Glutamatunverträglichkeit

Glutamate finden sich in sehr vielen Nahrungsmitteln, sie dienen als Geschmacksverstärker und können bei einigen Personen zur Glutamatunverträglichkeit führen. Im Volksmund wirde diese Erscheinung oftmals auch als Chinarestaurant-Syndrom bezeichnet. Glutamate sind allgemein als nicht gesundheitsgefährdend eingestuft, für Personen mit Unverträglichkeit kann der Verzehr jedoch unangenehme Folgen haben. Lebensmittel mit Glutamaten sind allerdings meist nicht besonders gehaltvoll und vitaminreich, daher kann ein Verzicht auch ohne bekannte Unverträglichkeit sinnvoll sein.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Glutamatunverträglichkeit?

Als Glutamatunverträglichkeit wird eine Ansammlung von Symptomen verstanden, die unmittelbar nach dem Verzehr von Speisen auftreten, welche den Zusatzstoff Glutamat enthalten.

Eine Unverträglichkeit auf den Geschmacksverstärker kann plötzlich auftreten, Männer und Frauen sind gleichermaßen davon betroffen. Glutamat verbirgt sich in vielen Lebensmitteln, insbesondere in Fertigprodukten, Tütensuppen oder Kantinenessen. Laut Gesetzgeber müssen Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker in der Zutatenliste eines Produktes aufgeführt sein, Glutamate werden hinter den Bezeichnungen E 620 - 625 versteckt.

Vielfach wird angenommen, dass der Schriftzug "frei von Geschmacksverstärkern" die Verwendung von Glutamat ausschließen würde, doch hier handelt es sich um einen Irrtum. In Zutaten wie Hefeextrakten und ähnlichem können dennoch Glutamate vorhanden sein. Wer ganz sicher gehen möchte, darf ausschließlich auf natürliche Produkte zurückgreifen, im Fall einer Glutamatunverträglichkeit wird dies ohnehin notwendig.

Ursachen

Wodurch es zur Glutamatunverträglichkeit kommt ist bis heute nicht abschließend geklärt. Einige Menschen können den Geschmacksverstärker in großen Massen konsumieren ohne je an einer Unverträglichkeit zu erkranken, bei anderen Personen entwickelt sich die Intoleranz im Lauf ihres Leben.

Auch Kinder können bereits unter einer Glutamatunverträglichkeit leiden, es kommt häufig vor, dass sich Lebensmittelintoleranzen bereits im Kindesalter manifestieren. Das Risiko an einer Allergie gegen Lebensmittel zu leiden ist erhöht, wenn es in der Familie bereits bekannte Fälle einer solchen Unverträglichkeit gibt.

Generell sind Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem häufiger von einer Glutamatunverträglichkeit betroffen als Personen mit einem starken Immunsystem. Manche Menschen neigen generell schneller zu Allergien und Unverträglichkeiten als andere, bei bereits bekannten Allergien ist die Wahrscheinlichkeit im Lauf des Lebens eine Glutamatunverträglichkeit zu entwickeln erhöht.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Die Symptome einer Glutamatunverträglichkeit treten häufig nach einem Besuch im Chinarestaurant auf. Sie äußern sich circa 20 Minuten nach dem Essen durch plötzliches Kribbeln und Taubheitsgefühle in der Mundhöhle, trockenem Mund, Juckreiz im Mund, Rötung der Wangen, Kopfschmerzen, Nackensteife, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Gliederschmerzen und Übelkeit. Da die chinesischen Speisen größere Mengen an Glutamat als Geschmacksverstärker enthalten, wird von einer Unverträglichkeit gegen diese Substanz ausgegangen.

Eindeutig bewiesen werden konnte diese Tatsache jedoch noch nicht. Es könnte sich auch um eine Unverträglichkeit gegen andere Inhaltsstoffe in diesen Speisen handeln. Die Symptome treten nur kurzzeitig auf und klingen schnell wieder ab. Dabei berichten die betroffenen Personen, dass sie jedes Mal nur nach Genuss der mit Glutamat versetzten Speisen unter diesen Beschwerden leiden.

