Eichelentzündung (Vorhautentzündung)

Eine Eichelentzündung wird medizinisch Balanitis genannt. Es handelt sich um eine Erkrankung des männlichen Gliedes, die sich auch auf die Vorhaut ausdehnen kann. Dann spricht der Arzt von einer Balanoposthitis, also einer Vorhautentzündung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Eichelentzündung (Vorhautentzündung)?

Die Eichelentzündung ist eine entzündliche Hauterkrankung der Eichel am Penis. Oft ist auch die Vorhaut betroffen. Manchmal kommt es zu eitrigen Absonderungen rund um die geschwollene Eichel.

Die Ursachen können verschieden sein, sie sind auch vom Alter des Betroffenen abhängig. Eine Eichelentzündung kann chronisch werden. Dann verhärtet sich die Vorhaut, es kommt zu einer Vorhautverengung, die ebenfalls chronisch verlaufen kann.

Eine Eichelentzündung kann sowohl bei jungen als auch erwachsenen Männern vorkommen.

Ursachen

Je nach Alter können die Ursachen für eine Eichelentzündung oder Vorhautentzündung sehr unterschiedlich sein.

Bei Jungen vor der Pubertät tritt eine Eichelentzündung bei etwa jedem 20. Jungen auf. Hier findet man gehäuft Vorhautverengungen oder -verklebungen. Die Entzündung ist oft infektiös.

Bei jüngeren geschlechtsreifen Männern kommt die Eichelentzündung seltener vor als bei Kindern, oft ist eine sexuelle Aktivität die Ursache. Die Eichelentzündung kann sowohl infektiös als auch nicht infektiös sein.

Bei älteren Männern ist die Balanitis selten infektiös. Die eigene mangelnde Körperhygiene ist hierbei oft die Ursache. Bei sehr betagten Männern kann die dünner werdende Haut und Gewebeaufweichung zu einer Eichelentzündung führen.

Schließlich tritt eine Eichelentzündung aber auch infolge anderer Krankheiten auf. Diabetiker zum Beispiel haben ein erhöhtes Risiko zu einer infektiösen Eichelentzündung. Schließlich führt der Kontakt mit Frauen, die an Scheidenpilz leiden, ebenfalls gehäuft zu einer Balanitis.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Eine Eichelentzündung äußert sich in erster Linie durch die auffällige Rötung der Eichelhaut. Oft ist auch das innere Blatt der Vorhaut gerötet. Die betroffenen Hautstellen können nässen und abschuppen. Meist kommen Juckreiz, Brennen und eine gesteigerte Berührungsempfindlichkeit hinzu.

In Einzelfällen bilden sich Geschwüre im Bereich der Vorhaut, die mit starken Schmerzen und einem erhöhten Risiko für Entzündungen verbunden sind. Weitere Symptome hängen von der Form der Eichelentzündung ab. Die Balanitis simplex macht sich durch unscharf begrenzte Rötungen mit Knötchen und trockener Schuppung bemerkbar. Meist entstehen die Hautveränderungen ganz plötzlich und verändern sich innerhalb kurzer Zeit.

Diese Form kann bei Männern jeder Altersgruppe auftreten. Anders die Balanitis plasmacellularis, die meist ab dem 60. Lebensjahr entsteht. Bei dieser Form stellen sich mehrere scharf begrenzte Rötungen ein, die anhand ihrer ungewöhnlichen Form zu erkennen sind.

Sie sind meist nässend, glänzend lackartig und entwickeln sich in einigen Fällen zu oberflächlichen Hautdefekten, die besonders empfindlich auf Druck und andere äußere Reize reagieren. Innerhalb der Flecken können feine, punktförmige Einblutungen bemerkt werden. Die Balantatis plasmacellularis nimmt typischerweise einen chronischen Verlauf und kann Monate oder Jahre unverändert bestehen bleiben.

