Cranio-Corpo-Graphie
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 2. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Die Cranio-Corpo-Graphie ist ein Messverfahren zur Feststellung, Analyse und Dokumentation von Gleichgewichtsfunktionsstörungen.
Das Verfahren wurde 1968 erstmals vorgestellt und dient auch der objektiven und standardisierten Dokumentation von Ergebnissen bestimmter Untersuchungsverfahren wie dem Unterberger-Tretversuch, dem Rombergversuch und einiger weiterer allgemein anerkannter Diagnoseverfahren. Die CCG ist ein seitens der Berufsgenossenschaft anerkanntes Untersuchungsverfahren innerhalb der Richtlinie G-41 (Arbeiten mit Absturzgefahr).
Was ist die Cranio-Corpo-Graphie?
Die Cranio-Corpo-Graphie (CCG) wurde erstmals 1968 von dem deutschen Neurootologen Claus-Frenz Claussen vorgestellt. Die CCG beinhaltet kein eigenes Untersuchungsverfahren, sondern dient der verbesserten und objektivierten Dokumentation anerkannter Untersuchungsmethoden für die Bereiche Gleichgewichtsvermögen und Gleichgewichtsstörungen.
Das Verfahren ist computerunterstützt, und die integrierten Algorithmen erlauben unmittelbare Analysen. Das Verfahren wird hauptsächlich in der Arbeitsmedizin zur Erfüllung der berufsgenossenschaftlichen Richtlinie G-41 für Arbeiten an Arbeitsplätzen mit Absturzgefahr angewandt und dient in erster Linie dem Nachweis der Tauglichkeit für Arbeiten an absturzgefährdeten Arbeitsplätzen. Darüber hinaus kommt die CCG zur Untersuchung von Gleichgewichtsstörungen aller Art auch bei „Normalpatienten“ zum Einsatz.
Zur Markierung der Bewegungen von Kopf und Schulter trägt der Proband einen Helm mit zwei Lampen und zwei weitere Lampen an den Schultern. Die Bewegungsmuster werden per Sofortbildkamera, die sich oberhalb des Probanden befindet, aufgezeichnet. Seit 1993 gibt es ein weiter entwickeltes Verfahren, in dem die Leuchtmarker durch Ultraschallmarker ersetzt werden.
Funktion, Wirkung & Ziele
Zur Durchführung des Romberg-Versuchs steht der Proband oder Patient aufrecht auf beiden Füßen in geschlossenem Stand mit vorgestreckten Armen und geschlossenen Augen. Wichtig ist, dass dabei keinerlei visuelle oder akustische Orientierungsmöglichkeiten vorhanden sind wie etwa ein helles Licht an einem Punkt des Raumes oder eine Schallquelle (z. B. tickende Uhr). Während des Standversuchs werden die Ausgleichsbewegungen des Körpers über die Licht- oder Ultraschallmarker aufgezeichnet und anschließend ausgewertet.
Durch leichtes Anschieben des Körpers kann der Versuch unter etwas erschwerten Bedingungen durchgeführt werden. Falls die Ausgleichsbewegungen des Körpers ein bestimmtes Maß überschreiten und sich im Lauf des Versuchs verstärken oder der Versuch wegen Sturzgefahr abgebrochen werden muss, deutet das auf ein neuronal verursachtes Koordinationsproblem hin, das ärztlich weiter abgeklärt werden muss. Eine Fallneigung zu einer bestimmten Seite deutet eher auf eine Störung eines der Maculaorgane (Sacculus oder Utriculus) hin, die für die Erfassung linearer Beschleunigungen innerhalb des Vestibularsystems (Gleichgewichtsorgane) zuständig sind.
