Humane Papillomviren

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 1. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Humane Papillomviren treten beim Menschen vor allem in zwei Formen in Erscheinung: Als Warzen auf der Haut kennt man sie als lästige, aber eher harmlose Erkrankung. Als sexuell oder durch sonstigen Intimkontakt übertragene Viren können einige Typen der humanen Papillomviren verschiedene Krebsformen, vor allem Gebärmutterhalskrebs, hervorrufen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind humane Papillomviren?

Humane Papillomviren
Die Hochrisiko-Typen des HPV begünstigen neben dem Zervixkarzinom auch Krebserkrankungen im Bereich der Scheide, am Penis, am Anus oder auch in der Mundhöhle.
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Humane Papillomviren, kurz HPV, bilden eine formenreiche Gruppe der DNA-Viren. Inzwischen wurden mehr als zweihundert verschiedene Virentypen für diese Virengruppe beschrieben.

HP-Viren sind hüllenlos und erscheinen unter dem Mikroskop als kugelige Gebilde. Im Inneren der Kugeln befindet sich eine doppelsträngige DNA. HP-Viren gehören zu den sogenannten Onkoviren.

Diese Viren können für eine bösartige Entartung von Geweben sorgen und so zu Krebs führen. Etwa zehn bis 15 Prozent aller Krebserkrankungen weltweit lassen sich auf humane Papillomviren und andere Onkoviren zurückführen.

Bedeutung & Funktion

Kommt ein gesunder Mensch mit einem Wirt humaner Papillomviren in Berührung, werden die Viren auf die Haut oder die Schleimhäute übertragen.

Einige Papillomviren werden dagegen hauptsächlich auf sexuellem Wege in den Vaginal- und Analbereich, aber auch in die Mundhöhle übertragen. HP-Viren gehören zu den häufigsten sexuell weitergegebenen Erregern. Sind die Viren erst einmal mit einem neuen Wirt in Kontakt gekommen, dringen sie in die Epithelzellen der Haut und der Schleimhäute ein. Etwa dreißig der über zweihundert Typen haben sich dabei auf die Haut und Schleimhäute des Genital- und Analbereiches spezialisiert.

Sind die Viren einmal in die Zellen eingedrungen, können sie dort Monate oder gar Jahre unbemerkt bleiben. Oft verläuft eine Infektion auch symptomlos und heilt unbemerkt wieder aus. HPV können aber auch ein unkontrolliertes Zellwachstum verursachen. Die Wucherungen sind meist gutartig und zeigen sich in der Form von Warzen auf der betroffenen Hautstelle. Werden intime Zonen befallen, rufen die Viren dort Feigwarzen und andere Genitalwarzen hervor.

Da die Infektion oft unbemerkt verläuft, ist ein hundertprozentiger Schutz vor einer Ansteckung mit sexuell übertragbaren Papillomviren nur durch Enthaltsamkeit möglich. Kondome reduzieren das Ansteckungsrisiko mit HPV stark. HP-Viren werden aber über infektiöse Hautpartien, nicht über Körperflüssigkeiten übertragen. Es kann also zu einer Ansteckung über nicht vom Kondom bedeckte Hautstellen kommen. Andere HPV-Typen können in selteneren Fällen auch über gemeinsam benutzte Tassen, Handtücher und ähnliches übertragen werden.

Seit dem Jahr 2006 war in Deutschland zur Vorbeugung vor häufigen, gefährlichen Formen des humanen Papillomvirus der Impfstoff Gardasil zugelassen; heute werden der Neunfach-Impfstoff Gardasil 9 und Cervarix eingesetzt. Er immunisiert gegen die HPV-Typen 16 und 18 sowie elf und sechs. Mit Cervarix steht seit 2007 ein zweiter Impfstoff zur Verfügung, der die Typen 16 und 18 abdeckt. Die Impfung wurde zunächst Mädchen und jungen Frauen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren vor dem ersten Sexualkontakt empfohlen. Heute empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) sie Mädchen und Jungen im Alter von neun bis 14 Jahren; versäumte Impfungen sollen bis zum 18. Geburtstag nachgeholt werden.

