Hirnbiopsie
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 2. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Eine Hirnbiopsie, auch Hirnpunktion genannt, ist eine medizinische Untersuchungsmethode, bei der ein Stück des Gehirns zur weiteren Untersuchung entnommen wird. Die Untersuchung des entnommenen Gewebes kann Aufschluss über die Art der Hirnläsionen geben, und beispielsweise bestätigen, ob ein Gehirntumor vorliegt.
Was ist die Hirnbiopsie?
Bei der Diagnose von Erkrankungen des Gehirns ermöglicht eine Hirnbiopsie, deren zugrundeliegende Gewebeprobe durch ein in die Schädelwand gebohrtes Loch entnommen wird, eine verlässliche Diagnose der vorliegenden Erkrankung. Das Ziel einer Biopsie des Hirns ist die Unterscheidung von Hirnläsionen.
Diese treten zum Beispiel in der Form von Blutungen, Infektionen, einer cerebralen Vaskulitis (Gefäßentzündung), aber auch als Tumoren auf. Auch wenn die Ärzte nicht aus dem Verlauf der Krankheit erschließen können, welche Art der Hirnläsion vorliegt, ist eine Hirnbiopsie angebracht. Denn bei dieser Gewebeuntersuchung ist das Ergebnis schnell verfügbar, was die Diagnose - und damit auch die angebrachte Therapie - beschleunigt. Eine Hirnbiopsie belegt beispielsweise, ob ein gutartiger Tumor vorliegt, der nicht in jedem Fall weiter behandelt werden muss, oder ob ein bösartiger Tumor vorliegt, der eine weitere Behandlung erfordert, etwa eine Operation, eine Bestrahlung oder eine Chemotherapie.
Funktion, Wirkung & Ziele
An der entsprechenden Stelle bohrt der Chirurg schließlich die Schädelwand durch und entnimmt durch eine Nadel eine Gewebeprobe. Vorher wird das betreffende Areal desinfiziert, um eine Infektion der Wunde zu vermeiden, und durch einen etwa vier Zentimeter breiten Hautschnitt vorbereitet. Da die Haare nur punktuell rasiert werden müssen, macht sich die Biopsie nicht in der Frisur bemerkbar. Das Bohrloch durch die Schädelwand ist etwa 7 mm tief und hat einen Durchmesser von weniger als einem Zentimeter. Die Punktion kann auch an mehreren Stellen wiederholt werden, um präzise die unterschiedlichen Areale einer Hirnläsion untersuchen zu können. Bei der Punktion soll so wenig wie möglich Gehirngewebe geschädigt werden. Aufgrund der heute verfügbaren bildgebenden Mittel, die dem Chirurgen sogar während der Operation zur Verfügung stehen, ist dies auch realisierbar.
Die Operation dauert etwa zwei Stunden, wobei ungefähr die Hälfte der Zeit auf die Ermittlung der passenden Bohrstelle aufgewendet wird. An jenen Stellen, an denen eine Gewebeentnahme stattfand, hinterlässt der Chirurg ein Titankügelchen, das bei späteren MRT-Untersuchungen sichtbar ist und bestätigen kann, dass die Punktion an der richtigen Stelle stattfand. Während des Eingriffs ist im Operationsraum ein Neuropathologe anwesend, der die entnommene Gewebeprobe sofort untersucht - dies erfolgt beispielsweise durch eine Färbung der Gewebeprobe und einer anschließenden mikroskopischen Begutachtung dieser.
Der Rückgriff auf eine zytologische (die Zellen betreffende) Diagnostik erlaubt dem Neuropathologen, anhand der Zellaktivität in der Gewebeprobe den Verdacht auf einen Tumor zu bestätigen oder aus dem Weg zu räumen. Auch der Verdacht auf eine cerebrale Vaskulitis, also eine Entzündung der Gefäße im Gehirn, lässt sich mit Hilfe einer Biopsie schnell und sehr verlässlich klären. Falls die Ergebnisse der neuropathologischen Untersuchung es erfordern, werden noch weitere Gewebeproben entnommen.
