Mundkrebs
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 20. August 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Mundkrebs gilt auch heute noch als eine der Krebsarten, die am wenigsten bekannt sind. Gleichzeitig leiden aber relativ viele Menschen an der Erkrankung. Wie kann das sein? Aufgrund des nur bedingten Bekanntheitsgrades leiden viele Betroffene unbemerkt an Mundkrebs. Eine fatale medizinische Tatsache, die jährlich vielen Patienten mit der Diagnose Mundkrebs das Leben kostet. Aber frühzeitig erkannt lässt sich auch Mundkrebs oft gänzlich heilen.
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Was ist Mundkrebs?
Mundkrebs bezeichnet die Art von Krebs, bei dem die Lippen und der gesamte Mundraum befallen werden können. Also nicht wie beispielsweise beim Rachen- und Speiseröhrenkrebs, bei denen eher der Rachen und die Speiseröhre betroffen sind.
Jedoch vermischen sich diese Krebsarten oft, weshalb sie gehäuft gemeinsam auftreten. Beim Mundkrebs können die Lippen, der Gaumen, die Wangeninnenseiten, das Zahnfleisch, der Mundboden und die Zunge vom Krebs befallen sein. Tumoren der großen Speicheldrüsen zählen dagegen zu einem eigenen Krankheitsbild.
Am häufigsten betroffen sind der Zungenrand und der Mundboden; zusammen machen sie den größten Teil der Mundkrebsdiagnosen in Deutschland aus. Auch die Unterlippe ist ein typischer Sitz – das Lippenkarzinom wird jedoch meist gesondert gezählt und hat deutlich bessere Heilungsaussichten. Männer erkranken übrigens häufiger als Frauen und laut Statistiken tritt Mundkrebs meistens erst ab dem 40. Lebensjahr auf.
Ursachen
Äußerst gefährdet sind Menschen, die Tabak kauen: Ihr Risiko, an Mundkrebs zu erkranken, ist um ein Vielfaches erhöht, weil der Tabak dauerhaft direkt auf der Schleimhaut liegt. Am höchsten ist das Risiko bei Menschen, die über Jahre stark rauchen und zugleich viel Alkohol trinken – hier vervielfacht es sich gegenüber Menschen ohne beide Gewohnheiten. Unter Umständen können aber auch absolute Nichtraucher und Menschen, die nur recht selten bis nie Alkohol zu sich nehmen, an Mundkrebs erkranken.
Die Ursachen können ebenso eine vererbliche Veranlagung wie umwelt- und gesundheitstechnische Belastungen sein, denen der Betroffene lange Zeit ausgesetzt wird oder wurde.
Lange galten Tabak und Alkohol als praktisch alleinige Auslöser. Nach heutigem Kenntnisstand geht jedoch ein erheblicher Teil der Tumoren im Mund- und Rachenraum auf eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) zurück, vor allem mit dem Typ 16. Diese Tumoren sitzen überwiegend im hinteren Mundbereich und an den Mandeln, treten oft schon in jüngerem Alter und auch bei Nichtrauchern auf und sprechen in der Regel besser auf die Behandlung an. Die HPV-Impfung, die vor allem gegen Gebärmutterhalskrebs entwickelt wurde, wird deshalb heute Mädchen und Jungen gleichermaßen empfohlen.
Weitere Risikofaktoren sind ständige mechanische Reizungen der Schleimhaut, etwa durch scharfe Zahnkanten oder schlecht sitzenden Zahnersatz, sowie eine dauerhaft vernachlässigte Mundhygiene. Für den Lippenkrebs spielt zusätzlich die jahrelange Sonnenbestrahlung der Unterlippe eine Rolle.
Symptome, Beschwerden & Anzeichen
Je nachdem, an welcher Stelle sich im Mund ein Krebsgeschwür bildet, hat dieses viel Platz, sich auszudehnen. Mundkrebs kann deswegen über einen langen Zeitraum hinweg keine deutlichen Beschwerden verursachen. Eine entsprechend große Bedeutung kommt der Eigenuntersuchung des Mundraums ergänzt durch die zahnärztliche Kontrolle zu.
