Intrauterine Insemination
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 2. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Unter einer Intrauterinen Insemination (IUI) versteht man eine Methode der sogenannten assistierten Befruchtung. Jene ist von der künstlichen Befruchtung im Reagenzglas zu unterscheiden, da hier keine Befruchtung zwischen Ei und Samenzelle außerhalb des Körpers stattfindet. Je nach Ursache des unerfüllten Kinderwunsches liegt die Erfolgsrate je Zyklus bei bis zu etwa 15 Prozent.
Was ist die Intrauterine Insemination?
Bei der Intrauterinen Insemination bzw. der Intrauterinbefruchtung werden Samenzellen aufbereitet und zum Zeitpunkt des weiblichen Eisprungs in die Gebärmutter bzw. den Uterus geleitet. Somit ist es möglich, dass die Samenzellen recht nah zum Ei geführt werden. Jenes Verfahren wurde früher auch als künstliche Befruchtung (AI) bezeichnet; heute hingegen hat die Intrauterinbefruchtung diesen Stellenwert verloren.
Die Stimulation der Eierstöcke wird häufig durch Medikamente begünstigt und ausgelöst. Die Stimulation ist jedoch mild; im Vergleich zu künstlichen Befruchtungen erhält die Frau hier nur einen Bruchteil der Medikamente und Wirkstoffe. Vorwiegend kommt die Intrauterinbefruchtung dann zur Anwendung, wenn der Partner nicht genügend funktionstüchtige Spermien hat oder auch Probleme beim Geschlechtsverkehr bestehen. Des Weiteren wird die Intrauterine Insemination auch bei Fremdsamenspenden durchgeführt.
Funktion, Wirkung & Ziele
Liegt die Unfruchtbarkeit allein beim Partner, wird eine Eisprung-Stimulierung im Regelfall nicht empfohlen; die Insemination erfolgt dann im natürlichen Zyklus. Wer sich dennoch für eine Stimulierung entscheidet, geht automatisch ein erhöhtes Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft ein.
Entscheidet sich der Mediziner - in Absprache mit den Patienten - für einen natürlichen Zyklus, wird die Intrauterinbefruchtung derart durchgeführt, dass sie zum Zeitpunkt des Eisprungs angewandt wird. Dabei ermittelt der Mediziner den richtigen Zeitpunkt mittels Ultraschalluntersuchungen und Hormonbestimmungen. Im Regelfall findet die Befruchtung zwischen dem 12. und dem 15. Tag des Menstruationszyklus statt. Rät der Mediziner zu einem stimulierten Zyklus, werden Medikamente zur Eireifung eingenommen. Jene werden etwa als Tabletten oder auch in Spritzenform verordnet.
Auch hier werden Ultraschalluntersuchungen durchgeführt, damit der Mediziner erkennen kann, ob die Eizellenreifung vonstattengeht und welcher Zeitpunkt für die Befruchtung gewählt werden soll. Der Eisprung wird mittels Spritze ausgelöst (sogenannte hCG-Spritze, welche das Hormon humanes Choriongonadotropin enthält). Der Partner muss hingegen eine Spermaprobe abgeben; jene kann mitunter "gewaschen" werden, damit die Mediziner die besten Spermien vorfinden. Danach führt der Mediziner das Sperma mit einem dünnen Katheter durch den Gebärmutterhals hindurch direkt in die Gebärmutter ein.
Sind die Gründe für den unerfüllten Kinderwunsch nicht bekannt oder nicht eindeutig, wird unter anderem eine größere Flüssigkeitsmenge eingesetzt, damit die Spermien leichter bis in die Eileiter gelangen. Jene Technik sorgt dafür, dass die Behandlung einige Minuten länger dauert. Von jener Technik werden bei ungeklärter Ursache höhere Chancen erwartet; einheitlich belegt ist dieser Vorteil allerdings nicht.
