Erythema nodosum (Knotenrose)

Erythema nodosum oder Knotenrose ist eine entzündliche Hauterkrankung, die zu weichen, knotigen und schmerzhaften Entzündungsreaktionen im Unterhautfettgewebe führt. Die Knotenrose tritt an den Vorderseiten der Unterschenkel auf. Hauptsächlich gehören Frauen zu den Betroffenen eines Erythema nodosum. Eine Knotenrose wird oftmals, aufgrund von ähnlichen Beschwerden und Symptomen, von Ärzten mit einer Wundrose verwechselt und falsch therapiert.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Erythema nodosum?

Bei einem Erythema nodosum entstehen an den Unterschenkeln - selten an anderen Körperstellen wie dem Gesäß - mehrere knotige Entzündungsherde. Sie können in der Größe variieren und je nach Ausprägung der Knotenrose ineinander übergehen.

Die Entzündung betrifft das Unterhautfettgewebe. Aus verschiedenen Ursachen, zu denen neben einer bakteriellen Infektion auch Allergien, Hormonschwankungen oder infizierte Verletzungen gehören, entzündet sich das Gewebe. Erythema nodosum ist eine sehr schmerzhafte Erkrankung, die aber in vielen Fällen ohne jede Behandlung spontan wieder abheilt.

Zurück bleiben zunächst noch Hautveränderungen, die abheilenden Hämatomen ähneln. Es ist möglich, dass sich Erythema nodosum zu einer chronischen Erkrankung entwickelt, die von einer anderen Grunderkrankung ausgelöst wird. Knotenrose tritt allerdings auch als isolierte Krankheit auf.

Ursachen

Erythema nodosum kennt eine Reihe sehr unterschiedlicher Ursachen. Vordergründig liegt eine Entzündung der Haut vor. Der Auslöser dafür reicht jedoch bei der Knotenrose von einer Bakterieninfektion in einem ganz anderen Bereich des Körpers bis zu einem isolierten Ausbruch ohne weitere Auslöser.

Abgesehen von der isolierten Knotenrose ist davon auszugehen, dass die Haut durch die Entzündung auf eine andere Beeinträchtigung des Körpers reagiert. Häufig wird Erythema nodosum im Zusammenhang mit einer Mandelentzündung oder einer Darmentzündung beobachtet. Auch eine allergische Reaktion oder hormonelle Schwankungen durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille und bei Schwangerschaft führen zum Auftreten eines Erythema nodosum.

Für die Charakterisierung als Überreaktion spricht, dass es in den meisten Fällen bei der Knotenrose auch wieder zu einer problemlosen Abheilung kommt.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Ein Erythema nodosum macht sich durch die charakteristischen Knoten im Unterhautfettgewebe bemerkbar. Die Wucherungen sind sehr druckschmerzhaft, unscharf begrenzt und von außen fühlbar. Sie erreichen eine Größe von mehreren Zentimetern und können im Verlauf der Erkrankung zu einem größeren Knoten werden.

Das umliegende Gewebe ist gerötet und überwärmt, bei der Verschmelzung mehrerer Wucherungen nimmt es oft eine dunkelrote Farbe an und reagiert sehr empfindlich auf Druck. Die Farbe der Knoten verändert sich im Krankheitsverlauf von einem rötlich-violetten Ton zu einer gelblich-grünen Farbe. Die entzündlichen Knoten treten vorwiegend an beiden Unterschenkeln auf, vor allem im Bereich von Schienbeinkanten und Sprunggelenken.

In schweren Fällen bilden sich zusätzliche Knoten an Knien, Oberschenkeln, Armen und Ellenbogen. Begleitend zu den äußerlichen Merkmalen äußert sich ein Erythema nodosum durch ein zunehmendes Krankheitsgefühl. Die Betroffenen fühlen sich oft abgeschlagen und müde, und leiden an Fieber oder Gelenk- und Muskelschmerzen.