Fallen im Mund weiße oder graue Stellen auf, die erhaben wirken und bei Berührung eventuell auch zu bluten anfangen, können dies Hinweise auf einen Krebs im Mundraum sein. Prinzipiell kann sich dieser an jeder Stelle der Mundschleimhaut ansiedeln, sodass man diese regelmäßig selbst einmal anschauen sollte. Auch Löcher in der Schleimhaut können auf ein Karzinom hinweisen.
Weißliche, nicht abwischbare Flecken bezeichnen Mediziner als Leukoplakie, rötliche, samtig wirkende Flecken als Erythroplakie. Beide gelten als Krebsvorstufen: Aus der Leukoplakie entwickelt sich nur bei einem kleinen Teil der Betroffenen ein Tumor, die seltenere Erythroplakie entartet dagegen häufig. Beide sollten deshalb zahnärztlich kontrolliert und im Zweifel durch eine Gewebeprobe abgeklärt werden.
Die wichtigste Faustregel lautet: Jede Wunde, jedes Geschwür und jede Schleimhautveränderung im Mund, die nach zwei bis drei Wochen nicht abgeheilt ist, muss ärztlich oder zahnärztlich untersucht werden – auch dann, wenn sie nicht wehtut. Der Zahnarzt entdeckt solche Veränderungen bei der routinemäßigen Kontrolle häufig als Erster, weshalb die regelmäßigen Termine gerade für Raucher und Menschen mit regelmäßigem Alkoholkonsum wichtig sind.
Generell sollten Beschwerden wie Brennen im Mund, stechende Schmerzen oder Vorkommnisse wie Blutgeschmack im Mund oder auch sichtbares Blut beim Arzt vorgestellt werden. Im fortgeschrittenen Stadium breitet der Mundkrebs sich weiter in der Mundhöhle aus und beginnt häufig zu bluten.
Das zerfallende Gewebe kann eitern und einen entsprechend schlechten Geschmack im Mund und auch starken Mundgeruch verursachen. Oftmals denkt man bei Mundgeruch aber an unzureichende Mundhygiene oder Magenprobleme. Mundgeruch jedoch, der trotz sorgfältiger Hygiene wiederholt und über einen langen Zeitraum auftritt, sollte entsprechend auch mit dem Zahnarzt besprochen werden.
Diagnose & Verlauf
Eine rechtzeitige Erkennung und damit auch Diagnose von Mundkrebs ist leider alles andere als einfach. Aus diesem Grund bleibt die Erkrankung auch oft viel zu lange unerkannt.
Mundkrebs zeigt sich zu Beginn mit minimalen wunden Stellen im Mund, die sich im Laufe des Krankheitsverlaufes häufen. Diese verbinden sich oft jedoch auch mit unerklärlichen Schmerzen im gesamten Mundinnenraum und an den Lippen. Das macht das Kauen, das Schlucken und auch das Sprechen nach und nach schwieriger, schmerzhafter und schlussendlich sogar nahezu unmöglich.
Außerdem treten oft ebenfalls voranschreitende Taubheitsgefühle und Schwellungen auf. Sichtbare Tumore werden ebenfalls, aber nicht allzu häufig, diagnostiziert. Anders sieht es mit roten und weißen Flecken am Zahnfleisch aus, die verstärkt als Anzeichen für Mundkrebs gehandelt werden.
Gesichert wird der Verdacht durch eine Gewebeprobe (Biopsie), die unter örtlicher Betäubung entnommen und feingeweblich untersucht wird. Erst sie beweist, ob es sich tatsächlich um Krebs handelt. Anschließend klären bildgebende Untersuchungen wie Ultraschall des Halses, Computertomografie oder Magnetresonanztomografie, wie weit sich der Tumor ausgedehnt hat und ob die Lymphknoten befallen sind. Von diesem Ergebnis hängt ab, welche Behandlung infrage kommt.
