Penicillin
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 18. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Penicillin ist oft die erste Wahl, wenn es darum geht, Krankheiten zu bekämpfen, die durch Bakterien ausgelöst wurden. Die Penicilline töten die Erreger ab und hindern sie an der Vermehrung, sofern keine Resistenz vorliegt.
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Was ist Penicillin?
1928 wurde Penicillin von Alexander Fleming entdeckt. Es handelt sich dabei um das erste Antibiotikum der Neuzeit. Gewonnen wird Penicillin aus Penicillium-Pilzen. Das gilt allerdings nur für die natürlichen Penicilline wie das Benzylpenicillin; die heute gebräuchlichen Vertreter der Gruppe, etwa Amoxicillin, Flucloxacillin oder Piperacillin, werden halbsynthetisch aus einem biotechnologisch gewonnenen Grundgerüst hergestellt.
Der Begriff Penicillin bezeichnet dabei zweierlei: zum einen den von Fleming entdeckten Einzelstoff, der heute Benzylpenicillin oder Penicillin G heißt, zum anderen die ganze Stoffgruppe, zu der neben ihm die Oralpenicilline, die penicillinasefesten Isoxazolylpenicilline, die Aminopenicilline und die Acylaminopenicilline gehören.Penicillin ist eine Art von Antibiotikum, welche injiziert oder oral verabreicht wird. Es kommt gegen bakterielle Infektionen zum Einsatz und verhindert, dass die Bakterien eine schützende Außenhülle bilden.
Das Medikament muss über die gesamte verordnete Behandlungsdauer genommen werden, um die volle Wirkung zu erzielen. Da immer mehr Bakterien gegen Penicillin resistent werden, müssen immer wieder neue synthetische Antibiotika entwickelt werden.
Anwendung & Gebrauch
Penicillin wird bei bakteriellen Infektionen verabreicht. Benzylpenicillin kommt stets als Injektion zum Einsatz, da dieses Penicillin nicht säurefest ist. Obwohl dieses Medikament leicht von den Bakterien gespalten werden kann, wird es wegen seiner guten Verträglichkeit gerne von Ärzten verabreicht. Häufigste Anwendungsgebiete sind Infektionen mit Pneumokokken, Streptokokken, Diphtherie-Bakterien, Meningokokken und Spirochäten.
Neben dem rasch wirkenden Benzylpenicillin gibt es eine Depotform, die in den Muskel gespritzt wird und den Wirkstoff über Wochen hinweg langsam abgibt. Die dabei erreichten Blutspiegel liegen weit unter denen der wässrigen Zubereitung, halten dafür aber lange an. Angewendet wird diese Form zur Langzeitbehandlung chronischer Streptokokkeninfektionen, etwa um einem erneuten rheumatischen Fieber und einer dadurch bedingten Schädigung des Herzens vorzubeugen, sowie zur Behandlung der Syphilis. Eine Ausnahme bildet dabei die Syphilis des Nervensystems, für die das Depotpräparat nicht in Frage kommt.
Oral können Oralpenicilline wie Phenoxymethylpenicillin und Propicillin verabreicht werden. Sie sind weniger stark als Benzylpenicillin, wirken aber gleich.
Stärker gegen die Spaltung durch Bakterien sind Penicillinase-feste Mittel wie Oxacillin, Flucloxacillin und Dicloxacillin. Diese wirken vor allem gegen Staphylokokken, von denen allerdings ein Teil gegen sie unempfindlich geworden ist. Diese methicillinresistenten Stämme werden als MRSA bezeichnet. Wie groß ihr Anteil ist, hängt von Land, Einrichtung und Untersuchungsjahr ab; deshalb richtet sich die Wahl des Antibiotikums bei einer Staphylokokken-Infektion nach dem Ergebnis der Erregerbestimmung.
