Osler-Knötchen

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 21. August 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Osler-Knötchen sind Hautveränderungen an den Fingern und Zehen. Es sind kleine Knoten, die schmerzverursachend sind. Oftmals treten mehrere von ihnen nebeneinander auf. Sie sind kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Warnzeichen: Meist steckt hinter ihnen eine bakterielle Entzündung der Herzinnenhaut (Endokarditis), die unbehandelt lebensbedrohlich verläuft. Wer solche Knötchen an sich bemerkt, sollte deshalb umgehend ärztlich abklären lassen, woher sie stammen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Osler-Knötchen?

Osler Knoetchen
Osler-Knötchen sind schmerzhafte, bläulich-rote Knötchen an Fingern und Zehen. Sie treten vor allem als Zeichen einer bakteriellen Herzinnenhautentzündung auf und klingen ab, sobald diese behandelt wird.
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Die Osler-Knötchen wurden nach dem kanadischen Arzt Sir William Osler benannt. Dieser beschrieb als der Erstautor um 1900 erstmals die Auffälligkeiten der Hautveränderungen seiner Patienten. Die Knötchen werden auch als Osler spots bezeichnet, da sie optisch Hautflecken ähneln. Es handelt sich bei den Knötchen um schmerzhafte Hautveränderungen.

Der Schmerz entsteht, sobald Druck auf die betroffene Hautpartie ausgeübt wird. Die Osler-Knötchen sind ungefähr stecknadelkopf- bis erbsengroß. Eine Besonderheit der Knötchen ist, dass meist mehrere von ihnen gleichzeitig auftreten. Ihre Farbe ist bläulich-rot. Die Knötchen werden an den Fingern und Zehen diagnostiziert.

Darüber hinaus können sie in den Handinnenflächen im Daumen- oder Kleinfingerballen entstehen. Die Hautveränderungen entstehen durch Einblutungen der Dermis. Dies ist die Lederhaut, die sich unter der obersten Hautschicht, der Epidermis befindet. Die Osler-Knötchen sind eine typische Begleiterscheinung einer bakteriellen Herzinnenhautentzündung.

Bei den Patienten werden oftmals an mehreren Fingern zeitgleich unterschiedlich große Hautpartien vorgefunden, die betroffen sind. Charakteristisch ist, dass sich in der Mitte der Knötchenflecken oft eine weiße Hautpartie befindet. Mit dem Beginn der Behandlung verschwinden die Knötchen meist nach einigen Tagen.

Ursachen

Die Osler-Knötchen entstehen durch eine Embolie oder durch eine Entzündung aufgrund von Immunkomplexablagerungen in kleinen Arterien. Aus beiden Gründen verstopfen kleinste Blutgerinnsel die Adern. Dies verursacht die Einblutungen in der zweiten Hautschicht.

Zu der häufigsten Ursache der Osler-Knötchen gehört eine bakterielle Endokarditis. Eine unbehandelte infektiöse Endokarditis kann tödlich enden. Es handelt sich hierbei um eine Herzinnenhautentzündung. Die Osler-Knötchen sind ein fakultatives und damit kein zwingendes Symptom bei der Endokarditis. Umgekehrt gilt jedoch: Fehlen sie, schließt das eine Endokarditis nicht aus. Darüber hinaus treten die Knötchen bei einigen weiteren Krankheitsbildern auf.

Zu ihnen gehören der Systemische Lupus erythematodes, die Disseminierte Gonokokkeninfektion und eine Embolie bei septischem Katheter. Der Systemische Lupus erythematodes ist eine Autoimmunerkrankung der Haut sowie des Gefäßbindegewebes der Organe. Der Lupus erythematodes wird dem entzündlichen Rheuma zugeordnet.

Die Disseminierte Gonokokkeninfektion gilt als eine besondere Form einer Gonorrhoe. In ein bis drei Prozent der Fälle einer unbehandelten Gonorrhoe geht die Erkrankung in eine Disseminierte Gonokokkeninfektion über. Der Patient leidet an Fieberschüben, klagt über Gelenkbeschwerden und Hautveränderungen in Form von schmerzhaften Knötchen.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Osler-Knötchen machen sich in erster Linie durch auffällige Hautveränderungen bemerkbar. Die charakteristischen Knötchen entstehen vorwiegend an Zehen und Fingern. Dort kommt es zu schmerzhaften Knötchen, welche die Bewegungsfreiheit von Hand oder Fuß einschränken können. Die Knötchen erreichen eine Größe von wenigen Millimetern bis zu etwa einem Zentimeter.