Nach der Behandlung ruht sich die Frau aus. Danach kann das Leben - in der gewohnten Art und Weise - weitergehen. Nach rund zwei Wochen gibt ein Schwangerschaftstest die Antwort, ob der Versuch funktioniert hat oder nicht. Die Erfolgsrate der Intrauterinen Insemination hängt auch davon ab, welche Gründe für eine Unfruchtbarkeit gegeben sind. Mitunter spielt auch das Alter eine tragende Rolle. Selbst Probleme mit dem Zervixschleim können sehr wohl - in Verbindung mit etwaigen Sperma-Problemen - die Erfolgsrate reduzieren. Wird die Behandlung mit einer hormonellen Stimulation kombiniert, liegt die Erfolgsrate je Zyklus bei bis zu etwa 15 Prozent. Wenn etwa während der ersten drei Versuche noch keine Schwangerschaft eingetreten ist, sinken die Chancen, dass die Befruchtung - auf diesem Wege - klappt, deutlich. Danach stehen jedoch die Wege einer künstlichen Befruchtung offen.
Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren
Werden etwa Zyklen stimuliert, besteht des Weiteren die Gefahr, dass ein ovarielles Hyperstimulationssyndrom - das sogenannte OHSS - auftritt. Dabei reagieren die Eierstöcke sehr stark auf die Medikamente, welche die Eireifung anregen sollen. Im weiteren Verlauf schwellen die Eierstöcke an; Flüssigkeit dringt in den Bauchraum der Frau. Das führt dazu, dass Gewicht zugelegt wird, die Frau sich aufgebläht vorkommt und über ein Völlegefühl klagt.
Jenes Risiko ist bei Intrauterinen Inseminationen jedoch sehr gering, da die Stimulationen - wenn sie überhaupt durchgeführt werden - sehr sanft und milde sind. Im Endeffekt versuchen die Mediziner, höchstens ein bis zwei Eibläschen heranreifen zu lassen. Liegt der Verdacht einer Hyperstimulation vor, muss der Arzt aufgesucht werden. Während einer Hyperstimulation sollte auf eine Intrauterine Insemination verzichtet werden.
Voraussetzungen & Vorbereitung
Vor der ersten Intrauterinen Insemination steht eine Abklärung beider Partner, denn das Verfahren setzt einiges voraus. Die eigentliche Befruchtung findet im Körper der Frau statt: Die eingebrachten Samenzellen müssen von der Gebärmutterhöhle aus eigenständig weiterwandern und im Eileiter auf die Eizelle treffen. Deshalb muss wenigstens ein Eileiter durchgängig sein. Ist das nicht der Fall, kann die Intrauterine Insemination nicht zum Ziel führen, gleichgültig wie günstig die übrigen Bedingungen sind. Geprüft wird die Durchgängigkeit üblicherweise mit einer Kontrastmitteldarstellung von Gebärmutter und Eileitern, in unklaren Fällen auch im Rahmen einer Bauchspiegelung.
Auf Seiten des Mannes steht das Spermiogramm am Anfang. Es beschreibt unter anderem, wie viele Samenzellen das Ejakulat enthält, wie beweglich sie sind und wie sie geformt sind. Aus diesen Angaben leitet der Arzt ab, ob nach der Aufbereitung im Labor voraussichtlich genügend gut bewegliche Samenzellen übrig bleiben, um eine Insemination sinnvoll erscheinen zu lassen. Da die Werte von Probe zu Probe erheblich schwanken, wird das Spermiogramm bei auffälligem Ergebnis in der Regel wiederholt.
Bei der Frau gehören eine Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter und der Eierstöcke sowie Hormonbestimmungen zur Vorbereitung. Untersucht werden dabei unter anderem Progesteron als Hinweis auf einen stattgefundenen Eisprung, Prolaktin und die Werte der Schilddrüse, da Störungen in diesen Bereichen den Zyklus beeinflussen können. Auffälligkeiten des Menstruationszyklus werden vor einer Insemination abgeklärt und, soweit möglich, zuerst behandelt.
Hinzu kommt eine Infektionsdiagnostik. Eine unbemerkte Infektion mit Chlamydien etwa kann die Eileiter schädigen und ist zugleich ein Grund, mit einem Eingriff an der Gebärmutter zu warten. Auch der Immunschutz gegen Röteln wird üblicherweise vor einer geplanten Schwangerschaft überprüft.
