Noroviren (Norovirus-Infektion)
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 21. August 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
Sie sind hier: Startseite Krankheiten Noroviren (Norovirus-Infektion)
Im Zusammenhang mit einer starken und teilweise lebensgefährlichen, gleichnamigen Infektion des Magens und des Darmtraktes sind in der Gegenwart insbesondere die Noroviren bzw. die daraus resultierende Norovirus-Infektion ins Gespräch gekommen.
Inhaltsverzeichnis |
Was ist eine Norovirus-Infektion?
Die Noroviren stehen bei der sogenannten Norovirus-Gastroenteritis im Mittelpunkt in Bezug auf hartnäckige Durchfälle. Aufgrund dieser Tatsache kann der Norovirus bei älteren Personen und Kindern zu bedenklichen Komplikationen führen.
Die Noroviren gelten als sehr infektiös, was bedeutet, dass die Noroviren-Infektion zu den übertragbaren und ansteckenden Erkrankungen gehört. Der Norovirus ist ein überaus lebensstarker Virus, von dem drei Gruppen den Menschen befallen. Innerhalb dieser Gruppen existieren wiederum zahlreiche Unterarten des Norovirus.
Die Norovirus-Infektion kann sich auch deshalb so extrem schnell ausbreiten, weil das menschliche Immunsystem nach einer durchgemachten Infektion nur einen kurzzeitigen und auf den jeweiligen Virustyp beschränkten Schutz aufbaut. Man kann deshalb mehrfach an einer Norovirus-Infektion erkranken. Noroviren gelten außerdem als enorm widerstandsfähig. Zu ihrer raschen Ausbreitung trägt zusätzlich deren erstaunliche und beinahe beängstigende Wandlungsfähigkeit bei.
Ursachen
Der orale Kontakt findet durch die Aufnahme der Noroviren über den Mund statt. Dieser Übertragungsweg der Noroviren für die Noroviren-Infektion basiert auf dem direkten Kontakt vom Infizierten zum Gesunden. Darüber hinaus können sich Menschen über verschiedene Nahrungsmittel anstecken, in denen die Noroviren enthalten sind, die durch den Mund beim Essen aufgenommen werden.
Ein weiterer Übertragungsweg entsteht beim Erbrechen: Dabei bilden sich feinste virushaltige Tröpfchen (Aerosole), die von Umstehenden eingeatmet oder verschluckt werden können. Auch Türklinken, Wasserhähne, Handläufe, Handtücher oder Spielzeug können die Viren weitergeben, wenn sie zuvor mit ungewaschenen Händen berührt wurden.
Wie gefährlich die Noroviren sind, zeigt sich darin, dass bereits eine Menge von etwa 10 bis 100 Viruspartikeln ausreichend ist, um an einer Noroviren-Infektion zu erkranken.
Symptome, Beschwerden & Anzeichen
Die ersten Anzeichen einer Norovirus-Infektion sind plötzlich einsetzende Bauchschmerzen und Übelkeit, gefolgt von schwallartigem Erbrechen und Durchfall. Es zeigen sich alle typischen Symptome einer Magen-Darm-Grippe. Der Patient fühlt sich äußerst krank, ist müde und schwach und ist kaum in der Lage, das Bett zu verlassen oder aufrecht zu stehen. Dazu kommen Kopf- und Gliederschmerzen und jede Bewegung tut weh.
Die Körpertemperatur kann leicht erhöht sein, richtiges Fieber tritt nur selten auf. Je nachdem wie der allgemeine Gesundheitszustand des Körpers ist, können die Symptome stärker oder schwächer ausgeprägt sein. Bei Babys, Kindern und älteren Erwachsenen, deren Organismus anfälliger ist, kann die Akutphase der Erkrankung sehr heftig ausfallen und eventuell sogar lebensbedrohlich werden.
Durch den von Durchfall und Erbrechen verursachten starken Flüssigkeitsverlust können sich Zeichen der Austrocknung (Dehydrierung) zeigen, wie beispielsweise trockene Haut und Schleimhäute, Herzrasen oder verminderte Harnausscheidung. Auch Krampfanfälle, Kreislaufprobleme oder Nierenversagen können als Folge der Dehydrierung auftreten.