Meist handelt es sich zwar um unangenehme aber ansonsten harmlose Symptome. In seltenen Fällen werden aber auch Komplikationen beobachtet. Diese können sich in starken Atembeschwerden, schweren Herzrhythmusstörungen oder sogar Bewusstseinsstörungen äußern. Über Todesfälle wurde noch nicht berichtet. Allerdings besteht bei besonders schweren Herzrhythmusstörungen potenziell auch die Möglichkeit eines Herzversagens.

Insgesamt ist aber die Prognose sehr günstig. Möglicherweise sind bei einigen Patienten die Beschwerden auch auf einen sogenannten Nocebo-Effekt zurückzuführen. Bei diesem Effekt handelt es sich um die Vermutung der Betroffenen, dass von einer bestimmten Substanz eine negative gesundheitliche Wirkung ausgeht.

Komplikationen

Durch die Glutamatunverträglichkeit kommt es nur dann zu Komplikationen oder Beschwerden, wenn der Patient Glutamat zu sich nimmt. Falls auf das Glutamat verzichtet wird, treten in den meisten Fällen auch keine weiteren Beschwerden oder Komplikationen auf. Die Unverträglichkeit äußert sich meistens in einer starken Übelkeit und Kopfschmerzen.

Es kommt zu einem trockenen Mund und zu einem Kribbeln im gesamten Mundraum. Der Patient fühlt sich krank und leidet an Gliederschmerzen. Ebenfalls kann es zu Herzrasen und zu Schweißausbrüchen kommen. Die Beschwerden schränken den Alltag des Patienten extrem ein und verringern die Lebensqualität. Der Betroffene ist durch die Krankheit in seiner Ernährung stark eingeschränkt.

Im schlimmsten Falle kann es auch zu Atembeschwerden kommen, wodurch der Patient auch das Bewusstsein verlieren kann. Eine Behandlung kann in der Regel nicht durchgeführt werden. Der Patient muss sein gesamtes Leben lang auf Glutamat verzichten und darf dieses nicht einnehmen.

Es kann nicht vorausgesagt werden, ob die Glutamatunverträglichkeit im weiteren Verlauf des Lebens von selbst wieder verschwinden wird. Falls der Betroffene auf den Inhaltsstoff verzichtet, treten keine weiteren Komplikationen auf.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein Arztbesuch ist notwendig, sobald sich unmittelbar nach der Nahrungsaufnahme Unregelmäßigkeiten ergeben. Kommt es nach dem Genuss von Fertigprodukten oder dem Besuch in einem Restaurant zu Auffälligkeiten oder gesundheitlichen Störungen, besteht Anlass zur Besorgnis. Je nach dem Ausmaß der Beschwerden ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen. Bei einer geringen Intensität ist es ratsam, am Folgetag einen Arzt zu konsultieren. Juckreiz am Hals, Rötungen der Haut oder Schwellungen sind ungewöhnlich.

Ein Arzt sollte aufgesucht werden, damit über einen Bluttest die Glutamatunverträglichkeit festgestellt werden kann. Ist trotz der Nahrungsaufnahme der Mund sehr trocken, ist dies ein Warnhinweis des Körpers, dem nachgegangen werden sollte. Bei Taubheitsgefühlen oder Sensibilitätsstörungen im Mund, die nicht auf Verbrennungen zurückgeführt werden können, ist ein Arztbesuch erforderlich. Bei Kopfschmerzen, Beschwerden des Nackens oder einem Gefühl der Steifheit in den Schultern sowie im Nacken, ist ein Arzt aufzusuchen.

Starke Übelkeit, Schwindel oder ein allgemeines Krankheitsgefühl sollten ärztlich abgeklärt werden. Kommt es ohne den Genuss von Koffein zu Herzrasen während oder kurz nach den Mahlzeiten, ist die Rücksprache mit einem Arzt zu empfehlen. Auftretende Gliederschmerzen oder eine verlangsamte Motorik sind von einem Arzt untersuchen zu lassen. Schweißausbrüche und Atemnot gelten ebenfalls als Anlass für einen Arztbesuch.