Während der Abheilung der Knötchen schuppt die Haut im betroffenen Bereich stark. Begleitend dazu treten meist Juckreiz und Rötungen auf. Je nach Ursache können bei Osler-Knötchen weitere Symptome auftreten. Liegt den Hautveränderungen eine infektiöse Endokarditis zugrunde, treten unter anderem Fieber, Schüttelfrost und Herzrasen auf.

Außerdem kann es zu Anämie und einem Gewichtsverlust kommen. Ist das Herz mitbetroffen, kann es zu Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzinfarkt kommen. Liegt den Osler-Knötchen eine Autoimmunerkrankung wie der Systemische Lupus erythematodes zugrunde, können ebenfalls Herz und Gefäße in Mitleidenschaft gezogen werden. Ist ein entzündliches Rheuma der Auslöser, treten weitere Bewegungsstörungen auf.

Parallel dazu kann es zu Gliederschmerzen, Lähmungserscheinungen und den typischen Entzündungsreaktionen kommen. Die Osler-Knötchen selbst klingen ab, sobald die ursächliche Erkrankung behandelt wurde. Bei fehlender Behandlung vermehren sich die Knötchen, und die Begleitsymptome werden stärker. Entscheidend ist dabei nicht der Hautbefund, sondern die zugrunde liegende Erkrankung, die in dieser Zeit ungehindert fortschreitet.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Hautveränderung selbst erkennt oft schon der Hausarzt oder ein Dermatologe; die entscheidende Abklärung der Ursache übernimmt jedoch ein Facharzt für innere Medizin. Die Osler-Knötchen sind abzugrenzen von Janeway-Läsionen. Diese sehen optisch den Knötchen sehr ähnlich, sind jedoch für den Patienten vollkommen schmerzfrei. Für die Dringlichkeit der Abklärung macht das keinen Unterschied, denn auch Janeway-Läsionen deuten auf eine bakterielle Endokarditis hin. Darüber hinaus unterscheiden sie sich von den Hautveränderungen des Morbus Osler, einer erblichen Gefäßerkrankung, die trotz des ähnlichen Namens nichts mit den Osler-Knötchen zu tun hat.

Hier sind die Veränderungen angeboren und genetisch bedingt. Die erkrankten Bereiche betreffen zusätzlich die Schleimhäute, den Magen-Darm-Trakt und Hautpartien im Gesicht. Die Osler-Knötchen betreffen Hautveränderungen an den Finger- und Zehenkuppen. Darüber hinaus können sie in den Handinnenflächen oder auch an Armen oder Beinen vorkommen.

Im Körperinneren sind sie jedoch nicht zu finden. Ihr gruppenförmiges Auftreten ist charakteristisch. Die Diagnose der Knötchen selbst wird nach der Anamnese, der Sichtkontrolle und dem Drucktest gestellt. Letzterer sollte beim Patienten mit Schmerzen verbunden sein. Damit ist die Abklärung jedoch nicht abgeschlossen: Da hinter den Knötchen meist eine bakterielle Herzinnenhautentzündung steckt, gehören Blutkulturen und eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie) zur Untersuchung dazu.

Ein typischer Krankheitsverlauf der Osler-Knötchen ist als remittierend einzustufen. Auch ohne einen Arztbesuch oder eine explizite Diagnose kann es nach einigen Tagen zu einer Verringerung der Beschwerden kommen. Dies geschieht vor allem dann, wenn die Primärerkrankung erkannt und behandelt wird. Erfolgt das nicht, ist damit zu rechnen, dass die Osler-Knötchen wiederholend auftreten. Ein Abklingen der Knötchen bedeutet dabei nicht, dass die auslösende Erkrankung ausgeheilt wäre — eine bakterielle Herzinnenhautentzündung schreitet auch dann weiter fort.