Diagnose & Verlauf

Der Arzt stellt eine Eichelentzündung anhand mikrobiologischer Untersuchungen fest. Dazu untersucht er den Urin des Patienten und macht einen Abstrich der Eichel. Natürlich gehört zur Diagnose auch die Befragung des Patienten.

Da die Eichelenzündung verschiedene Ursachen haben kann, muss der Arzt diese zunächst feststellen, denn nur dann ist eine wirkungsvolle Therapie möglich. Die Eichelentzündung zeigt sich in einer Rötung und Schwellung der Eichel. Der Patient hat ein brennendes Gefühl an der Eichel und klagt über Juckreiz.

Nässende, wässrige oder eitrige Absonderungen können auftreten. Auch Bläschenbildung ist möglich.

Bei weiter fortschreitender und unbehandelter Entzündung kann Fieber hinzukommen. Auch Schmerzen beim Wasserlassen sind möglich.

Die Eichelentzündung kann sich über die Harnröhre bis zu den Nieren ausbreiten und zu Blasen-, Harnwegs- und Prostataentzündungen führen. Schließlich kann es auch zu einer Sepsis kommen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Bei Juckreiz, Brennen und Rötungen an der Eichel liegt womöglich eine Eichelentzündung zugrunde. Ein Arztbesuch empfiehlt sich, wenn die Beschwerden nach spätestens einer Woche nicht von selbst zurückgehen oder weitere Symptome hinzukommen. Insbesondere Geschwüre und nässende Hautdefekte müssen umgehend abgeklärt werden. Ebenso Ausfluss und weißliche Beläge auf der Eichel. Sollte es zu Verklebungen kommen, liegt womöglich die Hauterkrankung Lichen sclerosus zugrunde – ein sofortiger Arztbesuch ist anzuraten, um die drohende Vorhautverengung zu vermeiden.

Patienten, die sich in der Vergangenheit mit Herpes-Viren, Chlamydien, Pilzen oder Parasiten infiziert haben, sind besonders anfällig für eine Eichelentzündung. Auch Menschen mit einer Kontaktallergie, Allergien oder bestehenden Haut- Autoimmunerkrankungen (z.B. Schuppenflechte, Knötchen, Diabetes mellitus oder HIV) sind gefährdet und sollten bei genannten Symptomen zügig einen Arzt zurate ziehen. Spätestens, wenn Komplikationen auftreten und sich beispielsweise eine Nebenhodenentzündung entwickelt, muss mit einem Arzt gesprochen werden. Andernfalls kann sich die Entzündung weiter ausbreiten und im schlimmsten Fall eine Blutvergiftung hervorrufen.

Behandlung

Wird eine Eichelentzündung konsequent behandelt, hat sie einen positiven Verlauf und heilt meist komplikationslos aus. Ziel ist es, die Symptome und die Entzündung zu behandeln.

Die Behandlung ist zunächst einmal eine lokale Therapie. Sobald der Erreger durch den Abstrich und/oder die Urinuntersuchung feststeht, erfolgt die Behandlung mit entsprechender antibiotikahaltiger Salbe oder mit einer Creme, die Pilze abtötet.

Ist keine Infektion die Ursache der Balanitis, dann kann die Entzündung mit kortisonhaltiger Salbe behandelt werden. Zur Linderung des Juckreizes können Kamillenbäder nützlich sein.

Wird die Eichelentzündung chronisch, sollte der Patient über eine Beschneidung nachdenken. Allerdings ist eine Beschneidung bei Jungen unter drei Jahren kontraindiziert, da bis zu diesem Alter eine Beschneidung anscheinend das Entzündungsrisiko signifikant erhöht.

Zur Behandlung von erwachsenen Patienten gehört unbedingt auch, dass der Geschlechtspartner des Patienten sich ebenfalls untersuchen lässt.

Schließlich sollte der Arzt bei unklaren Befunden zur Differentialdiagnose auch Gewebeproben entnehmen und zur histologischen Untersuchung einreichen, um eine mögliche Krebsvorstufe frühzeitig zu erkennen.