In den späteren Stadien können Kreislaufbeschwerden wie zum Beispiel Schweißausbrüche oder Herzrasen hinzukommen. Werden die Knoten aufgekratzt, kann sich eine Infektion entwickeln. Dank der auffälligen Anzeichen und Beschwerden kann eine Knotenrose schnell diagnostiziert und anschließend zielgerichtet behandelt werden.

Diagnose & Verlauf

Ein Erythema nodosum ist aufgrund seiner typischen Knotenbildung, der geröteten Haut und des gewöhnlich auf die Vorderseiten der Unterschenkel beschränkten Auftretens in der Diagnose unproblematisch.

Zur Abklärung einer anderen Grunderkrankung werden Infektionen wie Mandelentzündungen oder Darmerkrankungen erfragt und im Zweifel bei unklaren Symptomen genauer bestimmt. Eine mögliche Schwangerschaft sollte schon wegen der medikamentösen Behandlung des Erythema nodosum abgeklärt werden.

Üblicherweise entwickelt sich die Knotenrose binnen weniger Tage, um dann für einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen anzudauern. Schließlich klingen die Symptome wieder ab und hinterlassen noch Hämatome als Folgeschäden der Hautentzündung. In diesem Zeitraum kann sich ein Patient abgeschlagen und fiebrig fühlen. Er ermüdet leicht und ist durch die Knotenrose weniger leistungsfähig.

Die schmerzhaften Hautveränderungen beim Erythema nodosum beeinträchtigen die Bewegungsfähigkeit und sorgen allgemein für eine körperliche und psychische Schwächung.

Komplikationen

Die Erythema nodosum auch Knotenrose genannt, gehört zu den entzündlichen Hauterkrankungen, welche oftmals Frauen betreffen. Im Unterhautfettgewebe der Unterschenkel-Vorderseiten entstehen weiche Knoten, die sichtlich gerötet sind. Schwellen die befallenen Partien an, beginnen sie heftig zu schmerzen. Das Symptom wird oftmals mit der Wundrose verwechselt. Betroffene sollten daher bei den ersten Anzeichen den Arzt aufsuchen.

Krankheits-Auslöser kann eine bakterielle Infektion oder ein isolierter Ausbruch sein, wodurch die Haut mittels Entzündung auf eine körpereigene Begleiterscheinung reagiert. Dazu zählen unter anderem Darmerkrankungen, Allergien, Hormonschwankungen, orale Kontrazeptiva, Mandelentzündung sowie eine Schwangerschaft. In den meisten Fällen entstehen wenig Komplikationen, jedoch kann sich das Symptom chronisch entwickeln, sofern eine andere Grunderkrankung oder Überreaktion vorliegt.

Wird eine Erythema nodosum nicht rechtzeitig behandelt, verschlechtert sich nicht nur die auslösende Ursache. Die extrem druckempfindlichen Knoten können unter der Hautoberfläche bis auf Handflächengröße anschwellen und neben starken Hautrötungen auch Hämatome verursachen. Die Beine schmerzen, fühlen sich überhitzt, aufgedunsen und schwer an.

Einige Betroffene erleben Fieberschübe und einen erheblichen Leistungsabfall. Die medizinischen Gegenmaßnahmen lassen die Knotenrose bei frühzeitigem Erkennen in etwa drei Wochen relativ komplikationsfrei abklingen und behandeln zugleich die verursachende Krankheit beziehungsweise Infektion. Sofern die Therapie medikamentös auf Kortison-Basis erfolgt, sollte zuvor das Bestehen einer Schwangerschaft ausgeschlossen werden.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Bilden sich auf der Haut Knoten, die als schmerzhaft oder unangenehm empfunden werden, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Halten die Beschwerden an oder treten sie wiederholt auf, ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren. Stellen sich Entzündungsbeschwerden ein, sollte ebenfalls ein Arztbesuch erfolgen. Bei der Bildung von Eiter und der Entstehung von offenen Wunden können Keime in den Organismus gelangen, die zu weiteren Erkrankungen führen. Da in schweren Fällen eine Blutvergiftung droht, ist ein Arzt aufzusuchen, sobald sich ein Unwohlsein oder eine erhöhte Körpertemperatur einstellen. Treten Körperflüssigkeiten aus den Knoten aus, gilt dies als ungewöhnlich und sollte abgeklärt werden.