Behandlung & Therapie

Bis eine Glutamatunverträglichkeit diagnostiziert wurde vergehen oft mehrere Monate bis Jahre. Die Symptome sind unspezifisch und werden oftmals gar nicht mit der Nahrung in Verbindung gebracht. Entwickelt sich eine Glutamatunverträglichkeit klagen die Betroffenen etwa eine viertel Stunde nach der Aufnahme von Glutamat über allgemeines Unwohlsein, Magenbeschwerden, Kopfschmerzen und mitunter Hautausschlägen.

Nicht bei jedem Betroffenen treten alle Symptome zu Tage, insbesondere zu Beginn einer Unverträglichkeit können sich auch nur vereinzelte Anzeichen der Intoleranz zeigen. Der erste Schritt zur Diagnose liegt in der Beobachtung des Betroffenen. Besteht bereits der Verdacht auf eine Glutamatunverträglichkeit, kann ein Allergietest genauere Hinweise geben. Ebenfalls zu Diagnosezwecken geeignet ist die Auslassdiät, bei der gezielt auf glutamathaltige Lebensmittel verzichtet wird, um eine mögliche Symptombesserung zu erzielen.

Unter ärztlicher Aufsicht kommt mitunter auch die sogenannte Provokationstherapie zum Einsatz. Die Betroffenen erhalten hierbei gezielt Glutamate verabreicht, um die Reaktion des Körpers darauf zu testen. Solch ein Versuch sollte nie im Alleingang, sondern ausschließlich unter medizinischer Kontrolle durchgeführt werden. Die Provokationstherapie ist nur dann geeignet, wenn sich bislang keine bedrohlichen Symptome bei der betroffenen Person gezeigt haben. Da eine schwere Glutamatunverträglichkeit auch zu Atembeschwerden bis hin zum allergischen Schock führen kann, muss der Arzt eindeutig das Kosten-Nutzen-Verhältnis abwägen.

Hier finden Sie Ihre Medikamente:

Aussicht & Prognose

Bei einer Glutamatunverträglichkeit handelt es sich um eine Lebensmittelunverträglichkeit und sie ist somit nicht heilbar. Die einzige Möglichkeit, den Symptomen zu entgehen, besteht im vollständigen Verzicht auf Glutamat in Speisen und Getränken. Glutamat ist zwar als gesundheitlich unbedenklich eingestuft, doch mittlerweile muss auf Lebensmitteln im Supermarkt sowie auf den Speisekarten von Restaurants angegeben werden, wenn es in Lebensmitteln und Gerichten enthalten ist. Insbesondere ist auf fertige Lebensmittel und asiatische Gerichte zu achten, denn in naturbelassenen und unverarbeiteten, rohen und frischen Lebensmitteln kann kaum Glutamat stecken. Auch im Restaurant muss auf Glutamat geachtet werden, selbst wenn es sich nicht um ein asiatisches Restaurant handelt.

Bei Glutamatunverträglichkeit gibt es derzeit noch keine bekannte Desensibilisierung, wie sie bei anderen Unverträglichkeiten und Allergien bekannt ist. Auch gibt es - anders als beispielsweise bei Laktoseintoleranz - keine Medikamente, die vor der Aufnahme von Glutamat eingenommen werden können, um die Symptome zu mindern.

In den meisten Fällen ist eine Glutamatunverträglichkeit lediglich sehr unangenehm für den betroffenen Patienten, führt aber eher nicht zu ernsthaften oder lebensbedrohlichen Komplikationen. Wenn versehentlich trotzdem Glutamat verzehrt wurde, sollte der Verzehr sofort unterbrochen werden, sobald es bemerkt wird. Darüber hinaus hilft es lediglich, ihr Abklingen abzuwarten und möglichst ruhig zu bleiben, auch wenn die Symptome unangenehm und beunruhigend sind.

Vorbeugung

Einer Glutamatunverträglichkeit kann kaum vorgebeugt werden, da sie plötzlich entstehen kann und nicht immer eine Ursache zu ermitteln ist. Grundsätzlich wurde nachgewiesen, dass ein gesunder Vitamin-B-Spiegel zur besseren Verträglichkeit von Glutamaten beitragen kann. Auch wenn Glutamate gesundheitlich nicht bedenklich sind, ist es ratsam weitgehend auf sie zu verzichten.