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Aussicht & Prognose

Eine Eichelentzündung hat im Falle einer Behandlung eine sehr gute Prognose. Dauer und Leidensdruck der Krankheit hängen dabei von der Ursache der Entzündung und vom Immunsystem des Betroffenen ab. Sind Bakterien oder Pilze ausschlaggebend, können entsprechende Medikamente binnen Tagen und Wochen Linderung verschaffen.

Das angegriffene Gewebe der Eichel und Vorhaut lässt sich mit entzündungshemmenden Salben und beruhigenden Bädern gut behandeln. In den seltensten Fällen sind bleibende Gewebeschäden zu befürchten. Es kommt gelegentlich zur Ausbildung unempfindlicherer Stellen und zu einer erworbenen Phimose aufgrund einer Infektion von Vorhaut und Eichel. Hat die Entzündung eine andere Ursache, beispielsweise eine ungenügende Hygiene oder eine Verletzung der Eichel oder Vorhaut, lassen sich ebenfalls mit Schonung und Salben gute Ergebnisse erzielen.

Eine unbehandelte Eichelentzündung mit bakteriellem Auslöser beherbergt hingegen das Risiko, dass die Infektion sich weiter ausbreitet. Sie kann die Blase, die Prostata und die Nieren erreichen und im schlimmsten Falle zu einer Sepsis führen. Eine solche kann unbehandelt tödlich enden. Dies kann aber nur auftreten, wenn ein bakterieller Infekt am Penis über längere Zeit unbehandelt bleibt.

Pilzinfektionen bergen ein ähnliches Risiko der Verschleppung. In ganz seltenen Fällen bilden sich Geschwüre und Vorstufen von Krebs aufgrund der Balanitis. Wird hier nicht ärztlich interveniert, drohen der Ausbruch von Krebs und ein dauerhafter Verlust von Gewebe am Glied. Insgesamt senkt eine Beschneidung das Risiko für das Auftreten einer weiteren Balanitis.

Vorbeugung

Zunächst einmal ist eine richtige Körperhygiene wichtig für die Vorbeugung einer Eichelentzündung. Richtige Genitalhygiene bedeutet aber nicht, dass die Reinigung der Vorhaut übertrieben werden sollte.

Normales, aber regelmäßiges Waschen der Eichel ohne Seife und Shampoo mit Zurückziehen der Vorhaut und Entfernung des Smegmas sollten zur normalen Körperhygiene eines Mannes gehören.

Auch Kamillenbäder und Spülungen mit Kochsalzlösungen gehören zur Vorbeugung einer Eichelentzündung.

Kondome beim Geschlechtsverkehr mindern ebenfalls das Risiko einer Eichelentzündung. Vor allem, wenn es zu einer Erkrankung gekommen ist, sollte ein Kondom beim Geschlechtsverkehr absolut ein Muss sein, um den Intimpartner nicht mit anzustecken.

Das können Sie selbst tun

Eine Balanitis sollte von einem Facharzt behandelt werden. Nach Ermittlung des Erregers kann eine gezielte Behandlung durch eine antibiotische oder antimykotische Salbe erfolgen. Ist eine Vorhautverengung ursächlich für erneut auftretende Entzündungen, sollten sich Betroffene bzw. die Eltern betroffener Kinder über einen chirurgischen Eingriff informieren.

Empfohlen werden Kamillebäder oder Solebäder. Anschließend kann der Penis mit Olivenöl betupft werden. Dieses pflegt die entzündete Vorhaut. Nach jedem Wasserlassen sollte der Penis zudem mit Wasser gereinigt werden, damit keine Urinreste auf der Vorhaut verbleiben. Weiterhin können Betroffene überprüfen, ob womöglich eine Allergie gegen bestimmte Stoffe – wie Latex in Kondomen – für die Entzündung verantwortlich sind und sollten diese zukünftig meiden.