Wie eine Antibiotikaresistenz gegen Penicillin entsteht, ist inzwischen im Einzelnen bekannt, und es gibt dafür nicht einen, sondern mehrere Wege. Der bekannteste ist die Betalaktamase: Ein Enzym des Bakteriums zerschneidet den Ring, auf dem die Wirkung beruht. Ein zweiter Weg führt über die Eiweiße in der Bakterienhülle, an denen das Penicillin ansetzt. Verändern sich diese Zielstrukturen durch eine Mutation, bindet der Wirkstoff dort schlechter – so ist die Unempfindlichkeit von Pneumokokken und mancher Streptokokken zu erklären. Bei den methicillinresistenten Staphylokokken liegt der Fall noch etwas anders: Sie bilden ein zusätzliches Eiweiß dieser Art, an das Penicillin kaum noch bindet. Dazu kommen zwei weitere Mechanismen, die besonders gramnegative Bakterien nutzen: Ihre äußere Hülle lässt den Wirkstoff nur schlecht durch, und Pumpen in der Zellmembran befördern ihn wieder hinaus. Wer gegen ein Penicillin unempfindlich ist, ist es dabei häufig auch gegen andere Penicilline und gegen Cephalosporine.
Auf den häufigsten dieser Wege hat die Arzneimittelentwicklung eine eigene Antwort gefunden: die Betalaktamase-Hemmer. Es handelt sich um Stoffe, die den Penicillinen chemisch ähneln, selbst aber kaum Bakterien abtöten. Ihre Aufgabe besteht darin, das bakterielle Enzym unschädlich zu machen und so das eigentliche Antibiotikum vor dem Abbau zu schützen. Gebräuchlich sind drei von ihnen: die Clavulansäure in Verbindung mit Amoxicillin, Sulbactam in Verbindung mit Ampicillin und Tazobactam in Verbindung mit Piperacillin. Das Wirkungsspektrum des jeweiligen Penicillins erweitert sich dadurch um genau jene Bakterien, deren Enzyme der Hemmstoff erfasst. Vollständig ist dieser Schutz allerdings nicht: Gegen einen Teil der Betalaktamasen richten auch die Hemmstoffe nichts aus.
Wie die Penicilline ihre Wirkung entfalten, lässt sich in einem Bild fassen: Sie blockieren die Eiweiße, mit denen das Bakterium die Bausteine seiner Zellwand miteinander verknüpft. Das gelingt nur, solange die Zelle wächst, denn nur dann wird überhaupt neue Zellwand gebaut. Die Hülle bleibt dadurch lückenhaft, und das Bakterium geht zugrunde. Wie gut eine Behandlung anschlägt, hängt weniger von der Höhe des Spiegels ab als davon, wie lange er über der Schwelle bleibt, die den Erreger hemmt.
Eine moderne Variante des Penicillins ist beispielsweise Amoxicillin. Es wird oral eingenommen und hilft bei Atemwegsinfekten, Infekten in Harn- und Gallenwegen, Blutvergiftung, Keuchhusten und Mittelohrentzündung.
Wechselwirkungen
Die Einnahme von Penicillin kann Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten hervorrufen. Lange galt, dass Antibiotika die Schwangerschaftsverhütung durch eine Antibabypille verschlechtern können, weil sie die Darmflora verändern; daraus stammt der verbreitete Rat, während einer Antibiotikabehandlung zusätzlich mit Kondomen zu verhüten. Nach heutigem Kenntnisstand ist ein solcher Wirkungsverlust für Penicilline allerdings nicht belegt: Die aktuellen deutschen Fachinformationen von Penicillin V und Amoxicillin führen hormonelle Verhütungsmittel nicht mehr unter den Wechselwirkungen auf.
Die gleichzeitige Einnahme von Phenoxymethylpenicillin und das Bakterienwachstum hemmenden Antibiotika ist zu unterlassen. Penicillin wirkt nämlich nur gegen Bakterien, die sich gerade vermehren.
Die deutschen Fachinformationen von Penicillin V nennen als solche wachstumshemmenden Mittel namentlich Tetracycline, Sulfonamide und Chloramphenicol.
Zu beachten ist auch die gemeinsame Anwendung von Penicillin mit Indometacin oder Salicylaten. Diese Mittel kommen bei Rheuma zum Einsatz. Werden sie gemeinsam mit Penicillin eingenommen, dann fällt der Serumspiegel von Phenoxymethylpenicillin höher aus und hält länger an.