Zur Vorbereitung zählen schließlich Fragen der Lebensführung, die sich auf die Fruchtbarkeit beider Partner auswirken können: Rauchen, regelmäßiger Alkoholkonsum sowie ausgeprägtes Übergewicht beziehungsweise Adipositas werden in der Beratung angesprochen. Die Einnahme von Folsäure wird Frauen mit Kinderwunsch allgemein empfohlen, unabhängig davon, auf welchem Weg eine Schwangerschaft angestrebt wird.
Kommt Samen eines Spenders zum Einsatz, tritt zu der medizinischen eine rechtliche und beratende Vorbereitung hinzu. Sie betrifft unter anderem die Herkunft und Dokumentation der Spende sowie die Frage, welche Auskunftsrechte ein auf diesem Weg gezeugtes Kind später hat. Diese Rahmenbedingungen unterscheiden sich von Land zu Land und werden im Vorfeld in der behandelnden Einrichtung besprochen.
Abgrenzung zu ähnlichen Verfahren
Die Intrauterine Insemination wird leicht mit anderen Methoden der Fortpflanzungsmedizin verwechselt, unterscheidet sich von ihnen aber deutlich in Aufwand und Eingriffstiefe.
Am nächsten steht ihr die intrazervikale Insemination. Auch dort wird aufbereitetes Sperma mit einem Katheter eingebracht, es verbleibt jedoch im Gebärmutterhalskanal. Bei der Intrauterinen Insemination führt der Arzt den Katheter durch diesen Kanal hindurch und gibt das Sperma erst in der Gebärmutterhöhle ab. Damit umgeht das Verfahren den Zervixschleim, der für Samenzellen eine natürliche Barriere darstellt. Genau darin liegt der Grund, warum die Intrauterine Insemination unter anderem dann erwogen wird, wenn der Schleim als Hindernis gilt.
Von der In-vitro-Fertilisation unterscheidet sich die Intrauterine Insemination noch grundlegender. Bei der In-vitro-Fertilisation werden nach einer deutlich stärkeren hormonellen Stimulation Eizellen aus den Eierstöcken entnommen und im Labor mit den Samenzellen zusammengebracht; erst der entstandene Embryo wird in die Gebärmutter übertragen. Die Befruchtung findet dort also außerhalb des Körpers statt, bei der Insemination im Körper. Entsprechend aufwendiger sind bei der In-vitro-Fertilisation die Hormonbehandlung, die Eizellentnahme und die Laborarbeit.
Die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion ist eine Abwandlung der In-vitro-Fertilisation: Hier wird eine einzelne Samenzelle unter dem Mikroskop direkt in die Eizelle eingebracht. Dieses Vorgehen kommt vor allem dann in Betracht, wenn die Samenzellen aus eigener Kraft nicht in die Eizelle eindringen können. Für eine Insemination wäre eine derart ausgeprägte Einschränkung von vornherein kein geeigneter Fall, weil sie darauf beruht, dass die Samenzellen den restlichen Weg selbst zurücklegen.
Die Insemination ist damit das einfachste und am wenigsten eingreifende der drei Verfahren. Sie verlangt keinen operativen Eingriff, keine Narkose und im natürlichen Zyklus auch keine Hormongabe. Ihr Preis ist die geringere Erfolgsaussicht je Versuch; sie steht am Anfang einer Behandlungskette und wird verlassen, wenn sie nach mehreren Versuchen nicht zum Ziel führt.
Wann eine Insemination nicht in Frage kommt
Nicht jedes Paar mit unerfülltem Kinderwunsch kommt für das Verfahren in Betracht. Sind beide Eileiter verschlossen oder erheblich vernarbt, ist die Intrauterine Insemination aussichtslos, weil die Samenzellen die Eizelle nicht erreichen können; in diesen Fällen führt der Weg unmittelbar zur In-vitro-Fertilisation. Dasselbe gilt, wenn die Zahl oder Beweglichkeit der aufbereiteten Samenzellen zu gering ausfällt.
