauen sollten zunächst die Bettwäsche wechseln und Shampoos und Duschgele auf Allergene prüfen. Außerdem sollte in den Wochen und Monaten nach einer akuten Bartholinits auf eine strikte Intimhygiene geachtet werden.

Mögliche Auslöser wie Chlamydien oder Streptokokken finden sich insbesondere auf öffentlichen Toiletten, die am besten gemieden werden. Sollte es trotz aller Maßnahmen zu einer erneuten Entzündung kommen, empfiehlt sich ein Besuch beim Frauenarzt.

Das können Sie selbst tun

Bei einer Bartholinitis kommt es nur selten zur Selbstheilung, die Krankheit muss, insbesondere im fortgeschrittenen Stadium, unbedingt ärztlich behandelt werden. Wurde die Krankheit durch Gonokokken, die Erreger der Geschlechtskrankheit Gonorrhoe (Tripper) ausgelöst, ist eine Behandlung mit Antibiotika angezeigt. Möglichkeiten zur Selbsthilfe stehen hier nicht zur Verfügung. Sexuell aktive Personen können jedoch einer Infektion vorbeugen. Da Gonokokken beim Geschlechtsverkehr sehr leicht übertragen werden, lässt sich eine Infektion nur durch Enthaltsamkeit hundertprozentig verhindern. Das Risiko einer Ansteckung kann jedoch durch Präventionsmaßnahmen deutlich gesenkt werden. Dazu zählt vor allem die konsequente Verwendung von Kondomen, die nicht nur beim Vaginal-, sondern auch beim Anal- und Oralverkehr sowie bereits während des Vorspiels verwandt werden sollten.

Eine Bartholinitis im Frühstadium, die nicht durch Gonokokken ausgelöst wurde, kann von den Betroffenen auch selbst therapiert werden. Hilfreich sind hier vor allem entzündungshemmende und schmerzlindernde Salben aus der Apotheke. Darüber hinaus können die Symptome durch Sitzbäder gemildert werden. Bäder mit hochkonzentriertem Salzwasser wirken stark antibakteriell und sind meist sehr effektiv, wenn der Intimbereich aber bereits gereizt ist, können solche Bäder sehr schmerzhaft sein. Die Salzdosis sollte deshalb langsam gesteigert werden. Hilfreich sind außerdem Sitzbäder mit Kamillentee oder Kamillentekonzentrat.

Eine Bestrahlung mit Rotlicht kann dazu beitragen, dass sich der Entzündungsherd vom gesunden Gewebe abkapselt.

Quellen

  • Goerke, K., Steller, J., Valet, A.: Klinikleitfaden Gynäkologie. Urban & Fischer, München 2003
  • Stauber, M., Weyerstrahl, T.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2013
  • Uhl, B.: Gynäkologie und Geburtshilfe compact. Thieme, Stuttgart 2013

Von Ärzten geprüft und nach hohen wissenschaftlichen Standards verfasst
Dieser Artikel wurde anhand medizinischer Fachliteratur, aktuellen Forschungsergebnissen und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Autor

Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 17. August 2018

Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Summernight90 kommentierte am 16.12.2013

Meine erste Bartholinitis hatte ich im Urlaub in Ägypten. Ich hatte Schmerzen beim Laufen und Sitzen. Obwohl ich lieber erst in Deutschland zu einem Arzt wollte, wurden die Schmerzen so groß, dass ich ins Krankenhaus musste. Dort wollten sie mich gleich operieren. Da ich das nicht wollte, ging ich wieder nach Hause. Nachdem ich später im Meer schwimmen war, war es verschwunden. Das Salzwasser hatte geholfen. Meine Frauenärztin in Deutschland will mir das nicht glauben.

crash kommentierte am 04.01.2015

Ich denke, das war vielleicht auch ein eingewachsenes Haar, dass sich entzündet hatte. Als Jugendliche hatte ich das auch und es war nach dem Schwimmen weg. Auch Ärzte sind nicht allwissend und unfehlbar. ;-)