Ansonsten kann der Eingriff beendet werden, und der Neuropathologe arbeitet den Befundbericht aus, den der Arzt im Nachgang mit dem Patienten hinsichtlich der nächsten Behandlungsschritte bespricht. Nach dem Eingriff verbleibt der Patient einige Tage zur Beobachtung im Krankenhaus. Die Nachkontrolle der Heilung kann der Arzt aber auch ambulant durchführen.
Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren
Im Extremfall kommt es zu einer tödlichen Blutungskomplikation - das Risiko hierfür ist mit 0,2 Prozent jedoch gering. Auch die Lage etwaiger Hirnläsionen sowie das Alter der Patienten beeinflusst die Entscheidung für oder gegen eine Hirnbiopsie. Nach der Hirnpunktion kann in den seltensten Fällen eine Infektion der Wunde auftreten, die im schlimmsten Fall auch auf Hirnhaut oder Gehirn übergreifen kann. Um dies zu vermeiden, ist die Einhaltung höchster hygienischer Standards bei der Operation und bei der Wundversorgung obligatorisch. Zudem kann es nach der Punktion zu einer Schwellung des Gehirngewebes kommen, auch kann Gehirnwasser austreten.
Weiterhin sind die Komplikationen, die im Zuge einer Narkose auftreten können, wie Störungen des Herz-Kreislauf-Systems, auch bei einer Hirnbiopsie zu berücksichtigen. Insgesamt gilt die Hirnpunktion jedoch als eine Untersuchungsmethode, die eine geringe Komplikationsrate aufweist und für die Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankung wertvolle Hinweise erbringen kann. Bevor der Patient sich beispielsweise für eine Chemotherapie entscheidet, die selbst hohe Gesundheitsrisiken mit sich bringt, bringt die Hirnbiopsie in aller Regel Klarheit, ob tatsächlich ein Tumor oder eine andere Hirnläsion - die eine andere Behandlung erforderlich macht - vorliegt. In 98 Prozent der Hirnbiopsien kann nach der Gewebeuntersuchung eine eindeutige Diagnose gestellt werden.
Wann eine Hirnbiopsie in Frage kommt
Nicht jede auffällige Stelle im Gehirn wird biopsiert. Zeigt die Bildgebung einen Herd, der sich gut erreichen lässt und ohnehin entfernt werden soll, gehen Diagnose und Behandlung häufig in einem Schritt zusammen: Der Neurochirurg entnimmt den Herd ganz oder teilweise, und das Gewebe geht anschließend zur feingeweblichen Untersuchung. Eine reine Probeentnahme ist immer dann die Methode der Wahl, wenn eine Operation entweder nicht möglich oder nicht sinnvoll ist.
Das trifft vor allem auf drei Situationen zu. Liegt der Herd tief im Gehirn oder in einem Bereich, der für Sprache, Bewegung oder Sehen zuständig ist, wäre eine großzügige Entfernung mit erheblichen bleibenden Ausfällen verbunden. Sind mehrere Herde über beide Gehirnhälften verteilt, verspricht eine Operation ebenfalls keinen Gewinn. Und schließlich gibt es Erkrankungen, bei denen die Diagnose selbst das Ziel ist, weil die Behandlung gar nicht chirurgisch erfolgt: Ein Lymphom des zentralen Nervensystems wird medikamentös und mit Strahlentherapie behandelt, eine Entzündung der Hirngefäße mit Medikamenten, die das Immunsystem dämpfen, ein Hirnabszess mit Antibiotika und Entlastung. In all diesen Fällen entscheidet der feingewebliche Befund über die Richtung der Therapie, ohne dass die Operation selbst schon Teil der Behandlung wäre.
Auch der Allgemeinzustand spielt eine Rolle. Für Menschen, denen eine mehrstündige Schädeleröffnung nicht zugemutet werden kann, ist die Probeentnahme durch ein kleines Bohrloch der deutlich schonendere Weg zu einer gesicherten Diagnose. Umgekehrt gibt es Konstellationen, in denen auf eine Biopsie ganz verzichtet wird — etwa wenn der Befund das weitere Vorgehen ohnehin nicht mehr ändern würde oder wenn das Risiko des Eingriffs den erwartbaren Nutzen übersteigt.