Eine Therapie bei erfolgter Ansteckung mit HPV gibt es nicht. Behandelt werden lediglich die entstehenden Wucherungen. Lange Zeit wurden die Wucherungen unter anderem mit örtlich angewendeten Interferonen und anderen Zytokinen behandelt. Heute stehen dafür andere örtlich aufzutragende Wirkstoffe sowie die Vereisung und die Lasertherapie im Vordergrund. Bei größeren, von humanen Papillomviren verursachten Wucherungen können auch Verätzungen der Warzen oder ein chirurgischer Eingriff vonnöten werden.


Biologische Eigenschaften

Humane Papillomviren (HPV) sind DNA-Viren, die zur Familie der Papillomaviridae gehören. Es gibt über 200 verschiedene HPV-Typen, die nach ihrer Taxonomie in verschiedene Gattungen und Arten eingeteilt werden. Die meisten HPV-Typen infizieren Haut und Schleimhäute und werden in Niedrigrisiko- und Hochrisiko-Typen unterteilt. Niedrigrisiko-Typen, wie HPV 6 und 11, verursachen gutartige Wucherungen wie Genitalwarzen, während Hochrisiko-Typen, wie HPV 16 und 18, mit der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs und anderen Krebsarten assoziiert sind.

Morphologisch sind HP-Viren kleine, unbehüllte Viren mit einem ikosaedrischen Kapsid, das aus zwei Proteinen, L1 und L2, besteht. Das Kapsid umhüllt das zirkuläre, doppelsträngige DNA-Genom. Das Genom umfasst etwa 8.000 Basenpaare und enthält Gene, die in zwei Gruppen unterteilt sind: frühe Gene (E), die für die Virusreplikation und Zelltransformation verantwortlich sind, und späte Gene (L), die für die Kapsidproteine kodieren.

HPV infiziert die Basalzellen der Haut oder Schleimhaut durch Mikroläsionen und nutzt den Zellzyklus der Wirtszellen, um sich zu replizieren. Ein besonderes Merkmal von Hochrisiko-HPV-Typen ist die Fähigkeit, die Tumorsuppressorproteine p53 und Rb zu deaktivieren, was zur unkontrollierten Zellproliferation und letztlich zur Entstehung von Tumoren führen kann. Die latente Infektion kann viele Jahre unbemerkt bleiben, bevor sie sich in Form von Warzen oder Krebs manifestiert.

Vorkommen & Verbreitung

Humane Papillomviren (HPV) sind weltweit verbreitet und eine der häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Sie kommen natürlich in der menschlichen Haut und Schleimhaut vor, insbesondere im Genitalbereich, sowie im Mund und Rachen. Die meisten HPV-Infektionen sind symptomlos, viele werden vom Immunsystem eliminiert, bevor sie Schaden anrichten können.

HPV wird hauptsächlich durch direkten Haut-zu-Haut-Kontakt übertragen, insbesondere durch sexuelle Aktivitäten wie Vaginal-, Anal- und Oralsex. Die Viren können auch durch infizierte Oberflächen oder Utensilien wie Handtücher indirekt übertragen werden, dies ist jedoch seltener. Hochrisiko-Typen von HPV, wie HPV 16 und 18, sind für die Mehrheit der Gebärmutterhalskrebserkrankungen verantwortlich, während Niedrigrisiko-Typen wie HPV 6 und 11 Genitalwarzen verursachen.

Im Unterschied zu einigen anderen Viren überlebt HPV nicht gut in der Umwelt außerhalb des Wirts, da es keine Hülle besitzt, die es vor äußeren Einflüssen schützt. In Ökosystemen spielt HPV keine große Rolle, da es ein spezifischer menschlicher Krankheitserreger ist und nicht in anderen Organismen vorkommt. Es gibt keine Hinweise darauf, dass HPV in der Darmflora eine bedeutende Rolle spielt, da das Virus primär die Haut und Schleimhäute infiziert.