In schweren Fällen kann es durch die extrem starken Darmbewegungen sogar zu einer Einstülpung des Darmes kommen, was kolikartige Bauchschmerzen verursacht und medizinische Überwachung erfordert. Bei einem normalen Verlauf klingen die Beschwerden nach etwa 12 bis 48 Stunden wieder ab. Bei manchen Menschen läuft die Norovirus-Infektion völlig ohne oder nur mit sehr abgeschwächten Symptomen ab.
Krankheitsverlauf
Nach dem Eindringen der Noroviren in den Organismus tritt zunächst die Inkubationsphase auf, in der sich die Noroviren vermehren. Nach dieser Inkubationszeit, die in der Regel nicht länger als 2 Tage dauert, kommt es bei der Noroviren-Infektion zu den ersten Symptomen.
Neben akut auftretendem heftigem Durchfall und Erbrechen ohne vorherige Beeinträchtigung des Wohlbefindens ist die Noroviren-Infektion durch einen extremen Verlust an Körperflüssigkeit gekennzeichnet. Dies geht gleichsam mit einer Verschiebung des Elektrolythaushaltes einher, was bei einem schweren Verlauf ein Kreislaufversagen und einen teilweisen oder kompletten Funktionsverlust verschiedener Organe bedingen kann.
Ein klassisches Anzeichen, das während des gesamten Krankheitsverlaufs bei der Norovirus-Infektion erhalten bleibt, ist der hartnäckige Brechdurchfall. Insbesondere bei Säuglingen, Kindern und durch Alter oder Krankheit geschwächten Personen kann die Norovirus-Infektion schnell zum Tode führen.
Komplikationen
Entsprechend muss auf eine erhöhte Zufuhr von Flüssigkeit und Nährstoffen geachtet werden. Erfolgt dies nicht, kann der Körper durch den Wasser- und Elektrolytverlust stark geschwächt werden. Dadurch können Krampfanfälle, Thrombosen und Schockzustände auftreten.
Die Austrocknung kann dabei zu einem Herz-Kreislaufversagen führen, welches unter Umständen tödlich verläuft. Auch Schädigungen der inneren Organe sind durch Dehydration und ein Stoffwechselungleichgewicht in den Zellen möglich. Besonders sind hier Organe betroffen, die an Stoffwechselkreisläufen teilnehmen. Darunter fallen beispielsweise die Nieren und die Leber.
Hält der Körper den kurz andauernden, aber heftigen Krankheitserscheinungen nicht mehr stand, droht der Tod. Dies ist allerdings in weniger als 0,1 Prozent der Erkrankungen der Fall und lässt sich durch eine ausreichende Gabe von Wasser und Nahrung gut verhindern. Die meisten Personen, die letzten Endes an den Komplikationen durch Noroviren sterben, sind über 80 Jahre alt.
Wann sollte man zum Arzt gehen?
Auch wenn die Infektion mit Noroviren starke wässrige Durchfälle und Erbrechen als Folge hat, heilt sie prinzipiell auch ohne Arztbesuch nach wenigen Tagen komplikationslos aus. Es gibt jedoch Fälle, in denen der Gang zum Arzt ratsam ist. Das ist zum einen bei schwerer Symptomatik der Fall, zum anderen dann, wenn der Patient zu bestimmten Risikogruppen gehört.
Wer eine Infektion mit Noroviren hat, verliert durch Durchfall und Erbrechen oft viel Flüssigkeit und damit auch Elektrolyte, was zu Krämpfen und Kreislaufschwäche führen kann. Wenn der Flüssigkeits- beziehungsweise Elektrolytmangel nicht durch eine genügende Trinkmenge ausgeglichen werden kann, ist der Besuch beim Arzt sinnvoll: Er kann beides über eine Infusion in ausreichender Menge ausgleichen. Die Symptomatik bessert sich dann oft rasch.