Werden nicht resorbierbare Aminoglykosid-Antibiotika wie Neomycin zur Keimverminderung im Darm gegeben, kann die Aufnahme von Penicillin aus dem Darm vermindert sein. Anhaltender Durchfall kann darüber hinaus die Aufnahme anderer Arzneimittel stören und deren Wirksamkeit beeinträchtigen.
Durch die Einnahme von Penicillin kann der Nachweis von Zucker oder Gallenfarbstoffen im Urin verfälscht werden; nicht-enzymatische Harnzuckerbestimmungen können dabei falsch-positiv ausfallen.
Verabreichung & Dosierung
Bei der Verabreichung und Dosierung von Penicillin sind verschiedene wichtige Aspekte zu beachten, um eine wirksame Behandlung zu gewährleisten und Nebenwirkungen zu minimieren. Penicillin wird häufig zur Behandlung bakterieller Infektionen eingesetzt, wobei die Dosierung und der Verabreichungsweg (oral, intramuskulär oder intravenös) von der Art der Infektion, dem Alter des Patienten und dessen Nierenfunktion abhängen.
Die Standarddosierung für Erwachsene variiert je nach Infektionstyp. Bei leichteren Infektionen, wie Atemwegsinfektionen, wird häufig eine orale Form von Penicillin im Abstand von 6 bis 8 Stunden verabreicht; die Einzelmenge richtet sich nach Schwere und Ort der Infektion und wird in Deutschland üblicherweise in Millionen Internationalen Einheiten angegeben. Bei schwereren Infektionen, wie Endokarditis oder Sepsis, kann eine höhere Dosis erforderlich sein, die intravenös verabreicht wird.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion benötigen möglicherweise eine Dosisanpassung, da Penicillin überwiegend über die Nieren ausgeschieden wird. Auch bei älteren Patienten sollte die Dosis sorgfältig angepasst werden, um das Risiko einer Kumulation zu vermeiden.
Vor der ersten Verabreichung muss geprüft werden, ob der Patient auf Penicillin oder verwandte Beta-Lactam-Antibiotika allergisch reagiert. Eine Penicillinallergie kann zu schwerwiegenden Reaktionen wie Anaphylaxie führen, daher ist eine gründliche Anamnese erforderlich.
Penicillin sollte immer über die volle Behandlungsdauer eingenommen werden, auch wenn die Symptome vorher abklingen, um eine Resistenzbildung und das Wiederauftreten der Infektion zu verhindern.
Risiken & Nebenwirkungen
Es gibt diverse Risiken und Nebenwirkungen, die durch die Einnahme von Penicillin auftreten können. Diese sind nicht die Regel und unterscheiden sich in der Schwere. Außerdem kommt es darauf an, ob Penicillin als Tablette, Saft oder Spritze verabreicht wurde.
Es kann zu Zahnverfärbung, Zungenentzündung, Mundschleimhautentzündung, Mundtrockenheit, Geschmacksveränderungen und Magen-Darmbeschwerden wie Erbrechen, Übelkeit, Durchfall, Appetitlosigkeit und Blähungen kommen.
Es ist möglich, dass es zu einer Neutropenie kommt, was eine Verminderung der weißen Blutkörperchen bedeutet. Ebenso kann es zu einer Thrombozytopenie kommen, einer Verminderung der Blutplättchen. Weitere Nebenwirkungen können sein: Agranulozytose, Hautausschlag, Nesselsucht, Lyell-Syndrom, Arzneimittelfieber, Blutarmut, Eiweißallergiereaktion, Nierenentzündung, Gesichtsschwellungen, Herzrasen, Blutgefäßentzündungen, Atemnot, Gelenkschmerzen, allergischer Schock und Verkrampfung der Bronchialmuskulatur.