Geschmacksverstärker stecken in vielen Lebensmitteln, es gibt jedoch auch zahlreiche Produkte ohne die Zusätze E 620 - 625. Nach Möglichkeit ist es ratsam besonders auf all jene Produkte zu verzichten, deren Glutamatgehalt besonders hoch ist. Hierzu gehören Fertiggerichte ebenso wie Chips oder Lebensmittel aus der Kantine. Mittlerweile werden immer mehr Produkte für Menschen mit Glutamatunverträglichkeit entwickelt.

Das können Sie selbst tun

Gegen die Glutamatunverträglichkeit konnte noch kein Medikament entwickelt werden. Dem Betroffenen hilft allerdings das Wissen, dass diese Unverträglichkeit sich nicht, wie der Name suggeriert, grundsätzlich gegen Glutamat bzw. die Ester und Salze der Glutaminsäure bezieht, sondern nur gegen freie Glutamate, die als gezielte Geschmacksverstärker nicht an Proteinen gebunden sind.

Insofern hilft es dem Betroffenen, Essen zu meiden, in denen der Geschmacksverstärker Anwendung findet. Nach dem deutschen Lebensmittelgesetz muss der Geschmacksverstärker gekennzeichnet sein, das gilt nicht nur für den Verkauf in Lebensmittelläden, sondern auch in Kantinen und Restaurants. Wer das Gefühl hat, gegen Essen mit Glutamat-Geschmacksverstärkern allergisch zu sein, der sollte seine Vermutung mit dem Arzt abklären, der die Krankheit durch einen Allergietest diagnostizieren und weitere Beratungen vornehmen kann.

Zwar sind die Symptome von Betroffenen nach dem Verzehr von freien Glutamaten in der Regel nicht lebensbedrohlich, können aber bei Asthmatikern sehr wohl gefährlich sein. Im Falle eines allergischen Schocks bei Asthmatikern sollte also sofort ein Arzt aufgesucht werden. Ist der Schock besonders schwer, dann sollte auch vor dem Einsatz eines Notarztes nicht zurückgeschreckt werden.

Generell hilft es dem Organismus von Betroffenen, sich gesund zu ernähren und z. B. jeden Tag frisch zu kochen. Besonders ein hoher Vitamin-B-Spiegel trägt dazu bei, den eigenen Organismus gegen freie Glutamate allgemein resistenter zu machen.

Quellen

  • Biesalski, H.-K., et al.: Ernährungsmedizin. Thieme, Stuttgart 2010
  • Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013
  • Trautmann, A., Kleine-Trebbe, J.: Allergologie in Klinik und Praxis. Thieme, Stuttgart 2013

Von Ärzten geprüft und nach hohen wissenschaftlichen Standards verfasst
Dieser Artikel wurde anhand medizinischer Fachliteratur, aktuellen Forschungsergebnissen und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Autor

Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 26. September 2018

Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Glutamatunverträglichkeit?

Name oder Pseudonym:

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?

Mit dem Abschicken Ihres Kommentars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten (Datenschutzerklärung) durch diese Website einverstanden.

Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Manuela kommentierte am 30.12.2012

Hallo,
meine Tochter (8 Jahre) reagiert seit mehreren Jahren auf Glutamat mit motorischer Unruhe, verminderter Frustrationstoleranz und erhöhter Aggresivität. Wenn etwas nicht nach ihrem Kopf geht flippt sie aus, schreit und schlägt um sich. Sie ist nicht zu beruhigen und will auch nicht angefasst werden. Ich wollte sie schon auf ADHS testen lassen. Inzwischen haben wir durch entsprechende Ernährung das Problem meist im Griff.
Allerdings hat sie die gleichen Symptome auch bei Kakao. Sowohl Kakao als auch Glutamt sind Aufputschmittel!!