Komplikationen

In den meisten Fällen kommt es bei den Osler-Knötchen zu verschiedenen Veränderungen und Beschwerden an der Haut. Die Knötchen selbst treten dabei vor allem an den Zehen oder an den Fingern auf und können damit zu erheblichen Einschränkungen und Beschwerden im Alltag des Betroffenen führen. Die Lebensqualität des Patienten wird aufgrund der Osler-Knötchen damit deutlich eingeschränkt und verringert.

Die Knötchen selbst sind mit Schmerzen verbunden, sodass die meisten Betroffenen viele Dinge mit ihren Fingern nicht mehr ohne Weiteres tun können. Dabei kann es auch zu psychischen Beschwerden oder sogar zu Depressionen kommen, falls die Krankheit nicht richtig behandelt wird. Schwieriger als das Erkennen der Knötchen selbst ist häufig der Nachweis der zugrunde liegenden Erkrankung. Die Behandlung richtet sich gegen diese Grunderkrankung und erfolgt bei einer bakteriellen Endokarditis mit Antibiotika.

Die Knötchen selbst bilden sich darunter oft schon nach wenigen Tagen zurück; die Behandlung der Herzinnenhautentzündung dauert dagegen mehrere Wochen und muss vollständig zu Ende geführt werden. Allerdings schuppt die Haut während der Behandlung relativ stark. Viele Patienten leiden dabei auch an Minderwertigkeitskomplexen oder an einem deutlich verringerten Selbstwertgefühl. Das Schonen der Hände und Füße lindert den Druckschmerz, hat auf den Verlauf der Grunderkrankung aber keinen Einfluss. Wie sich die Erkrankung auf die Lebenserwartung auswirkt, hängt allein von der Grunderkrankung ab: Eine unbehandelte bakterielle Herzinnenhautentzündung verläuft häufig tödlich, während sie bei rechtzeitiger Behandlung in vielen Fällen ausheilt.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Rötliche Knoten an den Zehen und Fingern, Blutungen unter den Nägeln und andere Anzeichen von Osler-Knötchen sollten rasch abgeklärt werden. Damit sollte nicht abgewartet werden, bis die Hautveränderungen und Schmerzen von selbst zurückgehen. Die betroffenen Personen sollten den Hausarzt konsultieren, der die Osler-Knötchen oftmals schon blickdiagnostisch feststellen kann. In der Regel müssen weitere Diagnosemaßnahmen eingeleitet werden, insbesondere Blutkulturen und eine Ultraschalluntersuchung des Herzens, um die zugrunde liegende Erkrankung zweifelsfrei feststellen zu können. Menschen, die bereits an einer Endokarditis leiden, müssen den zuständigen Arzt über die Knötchen informieren.

Treten zusätzlich hohes Fieber, Schüttelfrost, Atemnot, Verwirrtheit oder ein rascher Kräfteverfall auf, kann sich aus der Herzinnenhautentzündung eine Blutvergiftung entwickelt haben. In diesem Fall ist umgehend der Notruf 112 zu wählen.

Wenn die Beschwerden nach einer Infektion der Haut oder einer anderen Hauterkrankung auftreten, ist ebenfalls ärztlicher Rat gefragt. Die Patienten können den Dermatologen oder einen Spezialisten für innere Medizin aufsuchen. Die Behandlung erfolgt meist medikamentös; liegt eine bakterielle Herzinnenhautentzündung zugrunde, ist dafür in der Regel ein Krankenhausaufenthalt notwendig. Während der Therapie muss enger Kontakt mit dem Arzt gehalten werden.

Sollten Nebenwirkungen oder anderweitige Komplikationen auftreten, muss der Arzt informiert werden. Die Osler-Knötchen sollten bei einer frühzeitigen Behandlung rasch abklingen. Die Behandlung der Grunderkrankung muss dagegen ärztlich kontrolliert und zu Ende geführt werden, auch wenn die Knötchen bereits verschwunden sind. Die Verlaufskontrollen richten sich dabei nach der Grunderkrankung; nach einer bakteriellen Herzinnenhautentzündung sind sie beim Internisten oder Kardiologen wahrzunehmen.