Bei dem Tretversuch nach Unterberger geht es um die Überprüfung der Reflexbahnen zwischen den Gleichgewichtszentren im Gehirn und dem Rückenmark (vestibulospinale Reflexe). Der Tretversuch wurde nach dem österreichischen Arzt Siegfried Unterberger benannt und besteht darin, bei geschlossenen Augen gleichmäßig auf der Stelle zu treten. Es gelten die gleichen Vorbedingungen wie bei dem Romberg-Versuch. Wenn sich der Proband oder Patient nach 50 Schritten ungewollt und unbewusst um mehr als 45 Grad gedreht hat, gilt das Ergebnis als auffällig. Eine unbeabsichtigte Drehung um mehr als 45 Grad innerhalb von 50 Schritten lässt eine Läsion einer bestimmten Region im Kleinhirn vermuten oder deutet auf ein Problem des Vestibularsystems hin.
Das CCG-Verfahren unterstützt auch spezialisierte Untersuchungsmethoden wie den LOLAVHESLIT-, den NEFERT- und den WOFEC-Test. LOLAVHESLIT ist ein Akronym, das sich aus den Begriffen longitudinal, lateral und vertical, head sliding-test zusammensetzt. Der Patient führt im Sitzen nacheinander und wiederholend Kopfdrehungen und Kopfbewegungen aus, die mittels CCG aufgezeichnet und unmittelbar ausgewertet werden. Der Test lässt Rückschlüsse auf Bewegungsstörungen im Nacken zu und kann Hinweise auf Erkrankungen geben, die im Zusammenhang mit den Halswirbeln und dem Rückenmark stehen.
Mit dem NEFERT (Neck Flex Rotation Test) lassen sich Hinweise auf Verstauchungen und Steifheit des Nackens sowie auf ein evtl. vorhandenes Schleudertrauma gewinnen. Das Verfahren wurde 1998 eingeführt. Eine zusätzliche Testmethode für den Nachweis einer Gangataxie ist der sogenannte WOFEC-Test (Walk on Floor Eyes Closed), dessen Ergebnisse ebenfalls mittels CCG dokumentiert, interpretiert und gespeichert werden können.
Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren
Allerdings sollte bei akutem Verdacht auf einen Infarkt des Kleinhirns oder des Hirnstamms zugunsten schneller und präziser Diagnosen auf bildgebende Diagnoseverfahren wie Magnetresonanztomographie (MRT), Computertomographie (CT) oder eine funktionale Magnetresonanztomografie (fMRT) zurückgegriffen werden. Insofern kann der Verdacht auf Vorliegen eines Hirnstamm- oder Kleinhirninfarktes als Kontraindikation für die Anwendung eines CCG verstanden werden.
Das deutsche Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) setzt die verbindlichen EU-Richtlinien zum Arbeitsschutz um und richtet sich sowohl an die Arbeitgeber wie auch an die Arbeitnehmer. Arbeiten mit Absturzgefahr sind im Arbeitsschutzgesetz zwar nicht explizit aufgelistet, Arbeitgeber sind aber verpflichtet, ihre Arbeitnehmer, die eine Tätigkeit mit Absturzgefahr ausüben, nicht nur fachlich auszubilden, sondern von ihnen auch den Gesundheitsnachweis nach der berufsgenossenschaftlichen Richtlinie G-41 zu verlangen.
Der Nachweis des Gleichgewichtsvermögens und der vollen Funktionsfähigkeit des Bewegungsapparates sind Teil des geforderten Gesundheitsnachweises. Im Alter von unter 25 Jahren muss der Gesundheitsnachweis alle 36 Monate, im Alter von 25 bis unter 50 Jahren alle 24 bis 36 Monate und ab einem Alter von 50 Jahren alle 12 bis 18 Monate wiederholt werden.
Geschichte & Entwicklung
Die Cranio-Corpo-Graphie entstand im Umfeld der Neurootologie, eines Arbeitsgebiets an der Schnittstelle von Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Neurologie, das sich mit dem Zusammenspiel von Ohr, Gleichgewichtsorgan und Gehirn befasst. Ausgangspunkt war ein praktisches Problem: Stand- und Tretversuche wurden bis dahin vom untersuchenden Arzt beobachtet und anschließend in Worten beschrieben. Ob eine Schwankung „deutlich“ oder „gering“ ausfiel, hing damit von der Einschätzung des Beobachters ab, und ein späterer Vergleich mit einer früheren Untersuchung war nur eingeschränkt möglich.