Risikopatienten sollten bei der Infektion mit Noroviren einen Arzt konsultieren und dessen professionelle Überwachung und Behandlung in Anspruch nehmen. Ein erhöhtes Risiko besteht für ältere Menschen, für Neugeborene und Kleinstkinder, für Schwangere sowie für Menschen mit Begleiterkrankungen wie Herzschwäche oder Diabetes. Auch Krebspatienten gehören, vor allem bei aktuell geschwächtem Immunsystem durch eine Chemotherapie, bei der Infektion mit Noroviren umgehend in ärztliche Obhut.
Bei Säuglingen und sehr alten Menschen kann der Flüssigkeitsverlust innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden. Zeigen sich Anzeichen einer schweren Austrocknung (Exsikkose) – ein Säugling trinkt nicht mehr, hat über Stunden keine nasse Windel, wirkt teilnahmslos oder hat eine eingesunkene Fontanelle; ein älterer Mensch ist plötzlich verwirrt, kaum ansprechbar oder bricht zusammen –, ist über die Notrufnummer 112 der Rettungsdienst zu alarmieren. Dasselbe gilt bei Blut im Stuhl oder Erbrochenen sowie bei anhaltendem Erbrechen, durch das keinerlei Flüssigkeit mehr bei sich behalten werden kann.
Behandlung & Therapie
Zur Behandlung der Noroviren-Infektion eignen sich alltagstaugliche Maßnahmen wie eine reichliche Aufnahme von mineral- und elektrolythaltigen Flüssigkeiten. Ist dies nicht durch den Mund möglich, wenn die Patienten stark geschwächt sind, dann sind Infusionen eine geeignete Alternative, um den Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen.
Eine günstige Wirkung haben die aufgenommenen Flüssigkeiten bei der Norovirus-Infektion ebenfalls, um die Noroviren aus dem Darm auszuschwemmen. Weitere therapeutische Maßnahmen bei der Norovirus-Infektion sind Ruhe und keine körperliche Belastung. Diätkost soll den Körper bei einer Norovirus-Infektion bei Kräften halten. Außerdem können kochsalzhaltige, mit Kaliumchlorid und Traubenzucker oder Glukose versetzte Spezialflüssigkeiten oder Infusionen stark gefährdete Personengruppen vor einem Kreislaufversagen durch eine Norovirus-Infektion schützen.
Gegen das Erbrechen und die Übelkeit können Medikamente verabreicht werden, die sogenannten Antiemetika. Ein Medikament, das die Noroviren selbst abtötet, gibt es dagegen nicht; die Behandlung kann nur die Beschwerden lindern und den Verlust an Flüssigkeit und Elektrolyten ausgleichen. Antibiotika wirken gegen Noroviren nicht, da sie sich ausschließlich gegen Bakterien richten. Auch durchfallhemmende Mittel sind bei einer Norovirus-Infektion nicht das Mittel der Wahl, da der Durchfall die Erreger aus dem Darm befördert; ihr Einsatz gehört in ärztliche Hand und ist bei Kindern zu unterlassen.
Aussicht & Prognose
Für Menschen mit einem grundsätzlich gesunden und stabilen Immunsystem ist die Aussicht auf eine Genesung bei einer Infektion mit Noroviren günstig. Das körpereigene Abwehrsystem kann sich in diesen Fällen auch ohne eine medizinische Versorgung nach einigen Tagen erfolgreich gegen die Krankheitserreger behaupten. Häufig ist bei der Einhaltung einiger Vorgaben bereits innerhalb von drei Tagen eine langsam beginnende Linderung der Beschwerden zu dokumentieren.
Wichtig sind dafür eine gesunde Ernährung sowie ausreichende Schonung. Ein Medikament, das die Krankheitsdauer verkürzt oder die Viren abtötet, gibt es nicht; auch eine ärztliche Behandlung kann die Infektion nicht abkürzen, sondern nur den Verlust an Flüssigkeit und Elektrolyten ausgleichen. Ärztliche Hilfe ist deshalb vor allem dann nötig, wenn der Flüssigkeitsverlust nicht mehr durch Trinken auszugleichen ist oder der Betroffene zu einer der Risikogruppen gehört.