Behandlung & Therapie

Die Behandlung der Osler-Knötchen erfolgt in Abhängigkeit der Ursache. Solange diese nicht abschließend geklärt ist, kommt es zu einem rezidivierenden Auftreten der schmerzhaften Hautveränderungen. Bei einer Endokarditis empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem Internisten. Eine bakterielle Endokarditis wird im Krankenhaus mit hoch dosierten Antibiotika über mehrere Wochen behandelt; sind die Herzklappen bereits geschädigt, kann zusätzlich eine Operation notwendig werden. Der Systemische Lupus erythematodes wird je nach Stadium mit einer Salbe oder Kortison behandelt.

Die Salbe wird jedoch nicht unmittelbar auf die Hautpartien der Osler-Knötchen aufgetragen, da die Inhaltsstoffe auf die rheumatischen Beschwerden abgestimmt sind. Die Disseminierte Gonokokkeninfektion wird mit Antibiotika behandelt. Lange Zeit wurde dafür Penicillin eingesetzt. Wegen weit verbreiteter Resistenzen der Erreger wird heute stattdessen in der Regel Ceftriaxon bevorzugt. Unter der Voraussetzung, dass die Ursache der Knötchen gefunden und hierfür erfolgreich Behandlungsmaßnahmen eingeleitet wurden, heilen die Osler-Knötchen meist ohne weitere medizinische Eingriffe aus.

Im weiteren Heilungsprozess stößt die Haut über eine Schuppung allmählich von selbst die oberste Hautschicht ab. Dieser Vorgang hält einige Tage an und ist in der Regel für den Patienten schmerzfrei. Innerhalb dieser Zeit sollten Kratzbewegungen oder absichtliches Abreiben der Hautoberfläche vermieden werden.

Hautreizende oder chemische Produkte beispielsweise aus dem Bereich der Haushaltsreinigung sollten nicht ungeschützt mit der Haut in Berührung kommen. Hautpflegeprodukte ohne den Zusatz von Alkohol können auf Wunsch zusätzlich unterstützend genutzt werden. Tätigkeiten, die Druck auf die betroffenen Hautpartien ausüben, sollten vermieden werden.

Es empfiehlt sich für einige Tage ein Schonungsverhalten der Hände, Arme und Beine. Das Tragen von Gummihandschuhen wird nur während der Verrichtung von anstrengenden Tätigkeiten empfohlen.


Aussicht & Prognose

Die Osler-Knötchen selbst haben eine gute Prognose: Sobald die auslösende Erkrankung behandelt wird, bilden sie sich meist innerhalb weniger Tage vollständig und ohne Narben zurück. Die Aussichten des Patienten richten sich deshalb nicht nach den Knötchen, sondern nach der Grunderkrankung.

Steckt eine bakterielle Herzinnenhautentzündung dahinter, entscheidet vor allem der Zeitpunkt des Behandlungsbeginns über den Verlauf. Wird sie früh erkannt und konsequent mit Antibiotika behandelt, heilt sie in vielen Fällen aus. Bleibt sie unbehandelt, endet sie dagegen häufig tödlich. Zu den gefürchteten Komplikationen gehören eine Zerstörung der Herzklappen mit nachfolgender Herzschwäche, Verschleppungen von Bakterienherden in Gehirn, Nieren oder Milz sowie eine Blutvergiftung.

Auch bei den anderen möglichen Auslösern gilt: Die Prognose ist von Patient zu Patient verschieden und hängt vom Alter, vom Zustand des Immunsystems und von der Art des Erregers ab. Regelmäßige Kontrollen beim behandelnden Arzt sind während und nach der Behandlung angeraten, weil Osler-Knötchen erneut auftreten können, wenn die Grunderkrankung wieder aufflammt.

Vorbeugung

Vorbeugende Maßnahmen gegen die Osler-Knötchen selbst gibt es nicht. Da es sich bei ihnen um Begleit- und Nebenerscheinungen einiger anderer Erkrankungen handelt, setzt die Vorbeugung bei diesen Erkrankungen an. Beispielsweise ist auf Hygiene bei dem Verlegen eines Katheters zu achten. Ebenfalls sollte eine Gonorrhoe unverzüglich behandelt werden.