Claus-Frenz Claussen stellte 1968 mit der Cranio-Corpo-Graphie einen Weg vor, diese Beobachtungen bildlich festzuhalten. Der Grundgedanke ist einfach: Nicht der Arzt beschreibt die Bewegung, sondern die Bewegung zeichnet sich selbst auf. Die Leuchtmarken an Kopf und Schulter hinterlassen auf einer von oben belichteten Aufnahme Spuren, aus denen sich Schwankungsbreite, Drehung und Verlagerung ablesen lassen. Der Name des Verfahrens beschreibt genau diesen Vorgang: die Aufzeichnung („Graphie“) der Bewegung von Schädel („Cranium“) und Körper („Corpus“).
Mit der Ablösung der fotografischen Aufzeichnung durch elektronisch erfasste Marker und rechnergestützte Auswertung veränderte sich vor allem die Weiterverarbeitung. Die Bewegungsspuren liegen seither als Messdaten vor und lassen sich unmittelbar vermessen, mit früheren Untersuchungen derselben Person vergleichen und dauerhaft in der Akte ablegen. Für die arbeitsmedizinische Anwendung ist gerade dieser Punkt bedeutsam, denn der Gesundheitsnachweis wird in festen Abständen wiederholt, und beurteilt werden soll auch die Entwicklung über die Jahre hinweg.
Ablauf einer Untersuchung
Für die Untersuchung wird ein Raum benötigt, in dem sich der Proband nicht unbewusst orientieren kann. Deshalb wird abgedunkelt, und Geräuschquellen, die eine Richtung verraten könnten, werden ausgeschaltet. Aus demselben Grund bleiben die Augen geschlossen: Solange das Sehen mitarbeitet, gleicht es Störungen des Gleichgewichtssinns weitgehend aus, und eine vorhandene Funktionsstörung bliebe unbemerkt.
Eine besondere Vorbereitung verlangt die Untersuchung nicht; nüchtern erscheinen muss niemand. Sinnvoll sind bequeme Kleidung, die die Bewegung nicht einschränkt, und flaches Schuhwerk. Vor der Aufzeichnung erhält der Proband den Helm mit den Markern, zwei weitere Marker werden an den Schultern befestigt. Die Kamera beziehungsweise die Empfangseinheit befindet sich oberhalb des Kopfes, sodass die Bewegung von oben betrachtet wird.
Die einzelnen Testabschnitte sind kurz. Der Tretversuch nach Unterberger umfasst 50 Schritte, der Romberg-Stehversuch dauert nur so lange, wie zur Beurteilung der Schwankungen nötig ist. Weil während der Aufzeichnung nicht gesprochen werden soll, wird der Ablauf vorher erklärt. Eine Hilfsperson steht in Reichweite, um bei starkem Schwanken einzugreifen.
Wichtig ist die Angabe von Umständen, die das Gleichgewicht vorübergehend beeinflussen können. Dazu zählen Alkohol, beruhigend oder dämpfend wirkende Medikamentengruppen, ein akuter Infekt des Ohres oder der oberen Atemwege sowie ausgeprägte Müdigkeit. Ein unter solchen Bedingungen gewonnenes Ergebnis ließe sich nicht sinnvoll deuten; in der Regel wird die Untersuchung dann verschoben.
Wer die Untersuchung durchführt
Im arbeitsmedizinischen Zusammenhang liegt die Untersuchung nach der Richtlinie G-41 beim Betriebsarzt oder bei einem entsprechend qualifizierten Arzt. Die Arbeitsmedizin ist ein eigenes Fachgebiet, das sich mit dem Verhältnis von Arbeit und Gesundheit befasst; die Beurteilung der Tauglichkeit für absturzgefährdete Arbeitsplätze gehört zu ihren klassischen Aufgaben. Die Cranio-Corpo-Graphie ist dabei nur ein Baustein. Sie steht neben der Erhebung der Vorgeschichte, der körperlichen Untersuchung, der Prüfung von Sehen und Hören und weiteren Untersuchungen, die die Richtlinie vorsieht.