Nehmen die Knoten an Umfang und Größe zu, sollte ein Arzt kontaktiert werden. Setzen emotionale oder psychische Probleme ein, wird ein Arzt benötigt. Anhaltende Stimmungsschwankungen, eine gedrückte Gemütsverfassung oder ein sozialer Rückzug gelten als besorgniserregend und sollten mit einem Arzt besprochen werden. Leidet der Betroffene unter Schmerzen, Schwellungen oder Gelenkproblemen, benötigt er einen Arzt. Kommt es aufgrund der Beschwerden zu einer verminderten Bewegung oder fehlerhaften Körperhaltung, ist ein Arztbesuch nötig. Es drohen dauerhafte Schäden, denen rechtzeitig vorgebeugt werden sollte. Bei einem Gefühl der permanenten Wärme an den betroffenen Regionen, ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren.

Behandlung & Therapie

Eine Behandlung ist beim Erythema nodosum nicht zwingend erforderlich, sollte aber wegen der beträchtlichen Schmerzen dennoch erfolgen. Das Erythema nodosum spricht in der Regel gut auf Entzündungshemmer an.

Zur schnelleren Abheilung der Hautveränderungen ist der Einsatz einer kortisonhaltigen Salbe in der äußeren Anwendung hilfreich. Auch die orale Gabe von Kortisonpräparaten kann den Krankheitsverlauf verkürzen. Antibiotika kommen zum Einsatz, wenn die Grunderkrankung eine bakterielle Infektion wie eine Mandelentzündung ist. Heilt sie ab, bessert sich auch die Knotenrose in unmittelbarem Zusammenhang.

Da beim Erythema nodosum die Unterschenkel betroffen sind, ist während der Erkrankung auf jede übermäßige Belastung der Beine zu verzichten. Patienten mit Knotenrose empfinden Kleidungsstücke, die die Unterschenkel bedecken, als schmerzhaft. Die Bereiche sind entzündungsbedingt heiß und benötigen keine zusätzliche Belastung durch Verbände oder eng anliegende Kleidungsstücke.

Erst mit Abklingen der Symptome kann bei einem Erythema nodosum ein elastischer Verband angelegt werden. Dies fördert die Rückbildung der Hämotome und schützt in der Abklingphase der Knotenrose vor unerwünschten Druckschmerzen.

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Aussicht & Prognose

Die Prognose der Erythema nodosum ist günstig. Bei einer Vielzahl der Betroffenen ist keine Therapie notwendig. Die Veränderungen des Hautbildes heilen spontan und ohne die Notwendigkeit einer Behandlung ab. Innerhalb weniger Tage tritt im Normalfall bereits eine Besserung ein, bis nach wenigen Wochen eine vollständige Beschwerdefreiheit erreicht wird. Bei Beschwerden wie Schmerzen werden zur Linderung der Symptome Arzneien verabreicht. Sie unterstützen den Heilungsprozess und führen zu einer Verbesserung der Gesundheit. Darüber hinaus werden Salben verabreicht, die eine Rückbildung der Hautveränderungen fördern.

Patienten mit einem geschwächten Immunsystem sollten sich für eine gute Prognose einer medizinischen Behandlung unterziehen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Krankheitserreger ausbreiten und vorhandene Beschwerden zunehmen. Darüber hinaus ist der Organismus oftmals ohne eine Unterstützung nicht ausreichend in der Lage, die Bakterien mit eigenen Kräften an einer Vermehrung zu hindern und abzutöten. Damit es zu keiner weiteren Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes und damit zu einer Verschlechterung der Prognose kommt, sollte Hilfe in Anspruch genommen werden.