Erfolgt die Einnahme von Penicillin über einen längeren Zeitraum, so kann es zu einem Befall mit resistenten Pilzen und Bakterien im Dickdarm kommen. Die Folgen sind Durchfall und Darmentzündungen. Die Einnahme des Penicillins ist dann sofort zu beenden und durch ein anderes Antibiotikum zu ersetzen. Möglicherweise ist Vancomycin geeignet.
Durch eine langfristige und wiederholte Einnahme von Penicillin kann es zu sogenannten Superinfektionen mit bereits resistenten Bakterien oder Pilzen kommen. Weiterhin kommt es dabei zu Infektionen im Mund oder zu Scheidenentzündungen.
Treten unmittelbar nach der Einnahme von Penicillin allergische Reaktionen, wie Nesselsucht auf, handelt es sich vermutlich um eine Allergie gegen Penicillin. Dann ist die Behandlung sofort abzubrechen und durch ein geeignetes Antibiotikum zu ersetzen.
Penicillin sollte nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt während der Schwangerschaft eingenommen werden. Es sind keine schädigenden Wirkungen bekannt.
Während der Stillzeit kann Penicillin bei entsprechender Indikation angewendet werden. Der Wirkstoff wird über die Muttermilch vom Baby aufgenommen und kann zu Durchfall und Darmentzündungen führen. Ferner kann dies zu einer Sensibilisierung des Babys führen.
Die Fachinformationen beschreiben diese Wirkung auf den gestillten Säugling genauer: Zu rechnen ist mit einer Sensibilisierung oder mit einer Störung der natürlichen Darmflora, die sich als Durchfall oder als Besiedlung mit Hefepilzen äußern kann.
Kontraindikationen
Typische Kontraindikationen bei der Verwendung von Penicillin betreffen vor allem Patienten mit bekannten Allergien gegen Penicillin oder andere Beta-Lactam-Antibiotika. Eine Penicillinallergie kann sich in Form von Hautausschlägen, Juckreiz, Atembeschwerden bis hin zu lebensbedrohlichen anaphylaktischen Reaktionen äußern. Daher ist eine Allergieanamnese vor der Verabreichung essenziell. Patienten mit einer bestätigten Penicillinallergie sollten alternative Antibiotika erhalten.
Eine weitere Kontraindikation besteht bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen, da Penicillin überwiegend über die Nieren ausgeschieden wird. Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion kann es zu einer Anhäufung des Medikaments kommen, was das Risiko für Nebenwirkungen, insbesondere im Zentralnervensystem, erhöht. In solchen Fällen muss entweder eine Dosisanpassung vorgenommen oder auf ein anderes Antibiotikum zurückgegriffen werden.
Vorsicht ist auch bei Patienten mit einer Vorgeschichte von schwerwiegenden gastrointestinalen Erkrankungen, insbesondere Kolitis, geboten, da Penicillin, wie viele Antibiotika, das Risiko für die Entwicklung einer Antibiotika-assoziierten Kolitis (einschließlich Clostridium difficile-assoziierter Diarrhoe) erhöhen kann.
Zudem sollten Patienten, die an bestimmten Stoffwechselerkrankungen wie Phenylketonurie leiden, darauf hingewiesen werden, dass bestimmte Penicillinpräparate Aspartam enthalten können. Schließlich ist Penicillin in hohen Dosen bei Patienten mit Herzinsuffizienz oder Elektrolytstörungen mit Vorsicht zu verwenden, da einige Penicillin-Präparate Natrium enthalten, das die Herzbelastung erhöhen kann.
Interaktionen mit anderen Medikamenten
Penicillin kann mit einer Reihe von Medikamenten interagieren, was die Wirksamkeit sowohl von Penicillin als auch der gleichzeitig eingenommenen Arzneimittel beeinflussen kann. Eine bekannte Interaktion besteht mit oralen Kontrazeptiva („Pille“). Penicillin kann möglicherweise die Wirksamkeit von hormonellen Verhütungsmitteln verringern, indem es die Darmflora beeinflusst und dadurch den enterohepatischen Kreislauf der Hormone stört. Belegt ist diese Wechselwirkung nach heutigem Kenntnisstand allerdings nicht; eine Empfehlung, wegen eines Penicillins zusätzliche Verhütungsmethoden anzuwenden, lässt sich daraus nicht ableiten. die aktuellen deutschen Fachinformationen der Penicilline nennen hormonelle Verhütungsmittel nicht mehr unter den Wechselwirkungen, und als gesichert gilt eine Abschwächung nur für enzyminduzierende Arzneimittel wie Rifampicin.