Außerhalb der Arbeitsmedizin findet sich das Verfahren vor allem in Praxen und Kliniken für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde sowie in neurologischen Einrichtungen, dort meist als Ergänzung bei der Abklärung von Schwindel oder Gangunsicherheit. Der organisatorische Aufwand ist überschaubar: Die Untersuchung findet ambulant statt, ein stationärer Aufenthalt ist nicht erforderlich, und der Untersuchte kann anschließend ohne Einschränkung nach Hause gehen.
Ob die Kosten übernommen werden, hängt vom Anlass ab. Wird die Untersuchung als Teil der arbeitsmedizinischen Vorsorge veranlasst, fällt sie in den Verantwortungsbereich des Arbeitgebers; die arbeitsmedizinische Vorsorge geht grundsätzlich zu seinen Lasten. Erfolgt die Untersuchung dagegen zur Abklärung von Beschwerden, richtet sich die Abrechnung nach den Regeln des jeweiligen Kostenträgers. Wer wissen möchte, woran er ist, klärt das am besten vor dem Termin in der Praxis.
Was ein auffälliges Ergebnis bedeutet
Die Cranio-Corpo-Graphie dokumentiert Bewegungsmuster und liefert daraus Hinweise; eine Erkrankung stellt sie nicht fest. Ein auffälliges Aufzeichnungsbild ist deshalb keine Diagnose, sondern ein Anlass, weiter zu suchen. Welche Untersuchungen sich anschließen, richtet sich nach den Beschwerden und nach dem übrigen Untersuchungsbefund.
Häufig folgt zunächst eine hals-nasen-ohren-ärztliche Abklärung mit Untersuchung des Ohres, einer Audiometrie und der Prüfung der Augenbewegungen auf einen Nystagmus, also auf unwillkürliche rhythmische Augenbewegungen, wie sie bei Störungen des Gleichgewichtssystems auftreten können. Je nach Verdacht kommen bildgebende Verfahren hinzu.
Als Ursachen einer gestörten Gleichgewichtsregulation kommen sehr unterschiedliche Erkrankungen in Betracht. Im Bereich des Innenohrs sind dies unter anderem der Lagerungsschwindel, die Neuritis vestibularis und der Morbus Menière. Zentrale Ursachen betreffen Kleinhirn oder Hirnstamm und reichen von Durchblutungsstörungen bis zu entzündlichen Erkrankungen wie der Multiplen Sklerose. Daneben kann die Standsicherheit durch eine Schädigung der peripheren Nerven (Polyneuropathie) beeinträchtigt sein, wie sie etwa bei langjährigem Diabetes mellitus vorkommt, ferner durch Erkrankungen der Wirbelsäule, durch Sehstörungen und durch die Wirkung bestimmter Medikamente.
Für die arbeitsmedizinische Beurteilung gilt: Ein auffälliges Ergebnis führt nicht automatisch dazu, dass jemand als untauglich eingestuft wird. Der Arzt beurteilt das Gesamtbild und kann eine Nachuntersuchung ansetzen, eine weitergehende Abklärung veranlassen oder die Tauglichkeit an bestimmte Voraussetzungen knüpfen.
Abgrenzung zu anderen Gleichgewichtsuntersuchungen
Die Cranio-Corpo-Graphie ist ein Aufzeichnungsverfahren und tritt deshalb nicht an die Stelle jener Untersuchungen, die die Funktion des Gleichgewichtssystems selbst prüfen. Darin unterscheidet sie sich grundlegend von Verfahren, die einen Reiz setzen und die Antwort darauf messen.