Margarita kommentierte am 18.08.2015

Ich hatte leider auch vor ca. 12 Tagen eine OP bezüglich einer Bartholinischen Zyste. Ich bin nicht mehr so ganz jung (60) und hatte diese Drüsenschwellung schon einige Jahre. Ich hatte aber nie Beschwerden, wie z.B. beim Radfahren, Sitzen oder beim intimen Beisammensein mit meinem Partner. Erst in den letzten Wochen ist diese Drüse dann ziemlich groß geworden und mir wurde geraten, sie doch durch eine OP behandeln zu lassen. Das hab ich auch getan. Die OP war kurz unter Vollnarkose und es ging mir danach recht gut. Ich habe danach auch sehr geblutet aber nach zwei Stunden war es auch besser und jetzt kommt gar nichts nach, außer ganz wenig Flüssigkeit und ich trag schon Einlagen. Ich habe aber doch noch Schmerzen, vor allem wenn ich länger sitze. Dazu habe ich auch eine Frage: Ich fahre am 6. September ans Meer und würde dann schon gerne schwimmen. Weiß jemand ob das möglich ist, einen Monat nach dem Eingriff? Ich bin aber vorher noch bei meinem Gynäkologen und hoffe ich bekomme da dann das Okay. Ich hoffe auch, ich bekomme so ein blödes Ding nicht mehr.

sternchen kommentierte am 10.11.2015

Es ist mir sehr umangenehm, aber ich hatte einen Pickel an der Schamlippe und seit gestern ist sie dick und rot und tut ganz schön weh. Was soll ich machen, ich mag nicht zum Arzt?

Susi kommentierte am 05.08.2016

Ich hatte diese Abzesse vor mehreren Jahren und jetzt leider wieder. Ich wurde mehrmals operiert, geholfen hat mir aber nur das homöopathische Mittel Hepar Sulfuris D12, welches dazu beiträgt, dass der Eiter austritt.

Teufelskreis kommentierte am 18.10.2016

Im Moment ist es wieder akut, ich habe bereits meinen sechsten Abzess, alle vorherigen wurden operativ entfernt.
Der Schlimmste war in meiner Schwangerschaft, zuerst wurde beim Frauenarzt ohne Betäubung aufgeschnitten und ausgedrückt. Vier Wochen später ist sie wieder gewachsen, diesmal wurde eine Marsupialisation durchgeführt.

Sunshine kommentierte am 08.02.2017

Ich hatte den Bartholinischen Abszess bereits fünfmal in nur anderthalb Jahren. Davon drei OP und zweimal ist er durch homöopathische Mittel weggegangen, einmal davon sehr einfach mit Schüssler Salzen. Mittlerweile sind mir einige Dinge aufgefallen, bzw. bin zu einigen Erkenntnissen gekommen, die ich gerne mitteilen möchte. In den allermeisten Fällen sind Bakterien der Auslöser für den Abszess, diese dringen bei geschwächtem Immunsystem in den Drüsenkanal ein (in das umliegende Gewebe, führen zur Drüsenvergrößerung) und verkleben diesen Kanal, so dass keine Flüssigkeit mehr ablaufen kann und sich staut. Das Immunsystem ist besonders geschwächt bei Stress und auch durch die Menstruation, bzw. hormonelle Schwankungen, zu viel Zucker, Diabetes, Rauchen etc. Am Ende der Menstruation sinkt z.B. der Östrogenspiegel, d.h. es wird weniger Milchsäure gebildet. In einer gesunden Scheide befinden sich viele gute Milchsäurebakterien (die sich von Milchsäure ernähren), die z.B. Darmbakterien, bzw. andere schlechte Bakterien abwehren. Ist also wenig Milchsäure vorhanden, gibt es auch weniger Milchsäurebakterien, die schlechte Bakterien bekämpfen können und Darmbakterien haben es leichter sich festzusetzen. Mir ist mittlerweile klar geworden, dass es wichtig ist täglich etwas für das Immunsystem zu tun und das über einen längeren Zeitraum und nicht nur für zwei bis drei Wochen nach einem Abszess (wenn dieser nicht nur einmal auftritt, sondern häufiger). Hilfreich können sein: Zäpfchen mit Milchsäurebakterien, Vitamin C in einer höheren Dosis. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit Schüssler Salzen gemacht. Dann gibt es auch noch homöopathische Tropfen (Regenaplexe; ziemlich teuer, wirken aber auch gut) und Tabletten Sulfur Penterkan, Retterspitz von außen angewendet, um die Entzündung rauszuziehen. Als Schmerztabletten sind Ibuprofen zu empfehlen, diese sind entzündungshemmend und können auch Bakterien bekämpfen, Paracetamol haben dagegen keine entzündungshemmende Wirkung und sind eher für Fieber und Zahnschmerzen geeignet.