Die Naturheilkunde empfiehlt Basenbäder zum Ausgleich des Säure-Basen-Haushaltes sowie die Unterstützung der Darmflora durch Probiotika, da eine Entzündung stets im Zusammenhang mit einem geschwächten Immunsystem steht. Weiterhin können die Mittel: Arnica (abschwellend), Calcium floratum (wirkt stärkend), Hepar sulfuris (ausleitend) und Tuja (Hauterkrankungen) unterstützend wirken.

Wichtig auch nach Abklingen der Symptome ist eine gründliche Intimhygiene. Die regelmäßige Reinigung des Penis mit Wasser – auf Seife und Shampoo sollte verzichtet werden – ist ausreichend. Bei immer wiederkehrenden Infektionen sollte auch der Geschlechtspartner eine Untersuchung vornehmen lassen, um auszuschließen, dass über den Geschlechtsverkehr immer wieder Erreger übertragen werden. Präventiv empfiehlt sich die Verwendung von Kondomen, vor allem bei wechselnden Intimpartnern.

Quellen

  • Gasser, T.: Basiswissen Urologie. Springer, Berlin 2011
  • Hautmann, R.: Urologie. Springer, Berlin Heidelberg 2014
  • Schmelz, H.U., Sparwasser, C., Weidner, W.: Facharztwissen Urologie. Springer, Berlin 2010

Von Ärzten geprüft und nach hohen wissenschaftlichen Standards verfasst
Dieser Artikel wurde anhand medizinischer Fachliteratur, aktuellen Forschungsergebnissen und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Autor

Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 20. August 2018

Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

univers kommentierte am 24.11.2012

Bei mir treten solche Entzündungen nach reichlich Alkoholkonsum am Vortag auf. Da ich fast immer etwas erhöhte Zuckerwerte (bin noch kein Diabetiker) habe, glaube ich, dass durch den Alkhohol hohe Zuckerwerte im Urin sind die eine schnelle Entzündung auslösen. Weiters kann hinzukommen, dass dies vermehrt auftritt, da ich seit Wochen keinen Sport mehr gemacht habe, und viele Schadstoffe dadurch nicht über den Schweiß abgeführt wurden. Dieses Mal habe ich eine Penisvorhautverengung, wobei die Vorhaut hart ist und nur schwer über den schlaffen Penis rübergeht. Welche Salbe und welche Vorgehensweise würden Sie mir empfehlen? Ich bin 51.

penis kommentierte am 26.11.2012

Ich habe meinen Penis mit einem Shampoo für Haare gewaschen. Dabei kam das Shampoo an meinen Penis und es brennt seidem. Wenn ich auf die Toilette muss, tut es sehr weh. Es ist mir vor einer halben Stunde passiert. Kann es schlimmer werden, ich bin erst 16?

-um kommentierte am 08.01.2013

Bei mir fing es an mit "Eichelkäse", Bläschen und natürlich auch Gestank, aber ohne Jucken (nur das die Eichel rot war und nach dem Sex/Mastubieren brannte). Nach 1 Woche machte ich mir einen Termin beim Urologen. 1,5 Monate Wartezeit. Mittlerweile ist es noch 1 Monat hin. Seit ein paar Tagen brennt es beim Wasserlassen, obwohl ich dachte, es wird besser. Nun ist die Eichel dennoch wieder rot und auch die Vorhaut tut weh.
Ich habe ihn immer gut saubergehalten, aber anscheinend einmal weniger..
Heute habe ich gesehen, dass auch der Harnweg wohl entzünden ist. Was kann ich tun, wenn ich nicht früher zum Arzt kann????? Gibt es ein Hausmittel????