Je schwächer das Immunsystem des Betroffenen ist und je mehr Vorerkrankungen vorliegen, desto ungünstiger gestaltet sich die Prognose. Bei einem schweren Krankheitsverlauf droht insbesondere Risikopatienten das vorzeitige Ableben. Ein erhöhtes Risiko besteht bei Neugeborenen, Kindern, chronisch Erkrankten und älteren Patienten. Menschen in einem Alter über 80 Jahren sind besonders gefährdet, die Infektion nicht zu überleben, da hier der Organismus stark geschwächt ist. Bei einem medizinischen Notfall oder einer akuten gesundheitlichen Entwicklung ist daher eine sofortige ärztliche Versorgung notwendig.
Vorbeugung
Im Rahmen der vorbeugenden Maßnahmen gegen eine Norovirus-Infektion sind sowohl die Menschen in ihrem privaten Umfeld selbst als auch öffentliche Einrichtungen gefordert. Grundsätzlich gibt es keine Schutzimpfung gegen den Norovirus.
Die Verbreitung der Noroviren kann nur dann eingedämmt werden, wenn die Hygiene an oberster Stelle steht. Das Reinigen, besser das Desinfizieren der Hände nach dem Toilettengang und das intensive Garen von Lebensmitteln, in denen Noroviren enthalten sein können, stellen äußerst wirksame Prophylaxen dar, um die Noroviren-Infektion zu vermeiden.
Beim Desinfizieren kommt es allerdings auf das Mittel an: Die üblichen alkoholischen Händedesinfektionsmittel wirken gegen Noroviren nur begrenzt. Geeignet sind nur Präparate mit dem ausgewiesenen Wirkbereich "viruzid" oder "begrenzt viruzid PLUS". Die wichtigste Maßnahme bleibt daher das gründliche Händewaschen mit Seife über mindestens 20 bis 30 Sekunden, insbesondere nach jedem Toilettengang und vor dem Zubereiten von Speisen.
Die Ansteckungsfähigkeit endet nicht mit dem letzten Symptom: Die Viren werden noch mindestens 48 Stunden nach dem Abklingen der Beschwerden mit dem Stuhl ausgeschieden, häufig sogar über ein bis zwei Wochen hinweg. Die verschärften Hygienemaßnahmen sollten deshalb noch mindestens zwei Tage über das Ende der Beschwerden hinaus beibehalten werden.
Vorrangig roher Fisch und verschiedene Meeresfrüchte tragen häufig den Norovirus in sich. Schutzkleidung und die Einhaltung der Hygienevorschriften sind in gemeinschaftlichen Einrichtungen unerlässlich, um sich nicht mit dem Norovirus anzustecken.
Für einen Teil der Erkrankten gelten nach dem Infektionsschutzgesetz zusätzliche Regeln. Wer beruflich mit Lebensmitteln umgeht, etwa in der Gastronomie, in der Lebensmittelherstellung oder in einer Gemeinschaftsküche, darf während der Erkrankung und in der Regel noch zwei Tage nach dem Abklingen der Beschwerden dort nicht arbeiten. Kinder unter sechs Jahren dürfen Kindergarten, Hort oder Schule während einer ansteckenden Magen-Darm-Erkrankung nicht besuchen. Der Nachweis von Noroviren ist außerdem vom Labor an das Gesundheitsamt zu melden, ebenso gehäufte Erkrankungen in Gemeinschaftseinrichtungen. Für alle übrigen Erkrankten gibt es kein generelles gesetzliches Tätigkeitsverbot; das Gesundheitsamt kann im Einzelfall dennoch eines anordnen, etwa bei einem Ausbruch in einer Klinik oder einem Pflegeheim. Unabhängig davon sie sollten den Kontakt zu anderen dennoch bis zum Abklingen der Beschwerden einschränken.