Treten Komplikationen auf, kann dies zu einer Beeinträchtigung der Heilungsaussicht führen. Die Bewegungsfähigkeit ist für die Dauer der Erkrankung eingeschränkt. Emotionale Probleme können auftreten, die in schweren Fällen zu psychischen Störungen führen. Zeichnet sich dieser Verlauf ab, können ungewollte Verzögerungen auftreten.

Vorbeugung

Erythema nodosum als eine spontane Überreaktion auf eine andere Grunderkrankung ist kaum zu verhindern. Anders stellt sich dies für Patienten dar, die mit einer Knotenrose auf den Kontakt mit einem Allergen reagieren. Ist der auslösende Faktor des Erythema nodosum bekannt, sollte dieser für die Zukunft gemieden werden.

Nachsorge

Bei Erythema nodosum stehen dem Betroffenen in den meisten Fällen nur sehr wenige Maßnahmen und Möglichkeiten einer Nachsorge zur Verfügung. Bei dieser Krankheit muss in erster Linie eine frühzeitige Erkennung mit der anschießenden Behandlung durchgeführt werden. Nur dadurch können weitere Komplikationen oder Beschwerden verhindert werden, da es bei dieser Krankheit nicht zu einer Selbstheilung kommen kann.

Bei der Erythema nodosum steht daher die frühzeitige Erkennung der Krankheit im Vordergrund. Je früher sie dabei erkannt wird, desto besser ist in der Regel auch der weitere Krankheitsverlauf. Die Behandlung selbst erfolgt dabei meist durch die Einnahme von Medikamente, wobei auch Antibiotika verwendet werden. Der Betroffene sollte bei der Einnahme auf eine regelmäßige Einnahme und auch auf eine richtige Dosis achten.

Dabei sollten Antibiotika nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden, da ihre Wirkung sonst deutlich abgeschwächt wird. Weiterhin sind auch regelmäßige Untersuchungen durch einen Arzt sehr wichtig, um andere Beschwerden früh zu erkennen. Die Antibiotika sollten in der Regel auch noch nach dem Abklingen der Beschwerden weiterhin eine Zeit lang eingenommen werden. In der Regel wird die Lebenserwartung des Betroffenen durch diese Krankheit nicht verringert.

Das können Sie selbst tun

Ein Erythema nodosum heilt im Allgemeinen auch ohne Therapie innerhalb von drei bis sechs Wochen ab. Die Knotenrose kann aber starke Schmerzen verursachen, die mit verschiedenen Medikamenten behandelt werden müssen. Manchmal helfen auch Mittel aus der Naturheilkunde, zum Beispiel Ringelblumensalbe oder Anwendungen mit Arnika.

Parallel zur symptomatischen Behandlung gilt es, die ursächliche Erkrankung zu ermitteln und diese zu behandeln. Betroffene fertigen am besten ein Beschwerde-Tagebuch an, in dem Art und Intensität der Symptome notiert werden. Dies erleichtert es dem Arzt, das Grundleiden zu diagnostizieren. Ist die Anti-Baby-Pille ursächlich für das Erythema nodosum, sollte in Rücksprache mit dem Frauenarzt auf ein anderes Präparat gewechselt werden. Auch die Drei-Monats-Spritze und die Hormon-Spirale sind mögliche Auslöser, die beim Auftreten einer Knotenrose abgesetzt werden müssen.

Bei schmerzhaften Knoten im Unterhautfettgewebe ist womöglich eine Operation notwendig. Der Arzt wird dies nach einer umfassenden Untersuchung entscheiden und dem Patienten mitteilen, welche Vorbereitungsmaßnahmen er treffen muss. Grundsätzlich gelten vor und nach einer Operation Schonung und Stressvermeidung. Eine ausgewogene Diät kann die Genesung fördern und auch akute Beschwerden des Erythema nodosum lindern.