Die Verbreitung von HPV ist durch Impfprogramme in vielen Ländern rückläufig, insbesondere in Bezug auf die Hochrisiko-Typen, die mit Krebs assoziiert sind.

Krankheiten

Es war der deutsche Arzt Harald zur Hausen, der den Zusammenhang zwischen einer Infektion mit humanen Papillomviren und der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs entdeckte. Hervorgerufen wird der im Medizinerdeutsch Zervixkarzinom genannte Krebs von sogenannten Hochrisiko-Typen des HPV.

Dazu gehören unter anderem die Genotypen 16, 18, 31, 33, 45, 52 und 58; allein die Typen 16 und 18 finden sich in etwa 70 Prozent der Fälle. Bei nahezu jeder betroffenen Frau lässt sich einer der Hochrisiko-Typen nachweisen. Die sogenannten Niedrigrisiko-Typen verursachen hingegen fast nie direkt die gefährliche Entartung am Muttermund.

Die Hochrisiko-Typen des HPV begünstigen neben dem Zervixkarzinom auch Krebserkrankungen im Bereich der Scheide, am Penis, am Anus oder auch in der Mundhöhle. Vermutet wird außerdem eine Beteiligung humaner Papillomviren an der Entstehung des weißen Hautkrebses.

Weit harmloser sind die durch HP-Viren entstehenden Warzen. Im Genitalbereich können diese jedoch durch Jucken und Brennen unangenehm werden. Besonders häufige Genitalwarzen sind die sogenannten Feigwarzen. Diese können erst Monate oder Jahre nach der Ansteckung auftreten. Die Suche nach dem Infektionsherd und die Vermeidung einer Weitergabe humaner Papillomviren gestaltet sich entsprechend schwierig.

Kann man die Warzen schließlich sehen oder ertasten, liegt die Ansteckung oft schon lange zurück. Bei Verdacht auf Feigwarzen empfiehlt es sich also, frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen.

Behandlungsmöglichkeiten

Eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) hat keine direkte antivirale Behandlung, da die meisten Infektionen vom Immunsystem selbst eliminiert werden. Die Behandlung konzentriert sich auf die Symptome der Infektion, wie Warzen oder Krebsveränderungen. Genitalwarzen, die durch Niedrigrisiko-HPV-Typen verursacht werden, können mit topischen Cremes, wie Imiquimod oder Podophyllotoxin, behandelt werden. In schwereren Fällen werden chirurgische Eingriffe, Kryotherapie (Einfrieren) oder Lasertherapie eingesetzt, um die Warzen zu entfernen.

Bei Hochrisiko-HPV-Infektionen, die zu Krebsvorstufen führen können, konzentriert sich die Behandlung auf die Entfernung von betroffenen Gewebebereichen. Bei Gebärmutterhalskrebs werden in der Regel Konisation (Entfernung eines Gewebekegels) oder intensivere Verfahren wie Strahlentherapie oder Chemotherapie angewendet.

Anders als bei manchen anderen Erregern spielen resistente Stämme bei HPV keine Rolle, da gegen das Virus selbst überhaupt kein Wirkstoff zur Verfügung steht, gegen den sich eine Resistenz entwickeln könnte. Die Herausforderung liegt eher in der Prävention von Krebs bei persistenten Infektionen.

Neue und experimentelle Therapieansätze beinhalten therapeutische Impfstoffe, die darauf abzielen, das Immunsystem zu aktivieren, um bereits bestehende HPV-Infektionen zu bekämpfen. Ein Beispiel ist der TA-HPV-Impfstoff, der bei Patientinnen mit Gebärmutterhalskrebs erprobt wurde. Immuntherapien und Ansätze zur Genmodifikation bieten ebenfalls Hoffnung, persistente Infektionen und ihre Folgen besser behandeln zu können.