Liebe Grüße
Manuela

Susanne kommentierte am 28.04.2014

Ich leide seit fast 20 Jahren an einer starken Mononatriumglutamatintoleranz. Wenn ich Glutamat zu mir nehme, dann bekomme ich einige Tage später starke Migräne, die ich nur mit den entsprechenden Medikamenten in den Griff bekomme. Leider glaubt mir das kein Arzt. Ich fand durch Selbstversuche heraus, dass nur Mononatriumglutamat Migräne bei mir auslöst. Solange ich keines zu mir nehme, habe ich keine Probleme. Leider ist die Annahme verbreitet, dass dieses Zeug unbedenklich sei, dass solche Reaktionen durch andere Stoffe hervorgerufen würden. Zudem halten sich nicht alle Lebensmittelhersteller an die Deklarationspflicht. Dieses Thema sollte unbedingt ernster genommen werden!

charlie kommentierte am 24.06.2014

Hallo Susanne, auch meine Symptome treten immer erst einige Tage nach der Glutamataufnahme auf. Ich leide dann unter starken Schwindelanfällen, Übelkeit und Herzstolpern. Diese Symptome halten manchmal bis zu einer Woche an. Ich bin mir 100%-ig sicher, dass das eine Reaktion auf Glutamat ist.

Jenny kommentierte am 24.08.2014

Auch ich reagiere auf Monosodiumglutamat mit extrem starken, migräneartigen Kopfschmerzen und nicht minder schmerzhafter Nackensteifigkeit. Ich habe mir eine Zeit lang, als ich viel Arbeit und wenig Zeit zum Kochen hatte, asiatische Tütensuppen gekauft und oft gegessen. In dieser Zeit hatte ich häufig die o.g. Symptome, zweimal so stark, dass ich in die Notfallambulanz fuhr. Beim ersten Mal nahm man meine Beschwerden nicht ernst und schickte mich wieder nach Hause, beim zweiten Mal betäubte der Arzt mit einer Spritze meinen Nacken, sodass die Schmerzen zu ertragen waren, bis sie schließlich abklangen. Es dauerte eine Weile, bis ich darauf kam, dass die asiatischen Suppen die Ursache meiner Beschwerden waren. Sobald ich sie von meinem Speiseplan strich, hatte ich nie wieder die geschilderten Kopf- und Nackenschmerzen.

dena kommentierte am 14.10.2014

Ich reagiere auf Glutamat im Essen mit äußerst schmerzhaften Bläschen auf Zunge und Mundschleimhaut, je nach Menge auch am Gaumen bzw. im Rachen. Das passiert bereits beim Essen. Ich habe Migräne, Schmerzen zwischen den Schultern bis zur Nierenregion und Asthma. Es ist für mich höchst interessant, dass die Beschwerden bei euch nach ca. 2 Tagen auftreten. Ich muss das mal beobachten. Ich finde es echt lästig, beim Einkaufen immer die Inhaltsangabe lesen zu müssen. Ich habe auch noch andere Unverträglichkeiten. Glutamat ist einfach überall drinnen und die Deklarationspflicht wird einfach übergangen. Denen wünsche ich mal die Beschwerden.

Wolfgang kommentierte am 11.12.2014

Nach vielen leidvollen Jahren habe ich nun endlich die Ursache für die Leiden meiner Frau gefunden. Nach dem Genuss von Kartoffelchips wurde sie ohnmächtig, krampfte stark, hatte starke Kopfschmerzen und erbrach. Das ging fast 10 Stunden lang. Nach diesen "Anfällen" war sie jedes Mal mehrere Tage arbeitsunfähig.

jana kommentierte am 28.12.2014

Ich habe auch eine Glutamatallergie. Direkt nach der Einnahme von Lebensmitteln die Glutamat enthalten bekomme ich starke Migräneanfälle, Kreislaufschwierigkeiten, starken Juckreiz und Ausschlag am Oberkörper (Kopf, Hals und Oberarme). Wie stark die Symptome bei mir sind, ist von der Menge des augenommenen Glutamats abhängig. Zu viel Glutamat kann bei mir auch zu einem Kreislaufzusammenbruch führen. Festgestellt hat man es bei mir nach Halloween. Ich hatte sehr viel Süßes zu mir genommen und die Symptome wurden unerträglich. Also hat dann der Arzt festgestellt, dass ich seit meinem dritten Lebensjahr keine Migräne mit Aura habe, sondern eine Glutamatunverträglichkeit 😉 und das nach 27 Jahren. Klasse 👍