Pechvogel kommentierte am 04.03.2013

Vor 10 Jahren hatte ich ungeschützten Oralverkehr mit einer gewerbl. Dame. Ca. 1 Woche später hatte ich einen roten Fleck auf der Eichel, ca. 6 mm Durchmesser, dann Jucken. Der Hautarzt meinte, es wäre Herpes. Die Medikamente blieben jedoch ohne Wirkung.
Nach einigen Wochen war die Eichel entzündet und ein blutiger Ring am Ansatz der Eichel und an der Vorhaut wurde sichtbar. Die Vorhaut ließ sich nur unter extremen Schmerzen zurückschieben. Ein anderer Hautarzt verordnete mir daraufhin eine Cortisonsalbe. Dadurch ging die Entzündung langsam zurück, kam aber immer wieder und ich nahm erneut Cortisonsalbe. So ging das fast 10 Jahre lang. Ich bat den Arzt um eine Untersuchung auf eine bakterielle Ursache. Ein Abstrich wurde ans Labor gesandt, das Ergebnis war negativ.
Bei einer Reise hatte ich die Salbe vergessen. Ich verpasste dem Penis ein Vollbad mit Friskodent-Mundspülung. Zu meinem Erstaunen trat sofort eine Besserung ein. Die Vorhaut ließ sich schon nach 3 Tagen mit geringen Schmerzen zurückschieben. Nach einigen Tagen und regelmäßigem Tauchbad (wie gehabt) war es schließlich völlig schmerzfrei. Ein verbliebener Fleck verblasste langsam. Bei einem Besuch beim Hautarzt habe ich die Sache geschildert.
Die Weiterheilung verläuft sehr langsam. Zwar hilft das Mundwasser viel schneller und wirksamer als die Cortisonsalbe, aber nach 2 Tagen Unterbrechung des Bades beginnt der Juckreiz wieder und der Fleck erscheint erneut, erst blass, dann dunkler und beginnt zu nässen. Daher fragte ich den Arzt nach einem wirksameren Tauchbad. Er meinte, dass das leichteste Mittel das Beste sei. Ich sollte damit weitermachen.
Fazit: Ich bin zwar bei Anwendung beschwerdefrei, aber geheilt bin ich nicht. Einige Erreger scheinen bisher immer zu überleben.
Ich denke, ich brauche ein stärkeres (Desinfektionsmittel?) als Mundwasser, aber mit gleicher heilender Wirkung.
Für einen Tipp wäre ich sehr dankbar.

Geschwollenes Ding kommentierte am 22.09.2013

@Pechvogel: Man könnte jetzt kritisieren, dass man sich ungeschützt im horizontalen Gewerbe einen Blowjob verpassen lässt. Ich habe dafür Verständnis, da ich es, trotz des bewussten Risikos, auch mal so erlebt habe. Es war der beste Blowjob, den ich je hatte. Trotzdem würde ich nicht nochmal so entscheiden, auch wenn alles glatt lief. Vor zwei Wochen hatte ich "Verkehr" in einer Strohscheune. Ich vermute, dass mir das trockene Stroh zum Verhängnis wurde, da es sicherlich von Milben und anderen Arten von Kleinstlebewesen versehen ist. Danach bekam ich identische Symptome und einen Abszess an der rechten Leiste. Die Vorhaut ist geschwollen, blutrot und lässt sich nur unter starken Schmerzen zurückziehen. Zuvor hatte ich auch einen kleineren roten Fleck auf der Eichel, welche jetzt ebenfalls sehr stark gerötet ist. Nach dem Wochenende gehe ich zum Urologen, da ich wirklich in Sorge bin. Ich benutze abwechselnd Canesten und Cortisoncreme. Die Vorhaut halte ich mit einer selbst gebauten Verbandskonstruktion in rückwärtiger Stellung, so kann sich kein Pilz bilden. Ich habe gelesen, dass verdünnter Essig hilfreich sein soll. Der Gedanke allein schmerzt aber schon. Das Cortison reicht mir da. LG und gute Besserung, falls die Heilung noch nicht erfolgt ist.