Vorbereitung auf den Eingriff
Vor einer Hirnbiopsie steht ein ausführliches Gespräch, in dem der Operateur den Ablauf, die Alternativen und die möglichen Komplikationen erläutert. Der Patient sollte dabei erfahren, was der Eingriff klären soll und was er nicht klären kann.
Zur Vorbereitung gehören Blutuntersuchungen, insbesondere die Bestimmung der Gerinnungswerte und der Thrombozyten. Wer gerinnungshemmende Medikamente einnimmt, bespricht mit den behandelnden Ärzten, ob und wie lange diese vor dem Eingriff pausiert werden müssen — das ist eine ärztliche Entscheidung und darf nicht in Eigenregie getroffen werden, weil das Absetzen selbst Risiken birgt. Ergänzend wird eine aktuelle Schnittbildaufnahme angefertigt, in der Regel eine Magnetresonanztomographie mit Kontrastmittel, denn auf ihrer Grundlage werden später die Koordinaten der Einstichstelle berechnet. Liegt zwischen Aufnahme und Eingriff zu viel Zeit, kann sich der Befund verändert haben und die Planung stimmt nicht mehr.
Ein Punkt, der leicht übersehen wird, betrifft Kortison. Besteht der Verdacht auf ein Lymphom des zentralen Nervensystems, wird nach Möglichkeit auf eine vorherige Kortisonbehandlung verzichtet, solange die Probeentnahme noch aussteht: Lymphomgewebe kann unter Kortison so rasch und so weitgehend zurückgehen, dass die entnommene Probe keine Diagnose mehr zulässt. Ist Kortison aus anderen Gründen unverzichtbar, etwa wegen einer bedrohlichen Schwellung, wird diese Abwägung ausdrücklich getroffen.
Die stereotaktische Biopsie kann sowohl in Vollnarkose als auch in örtlicher Betäubung erfolgen. Das mag überraschen, hat aber einen anatomischen Grund: Das Gehirngewebe selbst besitzt keine Schmerzfühler. Schmerzempfindlich sind die Kopfhaut, die Knochenhaut und die Hirnhäute — und genau diese Bereiche lassen sich örtlich betäuben. Ob eine Narkose gewählt wird, hängt vom Befund, von der geplanten Dauer und nicht zuletzt davon ab, wie ruhig der Patient liegen kann.
Rahmengestützte und navigierte Probeentnahme
Neben der klassischen Variante mit dem am Schädel fixierten Rahmen hat sich die rahmenlose, navigierte Biopsie etabliert. Dabei übernimmt ein optisches oder elektromagnetisches Navigationssystem die Aufgabe des Rahmens: Es gleicht die Position der Instrumente fortlaufend mit den zuvor aufgenommenen Schnittbildern ab und zeigt dem Operateur auf einem Bildschirm, wo sich die Nadelspitze gerade befindet. Für den Patienten ist dieses Vorgehen angenehmer, weil der Kopf nicht in einem Rahmen fixiert werden muss.
Davon zu unterscheiden ist die offene Biopsie. Hier wird der Schädel über einen größeren Zugang eröffnet, und der Operateur entnimmt das Gewebe unter direkter Sicht. Sie kommt in Betracht, wenn der Herd oberflächennah liegt, wenn zugleich Gewebe entlastet werden soll oder wenn frühere Probeentnahmen kein verwertbares Material erbracht haben. Der Eingriff ist größer, liefert aber meist reichlich Gewebe und erlaubt es, eine Blutung unmittelbar zu versorgen.
Wenn die Probe das Ziel verfehlt
Eine Einschränkung der Methode wird in Beratungsgesprächen leicht unterschätzt: Eine Biopsie zeigt immer nur das, was tatsächlich in der Nadel gelandet ist. Der entnommene Gewebezylinder ist winzig im Verhältnis zum gesamten Befund, und er muss nicht repräsentativ sein.