Annica kommentierte am 15.02.2015

Also ich habe sofort Bauchschmerzen und muss mich übergeben und mir ist sehr schlecht. Ich konnte nicht mehr aufstehen und lief nur noch gekrümmt herum. Da die Glutamatunverträglichkeit vor einer Woche diagnostiziert wurde, war ich erleichtert, was ich habe. Aber es ist sehr schmerzhaft. Ich bin 15 Jahre jung und finde das sehr schmerzhaft und sehr unangenehm.

Brodi kommentierte am 01.04.2015

Ich (46 J, m) vertrage Glutamat seit der Kindheit nicht. Nach dem Verzehr bekomme ich Herzrasen, einen steifen Nacken und werde müde und kann mich schlecht konzentrieren. Es tritt reproduzierbar, d.h. immer auf, wenn ich ein mit Glutamat gewürztes Gericht esse. Ich verzichte in der Kantine konsequent auf die Soße. Zu Hause kochen wir natürlich ganz ohne Glutamat. In Restaurants bestelle ich das Essen ohne Glutamat - was meistens möglich ist. Gute Restaurants kochen ohnehin nicht mit Geschmacksvertärkern. Ich glaube, dass ich die verschiedenen Glutamatsorten unterschiedlich gut vertrage. Bei der Aufschrift "Hefeextrakt", z.B. oft auf Fertiggerichten aus dem Supermarkt entalten, scheint das Problem viel schwächer aufzutreten. Wenn ich zum Chinesen gehe, kann ich in fast 100% der Fälle davon ausgehen, dass ich hinterher die beschriebenen Symptome habe.

Romana2015 kommentierte am 07.04.2015

Ich habe seit über 40 Jahren eine Glutamat-Unverträglichkeit, die sich auf ganz unangenehme Art und Weise äußert. Ca. 45 Minuten nach dem Verzehr von Lebensmitteln - meistens in einem Restaurant, früher in der Kantine - schüttelt es mich und ich bekomme starken, dünnflüssigen Durchfall. Mein Dick-/Mastdarm reagiert auf das Glutamat, da nach ca. 45 Minuten das Gegessene noch immer im Magen ist. D.h. über die Schleimhäute im Mund gelangt das Glutamat in den Dick- bzw. Mastdarm. Angeblich fehlt den Menschen mit dieser Unverträglichkeit ein Enzym zum Abbau des zu viel aufgenommenen Glutamats, da der Körper selbst auch Glutamat erzeugt.

Wikileser kommentierte am 19.06.2015

Es wird immer wieder von Lebensmittel mit Glutamatzusatz geredet. Wenn ich Studien zum Thema lese, so wird dort immer wieder erwähnt, dass jede Menge Glutamat in fast allen Lebensmitteln enthalten ist, da dies ein natürlicher Bestandteil von Eiweißen ist. Wie reagieren denn die Glutamat-Anfälligen auf Tomaten, Parmesankäse, Fisch? Diese Frage ist nicht provokant gemeint. Ich habe einfach ein Interesse daran, heraus zu finden, wieso "unnatürliches" Glutamat anders wirken soll als natürliches.

Cloudy kommentierte am 07.10.2015

Ich habe gestern eine glutamathaltige Brühe verwendet, was eine Ausnahme bei mir darstellt. Sofort hatte ich dieses mir bekannte Brennen auf Zunge und im Hals und ein starkes Bedürfnis, etwas saures zu trinken (Orangenlimo oder -saft).
Heute war ich extrem müde und hatte Kopfschmerzen, später in Verbindung mit unangenehmen Nackenschmerzen und -steifigkeit. Letzteres brachte mich jetzt dazu, im Netz zu recherchieren, ob die Kopf- und Nackenschmerzen mit dem Glutamat in Verbindung stehen könnten.
Wie ich hier sehe, haben einige Menschen dieselben Symptome.
Vor einiger Zeit hatte ich auch nach Glutamat extreme Blähungen und Darmschleimhautreizung. Dabei traten dann sogar für zwei Wochen Hämorrhiden auf, die ich evt. auf das chinesische Essen zurückführe. Worauf muss ich achten?