Junge kommentierte am 12.01.2014

Ich habe einen dunkelroten Fleck auf der Vorhaut. Der ist etwa so groß wie ein Zweicentstück. Er schmerzt und juckt bisher nicht. Was könnte das sein? Ich habe kürzlich auf einer Matratze geschlafen, auf der ein Blutfleck von der Freundin meines Freudes war. Kann das zu einer Infektion geführt haben oder ist das nur ein Bluterguss?

eichel kommentierte am 18.03.2014

Vorhautentzündungen haben mich meine Kindheit hindurch begleitet. Ich hatte jedes Jahr mindestens 2-3 Mal eine. Es lag nicht an einer Phimose, meine Vorhaut war sehr lang. Sie verengte sich aber immer wieder, sodass man sie nicht mehr zurück schieben konnte. Der Arzt, der die Untersuchung zur Einschulung durchführte, empfohl eine Beschneidung. Meine Mutter wollte dies damals nicht, da sie fürchtete, ich würde gehänselt werden wenn ich anders aussähe. Vorerst wurde meine Vorhaut dann mit einer Salbe gedehnt, was sehr schmerzhaft war. Einige Monate später bekam ich erneut eine Vorhautentzündung. Daraufhin weitete man meine Vorhaut operativ. Es dauerte fünf Wochen bis alles verheilt war. Einige Jahre ging alles gut, bis es sich als ich acht war erneut entzündete. Erst juckte es nur, dann entzündeten sich Vorhaut und Eichel. Schließlich schwoll alles an und schmerzte sehr. Trotz Salben und entzündungshemmenden Tabletten bekam ich zusätzlich noch einen Harnwegsinfekt. Nach drei schmerzhaften Wochen war es endlich wieder abgeheilt. Ich wurde erneut operiert. Der Arzt führte eine Teilbeschneidung durch, da nur der überstehende Teil der Vorhaut zu eng war. Als ich in die Pubertät kam, wurde die Vorhaut wieder zu eng. Mit 13 Jahren wurde ich dann endlich vollständig beschnitten und hatte jetzt schon seit 44 Jahren keine Entzündungen mehr. Als mein einer Sohn mit drei Jahren das erste Mal eine Vorhautentzündung bekam, ließ ich beide Söhne beschneiden. Sie hatten seit dem nie wieder Probleme damit.

lavendel kommentierte am 21.04.2016

Ich habe ein ähnliches Problem wie @Pechvogel. Ich mache mir jetzt eine Mischung aus Lavendelöl (gegen Infektionen), Eukalyptusöl (antibakteriell) und Fichtennadelöl bzw. Pini Sibiricum (antiviral) und tupfe das vorsichtig auf die wunde Stelle. Alle genannten Öle sind auch leicht entzündngshemmend. Das sollte helfen. Bitte nicht Pini Sibiricum (Fichte) mit Pini Silvestris (Kiefer) verwechseln.

Patrik kommentierte am 16.08.2017

Ich (57 J. alt, eigentlich bei sehr guter Gesundheit) bin meine immer wiederkehrenden Eichelentzündungen mit einem ayurvedischen Mittel losgeworden. Und zwar handelt es sich um ein Präparat auf der Basis von Kurkuma. Es sind Kapseln mit Kurkuma//Kurkumin und Pfeffer. Ich habe zwei- bis dreimal täglich eine Kapsel eingenommen. Dies über einen Zeitraum von drei Monaten. Schon nach kurzer Zeit trat eine bemerkenswerte Besserung ein. Früher kamen die Entzündungen immer wieder, v.a auch nach Sex. Heute bin ich die Entzündungen los und nehme das Präparat nicht mehr so regelmässig, d.h. z.B. noch zur Prophylaxe, ein. Kurkumin hemmt allgemein Entzündungen im Körper. Es ist ein altbekanntes Mittel in der orientalischen Medizin und auch ein Gewürz. Es hat keine Nebenwirkungen.