Eine akute Entzündung im kleinen Becken, etwa eine Eierstockentzündung oder eine Gebärmutterentzündung, spricht gegen den Eingriff, da der Katheter Keime weiter nach innen tragen könnte. Auch eine unbehandelte Scheidenentzündung wird zuerst behandelt. Fehlbildungen der Gebärmutterhöhle sowie größere Myome, die die Höhle verformen, werden vorab abgeklärt, ebenso eine ausgeprägte Endometriose, bei der die Aussichten der Insemination als ungünstig gelten.
Weiter oben ist bereits beschrieben, dass bei Anzeichen einer Überstimulation der Eierstöcke auf die Insemination verzichtet wird. Schließlich spielt das Alter der Frau eine Rolle: Mit zunehmendem Alter sinkt die Aussicht auf Erfolg, sodass eine lange Reihe von Inseminationsversuchen dann eher gegen als für das Verfahren spricht.
Was nach der Behandlung geschieht
Der Eingriff selbst dauert nur wenige Minuten und erfordert keine Betäubung. Danach bleibt die Frau meist noch kurze Zeit liegen; anschließend kann sie die Praxis oder Klinik verlassen. Bettruhe ist nicht erforderlich, und der gewohnte Alltag einschließlich Beruf kann fortgesetzt werden.
In den Stunden nach der Insemination kommt es gelegentlich zu leichten, menstruationsähnlichen Krämpfen oder zu einer geringen Schmierblutung, die vom Durchtritt des Katheters durch den Gebärmutterhals herrührt. Beides klingt in der Regel von selbst ab. Anders zu bewerten sind Fieber, zunehmende Unterleibsschmerzen, ein rasch wachsender Bauchumfang oder Atemnot: Solche Beschwerden gehören ärztlich abgeklärt, da sie auf eine Infektion oder auf eine Überstimulation der Eierstöcke hinweisen können.
Wurde der Zyklus stimuliert und der Eisprung ausgelöst, schließt sich häufig eine Unterstützung der zweiten Zyklushälfte an, damit die Gebärmutterschleimhaut auf eine mögliche Einnistung vorbereitet bleibt. Verwendet werden dafür Gelbkörperhormone; ob und wie lange sie zum Einsatz kommen, entscheidet die behandelnde Einrichtung im Einzelfall.
Fällt der Schwangerschaftstest positiv aus, folgt nach einigen Wochen eine Ultraschalluntersuchung. Sie klärt zum einen, ob sich die Schwangerschaft am richtigen Ort entwickelt hat, denn eine Eileiterschwangerschaft ist auch nach einer Insemination möglich. Zum anderen zeigt sie, ob es zu einer Mehrlingsanlage gekommen ist – ein Punkt, der vor allem nach stimulierten Zyklen bedeutsam ist, weil dort mehrere Eibläschen heranreifen können und Mehrlingsschwangerschaften als deutlich risikoreicher gelten als Einlingsschwangerschaften.
Bleibt der Test negativ, ist ein neuer Versuch im Folgezyklus grundsätzlich möglich. Wie viele Versuche sinnvoll sind, wird individuell besprochen; maßgeblich sind dabei die Ursache des unerfüllten Kinderwunsches, das Alter der Frau und die Frage, ob die vorangegangenen Zyklen wenigstens einen regelrechten Ablauf gezeigt haben.
Für viele Paare ist die Zeit zwischen Insemination und Testergebnis die belastendste Phase der Behandlung. Psychosoziale Beratungsangebote für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch bestehen an vielen Kinderwunschzentren sowie bei unabhängigen Beratungsstellen und werden im Verlauf einer Behandlung ausdrücklich empfohlen.