Alexa kommentierte am 10.10.2015

Auch ich habe durch Selbstversuche und Internetrecherche festgestellt, dass ich eine Glutamatunverträglichkeit habe. Bei mir kommen die Symptome in der Nacht nach dem Verzehr oder einen Tag später. Meine Symptome sind Nackensteifheit, migräneartige Kopfschmerzen, sowie richtig schlimme Krämpfe in der Becken/Beckenbodengegend. Zwei bis drei Tage bin ich dann außer Gefecht, alle Muskeln schmerzen, manchmal kommt auch Übelkeit noch hinzu. Nur weil mein Arzt mir glaubt, bekomme ich sehr starke Medikamente, mit denen ich dann die Krämpfe eindämmen kann. Hätte ich diese Medikamente nicht, müsste ich drei bis vier Stunden schlimmste Schmerzen ertragen. Ich war bei diversen Ärzten, habe alles röntgen lassen, MRT, etc., alles ohne Befund. Durch Zufall bin ich dann auf das Glutamat-Thema gestoßen. Es ist sehr schade, dass dieses doch inzwischen weit verbreitete Problem nicht so richtig ernst genommen wird. Was ich sehr schlimm finde ist, dass ich inzwischen auch schon im Bioladen mir die Inhaltsliste durchlesen muss, da dort auch versteckte Glutamate enthalten sein können.

Peter kommentierte am 06.11.2015

Ich leide seit mehreren Jahren unter Glutamatunverträglichkeit. Hier habe ich herausgefunden, dass speziell Mononatriumglutamat die Ursache ist. Es hat lange gedauert bis ich herausgefunden hatte, dass ich nach speziellen Speisen Schüttelfrost bekam und mein Blutdruck extrem in die Höhe schoss. Seit diesem Zeitpunkt achte ich sehr darauf, dass ich beim Essen vor allem Bioprodukte einkaufe. In Bioprodukten sind keine künstlich zugesetzten Geschmacksverstärker vorhanden. Leider lässt es sich nicht ganz vermeiden. Es erwischt mich immer wieder, wenn ich irgendwo eingeladen bin und die Gastgeber, z.B. den Unterschied zwischen Gluten und Glutamat nicht kennen. Die Folge ist natürlich, dass ich extrem vorsichtig geworden bin und ich jedes Mal Todesängste habe.

Dany kommentierte am 24.11.2015

Ich habe den Verdacht, dass ich an einer Glutamatunverträglichkeit leide. Allerdings tauchen die Symptome komischerweise nicht immer auf. Bei bestimmten Lebensmitteln, besonders Fertigprodukte bekomme ich immer kurzzeitig Durchfall. Hat jemand ähnliche Symptome?

Jürgen kommentierte am 30.11.2015

Natriumglutamat löst bei mir extreme Blähungen, Oberbauchschmerzen mit stundenlangem Aufstoßen, und Übelkeit aus. Diese Zutat sollte verboten werden.

Gina kommentierte am 01.12.2015

Ich habe eine Glutamatunverträglichkeit und weiß worauf ich im Groben verzichten muss. Dennoch habe ich manchmal Beschwerden, nachdem ich z.B. Hähnchen gegessen habe. Liegt das an meiner Allergie oder steckt da noch mehr dahinter?

Jogo kommentierte am 26.02.2016

Eine Stunde nach einem glutamathaltigen Essen bekomme ich mehrere Stunden anhaltendes Herzrasen und -stolpern. Ich kann dadurch auch nachträglich auf Glutamatgehalt der Speisen schliessen. Ich muss bei Restaurantküchen und Kantinen mit unangenehmen Beschwerden rechnen, da meist der Glutamatgehalt nicht ausgewiesen wird. Was kann ich machen?