Komplikationen
Wer den Mundhöhlenkrebs frühzeitig behandeln lässt, verfügt über größere Heilungschancen. Mit Verschlechterungen der Krankheit haben vor allem ältere Menschen zu rechnen. Je jünger die Betroffenen sind, desto besser sind die Chancen auf Heilung. Nach Abschluss einer Mundkrebs-Behandlung entwickeln einige Patienten neue Tumore, Patienten mit einem jüngeren Alter bringen oftmals eine Anfälligkeit für Lymphknoten-Rezidive mit.
Obgleich der Mundkrebs im Anfangsstadium meist noch keine Probleme bereitet, nehmen die Komplikationen mit dem Wachstum der Geschwulst stetig zu. Im Zuge der Krebserkrankung kommt es oftmals zu Störungen im Bereich der Mundhöhle, wie zum Beispiel zu Heiserkeit, Mundgeruch und Schluckstörungen. Auch Schmerzen, die vom Mund in das Ohr oder den Hals ausstrahlen, sowie Bewegungsstörungen der Zunge können als Begleiterscheinungen von Mundkrebs gesehen werden.
Wann sollte man zum Arzt gehen?
Treten Schwellungen im Mund auf, die nach einem Biss auf die Lippen oder die Zunge entstehen, wird kein Arzt benötigt. Die Beschwerden klingen im Normalfall innerhalb einiger Tage ab, bis sie sich letztlich vollständig zurückgebildet haben. Heilt eine solche Stelle jedoch nach zwei bis drei Wochen nicht ab, muss sie ärztlich oder zahnärztlich abgeklärt werden.
Bei Schwellungen im Mundraum, die nicht durch einen Unfall oder eine Verletzung ausgelöst wurden, ist ein Arztbesuch anzuraten. Ein Engegefühl im Mund, Schmerzen oder Störungen bei der Zerkleinerung der Nahrung sollten ärztlich abgeklärt werden. Kommt es zu Blutungen, Entzündungen oder Problemen mit einem vorhandenen Zahnersatz, ist eine Kontrolle bei einem Arzt anzuraten, um die Ursache der Symptome zu finden. Eine plötzliche Überempfindlichkeit gegenüber unterschiedlichen Temperatureinflüssen der aufgenommenen Nahrungsmittel, eine Schwäche der üblichen Kaukraft oder eine Verweigerung der Nahrungsmittelzufuhr weisen auf eine gesundheitliche Beeinträchtigung hin. Ein Arztbesuch ist notwendig, da eine Störung vorliegt.
In schweren Fällen und bei einem verzögerten Behandlungsbeginn ist ein tödlicher Krankheitsverlauf möglich. Aus diesem Grund sollte bereits bei den ersten Unregelmäßigkeiten und Veränderungen ein Arztbesuch erfolgen.
Ein Blutgeschmack, Mundgeruch und ein brennendes Gefühl im Mund sind einem Arzt vorzustellen. Kommt es zu einer Gewichtsabnahme, Auffälligkeiten des Verhaltens oder Störungen bei der Lautgebung, wird ein Arzt benötigt. Anfälligkeiten für Erkrankungen der Schleimhäute in Mund und Rachen sind weitere Anzeichen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung.
Behandlung & Therapie
Die richtige Anlaufstelle bei einem Verdacht auf Mundkrebs ist der behandelnde Zahnarzt. Er ist in der Lage, alle weiteren Verfahren zur Diagnose und zur Behandlung einzuleiten. Die eigentliche Behandlung übernimmt anschließend eine Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie oder für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde; das Vorgehen wird dort in einer Tumorkonferenz mit Strahlentherapeuten und Krebsspezialisten festgelegt.
Wird Mundkrebs frühzeitig erkannt, fällt der Eingriff klein aus und die Heilungsaussichten sind gut. Auch im frühen Stadium ist die vollständige operative Entfernung des Tumors jedoch der Regelfall – „sanft“ heißt hier, dass wenig Gewebe geopfert werden muss, nicht, dass auf eine Operation verzichtet werden könnte.