Geschichte & Entwicklung
Die Vorstellung, eine Befruchtung ohne Geschlechtsverkehr herbeizuführen, ist deutlich älter als die moderne Fortpflanzungsmedizin. Als naturwissenschaftlicher Ausgangspunkt gelten Versuche aus dem späten 18. Jahrhundert: Der italienische Naturforscher und Priester Lazzaro Spallanzani wies mit Übertragungsversuchen an Tieren nach, dass für eine Befruchtung tatsächlich der Samen erforderlich ist und nicht bloß ein Ausdünsten, wie man zuvor vermutet hatte. Aus demselben Jahrhundert stammt die früheste überlieferte Anwendung beim Menschen, die dem schottischen Chirurgen und Anatomen John Hunter zugeschrieben wird.
Breitere praktische Bedeutung gewann das Vorgehen zunächst nicht in der Humanmedizin, sondern in der Tierzucht, wo die Übertragung von Samen im Laufe des 20. Jahrhunderts zum Standardverfahren wurde. Die dort entwickelten Techniken zur Gewinnung, Beurteilung und Konservierung von Samen wirkten auf die menschliche Anwendung zurück; die Möglichkeit, Samenzellen tiefgekühlt zu lagern, machte Samenbanken überhaupt erst möglich.
Für die heutige Form der Intrauterinen Insemination war ein Laborschritt entscheidend: die Aufbereitung des Ejakulats. Unbehandeltes Sperma darf nicht in die Gebärmutter eingebracht werden, weil die Samenflüssigkeit dort heftige Kontraktionen und Reizzustände auslösen kann. Erst als sich Verfahren durchsetzten, mit denen die beweglichen Samenzellen von der Samenflüssigkeit getrennt werden, ließ sich der Zervixkanal gefahrlos überspringen. Die Insemination wanderte damit vom Muttermund in die Gebärmutterhöhle – der Schritt, dem das Verfahren seinen heutigen Namen verdankt.
Mit der Verbreitung der In-vitro-Fertilisation seit Ende der 1970er-Jahre verlor die Insemination ihren Rang als wichtigstes Verfahren der Fortpflanzungsmedizin. Geblieben ist ihr Platz als einfachste und schonendste Behandlungsstufe, die bei geeigneter Ausgangslage vor den aufwendigeren Methoden steht.
Kosten & Kostenübernahme
Wer die Kosten einer Intrauterinen Insemination trägt, hängt vom Versicherungsstatus, vom Familienstand, vom Alter der Beteiligten und von der Ursache des unerfüllten Kinderwunsches ab. Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland beteiligen sich an Maßnahmen der künstlichen Befruchtung nur unter bestimmten Voraussetzungen und nur für eine begrenzte Zahl von Versuchen; erforderlich ist stets ein zuvor genehmigter Behandlungsplan. Ein Teil der Kosten verbleibt dabei regelmäßig beim Paar.
Unterschieden wird außerdem zwischen der Insemination im natürlichen Zyklus und der Behandlung nach hormoneller Stimulation, da die Zahl der berücksichtigungsfähigen Versuche und der Umfang der Erstattung nicht gleich geregelt sind. Hinzu kommen Kosten für Medikamente und für die Aufbereitung des Samens. Bei einer Behandlung mit Spendersamen gelten wiederum eigene Regeln. Einzelne Bundesländer haben ergänzende Förderprogramme aufgelegt.
Weil sich diese Bedingungen immer wieder ändern, ist das Gespräch mit der eigenen Krankenkasse vor Beginn der Behandlung unumgänglich. Die Kinderwunschzentren erstellen dafür in der Regel einen Kostenvoranschlag, der die zu erwartende Eigenbeteiligung ausweist.
Quellen
- Diedrich, K., Ludwig, M., Griesinger, G. (Hrsg.): Reproduktionsmedizin.
ISBN: 9783662576359
- Weyerstahl, T., Stauber, M.: Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe.
ISBN: 9783132411012
- Janni, W., Hancke, K., Fehm, T., Scholz, C. (Hrsg.): Facharztwissen Gynäkologie.
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- Kaufmann, M., Costa, S. D., Scharl, A. (Hrsg.): Die Gynäkologie.
ISBN: 9783642209222
- Strowitzki, T., Ortmann, O. (Hrsg.): Klinische Endokrinologie für Frauenärzte.
ISBN: 9783662655160