Bei der Posturographie steht der Untersuchte auf einer Kraftmessplattform, die die Verlagerung des Körperschwerpunkts erfasst; gemessen wird also am Boden und nicht am Kopf. Bei der Nystagmographie werden die Augenbewegungen aufgezeichnet, entweder elektrisch über Elektroden oder mit einer Videokamera. Die kalorische Prüfung reizt das Gleichgewichtsorgan gezielt, indem der äußere Gehörgang mit warmem und mit kaltem Wasser oder mit Luft gespült wird; aus der ausgelösten Augenbewegung lässt sich beurteilen, ob beide Seiten gleichermaßen ansprechen. Bei der Drehstuhluntersuchung wird der Untersuchte um die Körperachse gedreht.
Diese Verfahren beantworten andere Fragen als die Cranio-Corpo-Graphie und ergänzen sie eher, als dass sie mit ihr in Wettbewerb stünden. Die Eigenart der Cranio-Corpo-Graphie liegt darin, alltagsnahe Leistungen – aufrecht stehen, auf der Stelle treten, mit geschlossenen Augen gehen – in vergleichbarer Form festzuhalten. Genau darauf kommt es an, wenn beurteilt werden soll, ob jemand auf einem Gerüst oder einer Leiter sicher arbeiten kann.
Nicht zu verwechseln ist die Cranio-Corpo-Graphie mit der Cranio-Sacral-Therapie. Die Ähnlichkeit der Namen ist zufällig: Bei der Cranio-Sacral-Therapie handelt es sich um ein Behandlungsverfahren aus dem Umfeld der manuellen Therapien, bei der Cranio-Corpo-Graphie um ein Messverfahren ohne Behandlungsanspruch.
Grenzen und Aussagekraft
Wie jedes Messverfahren hat auch die Cranio-Corpo-Graphie Grenzen, die bei der Deutung mitbedacht werden müssen. Sie erfasst, wie sich jemand bewegt, nicht warum. Ein weites Schwankungsbild sagt für sich genommen nichts darüber aus, ob die Ursache im Innenohr, im Gehirn, in den Nerven der Beine oder in einer ganz anderen Richtung zu suchen ist.
Hinzu kommt, dass die zugrunde liegenden Tests weniger trennscharf sind, als ihre klaren Zahlenangaben vermuten lassen. Zum Tretversuch nach Unterberger ist in der Fachliteratur wiederholt angemerkt worden, dass auch Menschen ohne erkennbare Gleichgewichtsstörung bisweilen deutliche Drehungen zeigen und dass die Ergebnisse bei Wiederholung schwanken können. Die Grenze von 45 Grad ist deshalb als Anhaltspunkt zu verstehen und nicht als Trennlinie zwischen gesund und krank. Ähnliches gilt für den Stehversuch: Auch Anspannung, Müdigkeit oder Unsicherheit in der ungewohnten Situation wirken sich auf das Ergebnis aus.
Der eigentliche Gewinn liegt daher weniger in der einzelnen Messung als im Vergleich. Wird dieselbe Person unter gleichen Bedingungen mehrfach untersucht, lässt sich eine Veränderung erkennen, die in einer beschreibenden Notiz womöglich untergegangen wäre. Für die Verlaufsbeobachtung und für die wiederkehrende arbeitsmedizinische Vorsorge ist das der entscheidende Punkt. Aus einer einzelnen Aufzeichnung dagegen sollte niemand mehr herauslesen, als sie hergibt.
Quellen
- Lenarz, T., Boenninghaus, H.-G.: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde.
ISBN: 9783642211300
- Mrowinski, D., Scholz, G., Steffens, T.: Audiometrie.
ISBN: 9783132452459
- Masuhr, K. F., Masuhr, F., Neumann, M.: Duale Reihe Neurologie.
ISBN: 9783132410961
- Berlit, P.: Klinische Neurologie.
ISBN: 9783662606742
- Vogel, P., Aroyo, I.: Kursbuch Klinische Neurophysiologie.
ISBN: 9783132456792