HPV-Impfung: Schutz und gesundheitliche Bedeutung

Die HPV-Impfung stellt einen bedeutenden Fortschritt im Kampf gegen durch humane Papillomviren (HPV) verursachte Krankheiten dar. Insbesondere Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen werden durch bestimmte HPV-Typen hervorgerufen, weshalb die Impfung eine entscheidende Rolle im Krebspräventionsprogramm vieler Länder spielt.

Ziel und Wirkung der HPV-Impfung

Die HPV-Impfung zielt darauf ab, den Körper gegen die am häufigsten vorkommenden und gefährlichsten HPV-Typen zu immunisieren. Zu diesen gehören insbesondere die Hochrisiko-Typen HPV 16 und 18, die für etwa 70 % der Gebärmutterhalskrebsfälle verantwortlich sind, sowie die Niedrigrisiko-Typen HPV 6 und 11, die Genitalwarzen verursachen. Der Impfstoff besteht aus virusähnlichen Partikeln (VLPs), die das Immunsystem stimulieren, ohne eine tatsächliche Infektion hervorzurufen. Dadurch wird der Körper darauf vorbereitet, echte Infektionen zu bekämpfen.

Zwei Hauptimpfstoffe kamen zunächst auf den Markt: Gardasil und Cervarix. Gardasil schützt vor vier HPV-Typen (6, 11, 16, 18), während Cervarix vor den Hochrisiko-Typen 16 und 18 schützt. Ein weiterentwickelter Impfstoff, Gardasil 9, bietet Schutz vor neun HPV-Typen und erhöht damit die Effektivität der Prävention. Der ursprüngliche vierfach-Impfstoff Gardasil wird in Deutschland inzwischen nicht mehr vertrieben; eingesetzt werden Gardasil 9 und Cervarix.

Impfrichtlinien und Zielgruppen

Die HPV-Impfung wird vor allem Jugendlichen empfohlen, da sie am wirksamsten ist, wenn sie vor dem ersten Sexualkontakt verabreicht wird. Die Ständige Impfkommission (STIKO) in Deutschland empfiehlt die Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren, um sie frühzeitig vor einer möglichen Infektion zu schützen. Jungen werden ebenfalls geimpft, um die Verbreitung des Virus zu reduzieren und vor HPV-bedingten Krebsarten wie Penis- und Analkrebs sowie Kopf-Hals-Tumoren zu schützen.

Die Impfung erfolgt in der Regel in zwei Dosen, bei älteren Jugendlichen oder Erwachsenen können drei Dosen notwendig sein. Obwohl der Impfstoff primär präventiv wirkt, wird er auch für junge Erwachsene empfohlen, die möglicherweise bereits sexuellen Kontakt hatten, da er immer noch vor einer Ansteckung mit nicht erworbenen HPV-Typen schützen kann.

Gesundheitliche Bedeutung und Herausforderungen

Die Einführung der HPV-Impfung hat in Ländern mit hohen Impfquoten zu einem deutlichen Rückgang von HPV-bedingten Erkrankungen geführt. Studien haben gezeigt, dass die Impfung die Rate von Gebärmutterhalskrebs-Vorstufen und Genitalwarzen signifikant reduziert hat. Langfristig könnte die konsequente Impfung sogar zur Ausrottung bestimmter HPV-Typen führen, ähnlich wie es bei anderen impfpräventablen Krankheiten der Fall ist.

Eine Herausforderung bleibt jedoch die Durchimpfungsrate. In vielen Ländern, insbesondere in Entwicklungsländern, ist der Zugang zur Impfung begrenzt. Zudem gibt es in einigen Bevölkerungsgruppen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Impfung, obwohl zahlreiche Studien belegen, dass die HPV-Impfstoffe sicher und gut verträglich sind.

Zusammenfassend bietet die HPV-Impfung eine wirksame und langfristige Lösung, um die Verbreitung des Virus zu reduzieren und das Risiko von HPV-bedingten Krebserkrankungen erheblich zu senken.