seffe kommentierte am 03.12.2016

Bei mir fing alles nach einer Darmgrippe an. Kreislauf, Schweißausbrüche, Brechen, Durchfall usw. Ab da ging es los mit Ausschlägen im Gesicht. Mal kamen sie häufiger mal blieben sie weg. Allergietests wurden gemacht und ich bin so ziemlich gegen alles was es gibt allergisch.
Allergietabletten bekam ich auch, die leider nicht den gewünschten Effekt brachten. Nach diesem Dreivierteljahr jetzt, fiel mir so nach und nach auf, dass dieser Ausschlag immer dann auftritt, wenn wir etwas mit Fertigsoßen zubereiten. Er tritt immer um die Augen mit Jucken auf.
Seltsam finde ich, dass es nach der Darmgrippe angefangen hat. Hat diese vielleicht etwas kaputt gemacht oder ist es nur reiner Zufall, dass ich jetzt auf einmal allergische Reaktionen auf diese Soßen bekomme?

Carsten kommentierte am 16.12.2016

Ich bekomme seit ca. sieben Jahren immer mal wieder vor allem Kopfjucken (manchmal auch Körperjucken), wenn ich bestimmmte Lebensmittel zu mir nehme. Anfangs dachte ich an eine Weizenallergie. Aber seitdem es nicht nur von bestimmten Broten, sondern auch von z.B. Chips, Vanillecreme Pudding und auch noch anderen Lebensmitteln ausgelöst wird, gehen meine Vermutungen auch stark in Richtung Glutamatallergie. Und zwar deswegen, weil dieser Geschmacksverstärker mit absoluter Sicherheit in all diesen Produkten vorhanden ist.

erikalissa kommentierte am 05.02.2017

Immer wieder hatte/habe ich dicke angeschwollene Lippen (sie sehen aus wie aufgespritzt). Außerdem brennen sie. Die Beschwerden kommen meist über Nacht, nachdem ich etwas mit Glutamat gegessen habe. Die Beschwerden halten etwa eine Woche an, wenn die Schwellung der Lippen zurück gegangen ist, sind sie extrem trocken. Es hat lange gedauert, bis ich den Grund herausgefunden habe. Zu Hause ist eine glutamatfreie Ernährung kein Problem, Probleme gibt es aber beim auswärtigen Essen. Eine Kennzeichnungspflicht im Lokal wäre für alle Allergiker ein Segen.

Carmen kommentierte am 04.10.2018

Ich habe seit ca. 25 Jahren sporatische Krämpfe mit anschließendem Durchfall, nur Nachts (ich bin Spätesser). Seit 18 Jahren kamen Stundenweise (abends und nachts) Herzrhythmusstörungen und Herzrasen mit Atemnot und Nackenschmerzen dazu. Untersuchungen ergaben nichts. Vor 3 Monaten erzählte mir ein Freund, dass er keine Chips und Fertigprodukte mehr essen darf, da diese bei ihm ähnliche Symptome hervorrufen. Ich habe gewichtsbedingt die Ernährung umgestellt und alles bis vor kurzem selbst gekocht. Das Ergebniss: Keine Probleme mehr! Am Sonntagabend haben wir seit längerem mal wieder Chinesisch gegessen. Die Nacht war dann die Hölle. Ich war hundemüde, nervös, hatte Herzrasen und Herzstolpern, Panik und konnte nicht schlafen. Am nächsten Vormittag war es fast wieder weg. Jetzt bin ich mir sicher, dass ich auch eine Glutamatunverträglichkeit habe. Ich werde nächste Woche beim Arzt einen Allergietest vorschlagen. Ich hoffe, es kann nachgewiesen werden.

Sina kommentierte am 30.10.2018

Ich vertrage seit meiner Kindheit kaum eine Mahlzeit bei meinen Eltern. Sie kochen immer frisch, benutzen aber Gewürze in welchen viel Glutamat vorkommt. Ich habe schon alle möglichen Tests und Therapien hinter mir. Doch erst nachdem ich von zu Hause ausgezogen bin und nur noch mit puren Gewürzen koche, hat sich die Situation verbessert. Ich merke immer nach glutamathaltigem Essen, dass sich mein Magen aufbläht und ich kurzzeitig Durchfall bekomme. Ich bin froh, endlich die Lösung herausgefunden zu haben.