Bei mittleren bis schweren Stadien kommen eine Bestrahlung und eine Chemotherapie hinzu, häufig auch die Ausräumung der Halslymphknoten; größere Gewebedefekte werden im selben Eingriff durch körpereigenes Gewebe wieder aufgebaut. Besonders bei schwerwiegenden Fällen kann die Behandlung jedoch schwierig sein – denn nicht immer lässt sich das befallene Gewebe bedenkenlos entfernen und behandeln. Bei fortgeschrittenen oder zurückgekehrten Tumoren stehen heute zusätzlich zielgerichtete Medikamente und Immuntherapien zur Verfügung, die das körpereigene Abwehrsystem gegen den Krebs richten.
Deshalb ist es ungemein wichtig, auch bei der Behandlung von Mundkrebs, auf eine rechtzeitige Früherkennung zu achten. Starke Raucher, Kautabakverwender und Menschen, die häufiger Alkohol trinken, sollten daher regelmäßig mit ihrem behandelnden Zahnarzt über entsprechende Vorsorgeuntersuchungen sprechen.
Aussicht & Prognose
Die Prognose bei Mundkrebs hängt entscheidend davon ab, in welchem Stadium ein Tumor diagnostiziert wird. Grundsätzlich bringt eine Krankheitsfeststellung unmittelbar nach dem Auftreten die besten Heilungsaussichten mit sich. Als problematisch erweist sich, dass ein Tumor im Mundraum von außen nicht erkennbar ist. Weiße Flecke fallen dem Patienten selbst nicht auf. Sie werden meist zufällig von Partnern oder Ärzten entdeckt. Dadurch verstreicht oft ungenutzte Zeit, in der eine Behandlung stattfinden könnte. Deshalb werden viele Diagnosen spät gestellt.
Bildet der Mundkrebs Metastasen, verschlechtern sich die Aussichten sogar erheblich. Wissenschaftler beziffern die 5-Jahres-Überlebensrate bei Metastasen in den Halslymphknoten auf etwa 40 Prozent. Zum Vergleich: Ohne eine Ausweitung des Geschwulsts leben nach dem fünften Jahr noch etwa zwei Drittel aller Patienten.
Etwa 13.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Mundkrebs. Männer sind anfälliger als Frauen. Deutlich schlechtere Chancen auf eine normale Lebenszeit werden Patienten eingeräumt, die über Jahre hinweg geraucht oder Alkohol konsumiert haben. Eine unzureichende Mundhygiene und mangelnde Zahnpflege wirken sich ebenfalls ungünstig aus. Die Prognose verschlechtert sich auch für alte und geschwächte Menschen.
Vorbeugung
Der Diagnose Mundkrebs lässt sich am ehesten vorbeugen, indem man auf übermäßigen und langzeitigen Alkoholgenuss und das Rauchen verzichtet. Ebenfalls recht hilfreich, aber kein absolut sicheres Mittel zur Vorbeugung, ist eine erhöhte Mundhygiene.
Regelmäßiges Zähneputzen und die Verwendung von Mundspülungen können das Risiko an Mundkrebs zu erkranken verringern – aber nicht gänzlich ausschließen. Krebserregend sind beim Rauchen vor allem die beim Verbrennen entstehenden Stoffe wie Teer, Nitrosamine und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe; das Nikotin selbst macht in erster Linie abhängig und hält den Konsum damit aufrecht.
Und: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim behandelnden Zahnarzt können Mundkrebs an sich zwar nicht verhindern, aber die Behandlung durch eine rechtzeitige Erkennung sehr viel einfacher, gezielter, erfolgsversprechender und sanfter machen.
Nachsorge
Nach dem Abschluss der eigentlichen Therapiemaßnahmen beginnt die Nachsorge des Mundkrebses. Vorrangiges Ziel ist das Verhindern eines erneuten Ausbruches der Krankheit. Darüber hinaus soll der Patient wieder die nötige Kondition für die Bewältigung des Alltags erlangen.
Zur Überprüfung des Heilungsverlaufes finden in regelmäßigen Abständen medizinische Kontrolluntersuchungen statt. Durch dieses Vorgehen erhält der Arzt die Möglichkeit, eventuelle Folgeschäden rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Ebenso lässt sich ein erneutes Auftreten des Mundtumors frühzeitig diagnostizieren.