Nachweis und Früherkennung

Ein Test, der eine HPV-Infektion an Beschwerden erkennt, ist nicht möglich, weil die Infektion in aller Regel keine Beschwerden macht. Der Nachweis erfolgt deshalb aus Zellmaterial, das von der Oberfläche der Schleimhaut gewonnen wird. Im Labor wird darin das Erbgut des Virus gesucht; die gebräuchlichen Tests sind so angelegt, dass sie die Hochrisiko-Typen erfassen und von den Niedrigrisiko-Typen unterscheiden. Der Nachweis von Antikörpern im Blut ist zur Diagnose ungeeignet, da nicht jede Infektion eine messbare Antwort des Immunsystems hinterlässt.

Ein positives Testergebnis bedeutet zunächst nur, dass das Virus vorhanden ist – nicht, dass eine Krebserkrankung vorliegt oder entstehen wird. Die weit überwiegende Zahl der Infektionen heilt von selbst aus. Bedeutsam wird erst die Infektion, die über Jahre bestehen bleibt; sie ist es, die zu Zellveränderungen am Muttermund führen kann. Zu einem auffälligen Befund gehören daher Kontrolluntersuchungen im Abstand von Monaten, ehe ein Eingriff erwogen wird. Ergänzend erlaubt die Betrachtung des Gebärmutterhalses mit einer Lupenoptik, verdächtige Bezirke gezielt zu beurteilen und Gewebeproben zu entnehmen.

Neben dem Virusnachweis steht die ältere und weiterhin tragende Säule der Früherkennung: die mikroskopische Beurteilung abgestrichener Zellen, benannt nach dem Arzt, der sie eingeführt hat. Sie zeigt nicht das Virus, sondern dessen Wirkung – Zellen, deren Gestalt sich verändert hat. Seit dem Jahr 2020 sind beide Verfahren in Deutschland in einem organisierten Früherkennungsprogramm zusammengeführt: Jüngeren Frauen wird der Zellabstrich jährlich angeboten, ab dem Alter von fünfunddreißig Jahren stattdessen alle drei Jahre eine Kombination aus Zellabstrich und HPV-Test. Für Männer gibt es kein entsprechendes Programm, weil kein vergleichbar gut untersuchtes Untersuchungsverfahren zur Verfügung steht.

Papillomviren der Haut

Der weitaus größte Teil der bekannten Typen hat mit dem Genitalbereich nichts zu tun, sondern besiedelt die gewöhnliche Haut. Diese Typen verursachen die vertrauten Warzen an Händen und Fingern sowie die nach innen wachsenden, oft schmerzhaften Dornwarzen an den Fußsohlen. Übertragen werden sie durch Hautkontakt und über gemeinsam benutzte Böden, wie sie in Umkleiden, Duschräumen und Turnhallen vorkommen; kleine Verletzungen und aufgeweichte Haut erleichtern den Eintritt.

Hautwarzen sind gutartig und bilden sich häufig von selbst zurück, sobald das Immunsystem die befallenen Zellen erkennt – mitunter allerdings erst nach Monaten oder Jahren. Ein weiterer Teil der Hauttypen richtet bei gesunden Menschen überhaupt keinen Schaden an und lässt sich auch auf unauffälliger Haut nachweisen. Bedeutung gewinnen diese Typen erst, wenn die Abwehr dauerhaft geschwächt ist. Bei Menschen nach einer Organtransplantation treten Warzen gehäuft und hartnäckig auf; in dieser Gruppe wird ein möglicher Zusammenhang mit dem hellen Hautkrebs besonders aufmerksam verfolgt.

Quellen

  • Modrow, S., Falke, D., Truyen, U., Schätzl, H.: Molekulare Virologie.
    ISBN: 9783662617809
  • Plewig, G., Ruzicka, T., Kaufmann, R., Hertl, M. (Hrsg.): Braun-Falco's Dermatologie, Venerologie und Allergologie.
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  • Moll, I. (Hrsg.): Dermatologie.
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