Dafür gibt es mehrere Gründe. Die Nadel kann den eigentlichen Herd knapp verfehlen und nur Randgewebe erfassen — etwa das ödematös aufgequollene, aber nicht krankhaft veränderte Gewebe rings um einen Tumor. Sie kann in einen Bereich geraten, in dem das Gewebe bereits abgestorben ist; nekrotisches Material erlaubt keine Aussage über die Art der Erkrankung. Und selbst wenn die Nadel den Herd trifft, ist mit einer weiteren Schwierigkeit zu rechnen: Viele Hirntumoren sind in sich nicht einheitlich aufgebaut. Ein Glioblastom etwa kann Bezirke enthalten, die weniger aggressiv erscheinen als der Tumor insgesamt. Wird ausgerechnet ein solcher Bezirk getroffen, fällt die Einstufung des Tumors milder aus, als sie tatsächlich ist. Die Fachsprache nennt dies eine Untergraduierung.
Aus dieser Möglichkeit ergeben sich zwei praktische Konsequenzen. Zum einen werden gezielt mehrere Proben aus verschiedenen Tiefen und Bezirken des Herdes entnommen, bevorzugt aus Bereichen, die in der Bildgebung Kontrastmittel aufnehmen, weil dort mit dem aktivsten Gewebe zu rechnen ist. Zum anderen wird jeder Befund daraufhin geprüft, ob er zum klinischen Bild und zur Bildgebung passt. Widerspricht das feingewebliche Ergebnis dem Gesamteindruck deutlich — etwa wenn die Aufnahmen einen aggressiven Prozess nahelegen, die Probe aber unauffälliges Gewebe zeigt —, gilt der Befund nicht als geklärt. Dann wird erneut biopsiert, gegebenenfalls offen operiert oder der Verlauf engmaschig kontrolliert. Ein unauffälliges Biopsieergebnis schließt eine ernste Erkrankung des Gehirns nicht aus.
Vom Gewebe zum endgültigen Befund
Die Beurteilung noch während der Operation dient einer eng begrenzten Frage: Ist überhaupt verwertbares Gewebe in der Probe, und stammt es aus dem gesuchten Bereich? Dafür wird ein Teil des Materials rasch aufbereitet, etwa als Quetschpräparat oder als Gefrierschnitt, und unter dem Mikroskop angesehen. Fällt die Antwort negativ aus, kann der Operateur die Nadel sofort neu ansetzen, statt den Patienten zu einem zweiten Eingriff einbestellen zu müssen. Eine abschließende Diagnose ist auf diesem Weg allerdings noch nicht möglich.
Der endgültige Befund entsteht erst in den Tagen danach in der Pathologie. Das Gewebe wird fixiert, in Paraffin eingebettet, in hauchdünne Scheiben geschnitten und gefärbt. Auf die Übersichtsfärbung folgen immunhistochemische Untersuchungen, bei denen markierte Antikörper bestimmte Eiweiße im Gewebe sichtbar machen und so anzeigen, aus welchem Zelltyp der Befund hervorgegangen ist. Bei Verdacht auf einen Infekt kommen Spezialfärbungen und mikrobiologische Untersuchungen hinzu.
Für Hirntumoren ist in den vergangenen Jahren ein weiterer Schritt hinzugekommen. Ihre Einordnung stützt sich heute nicht mehr allein auf das mikroskopische Bild, sondern bezieht molekulare Merkmale des Gewebes ein — Veränderungen im Erbgut der Tumorzellen, die sich mit dem Mikroskop nicht erkennen lassen, aber Aufschluss über den zu erwartenden Verlauf und über das Ansprechen auf bestimmte Behandlungen geben. Diese Untersuchungen brauchen zusätzliche Zeit. Deshalb erhalten Patienten häufig zunächst eine vorläufige Auskunft und erst später den vollständigen Befund. Für Angehörige ist diese Wartezeit oft die belastendste Phase des gesamten Vorgangs.