Nachsorge
Die Norovirus-Infektion verläuft oft komplikationslos, ist aber dennoch häufig mit starker Symptomatik und einer deutlichen Schwächung des Körpers der Betroffenen verbunden. Eine gezielte Nachsorge kann die Regeneration deutlich beschleunigen. Hierzu gehört vor allem das Ersetzen der Flüssigkeit, die durch Erbrechen und Durchfall im Körper meist fehlt.
Um das empfindliche Magen-Darm-System nach der Infektion mit den Noroviren nicht noch mehr zu belasten, sind zucker- und säurehaltige Getränke wie Limonaden oder Fruchtsäfte durch Wasser und Kräutertees zu ersetzen. Eine Zugabe von Elektrolyten wie Magnesium oder Kalium durch Nahrungsergänzungsmittel ist meist nicht nötig, wenn der Patient auf eine ausgewogene Ernährung achtet.
Der geschwächte Körper nach der Norovirus-Infektion macht sich oft durch Kreislaufprobleme bemerkbar. Durch ruhige Spaziergänge an der frischen Luft kann der Kreislauf wieder langsam aktiviert werden. Auf schweißtreibende Aktivitäten ist dagegen ebenso besser zu verzichten wie auf heiße Wannenbäder oder Sauna. Auch ein erholsamer Schlaf mit ausreichender Anzahl von Stunden ist in der Nachsorge wichtig.
Wenn der Magen-Darm-Trakt sich stabilisiert hat, hilft eine gesunde und vitaminreiche Ernährung mit Gemüse, das Immunsystem wieder nachhaltig zu stärken. Dies gelingt oft dann ganz besonders, wenn auf Nikotin und Alkohol verzichtet wird. Flohsamenschalen können die gestörte Verdauung sanft unterstützen. Sie dürfen allerdings nur zusammen mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden – wer noch nicht wieder genug trinkt, sollte darauf verzichten.
Das können Sie selbst tun
Um bei einer Norovirus-Infektion die durch Erbrechen und Durchfall verlorengegangene Flüssigkeit und Elektrolyte zu ersetzen, muss auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Dafür eignen sich insbesondere stilles Mineralwasser, ungesüßte Kräutertees oder eine leicht gesalzene Brühe, auf süße Getränke wie das oft als Hausmittel empfohlene Cola sollten Erkrankte besser verzichten.
Bei stärkeren Beschwerden sind zur Flüssigkeits- und Elektrolytsubstitution in der Apotheke spezielle Lösungen erhältlich. Kinder und ältere Menschen dehydrieren besonders leicht – gelingt es nicht, ihnen ausreichend Flüssigkeit zuzuführen, muss unter Umständen eine Infusionsbehandlung im Krankenhaus erfolgen.
Während der akuten Phase der Erkrankung sollten Magen und Darm möglichst wenig belastet werden: Als Krankenkost sind Zwieback und Haferschleim gut geeignet. Auch nach dem Abklingen der Beschwerden reagiert das Verdauungssystem meist noch recht sensibel auf fettreiche oder stark gewürzte Speisen: Es empfiehlt sich daher, in den ersten Tagen leicht verdauliche Schonkost zu sich zu nehmen. Bettruhe und körperliche Schonung helfen dem Körper, die Noroviren zu bekämpfen.
Hält die Symptomatik nach zwei bis drei Tagen unvermindert an oder verschlechtert sich sogar, ist ein Arztbesuch dringend anzuraten. Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr sollte der Kontakt zu anderen Menschen möglichst gemieden werden, verstärkte Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen und Desinfektion der Toilette reduzieren ebenfalls das Übertragungsrisiko.
Quellen
- Suerbaum, S., Burchard, G.-D., Kaufmann, S. H. E., Schulz, T. F. (Hrsg.): Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie.
ISBN: 9783662613849
- Hof, H., Schlüter, D. (Hrsg.): Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie.
ISBN: 9783132443174
- Jung, N., Rieg, S. (Hrsg.): Klinikleitfaden Infektiologie.
ISBN: 9783437223228
- Suttorp, N., Mielke, M., Kiehl, W., Stück, B. (Hrsg.): Infektionskrankheiten.
ISBN: 9783131585813
- Herold, G.: Innere Medizin 2026.
ISBN: 9783982116655