Ein weiteres wichtiges Wechselspiel besteht mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln zum Einnehmen. Unter Amoxicillin wurde in seltenen Fällen über eine Verlängerung der Blutgerinnungszeit berichtet; einen Mechanismus dafür nennen die Fachinformationen nicht. Bei gleichzeitiger Anwendung sind daher angemessene Kontrollen der Blutgerinnung durchzuführen, und die Menge des Gerinnungshemmers muss unter Umständen angepasst werden. Bei gleichzeitiger Anwendung ist eine engmaschige Kontrolle der Blutgerinnungswerte (INR) notwendig.
Penicillin sollte außerdem nicht mit bakteriostatischen Antibiotika wie Tetracyclinen kombiniert werden, da diese das Wachstum der Bakterien hemmen, während Penicillin nur gegen wachsende Bakterien wirksam ist. Dies kann die Wirksamkeit von Penicillin verringern.
Zusätzlich kann Probenecid, ein Mittel gegen Gicht, die Ausscheidung von Penicillin über die Nieren verzögern und die Plasmakonzentration von Penicillin erhöhen. Diese Wechselwirkung kann therapeutisch genutzt werden, um die Wirksamkeit von Penicillin zu verlängern, aber auch das Risiko für Nebenwirkungen steigern.
Alternative Behandlungsmethoden
Wenn Penicillin nicht vertragen wird, gibt es mehrere alternative Behandlungsmethoden und Wirkstoffe zur Behandlung bakterieller Infektionen. Häufige Alternativen zu Penicillin sind andere Antibiotika-Klassen, die ähnliche Infektionen bekämpfen können. Wie groß dabei die Gefahr einer Kreuzallergie ist, unterscheidet sich von Klasse zu Klasse.
Eine der am häufigsten eingesetzten Alternativen sind Makrolide wie Erythromycin, Azithromycin oder Clarithromycin. Diese Antibiotika eignen sich gut für Patienten mit Penicillinallergie und werden oft zur Behandlung von Atemwegsinfektionen, Hautinfektionen und sexuell übertragbaren Krankheiten verwendet.
Eine weitere Alternative sind Cephalosporine, wie Cefalexin oder Cefuroxim. Obwohl diese zu den Beta-Lactam-Antibiotika gehören, ist die Wahrscheinlichkeit einer Kreuzallergie mit Penicillin gering, insbesondere bei den neueren Cephalosporinen der dritten und vierten Generation. Allerdings sollte dies in Absprache mit einem Arzt erfolgen, besonders wenn die Penicillinallergie schwerwiegend ist.
Tetracycline wie Doxycyclin oder Minocyclin können ebenfalls eingesetzt werden, insbesondere bei der Behandlung von Atemwegsinfektionen, Hautinfektionen und durch Zecken übertragene Krankheiten.
Zusätzlich sind Fluorchinolone (wie Ciprofloxacin oder Levofloxacin) bei bestimmten Infektionen eine Option, zum Beispiel bei Harnwegsinfektionen oder komplizierten bakteriellen Erkrankungen, obwohl sie aufgrund von Nebenwirkungen oft nicht als erste Wahl gelten.
Diese Alternativen sollten basierend auf dem Erregerspektrum und der individuellen Patientensituation sorgfältig ausgewählt werden.
Quellen
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ISBN: 9783437426223
- Ackermann, G. (Hrsg.): Antibiotika und Antimykotika.
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- Brodt, H.-R., Simon, C. (Hrsg.): Infektionstherapie.
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- Suerbaum, S., Burchard, G.-D., Kaufmann, S. H. E., Schulz, T. F. (Hrsg.): Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie.
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- Jung, N., Rieg, S. (Hrsg.): Klinikleitfaden Infektiologie.
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