Die Nachsorgeuntersuchungen erstrecken sich über einen Zeitraum von fünf Jahren. In den ersten zwei Jahren sollten sie im Abstand von drei Monaten durchgeführt werden. Ab dem dritten Jahr können sie alle sechs Monate stattfinden. Neben den üblichen Kontrolluntersuchungen sind auch regelmäßige Besuche beim Zahnarzt sinnvoll.
Durch den Mundkrebs kommt es oftmals zu Beeinträchtigungen von Sprach- und Schluckvermögen. Diese werden im Rahmen der Nachsorge von Physiotherapeuten und Logopäden behandelt. Droht dem Patienten eine mangelhafte Ernährung, ist der Rat eines Ernährungsexperten zu empfehlen. Falls erforderlich, kann sich daran auch eine Ernährungsbehandlung anschließen.
Schwere Erkrankungen wie Mundkrebs wirken sich häufig auch negativ auf die Psyche des Patienten aus. In solchen Fällen ist eine psychosoziale Betreuung möglich. Diese erfolgt unter anderem dann, wenn bei der betroffenen Person Depressionen oder Angstzustände bestehen.
Das können Sie selbst tun
Bei einem Verdacht auf Mundkrebs sollte mit dem behandelnden Zahnarzt gesprochen werden. Gemeinsam mit dem Mediziner kann eine geeignete Therapie ausgearbeitet werden, durch die sich die Krebserkrankung im frühen Stadium meist erfolgreich behandeln lässt.
Im ersten Stadium der Erkrankung muss begleitend zur ärztlichen Behandlung auf eine strikte Mundhygiene geachtet werden. Da ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, sollte mit dem Behandlungsteam besprochen werden, wie sich Mund und Zähne während der Therapie am besten pflegen lassen. Mit dem Einverständnis des Arztes können auch verschiedene Naturheilmittel probiert werden, etwa Ginseng oder Arnika. Auf eigene Faust sollten solche Mittel jedoch nicht eingenommen werden: Pflanzliche Präparate können die Wirkung von Bestrahlung und Chemotherapie beeinflussen, und Arnika ist zum Einnehmen nicht geeignet, sondern wird nur äußerlich angewendet. Auch die Diät muss unter Umständen umgestellt werden. Bei Mundkrebs empfiehlt sich eine schonende Ernährung mit weichen, milden Speisen und magerem, nicht zu stark gewürztem Fleisch; scharfe, saure, sehr heiße und harte Lebensmittel reizen die angegriffene Schleimhaut zusätzlich. Begleitend dazu muss der Konsum etwaiger Genussmittel eingestellt werden. Starke Raucher und Menschen, die regelmäßig Alkohol trinken, sind besonders anfällig für Mundkrebs. Ebenso Personen, die an einer chronischen Erkrankung der Zähne oder des Zahnfleisches leiden.
Personen, auf die diese Faktoren zutreffen, sollten mit genannten Symptomen umgehend einen Arzt aufsuchen.
Diese Maßnahmen können die ärztliche Behandlung unterstützen und die Beschwerden erträglicher machen, sie ersetzen sie aber nicht: Geheilt werden kann Mundkrebs nur durch Operation, Bestrahlung oder Medikamente. Die Aussichten sind vor allem dann gut, wenn der Krebs noch keine Metastasen gebildet hat. Um dies sicherzustellen, sollten parallel zur Behandlung weitere körperliche Untersuchungen stattfinden.
Quellen
- Horch, H.-H., Neff, A. (Hrsg.): Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie.
ISBN: 9783437242465
- Schwenzer, N., Ehrenfeld, M. (Hrsg.): Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie.
ISBN: 9783131630841
- Bork, K., Burgdorf, W., Hoede, N.: Mundschleimhaut- und Lippenkrankheiten.
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- Schwenzer, N., Ehrenfeld, M. (Hrsg.): Zahnärztliche Chirurgie.
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- Schmoll, H.-J., Höffken, K., Possinger, K. (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie.
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