Für Menschen mit besonders hohem Endokarditisrisiko — etwa mit künstlicher Herzklappe, nach einer Herzklappenoperation mit Fremdmaterial oder nach bereits durchgemachter Endokarditis — empfehlen die Fachgesellschaften vor bestimmten zahnärztlichen Eingriffen eine Endokarditisprophylaxe mit einem Antibiotikum. Früher wurde eine solche Prophylaxe einem deutlich größeren Personenkreis empfohlen; seit der Änderung der Leitlinien im Jahr 2007 ist sie auf diese Hochrisikogruppen beschränkt.

Nachsorge

In der Regel stehen Betroffenen bei einem Osler-Knötchen nur wenige oder auch nur eingeschränkte Maßnahmen einer Nachsorge zur Verfügung. Die auslösende Erkrankung muss dagegen in jedem Fall behandelt und ärztlich nachkontrolliert werden. Eine frühe Diagnose wirkt sich dabei positiv auf den weiteren Verlauf der Erkrankung aus und kann dabei auch das Auftreten von weiteren Komplikationen oder Beschwerden verhindern.

Die Krankheit kann meistens mit Hilfe von verschiedenen Medikamenten relativ gut behandelt werden. Dabei sollte der Betroffene immer die Anweisungen des Arztes beachten und dabei die Arzneimittel regelmäßig und auch in der richtigen Dosierung einnehmen. Bei der Einnahme von Antibiotika ist auch zu beachten, dass diese nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden sollten.

Sollte es zu starken Nebenwirkungen kommen, ist ebenso ein Arzt zu konsultieren. Während der Behandlung sind regelmäßige Kontrollen durch einen Arzt sehr sinnvoll. Im Allgemeinen ist die Haut beim Osler-Knötchen besonders gut zu schützen, wobei der Kontakt mit hautreizenden Stoffen zu vermeiden ist. Ob die Lebenserwartung beeinträchtigt wird, richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung und danach, wie früh sie behandelt wurde.

Das können Sie selbst tun

Je nachdem, welche Ursache den Osler-Knötchen zugrunde liegt und welche Behandlungsschritte bereits unternommen wurden, kann der Patient die Genesung durch verschiedene Selbsthilfe-Maßnahmen unterstützen.

Die wichtigste Selbsthilfemaßnahme ist es, die gegen die Grunderkrankung verordneten Medikamente zuverlässig und über die gesamte verordnete Dauer einzunehmen — auch dann, wenn die Knötchen längst verschwunden sind. Sinnvoll ist außerdem eine sorgfältige Körperhygiene. Begleitend dazu sollte sich der Patient schonen. Vor allem nach einem Eingriff darf die betroffene Stelle keinen weiteren Reizen ausgesetzt werden, um ernste Komplikationen zu vermeiden. Hände, Arme und Beine müssen grundsätzlich geschont werden, am besten durch das Tragen von Spezialhandschuhen und ausreichend Bettruhe.

Im weiteren Genesungsprozess sollten die Osler-Knötchen nicht mit Stoff in Berührung kommen und auf keinen Fall aufgerieben werden. Hautreizende Produkte gilt es in den ersten Tagen bis Wochen zu vermeiden. Dies betrifft nicht nur die Körperpflege, sondern auch die Haushaltsreinigung und Tätigkeiten im Beruf. Welche Maßnahmen im Detail angezeigt sind, kann der zuständige Arzt beantworten. Da Osler-Knötchen in sehr unterschiedlicher Ausprägung und Anzahl auftreten können, sollten etwaige Selbsthilfe-Maßnahmen erst nach einer umfassenden Rücksprache mit einem Dermatologen angewendet werden.

Quellen

  • Marx, N., Erdmann, E. (Hrsg.): Klinische Kardiologie.
    ISBN: 9783662629314
  • Herold, G.: Innere Medizin 2026.
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  • Plewig, G., Ruzicka, T., Kaufmann, R., Hertl, M. (Hrsg.): Braun-Falco's Dermatologie, Venerologie und Allergologie.
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