Nach dem Eingriff
Unmittelbar nach der Probeentnahme wird der Patient überwacht. In festen Abständen prüft das Pflegepersonal Bewusstseinslage, Pupillenreaktion, Kraft und Sprache, denn eine Nachblutung im Bereich des Stichkanals kündigt sich meist durch neu aufgetretene neurologische Ausfälle, zunehmende Kopfschmerzen, Erbrechen oder eine sich eintrübende Wachheit an. Viele Kliniken fertigen zusätzlich am Tag des Eingriffs oder am Folgetag eine Computertomographie an, um eine Blutung auszuschließen, die sich noch nicht durch Beschwerden bemerkbar gemacht hat.
Die kleine Hautwunde wird trocken versorgt; die Fäden oder Klammern werden nach Abschluss der Wundheilung entfernt. Solange die Wunde nicht verschlossen ist, sollte sie nicht mit Wasser in Berührung kommen. Wann körperliche Belastung, Autofahren oder die Rückkehr an den Arbeitsplatz wieder möglich sind, hängt weniger vom Eingriff selbst als von der zugrundeliegenden Erkrankung ab und wird individuell festgelegt. Treten nach der Entlassung neue Schwächegefühle, Sprach- oder Sehstörungen, ein Krampfanfall, Fieber oder zunehmende Kopfschmerzen auf, ist umgehend ärztliche Hilfe erforderlich.
Abgrenzung zu anderen Untersuchungen
Vor jeder Probeentnahme steht die Bildgebung. Magnetresonanztomographie und Computertomographie zeigen Lage, Größe, Begrenzung und Kontrastmittelverhalten eines Herdes; ergänzende Techniken wie die Perfusionsmessung oder die Spektroskopie geben Hinweise auf Durchblutung und Stoffwechsel des Gewebes. Auch eine Positronen-Emissions-Tomographie kann Stoffwechselaktivität sichtbar machen. Diese Verfahren können einen Verdacht erhärten und die Biopsie planen helfen — die feingewebliche Diagnose ersetzen sie nicht. Verschiedene Erkrankungen können auf den Aufnahmen verwechselbar aussehen: Ein Abszess, ein entzündlicher Herd, eine Metastase und ein hirneigener Tumor lassen sich bildgebend nicht immer sicher voneinander trennen.
Auch die Untersuchung des Nervenwassers steht zur Verfügung und ist deutlich weniger belastend. Bei Verdacht auf eine Entzündung, eine Infektion oder einen Befall der Hirnhäute ist sie das naheliegendere Mittel. Ihre Grenze liegt dort, wo ein umschriebener Herd tief im Gewebe sitzt und keine Zellen in den Liquorraum abgibt — dann bleibt das Nervenwasser unauffällig, obwohl eine ernste Erkrankung vorliegt.
Die Entscheidung für oder gegen eine Biopsie ist deshalb immer eine Abwägung zwischen dem Risiko des Eingriffs und dem Gewinn an Sicherheit. Sie fällt umso leichter, je stärker sich die in Betracht kommenden Erkrankungen in ihrer Behandlung unterscheiden. Steht die Wahl zwischen einer Chemotherapie, einer Bestrahlung, einer Behandlung mit Antibiotika und einer immundämpfenden Therapie, wäre ein Behandlungsversuch auf Verdacht mit erheblichen Gefahren verbunden — hier wiegt die gesicherte Diagnose schwer.
Quellen
- Moskopp, D., Wassmann, H. (Hrsg.): Neurochirurgie.
ISBN: 9783132435797
- Berlit, P. (Hrsg.): Klinische Neurologie.
ISBN: 9783662606742
- Böcker, W., Denk, H., Heitz, P. U., Moch, H. (Hrsg.): Lehrbuch Pathologie.
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- Hacke, W. (Hrsg.): Neurologie.
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- Reiser, M., Kuhn, F.-P., Debus, J. (Hrsg.): Duale Reihe Radiologie.
ISBN: 9783132444621