Quellen

  • Dirschka, T., Hartwig, R.: Klinikleitfaden Dermatologie. Urban & Fischer, München 2011
  • Moll, I.: Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2010
  • Sterry, W., Worm, M., Burgdorf, W.: Checkliste Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2014

Von Ärzten geprüft und nach hohen wissenschaftlichen Standards verfasst
Dieser Artikel wurde anhand medizinischer Fachliteratur, aktuellen Forschungsergebnissen und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Autor

Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 26. September 2018

Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

mminitina kommentierte am 17.07.2013

Hallo, ich habe gerade eine Knotenrose überstanden. Weiß jemand, ob es normal ist, dass die Beine so schmerzen?

tetti1 kommentierte am 28.07.2014

Ich habe seit gut vier Monaten eine Knotenrose und trotz Cortison will sie nicht richtig abheilen. Die Knotenrose ist nach einem Grippe-Virus aufgetreten, was aber genau der Auslöser war, weiß man bisher nicht. Mehrere Termine beim Rheumatologen (Verdacht auf Gelenkrheuma) und Hautarzt haben nichts wirklich neues/erhellendes gebracht. Hat hier jemand Erfahrungen mit der Krankheit? Laut Rheumatologe kann die Krankheit bis zu einem Jahr dauern. Kann dies jemand bestätigen?

suamar kommentierte am 08.10.2014

Ich hatte sie 2008. Man diagnostizierte damals Sarkoidose. Die EN ist eine typische Begleiterscheinung hierfür. Es war die Hölle für mich. Ich habe damals kein Cortison genommen. Nach etwa vier Monaten bildete sie sich zurück. Bei so etwas sollte man unbedingt zum Lungenfacharzt.

Claudia kommentierte am 13.11.2014

Ich hatte einen schweren Schub, der 6 Wochen lang akut war. 4 Wochen davon lag ich im Krankenhaus, 3 davon in der Rheumatologie. Ich war vor Schmerzen nicht in der Lage zu laufen und an Krücken konnte ich auch nicht „gehen“ da meine Hände und Arme auch betroffen waren. Ich habe das KH im Rollstuhl verlassen. Die Schübe sind rezidiv. Stress und schwüle Hitze können Auslöser sein. Allgemeinmedizinisch konnte mir nicht geholfen werden. Erst ein Heilpraktiker konnte die Krankheit unter Kontrolle bringen.

Raffael kommentierte am 19.12.2014

Ich hatte 2012 im November ein Erysipel am rechten Unterschenkel. Seither habe ich an der Wade ein handgroßes Hämatom. Nun hatte ich schon 2x einen Rückfall an diesem Unterschenkel. War es überhaupt ein Rückfall oder handelt es sich hierbei um ein Erythema nodosum (Knotenrose)? Da ich das erste mal den Rückfall in der Zeit hatte, in der ich Tardocillin 1200 gespritzt bekommen habe, bin ich der Meinung, dass es kein Rückfall des Erysipels sein kann. Beim Erysipel wurde als Bakterium der Schweinerotlauf diagnostiziert, welches sich dann ja mit Penicillin gut behandeln lassen sollte? Sollte der Rückfall eine Knotenrose gewesen sein, dann erklärt es zumindest, warum ich das in der Zeit der Penicilinzugabe bekam. Nun habe ich aktuell wieder so einen Rückfall, nur dass ich diesmal am Schienbein Stiche habe, welche feuerrot sind und sich fleckenartig und weniger rot ausdehnen. Der Arzt meint, es wäre ein Rückfall (normaler Hausarzt, Sportmediziner). Behandelt wird es mit "Ciprofloxacinhydrochlorid 1 H2O" (Cipro Basics 750mg).
Meine Frage: Ist diese Behandlung sinnvoll? Sollte ich lieber dem Hautarzt einen Besuch abstatten?
Symptome sind wie beim Erysipel, Fieber, Gelenkschmerzen, matt sein, Rötung des Beines (Schmerzen wie bei einem Sonnenbrand, die Haut spannt und tut beim auftreten erst weh, geht aber dann nach ein paar Schritten langsam weg bzw. wird weniger).
Kann man bei einem Erysipel dieses Bakterium nicht vollständig aus dem Körper entfernen, indem man z.B. operativ das Bakterium an Ort und Stelle bekämpft?
Es wäre schön, wenn ich hierzu ein paar Antworten bekäme. Vielen Dank.

Christina04 kommentierte am 26.03.2015

Bei mir hat die Knotenrose mit Schmerzen in den Gelenken angefangen und ein paar Tage später kam der erste Fleck. Da ich stille und einen Eisenmangel hatte, dachte ich, die Schmerzen kommen vom Stillen und das meinem Körper vielleicht etwas fehlen würde. Als ich dann mehr und mehr Flecken bekam und diese hart und extrem schmerzhaft wurden, ging ich zum Hausarzt. Er schickte mich zum Rheumatologen. Schon alleine ein Termin zu bekommen, war ein Kampf. Als ich dann dort war, erzählte er mir, dass was ich schon wusste. Ich wollte endlich etwas gegen die Schmerzen haben, denn seit gut drei Wochen war ich zu nichts zu gebrauchen. Der gute Mann im Kittel meinte, ich soll kühlen und in 8 Wochen wieder kommen. Da ich stille, darf er mir nichts geben. Und bevor ich gehe, soll ich noch zur Blutabnahme und in den nächsten Tagen zum Radiologen. Was sollte das denn? Ich hatte höllische Schmerzen und fühlte mich so elend. Ich war enttäuscht und sauer. Ich werde morgen nochmal zum Hausarzt gehen und fragen, ob ich mir das wirklich antun soll oder ob es eine anderes Mittel gibt, ausser das Kühlpad.

kate kommentierte am 11.07.2015

Ich habe die Knotenrose seit 7 Jahren. Mal kommt sie mal geht sie. Sie erscheint aber nur im Sommer und wird mit Kortison behandelt. Bei mir ist sie aber schon gewandert. Der Körper überhitzt auch an anderen Stellen. An den Beinen bekomme ich es auch, sowie an den Oberschenkel und Armen. Es geht nicht wirklich weg und keiner weiss, woher es kommt. Ich habe über die Jahre 18 verschiedenen Ärzte aufgesucht.

Hasi kommentierte am 12.04.2017

Ich habe gerade eine akute Erythema nodosum. Angefangen hat es mit einem heißen, roten, schmerzempfindlichen, etwa fünf cm großen Fleck am li. Unterarm, sowie Schmerzen an Knie und Fußgelenken. Einen Tag danach bekam ich an beiden Unterschenkeln, hauptsächlich an den Gelenken, extrem schmerzhafte, rote, entzündete Flecken. Hausarzt verschrieb Antibiotika, nahm Blut ab. Da es ein Freitag war, kam das Ergebnis erst am Montag. Am Freitag Abend bekam ich solche Schmerzen, dass mein Mann mich ins nächste Krankenhaus fuhr, leider wusste der behandelnde Arzt auch nicht was das sein könnte. Er verschrieb mir eine leichte Cotisonsalbe und Schmerztabletten. Am Montag morgen, Hausarzt schickte mich in die Hautklinik und dort wurde die Diagnose Erythema nodosum gestellt. Behandelt wird jetzt weiter mit Cotisonsalbe, Schmerztabletten und Beine (wenn die Schmerzen nachlassen) wickeln. Zurzeit habe ich allerdings noch starke Schmerzen, extreme Druckschmerzen, bin abgeschlagen, müde, und das Gehen fällt schwer. Die Knoten verfärben sich jetzt von rot in blaurot. Hoffe, es tritt bald Besserung ein, denn das sind Schmerzen, die wünscht man keinem.